Indien – die ferne, fremde 3. Weltmacht

(www.conservo.wordpress.com)

Von Dieter Farwick, BrigGen a.D. und Publizist*)                                                        

Seit meinem Studienaufenthalt vor einigen Jahren in Indien fasziniert mich dieses facettenreiche, geschichtsträchtige Land, das aufgrund seiner geographischen Ausdehnung besser als Subkontinent eingestuft wird. Seit Jahren verfolge ich die Entwicklung dieses Staates im Führungstrio mit China und den Vereinigten Staaten von Nordamerika mit großem Interesse.

Das Prädikat „Dritte Weltmacht“ möchte ich mit einigen Fakten – im Vergleich zu Deutschland – belegen:

Indien hat rd. 1,4 Milliarden Einwohner – ist also in „ Augenhöhe“ mit dem Nachbarn China. Mit seinen rd. 83 Millionen Einwohnern spielt Deutschland aus der Sicht Indiens und Chinas in einer unteren Liga.

Das zeigt sich auch im Welthandel. Mit einer Größe von 3.287 263 Quadratkilometern liegt Indien in der Welt an 6. Stelle, ungefähr die zehnfache Größe Deutschlands. – Seit seiner Zeit als Führungsmacht der sog. „Blockfreien Staaten“ genießt es großes Ansehen in Asien. Auch dank der Führungsleistung von Nehru und Gandhi und ihrer Familien. Es ist eine „smart power“, der über beide Komponenten „soft“ und „hard power“ verfügt und seine Attraktivität über Asien hinaus politisch nutzt.– Indien ist seit Jahren erfolgreiche Weltraumnation.

– Indien ist Nuklearmacht – wie die Nachbarn Pakistan und China.

– Indien ist eine bedeutende Militärmacht – auch zunehmend auf den Weltmeeren.

– Indien ist eine High-tech-Macht, besonders im Dienstleistungssektor, der 50 Prozent des Bruttoinlandsproduktes erbringt.

– Indien ist Mitglied des Commonwealth mit einer engen Beziehung zu Großbritannien und anderen Mitgliedern.

– Ober- und Mittelschicht haben einen hohen Bildungsstand – mit Abschlüssen an britischen und amerikanischen Universitäten.

– Indien ist ein starker Partner der Vereinigten Staaten, denen es seinen Status als Nuklearmacht verdankt.

– Mit seinen asiatischen Partnern Japan, Südkorea, Taiwan sowie Singapur und Australien ist es ein wichtiges Gegengewicht zu China.

– Indien hat eine Küstenlinie von 7.516 Kilometern. Die Nord-Süd-Achse beträgt 3.214 Kilometer, während die Ost-West-Achse 2.933 Km lang ist. Ein Blick auf den Globus zeigt die geopolitische und geostrategische Bedeutung. Der Subkontinent liegt wie ein Keil im Indischen Ozean. Er kann die wichtigen Seeverbindungen von China nach Afrika und Lateinamerika sowie nach Europa und der Arabischen Halbinsel kontrollieren. Die Arabische Halbinsel ist ein wichtiger Öl- und Gaslieferant, da Indien über wenige Rohstoffe im eigenen Lande verfügt.

– Der Anteil von rd. 80 Prozent Hindus an der Gesamtbevölkerung bildet einen homogenen Grundstock.

Indien – ausgewählte Daten und Fakten

Die ausgewählten politischen, wirtschaftlichen und militärische Daten und Fakten sollen Indien dem Leser etwas näher bringen, da deutsche Medien wenig substantielle Berichte über in Indien bringen. Die beiden anderen Weltmächte – China und USA – sind stärker im Fokus der deutschen Öffentlichkeit. Russland ist für mich keine Weltmacht – mehr.

Daten und Fakten zum „Subkontinent“ Indien:

– Indien ist mit rd. 1.4 Milliarden Einwohnern die größte Demokratie der Welt.

– Die beiden Hauptsprachen sind Hindu und Englisch.

– Indien unterteilt sich in 29 Bundesstaaten und 7 Unionsterritorien mit der Zentralregierung in Neu Delhi. Diese Bundesstaaten und Territorialstaaten haben eine starke Position gegenüber der Zentralregierung und blockieren deren Anstrengungen, Indien mit Fernstraßen und Eisenbahnlinien besser zu erschließen.

– Mit seiner Fläche von 3. 287.263 Quadratkilometern ist es 10mal größer als Deutschland.

– Die religiöse Zugehörigkeit der Bevölkerung: rd.80 Prozent Hindus, rd. 13 Muslime, rd. 2 Prozent Christen, 2 Prozent Sikks und rd. 1 Prozent Buddhisten.

– Die Topographie reicht über 7.516 Kilometer vom Himalaya-Hochgebirge bis zur Meereshöhe.

– Die Landwirtschaft – mit rd. 20 Prozent des jährlichen Bruttoinlandproduktes Indiens – ist weitgehend abhängig vom „pünktlichen Monsunregen“ und der Schneeschmelze, die fruchtbare Sedimente bis in den Süden Indiens bringen. In der Landwirtschaft Indiens werden rd. 60 Prozent der Gesamtfläche Indiens von rd. 200 Millionen Erwerbstätigen bearbeitet.

Diese Zahlen verdeutlichen, wie wichtig Wetter und Klima für Indien sind.

– Die Verkehrsinfrastruktur auf dem Lande, in der Luft und auf See ist unterentwickelt und hemmt die Entwicklung des Landes.

– Indien ist am Welthandel mit lediglich unter drei Prozent beim Import und mit unter drei Prozent beim Export beteiligt. Eine magere Bilanz.

