Die heimliche Deutsche Hymne – Zum Volkstrauertag

(www.conservo.wordpress.com)

Von altmod *)

„Ich hatt´ einen Kameraden…“

Man mag es fast nicht glauben, aber in der zentralen Gedenkfeier unserer Bunten Republik zum Volkstrauertag, in diesem “an seinen Traditionen irre gewordenen Land”, soll es wieder im Bundestag erklingen, das Lied vom Guten Kamerad.

Beweist es also, dass doch nicht alles ausgelöscht werden kann, was im kollektiven Gedächtnis einer Nation, eines Volkes eingegraben ist. Und dazu gehören ganz sicher Lieder, oder “Musikalische Standardtypen”, wie das genannte.

In einem Zeitungsartikel schrieb der Journalist Kurt Oesterle 1998 über die »heimliche deutsche Hymne – Der gute Kamerad« – unter anderem:

»Im Alltagsleben des Durchschnittsmenschen gibt es einige musikalische Standardtypen«, … »dazu gehört ›Stille Nacht‹, Mendelssohns Hochzeitsmarsch und das Lied vom ›Guten Kameraden‹.

Es gibt anscheinend doch noch Traditionen – und das ist irgendwie tröstlich – die trotz aller oben geschilderter Abartigkeiten der neu-deutschen Erinnerungskultur, sich doch noch Bahn brechen.Für den nachfolgenden Artikel, erschienen im schwäbischen Tagblatt vom 15. November 1997, erhielt der Journalist Kurt Oesterle 1998 den Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis:

Die heimliche deutsche Hymne

Von Kurt Oesterle

Der gute Kamerad

* Ich hatt einen Kameraden,

Einen Besseren findst du nit

Die Trommel schlug zum Streite,

Er ging an meiner Seite

in gleichem Schritt und Tritt.

* Eine Kugel kam geflogen,

gilt’s mir oder gilt es dir?

Ihn hat es weggerissen,

Er liegt mir vor den Füßen,

Als wär’s ein Stück von mir.

Will mir die Hand noch reichen,

Derweil ich eben lad.

* Kann dir die Hand nicht geben,

bleib du im ew’gen Leben

Mein guter Kamerad!

Wie bei den meisten Volksliedern sind seine Urheber vergessen. Auch sein Titel ist eher unbekannt. Wer das Lied kennt, glaubt gern, es heiße: »Ich hatt einen Kameraden«, doch das ist nur sein erster Vers. Sein richtiger Titel lautet: »Der gute Kamerad«, und es wurde 1809 von Ludwig Uhland in Tübingen gedichtet, Friedrich Silcher gab ihm 1825, ebenfalls in Tübingen, die Melodie. Das Lied entfaltete eine beispiellose Wirkung. Es wurde nationales Trauerlied, ertönte an Kriegsgräbern und an den Gräbern von Zivilisten. Heute ist es nur noch am Volkstrauertag zu hören, zum Gedenken an die Opfer beider Weltkriege sowie deutscher Gewaltherrschaft. Der Soziologe Norbert Elias entdeckte in ihm einen Widerhall kollektiver Todesphantasien.

Im Gedächtnis unseres Volkes geblieben

Bis in die Gegenwart hat das Lied sich im kulturellen Gedächtnis der Deutschen gehalten. Als Frontgespenst geistert der »Gute Kamerad« durch Heiner Müllers Werk, und selbst in Kassibern der »Roten-Armee-Fraktion« blitzen seine Worte auf.

Der Bundespräsident traute dem »Guten Kameraden« nicht. Er ließ einen Mitarbeiter beim Volksliedarchiv in Freiburg anfragen, woher Text und Musik stammten und welche »Aufführungstradition« das Lied habe. Erwünscht war eine »zuverlässige Rudimentärunterrichtung«, wie es in dem Brief vom 7. September 1993 in schönstem Bundespräsidialdeutsch heißt. Welche Sorge den ersten Mann der Republik wegen des Lieds plagte, verraten Notizen eines Archivars unter dem Briefkopf: »Neue Wache in Berlin – Einigungsvertrag – Wehrmachtstradition«. Mit anderen Worten: Paßte das Lied noch in die politische Gedenkkultur des wiedervereinigten Deutschland?

