Schuldigitalisierung 2020 – als ob die Schnecke laufen lernt

(www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmes

„Moderne“ Schule wie im vorigen Jahrhundert

Vor dem sogenannten Schulgipfel, der in der letzten Woche im Bundeskanzleramt stattfand, waren die Erwartungen schon nicht allzu groß – eine zutreffende Vorahnung; denn „große Ergebnisse“ und Beschlüsse blieben Fehlanzeige. Die meisten Punkte wurden bereits beim letzten informellen Treffen im August vereinbart und nun lediglich präzisiert. Aber Dienst-Laptops und Flatrate reichen nicht. Deshalb sind die Reaktionen verhalten.

An dem Treffen in Berlin hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesbildungs-ministerin Anja Karliczek, die SPD-Vorsitzende Saskia Esken und die Kultusministerinnen und -minister aus 14 Ländern teilgenommen. Bund und Länder wollen die Digitalisierung in der Coronakrise voranbringen – und haben sich auf eine engere Zusammenarbeit geeinigt.

Aber außer Absichtserklärungen hat der Schulgipfel im Kanzleramt nichts zustandegebracht. Vor allem beim Thema Digitalisierung gib es keine praktikablen Antworten.

Die Vereinbarungen im Überblick*):

Dienst-Laptops für Lehrkräfte

Die 800.000 Lehrerinnen und Lehrer in Deutschland sollen möglichst zügig die schon im August versprochenen Dienst-Laptops bekommen. Der Bund will die dafür veranschlagten 500 Millionen Euro noch in diesem Jahr vorstrecken, damit die Anschaffung schneller geht. Erst nachträglich soll die Finanzierung aus dem 750 Milliarden Euro schweren Corona-Aufbaufonds der EU erfolgen. Bildungsgewerkschaften hatten bemängelt, daß Lehrer ihre Privatrechner nutzen müssen und dabei Gefahr laufen, gegen Datenschutzbestimmungen zu verstoßen.

Laptops fehlen auch bei vielen bedürftigen Kindern. Deshalb haben sich Bund und Länder schon im Sommer auf Finanzhilfen geeinigt, damit Schulen Tablets und Laptops anschaffen können.

Udo Beckmann, Vorsitzender der Lehrergewerkschaft Bildung und Erziehung (VBE), sagte im Dlf, es sei ein gutes Signal, daß Lehrer endlich mit Endgeräten ausgestattet würden. Man befinde sich jedoch immer noch im Stadium der Absichtserklärungen. An den Schulen seien bisher kaum Mittel angekommen. Das liege vor allen Dingen am bürokratischen Aufwand, der damit verbunden sei.

Mangelnde Fortbildungsangebote, hoher bürokratischer Aufwand, zu wenig Personal: Udo Beckmann sieht nach den Beschlüssen des Schulgipfels die Politik in der Pflicht, die Rahmenbedingungen für eine Digitalisierung der Schulen zu schaffen.

Stephan Wassmuth, Vorsitzender des Bundeselternrates, sagte im Dlf, es sei schwierig, die neuen Beschlüsse in den Schulen umzusetzen. Man habe zudem sehr viel Zeit verloren:

„Wir reden seit dem Jahr 2000 über Digitalisierung in Schulen. Da hätte man deutlich mehr machen können und müssen.“

Wassmuth hat zudem den Eindruck, „daß die Schulen vor Ort allein gelassen sind. Die Lehrerkollegien müssen das gemeinsam mit ihren Schulleitungen wuppen, daß es überhaupt vorwärtsgeht.“ Die europäischen Nachbarn seien im Bereich der Digitalisierung deutlich weiter, daran sehe man, dass das Bildungssystem sehr viele Schwächen habe.

Ausbildung von IT-Administratoren

Bekräftigt wurde außerdem, daß sich der Bund mit 500 Millionen Euro an den Kosten zur Ausbildung und Finanzierung von IT-Administratoren beteiligen will, die sich um die Technik an den Schulen kümmern sollen.

