Kinderreiche und Alleinerziehende: Erfahrungen von unüblichen Haushalten in Corona-Zeiten

(www.conservo.wordpress.com)

Von Rocco Thiede *)

Vermutlich müssten wir als Kinderreiche schon hungern. Mindestens aber rationieren, denn viele Lebensmittel gibt es nur noch auf Zuteilung. „Maximal eine Verpackung“ oder „Abgabe nur in haushaltsüblichen Mengen“ steht hier und dort schon an den Regalen. Aber wer definiert „haushaltsüblich“? Eine Familie mit fünf Kindern ist in Deutschland garantiert „haushaltsunüblich“.

„Die Hefe muss zurück ins Regal. Auch vom Brot, den Nudeln, der frischen Milch und Mehl gibt’s nur zwei Packungen“, sagt die Kassiererin beim Zahlen im Discounter. In der Schlange hinter uns raunt einer „Hamster“. Dabei machen wir nur einen normalen Einkauf für uns und die vier Kinder. Gottlob sind die älteren Geschwister nicht mehr im Haus, weil sie in einer WG in Kreuzberg wohnen oder noch im Ausland sind.

Wenn in einigen Familien die mittlerweile erwachsenen Studenten – nicht unbedingt freiwillig – „all-inklusive“ bei den Eltern genießen, dann kann es bei Großfamilien schon mal zu Engpässen bei der Verköstigung kommen. Viele Studiosi oder Pennäler habenihren Job in Kneipen oder Kleidungsgeschäften eingebüßt. Kurzarbeitergeld bekommen sie nicht. Wer kein BAFÖG hat, muss sparen. Zuhause ist das Kinderzimmer noch frei und zur Not teilt man es sich wieder mit der kleinen, noch schulpflichtigen Schwester.

Das mag bei Durchschnittsfamilien (1,3 Kinder laut Statistischen Bundesamt), also dort wo es ein oder maximal zwei Kinder in Ausbildung gibt, noch gehen. Aber was machen die Kinderreichen?

„Corona-Familienkarte“ hilft beim Einkaufen

„Immer mehr Eltern von Mehrkindfamilien stoßen bei ihren notwendigen Einkäufen auf Unverständnis, Misstrauen und sogar direkte Aggression“, schildert Dr. Elisabeth Müller, Bundesvorsitzende des Verbandes kinderreicher Familien Deutschland e.V. (KRFD), die Rückmeldungen vieler kinderreicher Familien. Im Supermarkt sollen sie nachweisen, wie viele Kinder zu versorgen sind. Oft werden ihre Aussagen bezweifelt. Bewährt hat sich sowohl in Thüringen als auch in NRW eine sogenannte „Mehrkindfamilienkarte“, auf der alle zur Familie gehörenden Kinder verzeichnet sind. Der KRFD schlägt die Einführung einer solchen Karte in allen Bundesländern vor.

„Die aktuelle Situation verdeutlicht den Druck, der auf Familien lastet“, sagt Elisabeth Müller und verweist auf die massive Erleichterung, die eine solche Karte den Familien bringen könnte. Der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. vertritt 1,4 Millionen kinderreicher Familien in Deutschland und setzt sich seit 2011 in Politik, Wirtschaft und Medien für ihre Interessen ein. Als Netzwerk von Mehrkindfamilien ging er aus der Initiative engagierter kinderreicher Familien hervor.

Das üblicherweise in Schule oder KiTa eingenommene Mittagessen fällt derzeit weg. Kochen und „Einkaufen XXL“ beanspruchen Zeit. Seit die Schulen und KiTas komplett geschlossen sind, heißt es für große Familien, alle Kinder dreimal täglich mit einer Mahlzeit zu versorgen. Wenn eine Familie fünf Kinder hat, dann braucht sie mehrere Kilo Nudeln und viele Tomaten für eine Mahlzeit.  „Was bei anderen ein Vorratskauf ist, ist für Mehrkindfamilien ein normaler Wochenendeinkauf“, fasst Elisabeth Müller, selbst Mutter von fünf Kindern, zusammen.