Im Westen gehört es zum Zeremoniell des Volkstrauertags. »Es wird gebeten, nach der Totenehrung stehenzubleiben, bis das Lied verklungen ist«, lautete die Bitte auf den Einladungskarten zur zentralen Gedenkfeier im Bonner Bundestag. Bei Trauerfeiern der Bundeswehr intoniert ein Solobläser das Lied »nach Absenken des Sarges«. Im Osten war die Uhland-Silcher-Tradition abgebrochen. Andere Töne begleiteten dort die Gedenkfeiern von Partei und Armee: Chopins Trauermarsch oder die Arbeiterlieder »Unsterbliche Opfer« und »Der kleine Trompeter«. Geteiltes Land, geteilte Lieder. Nichts, was zusammenklingen könnte.

Die Antwort des Archivs an den Bundespräsidenten war tröstlich: Seit 1918, also auch in der Weimarer Demokratie, sei das Lied bei staatlichen Totenfeiern »aufgeführt« worden. Selbst so erhabene Konkurrenz wie Beethovens »Eroica«, Wagners »Parsifal«-Vorspiel und Chopins »Marche funèbre« hätten es nicht verdrängen können. »Im Alltagsleben des Durchschnittsmenschen gibt es einige musikalische Standardtypen«, schließt der Archivar, »dazu gehört ›Stille Nacht‹, Mendelssohns Hochzeitsmarsch und das Lied vom ›Guten Kameraden‹. Diese Standardtypen sind kaum durch etwas anderes zu ersetzen. Deshalb glaube ich nicht, daß es gelingen könnte, den ‚Guten Kameraden’ zu entthronen.«

Immer wieder Angriffe auf die „Hymne“

Er thront auch weiterhin. Aber fast jedes Jahr, wenn Deutschland sich im November seiner Opfer erinnert, entbrennt irgendwo im Land neuer Streit um das Lied. Die Debatten verlaufen meist nach zwei Mustern: Zum einen ist es ein junger Bürgermeister, dem der »Gute Kamerad« unheimlich wird. Er untersagt, ihn am Volkstrauertag zu spielen. Als Grund nennt er die dritte Strophe, obwohl das Lied auch in seiner Gemeinde immer nur instrumental zu hören war. Die Strophe sei »kriegsverherrlichend« und habe in der Vergangenheit den Sinn gehabt, »zum Weiterkämpfen zu animieren«. Eine Leserbriefschlacht beginnt. Ehemalige Kriegsteilnehmer klagen über die Verletzung ihrer Gefühle. Einer von ihnen schert aus und erinnert daran, wie das Lied an den »Heldengedenktagen« des »Dritten Reichs« eingesetzt wurde, »um das Volk auf Hitlers Angriffskrieg einzustimmen«.

Nach dem zweiten Muster empören sich Friedensaktivisten über das Lied. Wenn es bei der Trauerfeier erklingt, wenden sie sich demonstrativ ab und fangen zu plaudern an. Gefühle sind verletzt, eine Leserbriefschlacht beginnt. Zum Gemeindefrieden trägt die Belehrung bei, das Lied sei längst »international«: Es finde sich in japanischen Liederbüchern, werde in der Fremdenlegion gesungen (»J’avais un camarade«), ja selbst in Holland habe der Soldatensong aus dem Fundus des ungeliebten Nachbarn einen Übersetzer gefunden (»Ik had een wapenbroeder«).

Am schwersten wiegt das Argument, daß Silchers Melodie von den Franzosen zum Nationalfeiertag am 14. Juli am Grabmal des unbekannten Soldaten gespielt werde. Zur Versöhnung der Bürgerschaft taugt ebenso der Hinweis, daß der Bundespräsident an der zentralen Gedenkfeier in Berlin teilnehme, obwohl dort der »Gute Kamerad« ertöne.

Ein an seinen Traditionen irregewordenes Deutschland

Es ist nicht schwer zu verstehen, daß vorwiegend Belege von außen in einem an seinen Traditionen irre gewordenen Land Entlastung bringen – mehr als das klügste Argument von innen. Darum muß sich der schon 1985 unterbreitete Vorschlag des Germanisten Peter Horst Neumann, der in Uhlands Lied ein unschuldiges Opfer deutscher Verhältnisse sieht, wie eine Donquichotterie ausnehmen. Neumann plädiert auf Freispruch: »Da die Vereinnahmung auf der rechten Seite geschah, könnte die Ehrenrettung nur von links her erfolgen. Die militaristische Aura wäre zerstoben, hätte Marlene Dietrich auch den ‚Guten Kameraden’ gesungen oder Ernst Busch zusammen mit dem Lied der Spanischen Brigaden oder Wolf Biermann zum Andenken an Robert Havemann.«

Auf unabsehbare Zeit wird das Lied ohne Worte die Begleitmusik staatlichen Gedenkens bleiben. Ärger entzündet sich daran vermutlich auch künftig vor allem auf lokaler Ebene. An der Staatsspitze scheint es unumstritten. Unten müssen Widersprüche im Gedächtnis offenbar weniger krampfhaft aufgehoben werden als oben, wo die Angst vor übler Außenwirkung oder dem endgültigen Verlust einheitsstiftender Symbole die Harmonie erzwingt. Das Lied soll ein Gemeinplatz der Erinnerung sein: Doch in Deutschland existieren zu viele, zu verschiedene Erinnerungen, als daß sie auf diesem Gemeinplatz zusammenfinden könnten. Ob das immer so war?

