Der Corona-Faschismus

(www.conservo.wordpress.com)

VON DR.PHIL.MEHRENS

Demokratie in der Schwundstufe: Der Virus Sars-Covid-19 beschleunigt den Verfall demokratischer Freiheitsrechte

Nachdem sich erst Björn Höcke und nun auch der begnadete Musiker Xavier Naidoo als Faschisten bezeichnen lassen müssen, weil sie sich beharrlich weigern, sich mit ihren Wortmeldungen in die etablierten Argumentationsketten einzuklinken, hat man eigentlich gar keine andere Wahl: Man kann nur von Faschismus reden, wenn man sich anschaut, was gerade in Deutschland los ist.

Es fängt schon an mit dem Begriff, der, legt man an ihn die Maßstäbe an, die BRD-Neusprech allen Rechtgläubigen verordnet, rassistisch und somit faschismusaffin ist: „Corona-Virus“ ist ein unexakter, simplifizierender, pauschalisierender und damit letztlich diskriminierender Terminus. Er beraubt die durchaus unterschiedlichen Corona-Virustypen – Typen wie SARS-CoV-1, MERS-CoV und vor allem den ehrenwerten CoV-229E – ihrer Individualität und damit ihrer geschöpflichen Würde. Wenn unterschiedliche Volksgruppen, die eine Reihe von Merkmalen teilen, z.B. schwarze Haut- und Haarfarbe, unter dem Begriff Neger subsumiert werden, dient das der Stereotypisierung und ist damit: Rassismus. Der Begriff Corona-Virus ist streng genommen eine genauso inakzeptable Pauschalbezeichnung wie Neger oder Zigeuner und sollte umgehend aus dem Sprachgebrauch verbannt werden. Neger heißen Bantu, Fulani oder Amerikaner afrikanischer Abstammung, Zigeuner heißen Sinti und Roma und die korrekte Bezeichnung für das „neuartige Corona-Virus“ („Tagesschau“) lautet Coronavirus SARS-CoV-2.

Natürlich ist nicht jeder undifferenzierte Sprachgebrauch gleich ein Anzeichen für Faschismus, doch die Alarmglocken müssen schrillen, wenn weitere Faschismussymptome hinzutreten. Als klassische Symptome für faschistische Regierungsformen gelten:

* die große Idee: ein zu einer totalitären Ideologie aufgebauschtes nationales Leit- und komplementäres Feindbild

*die Einschränkung von Grundrechten

* Polizeistaat-Strukturen, die es ermöglichen, widerspruchslos Zwangsmaßnahmen gegen das eigene Volk durchzusetzen

*ein für jedermann identifizierbares Herrschaftssymbol

* Personenkult, Nepotismus und Dynastiebildung

Im Faschismus geht es zumeist um das größere Ganze, um Volk und Vaterland als große Idee, hinter der die gesamte Volksgemeinschaft sich in Einigkeit versammelt. Das von der Regierung verteidigte Ideal hat einen so übergeordneten Vorrang, dass ein Aufbegehren dagegen als Verrat nicht an ihr, sondern an der ganzen Nation verstanden wird. Komplementär dazu verhält sich das Feindbild: Die als natürlicher Gegner betrachtete politische Opposition (im NS-Regime: die Kommunisten) oder ein ideologisch bedingter feststehender Universalfeind (im NS-Regime: die Juden) stärkt das Gemeinschaftsgefühl derjenigen, die sich im Kampf gegen solche Feinde eins wissen.

