PATRIOTISCH ODER NATIONAL? – EINE BEGRIFFSERKLÄRUNG

(www.conservo.wordpress.com)

Von Dr. Wolfgang Caspart

Auf die Frage nach unserer Herkunft und Zukunft gibt es zwei unterschiedliche Ausgangspunkte: Entweder ist der Mensch ein offenes Buch und wird nach seiner Geburt durch seine Umwelt bestimmt, oder aber er wird durch bleibende Stände geprägt. Wer also die radikale Milieutheorie ablehnt, neigt zu einer gewissen Konservativität. So ein Konservativer gebraucht gerne die zwei Begriffe zur Herkunft und Zukunft: patriotisch und/oder national. Sind sie identisch oder worin unterscheiden sie sich?

BLEIBENDE STRUKTUREN

Patriotismus und Nationalbewusstsein stimmen in der Hochhaltung der bleibenden Stände überein. Der Patriotismus leitet sich vom lateinische „patria“ ab, dem Vaterland oder der Heimat. Das Nationalbewusstsein geht auf die lateinische „natio“ zurück, dem Volk oder die Geburt. Der Patriot denkt also eher etatistisch und landbezogen, der Nationale stärker biologisch und genetisch. Im Akzent auf eine der Begriffe zur Herkunft und Zukunft steht etwas Anderes im Mittelpunkt, wenngleich sie einander nicht wechselseitig ausschließen.Ein etatistischer Konservativer denkt vor allem an die Zeugnisse der Kultur und Natur seines Landes, ein nationaler Konservativer an seine Bewohner in Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft (Rassem 1979).

Beide betonen, dass niemand für die Zukunft arbeiten kann, wenn er seine Herkunft nicht kennt. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bilden demnach eine Kette. Der Etatist sieht die Zeugnisse der Entwicklung in Kunst, Identität und staatliche Organisation, der Nationale in der genetische Voraussetzungen seines Volkskörpers.

AUS DER GESCHICHTE LERNEN

Allem Konservativen haftet natürlich ein Verständnis für das Geschichtliche an. Mit Stolz blickt ein Konservativer zurück auf die ruhmreiche Vergangenheit wie auch mit Bedauern auf ihre negativen Seiten. Auch lernen lässt sich nur aus der Geschichte und den historischen Erfahrungen. Selbst der Historische Materialismus verachtet die Geschichte nicht, auch wenn er die transzendentalen Wurzeln seines Materialismus ignoriert. Wenn und weil unsere Tätigkeiten nach vorne gerichtet sind, erwartet sich der Etatist aus seinen bisher gewonnenen Kenntnissen eine unmittelbarere Gestaltung des gesellschaftlichen Lebens, während der Nationale am wie durch das Volk keine sofortigen Erfolg seines Tuns erhoffen darf und auf den langen Atem der Geschichte setzen muss und kann. Damit wird der Patriot aktiver sein dürfen und der Nationale geduldiger werden müssen.

Scheitert der Etatist mit seinen Bemühungen, wird er rascher resignieren als der Nationale, der bei aller Enttäuschung immer noch hoffen darf. Leid und Freude des Patrioten sind auf sein staatliches Gemeinwesen und beim Nationalen auf sein Volk gerichtet. Der direkte Blick auf die gegenwärtigen Zustände ist dem patriotischen Konservativen leichter möglich, während der nationale Konservative vor verschlungeneren Wegen steht.

Der Etatist muss aufpassen, vor lauter Hingabe an Staat und Vaterland nicht auf das Volk zu vergessen, wogegen der Nationale in der Gefahr steht, in seiner sozialen Zuwendung das Staatsganze zu vernachlässigen. Vergangene Strukturen vermögen den Konservativen als Richtschnur zu dienen, wobei er von reinem Strukturkonservatismus irre geleitet werden kann. Der Nationale muss in Kauf nehmen, dass nicht alle Volksangehörige den selben sittlichen Wert besitzen und verkörpern, den Pöbel muss er schlucken und zu heben versuchen.

