Frontalangriff auf den “Westen” (Teil I) – Das Beispiel der Bundesrepublik seit 2010

(www.conservo.wordpress.com)

Von Hans-Rolf Vetter *)

Die Allianz aus Mainstream-Medien, Politik, Social Media-Mobs und selbstverliebten „Eliten“ mobilisiert zum letzten Gefecht Im eigentlichen Sinne bedeuten die aktuellen Frontalangriffe auf den „Westen“ kein neues politisches und kulturelles Szenario.

Denn seit Ende des Ersten Weltkriegs, mit dem sich die Demokratie als Staatsform zumindest in Europa weitgehend durchzusetzen begonnen hat – Deutschland musste im strengeren Sinne noch bis 1949 warten – sieht sich der „Westen“ sowohl als spezifische Idee der Politik- und Staatsauffassung als auch als Hort umfassender, auf die Entwicklung des Individuums bezogener Freiheitsrechte („pursuit of happiness“) durchgängig bedroht.

Das Neue dieser Tage ist dennoch, dass der „Westen“ als System ebenso wie als Lebensform eine seit Jahrzehnten nicht mehr dagewesene, in ihrer Aggressivität überaus bedrohliche internationale und – noch beunruhigender – eine zunehmend aus dem Inneren der Gesellschaft heraus gestartete Mobilisierung gegen seine sozialphilosophischen Grundlagen und Werte erlebt.

Bezugnehmend auf die Geschichte der ersten Bundesrepublik Deutschland zwischen 1949 und 1990 dürfte sich die jetzige Phase, die ca. 2008 mit der globalen Finanzkrise begonnen hat, auf Dauer daher aller Wahrscheinlichkeit nach als die essentiell entscheidende, da letztendlich ordnungspolitisch nicht mehr hinreichend kontrollierbare Phase massiver Bedrohung entpuppen, die die Angriffe der KPD und SRP in den 1950er Jahren, die der RAF in den 1970er/1980er Jahren oder den über diese Dekaden hinweg fortwährend gespannten „Kalten Krieg“ bei weitem in den Schatten stellt.

Der derzeit aktuellste Destruktionsansatz der „Cancel Culture“, herübergeschwappt von den linken geisteswissenschaftlichen Departments der US-amerikanischer Universitäten, die die Geschichte, die Philosophie, die parlamentarischen Traditionen und ganz allgemein die lebensweltliche Kultur des „Westens“ überhaupt auszulöschen bzw. seine Grundlagen und freiheitlichen Ansätze erheblich zu irritieren und radikal zu verteufeln sucht – Boris Palmer sieht das zurecht als Ansatz einer fundamentalistisch inspirierten „Lösch-Kultur – bezeichnet hier nur eine der besonders hervorstechenden, die bisherigen ordnungs- und verfassungspolitischen Grundlagen des „Westens“ selbst systematisch infrage stellenden Strategien (1).

Daneben haben sich immer bösartiger inszenierte manipulativen Eingriffe der NGOs in den öffentlichen, genuin parlamentarisch strukturierten Diskurs wie der „Moria-Reflex“ (Vetter) (2), die Zerstörung der Universitäten als geistigen, von der europäischen Aufklärung durchdrungenen Zentren und ihre faktische Degradierung zu Ausbildungsanstalten für hochqualifizierter Wissensträger(3) sowie als weiterer Prozessfaktor ein Mediensystem (4) etablieren können, das sich von den öffentlich-rechtlichen Medien bis hin zur „kommerziellen“ Presse in eine Propagandaplattform öko-sozialistischen Gedankenguts verwandelt hat.

In diesem Strukturwandel der Öffentlichkeit werden die Verfassungsaufträge an Wissenschaft und Medien, ihre professionellen Kompetenzen i.S. konstruktiver, politisch ausgewogener Kritik zu entfalten, immer mehr vernachlässigt. Teilweise sind diese Funktionen einer kritischen operierenden, öffentlichen „vierten Gewalt“ sogar bewusst verraten worden, indem sich beide in das uniforme Räderwerk linker Gesinnungsideologie hinein verabschiedet haben.

Als eigentlichen Usurpator (5) hat sich aber ein Regierungssystem bzw. „Regime“ heraus gebildet, das sich gegenüber den materiellen Grundlagen und den Alltagssorgen seiner Bürgerschaft auf Grund vermeintlich höherer internationaler Ziele (UNO, EU, Migrationspakt) über die Jahre hinweg immer konsequenter abgeschottet hat. Dieses Regime lässt sich nach seiner zentralen politischen Persönlichkeit als „Merkelismus“ bezeichnen.

Insbesondere der Merkelismus, der es als Macht- und(!) Herrschaftsfaktor bislang zu einer Entwicklungs- und Präsenzzeit von 15 Jahren gebracht hat, eine Zeitspanne, wie sie sonst nur in absoluten Monarchien oder Diktaturen vorkommt, und was für den parlamentarischen Westen ohnehin schon absolut ungewöhnlich ist, hat diese o.g. fatale neue Kultur – i.e. die Ent-Historisierung, die partielle wirtschafts- und sozialpolitische Verantwortungslosigkeit infolge der De-Industrialisierung und der Überdehnung des Wohlfahrtsstaates, die eindimensionale Gestaltung der Technologiepolitik und die schleichende Durchsetzung von totalitären Ideologien, ganz gleich ob von links oder rechts, dem islamischen Terrorismus oder von der außerparlamentarischen Öko-Bewegung – entscheidend be- und gefördert. Insofern benennt dieser sich über Jahre als „alternativlos“ beschwörende Merkelismus auch einen der „fruchtbarsten“ Nährböden für die bedrohlicher Entwicklung systemischer Kipppunkte, die den „Westen“ als Ganzes gefährden, auch wenn er seinen Herrschaftsanspruch bislang nur auf die Strukturierung der EU und auf die Unterstützung der UNO als „Weltsozialamt“ ausgedehnt hat.