– Die Steigerung des Bruttoinlandsproduktes hat sich auf 4,2 Prozent verringert.

– Die Inflationsrate hält sich seit Jahren bei rd. 4,5 Prozent.

– Die Staatsverschuldung bleibt seit Jahren bei knapp unter 70 Prozent. (In der EU galt vor der Corona- Epidemie eine Marke von 60 Prozent. Durch sehr große staatliche finanzielle Unterstützungsmaßnahmen wird das Jahr 2020 eine starke Steigerung der Staatsverschuldung bringen.)

– Dienstleistungen tragen fast die Hälfte des BIP, der Produktionsbereich rd.26 Prozent, Konsumausgaben der privaten Haushalte knapp unter 60 Prozent.

– Anteil der Militärausgaben am BIP rd.2,4 Prozent , Deutschland 1.4 Prozent ( NATO-Benchmark 2 Prozent).

– Die Bevölkerungsstruktur Indiens ist im Vergleich zu China besser aufgestellt. Das Medianalter Indiens beträgt rd. 27 Prozent gegenüber 37 Prozent in China und 47 Prozent in Deutschland. (Median ist eine statistische Größe. Sie besagt, dass in der jeweiligen Bevölkerung zwei gleich starke Teile der Bevölkerung oberhalb und unterhalb der Medianzahl liegen. Es ist keine Angabe zum Durchschnittsalter). In Indien leben 26 Prozent Menschen unter 15 Jahren und 66 Prozent zwischen 15 und 64 Jahren.

– Die Arbeitlosenquote beträgt jährlich knapp unter 5 Prozent.

– In Indien werden jährlich zwischen 10 und 12 Millionen Kinder geboren, die versorgt, verpflegt, ausgebildet und in Kindergärten, Schulen und Universitäten sowie in Wirtschaft und Industrie untergebracht werden müssen.

– Der Budgetsaldo beträgt jährlich rd. 7,3 % des BIP, das 2019 bei 2.935,6. Milliarden lag. Diese Daten und Fakten sollen einen ersten Überblick über Land und Leute in Indien vermitteln.

Premierminister Narendra Modi – der strenggläubige Hindu

Vor den Wahlen im Mai 2014 galt Narendra Modi als der große Hoffnungsträger Indiens. Er war ein überaus erfolgreicher Regierungschef des Bundesstaates Gujarat, der unter Modi einen ungewöhnlichen Sprung nach oben gemacht hat. Modi pflegt einen asketischen Lebensstil. Er ist Vegetarier und verzichtet auf Tabak und Alkohol. Er gilt als „ arbeitswütig“ und „computeraffin“. Ein dunkler Fleck in seiner Biographie ist seine Rolle, die er bei dem antimuslimischen Pogrom im Jahre 2002 gespielt hat. Es gab Untersuchungen, die ihn 2012 von allen Vorwürfen und Verdächtigungen freigesprochen haben. Dank der großen Mehrheit seiner religiös-ethnischen Gefolgsleute gewann er die Wahlen am 23.05.2019 mit seiner hindu- nationalistischen Partei (BJP) mit 63 Prozent die absolute Mehrheit in dem indischen Parlament – mit 305 von 543 Sitzen. Eine Zunahme gegenüber den Wahlen von 2014. Bemerkenswert ist der Erfolg der Frauen mit 78 Sitzen. Die Wahlbeteiligung lag bei 67 Prozent.

Sehr viele Inder hofften, Modi würde seine Erfolge in Gujarat auf das ganze Land ausweiten können.

Diese sehr hohen Erwartungen konnte er bei der Verwaltungsstruktur des Landes und der „Seuche Korruption“ nicht erfüllen. Im indischen Parlament sitzen etliche verurteilte kriminelle Abgeordnete – trotz eines Gesetzes, dass sie aus dem Parlament auszuschließen sind. So ist es Modi nicht gelungen, sein Versprechen, mehr Jobs zu schaffen, zu halten. Die Arbeitslosenquote ist besonders bei der jungen Generation zu schaffen, die arbeiten wollen. Er hat auch sein Versprechen nicht erfüllt, die Armut zu lindern. Das Arbeitslosenproblem wird Modis Hauptsorge bleiben. Ein schweres Problem haben auch die „kleinen“ Landwirte, die ihre Kreditzahlungen nicht mehr aufbringen können. Wenn sie ihre Familien nicht mehr ernähren können, ist der Selbstmord ein letzter Ausweg.

Modi hat die Sicherheit der Frauen, die „Freiwild“ für manche Männer sind, nicht fühlbar verbessert. Das ist kaum nachvollziehbar, da gerade in Indien viele Frauen in der Politik große Leistungen vollbracht haben. Seine Anhänger sind durch seine Persönlichkeit und seine harte anti-muslimische und anti-islamische Rhetorik unverändert beeindruckt. In seiner Partei hat er keine Konkurrenten. Es gibt allerdings einen großen Nachholbedarf – u.a. im Gesundheitswesen, in Bildung und Umwelt, bei Erneuerbaren Energien, Krankenversicherung, Zugang zu Bildung.

Corona-Pandemie in Indien

Für eine Überraschung sorgt der „ Economist“ vom 25. April 2020 für sein Zwischenergebnis: „Das indische Government kann der Gewinner dieser Pandemie sein“. Die Pandemie schiebt Themen, die für die Regierung nicht günstig sind, in den Hintergrund. Zudem hat Modi früh und umfassend reagiert: Seit dem 24. März 2020 hat Modi harte Maßnahmen angeordnet. Er hat Indien durch seine Ausgangssperre in das größte Gefängnis für 1.4 Milliarden Menschen verwandelt. Und 87 Prozent der Bevölkerung akzeptieren diese Entscheidung als notwendig und sinnvoll. Wer die Slums in Neu-Delhi und Mumbai und die Zeltreihen auf Zufahrtsstraßen der Metropolen und die öffentlichen sanitären Einrichtungen gesehen hat, läge mit seiner Prognose deutlich falsch. Die Zahlen der Infektionen und der Toten liegen für die 1.4 Milliarden Inder bei über 61.000 Infektionen und über 2041Toten.

