Pressefreiheit – und was davon bleibt…

(www.conservo.wordpress.com)

Von Klaus Hildebrandt

Offener Brief an Frau Angela Merkel

(angela.merkel@cdu.de sowie angela.merkel@wk.bundestag.de)

(Vorlektüre: https://unser-mitteleuropa.com/urlaubsgruesse-aus-paris/) (Link bitte kopieren und in den Browser einfügen!)

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU),

sicherlich können Sie sich noch an dieses Video https://www.youtube.com/watch?v=uTMfc-2yyY0&feature=youtu.be mit Ihrer Lobrede auf die Demokratie und die Pressefreiheit  erinnern. Es ist gut, dass Sie sich diesem Thema widmen. Alles richtig, was sie da sagten, nur wie sieht es tatsächlich hier aus?

Ja, es geht um die Pressefreiheit, eine spezielle Form von Freiheit, von der in Deutschland heute, – ganz entgegen Ihren leidenschaftlichen Beteuerungen und Mahnungen im Video- , nicht mehr viel übrig ist.  Erst gestern wurden mir wieder zwei mails zensiert und den meisten Empfängern nicht zugestellt, was eindeutig gegen den von Ihnen zitierten Artikel 5  GG verstößt. Dabei konnte von „Hass und Hetze“ doch überhaupt keine Rede sein. Wie können Sie die Pressefreiheit in D loben und sagen, es habe sie in der DDR nicht gegeben, wenn Sie dort doch selbst aktiv an der Gestaltung bzw. Unterdrückung selbiger mitwirkten und als FDJ-Sekretärin angeblich zeitweise sogar die Zuständigkeit für Propaganda (und Agitation) innehatten https://www.n-tv.de/politik/Nichts-verheimlicht-nicht-alles-erzaehlt-article10631536.html  ?

Zu Ihrer Information und zur Veranschaulichung meiner Kritik, füge ich eins meiner beiden (zensierten) Schreiben bei (s.u.) , nämlich das an Prof. Jörg Meuthen von der AfD, das möglicherweise schon wegen seines darin zitierten Interviews mit der Neuen Züricher Zeitung den Adressaten nicht zugestellt wurde. Was ist daran so verwerflich, dass man es nicht an politisch interessierte Bürger verschicken dürfte, wenn doch im nächsten Jahr Bundestagswahlen anstehen und Bürger sich rechtzeitig über das bestehende Parteienspektrum informieren sollten? Reicht es heute schon für eine Zensur, wenn man nicht mehr jubelnd die Haltung der Regierung unterstützt?

Solche Überlegungen waren uns hier im Westen früher völlig fremd.

Wenn sich Menschen in einer „demokratischen“ Diktatur, wie die DDR es ja war, die Pressefreiheit sehnlichst wünschen und letztendlich erfolgreich erkämpften, dann kann ich das verstehen. Aber dass Bürger umgekehrt in einer Demokratie, wie wir sie im Westen ja über viele Jahrzehnte hatten und wertschätzten, nun plötzlich die Zensur herbeisehnen und alles Staatliche einfach so akzeptieren und abnicken, halte ich für ausgeschlossen und weltfremd. Die Wahrheit lässt sich nicht unterdrücken!

Und Bürger entwickeln schnell eigene Mechanismen zu kommunizieren, was insbesondere für den Umgang mit der Politik gilt. Sie werden immer Wege finden und im Bedarfsfall auch wieder auf die Brieftaube und den Pony-Express zurückgreifen, ob in D oder in den USA, Paris oder in Kinshasa, ob in Bagdad, Pjöngjang oder Ankara, denn das Bestreben nach Meinungsfreiheit, wozu auch die Pressefreiheit zählt, scheint allen Menschen auf der Welt gleichermaßen in die Gene mitgegeben zu sein, und das sollte die Politik respektieren.

Der wichtigste Satz in Ihrer Ansprache war zweifellos:

„Demokratie muss zwischen Wahrheit und Lüge unterscheiden.“  

Wir werden sehen, wohin das alles noch führt. Stuttgart und Köln mit ihren „Nur-Partymachern“ war wohl nur ein Vorgeschmack. Machen Sie ruhig „weiter so“.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Hildebrandt

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(Gesendet: Montag, 06. Juli 2020, Von: „Klaus Hildebrandt“ , An: „Joerg Meuthen“, Joerg.Meuthen@afd.de)

Sehr geehrter Herr Prof. Meuthen (AfD),

mit Interesse las ich Ihr jüngstes Interview mit der Neuen Züricher Zeitung (s. Anlage).

