Stellvertreterkrieg in Berg-Karabach? Russland zurückhaltend, Türkei zündelt

(www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmes

Derzeit rückt eine Region wieder in das Rampenlicht der Öffentlichkeit, von der wohl nur wenige wissen, wo es liegt und von welcher politischen und kulturellen Gefahr es bedroht ist. Berg-Karabach ist eine kleine Enklave (etwa so groß wie das Ruhrgebiet), die rundum von Aserbaidschan umgeben ist. Die Enklave wird aber heute hauptsächlich von Armeniern bewohnt, wie auch die sieben umliegenden Provinzen, die auf armenischem Boden liegen.

Nach mehr als 20 Jahren ist der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan um die Region Berg-Karabach wieder aufgeflammt: Bei den schweren Kämpfen in den letzten Tagen sollen mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen sein. Und die seit drei Tagen andauernden Gefechte zwischen Armenien und Aserbaidschan weiten sich offenbar aus. Beide Seiten warfen sich gegenseitig vor, auch Gebiete jenseits der umkämpften Region Berg-Karabach unter Beschuß zu nehmen. Die Beschuldigungen mehren sich auf beiden Seiten.

Unendliches Leid, unendliche Tragik

Die Eskalation ist die schlimmste seit 1994. Damals waren 30 Menschen bei gewalttätigen Auseinandersetzungen getötet worden, darunter 18 auf armenischer und 12 auf aserbaidschanischer Seite. Sehr viel Blut floß damals, 1994. Über eine Million Menschen verloren ihre Heimat, Zehntausende starben, bis Aserbaidschan und Armenien endlich offiziell die Kämpfe einstellten und am 12. Mai vor 22 Jahren ein Waffenstillstandsabkommen unterschrieben. Die Geschichte von Bergkarabach und der Völker, die in der Region leben, kennt unendliches Leid, unendliche Tragik.

Die Situation erlaubt keine schnellen, keine eindeutigen Urteile. Die seit mehr als einem Jahrhundert schwelende Krise kennt so viele Akteure, so viele Wendungen und Windungen, so viel Verantwortung und Schuld auf vielen Schultern, daß es sich verbietet, mit dem Finger vorschnell in nur eine Richtung zu zeigen. Möglich sind hingegen einige Befunde:

Aserbaidschan, das einzige muslimische Land im überwiegend christlichen Südkaukasus                                                                                                                              

Es ist nicht nur, aber auch ein Konflikt, in dem sich Christen und Muslime gegenüberstehen. Armenien ist eines der ältesten christlichen Länder überhaupt, mit einer Christianisierung Anfang des vierten Jahrhunderts. Auf der anderen Seite Aserbaidschan, das einzige muslimische Land im Südkaukasus.

Konfliktanheizer Türkei

Auf diesen Landstrich erheben die Armenier Anspruch, Aserbaidschan aber auch. Kampf droht – bis zu einer finalen Lösung. Und in diesem Kampf spielt die Türkei die Rolle des Anheizers. Im Hintergrund lauert ein kultureller Konflikt: Berg-Karabach und die Armenier sind weit überwiegend christlich geprägt, Aserbaidschan hingegen islamisch.

Es ist nicht hilfreich, hinter diesem Konflikt allein das übliche Spiel großer Mächte zu sehen, die versuchen, auf dem Schachfeld Kaukasus ihren Vorteil zu erlangen und dazu einige Bauern umherschieben. Wie in vielen Konflikten der Welt gibt es auch hier zu viele lokale Profiteure, die an einem weiterschwelenden, regelmäßig überkochenden Konflikt mehr verdienen, der ihnen zur Macht verhilft.

Zweideutige Rolle Russlands

Dennoch sind den beiden Mächten Russland und Türkei ernstzunehmende Vorwürfe zu machen: Der türkische Präsident gibt sich erwartungsgemäß einseitig. Er mahnt nicht, sondern stachelt auf – an der Seite des aserbaidschanischen Diktators Ilham Hejdar Älijew. So etwas ist komplett unbrauchbar in einem Konflikt, in dem Härte nur zu neuer Härte führt.

