„Mein Name ist Bond, Ursula von den Bonds; ich erledige €uro-pa!“

(www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmes

Auf europäischer Ebene wird gerade über die Einführung von Corona-Bonds gestritten.

„Das ist alter Wein in neuen Schläuchen. Coronabonds sind nichts anderes als Eurobonds, also eine Vergemeinschaftung von Schulden. Deutschland wird als unsolidarisch dargestellt. Dabei wird außer Acht gelassen, dass der deutsche Steuerzahler die mit Abstand größte Last in der Europäischen Union trägt. Ich erachte es vielmehr als unsolidarisch, dass Länder wie Frankreich oder Italien seit Jahren fortwährend und vorsätzlich gegen die Vorgaben des Euro-Stabilitätspaktes verstoßen. Jetzt wollen diese Länder die humanitäre Not ausnutzen. Hier müssen wir hart bleiben. Eine gemeinsame Aufnahme von Krediten bei getrennter finanzpolitischer Verantwortung in den Mitgliedstaaten – das geht nicht. Mehr möchte ich dazu nicht sagen. Wer die in der europäischen Geschichte beispiellosen Hilfen, die auch jetzt noch zur Verfüg stehen (ESM u. ä.), nachlesen möchte, dem empfehle ich mein Buch „Von Rettern und Rebellen“.

Es gehört sich schlichtweg nicht, denjenigen, der am meisten beisteuert, als unsolidarisch zu diskreditieren…“                                            

(Klaus-Peter Willsch MdB)

Nicht nur in Deutschland, sondern überall in der Europäischen Union legen Regierungen gerade milliardenschwere Hilfsprogramme auf, um einen ökonomischen Absturz abzumildern. Regierungen nehmen hohe Schulden auf, um zumindest einen Teil der Ausfälle zu kompensieren. Schnell und entschlossen handeln die EU-Partner bisher aber ausschließlich auf nationaler Ebene – gemeinsam bringt die Europäische Währungsunion bislang wenig zustande. Im Gegenteil: Alte Fronten brechen wieder auf, vor allem, wenn einige Mitgliedsstaaten jetzt fordern, gemeinsam neue Schulden aufzunehmen – sogenannte Corona-Bonds.

Das EU-Finanzministertreffen ist ohne Einigung zu Ende gegangen. Schuld daran sind aber nicht die angeblich geizigen Nordländer. Die EU-Haushaltsregeln sind bereits weitgehend außer Kraft gesetzt. Alle Mitglieder haben massive Maßnahmen beschlossen, um sich über Wasser zu halten. Niemand in Brüssel kümmert sich jetzt um irgendwelche Defizitgrenzen. Die Europäische Zentralbank hat versprochen, Staats- und Unternehmensanleihen für 750 Milliarden Euro zu kaufen. Wie in der Finanzkrise unternimmt die EZB alles, um das System zu retten.

Damit stellt die Europäische Zentralbank zur Bewältigung der Corona-Krise de facto einen Blankoscheck aus. EZB-Präsidentin Lagarde macht da auch gar keinen Hehl daraus: Sie wird massenweise Anleihen von Staaten und Unternehmen aufkaufen – im Gegensatz zu klassischen Investitionsregeln gerade auch von solchen in finanziellen Schwierigkeiten.

Zauberwort Corona-Bonds

Außerdem gibt es noch den Europäischen Schutzmechanismus ESM. Aber Italien akzeptiert keine Bedingungen. Außerdem verlangt die Regierung in Rom mit weiteren Ländern die Einführung sogenannter Corona-Bonds. Die gesamte Eurozone soll dafür bürgen, ohne einen Einfluß auf die Verwendung des Geldes zu haben. Unter anderem Deutschland und die Niederlande lehnen das ab. Zu Recht!

Corona-Bonds sind zudem eine höchst unvollkommene Idee, die vor allem viel Potenzial für Mißbrauch böte. Und sie hülfe tatsächlich Menschen in Not nicht (mehr) und verhinderte wohl kaum eine riesige Zahl von Todesopfern. Denn es ist nur allzu wahrscheinlich, daß die rasche Ausbreitung des Coronavirus die Krankenhäuser in fast allen Ländern überfordert.

Die eigentliche Tragödie ist aber, daß sich bei vielen dieser Todesfälle die direkte Folge einer von Anfang an falsch angelegten €uropa-Politik zeigt. Nie wurde geklärt, wie die ungleichen Volkswirtschaften aufeinander abgestimmt werden könnten. Und schon gar nicht wurde geklärt, wie das sorglose Schuldenmachen auf dem Buckel „fleißiger“ und sparsamerer Staaten hätte gebremst werden können.