Mit der kostenlosen „Corona-Familienkarte“ können KRFD-Mitgliedsfamilien an der Supermarkt-Kasse nachweisen, wie viele Familienmitglieder sie sind. Der KRFD reagierte damit auf zahlreiche Erlebnisberichte von Familien in Supermärkten, denen erhöhter Bedarf an Lebensmitteln und die Kinderzahl nicht geglaubt wurde. „Die Corona-Familienkarte wurde schon über 1500 Mal angefordert. Doch sie ist leider keine Garantie, dass der Supermarkt kooperativ und verständnisvoll reagiert. Es ist ein erster Schritt und die Familien haben einen Nachweis“, erklärt Elisabeth Müller. Ihr Verband hat zudem alle großen Lebensmittel-Discounter angeschrieben und auf die Lage von Großfamilien hingewiesen.

Betreuungsprobleme bei Alleinerziehenden

Eine andere familiäre Gruppe mit besonderen Corona-Krisen-Problemen sind die Alleinerziehenden. „Keine Kinderbetreuung zu haben, ist für Alleinerziehende ein Notfall“, erklärt Daniela Jaspers, Bundesvorsitzende des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) in Berlin. Der VAMV vertritt seit 1967 die Interessen der mittlerweile 2,6 Millionen Alleinerziehenden in Deutschland. Er tritt für eine verantwortungsvolle gemeinsame Elternschaft auch nach Trennung und Scheidung ein.

Die Kita- und Schulschließungen durch die Corona Pandemie sind für Alleinerziehende existenzbedrohend. Auch die Großeltern fallen in der Regel aus, da sie zu den Risikogruppen gehören. „Die plötzliche Fragmentierung unserer sozialen Beziehungen durch das Kontaktverbot trifft Trennungsfamilien mit besonderer Härte. Videoplattformen und Telefon können vielleicht kurzfristig hilfreich sein. Auch Paarfamilien werden in dieser Situation spüren, wie sehr der Verlust sozialer Begegnungsmöglichkeiten verunsichert und schmerzt“, erklärt Prof. Dr. Matthias Franz, Direktor des Klinischen Instituts für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des Universitätsklinikums in Düsseldorf.

Daniela Jaspers vom VAMV stellt klar: „Anders als Paarfamilien können Alleinerziehende nicht zu zweit jonglieren, um fehlende Betreuung auszugleichen. Niemand weiß, wie lange diese Ausnahmesituation anhält – Urlaub zu nehmen ist deshalb keine Lösung. Dieser ist sowieso schon kürzer als die regulären Ferien der Kinder. So manche Alleinerziehende treibt nicht nur die Sorge um die Gesundheit um, sondern auch Existenzangst. Denn für unbezahlte Freistellungen fehlt vielen der Sparstrumpf.“

Petition gestartet: Bisher fast 42 000 Unterzeichner

Die Alleinerziehenden brauchen Hilfe, um Betreuungsprobleme während der Corona Krise Situation lösen zu können. „Wir fordern, die Notfallbetreuungen für Alleinerziehende unabhängig von ihrem Beruf zu öffnen“, so Jaspers. „Arbeitgeber rufen wir dazu auf, Alleinerziehende bezahlt frei zu stellen, wenn es keine andere Möglichkeit der Kinderbetreuung gibt. Wir regen hierfür staatliche Hilfen für kleine Betriebe an verbunden mit der Verpflichtung, Eltern in Not durch bezahlte Freistellungen zu helfen.“ Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, hat der VAMV eine Petition gestartet und fordert Maßnahmen, von denen berufstätige Alleinerziehende profitieren. Abrufen kann man diese unter dem Link: https://weact.campact.de/petitions/berufstatige-alleinerziehende-in-der-corona-krise-nicht-vergessen „Unsere Petition haben bisher über 41.700 Menschen unterzeichnet“, gibt  Simone Beise vom Bundesverband alleinerziehender Mütter und Väter bekannt.