So ist die Gemengelage auch jetzt schwer zu durchschauen. Die erneute Eskalation der Gewalt in Berg-Karabach ist nicht ohne den inzwischen offen ausgetragenen Konflikt zwischen Russland und der Türkei zu erklären. Russland gibt sich allerdings (zu) wenig deutlich bemüht, beschwichtigend auf die Auseinandersetzung in Berg-Karabach einzuwirken.

Damit bleibt Russland weit unter seinen Möglichkeiten. Es geht seit Jahren seinem Interesse nach, sowohl Aserbaidschan als auch Armenien von sich abhängig zu machen. Weil Armenien das bei weiterem kleinere, ärmere und schwächere Land ist, ist Eriwan viel stärker als Baku auf Moskau angewiesen.

Doch Russland ist im Vergleich zur Türkei die stärkere Macht. Wer, wenn nicht Moskau, wäre wohl in der Lage, mit langem Atem wenigstens erste Verhandlungsschritte zu gehen, Sicherheitsgarantien für alle Seiten zu geben – kurzum: zur Abwechslung mal aktive Friedenspolitik zu betreiben?

Es müßte dazu auch die Scharfmacher in Armenien, Bergkarabach und Aserbaidschan mäßigen, es müßten den vielen russischen Worten auch Taten folgen. Daß Russland sich beharrlich am Rande des Nichtstuns bewegt, ist unverständlich.

Der türkische Präsident Erdogan gibt hingegen den Anheizer: Er hat mit seiner Ankündigung, Aserbaidschan „bis zum Letzten“ zu unterstützen, die Kampfrhetorik verschärft. Seit fast 30 Jahren war es immerhin dort vergleichsweise ruhig.

Der neue Gewaltausbruch mit zahlreichen Toten ist besorgniserregend Kompromißbereitschaft zeigt weder die eine noch die andere Seite. Die Komplexität der Spannung und somit die eigentliche Gefahr besteht darin, daß hinter den Konfliktparteien zwei Großmächte stehen, nämlich Russland hinter Armenien und die Türkei hinter Aserbaidschan. Moskau und Ankara verstehen sich seit geraumer Zeit nicht mehr. In Libyen unterstützen sie jeweils andere Gegner. Bei der Auseinandersetzung im Mittelmeer versucht Putin, Erdogan daran zu hindern, dort Gas zu fördern. Die internationale Gemeinschaft muß wachsam sein und mit allen Mitteln verhindern, daß ein Stellvertreterkrieg entsteht

Russland „Schutzmacht“ Armeniens  

Nun droht die Gefahr einer Ausweitung des Konflikts. Denn einerseits ist Russland „per Vertrag“ Schutzmacht Armeniens, und andererseits sind die Türkei und Aserbaidschan kulturell und sprachlich sehr eng beieinander. Deshalb wohl fühlt sich Erdogan verpflichtet, für die aserbaidschanische Seite Position zu ergreifen.

Es ist derzeit ziemlich klar ersichtlich, daß die Eskalation jetzt von Aserbaidschan ausgeht. Armenien hat alles bekommen, was es wollte: die Kontrolle über seine Grenze von Berg-Karabach. Aserbaidschan hingegen träumt von der Wiederherstellung der territorialen Einheit.

Die Angriffe auf Berg Karabach sind das aktuelle Ergebnis einer nationalistischen Gesinnung und mehrjährigen Hochrüstens auf aserbaidschanischer Seite. Die provokative Kriegsbesessenheit der aserbaidschanischen Regierung stellt eine Behinderung des friedlichen Lebens und eine Gefahr für die zivile Bevölkerung dar. Aufforderungen der internationalen Gemeinschaft, den Konflikt durch die politischen Verhandlungen zu lösen, werden seitens Baku schlichtweg ignoriert.