Deutschland meldet über 170.000 Infektionen. Mit 7000 Toten liegt Deutschland mit seinen 80 Millionen Einwohnern deutlich höher. Selbst das „Musterland Schweden“, das mit seinen moderaten restriktiven Maßnahmen als „lobenswerte Alternative“ gilt, hat bei seinen rd. 10 Millionen Einwohnern über 3175 Tote zu beklagen. (Die hier genannten offiziellen Zahlen sind Zwischenwerte, die von mir nicht verifiziert werden können.)

Als Verbreiter der Infektionen gelten in Indien die rd. 40 Millionen Wanderarbeiter, die in den Küstenregionen ihren Job verloren haben und mangels öffentlicher Verkehrsmöglichkeiten seit Wochen zu Fuß auf dem Heimweg in das Landesinnere sind – ohne Versorgung und Unterkunft. Zum Teil werden sie wieder von ihren Firmen zurückgerufen. Es ist zu befürchten, dass die Märsche in das Landesinnere zu ihren Familien eine große Dunkelziffer an Infektionen und Toten aufweisen. (vgl. „The Economist“ vom 25. April 2020.)

Wie alle Industriestaaten in der Welt verzeichnet Indien große Einbrüche – mit der Folge des Abflachens des Wirtschaftswachstums. Da niemand weiß, wie lange die Pandemie – auch in Indien – grassieren wird, sind alle Prognosen nur mit großer Vorsicht und Skepsis zu betrachten.

„Expect the unexpected“

Da die Bevölkerung in Indien jünger ist als in China und Deutschland (siehe oben) könnte Indien von der Altersstruktur her besser aus der Krise hervorgehen. Durch den Rückgang im Tourismus, der vor Corona ein wichtiger Wirtschaftsfaktor war, werden wieder die ärmeren Menschen getroffen, die zum Schaudern der westlichen Touristen auch verkrüppelte Kinder zu den touristischen Hot Spots schicken, um Kugelschreiber und Shampoo zu erbetteln.

Indien hat den Touristen viel zu bieten

Deutsche zog es besonders in das „bunte Rajasthan“ mit seinen malerischen Städten und – natürlich dem Tempel Taj Mahal, das schönste und größte muslimische Bauwerk Indiens. Die britische Kolonialmacht war gut beraten, „British-Indien“ mit „ sanfter Hand“ zu regieren. Lediglich 30.000 Briten haben den riesigen Subkontinent „verwaltet“. So können heute die Touristen Übernachtungen in ehemaligen Maharadscha-Residenzen genießen.

Indiens Sicherheits- und Außenpolitik

Die geringe Teilnahme am Welthandel zeigt das frühere geringe Interesse an der Sicherheits- und Außenpolitik. Vorrang hatte das Ziel – nach dem Erreichen der Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Großbritannien und der Trennung von West- und Ostpakistan (heute Bangladesch) – die innere Lage zu stabilisieren. Die Abtrennung der überwiegend muslimischen Teile von dem hinduistisch geprägten Kernland schürte den religiösen Konflikt, der Pakistan und Indien zu „Erzfeinden“ gemacht hat. Beide Staaten sind Nuklearmächte, die beide bemüht sein sollten, die Eskalation in den Einsatz von Nuklearwaffen zu vermeiden. Diese Erkenntnis hat bislang größere Konflikte verhindert. Aber ein besonderer Konfliktherd ist Kaschmir.

Kaschmir – die schwärende Wunde

Kaschmir, das an Indien, Pakistan, Afghanistan und China grenzt, ist ein Relikt der Aufteilung von Britisch-Indien des Jahres 1947. Nach mehreren Kriegen wird noch heute die Region von Pakistan, Indien und China administriert. Eine VN-Resolution von 1948, die eine Volksbefragung anordnete, blieb bis heute unerfüllt. So kommt es heute immer wieder zu terroristischen Attacken, vermutlich vom pakistanischen Geheimdienst ISI unterstützt, und zu Konflikten entlang der „line of control“ zwischen pakistanisch und indisch geführten Kräften.

In der letzten Zeit ist die Anzahl der militärischen Scharmützel drastisch reduziert worden. Im Juli 2011 trafen sich die Außenminister zu einem Gespräch. Es war die Rede von einer neuen Ära der bilateralen Beziehungen beider Länder.

Diese „ neue Ära“ hat Modi mit einem Federstrich im August 2019 beendet. Er hob – einseitig ohne Vorgespräche – die Autonomie Kaschmirs auf. Internet und Telephon wurden gekappt.

Pakistan erklärte, dass es für sie keine militärische Option gäbe. Es wolle den Konflikt diplomatisch klären. Einige pakistanische Maßnahmen: Ausweisung des indischen Botschafters, Einstellung des Zugverkehrs mit dem „Friedenszug“ zweimal wöchentlich zwischen Islamabad und Neu-Delhi. Indien will in den neu geschaffenen Unionsterritorien Jammu und Kaschmir baldige Neuwahlen durchführen. Die gute Nachricht: Der militärische Konflikt kann vermutlich vermieden werden. Die schlechte Nachricht: Das Verhältnis Indiens zu seinen Nachbarn bleibt angespannt.