Der „Westen“ – eine besondere kulturell-geographische Identität

Historisch betrachtet handelt es sich bei dem „Westen“ um eine von der christlich-jüdischen Geistesgeschichte, der europäischen Aufklärung, der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung sowie der seit 1949 über die UNO vorgenommenen Deklaration unveräußerlicher Menschenrechte angeleitete Staats- und Gesellschaftsauffassung. Ihre Grundlage bilden die wirtschafts- und sozialpolitisch sowie rechtsstaatlich durchgängige Garantien selbstbestimmter Freiheits-, Bildungs-, Erwerbs- und Entwicklungsrechte sowie – im heutigen KiTa-Sozialismus (Vetter) oder „Corona-Sozialismus“ (Theurer) nahezu komplett vergessen – die essentiellen Voraussetzungen für den gegenseitige Respekt gegenüber der Würde und Lebensleistung des Einzelnen, der sich gerade im gesellschaftlichen Alltag manifestieren und bewähren muss.

Geographisch-politisch umfasst der „Westen“ nach S.P. Huntington Nordamerika, Europa ohne – wie in diesen Tagen am Beispiel Belarus` wieder schmerzlich zu erfahren – Teilen Osteuropas, Israel, Australien und Neuseeland. Je nach Definitionsinteresse können abgeschwächt noch Japan und Teile Südamerikas hinzugezählt werden. Dass der Westen als eine von Innen als Ordnungssystem inspirierte und nach Außen durch eine entsprechende Geo-Politik mutig umgesetzte historische Agenda handelt, die inzwischen insbesondere von seiner inneren Spaltung her an seine Grenzen stößt, zeigen der mangelnde Widerstandswille gegen bzw. die feige Duldung der Vorgänge in Hongkong, Belarus, Venezuela, im Libanon oder im Iran.

Das Markenzeichen: Systembalance zwischen Freiheit und Ordnung

Im politisch-operativen Mittelpunkt westlicher Systeme stehen erstens der fortwährende Erhalt einer konstruktiven Balance zwischen den je individuellen Lebensläufen der Bürgerinnen und Bürger sowie ihren darin zum Ausdruck gebrachten Interessen, sozialen Gesellungsformen und biographischen Handlungsoptionen einerseits und der praktischen Aufrechterhaltung der für die unverwechselbare westliche System-DNA notwendigen staatlichen Ordnungsstrukturen andererseits. Gerade unter der Bedingung allumfassend garantierter Wahlfreiheiten werden ständig sich ausbreitende individuelle Dynamiken ins System gepumpt, gegenüber denen der Staat als neutraler Sachwalter der Interessen aller immer wieder neue befriedende Arrangements treffen muss. Im Interesse der Freiheit aller sucht der Staat insofern jedwedes Abdriften in Anarchie und Anomien, das durch die Überdehnung der Freiheitsansprüche von Individuen und Gruppen entstehen kann, mit der gebotenen Effektivität seines Gewaltmonopols zu verhindern.

Zusätzlich zu diesen verfassungsrechtlichen Grundlagen wird die westliche Gesellschaft zweitens in ihrem sozio-kulturellen Code von dem Primat der „Sozialen Durchlässigkeit“ und dem Verzicht auf jedwede Form der Diskriminierung geprägt: Jedes Mitglied muss über ausreichende Chancen verfügen (können), um seine individuell angestrebte Selbstplatzierung in den rechtsstaatlich definierten und geschützten sozio-ökonomischen und sozio-kulturellen Räumen auf Basis der eigenen Lebensleistung – Lernwille, Anstrengungsbereitschaft und Selbstdisziplin vorausgesetzt – erreichen zu können. Diese Konstruktion, die vor allem auf den Prinzipien der Subsidiarität und der Leistungsethik aufbaut und auf die „nivellierte Mittelschicht-Gesellschaft“ qua Eigenverantwortung zielt, wie sie der Soziologie der Nachkriegsbundesrepublik Ende der 1950er/ Anfang der 1960er Jahre vorschwebte (H. Schelsky, R. Dahrendorf), ist quasi eine der Grundvoraussetzungen für die wirtschafts- und bildungsbürgerlichen Freiheiten in der Moderne.

Das westliche System wird drittens durch eine weitere gesellschaftspolitische Konstruktion nachhaltig abgestützt, die ursprünglich als typisches Markenzeichen der alten Bundesrepublik fungiert hat: die „Soziale Marktwirtschaft“ (Müller-Armack, Ehrhard). Sie ist als unverhandelbare historische Konsequenz aus den sozialen und politischen Lernprozessen gegenüber den rechtsradikalen (nationalsozialistischen, faschistischen) ebenso wie gegenüber den linksradikalen, kommunistischen Diktaturen der 1930er und 1940er Jahre ergeben hat: Gemeint ist, die als umfassendes sozialpolitisches Konzept die Freiheit der Wirtschaft mit dem vor allem von der Arbeiterbewegung und der katholischen Soziallehre (Nell-Breuning) betonten, aktiv in das bloße (Arbeits-)Marktgeschehen schützend eingreifenden Solidaritätsgedanken verbindet. Niemand, der sich anstrengt, darf jemals ins Bodenlose fallen!

Ausschließlich(!) auf Basis dieser überaus komplexen systemischen Methodik des „Westens“ kann das höchste meritokratische Gut der westlichen System- und Lebensordnung – die individuell-soziale Privatheit und ihre Würde gepaart mit der Solidarität der systemisch(!) Gleichgesinnten – gegenüber den von Machtgier angeleiteten Übergriffen unterschiedlicher politischer und sozialer Kollektive und ihrer ideologischen Auffassungen von Staatstätigkeit nachhaltig geschützt werden. Insofern ist zumindest laut Verfassung/ Grundgesetz ausgeschlossen, dass der Staat – wie das heute leider wieder in Ansätzen durch das Merkel-Regime in der Bundesrepublik versucht wird – zur Beute einer spezifischen politischen, religiösen oder ideologischen Gruppierung werden kann.