Die ruckartige Aufkündigung der seit 1994 bestehenden Waffenruhe scheint, mit Blick auf innenpolitische Schwierigkeiten des Staatsführers Aliyev, ebenso Grund für die Eskalation des Konflikts zu sein wie binationale Interessen des türkischen Staates. Denn dank finanzstarker Propagandaarbeit ist die Innenansicht des Landes in Deutschland weitgehend unbekannt. Menschenrechtsverletzungen, der Umgang mit Dissidenten, die Pressefreiheit und Vorwürfe, sich persönlich an den Öl-Reserven des Landes zu bereichern, bedingen eine wirksame politische Ablenkung.

Aber eines ist klar: Solange die Probleme zwischen Armenien und Aserbaidschan nicht gelöst sind, wird kein Waffenstillstand lange Bestand haben.

Insbesondere mit militärischer, wirtschaftlicher und politischer Unterstützung Russlands konnte das wesentlich kleinere Armenien einen Verteidigungsapparat aufbauen, den Aserbaidschan lieber nicht auf die Probe stellen sollte. Stattdessen hat Aserbaidschan jahrelang selbst seine militärischen Kapazitäten ausgebaut. Wenn es jetzt entschlossen ist, sie einzusetzen, dann vielleicht deshalb, weil es sich sicher genug ist. Dies würde einen herkömmlichen Krieg bedeuten und zudem eine noch stärkere Destabilisierung in der Region. Denn wenn sich die Armenier nicht mehr darauf verlassen könnten, daß das Bündnis mit Moskau den Status quo im Kaukasus garantiert, könnten sie sich die Frage stellen, wozu dieses Bündnis überhaupt gut ist. Und derartige Fragen hat Moskau nicht gern.

Die aserbaidschanische Militäroffensive gegen die von Armeniern bewohnte Enklave Berg-Karabach ist nur möglich geworden, weil der türkische Präsident Erdogan dem autokratischen Regime in Baku seit Jahren militärische Hilfe leistet. Damit ist der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan in eine neue Phase getreten. Denn davor war Baku vollständig von Rüstungslieferungen aus Russland und aus Israel abhängig. Es ist besorgniserregend, daß Erdogans Ambitionen zu immer mehr Spannungen führen. Es könnte fatale Folgen für Erdogan haben, wenn er sich jetzt mit dem Kaukasus in eine weitere Krisenregion hineinziehen ließe.

Die haltlosen Vorwürfe des türkischen Präsidenten R.T. Erdogan, der den aserbaidschanischen Staat in Anwendung panturkistischer Ideologien zum Brudervolk erklärte, gegenüber der OSZE zeigen, daß die Türkei ein Interesse daran hat, die Minsk-Gruppe als Teil der internationalen Gemeinschaft, mit welcher Erdogan immer deutlicher auf Schwierigkeiten stößt, vorzuführen und von der eigenen Aggressionsneigung abzulenken.

Niedergang der aserbaidschanischen Wirtschaft                                                        

Eine der Hauptursachen der aserbaidschanischen Konfliktbereitschaft dürfte jedoch im Niedergang der dortigen Wirtschaft und der damit einhergehenden politischen Krise in Aserbaidschan zu verorten sein, die herrschende Regierung schwächt. Das hat vor allem mit dem gefallenen Ölpreis zu tun.

Türkische Interessen – Solidarität mit Aserbaidschan                                            

Das noch größere Interesse an einem Wiederaufflammen des seit 1988 ungelösten Berg-Karabach-Konfliktes dürfte die Türkei haben. Der türkische Präsident Erdogan hatte mehrfach einen Besuch in Baku geplant, wegen der Terroranschläge in der Türkei aber verschoben.

Die bis vor kurzem freundschaftlichen Beziehungen zwischen Ankara und Moskau hatten sich rapide verschlechtert nach dem türkischen Abschuß eines russischen Kampfflugzeuges im Herbst, wodurch sich die türkischen Interessen nun gegen Moskau richten. Aserbaidschan wird stark von der Türkei unterstützt, zumal Erdogan den Südkaukasus nicht mehr länger unter russischem Einfluß stehenlassen will.

Die Türkei werde immer an der Seite Aserbaidschans sein, versicherte einmal (1914) der damalige türkische Premier Davutoglu. (Russische Fernsehsender berichten, daß sich in den Reihen der aserbaidschanischen Streitkräfte türkische Instrukteure befinden sollen.)