So schwadroniert z. B. die nicht mehr so neue, aber schon arg zersauste €uro-Königin von der Leyen ungeniert:

„Die EU werde daher nun großzügig sein und unter anderem die Verschuldungsregeln für die EU-Staaten lockern. Generell gelte, daß alle Instrumente und Mittel zur Krisenbewältigung geprüft würden: „Was hilft, wird eingesetzt.“ Auch „Corona-Bonds“ seien eine Option…“

Ungeniert plappert von der Leyen weiter (im Dlf): „Schauen Sie, das Prinzip ist jetzt, wir gucken alle Instrumente an, und das, was hilft, wird eingesetzt. Das gilt auch für Corona-Bonds. Wenn sie helfen, wenn sie richtig strukturiert sind, werden sie eingesetzt. Das gleiche gilt jetzt für die Verschuldensregeln. Wir lockern sie so weit, daß die Staaten alle Möglichkeiten haben, Finanzmittel einzusetzen, um ihre Wirtschaft zu stärken. (Quelle: (https://www.deutschlandfunk.de/eu-kommissionspraesidentin-von-der-leyen-wir-erleben-einen.694.de.html?dram:article_id=472924)

Der Grünen Traum von Bonds

Und die Grünen, an deren Wesen nicht nur das Klima – weltweit, versteht sich – sondern nun auch die Corona-Gebeutelten genesen sollen, haken nach:

Die Euro-Bonds, die ja bisher vor allem durch den Widerstand der Deutschen verhindert wurden, könnten jetzt virusbedingt unter anderem Namen doch kommen. Der Obergrüne Habeck ist einer der eilfertigsten Befürworter der Bonds. Sein Parteigenosse, der Europaabgeordnete Sven Giegold, kann ebenso das Wasser nicht halten: Er plädiert für Corona-Bonds. Nicht nur deutsche Unternehmen sollten gerettet werden, sondern auch Unternehmen anderer Staaten, denn sonst könne es später teuer werden.

Angesichts solch´ grüner Blauäugigkeit fragt man sich, ob Ursula von der Leyen inzwischen bereits zu den Grünen übergetreten ist.

Eigentlich müßte doch jedem einigermaßen kritischen Euro-Menschen klarsein, daß man an einer Grundforderung nicht vorbeikommt – oder man will sich bewußt weiter durchmogeln:

Es sollte selbstverständlich sein, daß z. B. die Finanzhilfen in Italien – wo die Mafia landesweit eine feste Größe ist und nur auf einen neuen Geldregen aus Brüssel wartet – ausschließlich im Gesundheitsbereich ausgegeben werden und nicht in Italiens Sozial- und Steuersystemen landen. Und natürlich müssen die Italiener von Brüssel auch kontrolliert werden und nachweisen, daß sie die Gelder ordnungsgemäß verwenden – was ja nicht gerade eine besondere Tugend dieses Landes ist.

Die Kritiker treibt vor allem die Sorge um, daß Deutschland damit praktisch für die Schulden anderer Länder mit haftet und daraus ein Dauerinstrument wird. So warnt der Chef der Wirtschaftsweisen, Lars Feld, zu Recht und deutlich:

„Deutschland würde in voller Höhe für den Umfang jeder so begebenen Anleihe anderer Mitgliedstaaten haften, ohne auch nur ein kleines Wörtchen bei der Finanzpolitik des jeweiligen Landes mitreden zu können.“

Er fürchtet zudem, daß es nicht bei einer Ausnahme in der aktuellen Krise bleiben wird, wie er jüngst der „Börsen-Zeitung“ sagte:

„Zu meinen, man könne solche Bonds nur vorübergehend einführen, ist blauäugig. Sind sie einmal da, bleiben sie…“

(Feld´s Wort hat besonderes Gewicht. Er ist der Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung! )

An dieser Wahrheit dürfen wir uns auch in Zeiten der Not nicht vorbeidrücken:

Haften die Steuerzahler aller Mitgliedsstaaten für Schulden aller anderen Staaten, ist die Einheit von Haftung und Kontrolle durchbrochen. Und für die einzelnen Regierungen sinkt der Anreiz, vernünftig zu haushalten.

Das höchste deutsche Gericht sieht die Gefahr gemeinsamer Schuldenhaftung ebenso:

Bei gemeinsam aufgenommenen Schulden der Eurozone profitiert der Süden von der Bonität des Nordens. Die Kehrseite: Der Norden haftet mit für die gemeinsamen Kredite. Dazu sagt Karlsruhe Nein. Das Budgetrecht liegt bei den nationalen Parlamenten. Eine Vergemeinschaftung der Haftung ist nicht zulässig, also auch keine Corona-Bonds, sofern es Euro-Bonds unter anderem Namen sind.

Nun mag man einwenden, daß die Pandemie ein außergewöhnliches Ereignis ist und alle Staaten ohne eigenes Verschulden trifft. Doch die Wahrscheinlichkeit ist groß, daß derartige Bonds zu einer Dauereinrichtung würden.

Schon klar – und nicht einfach so dahingesagt: Das von der Viruskrise schwer gezeichnete Italien hat europäische Anteilnahme und Hilfe verdient. Ob das aber gleich in Form von Corona-Bonds, also der Vergemeinschaftung europäischer Schulden, geschehen muß, daran hat sogar der von der SPD gestellte Bundesfinanzminister Scholz seine Zweifel. Zu Recht.

Gemeinsame Schulden zerstören den Anreiz, solide zu wirtschaften, weil im Zweifel das Kollektiv für die Folgen geradezustehen hat.