Indien und seine Nachbarn

Das gilt besonders für China und Pakistan, die Modi weiterhin als gefährliche Erzfeinde sieht. Aus geopolitischer und geostrategischer Sicht ist das ein Vorteil für die westliche und südasiatische Seite. Mit seinen illegalen Aktivitäten im „Südchinesischen Meer“, das China weiterhin als chinesisches Hoheitsgebiet ansieht, obwohl der Staatsgerichtshof in Den Haag schon vor Jahren entschieden hat, das es sich um ein internationales Gebiet handelt. Das scheint China zu ignorieren. Sein aggressives Verhalten hat zu einer Allianz der Anrainerstaaten geführt – mit den USA im Rücken. So hat China ein Eigentor geschossen, da es selbst zu dieser – auch militärischen – Allianz stark beigetragen hat. Es hat sich selbst eingesperrt.

Eine politische oder militärische Allianz zwischen China und Indien wird es auf absehbare Zeit kaum geben, was für die übrige Welt sicherheitspolitisch eine gute Nachricht ist.

Indien hat sich nach seiner Unabhängigkeit wenig um seine unmittelbaren Nachbarn gekümmert. Das Verhältnis zu Myanmar und Bangladesch hat sich gebessert.

Die USA sind ein wichtiger Partner – und umgekehrt.

Das Verhältnis zu Russland, das vor Jahren ein wichtiger Handelspartner war – besonders im Bereich der Waffenexporte nach Indien – hat sich abgekühlt. Heute führen die USA mehr Waffensysteme nach Indien ein.

In einem Punkt kommt Indien nicht weiter – mit seinem Wunsch nach einem Sitz im VN- Sicherheitsrat. Mit seinem Status als Weltmacht hat Indien einen berechtigten Anspruch – mehr als das „ kleine“ Deutschland. Ich habe den Eindruck, dass Indien als Hindustaat keine Unterstützung aus der muslimischen Welt erhält. Außerdem wird eine Änderung der Zusammensetzung des VN-Sicherheitsrates nur in einer umfassenden Reform der VN-Struktur möglich sein. Die wird es in absehbarer Zeit nicht geben.

Es ist mir nicht bekannt, wie andere asiatische Staaten die Vertuschung des Ausbruchs der Corona-Epidemie durch China beurteilen. Sie werden mehr Opfer zu beklagen haben, weil sie erst nach Wochen mit ihren medizinischen Gegenmaßnahmen starten konnten.

Das ohnehin angeschlagene Vertrauen in die chinesische Regierung wird meiner Erwartung entsprechend nicht gestiegen sein.

Indien – die Militärmacht im Übergang

Indien unterhält eine der größten Armeen der Welt Die Gründe sind Feindschaft zu China und Pakistan sowie die „schwärende Wunde Kaschmir“. Die Abhängigkeit vom Import von Rohstoffen – z.B. Öl, Gas und Kohle – von der Arabischen Halbinsel, aus Afrika und aus dem fernen Australien hat starke Auswirkungen auf die militärische Rüstung – besonders der Ausrüstung der Seestreitkräfte. Sie befinden sich im Übergang von einer Küstenmarine in eine sog. “Blue-water-marine“ mit den Einsatzgebieten im Pazifik und im Indischen Ozean.

Diese Ambitionen werden auch deutlich durch zwei in Dienst gestellte Flugzeugträger. Sie sind ein klares Zeichen, dass sich Indien an dem Schutz der wichtigen Seeverbindungen beteiligen will.

Die Bedrohung im Inneren

Die Bedrohung durch Terrorakte kommt von zwei Seiten: Dem Islam und durch kommunistisch-maoistische Terrorgruppen im östlichen Teil Indiens. Die Zahlen zu deren Anschlägen sind rückläufig. Es ist keine nationale oder existentielle Bedrohung. Die Warnzeit vor größeren Attacken reicht für Gegenmaßnahmen von Polizei und Militär aus.

Die Terrorgefahr durch muslimische Gruppen erscheint größer, als der Anteil von 13 Prozent vermuten lässt, zumal der Islam in den östlichen Bundesstaaten verteilt ist. Modi ist nicht Teil einer Lösung, sondern mit seiner sehr strengen hinduistischen Ausrichtung gegen den Islam eher ein Teil des Problems – gestützt durch rd. 80 Prozent seiner Glaubensbrüder und Wähler.

Unter religiösen und wirtschaftlichen Spannungen leiden die im Gesetz verankerten Meinungs- und Pressefreiheit.

Es gibt eine facettenreiche Medienlandschaft, die aber „unsichtbare“ Grenzen gesetzt sind. Das internationale Internet erlaubt jedoch den „freien“ Zugang zu Informationen aus aller Welt.

Wie sieht die Zukunft Indiens aus?

Der bestimmende Faktor für die nahe Zukunft bleibt die Corona-Pandemie. Länge und Folgen der aktuellen Lage hängt weitgehend von der Frage ab, wann überprüfte Medikamente und Impfstoffe für die Breitenanwendung zur Verfügung stehen. Dieses Datum kann nicht genau bestimmt werden.

Die vor der Pandemie aktuellen Herausforderungen sind auch die zukünftigen: die Bildung, die Armut, die Gesundheit und das Wirtschaftswachstum als Motor für Arbeitsplätze.

Niemand kann heute vorhersagen, wie Indien nach Ende oder Abflauen der Corona-Pandemie ausschauen wird. Je länger die Pandemie andauert, wird das Jahr 2020 mit einem noch höheren Rückgang beim BIP enden. Auch das Jahr 2021 wird unter dieser Hypothek zu leiden haben.