Ich stimme Ihrer Sicht- und Vorgehensweise zu. In der AfD tummeln sich viele Leute mit den unterschiedlichsten Ansichten und  Profilen, wie es in einer neuen, sich noch in der Findungsphase befindlichen Partei nun mal ganz normal ist, die jedoch alle eins gemeinsam haben: Sie wollen eine Rückkehr zu Recht und Ordnung, wofür es tatsächlich einer anderen Politik bedarf. Was 2013 mit durchaus berechtigter Kritik an der EU begann, steigerte sich im Laufe der Jahre über Einzelthemen wie die Migrationspolitik, denn weder die Welt noch die Politik stehen still. Sie haben gut dazugelernt und meistern Ihre Aufgabe prima.

Sie und die AfD leisten gute Arbeit, wofür ich und viele Bürger im Lande dankbar sind. Parteiinterne Konflikte spielen sich meistens an den Flügeln ab, aber das liegt einfach in der Natur der Sache. Der richtige Umgang damit ist immer schwierig und erfordert ein hohes Maß an Fingerspitzengefühl, wie es im Übrigen auch alle anderen Parteien kennen, selbst wenn die Personen um die es geht für die Wahrheit eintreten (s. Thilo Sarrazin bei der SPD). Sie sprechen oft nur das aus, wozu sich die anderen nicht trauen.

Die AfD ist heute die einzige vernünftige und echte Oppositionspartei, und nicht mehr wegzudenken. ich bin fest davon überzeugt, dass sie bleiben wird („here to stay“). Bleiben Sie „cool“ und lassen sich nicht provozieren, denn Authentizität, Integrität und die Wahrheit werden immer obsiegen, ob früher oder später.

Alles Weitere regelt schon die Zeit, ein ganz wichtiger Faktor in diesem Geschäft.

Klaus Hildebrandt (Rheinland-Pfalz)

www.conservo.wordpress.com       7.7.2020

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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5 Antworten zu Pressefreiheit – und was davon bleibt…

  1. uwe.roland.gross schreibt:

    Hat dies auf uwerolandgross rebloggt.

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  2. Emil schreibt:

    Das mit der Meinungsfreiheit ist so eine Sache. Stimmt die Meinung mit der der ÖRM und Politik überein, kein Problem. Nimmt man an einer Demo für die Grundrechte teil und hält nur das Grundgesetz hoch, hat man ein Problem. Und natürlich auch das mit den Hassäußerungen. Findet das im BT statt, kein Problem. Sagt das “ Pack“ , die „Irren“ oder „Verschwörungstheorethiker“ seine Meinung wird es nach den “ Maas`chen Regeln “ zensiert.
    Es ist also völlig richtig was der Verfasser schreibt.
    Konforme Meinung gut, keine Zensur oder körperliche Antifa Züchtigung.
    Nichtkonforme Meinung, Zensur bis Strafverfolgung und möglicherweise körperliche Zurechtweisung durch die SA (S teuerfinanzierte A ntifa).

    An alle Zensierer: “ Die Wahrheit kommt früher oder später immer ans Licht. Auch wenn es länger dauert, sie kommt ganz bestimmt! Und dann, Gnade euch Gott. „

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  3. Pingback: Persvrijheid – en wat ervan overblijft… – Theresa's visie

  4. Ingrid schreibt:

    Lieber Herr Hildebrandt, der Brief an Meuthen war viel zu zahm. Meuthen tut der AfD nicht gut, sie hätten auf die ganzen Querelen die innerhalb der Partei geschehen sind hinweisen müssen und ihn bitten müssen, doch endlich mal mehr Politik für seine Wähler und für das deutsche Volk zu machen, statt in dem Coronasumpf unterzugehen.
    Gaulands letzte Rede im Bundestag war toll, aber wo sind die guten Reden Meuthens, es wird endlich Zeit mehr zu tun als nur den Parteivorsitz zu zelebrieren.
    Liebe Grüße Ingrid

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