Die Westliche Gesellschaft und ihre Feinde

Wie oben am Beispiel des Merkelismus bereits angedeutet, sehen sich das grundlegende Koordinatensystem der westlichen Systeme und die darin eingebetteten, rechtsstaatlich und sozialpolitisch geschützten alltäglichen „Muster der Lebensführung“ (Vetter 1991) zunehmend von innen und außen bedroht. Diese Veränderungen und Demontage-Prozesse sind nach den Schrecknissen, die die dumpfen, von Emotionen und niedrigen Bildungs- und Bewusstseinsgraden angestifteten Massenmobilisierungen durch die Nazis, die Stalinisten und die Maoisten im 20. Jahrhundert angerichtet haben, wahrlich nicht nur ein Riesenskandal, sondern sie erweisen sich inzwischen leider wieder als absolut „systemgefährdend“! In Kürze seien hier vier Prozesslinien dieser schleichenden Zerstörung des Westens angedeutet:

• Erstens lässt sich aktuell eine verstärkte Bedrohung von außen beobachten (allen voran China, aber auch Russland oder der Iran ebenso wie neuerdings die Türkei unter Erdogan und der islamischen AKP). Hinzukommen aber auch latente Veränderungen der Weltordnung, wie sie sich etwa in der dramatischen Zuspitzung der Bevölkerungsexplosion z.B. auf dem afrikanischen Kontinent oder im Hinblick auf die Ausweitung korrupter Regime wie in Afrika und Zentralasien vollziehen.

• Zweitens haben sich die innenpolitischen Konfliktlinien dramatisch ausgeweitet und sich in nahezu allen soziologisch relevanten und mentalen Bereichen von ihrer inhaltlichen Dialektik her erheblich verändert. Zu nennen ist hier die Sozialstruktur, die sich insbesondere in Richtung nicht mehr hinreichend integrierbarer Bevölkerungspotentiale verändert hat, die nun wie Blei an der weiteren Zukunftsfähigkeit des Systems hängen.

Als ebenso bedeutsam ist aber auch die dramatische Entkernung familialer Sozialisations-, Erziehungs- und Bildungseinflüsse infolge einer ausufernden Staatstätigkeit im KiTa- und Beschulungssektor einzustufen, in dessen Folge die weitere mentale und logistische Kollektivierung im Rahmen links-grüne Indoktrination von Kindesbeinen an extrem zugenommen haben. Nicht nur der Begriff „Bildungssystem“ trifft schon lange nicht mehr auf entsprechende Realitäten (siehe etwa den Berliner Murks), auch die Auffassung, die familiale Erziehung und Sozialisations sei primär für das Aufwachsen verantwortlich entpuppt sich längst al Chimäre bzw. als Popanz einer weitgehend sachfremd aufgeheizten Gesinnungs–Haltung des politisch-medialen Komplexes in der Bundesrepublik.

• Als weitere gravierende Prozesseffekte treten drittens die faktisch hohe gegenseitige materielle Durchdringung der Volkswirtschaften und der unterschiedlichen Gesellschaftssysteme in Folge der Globalisierung (Internationale Arbeitsteilung und Wertschöpfungsketten, Freihandel, Konsummuster und Modetrends, grenzenlose Investitionsströme) zu Tage; sowie …

• viertens die weltweite mediale Vernetzung. Letzteres bezeichnet das Schlüsselphänomen für die verstärkten Implosionsgefahren des „Westens“. Denn nachweisbar sind nicht nur die soziale „Uniformierung“ als Folge oftmals ganz banaler Modeerscheinungen wie Tik-Tok, die Ausprägung irrationaler, historisch vollkommen entwurzelter Verhaltensmuster oder die weltweiten Shitstorms mit ihrer von Hass, niedrigen Emotionen und sprachlicher Inkompetenz geprägten Grammatik. Noch deutlicher lassen sich diese kollektivistischen Transformationsprozesse vor allem an den PR-Aktivitäten der UNO und der EU – beide keinen Deut „besser“ als „TV Russia“ oder „China Today“ – oder an der internationalen Finanzierung von NGOs sowie am Beispiel der immer rücksichtsloser durchzusetzen gesuchten öffentlichen Wahrnehmungs- und Aufmerksamkeitsfelder ablesen. Beispiele dafür liefern die zur abartigen Modeerscheinung des „Haltungs- und Gesinnungsjournalismus“ degenerierten „Mainstream-Medien“ (in der Bundesrepublik neben ARD, ZDF, Deutschlandfunk: SZ, Spiegel, Funke-Medien-Gruppe, FAZ u.a.m.) hierfür täglich zuhauf. Ihre Folgen lassen sich nicht zuletzt in „erfolgreichen“ Irritierungen und in Desinformationskampagnen beobachten, die selbst wiederum auf der Verbreitung von Halbwahrheiten, gezielten Informationsausblendungen oder ideologischer Propaganda basieren (siehe etwa die Berichterstattungen über den in jeglicher Hinsicht dramatischen Hotspot „Berlin“ bei reitschuster.de).

Es liegt auf der Hand, dass zwischen diesen globalen und den innersystemischen Ebenen ständig neue Koalitionen und neue gegenseitige Förderebenen sowie weltweite Kampagnen mithilfe „virtueller Projekte“ wie etwa Greta Thunberg entstehen (weitere Paradebeispiele: Antifa, „Open Society“, Sea-Eye, ProAsyl, Greenpeace usf.). Infolge dieser teilweise sehr gezielt inszenierten Dynamiken erleben die Öffentlichkeiten des westlichen Systems nicht nur einen bedrohlichen Strukturwandel im Verhältnis der Aufhebung von Privatheit und Öffentlichkeit (Habermas) oder infolge des „Terrors der Intimität“ (Sennett) in den Alltagskulturen von Sendern wie Vox, RTL II oder Pro7 bzw. bis hin zu „Streaming-Diensten“ a la YouTube oder Netflix.

Schlimmer wiegt die zunehmende Bedeutungslosigkeit des Parlaments als Ort kontroverser Debatten über die optimale Gestaltung der Zukunft und die Uniformität der über die politische Korrektheit endgültig verwaschenen Meinungen auf einem für die moderne Demokratie höchst unzulänglichen, ja überaus dürftigem Bildungs- und Reflexionsniveau. Die totalitäre Züge annehmende Kontrolle der kulturellen und politischen Codes führt zu einer vollkommenen „Gleichschaltung“ der Massen nach chinesischem Vorbild.

Insbesondere die Bundesrepublik steht dabei wie kaum ein anderes System im Mittelpunkt divergierender internationaler Kräfte sowie innergesellschaftlich aufgerüsteter Propaganda- und Konflikt-Szenarien, die bis weit hinein in die Wiederbelebung von SA und Rotfront sowie in gänzlich neue Formen des „Aktivismus“, der Stadt-Guerilla (Liebig 34, Leipzig-Connowitz) und des internationalen, hier vor allem entweder religiös motivierten oder durch mächtig finanzpolitische Akteure angestifteten geistigen Terrorismus einmünden.