Ein besonders weltweit erfolgreicher und lukrativer Bereich ist der mit dem sog. „Operationen-Tourismus“ aus reicheren Ländern. Die hohe Qualität der Operateure bei vergleichsweise zu niedrigen Kosten – im Gegensatz zu den USA oder Saudi Arabien locken viele zahlungskräftige Patienten nach Indien. Das kann die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nähren.

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Quellenangaben: – Fischer Weltalmanach 2019 – Dieter Farwick, Wege ins Abseits, „Wie Deutschland die Zukunft verspielt“, Osning-Verlag, 2012.
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*) Brig.General a.D. Dieter Farwick wurde am 17. Juni 1940 in Schopfheim, Baden-Württemberg, geboren. Nach dem Abitur wurde er im Jahre 1961 als Wehrpflichtiger in die Bundeswehr eingezogen. Nach einer Verpflichtung auf Zeit wurde er Berufssoldat des deutschen Heeres in der Panzergrenadiertruppe.
Vom Gruppenführer durchlief er alle Führungspositionen bis zum Führer einer Panzerdivision. In dieser Zeit nahm er an der Generalstabsausbildung an der Führungsakademie in Hamburg teil. National hatte er Verwendungen in Stäben und als Chef des damaligen Amtes für Militärisches Nachrichtenwesen.
Im Planungsstab des Verteidigungsministers Dr. Manfred Wörner war er vier Jahre an der Schnittstelle Politik-Militär tätig und unter anderem an der Erarbeitung von zwei Weißbüchern beteiligt. Internationale Erfahrungen sammelte Dieter Farwick als Teilnehmer an dem einjährigen Lehrgang am Royal Defense College in London.
In den 90er Jahren war er über vier Jahre als Operationschef im damaligen NATO-Hauptquartier Europa-Mitte eingesetzt. Er war maßgeblich an der Weiterentwicklung des NATO-Programmes ´Partnership for Peace` beteiligt.
Seinen Ruhestand erreichte Dieter Farwick im Dienstgrad eines Brigadegenerals. Während seiner aktiven Dienstzeit und später hat er mehrere Bücher und zahlreiche Publikationen über Fragen der Sicherheitspolitik und der Streitkräfte veröffentlicht.
Nach seiner Pensionierung war er zehn Jahre lang Chefredakteur des Newsservice worldsecurity.com, der sicherheitsrelevante Themen global abdeckt.
Dieter Farwick ist Beisitzer im Präsidium des Studienzentrum Weikersheim und führt dort eine jährliche Sicherheitspolitische Tagung durch.
Seit seiner Pensionierung arbeitet er als Publizist, u. a. bei conservo.
www.conservo.wordpress.com      12.05.2020

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. Wer jedoch andere Foristen mehrfach persönlich angeht, beleidigt oder unflätig beschimpft, wird nach einer dreimaligen Verwarnung vom Diskussionsforum ausgeschlossen. Maria Schneider Beiträge bitte an Maria_Schneider@mailbox.org Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen emails und auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zu Eigen. Diese Erklärung gilt für alle in und mit meiner Internetadresse/emails angebrachten Links. 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17 Antworten zu Indien – die ferne, fremde 3. Weltmacht

  1. Dieter Farwick schreibt:

    Lieber Herr Roth !
    Danke für Ihren umfassenden Kommentar. An Ihren Erlebnis- und Erfahrungsschatz kann ich nicht tippen.
    Ich habe vieles aus Büchern und aus Gesprächen mit Indern – auch in meiner aktiven Militärzeit.
    Das sind natürlich keine Vertreter der unteren Kasten.
    Es waren Stabsoffiziere “ aus gutem Haus“. Viele von ihnen haben eine sehr gute Ausbildung – besonders in Großbritannien – erhalten – auch militärisch.
    Im Ausland haben diese Inder ein hohes Ansehen – besonders auch im Bereich der Dienstleistungen. Indische Speiserestaurants haben nicht nur in UK einen sehr guten Ruf.

    Ich hoffe, dass es in Indien kleine Fortschritte gibt.

    Wir sollten die Zusammenarbeit mit Indien verstärken, auch um unsere zu starke Abhängigkeit von China deutlich zu reduzieren.

    Mit besten Grüßen

    Ihr

    Dieter Farwick

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  2. Walter Roth schreibt:

    Tja Herr Farwick….

    Ich war 1992 etwas länger in Indien.

    Grundsätzlich stimme ich ihnen zu, möchte aber doch das Bild Indiens etwas schärfen.

    Ich reiste damals im Norden umher, Von Rischikesch, Valley oft The Flowers, Hardware bis Varanasi, Jaisalmer und Puschkar…. das war so die Gegend.

    Damals waren gerade Unruhen im Gange. Es waren die Studenten und Söhne wohlhabender Eltern die sich empörten. Indien hatte ein Kontingentsystem für Studienplätze an den Unis.
    Haridschans nannte sie Gandi, Haridschans heisst in etwa Gotteskinder, die Inder selber nennen sie Unberührbare.
    Die stellten 1992 etwas 53% der Indischen Bevölkerung und hatten ein Anrecht auf 23 % der Studienplätze. Dagegen wurde teils gewaltsam, protestiert.
    Uns haben gebildete Inder erklärt warum Unberührbare kein Anrecht auf ein Studium hätten.
    Naja, eben weil sie in ihren früheren Leben viel schlechtes Karma ansammelten und nun zurecht „Kastenlose“ seien.
    Die sollten gar keinen Platz an Unis bekommen, denn sie als verdiente „Hochkastige“ Inder könnten zwar studieren, aber hernach würden sie oft nur als Kellner eine Arbeit finden.
    Solche ( unberührabre ) Leute seien da um niedrige Arbeit zu verrichten.
    Wer damals durch Delhi lief weiss was der meinte, denn die öffentlichen WCs roch man ca. 50m bevor man sie sah.
    Von den Unberührbaren gelang es damals nur ca. 10 % einen Universitätsplatz zu belegen. Die Unberührbaren schafften es damals oft kaum in eine Dorfschule, geschweige denn……..