Die Grundrechte können in Zeiten einer universellen Bedrohung durch einen gemeinsamen Feind natürlich nicht mehr in vollem Umfang geltend gemacht werden. Wer sich dem aktuellen Panik-Diktat verweigert, wer es selbst jetzt noch wagt, von Menschenrechten wie dem auf eine eigene Meinung, Versammlungsfreiheit oder Freizügigkeit Gebrauch machen zu wollen, wird an den Pranger gestellt. Im Faschismus werden die, die aus der Reihe tanzen, regelmäßig zu hassenswerten Renegaten erklärt, auf die die Ordnungskräfte des Polizeistaats jederzeit unangekündigt korrigierend einwirken dürfen. Vorerst fallen Polizeieinsatz und Kritik noch moderat aus. DIE ZEIT etwa sprach ironisch von Menschen, die „den Schuss nicht gehört haben“. Leider finden die Dissidenten ja immer gute Argumente für ihren Nonkonformismus.

In der gegenwärtigen Corona-Panik könnte ein solches die Feststellung sein, dass es nicht in jeder Hinsicht plausibel erscheint, wenn die ganze Gesellschaft auf einmal die Alten, die noch zehn bis zwanzig Jahre Lebenszeit vor sich haben, unter besonderen Schutz stellen will, nachdem wenige Monate zuvor die ganz Jungen, jene Ungeborenen, die, dürften sie leben, womöglich noch achtzig Jahre Lebenszeit vor sich hätten, ohne Einschränkungen zum Abschuss freigegeben werden sollten – einschließlich Werbelizenz für den Tötungsakt („Abtreibung“).

An der Stigmatisierung der Dissidenten ändern solche Einwände freilich nichts. So war es letztes Jahr schon bei der Diskussion um Impfverweigerer. Und wer die Nachrichten aufmerksam verfolgt, dem ist es nicht entgangen: Der Ton wird schärfer. Ja, Faschismus bedarf eines Feindbildes: Früher waren es Juden, Bolschewisten und Volksverräter. Heute stehen Juden unter besonderem Schutz. Bolschewisten sitzen mit dem Tarnnamen Liste Links im Parlament. Der Volksverräter ist geblieben.

Von zentraler Bedeutung ist ein Symbol, das die Massen auf kollektiven Gehorsam einschwört und das die totale Machtausübung staatlicher Behörden und Ordnungskräfte legitimiert. Das Hakenkreuz gehört zur NS-Zeit wie ein Deckel auf den Kochtopf, Hammer und Sichel sind das Symbol der linksfaschistischen Systeme. In der politischen Ikonologie Nordkoreas trat noch ein Pinsel hinzu. Das Symbol des Corona-Faschismus kennt längst jeder: Es ist die elektromikroskopische Vergrößerung des Virus mit den roten Noppen, deren wir in den letzten Tagen so oft im Internet, im Fernsehen und in Presseerzeugnissen ansichtig werden durften, dass bei vielen bereits eine hypnotische Wirkung eingesetzt hat. Und genau dazu dienen ja alle faschistischen Symbole: zur Massenhypnose.

Das führt unmittelbar zu einer weiteren Beobachtung: dem Zusammenhang zwischen Faschismus und Psychodefekt. „War Hitler krank?“ von Henrik Eberle und Hans-Joachim Neumann ist nur eines von etlichen Werken, die sich ausführlich mit der psychischen Verfassung Adolf Hitlers befasst haben. Grundsätzlich weisen Völker, die langjährig unter die Kontrolle faschistoider Autokraten geraten, wie aktuell Nordkorea, Symptome auf, die an eine kollektive Neurose oder Psychose erinnern: Die Kulturrevolution unter Mao war eine einzige große Hysteriewelle mit Parallelen bei Pol Pots Roten Khmer und Ho Chi Minhs Vietcong-Kommunismus. Stalins Säuberungen übertrugen seine eigene Paranoia auf die ganze Sowjetunion. Hitlers neurotischer Judenhass erfasste ganz Deutschland. Es erscheint logisch, den Zuhörern von Joseph Goebbels‘ Sportpalast-Rede von 1943, die die Frage nach dem totalen Krieg mit einem irren „Ja! Ja! Ja!“ beantworteten, eine Art Geisteskrankheit zu bescheinigen. Doch ebenso wird, wer in den letzten Tagen Zeuge werden durfte, wie Menschen die Toilettenpapierregale deutscher Supermärkte plünderten, Zweifel hegen, ob die Betroffenen noch alle beieinander haben.