Die heimlichen Kräfte der Destruktivität: die Invasoren EU und UNO

Die Aggressoren von außen sind im eigentlichen Sinne nicht neu und lassen sich daher relativ mühelos benennen: Es sind zunächst die üblichen Verdächtigen der vergangenen Jahre: Allen voran China, Nordkorea, dann Russland, der Iran, der islamische Terrorismus und seit einiger Zeit schließlich auch noch die Türkei unter der diktatorischen Vorherrschaft der islamischen, dem „Westen“ als spezifischem sozio-kulturellen System überaus feindlich gesonnenen AKP. Die Interessenlagen, die diese Akteure an der De-Stabilisierung des „Westens“ können allerdings als derart bekannt vorausgesetzt werden, so dass sie hier nicht noch einmal besonders aufgeführt werden müssen.

Viel wichtiger ist es, neue, bislang vollkommen unverdächtige Akteure zu benennen, die einen schleichenden Zerstörungsprozess gegenüber den unveräußerlichen Werten der westlichen Welt im Gewand einer neuen toxischen Mischung aus wirtschaftlicher Ausbeutung und moralischem „Pressing“ ausüben: Ihm korrespondiert eine moralisch bedenkliche, vor allem aber eine als „alternativlos“ praktizierte vorauseilende Unterwürfigkeit des Merkel-Regimes gegenüber dem Moloch EU, mit der eine weitere wirtschaftliche, finanzpolitische und mentale Unterminierung der bisherigen Ordnungs-, Rechtsstaats- und sozialen Fairness-Vorstellungen des Westens gezielt in Gang gesetzt wird. In der neuen Dekadenzzone EU braucht z.B. nur irgendjemand der Bundesrepublik mangelnde europäische „Solidarität“ vorwerfen oder – wie absurd auch immer – die Nazi-Keule schwingen, schon zeigt sich der unmittelbare Erfolg dieser vergifteten Kampagnen darin, dass ein üppiger Geldfluss aus „Deutschland“ für die vermeintlichen „Opfer“ ausgelöst wird.

Mindestens ebenso peinliche, da nur noch Rückgratlosigkeit signalisierende Züge nimmt die zunehmende Unterwerfung der Bundesrepublik unter die „Solidaritäts-Diktate“ einer vor selbstsuggestivem Selbstbewusstsein strotzenden und sich mit einem nebulosen „Gerechtigkeits-Narrativ“ umgebenden, sich mehr und mehr als „Weltregierung“ aufspielenden UNO an.

Gerade die aktuelle UNO unter dem Sozialisten Antonio Guterres scheint „Deutschland“ zunehmend als ihr Homeland bzw. als ihre wichtigste „Kolonie“ zu betrachten, die nun unter der Statthalterin Merkel und ihren Adlatus` Heiko Maas und Frank Walter, dem Spalter, nach Strich und Faden ausgebeutet werden darf. Der Migrations-Pakt einschließlich des Resettlement-Programms spricht als „Dauerbrenner“ für die Erzeugung dieser unendlichen Unterwürfigkeitsgesten ebenso Bände wie das inzwischen auch hier zur billigen Gewohnheit gewordene Heben des moralischen Zeigefingers gegenüber dem sich selbst zum willigen Selbstvernichter erklärenden Rechtsnachfolger des „Nazi-Regimes“. Die Nibelungentreue der vermerkelten Bundesrepublik gegenüber einem dubios finanzierten und i.S. der Aggressoren willfährig agierenden UNO-Vereins namens WHO ist da nur noch eine kleine pikante Variante dafür, wie sich weitere Umverteilungsressourcen und moralisch konstruierte „Hebesätze“ juristisch von außen kreativ erschließen lassen.

Noch entscheidender als diese finanziellen Ausbeutungspraktiken mag in diesem Zusammenhang jedoch das strategische Kalkül sein, mit Hilfe all dieser „Kolonialisierungsmaßnahmen“ das eigentlich Ziel der UNO näher rücken zu lassen, den Wohlstand der westlichen Erwerbsbevölkerung zugunsten einer Nivellierung hin zum „Weltsozialamt“ „um zu verteilen“.

Vor der mentalen Implosion – Die innersystemische Bedrohung der westlichen Lebensform

Innersystemisch sieht die Bedrohungskulisse für das westliche System teilweise allerdings noch bedenklicher aus. Denn aus dem Inneren der aktuell auf vielen Ebenen zur Anomie neigenden westlichen Gesellschaft heraus haben sich – ob in Antwort, in Ergänzung oder in bewusster Nutzung der äußeren Bedrohung – riskante Einfallstore eröffnet, die den o.g. Aggressoren in ihrer Summe ein Vielfaches an Chancen bieten, den „Westen“, ohne mit großem Widerstand rechnen zu müssen, quasi unblutig endgültig in die Knie zu zwingen. Hier leisten die politischen, lebensweltlichen und moralischen Dekadenzen des Westens etwa infolge seiner Selbstverzwergung und seiner von psychopathologischen Zweifeln angefachten Selbst-Entmannungen bis hin zur hysterischen, quasi religiöse Züge aufweisenden Selbstgeißelung, die die saturierten, von der Realität weitgehend entkoppelten „Eliten“ von Seattle und Portland bis hin nach Frankfurt, Stuttgart und Berlin umtreibt, reichlich Vorschub. In jedem Fall werden die materiellen und ideellen Grundpfeiler der westlichen Welt in Fortsetzung des Geschäfts der äußeren Aggressoren zusätzlich gerade auch von innen heraus ausgehöhlt. Zusammen mit dem ungebildeten und triebbestimmten Mob, wie er sich auf der Straße und in den sozialen Medien austobt, sind hier inzwischen weitgehend neue und eminent gefährliche Allianzen am Werk.