Das wäre – konsequent zu Ende gedacht – das Ende des Euro!

Deshalb sind schnell abrufbare Hilfen aus dem bestehenden Rettungsschirm ESM vernünftiger, weil sie den Schuldner nicht aus der Haftung für sein Tun entlassen.

Dlf-Experte Peter Kapern formuliert es so:

„Der Euro hat Europa enormen Wohlstand verschafft. Aber er hat diesen Wohlstand nicht ansatzweise gleichmäßig über die Euroländer verteilt. Obwohl genau dies das zentrale Ziel der Wirtschafts- und Währungsunion war: Die Konvergenz der Mitgliedstaaten. Stattdessen ist Euroland geteilt: reicher Norden, armer Süden. Der Streit über die Ursachen dieser Spaltung ist fast so alt wie die Gemeinschaftswährung selbst. Die Argumente sind immer dieselben, sie werden nur von Krise zu Krise immer schriller vorgetragen. Der Norden betrachtet die Mittelmeerstaaten als wirtschafts- und finanzpolitische Hallodris. Und der Süden wirft dem Norden vor, ihm durch seine erdrückende wirtschaftliche Dominanz keine Luft zum Überleben zu lassen.

 Seit Jahren werden immer neue Instrumente ersonnen, um diese Spaltung doch zu überbrücken. Das Eurozonenbudget, die Arbeitslosenrückversicherung, die gemeinsame Einlagensicherung, der Rainy Day Fond – all diese Ideen haben zwei Dinge gemeinsam: Erstens, dass sie dem Süden einen wirtschaftlichen Aufholprozess gestatten, ein noch weiteres Abdriften in der nächsten Krise verhindern sollen. Zweitens: All diese Instrumente sind zerredet, zersetzt oder bis zur Funktionsuntüchtigkeit verzwergt worden…“

Dem ist Nichts hinzuzufügen.

***************

*) Erläuterungen:

Euro-Probleme, Euro-Bonds: Alte Idee, neuer Name  

Europa steuert wegen der Corona-Krise auf eine schwere Rezession zu. Milliardenschwere Hilfsmaßnahmen werden die Staatsverschuldung nach oben treiben. Das trifft vor allem hoch verschuldete Länder wie Italien hart.

Unter anderen Italien, Spanien und Frankreich fordern sie vehement, während sich zum Beispiel Deutschland, die Niederlande und Österreich bislang sperren. Doch was sind eigentlich Corona-Bonds? Und können Sie in der Corona-Krise helfen?

Ein Überblick (Quelle: Dlf):

Was sind Corona-Bonds?

Bonds sind Wertpapiere mit einem festen Zinssatz. Die europäischen Staaten könnten zusammen solche Anleihen an den Markt bringen: Corona-Bonds. Die Regierungen würden auf diesem Weg gemeinsam Geld an Finanzmärkten aufnehmen, sich also verschulden – und dann gemeinschaftlich für Zinsen und Rückzahlung haften.

Ist die Idee überhaupt neu?

Schon in der Euro-Schuldenkrise, die von 2010 an vor allem Griechenland hart traf, hatte die Idee gemeinsamer Staatsanleihen Anhänger. Damals war von Eurobonds die Rede. Eingeführt wurden diese jedoch nicht, weil es schon damals große Widerstände gab: Wirtschaftlich starke Länder fürchteten, über Jahre für die Schulden bereits hoch verschuldeter Staaten wie Italien mithaften zu müssen.

Was sollen solche gemeinsamen Anleihen eigentlich bringen?

Hoch verschuldete Staaten könnten auf diesem Weg zu erheblich günstigeren Konditionen frisches Geld von Investoren erhalten. Denn die Bonität der Gemeinschaftsanleihen wäre deutlich besser, wenn zum Beispiel wirtschaftlich starke Länder wie Deutschland mithaften. Weil solche Papiere somit als sicherer gelten, müssten die Staaten für Corona-Bonds nicht so hohe Zinsen bieten wie sie das zum Teil derzeit für ihre eigenen nationalen Anleihen tun müssen. Die Schuldenlast würde sinken. Berenberg-Chefvolkswirt Holger Schmieding meint zudem, Corona-Bonds wären ein „Signal der Solidarität“ – gerade an Länder, die sich nach der Euro-Schuldenkrise mühsam zurückgekämpft haben.

Was sagen die Befürworter von Corona-Bonds?

„Die Lösung liegt in Krisen-Gemeinschaftsanleihen, die nur in dieser Situation legitimiert sind. Hier sollte man sich in Berlin nicht sperren, wenn man die Eurozone nicht durch diese Krise in eine existenzielle Gefährdung bringen will“, sagt der Direktor des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael Hüther. Ähnlich argumentiert Berenberg-Ökonom Schmieding: „Mehr als je zuvor müssen sich die Mitglieder des Euroraumes in einer derartigen Krise Geld zu erträglichen Bedingungen leihen können.“

Das sei vor allem für Länder wie Italien, Spanien und Griechenland ein Thema. Um die Zinsen am Kapitalmarkt für diese Länder zu drücken, sind Corona-Bonds aus seiner Sicht effizienter als die milliardenschweren Anleihenkäufe der Europäischen Zentralbank (EZB). EZB-Vizepräsident Luis de Guindos befürwortet Corona-Bonds ebenfalls.