Die Russen stehen zu Armenien                                                                                     Russische Streitkräfte stehen in Armenien, Moskau versteht sich als Schutzmacht Jerewans (Eriwans), aber unterhält auch gute Verbindungen zu Aserbaidschan, verkauft Waffen an Baku. Deswegen ist die offizielle Mittlerposition Moskaus wenig glaubwürdig, auch wenn Präsident Putin als erster zu einer Beilegung des Konfliktes aufrief.

Die Lage ist für alle Seiten im Grunde genommen frustrierend: „Frieden“ zu finden, ist in weite Ferne gerückt. Und ob die Menschen dort irgendwann tatsächlich Frieden genießen können – ohne die ewige, schlimme Angst vor dem nächsten Beschuß, vor der nächsten Explosion – liegt nicht in ihrer eigenen Hand, sondern in der Hand fremder Mächte.

www.conservo.wordpress.com      29.09.2020

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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13 Antworten zu Stellvertreterkrieg in Berg-Karabach? Russland zurückhaltend, Türkei zündelt

  1. Semenchkare schreibt:

    Es geht, wie so häufig, um den Weltanspruch des Islam!
    Das ist doch der wirkl. Kriegsgrund.
    Es ist doch klar, das da der Erdogan Öl ins Feuer gießt.
    Die Russen sollen auf die Kriegsparteien einwirken?

    Darauf warten die antiruss. Kriegstreiber doch nur !!

    Die russ. Regierung ist gut beraten sich da raus zuhalten!
    Wollte die Nato-Gemeinschaft Frieden, wäre Erdogan längst entmachtet.

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  2. Ingrid schreibt:

    Erdogan, ein größenwahnsinniger Despot, will seine Türkei ausdehnen bis zur Nordsee und auch mit den Armeniern wird er kurzen Prozess machen wenn man ihn lassen würde.

    Die christlichen Armenier brauchten dringend unsere Hilfe. Ich kann mich noch an die brutalen Kämpfe um Berg Karabach erinnern.
    Gerade weil die Türkei das Gemetzel an den Armeniern abstreitet, gerade deshalb wird er die Konflikte weiter anstacheln um diesen Flecken Land muslimisch zu machen.
    Er provoziert die Griechen und er provoziert die EU! Aber keiner zeigt diesem Herrscher seine Grenzen, nein man schmeißt ihm noch viele Millarden hinterher.
    Menschenrechte scheinen keinen mehr zu interessieren.

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  3. oldman_2 schreibt:

    „versicherte einmal (1914) der damalige türkische Premier Davutoglu.“. Sollte wohl 2014 heißen ?

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  4. Politiker-42 schreibt:

    Mir fehlt die Logik. Wie kann sich Erdogan in einen Konflikt hineinziehen lassen, den er selbst schürt, d.h. doch, an dem er ein Interesse hat, den er will?
    Zum anderen:
    Soll man nicht doch der UdSSR nachtrauern? Wieviele Tote hat nicht deren Zerfall schon bisher gekostet? Immerhin garantierte die UdSSR Frieden in der Region.
    Freiheit ist für die wenigstens Menschen von Bedeutung, wie man deutlich am Beispiel dieser DDR/BRD sehen kann, wo Freiheit nur noch ein Lippenbekenntnis ist.
    Selbstbestimmung ist eine politische Propagandafloskel. Berg-Karabach ist nur ein Beispiel.
    Die deutlichsten und dauerhaftesten Beispiele aber sind wohl die „Regelungen“ nach dem ersten und dem zweiten WK. An denen aber war doch insbesondere der Staat beteiligt, der uns 2x die Freiheit brachte, wie uns so schön erzählt wird.
    Manche Märchen halten sich über Generationen, manche haben sogar „Ewigkeitswert“.
    Dankbar jedenfalls leisten wir Tribut, nicht zuletzt auch dadurch, daß wir Nato-Hilfstruppen stellen und unsere Freiheit, d.h. die strategischen Interessen der USA, in Afghanistan verteidigen – und nicht nur dort. Das Selbstbestimmungsrecht der Afghanen spielt dabei allerdings keine Rolle.
    Im Gegenzug garantieren die USA unsere Freiheit mit modernisierten taktischen Atomwaffen, die sie gegebenenfalls auf deutschem Boden einsetzen werden, nur zu unserem Schutz natürlich.