Die Akteure des innersystemischen Umsturzes

Nunmehr seit Jahren schickt sich, mal von ganz oben wohlwollend geduldet, mal bewusst übersehen, mal nachgerade offen gefördert – Stichworte: „Demokratieförderung“, staatsfinanzierte Medien, Antonio Amadeu Stiftung, Bundeszentrale für Politische Bildung – eine geistig stupide, mehr und mehr auch in bekannte SA- und Rotfront-Strukturen einmündende Straßenguerilla an, infolge psychischer und physischer Gewalt die öffentliche Ordnung selbst in die Hand zu nehmen. Mittel dazu sind der Denunzierungskampf gegen die Polizei, die systematische Vernichtung des Gegners und seiner bürgerlichen Existenz sowie seine nachhaltige Einschüchterung über die strukturelle Gewalt der Mainstream-Presse – siehe jüngst die Fälle Nuhr und Eckart.

Unter tatkräftiger Mitwirkung von politischen Konstellationen wie R2G in Berlin erfolgt hier die Mobilisierung des „Packs“ für das letzte Gefecht hin zum „Systemwechsel“. Immerhin ist es diesem allenthalben von dem politisch-medialen Komplex des Merkelismus – versinnbildlicht in den Reschs und Restles der ARD – ermutigten Mob zumindest schon mal gelungen, die „Hauptstadt“ so umzuformen, dass Berlin inzwischen teilweise als unregierbar gelten muss; und sich bürgerkriegsähnliche Szenarien ungehindert unter einem objektiv offensichtlich absolut unfähigen rot-rot-grünen Senat haben ausbilden können.

Diese fatale Lust, ein Bürgerkriegsszenario zu inszenieren – auch und gerade als Krieg gegen das Bürgerliche und die „westliche Lebensform“ – ist zwar bereits lange vor Corona-Zeiten entstanden, wird nunmehr aber vor dem Hintergrund immer neuer, hysterisch propagierter Ausnahmezustände systematisch umzusetzen gesucht. Die Themen Klimawandel, BLM, PoC, Sexismus und GLBTQ, das mutwillige Herbeireden von „Rassismus“ oder das unbegrenzte Wüten der Cancel Culture-Bewegung legen hierfür beredtes Zeugnis ab.

Der Phänotyp der Umstürzlerin

Entgegen der Wahrnehmung an der Oberfläche ihrer Erscheinungsweisen gibt es realiter keine wirklichen Unterschiede zwischen Terroristen, grünen Taliban, Esken-Antifantinnen, Ideologinnen, „Aktivistinnen“ und Zwangskollektivierern dreierlei Geschlechts! Sie haben durchweg die gleiche Gesinnung und sie zielen unisono auf die absolut identische Vorstellung von totalitärer Unterdrückung. Ohne Unterschied(!) möchten sie allesamt ihre friedlich vor sich hinlebenden Zeitgenossen und Zeitgenossinnen, die es durch Bildung, Qualifizierung, Fleiß und Selbstverantwortung zu etwas gebracht haben, drangsalieren, sie ausbeuten, sie enteignen und sie politisch als „Untertanen“ schließlich gänzlich unterwerfen. Manche von ihnen träumen sogar den Traum von Phol Pot und den Roten Khmer oder der iranischen und chinesischen Revolutionsgarden: den vom “neuen Menschen.

Da täusche sich insofern niemand: Auschwitz, die Gulags oder die “Killing Fields” sind Meilensteine von Vernichtungsphantasien, die zunächst nur moralisch-ideologisch angeleitet zu sein scheinen, dann aber „später“ ihre Wirkmächtigkeit dahingehend verdeutlicht haben, dass sie real immer dramatischer dahingehend ausgeartet sind, dass sie zig Millionen Menschen systematisch und willentlich zu ihren psychischen und physischen Opfern gemacht haben.

In dieser Methodik sind sich die Links- und Rechtsradikalinskis und die Salafisten ebenso einig wie die ideologischen Hardlinerinnen aus Feministinnen, Gender-Gagaistinnen und Weißen-Hasserinnen an den amerikanischen Universitäten, Lisa und Greta von “FfF”, die türkischen “Grauen Wölfe” oder die Berliner Antifa-Szene. Sie alle wollen – zumindest (!) – entweder Nordkorea nachbauen oder einen Orwellschen Staat errichten, in dem alles verkehrt wird, was die europäische Aufklärung an Humanitätsentwicklung geleistet hat. Unterscheiden tun sich alle diese „Aktivistinnen“ daher lediglich nur in dem jeweils aktuellen Moderationsstil ihrer ideologischen Ziele!

Zwischen-Fazit

Zumindest aus bundes-„deutscher“ Sicht geht es längst nicht mehr nur um die endgültige wirtschaftliche und sozialpolitische Zerstörung des Nachkriegssystems, die grundsätzliche Abschaffung der „Sozialem Marktwirtschaft“, die perfekt inszenierte Diskreditierung jeglicher demokratischer Opposition, die moralische (und partiell auch physisch angedrohte) Vernichtung der “Weißen”, der „Rechten“; nicht nur um die Zerstörung der westlichen Universitäten und geistigen Zentren durch eine unsäglich verblödete, subjektiv immer willkürlicher verfahrende ideologische Gesinnungskultur und einen degenerierten Haltungsjournalismus; oder die gezielte Disqualifizierung der Polizei als dem letzten wirkmächtigen Garanten öffentlicher Ordnung. Nein, nein, es geht ganz gezielt um die von fundamentalistischen Liquidierungsphantasien angeleitete Eliminierung des “Westens” als historischer System- und Lebensform. Um nicht weniger! Wir leben im Herbst 1932, und wer schweigt, stimmt zu!

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*) Zum Autor: Univ.-Prof. i.R. Dr. Hans-Rolf Vetter, Jahrgang 1943, Leonberg/BW, Forschungsschwerpunkte: Wissenschaftliche Sozialpolitik, Moderne Erwerbsbiographien, Mütter und Mediation
http://www.conservo.wordpress.com     13.10.2020

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. Wer jedoch andere Foristen mehrfach persönlich angeht, beleidigt oder unflätig beschimpft, wird nach einer dreimaligen Verwarnung vom Diskussionsforum ausgeschlossen. Maria Schneider Beiträge bitte an Maria_Schneider@mailbox.org Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen emails und auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zu Eigen. Diese Erklärung gilt für alle in und mit meiner Internetadresse/emails angebrachten Links. 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14 Antworten zu Frontalangriff auf den “Westen” (Teil I) – Das Beispiel der Bundesrepublik seit 2010

  1. Konservativer schreibt:

    Zum Thema passt auch gut ein Artikel über die „Bundeskonferenz der Migrantenorganisationen (BKMO)“, die unverhohlene Forderungen an die deutsche Mehrheitsgesellschaft stellt – die „Anti-Rassismus-Agenda 2025“ (https://bundeskonferenz-mo.de/aktuelles) – ein Wahnsinn ohnegleichen..