Bisher ist das IT-Management an Schulen nämlich dringend überholungsbedürftig beziehungsweise muß überhaupt erst richtig eingeführt werden. Es ist nicht nur schlecht um die technische Ausstattung der Schulen bestellt, auch die Betreuung der Technik sowie der Menschen, die damit umgehen sollen, ist mangelhaft.

Schleppende Digitalisierung – Schulen brauchen IT-Mitarbeiter

Schul-IT ist eine komplexe Aufgabe. Derzeit übernehmen diese oft Lehrkräfte nebenher – ein Grund, warum der digitale Unterricht nicht vom Fleck kommt. Gebraucht werden Mitarbeiter, die sich Vollzeit um die IT kümmern. Denkbar sind auch IT-Abteilungen, die für mehrere Schulen zuständig sind.

Bundesweite Bildungsplattform

Der Aufbau einer bundesweiten Bildungsplattform und sogenannter digitaler Kompetenzzentren wurde verabredet, in denen Lehrer für die Arbeit mit digitalen Unterrichtsmitteln weitergebildet werden sollen. Dies hatten Union und SPD allerdings auch schon bei ihrem Koalitionstreffen Ende August vereinbart. Die genaue Ausgestaltung ist noch offen.

Bildungsportal MUNDO im Lehrercheck

Die Kultusministerkonferenz bietet mit dem neuen Bildungsportal MUNDO digitale Bildungsmedien für den Schulunterricht an. Auf den ersten Blick scheint das frei verfügbare Angebot übersichtlich und umfangreich. Im Lehrercheck fällt die Bilanz jedoch ernüchtert aus.

Flatrate für Schüler

Fortschritte gibt es nach Angaben von Bildungsministerin Karliczek beim Thema Daten-Flatrate für Schüler – ebenfalls ein Thema, das im vergangenen Monat bereits angeschoben wurde. Weitere Telekommunikationsanbieter hätten sich der Idee angeschlossen. Für alle Schüler soll es einen Datentarif für zehn Euro pro Monat geben. Für bedürftige Schüler soll der Tarif kostenlos sein.

Der Vorsitzende der Lehrergewerkschaft Bildung und Erziehung, Udo Beckmann, begrüßt den Beschluss. Nur so könne man auch dauerhaft alle Schülerinnen und Schüler erreichen. Insbesondere bereits benachteiligte Kinder bräuchten diese Art der Unterstützung. Bundesregierung und die Länder müssten deshalb mit den Telefonanbietern vernünftige Regelungen treffen. (Quelle: Deutschlandfunk)

www.conservo.wordpress.com     27.09.2020

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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9 Antworten zu Schuldigitalisierung 2020 – als ob die Schnecke laufen lernt

  1. Mona Lisa schreibt:

    Ich las „Schuld-igitalisierung“ und hab tatsächlich drüber nachgedacht ….
    … brauch dringend eine Pause.

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  2. Ingrid schreibt:

    Wenn für Beratertätigkeiten im Bundestag drei mal soviel ausgegeben wird wie für unsere Schulen, dann ist unserer Regierung die Bildung unsere Kinder ziemlich egal.
    Alles ist marode und auch die Lehrer sind immer schlechter ausgebildet und der Lehrplan ist eine Katastrophe.
    Brauchen unsere Kinder an Schulen wirklich jeder einen Laptop, ich glaube kaum, denn das Handy steht bei denen doch an erster Stelle.
    In höherrn Klassen ist das vielleicht angebracht, aber unsere jüngeren Kinder brauchen Lehrer die pädagogisch viel besser ausgebildet sind, als sie zur Zeit in Schulen vorkommen.

    Denn unruhige Kinder, viele Migranten und Kinder die von zu Hause nicht die nötige Zuwendung bekommen, kann man nicht alle gemeinsam unterrichten, das das Lernvermögen auch sehr unterschiedlich ist, das weiß ich aus erster Hand.
    Also trägt man alles auf dem Rücken von überforderten Lehrern aus und die Maske macht alles nicht viel besser.