    Tja, und dann gab es auch noch die Siks, die überall an wichtigen Stellen sassen, die Wirtschaftlich erfolgreichen waren wie Inder. Sie kennen kein Kastensystem.

    Dann die Muslime, damals glaube ich so 12 Millionen. Also die standen Wirtschaftlich weit unter den Kasten-Indern. Ihre Religion belohnt Wissen, Neugierde und Geschäftstüchtigkeit kaum.
    Aber die Lehre im Koran sagt ihnen, dass der Muslim eigentlich das Land beherrschen sollte, und die Inder als Ungläubige ihnen Tributpflichtig sein müssten
    Sie selber erkennen natürlich das sie den Indern nicht das Wasser reichen können, schon 1992 hinter diese zurückgefallen waren, selten an Unis zu finden waren.
    Das alles führte zur Gewalt, denn darin sind sie gut, das lehrt sie der Koran.

    Das ganze hat auch militante Hindus hervorgebracht, aber angesichts der fordernden Art gewisser Muslimkreise kann ich die verstehen. Hindus reagieren meist erst mit Verzögerung, selten sind die die Anstifter der Gewalt, was hier aber gerne so berichtet wird.

    Nun haben wir 3 Gruppen in Indien, von denen die grösste Gruppe, die 53% der Unberührbaren nicht am Wohlstand teilnehmen konnte.
    Kommen dazu noch die kastenlosen „Ureinwohner“ Indiens, zum Beispiel die „Jains“.
    Sie haben eine andere Religion, eine Naturreligion. Ihnen wurden zumindest damals sogar Land-Besitzrechte verwehrt. Sie lebten auf dem Land, oft von Milchwirtschaft, durften aber keine Landtitel halten oder erwerben.
    Eine unglaubliche Stufe der Diskriminierung.

    Ich habe Haridschans auf dem Land getroffen, die lebten davon die Ratten in den Reisfeldern zu fangen und zu essen. Hätte so einer damals auch nur einen Personalausweis verlangt, es wäre für ihn ein Spiessrutenlauf geworden. Nein, diesen Kreis schnitt man fast vollständig von jeder modernen Errungenschaft ab.

    Wenn Indien heute das Bargeld abschaffen möchte, so kann ich mir gut vorstellen was das für diese Kreise bedeutet.

    Aber in Indien sind die 53% der Unberührbaren kein Thema, bei nichts….. ausser man braucht mal wieder ein paar Wählerstimmen, dann gibt’s eine neues Gesetz für irgendwas welches kaum je wirklich umgesetzt wird.

    Eines ist auch das Thema Frauen und Kinder.
    Damals stand bei jeder grossen Strasse die in eine Stadt führte ein Schild, …..“Wir haben Ultraschall“
    50m weiter dann eins von Indira-Gandhi, …….“Auch Mädchen sind unsere Kinder“
    Und besonders lästig, meine Schwester, wenn die in einen Laden ging kam der Verkäufer und fasste ihr an den Busen.
    Bog ich 5 Sekunden später um die Ecke, erschraken die dann aber sehr, denn die dachten …die Westlerin ist alleine unterwegs. Das Belästigen von Frauen war eine unangenehme Sache.

    Andererseits, damals war ich Tagelang in Zügen mit Dampflokomotiven unterwegs.
    300km dauerten ca. 12 Stunden.
    Nach 12 Stunden aussteigen und erst mal die Russpartikel aus dem Haar schütteln.

    Wenn die Inder erfuhren das ich mit über 20-ig noch keine Frau hatte, ging das im Zug herum.
    Und das man in der Schweiz von der Braut keine Mitgift verlangt, das war der Hammer.
    Plötzlich sassen dann 2 Männer rund eine sehr hübsche Inderin gegenüber.
    Betonung wirklich auf sehr hübsch.
    Mir wurde ausführlichst erklärt, dass die Frau sehr jung sei, sie schon gut koche usw. usf.
    Und ich …………… ich kapierte gar nicht worum es ging.
    Das dauerte bei mir …… aber schliesslich begriff ich, das die mir ihre Tochter andienten.
    Ein Inder mit einer Tochter in der Schweiz, ja das wäre ein enormer Prestigegewinn gewesen.
    Und ohne Mitgift, ja womöglich eher noch Unterstützung von reichen Schweizer….. perfekte Aussichten.

    Nun ja, deswegen war ich nicht in Indien. Heute denke ich oft was aus dem überaus schönen Mädchen geworden ist. Sie war die Tochter eines Edelstein-Schleifers = mittlere Kaste.

    Tja, Leprakranke die vor den Tempeln sassen, 12 Jährige Mädchen die Sex anboten. oder auch Hunderte Inder die über Nacht auf den Bürgersteigen schliefen, Morgens um 5 zur Arbeit wanderten und unter jeden Busch kackten, Indien ist wirklich etwas anderes……

    Ach ja, damals fuhren in Old Daily Morgens um 5 Lastwagen die Strassen ab.
    Hinter den Wagen liefen 3-4 Männer her und stiessen jeden Schlafenden an,
    bewegte sich was …..gingen sie weiter, bewegte sich nichts, warfen sie den auf den Lastwagen wo schon 5 andere waren……Tot.