    Diesen hatte ich wie folgt kommentiert:

    „Sehr geehrte Frau Bundeskanzler*in, sehr geehrte Mitglieder*innen der Bundesregierung, sehr geehrte Mitglieder*innen des deutschen (oder was auch immer) Bundestages,

    kein Beitrag hat mich im Verlauf des letzten halben Jahres dermaßen auf die Palme gebracht wie der über das beschriebene „Reformpaket“. Und daran ist nicht die Autorin schuld – ein kurzer Blick auf die Homepage der thematisierten BKMO hat meine schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Alles, was Frau Halefeldt schreibt, stimmt. Schlimmer kann man einen alten weißen Mann wie mich gar nicht mehr verarschen. Ich dachte schon, dass die Verbannung von Zigeunerschnitzel und Negerkuss nahe vor der Spitze des Eisberges zu suchen wäre. Weit gefehlt.

    Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Wo sind wir hier eigentlich? Dieses Land hatte mal Grenzen, und Grenzen haben ihren Sinn. Sie grenzen nämlich Nationen, die unterschiedliche Staatsformen, Religionen, Wertvorstellungen, Traditionen und Verhaltensweisen besitzen, voneinander ab. Sie verhindern manchmal, dass Leute raus können, sind aber auch dazu gut, Leute, die man aus mannigfaltigen Gründen nicht drin haben möchte, draussen zu halten. So zumindest meine vorsintflutlichen Vorstellung von der Sache. Nehmen wir einmal an, ich überquere – legal – mehrere Grenzen und lande in der Türkei. Nehmen wir den noch unwahrscheinlicheren Fall an, dass ich mich dort als Asylant niederlassen möchte. Könnte ja sein, dass in der Türkei Fachkräfte fehlen. Könnte aber auch sein, dass ich in zehn Jahren politisch verfolgt werde und die Türkei als letzter Hort der Freiheit nach mir ruft (Sie sehen, ich bewege mich zumindest teilweise auf dem Gebiet der Fiktion). Nehmen wir weiter an, ich hätte eine Frau und eine Tochter, die mir im Zuge des Familiennachzuges später folgen, nachdem ich eine Unterkunft, hinreichend großzügige Sozialleistungen und einen kostenlosen Sprachkurs zugesichert bekommen hätte. Natürlich würde ich mich stehenden Fußes mit all den anderen christlichen Westeuropäern, die sich aus demselben Grund wie ich in Erdogans Paradies eingefunden haben, zu einer Vereinigung zusammenrotten. Unser Ziel bestünde darin, den Zugang zur Hagia Sophia im Minirock (Geschlecht des Trägers: egal) zu ermöglichen, Ostern an den Schulen als Feiertag zu etablieren und zu fordern, dass Passagen aus dem Koran gestrichen werden, die den gewaltbeladenen Umgang mit Ungläubigen zum Inhalt haben. Das wäre dann zwar auch noch ein Angriff auf die Verfassung, weil die Trennung zwischen Islam, Rechtsprechung und Staat jetzt nicht soooo genau genommen wird, aber das ist auch schon egal.

    Ende der Fiktion. Was soll das alles?

    Bereits jetzt haben 1/4 der in Deutschland Lebenden Migrationshintergrund; vermutlich mehr, weil bei den ersten Neubürgern die Vorfahren schon aus der Zählung rausfallen. Dass Türkinnen dem Befehl ihres Sultans gehorchen und eine Invasion mit Gebärmuttern statt mit Landungsbooten durchführen, ist sowieso schon unumkehrbar (https://www.focus.de/panorama/videos/streit-zwischen-tuerkei-und-europa-macht-fuenf-kinder-erdogan-macht-deutschtuerken-bizarren-vorschlag-fuer-mehr-macht_id_6804741.html). Ich frage mich nur: weshalb? Wer von „Umvolkung“ redet, wird gerne in die Ecke der rechten Verschwörungstheoretiker geschoben. Also, dann nennnen Sie mir einen anderen, legalen Begriff. Ich höre. Ach ja, und an Verschwörungstheorien glaube ich übrigens nicht. Ich kann glaubhaft versichern, dass Chemtrails Blödsinn sind. Ebenso habe ich Schwierigkeiten mir vorzustellen, mit welcher Mörder-Kanüle Bill Gates mir einen Chip verabreichen will. Aber dass jemand diesen Bevölkerungsaustausch – man verfolge den Anteil der Migrationshintergründler über die Jahrzehnte – vorantreibt, gibt zumindest der BKMO unverhohlen zu. Wo ist da die Verschwörung in der Theorie, bitteschön???

    Wer hat eigentlich etwas davon, Frau Bundeskanzler*in und werte Minister*innen, Abgeordet*innen und solche, die’s nicht so genau wissen, bitteschön? Ich kann mir das nur so vorstellen, dass hunderttausende von unterv****ten Thunberg-Groupies sich von beschnittenen, nordafrikanischen Prachtschw***ln einen besonderen Kick versprechen. Das Kopftuch nimmt man dann gerne in Kauf, denke ich. Selbiges trifft wohl auch auf aus den besten Jahren gekommene übergewichtige und übertunte Damen zu, die sich einen Joy Boy, den man bei mangelnder Beleuchtung nicht so leicht wiederfindet, gönnen möchten. Die mögen’s ja etwas massiger im Heckbereich. Die Boys. An die Theorie, dass kinderlose Frauen ihre vertrockneten Mutterinstinkte an schutzbedürftigen, unbegleiteten aber vollbärtigen Minderjährigen ausleben möchten, glaube ich jedoch durchaus. Meine Frau, Mutter mehrerer Kinder, ist da nämlich ganz anders. Aber das nur am Rande.