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  3. Ulfried schreibt:

    Ich ging von 1960 bis 1970 zur Schule mit dem Abschluss „mittlere Reife“. Damals gab es das idiotische Ver-gendern meiner deutschen Sprache nicht und der Plural war geschlechts- neutral. Er schloss sowohl männlich als auch weiblich ein. Wenn Professor Czimek uns abends zu EIN HERZ FÜR TIERE begrüßte sagte er: „Guten Abend meine lieben Zuschauer… „Erst in den 90ern kam der Gender Blödsinn auf: „LIEBE ZUSCHAUER UND ZUSCHAUERINNEN“. Seitdem ist die meine Muttersprache aus dem Ruder gelaufen. Lieber Peter, ich kann nicht verstehen warum du in deinem Beitrag über Schule schreibst: „Die 800.000 Lehrerinnen und Lehrer in Deutschland sollen…“ Frage; hab ich in der Schule was falsch verstanden oder hat jetzt auch der Neusprech hier Einzug gehalten? LG Ulfried

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    • conservo schreibt:

      @ Das ist einfach Unfug. Ich vermeide konsequent den Gendersprech. Bei dem vorliegenden Thema nicht, weil es wesentlich mehr Lehrerinnen als Lehrer gibt.

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  4. Ulfried schreibt:

    Ergänzend möchte ich hinzufügen, daß ich bspw in Kriminal Reports die Floskeln „Verbrecherinnnen und“ Verbrecher“, „Diebinnen und Diebe“, „Mörderinnen und Mörder “ noch niemals las oder hörte. Das war und ist immer männlich indoktriniert. Heut Abend gab wieder mal die Tante von Conchita Wurst ein kurzes Interview. Bei Anton Hofreiters Partei bin ich mir nicht sicher ob das „Deppinnen und Deppen“ heissen muß. Oder gibt’s noch was Anderes??

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    • Mona Lisa schreibt:

      Das liegt daran, dass unsere TV-Kriminalhauptkommissare, -Staatsanwälte und -Richter bald alle weiblich sind. Da versteht es sich von selbst, dass es keine Verbrecherinnen, Diebinnen und Mörderinnen geben kann.
      Erst gestern hat wieder eine Kruppstahlharte Staatsanwältin ein Geständnis mit vorgehaltener Waffe, Faust- und Fusstritten erpresst und keiner der anwesenden Beamten konnte irgendetwas daran ändern. Erst durch langes weibl. weiches männl. Zureden war die Dame einsichtig.
      Es wandeln sich die Zeiten, also auch die Rollen – also soweit es das weibl. Geschlecht eben zulässt. Tja, das ist dann wohl das perfekte Gegenstück zum Patriarchat.
      Man sah aber auch schon Anwältinnen die einen Mann/Vater vertraten und an seiner Frau kaum eine Feder ließen.
      Ich find solche Aufführungen meist sehr amüsant. Was mich erschreckt, ist die Tatsache, dass nur mir auffällt, dass es welche sind. Mein Mann findet das alles ganz normal. Der denkt sich da schon lange nix mehr bei, falls er überhaupt jemals drüber nachdachte. Motto : in meine Rolle, da bin ich reingewachsen. Dementsprechend muss ich mich auf meine alten Tage darauf einstellen, dass ich ihn zu verteidigen habe, nicht umgekehrt. So wird ein Mann zum späten Kind. Die Weiber müssen bekloppt sein !

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    • cetrim_censeo schreibt:

      Du sprichst mir aus der Seele.

      ….. „Verbrecherinnnen und“ Verbrecher“, „Diebe und Diebinnen“, „Mörder und – innen“ noch niemals las ….
      Mein Reden zu dem Genderquatsch seit Jahren.
      Merkwürdig, nicht wahr?
      Da ist die ‚Genderei‘ auf einmal gar nicht mehr so wichtig.

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  5. luisman schreibt:

    Die Diskussion erinnert mich daran, dass fuer Merkel das Internet „Neuland“ ist oder vor Kurzem noch war.