Corona-Sozialschutz-Paket der Bundesregierung ist nur ein Trostpflaster für Alleinerziehende

Das Corona-Sozialschutz-Paket der Bundesregierung bezeichnet der VAMV als „ein Trostpflaster für Alleinerziehende“ und zeigt sich enttäuscht, dass Einkommenseinbußen für Alleinerziehende nicht vollständig mit einer Lohnfortzahlung abgefedert werden. „Die geplante Entschädigung für Verdienstausfälle hilft berufstätigen Alleinerziehenden angesichts geschlossener Kitas und Schulen etwas über die kommenden sechs Wochen“, erklärt Daniela Jaspers. „Bei vielen Alleinerziehenden klafft aber trotz dieser Leistung von 67 Prozent des Nettolohns eine Lücke im Budget. Denn Alleinerziehende und ihre Kinder leben schon jetzt häufig von kleinen Einkommen. 42 Prozent sind sogar armutsgefährdet. Da wird jeder Cent fürs Notwendigste gebraucht. Viele Einelternfamilien fürchten deshalb weiterhin, in absehbarer Zeit mit Grundsicherungsleistungen am untersten Existenzminimum zu leben. Denn für den „Notfall-Kinderzuschlag“ brauchen Alleinerziehende ein eigenes Einkommen, zur Arbeit gehen können sie aber nur, wenn eine Kinderbetreuung zur Verfügung steht.“

Homeschooling bei vielen Kinder problematisch

Ein gemeinsames Problem von Kinderreichen und Alleinerziehenden kann das „Homeschooling“ werden. Das normale „Elternwissen“ bei Chemie, Biologie, Geschichte reicht oft nicht aus. Und nun sollen bei zwei oder gar vier, fünf und sechs Kindern in verschiedenen Fächern, Klassenstufen und Schultypen parallel unterrichtet werden. Was in den unteren Klassen der Grundschule eventuell noch zu meistern ist, kann in den oberen Klassen schon mal große Probleme verursachen. Die professionelle Atmosphäre einer Schule kann zu Hause nicht hergestellt werden. Und wer kann es sich leisten fünf Laptops anzuschaffen und diese parallel zu betreiben? Mit dem Projekt „Schule zuhause“!  will der Verband von Elisabeth Müller auch hier aktiv helfen. „Wir haben uns gedacht: Wo, wenn nicht in Mehrkindfamilien gibt es so viele erfahrene SchülerInnen oder schon große Kinder, StudentInnen, Lehrer-Eltern, Spezialisten oder pensionierte Fachleute? Warum bringen wir die nicht zusammen? Schwarmintelligenz müsste doch unser Spezialgebiet sein. Wir wollen es mit Lernpatenschaften probieren!“.

„Viele Hamster fressen mehr!“

Alleinerziehende und Familien mit vielen Kindern sind Kummer und soziale Kälte gewohnt. Die Coronapandemie zeigt einmal mehr, daß sie auf sich selbst gestellt sind und Lösungen suchen müssen. Über Jahrzehnte waren unsere Einkaufswagen schon immer voller, als die der anderen. Wer drei, vier, fünf oder mehr Kinder zu versorgen hat, muss mehr Lebensmittel kaufen – und übrigens auch mehr Mehrwertsteuer zahlen. „Viele Hamster fressen mehr!“, rief unsere Abiturientin dem Rauner an der Kasse zu. Doch ein Hinweis auf die Familiengröße half an der Supermarktkasse nichts. „Vorschrift ist Vorschrift“. Immerhin war die Kassiererin so nett und gab leise den Tipp, sich erneut mit der Hefe, dem Brot, den Nudeln, der Milch und dem Mehl anzustellen – „nur nicht an meiner Kasse“. Wir vermuteten auf dem Weg nach Hause, sie hat ein Herz für kleine Hamster in Großfamilien…

—–
Der Autor ist Vater von sechs Kindern. Von Rocco Thiede erschienen mehrere Sachbücher zum Thema Familie in verschiedenen Verlagen (u.a. „Kinderglück: Leben in großen Familien“ oder „Die Generationsbrücke: Wie das Miteinander von Alt und Jung gelingt“ bei Herder
———-
*) Quelle: iDAF, Aufsatz des Monats, April 2020.  Über das Institut selber unterrichtet die Homepage
iDAF-Spendenkonto: Commerzbank AG, IBAN: DE26 3804 0007 0333 5049 00, BIC: COBADEFFXXX
www.conservo.wordpress.com       26.04.2020