    Wechseln wir doch mal den Blickwinkel. Meine Großeltern einer Seite waren Sudetendeutsche und somit Flüchtlinge. Diverse grün-linke Ignoranten – anders kann man das nicht bezeichnen – vergleichen die damaligen Flüchtlinge irrwitzigerweise mit denen, die heute kommen. Abgesehen davon, dass Flüchtlinge weder damals noch heute in Deutschland willkommen waren, gab es aber keine Parallelen zu heute. Sie hatten den festen Willen, als aus der Diaspora zurückgekehrte und brutaler Verfolgung Entkommene (den Russen und Tschechen auf dem Landweg unbeschadet zu entwischen war nicht leichter als ein Bootstrip über das Mittelmeer!) am Aufbau ihrer neuen Heimat tatkräftig mitzuwirken. Kulturell und religiös fügten sie sich fast nahtlos ein. Und: die Gesellschaft, die sie aufnahm, unterlag bestimmt nicht dem Propagandagedanken, dass sie sich den Flüchtlingen anpassen müsse. Anders heute: meine Kinder mussten und müssen den Schwachsinn eines „Lichterfestes“ an der Schule erdulden, ich darf einige Speisen nicht mehr so benennen, wie sie heißen (s.o.), und die Verwendung der Begriffe „Zigeuner“ und „Neger“ steht vermutlich bald unter Strafe. Integration mal anders rum. Ach, und weil wir gerade beim Thema sind: letzte Woche erst haben zwei junge „Sinti und Roma“ bei uns an sämtlichen Wohnungen geklingelt und gebettelt. Dabei konnten sie auch feststellen, welche Wohnungen tagsüber leer stehen. Die tätlichen Angriffe von Migranten/Neubürgern auf meine Söhne nenne ich nochmal weiter unten. Ja, ja, alles rassistische Vorurteile. Stuss. Das ist so, werte Volksvertreter*innen!!!

    Ach ja, die Sudetendeutschen, ich vergaß. Wie viele kamen damals? Ja, es waren ca. 2.000.000. Deutsche. Und heute? Gloria von Thurn und Taxis sowie Herr Tönnies sind sich in einem Punkt einig: der N***r pi***rt gerne. Und das hat Folgen. Während der letzten 70 Jahre hat sich die Bevölkerung Afrikas verachtfacht (https://www.bib.bund.de/DE/Fakten/Fakt/W24-Bevoelkerungszahl-Wachstum-Afrika-ab-1950.html). Also, Herr Tönnies, ich stelle fast: Sie sind kein Rassist, aber Sie haben in Biologie aufgepasst. Da haben wir was gemeinsam! Nun kommt die spannende Preisfrage: wo wollen die später alle hin?

    1) zu Hause bleiben und dort im Bürgerkrieg kämpfen
    2) zu Hause bleiben und für die Chinesen arbeiten
    3) erst 1), dann 2)
    4) nach Südafrika gehen und sich von rassistischen schwarzen Polizisten verprügeln lassen
    5) unbedingt nach Russland auswandern, dort ist der Staatschef so cool und die Sozialleistungen so geil; die Polizei ist dort wahnsinnig nett; außerdem haben die Platz

    Hat jemand den Fehler bemerkt? Also. Wenn die irgendwann irgendwo vor der Tür stehen, dann bei uns. Noch so’n Ding bei links-grün: die haben noch nicht gemerkt, dass Deutschland auf der Landkarte eher mickrig daherkommt. Ist wahrscheinlich ein Gendefekt, so wie Farbenblindheit, oder denen geht der Begriff „Großdeutsches Reich“ nicht mehr aus dem Kopf. Man vergleiche mal die Flächen Kanadas, Russlands, Chinas oder der USA mit unserer. Also, ich find‘ das echt doof von denen, dass die keine Flüchtlinge reinlassen. Gemein, äj. Und Polen oder Ungarn erst… Ach, wussten Sie übrigens, dass es justament diesen Staaten an rechtsstaatlichem Verständnis mangelt? Also ausgerechnet denen, die ihre Bevölkerung vor Überfremdung (und der dritten Toilette) schützen? Was für’n Zufall aber auch, finden Sie nicht? Uuups, an die Ölstaaten hätte ich jetzt fast gar nicht gedacht. Die stinken vor Geld, lassen ihre Glaubensbrüder aber bestenfalls zur Sklavenarbeit (Fußballstadien bauen und so) oder zu Gulasch verarbeitet ins Land. Hmm, die fallen also auch weg.

    Lassen wir das. Ich reg‘ mich nur auf.

    Fachkräfte. „Fachkräfte“ zieht immer. Na klar, die brauchen wir unbedingt aus dem eher unterbelichteten Ausland. Das ist ja auch irgendwie logisch, weil die, die in zivilisierten, westlichen Ländern mit christlich geprägter Kultur (zu diesen zivilisatorisch hochstehenden Ländern zähle ich auch Israel) leben, zu Hause bleiben. Denen geht’s ja schon gut, abgesehen von ein paar Brexit-Verweigerern und einigen unterwegs verlorengegangenen GIs. Die kommen dann hierher. Lassen Sie sich mal die Hüfte auswechseln. Da ist einer der Assistenzärzte dem Namen und der Optik nach schon mal Araber (ja, meine Vorurteile, ich weiß…). Danach auf Reha? Kein einziger deutscher Stationsarzt. Ich hab’s. Die deutschen Abiturienten sind zu doof! Und weil das so ist, werden fertig ausgebildete Ärzte, denen man sich kaum verständlich machen kann, importiert, während der Deutsche, der nicht die richtige Ziffer nach der „1,“ in der Abiturnote hat, jahrelang auf einen Studienplatz warten müsste und somit umsattelt. Gut zu wissen, dass Import-Ärzte seinerzeit diese Hürde in ihren Heimatländern souverän gemeistert haben! Am A***, liebe Regierenden in Berlin, wo man auch hinblickt, eine nicht mehr enden wollende Katastrophe.