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    • theresa geissler schreibt:

      @Politiker-42:
      Sie fragen sich hier:
      „Soll man nicht doch der UdSSR nachtrauern? Wieviele Tote hat nicht deren Zerfall schon bisher gekostet? Immerhin garantierte die UdSSR Frieden in der Region.
      Freiheit ist für die wenigstens Menschen von Bedeutung, wie man deutlich am Beispiel dieser DDR/BRD sehen kann, wo Freiheit nur noch ein Lippenbekenntnis ist.
      Selbstbestimmung ist eine politische Propagandafloskel. Berg-Karabach ist nur ein Beispiel.“
      Aber trotzdem ist Selbstbestimmung für a l l e Nationen dasjenige, was vor Allem von der westlicher Welt erstrebt werden soll: weil w i r , ausgerechnet wir, den Wert davon durchgründen und ihn schätzen können. Wenn es denn in bestimmten Zeiträumen mal nicht wirkt, wie es sollte, darf das doch niemals ein Grund sein, um zu sagen: „Selbstbestimmung ist doch nur eine politische Propagandafloskel, die wir deshalb ebensogut fallen lassen können. Und immerhin garantierte die UdSSR Frieden in der Region.“
      Frieden, ja. Gegen welcher Preis? Haben Sie sich das mal gefragt? Gut, jeder sein Geschmack, und ich bin die erste zum gestehen, dass mit der Zerfall der UdSSR noch immer nicht alles ist, wie es sein sollte – hat einmal viel mit der Osteuropäischer Mentalität zu tun, leider – aber der UdSSR mit ihrem Art „Frieden“ nachtrauern? Ich jedenfalls nicht, niemals!

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      • Poliotiker-42 schreibt:

        Theresa Geissler,

        natürlich sollte man das Selbstbestimmungsrecht der Völker und zudem auch das der Menschen achten. Vergessen wir das Individuum nicht!

        Geschrieben habe ich, daß es, das Selbstbestimmungsrecht, tatsächlich aber nicht geachtet wird und, das füge ich hinzu, vermutlich nie und nirgends geachtet wurde. Es nützt uns gar nichts, in einem idealistischen Wolkenkuckucksheim zu schwelgen und dabei die unschöne Realität zu vergessen.
        Der UdSSR nachtrauern:
        Ich habe nicht gesagt, daß man dem politischen System der UdSSR möglicherweise doch nachtrauern sollte. Beachten Sie die vorsichtige Formulierung! Die Realität der UdSSR als Weltmacht war aber besonders für die BRD unbestreitbar von Vorteil. Ohne den kalten Krieg hätten die USA den raschen Wiederaufbau des deutschen Westens nie und nimmer geduldet. Der Morgenthauplan (samt der Modifikationen) zeigt deswegen erst jetzt Wirkung, oder sehen Sie das anders?
        Die Erpressungen der USA und Israels kamen erst nach dem Zerfall der UdSSR in der massiven Form. Auch die nach Europa, und hier besonders wieder nach Deutschland geleiteten Flüchtlingsströme, wären zu Zeiten der UdSSR undenkbar gewesen. Beachten Sie, daß ich von geleiteten Flüchtlingsströmen rede.
        Ich bemühe mich immer, genau das zu schreiben, was ich meine. Auch wenn ich z.B. einen Konjunktiv verwende, mache ich das nicht aus versehen.
        Nebenbei, auch wenn ich von Bemühen rede, meine ich das. Ich bemühe mich; ob es immer gelingt, ist eine andere Sache und unterliegt nicht meinem Urteil.
        „Soll man nicht doch der UdSSR nachtrauern?“ Das Fragezeichen ist kein Ausrufezeichen. Das Fragezeichen ist ein Hinweis auf eine Sache, die überlegt werden sollte, die mir überlegenswert scheint. Dazu brachte ich ein paar Argumente, kein endgültiges Urteil.