    Indien ist bald zahlreicher an Menschen wie China. Das hat enormes Gewicht, ist aber auch eine grässliche Last.
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    Wir sollten uns hüten nur das Indien aus unseren Medien wahrzunehmen.
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  3. Dieter Farwick schreibt:

    Lieber Ulfried !
    Danke für Ihren kenntnisreichen Kommentar. So weit bin ich nicht in die Religion eingedrungen.Dank für Ihren Einblick, den Sie gewähren.
    Auffallend ist die Frömmigkeit der vielen Gläubigen.

    Mit besten Grüßen

    Ihr

    Dieter Farwick

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  4. Ulfried schreibt:

    Selbst war ich nicht in Indien. Doch da ich mich schon sehr lange mit Religion, Geschichte und Gesellschaft befasse habe ich auch die „Bhagavad Gita“ gelesen und andere sanskritische Schriften des Hinduismus. Dabei fielen mir zwei Dinge Besonders auf
    Erstens:
    das o. g. Kastensystem und Zweitens:
    Krishna, als Wort der Bhagavad Gita, ist Avatara (Sanskrit अवतार avatāra), also Inkarnation, Herabkommen, Manifestation Gottes als Sein Wort also des Gottes Vishnu auf Erden.
    Was mir dabei auffiel war die Gleichheit mit den Umständen der Inkarnation des Wortes Gottes als Jesus Christus.
    Krishna wurde eingezeugt, seine Eltern mußten mit dem Neugeborenen vor einem blutrünstigen Herrscher fliehen etc.
    Dann habe ich lange gesucht, welche Verbindung es da geben könnte und wurde fündig:
    Es waren die drei Weisen aus dem Morgenland, welche die Geschichte der Geburt Jesu mit in ihre Heimat nahmen und dort publizierten. Sie konnten das auch deshalb weil sie nicht nur Weise, sondern auch mächtige Herrscher waren. Daß sie Jesus als Krishna und Vishnu als Gott bezeichnen wurde mir dabei klar.
    Und bei meinen (selbst-) Studien stieß ich auf ein prophetisches Ereignis das uns vor mehr als hundert Jahren gegeben wurde.
    Es handelt in der Römerzeit und bezieht sich auf Jesus Christus.
    ER (Jesus) ließ einen (hellsichtigen) Knaben vor SICH kommen und dieser durfte seine Schauungen darlegen, bei denen er „Sterbende“ auf ihrem Hinübergang begleiten konnte.
    Die Seelen der Verstorbenen sprachen in einer Sprache die er jedoch nicht verstand und so fragte er den Heiland. Der antwortete ihm: „Das ist Sanskrit.“ Eine der ältesten Sprachen auf unserer Erde. Vielleicht sogar die älteste. Krishna hat laut Bhagavad Gita Taten vollbracht die fast unglaublich sind. Noch heute besitze ich Bilder aus Indien, die das belegen und unfassbar unbegreiflich sind.
    Vielleicht werden mich jetzt Einige mitleidig belächeln. Doch Denen sei gesagt, daß ich alles sehr genau überprüfte und recherchierte. Bevor ich etwas (auch dieses) von mir gebe, habe ich es sehr genau unter die Lupe genommen mit Probe und Gegenprobe wie in der Mathematik. Dies nur nebenbei aus meiner religiösen Sicht, LG Ulfried

    Gefällt 1 Person

  5. Berti schreibt:

    Nach „Russland ist für mich keine Weltmacht – mehr.“ habe ich mir die Zeit gespart seine irrelevante Meinung weiterzulesen, er eins-null-eins m. Lametta:-(

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  6. Ulfried schreibt:

    Lieber Dieter Farwick, der Bericht über Indien ist geopolitsch sehr sehr umfassend und gut aufgestellt. Daß das Bruttosozialprodukt nach unten geht ist nicht weiter schlimm für dieses Land. Es stellt eine Art Bereinigung oder auch Arbitrage dar.
    Doch in einem Punkt widerspreche ich nach meiner Erkenntnis – Dieter Farwick schreibt:
    …– Indien ist mit rd. 1.4 Milliarden Einwohnern die größte Demokratie der Welt(…)
    Nach allem was ich über Indien kenne, ist es eine Gesellschaft die in Kasten aufgeteilt ist. Es gibt dort ca. 2.000 Jatis die durch Geburt oder Heirat einer Varna, also einer Kaste zu den Herrschenden bis hin zu den völlig Entrechteten den sogenannten „Unberührbaren“ reicht.
    Diese Unberührbaren haben keinerlei Rechte, keinen Anspruch auf Lebensunterhalt, keine medizinische Versorgung. Ja sie stehen im gesellschaftlichen Rang noch unter den „heiligen“ Kühen.
    Tut mir leid, eine Demokratie kann ich da nicht erkennen.
    LG Ulfried

    Gefällt 1 Person

    • Dieter Farwick schreibt:

      Lieber Frederik !
      Danke für Ihren Einwand.
      Natürlich ist Indien keine lupenreine Demokratie.
      Das Kastenwesen ist eine starke Bremse für jeden Fortschritt in den unteren Gesellschaftsschichten. Dazu kommt die überwältigende Mehrheit der Hindus.
      Ein weiteres Problem ist die Korruption, die Modi stärker bekämpfen müsste.
      Leider hat auch Modi mit seiner Regierung nicht die notwendige Durchsetzungskraft.
      Wir müssten die Zusammenarbeit mit Indien verstärken, auch die zu große Abhängigkeit von China abzubauen.
      Trotz allem – für mich ist Indien das “ bessere China“.

      Mit besten Grüßen

      Ihr

      Dieter Farwick

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  7. Semenchkare schreibt:

    Ergänzend dazu, Indien ist Raumfartnation:
    **************************************************

    Indien meldet Fortschritte bei bemannter Raumfahrt

    Seit 2006 arbeitet Indien mit seinem Gaganyaan-Programm daran, selbst Menschen in den Weltraum zu schicken.