WECHSELSEITIGE ABSTÜTZUNG

Der Patriot vermag im Notfall den Leviatan zu ertragen und autoritäre Hilfsmittel anzurufen, der Nationale vertraut eher den überdauernden Traditionen seiner Nation und hofft, sie in der Demokratie zu finden und zu aktivieren. Der Etatist denkt von oben, der Nationale von unten. Der Patriot verhält sich elitärer, der Nationale egalitärer. Der Etatist erträgt das „ewige Gesetz der Oligarchie“ (Michels 1911) und will nur die wahre Aristokratie, der Nationale vertraut dem gesunden Volksempfinden (Arnim 2002). Befindet sich vieles in der Schieflage, soll das Elitäre der breiten Masse zu Hilfe kommen und eine meritokratische Führung das Volk auffangen (Caspart 2009). Für einen Konservativen gibt es kein radikales Entweder-oder, sondern empfiehlt sich ein Sowohl-als auch.

Patriotisch oder national ist keine bloß semantische Frage. In dem Herangehen an Probleme liegt der Unterschied. Vergisst der Patriot nicht auf die Mittel- und Oberschichten, hat der Nationale eher die Unterschichten und den „kleinen Mann“ im Blickfeld. Etatistische Schwierigkeiten lassen sich meist am besten durch staatliche Eingriffe meistern, während nationale Sorgen durch eine evolutionäre Gestaltung und Förderung der Rahmenbedingungen wieder ins Lot gebracht werden können (Malik 1992). Je komplexer die sich stellenden Aufgaben sind, desto stärker müssen sich die Parameter wechselseitig stützen und ergänzen.

ELEMENTE UND ANSÄTZE

Die Begriffe patriotisch und national widersprechen einander nicht, sondern beleuchten Geschichte, Herkunft und Zukunft nur von unterschiedlichen Gesichtspunkten. Die Vollkommenheit steht nur dem Ganzen zu, wozu auch andere sozialphilosophische Elemente wie Liberalismus, soziale Subsidiarität, ökologische Ganzheitlichkeit und kultureller Konservatismus gehören. In einer polypolaren Welt bedarf es noch des Bewusstseins der Identität von Staat und Volk. Vor allem in der Außen- und Sicherheitspolitik lässt sich ein patriotischer oder nationaler Zugang niemals vermeiden, sondern erweist sich als notwendig. Darin steht er dem Konservatismus nahe, wie dieser die Ökologie, eine liberale Ökonomie, der Subsidiarität und kulturellen Traditionen berührt (Caspart 1991, S. 228-246). Aufeinander abgestimmt bilden sie die realistischen Elemente einer reifen Haltung und verantwortlichen Herangehensweise zu sozialen Fragen.

Geht man von einem weitgefassten Konservatismusbegriff aus, existieren verschiedene Ansätze zu einer patriotisch-nationalen Haltung. Es gilt synoptisch die miteinander vernetzten Probleme aus ihren unterschiedlichen Elementen heraus zu verstehen und zu bearbeiten. Alle haben ihren legitimen Platz in der Zusammenschau als Komponenten einer realen Welt. Die Fülle der kulminierenden Aufgaben müssen erkannt, ganzheitlich geplant und multidimensional behandelt werden. Die Reduktion auf nur ein Element löst keine Konflikte, sondern verschärft sie durch ihre Einseitigkeit. Die Vielseitigkeit der einer Lösung harrenden Situationen bedarf ihrer Transzendierung, das Nachlaufen hinter einer einzigen unüberhöhten Ideologie führt in die Irre.

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LITERATURNACHWEIS:

Hans Herbert von ARNIM: Vom schönen Schein der Demokratie. Politik ohne Verantwortung – am Volk vorbei. Um ein aktuelles Nachwort erweiterte vollständige Taschenbuchausgabe. Verlag Droemer Knaur, München 2002. Wolfgang CASPART: Idealistische Sozialphilosophie. Ihre Ansätze, Kritiken und Folgerungen. Universitas Verlag, München 1991. Wolfgang CASPART: Meritokratie und Demokratie. Aula 10/2009, Aula-Verlag, Graz 2009, S. 18-19. Thomas HOBBES: Leviathan. Oder Stoff, Form und Gewalt eines bürgerlichen und kirchlichen Staates. Zuerst englisch 1651, lateinisch 1670, deutsch u.a. Iring FETSCHER (Herausgeber), Suhrkamp Verlag, Frankfurt a.M. 1996. Fredmund MALIK: Strategie des Managements in komplexen Systemen. Ein Beitrag zur Management-Kybernetik evolutionärer Systeme. 4. Auflage, Verlag Paul Haupt, Bern 1992. Robert MICHELS: Zur Soziologie des Parteiwesens in der modernen Demokratie. Zuerst 1911. Kröner Verlag, Stuttgart 1970. Mohammed RASSEM: Die Volkstumswissenschaften und der Etatismus. Zweite, um einen Anhang vermehrte Auflage. Mäander Kunstverlag, Mittenwald 1979. (in: Zur Zeit 38/2020, W3-Verlag, Wien September 2020, S. 38-39)

www.conservo.wordpress.com        21.10.2020

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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17 Antworten zu PATRIOTISCH ODER NATIONAL? – EINE BEGRIFFSERKLÄRUNG