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. Wer jedoch andere Foristen mehrfach persönlich angeht, beleidigt oder unflätig beschimpft, wird nach einer dreimaligen Verwarnung vom Diskussionsforum ausgeschlossen. Maria Schneider Beiträge bitte an Maria_Schneider@mailbox.org Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen emails und auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zu Eigen. Diese Erklärung gilt für alle in und mit meiner Internetadresse/emails angebrachten Links. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Zu diesem Zeitpunkt waren keine Rechtsverstöße ersichtlich. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Websites ist ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden jedoch derartige Links umgehend entfernen. Maria Schneider 10.11.2020
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Politik Deutschland, Wirtschaft abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

17 Antworten zu Kinderreiche und Alleinerziehende: Erfahrungen von unüblichen Haushalten in Corona-Zeiten

  1. Ulfried schreibt:

    Es ist mir gelungen in der DDR (nahe Rostock) vier Kinder großzuziehen. Und die Beschaffung der Mittel ging so: In der Woche tagsüber war ich in der Firma beschäftigt und habe regulär mein Geld verdient. Zum Beispiel auf Montage auf der Insel Riems zur Errichtung des heutigen RKI- Institut. Donnerstag- Abend kam ich nach Hause und hab als Maurer für Nachbarn und für die Gemeinde gearbeitet. Bspw. habe ich auf Anfrage der Bürgermeisterin unseres Ortes drei neue Schornsteinköpfe auf der Post gemauert und einen Betonfußboden gegossen – alles cash bezahlt. Samstagabend bin ich dann nach Rostock und nachts Schwarz- Taxi gefahren mit meinem Moskwitch. Kennt das noch irgendwer?
    Meine Urgroßeltern haben mich jedoch getoppt. Die haben elf Kinder (auch meine Oma) während zwei Weltkriegen großgezogen. Jetzt habe ich selbst neun Enkel. Kommen die Zeiten wieder wo wir uns selbst über Wasser halten müssen? Wie sang Geyer- Sturzflug übers Brutto- Sozialprodukt?

    Das Leben geht weiter, packen wir an oder warten wir ab??? Nur Mut!

    Gefällt 2 Personen

  2. Ulfried schreibt:

    Betonfußboden

    Gefällt 1 Person

  3. Ulfried schreibt:

    „Die türkische Direktion für religiöse Angelegenheiten (Diyanet) hat eine Fatwa veröffentlicht, welche besagt, dass die Verwendung von Toilettenpapier innerhalb des Islam zulässig ist, betont jedoch auch, dass Wasser die primäre Reinigungsquelle sein sollte. Damit ein Gebet religiös legitim vollzogen werden kann, sollten Körper, Kleidung und der Ort an dem das Gebet durchgeführt werden soll, frei von Gegenständen sein, die vom Islam als ‚unrein‘ definiert wurden. Die Fatwa besagt ebenfalls, dass die Reinigung mit Wasser durchgeführt werden sollte: ‚Wenn kein Wasser zur Reinigung gefunden werden kann, können auch andere Reinigungsmittel verwendet werden. Obwohl einige Quellen Papier als Reinigungsmittel für ungeeignet halten, da es sich hierbei um Schreibmaterial handelt, gibt es kein Problem bei der Verwendung von Toilettenpapier.‘ verlautet ein Teil der Fatwa.
    Gefunden:
    https://www.mena-watch.com/tuerkische-religionsbehoerde-erlaubt-verwendung-von-klopapier/

    Gefällt 1 Person

  4. Ulfried schreibt:

    Es gibt auch Großfamilien die sich keine Sorge machen müssen. Z. B. Merkels „Gäste“. Im Sputnik gefunden:
    „Die Beerdigung eines Mitglieds berüchtigten Berliner Remmo-Clans sorge am Montag für ein Großaufgebot der Hauptstadt-Polizei. Sorgen gab es seitens der Einsatzkräfte vor allem bei der Einhaltung der aktuell geltenden Corona-Abstandsregeln und des Versammlungsverbots. Zuletzt waren Treffen der arabischstämmigen Großfamilie immer wieder eskaliert“ Na also geht doch. So schlimm kann Corona ja nun doch nicht sein. Es gibt Schlimmeres!!!