Was sagen die Kritiker von Corona-Bonds?

Die Kritiker treibt vor allem die Sorge um, dass Deutschland damit praktisch für die Schulden anderer Länder mit haftet und daraus ein Dauerinstrument wird. „Deutschland würde in voller Höhe für den Umfang jeder so begebenen Anleihe anderer Mitgliedstaaten haften, ohne auch nur ein kleines Wörtchen bei der Finanzpolitik des jeweiligen Landes mitreden zu können“, argumentiert der Chef der Wirtschaftsweisen, Lars Feld.

Er fürchtet zudem, dass es nicht bei einer Ausnahme in der aktuellen Krise bleiben wird: „Zu meinen, man könne solche Bonds nur vorübergehend einführen, ist blauäugig. Sind sie einmal da, bleiben sie“, sagte der Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung jüngst der „Börsen-Zeitung“.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hält die Bedenken einiger Länder für berechtigt. Hinter dem Begriff Corona-Bonds stehe doch eher die größere Frage der Haftung: „Und da sind die Vorbehalte in Deutschland, aber auch in anderen Ländern berechtigt.“

Ist der Euro-Rettungsschirm ESM eine sinnvolle Alternative?

Genannt wird immer wieder der Euro-Rettungsschirm ESM, unter den Länder wie Griechenland in der Euro-Schuldenkrise schlüpften. Allerdings sind Hilfen des ESM an strenge Kriterien gebunden und werden von den betroffenen Ländern als Stigmatisierung empfunden.

Mehr als ein Dutzend europäischer Ökonomen schlägt nun eine Kreditlinie des ESM für alle EU-Mitgliedsstaaten vor. Damit würden sich die Risiken für die wirtschaftliche und finanzielle Stabilität aller EU-Länder effektiv verringern lassen, sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher: „Das schafft Solidarität und begrenzt den wirtschaftlichen Schaden für alle EU-Mitgliedsländer.“

www.conservo.wordpress.com     14.04.2020

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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31 Antworten zu „Mein Name ist Bond, Ursula von den Bonds; ich erledige €uro-pa!“

  1. Vox schreibt:

    Klaus-Peter Willsch gehört derselben Partei an, wie UvL und der ehemaligen FdJ-Sekretärin.

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  2. DFD D schreibt:

    Das Übliche: „Never waste a good crisis / Verschwende nie eine gute Krise!“ Da halten sich die Politiker dran – ohne Ausnahme.

    „Ihr habt Angst/ Ihr seid Entsetzt?“….“Ich {Politiker/Volksverräter} hab die Antwort: Kostet so-und-so-viel, her mit dem Geld!“….“Hilft das wirklich?“….“Aber selbstverständlich, solange ihr gehorsam seid – – nu rück endlich die Kohlen rüber!“

    Kann das der Fall sein? Nein, da gibt es einen Experten, ein Herr Peter Pan, und der versichert uns….

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  3. gelbkehlchen schreibt:

    Solidarität, Nächstenliebe und sozial, usw. sind Begriffe, die schon lange missbraucht werden, damit die Faulen die Fleißigen ausbeuten können.
    Nächstenliebe muss immer freiwillig sein.

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  4. Habicht schreibt:

    Welch ein Wunder, wenn gerade jetzt in der Deutschen Pleitegeier Bank, die mit Investment Papieren großzügig zum Leidwesen der Anleger geschludert hat, Millionäre und Milliardäre einsteigen und dies Anleihen, Wirtschaftsressourcen europäischer Länder aufkaufen, um als globale Finanzelite das Diktat über Globalisierung und Wirtschaft auf zu nehmen. Die Vielfalt von Unternehmen wird verschwinden und einzelne Monopole übernehmen das Diktat über alle Menschen als Monopol. Obwohl Marx mit seiner Ideologie viel Unheil angerichtet hat, in seinem Kapital (ökonomische Forschung über Jahrhunderte) hat er genau dieses Szenario beschrieben. Etwas Kenntnis von DDR Ökonomie zahlt sich jetzt aus, wo ich nie geglaubt hätte, das eine umgebaute EU diesen Alptraum moderner Knechtschaft zu verwirklichen gedenkt. La Garde gehörig zum Spitzenpersonal des IWF hat genau diesen Auftrag die EZB und die europäischen Ressourcen den globalen Finanzeliten zu zu spielen. Uschi mach keinen Quatsch sang doch mal Dirk Busch. Von der Leyen hat in diesem Ränkespiel dieser Finanzglobalisten wenig zu sagen, deshalb hat Merkel Weidmann verhindert und Uschi als Maskotlchen für Brüssel installiert, nachdem der geliebte Kandidat Timmermanns durchgefallen ist.

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    • gelbkehlchen schreibt:

      Selbst wenn dieses Szenario stimmt, in einer freien Wirtschaft, wo es was zu verdienen gibt, werden auch wieder neue Unternehmen entstehen.