Ludwig Uhlands Lied

Uhland schrieb sein Lied während der Befreiungskriege gegen Napoleon. Österreich hatte sich 1809 zuerst erhoben gegen den Imperator. Der junge Poet nahm am Leiden auf beiden Seiten Anteil: Er fühlte mit den Badenern, die unter französischem Befehl gegen die aufständischen Tiroler ziehen mußten, und er trauerte um seinen Förderer Leo von Seckendorf, der als österreichischer Hauptmann gefallen war. Uhland war aufgefordert worden, für ein Flugblatt »zum Besten der (badischen) Invaliden des Feldzugs« ein Kriegslied zu verfassen. Sein Beitrag kam jedoch zu spät, und so nahm sein Freund Justinus Kerner den »Guten Kameraden« zwei Jahre später in seinen »Poetischen Almanach für das Jahr 1812« auf. Danach erschien er in allen eigenständigen Gedichtbänden Uhlands und 1848 im »Deutschen Volksgesangbuch« Hoffmanns von Fallersleben.

Doch in welcher Nachbarschaft das Lied auch stand, es blieb ein Solitär. Ihm fehlte der Völkerschlachtton, der national-heroische Doppelklang, der in den Kriegsliedern der Zeit dominierte: Arndts »Was ist des Deutschen Vaterland?«, Körners »Das Volk steht auf, der Sturm bricht los«, Nonnes »Flamme empor«. Lieder (fast) dieses Schlags dichtete Uhland später auch selbst, und dabei mag er seinem Wunsch nach Parteinahme nachgegeben haben – anders als beim »Guten Kameraden«, bei dem er seinen Ehrgeiz darauf verwandte, den Volksliedton zu treffen, so wie die Sammlung »Des Knaben Wunderhorn«, für die Tübinger Romantiker eine Art Bibel, diesen Ton traf.

Obgleich Uhlands Gedicht schon vertont war, nahm Friedrich Silcher, der Tübinger Universitätsmusikdirektor, sich seiner nochmals an. Volkstümlich wurde romantische Poesie, wenn sie sich singen ließ. Doch keiner im 19. Jahrhundert setzte romantische Poesie so populär in Singbares um wie Silcher.

Ein Leben lang jedoch mußte er gegen das Vorurteil angehen, daß er Uhlands Lied eine Melodie erfunden habe; gefunden hatte er ihm eine, und zwar in der Schweiz, wo ihm das Volkslied »Ein schwarzbraunes Mädchen hat ein’ Feldjäger lieb« zu Ohren kam. Wahrheitsgemäß teilt er auf dem Notenblatt des »Guten Kameraden« mit: »Aus der Schweiz, in 4/4 Takt verändert, v. Silcher«.

Trotzdem wurde er unverdrossen für den Schöpfer gehalten. Es kursierte sogar eine Sage, die glauben machen wollte, ein Herbststurm habe Silcher ein Blatt mit Uhlands Versen durchs Fenster seiner Tübinger Kammer zugeweht. Die Entstehung eines Lieds von derart mysteriösem Erfolg war ohne überirdische Hilfe offenbar nicht zu denken.

Die „heilenden Kräfte“ des Komponisten Silcher

Man hat es in der Folge gedreht und gewendet, um ihm das Geheimnis seiner Wirkung zu entreißen. 1977 erschien eine Schrift des »Wiener Seminars für Melosophie«, die den »heilenden Kräften« in Silchers Vertonung nachlauscht. Ihr Autor, Victor Lazarski, glaubt, daß das Lied sich durch eine ihm selbst innewohnende Kraft aus »militärischer Enge« befreit und zum Abschiedslied der gesamten Menschheit gewandelt habe. Für Lazarski hat die »Seele« des Lieds ihren Sitz im zehnten Takt. Genau dort aber findet sich eine der wenigen Stellen, wo Silcher in die vorgefundene Melodie eingriff, indem er bei der unechten Wiederholung der jeweiligen Schlußzeile den harten Auftakt weicher gestaltete und so den Marsch ins Elegische umkippen ließ.