Personenkult um Angela Merkel? An dem Punkt kann Entwarnung gegeben werden. Die deutsche Bundeskanzlerin hat nicht mehr Charisma als eine trockene Scheibe Brot. Der jüngste Beweis: ihre am 18. März vom Bezahlfernsehen ausgestrahlte Fernsehansprache, die grotesk unstrukturiert und konfus war wie beim späten Robert Mugabe. Der konnte als Entschuldigung für deutliche Spuren von Senilität und mangelnde mentale Präsenz aber immerhin geltend machen, dass er schon über neunzig war, als er zu seinem Volk sprach. Entweder, darf man vermuten, Merkels Redenschreiber ist selbst an dem Virus erkrankt und der Verlauf schwer oder sie hat sich in einem Anfall von Größenwahn dazu entschlossen, den Text selbst zu verfassen. Eine große Rednerin war sie ja nie.

Merkel spulte jedenfalls wie eine Gebetsmühle, die repetitiv immer dasselbe von sich gibt, uninspiriert Merksätze herunter, die offenbar vor allem das Ziel hatten, das Totalversagen ihres eigenen Gesundheitsministers vergessen zu machen, der sich Ende Januar noch „entspannt“ mit den Worten hatte zitieren lassen, der Krankheitsverlauf sei milder als bei einer Grippe und die Regierung „gut vorbereitet“. Charisma ist eine wichtige Voraussetzung für Personenkult. Zwar geht es auch ohne – siehe Kim Jong-il – und immerhin regiert Angela Merkel schon drei Jahre länger als Adolf Hitler, aber hier ist ein wichtiges Faschismus-Kriterium wohl eher nicht erfüllt.

Zugegeben, mancher der hier angestrengten Vergleiche ist mittelschwer überzogen. Und man sollte abschließend auch darauf hinweisen, dass sowohl Artikel 8 als auch Artikel 11 GG die Einschränkung der darin garantierten Freiheitsrechte aus besonderem Grund durchaus vorsehen. Artikel 11 nennt die Bekämpfung von Seuchengefahr sogar explizit. Doch in einem politischen Klima, das Pluralismus und Differenzierung so abhold ist wie gegenwärtig in Deutschland, in Anbetracht der allgegenwärtigen Sorge vor einer Rückkehr faschistischer Strukturen und der nicht minder präsenten Sorge vor unerträglichen Verharmlosungen dieser Gefahr kann die Reaktion auf das, was sich derzeit in den von SARS-CoV-2 betroffenen Gebieten abspielt, nur lauten: Wehret den Anfängen!

www.conservo.wordpress.com     21.03.2020

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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8 Antworten zu Der Corona-Faschismus

  1. Freya schreibt:

    Ein sehr guter Beitrag, danke dafür.
    Ja auch mir macht es große Sorgen, wie jetzt überall ein Hauch von „Nazi“ mitschwingt. Jetzt könnte man sich über Naidoo und Höcke streiten, wie über jeden anderen auch, doch im Windschatten solcher konstruierten Empörungswellen schient es kaum jemanden zu stören, wenn politische Ämter dazu mißbraucht werden, zum Beispiel Gesinnungs(über)prüfungen von Bediensteten zu fordern. Das rutscht so nebenbei mit durch; man ist ja mehr darauf fokussiert, welch böses Wort ein Gauland oder ein anderer AfDler angeblich ausgesprochen hatte. Und besonders „Nazi“ finde ich die neue Hotline (ist die schon aktiv?) bei der jetzt anonym gemeldet werden kann, wenn einem Gesinnungsauffälligkeiten, bei wem auch immer, begegnen. Wenn das nicht „Nazi“ ist, dann war das, was mir meine Vorfahren von damals berichteten wohl auch ganz „normal“. Wir werden oder sind es schon wieder: Ein Volk von Opportunisten und Denunzianten, das nahezu geschlossen in seinen Untergang taumelt.
    Nochmals Danke, der Artikel sprach mir aus der Seele und patriotische Grüße von der noch immer abgesperrten Insel und Freya

    ps, gestern sind den ganzen Tag große Maschinen über der Insel gekreist. Das hat mich sehr verunsichert und ich bin mir gar nicht sicher, wie viel Geschichte sich noch wiederholen wird.