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      • Robin Hood schreibt:

        Die sanfte Entsorgung von Konkurrenten. Merkel hat ihre einstige Rivalin UvdL zur käuflichen Hure gemacht. die erpressbar ist. Man muss für 7 Kinder sorgen. Als Gesundheitsministerin, was ihr Fachgebiet ist, war sie total passabel, wurde durch Ulla Schmidt SPD mit Praxiseintrittsgebühr ersetzt, als berufene Arbeit Ministerin konnte sie noch eine passable Figur machen, wo SPD Gewerkschaften die Realwirtschaft mit nicht real orientierten Forderungen für Einzelne gesunder Wirtschaft als bezahlte Huren von Beiträgen und Konzernen bezahlt, Menschen in die Not getrieben haben und als Soldatenmutti hat UvdL spuren müssen. Immerhin 7 Kinder wollen ein Auskommen haben. Es ist die Erpressbarkeit und Korruption. was kein Freibrief für UvdL ist, aber ihre Lebensgeschichte ist auch eine Warnung. Hat jemand schon AKK in gefährlichen Krisenregionen bei unseren Soldaten gesehen?

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  5. Dieter Farwick schreibt:

    Lieber Herr Helmes !
    Danke. Wer hat vdL nach Brüssel gebracht? Macron und Merkel? Sie macht so weiter, wie wir sie jahrelang erlebt haben. Sie hält jede ihrer Ankündigungen bereits für eine Tat.

    Diese Frau schadet dem Ruf Deutschlands.

    Sollte ihr Wirken zum schnellen Ende der EU – nicht Europa – führen, wäre es hinzunehmen.

    Mit besten Grüßen

    Ihr

    Dieter Farwick

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    • Kaa schreibt:

      Lieber Herr Farwick, das ist doch ganz einfach, UvdL,einst Rivalin von Merkel, übermäßig ehrgeizig, war nachdem Brüssel gescheitert ist, der letzte Notnagel, der im Prinzip gegen die IWF Figuren nichts zu entscheiden hat- Somit konnte der Ex Banker von Rothschild sicher stellen, das La Garde nominiert wurde als Bankaufseherin und,das Sagen hat Mit nichten, ich will UvdL mit dem Schaden den sie in der Bundeswehr angerichtet hat nicht frei sprechen, sie ist zur Marionette der Pleitestaaten geworden und da kann sie noch so viele Purzelbäume machen, La Grade bestimmt.

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  6. Berti schreibt:

    …man sollte den eu-Fuzzis beim Schaufeln ihres eigenen Grabes nicht störend dazwischenfunken…;-)

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  7. uwe.roland.gross schreibt:

    Hat dies auf uwerolandgross rebloggt.

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  8. Ingrid schreibt:

    Sie haben Recht Herr Farwick, diese Frau wird Europa in den Abgrund führen und die EZB Chefin wird es auch nicht verhindern, eher noch verstärken.
    Immer wird Deutschland als reiches Land dahingestellt und es wird vergessen unsere eigenen Verschuldung mit einzurechnen und Tsrget2 dazu, was schon einer Haftung für andere Länder gleich kommt, denn das Geld ist verloren und wird eher noch größer werden.

    Die deutsche Verschuldung liegt laut ehrlicher Experten bei 7Billionen.
    Sicher ist unsere Wirtschaft führend gewesen in Europa, aber was wird nach Corona und der Automobilkrise sein.
    Stehen wir nicht selbst vor einem Scherbenhaufen, wo unsere Industrie leicht zur Beute für reiche Investoren wird, die sich unser ehemals reiches Industrieland unter den Nagel reißen und uns diktieren werden, was wir zu verdienen haben.
    Corona- oder Eurobonds sind eine große Gefahr für uns alle, denn würde einer von uns für die Schulden seines Nachbarn bürgen, das glaube ich kaum, denn das würde ich noch nicht mal für meine Kinder tun.
    Wie hat es früher immer geheißen:,,Schreibe hin und schreibe her, aber schreibe niemals quer.“
    Das war immer eine Warnung und die wurde auch immer verstanden, warum begreifen das eine Schwachmaten nicht.

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    • gelbkehlchen schreibt:

      Weil es Schwachmaten sind und sie dafür nicht bluten müssen.

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    • DFD D schreibt:

      Zuerst: Eine Deutsche „Billion“ ist eine „Trillion“ in der Englischsprachigen Welt. Ich begradige beide as per $US and das Gleiche für De. Bei uns gibt bei uns keine „Milliarden“.

      Link am Ende —- – –

      US Bevölkerung: ~300 Millionen, Deutschland ~83 Millionen

      $-€ ~1:1, as of 15th April 2020
      In $ US:
      Schulden US ~18.5 Trillionen
      Schulden DE ~ 4,0 Trillionen

      (Whoops, muss mit den Kommas und Punkten aufpassen, ist bei uns umgekehrt.)