    Die 650 EUR pro Lehrer-Laptop sind derzeit gerade so ausreichend, um was brauchbares zu bekommen:
    https://www.vergleich.org/laptop-bis-600-euro/
    Mit 14 bis 15,6 Zoll Bildschirm ist das allerdings doch sehr ermuedend, wenn man 8 Stunden davor zubringen soll. Trotz des anscheinend guenstigen Preises muss man damit rechnen, dass man nach 3-4 Jahren den „alten Schrott“ in die Ecke pfeffern moechte, weil die Dinger zu alt, langsam, etc. sind. Da Lehrer keine Mindestloehner sind, kann man von denen auch verlangen sich einen selbst zu kaufen, den sie von der Steuer abschreiben koennen. Das Datenschutz-Argument ist totaler Quatsch. Und der buerokratische Aufwand beim selbst einkaufen ist nahe Null.

    Generell fragt man sich was das Ziel ist, ausser jedem Lehrer und Schueler einen Laptop hinzustellen? Wozu braucht die BRD eine Gruppe gruenhaariger Kompetenzzentrum-Innen, die eine bundesweite Indoktrinationsplattform aufbauen? Die VEB ist wohl daran interessiert alles so zu lassen wie es ist (Frontalunterricht) und halt ein paar Computer dazu zu stellen, die vom Steuerzahler finanziert werden. So wird das nix.

    Ein vernuenftiges Konzept waere m.A. praktisch ALLES auf e-learning umzustellen (das habe ich vor 25 Jahren schon fuer meinen MBA gemacht, neben der Arbeit). 1 Tag pro Woche Schule im Klassenzimmer, ab der 5. Klasse. 1/4 der Lehrer und 1/4 der Schulen/Klassenzimmer, die dann aber wirklich gut ausgestattet sind. So kann man z.B. Hochbegabten ihr eigenes Lerntempo ermoeglichen, die dann ggf. mit 16 schon ihr Abi machen. Den Normalbegabten ermoeglicht man weitgehend stoerungsfreies Lernen, bei dem sie sich nicht langweilen muessen, weil die zwei Klassenkasper/deppen nichts kapieren. Fuer Minderbegabte wird man eh nie etwas erreichen, und so wie es heute gehandhabt wird, stoeren die nur alle anderen am Fortkommen.

    Wenn ich das schon hoere, steuerfinanzierte Computer, IT Administratoren und IT Mitarbeiter fuer Schulen, neue Bildungsplattformen usw., rieche ich Steuergeldverschwendung auf Dauer, ohne die Qualitaet in irgendeiner Weise zu verbessern.

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  6. Mona Lisa schreibt:

    Stimmt, kenn ich auch noch aus der Grundschule.
    Ein Mitschüler, Marke Zappelphilip, bekam eine Gerte über die Finger gezogen. Wir waren für Tage einigermaßen geschockt, aber dem alten Lehrer hat’s geholfen. Unterrichtsstörungen kamen nur noch sehr sehr selten vor. Bestrafe einen, erziehe hunderte … alte Schule.
    Später hatten wir linksliberale Lehrer und so konnten die späteren Noten auf den ersten Noten auch nicht mehr aufbauen. Als Teenager dachte ich immer es läge an mir. Im späteren Nachsinnen wurde mir dann bewusst, dass es an den Lehrern und im weiteren am linksgestrickten Schulsystem lag.
    Unser Zappelphilip, der eigentlich in eine Sonderschule hätte kommen müssen, durfte uns also Jahrelang begleiten und es verging keine Stunde, die nicht zu mindestens 15 Min. für seine Eskapaden draufging.
    Die Konzentration und Motivation ließ bei allen Schülern der Klasse derart nach, dass der Notendurchschnitt mit dem Lehrerwechsel rapide abfiehl. Ungeachtet dessen zogen die ihr Inklusions-Klassenexperiment über Jahre durch. Ich hasse sie heute noch dafür.

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