Viele „Umsingungen“

Was Lazarski beim genialischen Individuum fand, hatte zuvor Heyman Steinthal beim singenden Kollektiv ausgemacht. 1880 veröffentlichte er in der »Zeitschrift für Völkerpsychologie« einen Aufsatz, in dem er sich mit den »Umsingungen« von Uhlands Lied befaßt. Er zitiert eine Variante, die er von einem Dienstmädchen singen hörte:

Die Kugel kam geflogen

Gilt sie mir? Gilt sie dir?

Ihn hat sie weggerissen,

Er lag zu meinen Füßen

Als wär’s ein Stück von mir.

Für Steinthal hat der Volksmund hier verbessernd gewirkt und Klarheit geschaffen: »Nicht ›eine‹ Kugel, sondern die fatale kam geflogen. Er sieht sie kommen, und das ›Gilt sie mir? Dir?‹ schildert die Angst des Soldaten, die er aber um sich nicht mehr als um den Kameraden hat, was auch in dem Mangel des ›oder‹ liegt, welches trennen würde. Den Wandel des ›es‹ in ›sie‹ kann ich nur billigen, denn das ›es‹ der dritten Zeile ist ohne rechte Bedeutung. Eine Verbesserung wiederum ist ›er lag zu meinen Füßen‹, parallel zu ›er ging an meiner Seite‹.«

Ein wirkliches Volkslied, ein ergreifendes Soldatenlied

Uhlands Fassung scheint ihm nur »volksmäßig«, erst durch die Veränderungen werde ein echtes Volkslied daraus. Voraussetzung sei nur, daß so ein Lied gefalle, dann werde es allmählich umgesungen. »Dies geht durch die Jahrhunderte und breitet sich aus wie die Sprache des Volkes und mit ihr.« Einspruch erhebt Steinthal im Namen des Volkes auch gegen die dritte Strophe. Er verwirft sowohl die »Sentimentalität« des Sterbenden, der dem Kameraden die Hand reichen will, wie auch die »Härte« des anderen, der die Hand nicht nimmt. Zudem mag er die Formulierung vom »ew’gen Leben« nicht, sie sei »abstract«. Aus all diesen Gründen werde die dritte Strophe denn auch nirgendwo gesungen. Doch die Stunde von Härte und Sentimentalität sollte noch kommen. Dem »Guten Kameraden« stand sein Aufstieg zu unüberbietbarer Beliebtheit noch bevor.

In ihrer Anthologie »Lieder, die die Welt erschütterten«, präsentiert Ruth Andreas-Friedrich Uhlands Lied bei den Liedern aus dem deutsch-französischen Krieg, wie übrigens auch das Deutschlandlied. War es 1870/71 noch eher ein ergreifendes Soldatenlied als ein »trotziger Kriegsgesang«, so sollte sich das im nächsten Krieg ändern. Eine Umfrage unter Soldaten des Ersten Weltkriegs, gemacht von Volkskundlern, ergab, daß das Lied an deutschen Fronten das meistgesungene war, und zwar wegen seiner »begeisternden Wirkung«. Dazu muß man wissen, daß es jetzt nur noch zum wenigsten aus Uhlands Text bestand, sondern aus einem Potpourri erzpatriotischer Kehrreime. Vorneweg wurden im Originalton jeweils nur die ersten drei Verse gesungen – und dann:

Gloria, Gloria, Gloria Viktoria!

Ja mit Herz und Hand

Fürs Vaterland, fürs Vaterland.

Die Vöglein im Walde,

die sangen all so wunderschön.

In der Heimat, in der Heimat,

da gibt’s ein Wiedersehn.

Noch im ersten Kriegsjahr brachten Uhland-Puristen ein Flugblatt heraus (»Der ›Gute Kamerad‹ in schlechter Verfassung«), in dem sie für derlei »Verhunzungen« das »Eindringen von Operettenschlagern« in die Alltagskultur verantwortlich machen. Doch den wahren Schuldigen entlarvte im August 1918 die »Turn-Zeitung«: Er heiße Wilhelm Lindemann, sei Kabarettist in Berlin und berühmt für die bösen Scherze, die er »zu Vortragszwecken« mit vaterländischem Liedgut treibe. Kein Wunder, daß der an das Lied geklebte Kehrreim so komisch klingt; gesungen wurde er aber im Ernst.