      Bevölkerung: (30/8.30) = 3,614
      Schulden: (18.5/4) = 4,625
      Ratio: (4,625/6,614) = 1,28

      Deutschland könnte noch ein bisschen weiter reinschlittern. Geht aber nicht, internationale Muskeln Fehlen. Oder sind durch den Merkel verursachten Muskelschwund abhanden gekommen – wie z. Bsp. ein paar tausend Tonnen Deutsches Gold…

      OK, Link, updated per ***Sekunde***:
      https://worlddebtclocks.com/

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    • DFD D schreibt:

      PS:
      Scroll durch, dann klicke auf das Land. Gibt Details, Summe, GDP, Bevölkerung, Zinsen pro Sekunde, usw.

      Zum Schluss gibt es Verhältnis Zahlen / Ratios / Beispiele. Z. Bsp.:

      Wie viele Lamborghinis das Kauft, wie oft Sie das in $100 Noten um die Erde wickeln können oder mit einer TÄGLICHEN Rückzahlung von $1Million würde es ELFTAUSEND-und noch was Jahre brauchen um…

      Viel Spaß, beim Gruseln…

      PPS: Die £/€ Rate kam von https://www.poundsterlinglive.com/eurusd

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    • DFD D schreibt:

      BERICHTIGUNG
      =============.

      Ich habe Mist gebaut. ENTSCHULDIGUNG.
      =================================.

      Die obigen Zahlen waren GDP Ratios, und NICHT SCHULDEN RATIOS.

      Hier die Schulden Ratios:

      Bevölkerung, in hundert Millionen: (300/83) = 3.614
      Schulden, in Trillion US$ (Trillion = 1000 DEUTSCHE Milliarden): (21.178/2.455) = 8.626
      Ratio: (8.6/3.6) = 2.389

      Steht Germanien immer noch recht gut da…

      Also, mit aller Demut und Bescheidenheit muss ich gestehen, selbst ich mache Fehler. So unglaublich das erscheint.

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    • Habicht schreibt:

      Liebe Ingrid, so ganz teile ich Deine Meinung nicht, denn es ist LaGarde als Mitglied im IWF der Globalisten, wo sich Millionären und Milliardäre sich Europas Wirtschaftsressourcen unter den Nagel reißen wollen, nicht unbedingt UvdL. Merkel und Macron sind mit der Wahl Timmermanns nicht durchgekommen, auch Merkel hat nicht beim ersten Lauf für UvdL gestimmt, sondern für Timmermanns und dann der geniale Einfall, um mürrische Ostblockländer zu überzeugen, nehmen wir jemanden der konservativ aussieht und Macron wird alles tun, um UvdL zu erpressen, die gegen Eurobonds war. Merkel ist das Kunststück gelungen einige ihrer Rivalen hart ab zu servieren, wie Friedrich Merz, von dem ich auch als Rivale nicht viel halte und ihre Rivalin UvdL auf sanfte Weise zu entsorgen. UvdL hat sich leider kaufen lassen und auf Befehl Merkels die Bundeswehr ruiniert. Wer das Geld verwaltet hat das Sagen und das ist LaGarde, nicht UvdL.

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      • DFD D schreibt:

        „Wer das Geld verwaltet hat das Sagen und das ist LaGarde, nicht UvdL.“👍

        Du kommst der Sache schon naeher

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        • ceterum_censeo schreibt:

          Folgen der Corona Panik?

          Kürzlich gerade von Frau LaGarage: vom Imbecilen Wuling von Ferkeln.

          ‚EPOCHALE Rezession
          wird erwartet – schlimmer als alles nisher Dagewesene – seit mindestens 100 Jahren ….. Na denn Prost Mahlzeit!

          … und die haben ja auch schon vorher kräftig vorgearbeitet.

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  9. floydmasika schreibt:

    Die Idee, einen riesigen Leviathan zu gründen, der wie ein Magier Fiat-Geld schafft und verteilt, um die natürlichen Krisen des Marktwettbewerbs zuzukleistern, greift leider immer weiter um sich und ist besonders bei den PIGS + FR tief verankert. Das Euro-System sollte ursprünglich eher das Gegenteil sein: ein Korsett, welches alle diszipliniert. Zugleich war es aber eine Lebenslüge. Gerade die Brüsseler Kommission kann niemals den Versuchungen des Leviathan entsagen. Sie hat ein vitales Interesse daran, und Personal wie UVdL ist bestimmt nicht fähig, dem entgegenzuwirken.

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    • gelbkehlchen schreibt:

      In der EU herrscht eben nicht die gleiche Wirtschaftskraft und gleiche Arbeitsmoral. Die EU-Bürokraten wollen dies mit Umverteilung=Ausbeutung von fleißig nach faul ausgleichen. Scheitert der Euro, scheitert nicht Europa, wie diese EU-Bürokraten uns vorlügen, sondern es scheitert der faule, aber ergiebige Sesselfurzerarbeitsplatz dieser EU-Bürokraten.

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  10. ceterum_censeo schreibt:

    Nanu – bricht die italienische (Links-)Regierung zusammen?