    Gefällt 1 Person

  5. Ingrid schreibt:

    @weit entfernt, wer viele Kinder hat wird in unserer ein Kind Gesellschaft sehr leicht als assozial eingestuft.
    Dabei vergessen viele, dass Kinder unsere Zukunft sind, für die wir alles tun und opfern müssen.
    Durch das Kindergeld ist es schon vieles leichter geworden, aber ich habe nie verstanden, wiso ein Millionär Kindergeld bekommt, denn Kinder sind nun mal nicht gleich in unserer Gesellschaft.
    Diese Gelder hätte man bedürftigen Familien obendrauf geben müssen.
    Dann kommen heute noch viele Alleinerziehende dazu und gerade da reicht das Geld nicht bis zum Monatsende.
    Aber es ist falsch auf besser gestellte Rentner zu schimpfenn von denen viele 45 Jahre gearbeitet haben.
    Das Problem liegt doch viel weiter oben, da schaufelt man sich immer mehr in die Taschen und unten kommt nichts mehr an und die Kosten werden unten immer mehr um alle Mäuler zu stopfen. Denn auch Kinder von großen Familien haben die gleichen Bedürfnisse wie die anderen Kinder.

    Ja es stimmt und unsere Gesellschaft ist gleichgültiger und kälter geworden, aber dieser Blog zeichnet gerade durch sehr viel Verständnis und auch Mitgegühl aus.

    Bitte seien sie glücklich über ihre Kinderschar, denn ich hatte zwei und dich denke immer wären es nur mehr gewesen.

    Gefällt 1 Person

  6. Berti schreibt:

    1/2 OT:
    Jeden der sich heutzutage über irgend etwas beschwert pflege ich kommentarlos zu fragen was er/sie/“es“ letztes Mal gewählt hat…

    Gefällt 3 Personen

    • Walter schreibt:

      @Berti
      Da hast Du recht!
      Rationierung gehört zum kommunistischen Lebensstandard. Politbüro hat macht solange alles verteilt und rationiert sein muss. Lebensmittel, Autos, Posten, Privilegien… Wie gewählt, so geliefert.

      Gefällt 2 Personen

  7. uwe.roland.gross schreibt:

    Hat dies auf uwerolandgross rebloggt.

    Gefällt mir

    • Ingrid schreibt:

      Herrscht hier schon Zensur. Seit wann werden meine Beiträge gelöscht.
      Dann dürft ihr solche Themen eben nicht bringen.
      Ingrid.

      Gefällt 1 Person

      • Berti schreibt:

        glaub ich nicht, ist sicherlich irgendwo im technischen Nirwana verirrt, taucht schon wieder auf…

        Gefällt 1 Person

      • conservo schreibt:

        @ Liebe Ingrid, da ich den Beitrag selbst eingesetzt habe, stehe ich natürlich voll dahinter, zumal ich aus einer Großfamilie komme.
        Nein, Du wirst nicht zensiert – warum auch!!!
        Berti hat recht, es ist irgendwas Technisches, aber ich weiß nicht was. Ich konnte noch lesen, was Du geschrieben hats, aber plötzlich war der Text weg. Könntest Du ihn mir bitte nochmals senden.
        Danke, und bitte trag´s uns nicht nach. Für Technik hab ich einfach keine Hand. Herzliche Grüße! Peter

        Gefällt mir

      • ceterum_censeo schreibt:

        Nein, liebe Ingrid.
        Das dürfte andere Gründe haben. Und SICHER nicht auf Dich gemünzt.

        Gefällt mir

        • Ingrid schreibt:

          Habe ich nicht mehr im Kopf, ist auch egal, ich habe mich nur gewundert und es war mir neu.
          Sorry und Danke, dass ihr alle so besorgt wart.
          Gruss Ingrid

          Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.