Die Verteidiger des Kehrreims kamen der Sache näher. In ihren Streitschriften begrüßen sie das »Gloria« als Ventilation »unsagbarer Gefühle« zwischen Heimweh und Todesfurcht. Willkommen ist ihnen das Schlagwort-Gewitter des »Gloria« auch, weil es wie ein nationales Glaubensbekenntnis tönt. Der »Gute Kamerad« scheint heimgekehrt ins Kaiserreich, zum »Gemüt« hat er endlich »Gesinnung« erworben.

Nationale Vereinnahme und bewußte Parodie

Konnte man mehr recht behalten, als Heyman Steinthal, der das Schicksal des Volkslieds mit dem der Volkssprache verbunden sah? Die Phrase beherrschte die öffentliche Rede – im Sinn von Karl Kraus’ Erkenntnis, daß das erste Opfer des Kriegs immer die Sprache sei – und folglich Uhlands Lied.

Die nationale Vereinnahmung erzeugte aber auch ihr Gegenstück: die (bewußte) Parodie. Als von 1916 an die Siegeszuversicht schwand, blühten an allen Fronten die Spottversionen. Sie richten sich oft gegen die miserable Versorgung (»Ich hatt einen Katzenbraten«) oder schwelgen – teils mit pazifistischem Unterton – im Überdruß.

Fortan wurde das Lied von allen Seiten beansprucht. Doch sein Sinnkern blieb unverletzt, mochten die Seiten noch so gegensätzlich sein. Den stärksten Beleg dafür bietet Wolfgang Langhoff in seinen »Moorsoldaten«, den Erinnerungen an seine KZ-Haft während der frühen Nazi-Zeit: Die SS hat einen Häftling erschossen. Die anderen überlegen, wie sie dagegen »protestieren« können. Als beim Appell der Befehl kommt: Singen!, stimmen sie den »Guten Kameraden« an. Die SS-Männer sind irritiert. Einer fragt die Häftlinge: Wieso dieses Lied? Sie sagen es ihm, und er »stiefelt nachdenklich auf seinen Platz zurück«.

Ob sich deutsche Landser im Zweiten Weltkrieg durch Uhlands Lied bei ihren Vorgesetzten ähnlichen Respekt verschafften, ist zweifelhaft, zumindest im folgenden Fall. Es scheint unglaublich, aber da getrauen sich ein paar Todgeweihte, in ihrer »Frontkämpferzeitung Nr. 31, Dez. 42« diese Zeilen zu drucken:

Wir hab’n einen großen Führer

Einen größern findt ihr nicht.

Er führt durch blut’ge Kriege

Vier Jahr lang uns zum Siege,

Doch das Ende sehn wir nicht.

Gloria, Gloria, Gloria Viktoria!

Für das Hakenkreuz,

Mit dem Ritterkreuz

Gehn wir zu Grab.

Ein mythischer Charakter

Wie auch Ernst Buschs antifaschistische Neuschöpfung aus dem Spanischen Bürgerkrieg, gewidmet dem gefallenen Kommunisten Hans Beimler (»Eine Kugel kam geflogen / aus der ›Heimat‹ für ihn her«), belegt diese Variante den mythischen Charakter, den das Lied inzwischen angenommen hatte. Es ließ sich endlos aktualisieren, immerfort neuen Erfahrungen und Positionen angleichen, aber stets so, daß darunter der Urkamerad erkennbar blieb. Uhlands Lied wurde sozusagen ein Überschreib-Lied, eine Palimpsest-Hymne nach der Art der mittelalterlichen Schreibvorlagen, die abgekratzt und wieder beschrieben werden konnten, und zwar so, daß die ältere unter der jüngeren Schrift noch lesbar war.

Warum aber entstand statt der zahllosen Überschreibungen kein neues Lied? Ein ganz persönliches, unverwechselbares? Fanden die Deutschen im »Guten Kameraden« zu allen Zeiten ihre heimliche Hymne? Vielleicht wurde für jene, die auf Uhlands Form zurückgriffen, die eigene Erfahrung gerade in dieser Form vertrauter, glaubwürdiger, teilbarer und mitteilbarer.