    Nein, ich will kein bunt. Da wird gejammert, dass keine S** mehr die Nationalmannschaft kicken sehen will. Ach Gottchen aber auch. Erstens: ich habe keinen Bock, Spieler zu unterstützen, die mit 25 mehr Sportwagen an die Wand gesetzt haben, als ich je fahren werde. Zweitens: wenn ich ein Länderspiel Zuwanderer gegen Türkei sehen möchte, stelle ich mich beim nächstgelegenen A-Klassisten an die Seitenlinie. Oder ich trete dem 1. FC Köln bei. Ja, ja – meine Jugend war grau, meine katholisch geprägte Jugendgruppe hat eine ehrlich gemeinte Toleranz vermittelt. War ja auch nicht problematisch, es gab kaum Ausländer in unserer Altersklasse: ein paar bestens integrierte spanische Gastarbeiterkinder und an der Schule die Kinder eines ortsansässigen indischen Arztes, denen man nie feindselige Gefühle entgegengebracht hätte. Warum auch? Heute sind meine Söhne unmotivierten Prügel- und Messerangriffen von Neubürgern ausgesetzt. U N M O T I V I E R T. Ich bin nicht nur Deutscher, ich sehe zu allem Überfluss auch noch so aus – eine nicht genannt werden wollende militärische Gruppierung, die sich vor rund 80 Jahren in Deutschland heftiger politischer Unterstützung erfreute, hätte sich um mich gerissen. Aber so Macho, wie der standardnormalverteilte minderjährige unbegleitete Neubürger halt so ist (ach, ich und meine Vorurteile…) – da hätte es schon drei von meiner Sorte gebraucht. habe ich schon erwähnt, dass ich aufgrund meiner halbwegs erfolgreichen Sozialisierung noch nie jemanden mit dem Messer bedroht habe? Nee, ich schweife schon wieder ab…

    Puuuh, meine Steuern – die zahle ich für eine funktionierende Verwaltung, eine hochwertige Infrastruktur, dafür, dass unschuldig in Not geratene Mitbürger wenigstens über die Runden kommen. Für Flüchtlinge zahlen, während Rentner nach Pfandflaschen suchen? Nee, sorry, Frau Bundeskanzler*in, da stimmt was nicht. Und wo ziehen wir die Grenze? Unser Asylrecht wurde nach dem zweiten Weltkrieg höchstwahrscheinlich unter der Annahme geschaffen, dass eine überschaubare Anzahl von Menschen Zuflucht suchen; sehr wahrscheinlich wäre auch gewesen, dass es sich um zivilisierte und kulturell kompatible Gruppen wie die erwähnten Sudetendeutschen oder die von Vernichtung bedrohten Juden gehandelt hätte. Die Kolonien begannen erst langsam zu zerbröseln, und erst nach und nach stellte sich heraus, dass so gut wie kein afrikanischer oder arabischer Staat stabil bleibt, wenn er nicht als Monarchie oder Diktatur aufgestellt ist. Afrika und der arabische Raum verursachen jedoch derzeit eine Völkerwanderung, die in der Ausgangssituation wohl nicht absehbar war. Und deswegen, liebe Regierend*innen, sehe ich es als rassistischer alter weißer Mann nicht ein, hier jeden Schutzsuchenden reinzulassen, zu alimentieren und auf die Zukunft meiner Kinder loszulassen. Ich lieb(t)e dieses Land, weiß jetzt aber nicht mehr, wohin ich später mal soll. Sagen Sie’s mir, mir gefällt es hier nicht mehr!

    Sagen Sie die Wahrheit: Sie wollen mehr und mehr Zuwanderer haben! Sie wollen die deutsche Kultur kaputt machen! Sie wollen mehr Gewalt in Deutschlands Städten! Und wenn Sie gebeichtet haben: nennen Sie auch die Gründe dafür!

    Kurz zusammengefasst: Verarsche allererster Sahne, und das pur. Vielen Dank auch.

    P.S.: besser ist das hier – https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/menschen-schicksale/id_88742874/brandenburger-unternehmen-schickt-bewerber-rassistische-absage.html

    P.P.S.: für diesen Beitrag habe ich aufs Fernsehen verzichtet. Ich stelle fest, dass mir die Nachrichten heute nicht gefehlt haben. Dort wurde wahrscheinlich wieder das Gegenteil von dem gemeldet, was ich hier geschrieben habe“

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  2. Andrew schreibt:

    Leaks aus dem britischen Außenministerium bestätigen Vorwürfe über ein systematisches Weißwaschen der bewaffneten islamistischen Milizen als moderate Opposition
    https://www.heise.de/tp/features/Syrien-Kriegspropaganda-im-21-Jahrhundert-4916633.html

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  3. ceterum_censeo schreibt:

    Ja – und hier sehr aufschlußreich, wer Englisch versteht:

    Inside the Twisted Mind of Angela Merkel

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  4. Artushof schreibt:

    »Antiordnung« – Dr. Bettina Gruber auf der 21. Sommerakademie des IfS in Schnellroda

    »Das Denken der Antiordnung […] gibt nichts, aber nimmt alles.« Dr. Bettina Gruber sprach im Rahmen der 21. Sommerakademie (18.–20. September 2020) des Instituts für Staatspolitik (IfS) coronabedingt vor 90 Schülern und Studenten in Schnellroda zur »Antiordnung«.

    Ein sehr guter Beitrag zum besseren Verständnis der negativen ideologischen Entwicklung unserer Tage.

    NEC Temere – NEC TIMIDE

    Artushof

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  5. ceterum_censeo schreibt:

    Na denn: Guten Appetit!

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    • Mona Lisa schreibt:

      Wurde doch neulich ein Kind auf dem Schulhof von einem anderen verpetzt, weil es zum trinken seine Maske lüpfte.
      Das sind psychische Schäden, die repariert man im ganzen Leben nicht mehr.

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      • gerdsoldierer schreibt:

        So ist der Zustand von geprägten u. gestempelten muslimischen Kindern, ( nicht allen ).
        Im Paradies ist es 10x schöner als hier – so die Moschee- Schule.

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  6. luisman schreibt:

    Hat dies auf Nicht-Linke Blogs rebloggt.

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  7. gerdsoldierer schreibt:

    Die Analyse ist gelungen.
    Es folgt die konzertierte Agitation : die merkelsche Ideologie demaskieren, interpretieren, bewerten :
    der Merkel/ cdu… diese Ideologie ins Gesicht schmieren, sie framen, sie markieren,
    sie aus dem humanistischen Kulturkreis ausschließen :
    Finden Sie das Netzwerk – Herr Prof. Vetter – Methode Dutschke – Agitation u. Argumentation
    Intellektueller Rezo : Die Zerstörung des……

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  8. ceterum_censeo schreibt:

    …. ich bin mir zuweilen nicht ganz sicher, ob wir nicht bereits im Januar 1933 leben ……

    kurz vor oder bereits NACH dem 30. Januar 1933 ……

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