  1. Ingrid schreibt:

    Gut aber ein bisschen hoch geschrieben, aber verstanden.

    Ich fühle mich als konservativer Patriot, weil ich mein Vaterland liebe, meine Vorfahren achte, mich in der Gesellschaft meines deutschen Volkes immer wohl gefühlt habe und die Gemeinschaft des deutsches Volk immer als angenehm empfunden habe.
    Trotz der Verachtung durch die Nazizeit, haben wir Deutschen viel geschaffen und wir haben den Respekt von anderen Völkern uns schwer erarbeitet.
    Nun soll alles nichts mehr wert sein und ein Patriot scheint ein auszusterbendes Wesen zu sein, indem man die gewachsenen Strukturen zerstört und dem Volk den Zusammenhalt nimmt.

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    • theresa geissler schreibt:

      „Trotz der Verachtung durch die Nazizeit, haben wir Deutschen viel geschaffen und wir haben den Respekt von anderen Völkern uns schwer erarbeitet.“
      So ist das, liebe Ingrid!
      Und übrigens: Für andere Menschen spreche ich zwar nicht, jedoch habe i c h Euch, Deutsche, niemals verachtet, meinem ganzen Leben noch nicht:
      Viele Leute versäumen oft, hinterher auf den historischen Ursachen zu achten, durch welche E. u. A. entstehen konnte; und sicher, dazu gehört auch die Nazizeit.
      Da kann ich sowieso noch bemerken, ich bin mir dass auch bewusst, weil das uns, niederländische Schüler, im Geschichtsstunden klar und ehrlich erzählt wurde.

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  2. Dr. Gunther Kümel schreibt:

    Das ist eine ganz ausgezeichnete Analyse, entscihieden ein Lichtblick!
    Wollte doch jeder, der Begriffe gebraucht, erst einmal klären, was er damit meint!

    Ich möchte einige Akzente setzen:
    „National“ ist überhaupt keine Einstellung, sondern nur „nationalbewußt“, „nationalistisch“.
    Ein Patriot stellt das Wohl des Heimatlandes, Vaterlandes, in den Brennpunkt seines Handelns, der Nationalbewußte (=Nationalist) das Volk, dem er angehört.
    Einem Schweizer Patrioten ist der Staat Schweiz wichtig, einem Nationalbewußten aus dem schweizerischen Jura (frankophon) die französische Kultur, das französische Volk.
    Ein Österreicher oder Lichtensteiner kann patriotisch für seinen Staat einstehen. Denkt er aber nationalbewußt, dann ist ihm das deutsche Volk wichtig. Bekanntlich reicht das Siedlungsgebiet des Deutschen Volkes weit, weit über die Grenzen der BRD hinaus, es gibt Deutsche in A, DK, CH, F, Li, I, Sprachinseln in Polen, Tschechei, Ungarn, Brasilien, USA (die Amischen), Russland, Kasachstan, Kirgisien u.a.

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  3. Dr. Gunther Kümel schreibt:

    Das Bekenntnis zum Volk (=“Nationalismus“) ist mehr als eine gute Idee unter vielen.
    Stellt man die Frage, was der Mensch ist (Humanismus), so ergibt sich der Nationalismus zwingend:
    Die essentielle Eigenschaft des Menschen ist seine geistige Dimension, Vernunft, Verstand, Spiritualität. Geist entfaltet sich aber ausschließlich im geistigen Austausch zwischen Personen, und nicht alleine deshalb, weil der Mensch auch ein soziales Wesen ist.
    Selbst das Genie, das im Stillen gewaltige Gedankengebäude zimmert, bedarf des geistigen Austauschs; vom Erlernen der Muttersprache an ist der Gedankenaustausch die Grundlage seines Wirkens.
    Die Frucht des geistigen Austauschs sind Sprache, Philosophie, Religion, Kunst, Wissenschaft, Lebensart und Brauchtum, Zivilisation.
    Die Gesamtheit aller Werke des Geistes ist eine Kultur. Sie ist das Ergebnis des geistigen Austauschs zwischen Menschen einer Gruppe über viele Generationen. Diese Kulturgemeinschaften sind die Völker; ihre Kulturen sind unterschiedlich wie die Stilrichtungen in der Kunst. Die Völker sind die ausschließlichen Träger der Kulturen.
    Die Kulturen entwickeln sich und werden von einer Generation auf die nächste übertragen („Tradition“). Schon wegen des fortdauernden geistigen Austauschs sind Völker nicht nur Kultur-, sondern auch Siedlungs-, Herkunfts- und Schicksalsgemeinschaften.

    Eine Abkehr vom Bekenntnis zum Volk bedeutet eine Abkehr von der menschlichen Kultur, und deshalb eine Abkehr vom eigentlichen Wesen des Menschen.

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  4. Mona Lisa schreibt:

    In meinem Verständnis ist „national sein“ eine Einstellung, und „patriotisch sein“ eine Handlung.
    Da es in diesem Land aber keine Handlung gibt, sind wir also Nationale, keine Patrioten, höchstens Patridioten. Man gibt vor zu sein, was man nicht ist. Also von mir gibts für uns eine 6+

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    • Ingrid schreibt:

      Ganz so idiotisch ist es nicht Mona Lisa, denn auch schreiben und sein Wort erheben und aufklären sind Handlungen.
      Du als Vielschreiberin solltest das wissen.

      Pater ist der Vater und Patriot ist nur die Vaterlandsliebe und die lassen wir uns nicht nehmen.
      Gruß Ingrid

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      • Mona Lisa schreibt:

        Selbst wenn das geschriebene und gesprochene Wort alle erreichte, alle überzeugte, alle wissend machte …. ohne resultierende Handlung ist und bleibt die ganze Mühe Schwall ins All.
        Unsere Gesellschaften sind beseelt vom denken, sprechen, schreiben, lesen, und wenn eine Tat erfolgt, dann muss es eine gute sein.

        Nur kleine Sünden bestraft der „liebe“ Gott sofort, große dauern etwas länger.
        Unsere Rechnung für kosmisches Fehlverhalten summiert sich und wird nicht mehr lange hin, nur noch mit dem Leben bezahlbar sein. Ein göttlicher Kreis wird sich schließen, seine Kreise schließen immer und ausnahmslos.

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        • Mona Lisa schreibt:

          Es gibt nur ein einziges göttliches Gesetz : werden und vergehen !
          Und auf dem Weg von A nach B hat der Mensch allein die Freiheit sich zu entscheiden : will er Schaf oder Wolf sein. Beutetier oder Raubtier, ein dazwischen gibt es nicht. Und genau deshalb scheitern auch alle unsere hübsch ausgedachten Systeme, in denen wir alle friedlich ala Garten Eden zusammenleben könnten.
          Wir haben gelernt : Raubtiere muss es geben, sie fressen die Pflanzenfresser – ohne diese Ordnung würden sie die Erde kahl fressen; uns allen, Mensch wie Tier ging die Luft zum atmen aus. Nun gibt es eine Tier- und eine Menschenwelt – Mensch frisst Tier, aber wer frisst den Mensch ? Er hat keine natürlichen Feinde mehr, er kann sich nur selbst fressen.
          Bleibt die Frage : willst Du dabei Schaf oder Wolf sein ?

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      • Dr. Gunther Kümel schreibt:

        Ingrid,
        richtig.
        Und „patria“ heißt Vaterland.