Eine weitere Antwort gibt in seinen »Studien über die Deutschen« Norbert Elias, der das Lied als Soldat im Ersten Weltkrieg kennenlernte. Die Deutschen hätten den »Guten Kameraden« stets so inbrünstig gesungen, weil er ihr »verdüstertes Selbstgefühl« ausdrückte. Daß ihre Lieblingslieder fast alle eine »starke Vorahnung des Todes« erfülle, sei historisch zu erklären: Vom 16. Jahrhundert an war Deutschland durch seine staatliche Schwäche viele Male Europas »Hauptkriegsschauplatz«. Vor allem der Dreißigjährige Krieg hinterließ traumatische Spuren im »Habitus der Deutschen«. Geblieben sei ihnen eine unauslöschliche Erinnerung an Zerstörung, Tod, Vergeblichkeit.

Elias weist so dem »Guten Kameraden« seine Bedeutung im größtmöglichen Zeitraum deutscher Geschichte zu. Doch ist dies unselige Kontinuum mittlerweile beendet? Was den »Guten Kameraden« betrifft, sieht es so aus. Zumindest, wenn man den Blick auf sein Erscheinungsbild in Heiner Müllers frühem Drama »Die Schlacht« lenkt. Darin gibt es eine Szene, in der deutsche Soldaten des Zweiten Weltkriegs, vor Hunger dem Wahnsinn nahe, zu Silchers Klang und Uhlands Worten einen Kameraden verspeisen. Das ist die äußerste Katastrophe, die den »Guten Kameraden« ereilen kann. Im kannibalischen Irrsinn des totalen Kriegs findet die Tübinger Romantik ihr Ende.

Doch seine bisher letzte Wiederkehr fand in den Stammheimer Zellen der RAF statt, und sie ist keine Erfindung. Stefan Aust zitiert in seinem »Baader-Meinhof-Komplex« aus einem konfiszierten Kassiber Gudrun Ensslins, in dem inmitten kleingehackter RAF-Prosa der Vers steht: »Ich hatt einen Kameraden«. Er blitzt auf, als die Verfasserin sich wieder einmal zugunsten Baaders gegen die »Verräterin« Meinhof entscheidet. Der »Gute Kamerad« als Orientierungshelfer zwischen Freund und Feind: So kompliziert konnte im Volksbefreiungskrieg die Lage mitunter sein.

Der so schwer Bedenken-tragende Bundespräsident seinerzeit war niemand anders als Richard Weizsäcker, der selbstvergessene, schöngeistige Bußprediger.

Das hat Kurt Oesterle 1997 sicher nicht ahnen können, dass wenige Jahre später wieder deutsche Soldaten in einem sinnlosen Krieg sterben werden und nicht nur an Gedenktagen im November das Lied akut wird.

*(Original: http://altmod.de/– hier in leicht gekürzter Fassung. Kürzungen und Zwischenüberschriften von Peter Helmes)

www.conservo.wordpress.com      15.11.2020

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. Wer jedoch andere Foristen mehrfach persönlich angeht, beleidigt oder unflätig beschimpft, wird nach einer dreimaligen Verwarnung vom Diskussionsforum ausgeschlossen. Maria Schneider Beiträge bitte an Maria_Schneider@mailbox.org Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen emails und auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zu Eigen. Diese Erklärung gilt für alle in und mit meiner Internetadresse/emails angebrachten Links. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Zu diesem Zeitpunkt waren keine Rechtsverstöße ersichtlich. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Websites ist ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden jedoch derartige Links umgehend entfernen. Maria Schneider 10.11.2020
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Bundespräsident Steinmeier, Bundeswehr, Christen, Kultur, Medien, Politik Deutschland abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

27 Antworten zu Die heimliche Deutsche Hymne – Zum Volkstrauertag

  1. Dr. Gunther Kümel schreibt:

    Eine detailreiche Analyse auf hohem Niveau!
    Tradition
    Mit entschiedener Schärfe wendet sich der (linke?) Zeitgeist gegen die Tradition, sie sei „fortschrittsfeindlich“. Fortschritt hin zu einem Ziel, von dem die Ideologie behauptet, es sei das alleinseligmachende.
    Tradition ist die Weitergabe aller geistigen Werte an nachfolgende Generationen.
    Fiele diese Weitergabe nur in einer einzigen Generation aus, so würde sich die Menschheit auf dem kulturellen Niveau der frühen Steinzeit wiederfinden. Nur der Mensch als das einzige kulturfähige Wesen kennt die Tradition. Die Tradition ist eine essentielle Errungenschaft des Menschen.

    Gefällt 2 Personen

    • Ingrid schreibt:

      Sehr gut gesagt Herr Dr. Kümel, genauso ist es.
      Aber die Traditionen sollen abgeschafft werden. Schon unsere Enkelkinder werden nichts mehr von Traditionen wissen, wenn wir sie ihnen nicht weitergeben.
      Ein Land ohne Tradition, wird zum wilden Haufen oder Horde, wo jeder sich der führenden Obrigkeit unterordnen muss.
      Danke lieber altmod auch für die Texte, ich habe mit meinem ehemaligen Soldaten, den guten Kameraden gesungen.