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  2. Berti schreibt:

    Für meinem Geschmack wurde in diesem Artikel der -genuin auf Benitos Italien zu beschränkende- Begriff Faschismus inflationär gebraucht u. mit allem möglichen, sogar gegenseitigem zusammengewürfelt, ansonsten gut geschrieben.

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    • Vox schreibt:

      Der Begriff wird vor Allem von unseren Gegnern benutzt und im allgemeinen Sprachgebrauch als demokratiefeindlich und diktatorisch verstanden. Das können wir nicht ändern. Aber wir können ihn als Bummerang zurückgeben.

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  3. DFD D schreibt:

    Das Übliche.

    Faschisten sind links, und Linke sind Nazis. Und Rechte sind Linke. Klar doch.

    So, wie wird jemand darauf reagieren der nach einer Alternative für die jetzige Politik sucht? Der/die dreht sich um und rennt weg. Bloß nicht mehr diese Webseite!

    Wählen? Na ja, weiter CDU, SPD, oder Grün? Schließlich habe ich doch eben gelesen das Bolschewisten Nazis sind, und die Rechten und Konservativen/Patrioten sind alles Faschisten-Kommunisten. Danke lieber Gott für Angela Merkel, eine wunderbare Mutti. Weder Links, d.h. Nazi-Kommunistisch noch Rechts, d.h. Faschistisch-Sozialistisch.

    Und da behaupten doch Leute das die Frankfurter Schule Verwirrung stiften will. Unmöglich!

    Aber da kann man mal sehen wie verwirrt und unklar doch die Antifa ist. Die glauben doch glattweg das sie links sind und das ihre Feinde rechts sind. Diese armen Dummerchens, die sind doch so durcheinander… Man brauchte denen doch bloß mal klarzumachen das sie (die Antifa) Faschisto-Bolschewisten sind und das deren Feinde Nazi-Kommunisten sind – und dann treten sie der Jungen Union bei. Ganz einfach, sehr logisch und für die breite (oder breiige) Masse völlig verständlich.

    Na ja, danke für die Aufklärung.

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  4. Ingrid schreibt:

    Danke Dr.Phil.Mehrens, für diesen genialen Bericht.
    So habe ich das noch nie gesehen, das von totalitären Herrschern solch eine Gefahr für die Psyche der Gesellschaft ausgeht.
    Genauso ist es, man kann es schon nach 15 Jahren Merkel erkennen, das Land ist ein Fall für die Psychiatrie.
    Anders kann man diesen Alptraum nicht erklären. Durch die dauerde Berieselung mit allen möglichen Bedrohungen, verfällt warscheinlich jedes Land irgendwann in die Agonie und die erleben wir ja gerade.

    Wirklich sehr gut geschrieben, hat mir gut gefallen der Artikel.
    Danke an Conservo, da wird man immer gut informiert und auch schlauer.
    Danke euch!

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  5. uwe.roland.gross schreibt:

    Hat dies auf uwerolandgross rebloggt.

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  6. altmod schreibt:

    In diesen Zeiten muss man aufpassen, dass einem nicht auch noch intellektuell „der Gaul durchgeht“.

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  7. Renegat schreibt:

    Diese Zeilen sind Balsam für die mainstreamgeschundene Seele. Vielen Dank dafür , ihr Blog ist jetzt in meinen Favoriten. Freue mich auf zukünftige Gedanken ihrerseits.

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