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  5. Andrew schreibt:

    Dänemark und der MeToo-Tsunami
    https://www.heise.de/tp/features/Daenemark-und-der-MeToo-Tsunami-4933671.html

    Im rechtskonservativen Dänemark wird die #MeToo Kampagne dazu benutzt um unliebsame Politiker aus ihren Ämtern mithilfe von erfundenen Behauptungen und Märchen zu entfernen.
    Dänamerk steht politisch gesehen im Vergleich zu vielen anderen EU-Ländern sehr weit rechts. DIe Migrationspolitik ist seit 2016 stark eingeschränkt worden. Im Gegensatz zu Deutschland werden die Grtenzen sogar mit Militärs bewacht etc…
    Wenn man die Sozialdemokraten in Dänemark mit anderen Sozialdemokraten aus anderen EU-Ländern vergleicht, dann kommt man aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Die Sozialdemokraten in Dänemark sind in ganz vielen Punkten mit der AFD in Deutschland vergleichbar. Vor allem was die Migrationspolitik angeht…

    Gefällt 1 Person

  6. Mona Lisa schreibt:

    Heute schon gelacht ?

    https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/fdp-verlangt-regierungserklaerung-von-merkel-zur-corona-politik-a3362445.html

    Merkel soll darlegen (….) und wann SIE eine Rückkehr zur regulären Gewaltenteilung jenseits der pandemischen Lage nationaler Tragweite FÜR ANGEMESSEN HÄLT.

    Hab ja so gelacht. Die freien Demokraten gehören ins Kabarett-Programm.

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  7. Dr. Gunther Kümel schreibt:

    HEUTE:
    BRD: 11 287 Neuinfizierte, die höchste Zahl des ganzen Jahres; d..h. 38.375 neu/Kopf (bez.auf China)
    F: 25.713;
    Schweden: 860, d.i. 8600 pro Kopf, bez. auf BRD
    China: 25,
    BRD: R-Faktor 1,6-1,7, d.h., exponentielle Ausbreitung
    943 Intensivpatienten
    28 Coronatote

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  8. Dr. Gunther Kümel schreibt:

    https://egon-w-kreutzer.de/volk-oder-mehrere-leute
    WARUM sagen die Politiker “ Wir Deutsche“ statt „Wir Deutschen“???
    Nicht nur, weil sie nicht so recht Deutsch können.
    Sondern sie meinen „ein paar Leute“ statt „Volk der Deutschen“ !!!
    “ . . . nach der fast rückstandslosen Tilgung des Genitivs (was schon ungefähr 25% Sprach- und Verständnisverlust mit sich gebracht hat),
    “ . . . mit Riesenschritten auf die frühzeitlichen Grunzlaute der Neandertaler zubewegt und sich jeder entzifferbaren schriftlichen Darstellung noch mehr entzieht als jenes „Schreibe
    was du hörst!„, mit dem mindestens einer Generation von Grundschülern in bestimmten Bundesländern die Legasthenie förmlich eingebleut wurde.“

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  9. Dr. Gunther Kümel schreibt:

    Die „GRÜNEN“: „Eine volksfeindliche Anti-Deutschlandpartei!“
    Viele einschlägige Zitate. Eine Analyse in vier Punkten.

    https://freilich-magazin.at/gruene-eine-volksfeindliche-anti-deutschlandpartei/

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  10. Andrew schreibt:

    Griechenland: Kriegsähnliche Zustände an der Grenzmauer zur Türkei – Justiz geht gegen Bürgerwehren vor
    https://www.epochtimes.de/politik/ausland/griechenland-kriegsaehnliche-zustaende-an-der-grenzmauer-zur-tuerkei-justiz-geht-gegen-buergerwehren-vor-a3363168.html

    Griechisch Patriotische Bürgerwehren die ihre Grenzen vor illegalen Flüchtlingen und vor türkischen Rechtsextremisten schützen, das sind natürlich die Täter…

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  11. Andrew schreibt:

    Ich lese immer wieder in vielen Foren, wie schlimm alles unter Trump geworden ist. Die Leute haben wohl vergessen wie es unter Obama war:

    – Drohnenkönig

    – zum Ende seiner Amtszeit war Obama sogar unbeliebter als der verhasste Vorgänger G. W. Bush

    – Obama hat die Staatsschulden verdoppelt, obwohl er versprochen es besser zu machen als der Vorgänger G. W. BUsh, der ein riesiges Schuldenberg nach seiner Amtszeit für Obama hinterlassen hatte !

    – Finanzkrise: Unter Obama gab es viel mehr Lebensmittelkarten-Empfänger (food stamps)
    als unter Trump und als unter G. W. Bush!

    https://money.cnn.com/gallery/news/economy/2017/01/06/obama-economy-10-charts-final/6.html

    https://www.politifact.com/factchecks/2016/jul/21/donald-trump/trump-43-million-americans-food-stamps/

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