      Gefällt 4 Personen

  2. luisman schreibt:

    Das fehlt noch:

    Gefällt 2 Personen

  3. Werner N. schreibt:

    *Linke* blicken nur in die Zukunft und halten die Annahmen für „progressiv“. (Neo-) *Rechte* sind zukunftsblind. Richtig wäre: ABWÄGEN, WAS, WIE und WARUM bewahrt bzw. neu werden soll. Selbst „Konserven“ haben ein Verfallsdatum. Die sog. „bürgerlichen Revolution“ verläuft auch deshalb schleppend, weil es daran hapert.

    Gefällt 3 Personen

  4. Artushof schreibt:

    Eine eigene Meinung haben?
    Was ist dran an der IB?

    KLAGE GEGEN DEN VERFASSUNGSSCHUTZ – EIN PROZESSBERICHT
    12. November 2020

    Am heutigen Donnerstag war der erste mündliche Verhandlungstag im Prozess gegen den Verfassungsschutz angesetzt. Die Identitäre Bewegung führt seit nunmehr drei Jahren zwei Verfahren vor den Gerichten in Köln und Berlin. Bei der anhängigen Klage in Berlin folgte heute nun eine Verhandlung, die sich um die Nennung der Identitären Bewegung in den Verfassungsschutzberichten der Jahre 2016 -2019 drehte und die Klage der Identitären Bewegung schließlich abgewiesen hat. Ein vorheriger Antrag auf die einstweilige Verfügung wurde zuvor mit teilweise absurden Begründungen und Argumentationen im Eilverfahren abgelehnt.

    Nun folgte also die mündliche Verhandlung, die sich im Wesentlichen mit der Frage auseinandersetzte, ob die Identitäre Bewegung einen exkludierenden Volksbegriff vertrete, der sich ausschließlich an ethnischen Kriterien nach der Abstammung, Herkunft und auch kulturellen Einbindung eines Menschen orientiere. Sowohl der beklagte Verfassungsschutz als auch das Gericht haben in vergangenen Schriftsätzen und auch im Beschluss des Eilverfahrens argumentiert, dass die Identitäre Bewegung ein Konzept der „ethnischen Reinheit“ und „Homogenisierung“ vertrete. Das Argument lautet, dass die IB Menschen aufgrund ihrer ethnokulturellen Herkunft diskriminiere und die Zugehörigkeit zum deutschen Staatsvolk absprechen würde.

    Auch in der mündlichen Verhandlung wurde dieser Vorwurf erneut vom Verfassungsschutz als auch vom Gericht vorgetragen. Diese Unterstellung macht einmal mehr deutlich, dass sowohl das Gericht als auch der Verfassungsschutz nicht willens sind, die Texte und Positionen der Identitären Bewegung sinnerfassend zu lesen, und darum böswillige, selektive Verkürzungen vornehmen, um das feststehende Bild einer vermeintlichen ethnischen „Reinheitsvorstellung“ zu zementieren. Ob es eine unterbewusste Selbstoffenbarung des Verfassungsschutzes ist, wenn beim Begriff der „ethnokulturellen Identität“ ausschließlich an abstrakte Reinheitsvorstellungen gedacht wird, oder ob es ein pawlowscher Reflex auf einen Triggerbegriff ist, kann dahingestellt bleiben.

    Fakt ist jedoch, dass die Identitäre Bewegung den Begriff der ethnokulturellen Identität immer nur in einem relationalen, nie aber in einem absolut gesetzten Zusammenhang verwendet hat. Das heißt: Die ethnokulturelle Identität beschreibt individuelle sowie soziale Prozesse und Phänomene, die die Wechselwirkung des Menschen zwischen einem räumlich gebundenen Kollektiv (Volk, Kultur, Nation) mit sich selbst als Individuum erfassen. Dabei ist die ethnokulturelle Identität nicht einfach nur auf einen biologistischen Aspekt reduziert, sondern entfaltet sich überhaupt erst in einem Netzwerk von historischer Kontinuität, sozialem Gefüge, Religion, Herkunft, Wertesystem, Sprache, Sitten, Raumgebundenheit und Tradition.