    Five Star Movement Members Threaten to Collapse Italian Government
    – Breitbart – http://www.breitbart.com/europe/2020/04/11/five-star-movement-members-threaten-collapse-italian-government/

    Discontented members of the Five Star Movement (M5S) have threatened to pull the plug on the leftist coalition government over their resort to the use of the European Stability Mechanism (ESM).

    The M5S members have opposed the prospective deal reached by European Union (EU) member states to aid Italy amid the Chinese coronavirus outbreak, which has done massive damage to Italy.

    M5S Senator Mario Michele Giarrusso announced his opposition to using the ESM, an EU bailout fund that provides assistance in the form of loans, with EU finance ministers reaching a deal this week to make €240 billion available to combat coronavirus.

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  11. ceterum_censeo schreibt:

    Und wieder einmal die Stimme aus dem „Westfernsehen“:

    Armer Leuchtturm – Deutschland erwacht aus der Wohlstands-Illusion

    Die Deutschen erwachen aus der Wohlstands-Illusion. Dabei fällt ihnen auch das europäische Pathos auf die Füsse.
    Wolfgang Bok –
    http://www.nzz.ch/meinung/coronavirus-deutschland-erwacht-aus-der-wohlstands-illusion-ld.1551624

    Der offene Geldbeutel gehört ebenso zur Grundausstattung des deutschen Politikers wie die Standardformel: «Wir sind ein reiches Land, wir können uns das leisten!» Auch jetzt, da die Corona-Epidemie laut Bundeskanzlerin Angela Merkel das Land in die «grösste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg» stürzt, wird der Eindruck der unendlichen Liquidität erweckt.
    «Nun zahlt sich aus, dass wir in der Vergangenheit gut gewirtschaftet haben», so klopft sich Finanzminister Scholz auf die Schulter. Was der SPD-Politiker verschweigt: Die «schwarze Null» wurde auf Kosten der Bürger erreicht. Erstens, weil die Nullzinspolitik die Schuldenlast von Bund, Ländern und Gemeinden stark gedrückt hat, derweil der kleine Sparer insgeheim enteignet wurde. Und zweitens, weil den Bürgern Steuer- und Abgabensenkungen vorenthalten wurden, als dies dank sprudelnden Einnahmen (2019 fast 800 Milliarden Euro) möglich gewesen wäre.

    Hilfe-Anträge schnellen hoch
    «Bei Ebbe sieht man, wer ohne Badehose im Wasser steht», pflegt der amerikanische Grossinvestor Warren Buffett zu sagen. Im angeblich so «reichen Deutschland» sieht man nun viel Nacktheit: Von zig Tausenden Solo-Selbständigen über den Kleinunternehmer bis zum Grosskonzern hat ein Run auf staatliche Hilfsgelder und Kredite ohne Bonitätsprüfung eingesetzt.

    Wenn die selbsterklärten Existenznöte berechtigt sind, so zeigt dies vor allem, wie dünn der Firnis des Wohlstands zwischen Flensburg und Konstanz in Wahrheit ist. Zwei Wochen Umsatzeinbruch und drohender Verdienstausfall genügen, schon schnellt die Zahl der Anträge auf «unbürokratische Soforthilfen», Kurzarbeiter- und Arbeitslosengeld nach oben.

    Eine wesentliche Ursache für die Schieflage von armen Bürgern und reichem Staat ist die geringe Eigentumsquote in Deutschland: Nur 42,1 Prozent der Haushalte leben in den eigenen vier Wänden. 57,9 Prozent sind Mieter. In Ost- und in Südeuropa müssen die Bürger hingegen (mit Quoten von deutlich über 70 Prozent) nicht einen Grossteil ihres Einkommens für hohe Mieten aufwenden. Sie können zudem auf funktionierende Familienverbünde zurückgreifen.

    Gefühlter Reichtum
    Zwar sind auch die Schweizer ein Volk von Mietern, aber sie verfügen über deutlich mehr Vermögen und höhere Einkommen. Denn das deutsche Job-Wunder wurde vor allem mit Billiglöhnern erkauft. Deshalb errechnet der Weltwohlstandsbericht der Credit Suisse für 2019 für die Deutschen ein Netto-Medianeinkommen von gerade einmal 1869 Euro.
    41 Prozent der Deutschen hätten mit weniger als 10 000 Dollar kein nennenswertes Vermögen. Eine Ursache, warum ein Grossteil der Bevölkerung nicht vom insgesamt hohen Vermögensstand Deutschlands profitiere, sei die einseitige Verteilung von Immobilienbesitz und Aktienanlagen. Beides wird von der deutschen Politik nicht gefördert.

    Im Gegenteil: Aus ökologischen Gründen werden Bauflächen verknappt und Energieauflagen ständig erhöht. Eine zugleich relativ hohe Zuwanderung von Flüchtlingen reduziert das Wohnangebot zusätzlich. Auch deshalb sind die Preise für Immobilien seit 2010 um 25 (Nordrhein-Westfalen) bis 153 (Bayern) Prozent gestiegen – damit sind sie für viele Normalverdiener unerschwinglich. Die mittlerweile höchsten Strompreise und Abgabenquoten schränken das verfügbare Einkommen zusätzlich ein, derweil Bund, Länder und Gemeinden sogar Überschüsse erwirtschaften konnten.