    Jetzt ist man diesem Ziel einen Schritt näher gekommen. Das teilte die indische Raumfahrtbehörde ISRO mit. ….

    *ttps://de.euronews.com/2020/01/01/indien-meldet-fortschritte-bei-bemannter-raumfahrt
    *******************************************
    Die indische Raumfahrtbehörde (englich)
    *******************************************
    Department of Space, Indian Space Research Organisation
    PUBLIC NOTICE – ATTENTION : JOB ASPIRANTS

    https://www.isro.gov.in/
    *******************************

    Deutschland wird islamisch und zum Failstate, Indien entwickelt sich und fliegt zum Mond
    Start und Flug Ok, nur die Landung mißlang. (Sonde Vikram)

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    • Dieter Farwick schreibt:

      Lieber Herr Semenchkare !
      Danke für Ihren fairen Kommentar.
      Ob Deutschland islamistisch wird, hoffe ich nicht.
      Noch haben wir es in der Hand, das zu verhindern, aber nicht mit Merkel und Steinmeier.

      Mit besten Grüßen

      Ihr

      Dieter Farwick

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  8. gerardfrederick schreibt:

    Die sozialen Probleme durch das religiös fest verankerte Apartheid System sind so gravierend, dass einem das Grausen kommt. Die Shithole Zustände unter 95 % der Bevölkerung, die unüberbrückbar zu scheinenden Unterschiede zwischen den verschiedenen Volkgruppen, der religiöse Wahnsinn (anders kann man es nicht ausdrücken), all das wurde vom Author völlig ignoriert sowie die Frauenfeindlichkeit praktisch der gesamten Bevölkerung. Die Wahrheit über dieses menchlische Desaster, der interne Hass auf jeden der eine andere Tier oder Insektensorte als ¨Gott¨ anbeted, all das wird hier total ignoriert und stermpelt den Author zum Heuchler ab.

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    • Semenchkare schreibt:

      Teilweise Zustimmung. Weil das ein „Vielvölkerstaat“ ist und das Kastensystem in der Bevölkerung noch lange nicht weg ist.
      Abwarten, diese Zustände stehen uns auch ins Haus.

      meine Meinug.

      Gefällt 1 Person

      • Dieter Farwick schreibt:

        Lieber Semenchare !
        Danke für Ihren Kommentar, in dem Sie auf demographischen Aspekte hinweisen.
        Indien ist ein riesiger Subkontinent mit 1.4 Milliarden Einwohnern. Die Religion des Hinduismus und das Kastensystem tragen dazu bei, dass viele Inder der unteren Schichten ihr Leid ertragen. Sie versuchen, sich vor Ort mit dem System zu arrangieren.
        Solange sich das nicht ändert, wovon ich für die Absehbare Zeit nicht ausgehe, wird Modi weiter versuchen, kleine Schritte der Besserungen für Die Ober- und Mittelschicht zu erreichen. Ruhe im Tempel.

        Mit besten Grüßen

        Ihr

        Dieter Farwick

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    • Ulfried schreibt:

      Hallo gerardfrederick, ich bin sehr oft mit Dieter Farwick einer Meinung aber manchmal auch nicht. Muss ich deshalb beleidigend werden wie du das hier tust? Der Beitrag des DF ist im Ganzen sehr substantiell und investigativ. In einem Punkt stimme auch ich nicht zu. Doch das lege ich nach meiner Ansicht so dar, wie ich es weiß und auch gern darüber streite. Doch unter der Gürtellinie gibt es keine gesunde Meinungsbildung sondern faktenresistente Anwürfe. Beweis was du hier schreibst und achte auch andere Sichtweisen. LG Ulfried

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      • Dieter Farwick schreibt:

        Lieber Ulfried !
        Danke für diesen positiven Kommentar.
        Nicht immer einer Meinung zu sein, setzt die Kunst des Streitens voraus.
        Diese wird in Deutschland immer schwächer. Dabei braucht den offen ausgetragenen Dissenz voraus.
        Dabei müssen Toleranz und Respekt eine wichtige Rolle spielen.
        Das ist wichtig in Zeiten der political correctnes. Die “ Tugendwächter“ sind schlecht für unsere Demokratie.
        Ich kämpfe mit offenem Visier.

        Mit besten Grüßen

        Ihr

        Dieter Farwick

        Gefällt 1 Person

        • Ingrid schreibt:

          Da haben sie voll Recht Herr Farwick, leider kann ich nur mit wenigen Menschen noch diskutieren und ich mache das sehr gerne und akzeptiere auch andere Meinungen.
          Genau diese Kunst des Streitens ist verloren gegangen.
          Mann wird sofort angegriffen und verachtet wenn man eine andere Meinung hat.
          Das erlebe ich schon mit meinem Sohn, der mich sofort ablehnt, nur weil ich nicht seiner Meinung bin.
          Schade, so gehen alle guten Sachen langsam den Berg runter.
          MpG Ingrid

          Gefällt 1 Person

    • D schreibt:

      Frederik !
      Danke für diesen bissigen Kommentar.
      Ich habe den Eindruck, dass Sie den Text nicht sorgfältig gelesen haben.
      Alle Probleme, die Sie ansprechen, habe ich behandelt – nicht im Stile der Bildzeitung.
      Mich als Heuchler zu bezeichnen, ist eine Unverschämtheit, die ich zurückweise.
      Sie brauchen mir nicht zu antworten.

      Dieter Farwick

      Gefällt 1 Person

  9. uwe.roland.gross schreibt:

    Hat dies auf uwerolandgross rebloggt.

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