        Sollten wir unterschwellig von „Demokratie“ reden, definieren sie den Begriff, und dann sagen Sie mir, welches Land real Ihrem Demokratiebegriff gerecht wird..
        Besser und schlechter sind relativ und gleitend. Wie schnell kann sich das „Bessere“ zum „Schlechteren“ wandeln! Verfolgen Sie die Entwicklung in den USA und in dieser BRD. Die Bahn scheint mir abschüssig. Breit und bequem ist der Weg zur Hölle. Glücklich und zufrieden gehen ihn die Gutmenschen.

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  5. Dieter Farwick schreibt:

    Liebe Ingrid !
    Peter Helmes beschreibt die unübersichtliche Lage sehr genau.
    Es ist ein typischer “ Stellvertreterkrieg“ zur Stärkung der eigenen Macht in dieser verletzlichen Region.
    Wo bleibt Deutschland und die EU? Auf der Zuschauertribüne.

    Mit besten Grüßen

    Ihr

    Dieter Farwick

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    • Politiker-42 schreibt:

      Dieter Farwick,
      wo bleibt Deutschland und die EU? Auf der Zuschauertribüne.
      Wo sollte Deutschland bleiben, wo diese Farce einer europäischen UNION?
      Wo sollte Deutschland bleiben, mit dieser lächerlichen Bundeswehr, die weder in Führung noch in Material auch nur geringen Anforderungen gerecht wird?
      Moralisch? Moral dient in der Politik, schon gar in der internationalen Politik, immer nur dazu, Unmoral zu verschleiern.
      Sehen Sie sich dazu nur den Maulhelden Maas an.

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  6. Semenchkare schreibt:

    Als Ergänzung:
    ************************

    “Kampf der Kulturen“ im Kaukasus Huntington Prognose bewahrheiten sich auf dramatisch Weise

    Ein Gastbeitrag von Josef Kraus

    Seit Sonntag, 27. September, sprechen im Südkaukasus erstmals seit vier Jahren wieder massiv die Waffen. Armenien und Aserbaidschan beanspruchen seit einem Jahrhundert bereits die Hoheit über die Region Nagorni Karabach (Berg Karabach). Nun haben sich beide Länder erneut gegenseitig den Krieg erklärt. Es spricht viel dafür, dass Aserbaidschan den Anfang gemacht hat. Auch die Regierung von Karabach verhängte das Kriegsrecht.

    Armenien sieht sich als Schutzmacht des völkerrechtlich zu Aserbaidschan gehörenden, aber unabhängigen Gebiets Nagorni Karabach; es hält sieben eigentlich zu Aserbaidschan gehörende Provinzen als Sicherheitspuffer besetzt. Nagorni Karabach ist zudem kulturell und innenpolitisch sehr eng mit Armenien verbunden. …

    mehr hier:

    https://www.reitschuster.de/post/kampf-der-kulturen-im-kaukasus/

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    • Semenchkare schreibt:

      Nachtrag zur Vita des Autors:

      Josef Kraus (*1949), Oberstudiendirektor a.D., Dipl.-Psychologe, 1987 bis 2017 ehrenamtlicher Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, 1991 bis 2013 Mitglied im Beirat für Fragen der Inneren Führung beim Bundesminister der Verteidigung; Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande (2009), Träger des Deutschen Sprachpreises 2018; Buchautor, Publizist; Buchtitel u.a. “Helikoptereltern” (2013, auf der Spiegel-Bestsellerliste), “Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt” (2017), “Sternstunden deutscher Sprache” (2018; herausgegeben zusammen mit Walter Krämer), “50 Jahre Umerziehung – Die 68 und ihre Hinterlassenschaften” (2018), “Nicht einmal bedingt abwehrbereit – Die Bundeswehr zwischen Elitetruppe und Reformruine” (2019, zusammen mit Richard Drexl).

      https://www.reitschuster.de/post/kampf-der-kulturen-im-kaukasus/

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  7. Semenchkare schreibt:

    OT

    ….!!

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