    Der gefühlte Reichtum hat für Deutschland auch aussenpolitisch unangenehme Folgen, wie man jetzt in der Corona-Krise sieht: Wie selbstverständlich wird von Berlin erwartet, dass es sich «solidarisch» zeigt. Was im Klartext heisst: für die Schulden anderer EU-Staaten haften. Italiens Politiker von links bis rechts scheuen sich nicht, die Nazi-Keule zu schwingen, um das Zugeständnis zu Conora-Bonds zu erzwingen, die in Wahrheit eine den Euro-Verträgen zuwiderlaufende Schuldenübernahme bedeuten.

    Es ist nie genug
    Dass Deutschland mit jährlich 13 Milliarden Euro schon heute der grösste Nettozahler in der EU ist und über diverse Rettungsschirme enorme Haftungsrisiken eingegangen ist, wird bei keinem der «europäischen Freunde» gutgeschrieben: Es ist nie genug. Auch die französische Politik läuft seit je darauf hinaus, die deutschen Geldtöpfe im Namen der «europäischen Vertiefung» anzuzapfen.

    Da «mehr Europa» auch zum Primat der deutschen Politik zählt und alle Parteien ausser der AfD ständig geloben, «Leuchtturm» bei der europäischen Vertiefung sein zu wollen, wirkt jede abgelehnte (Geld-)Forderung kaltherzig und heuchlerisch.
    Niederländern, Österreichern oder Finnen nimmt es niemand übel, wenn sie nationale Interessen vertreten. Deutschland schon. Ihnen fällt das gönnerhafte Pathos nun doppelt auf die Füsse: Zu vielen Bürgern und Unternehmen fehlen die Reserven. Und von aussen ballen sich die nehmenden Hände zu Fäusten.

    Wolfgang Bok war Chefredaktor der «Heilbronner Stimme» und arbeitet heute als freier Publizist. Der promovierte Politologe lehrt an der Hochschule Heilbronn strategische Kommunikation. –

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  12. Werner N. schreibt:

    Werter Herr Helmes, einer der Fehler von „Konservativen“ ist, dass sie meist nur Werte der Vergangenheit wieder aufleben lassen wollen. Sie bemerken nicht, bei welchen „Konserven“ das Ablaufdatum vorliegt und bei welchen nicht. Der Blick in die Zukunft fehlt weitgehend.

    So loben Sie im Vorwort den „christlichen Zeitgeist“; dabei sind es eine Pfarrerstochter und ihre christlichen Mitläufer, die einen verkappten Kommunismus / Sozialismus anzetteln. Der Crash der Fehlentwicklungen wird mit immensen, nicht mehr regulär zu tilgenden Schulden und hohen steuerlichen Abgriffen hinausgezögert. Nicht zu reden von den Kirchen, die vor dem Islam auf dem Bauch liegen, gar juristisch Ausgewiesenen und Kriminellen Unterschlupf gewähren oder „liebevoll“ einen islamistischen Antisemitismus und Terrorismus billigen, die „Bruderfaust“ jedoch gegen andere Christen erheben. Kein Wunder, ihr „dickes Buch“ fördert solche Unarten. Der jüdische Religionswissenschaftler Pinchas Lapide vermerkte richtig: ..“Man kann die Bibel entweder ernst nehmen oder wörtlich, beides zusammen geht nicht“.. Selbstverständlich ist Atheismus auch ein Irrtum.

    Wenn „Neo–Rechte“ ihr Potential bei Weitem nicht ausschöpfen, dann auch deshalb, weil deren „Intelligenzija“ – abgesehen von zutreffender, meist ökonomischer Einzelkritik – noch keine grundlegende Ideologie für ein neu-rechtes Weltbild zustande brachte, entsprechend dem *Neo- oder Kultur–Marxismus*. Daher rührt auch eine gewisse rhetorische Hilflosigkeit gegen die Propaganda der „Neo–Linken“.

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    • Werner Nehls schreibt:

      Sehr geehrtes Conservo-Team,

      hiermit bestätige ich meine Email-Anschrift.

      Freundliche Grüße

      Werner Nehls, Dipl.-Ing. Herzog–Wilhelm–Str. 25 80331 München

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  13. Mario Vorberger schreibt:

    Ich kann für Deutschland und die Niederlande nur hoffen, dass diejenigen die Oberhand behalten, denen nicht jeder wirtschaftliche und finanzpolitische Verstand abhanden gekommen ist. Die Diskussion um Eurobonds zeigt einmal mehr die Lücken und Schwächen des Euro auf. Mit seiner Einführung wurde den nationalen Volkswirtschaften ein wichtiges Regulierungselement über die Auf- und Abwertung ihrer Währungen einen Ausgleich zu schaffen genommen, ohne ein Äquivalent dafür zu schaffen. Die Stabilitätskriterien waren von vornherein nicht ausreichend und wurden darüber hinaus permanent verletzt. Einer Vergesellschaftung von Schulden über Eurobonds kann deshalb nur eine Absage erteilt werden.

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