    Die Verabsolutierung eines Teilaspektes der ethnokulturellen Identität wurde von der Identitären Bewegung stets zurückgewiesen. Das Gericht wollte es jedoch genau wissen und fragte nach welchen Kriterien für uns jemand „deutsch“ ist und knüpfte daran an, was dafür nach Ansicht der Identitären Bewegung erfüllt sein müsste. Weder der Verweis auf das bis 1999 geltende Ius sanguinis, nach dem Deutscher ist, wer deutsche Vorfahren hat, noch das Argument, dass mithilfe einer assimilatorischen Politik und Leitkultur auch das Bekenntnis und die vollständige Identifikation mit unserem Volk die Möglichkeit schafft, deutscher Volkszugehöriger zu werden, hat das Gericht berücksichtigt. Es machte zeitweise den Eindruck, als ob Gericht und Verfassungsschutz keinerlei Interesse hatten, einen objektiven Zugang zu unseren Zielen und Positionen zuzulassen und die Frage nach der ethnokulturellen Identität nur in einem binären System betrachteten, welches weder Maß noch Mitte kannte. Entweder man unterwirft sich der Herrschaftsmeinung, dass allein ein einfaches unverbindliches Bekenntnis zum „Deutschsein“ für die Volkszugehörigkeit reicht, oder man strebt eine totale ethnische Homogenisierung an. Dass demokratische Staaten jedoch durchaus Einwanderung auch nach ethnischen und kulturellen Aspekten steuern können, dass es politische Instrumente über Kontingentverteilungen für Einwanderergruppen, Leitkulturmaßnahmen, Grenzschutz und stärkere Restriktionen und Begrenzungen in der Staatsbürgerschaftsvergabe gibt, wurde einmal mehr ignoriert.

    Eine absurde Szene zeigte sich schließlich, als die Prozessvertretung der Identitären Bewegung sogar darauf hinwies, dass der Verfassungsschutz in seinen Schriftsätzen selbst eingesteht, dass das Eintreten für eine restriktivere Einwanderungspolitik sowie die Beschränkung der Einwanderung aus schwer integrierbaren, fremden Kulturkreisen noch kein Beleg für eine Verfassungsfeindlichkeit sei. Dem wurde entgegnet, dass es schließlich nicht auf die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Kulturkreis ankomme, sondern immer wieder nur auf das individuelle Bekenntnis des Einzelnen, welches jegliche ethnokulturelle Kontextualität verneint. Wenn der Verfassungsschutz hier von Kulturkreisen spricht und am Ende dann doch wieder nur auf den individuellen Einzelfall abstellt, erscheint es zumindest widersprüchlich, da „Kulturkreise“ durchaus durch kollektive Merkmale geprägt sind. Da die Politik darüber hinaus auch generalisierende Steuerungselemente der Einwanderung schaffen muss, erscheint es etwas lebensfremd, wenn man die Themen Einwanderung, Integration und Zugehörigkeit einzig und allein auf einen individuellen Entscheidungsmoment verkürzt. Selbstverständlich braucht es kollektive Zugehörigkeitsmarker wie die ethnokulturelle Identität, die den Raum für soziale und gesellschaftliche Zustandsanalysen eröffnen und in politisches Handeln übersetzt werden können. Die unterstellte idealisierte Vorstellung der „Reinheit“ ist davon jedoch weit entfernt.

    Wer das Verfahren gegen den Verfassungsschutz mit einer Spende unterstützen möchte, kann das HIER tun! Dieser Prozess geht uns alle etwas an!

    Zum Abschluss veröffentlichen wir noch das Originalmanuskript unserer Stellungnahme in der Verhandlung.

    STELLUNGNAHME VOR GERICHT

    Seit nunmehr 4 Jahren steht die Identitäre Bewegung Deutschland e.V. unter der Beobachtung des Verfassungsschutzes und wird dort inzwischen seit einem Jahr als „gesichert rechtsextremistisch“ eingestuft. Ein Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz wurde vor dem Verwaltungsgericht Berlin abgelehnt – teilweise mit abenteuerlichen Begründungen und echten Unterstellungen, deren juristische Begründungskraft sogar hinter die Ausführungen der Beklagten zurücktreten. So bemüht sich der Verfassungsschutz zumindest noch, einen Verständnisrahmen für den Begriff der „ethnokulturellen Identität“ aufzuziehen, wenngleich es jedoch auch dort zu Fehlinterpretationen, groben Missverständnissen und grundfalschen Prämissen kommt.

    Das Verwaltungsgericht Berlin führt in seiner Beschlussbegründung jedoch sofort einen Begriff der „ethnischen Reinheit“ an und setzt diesen gleich a priori, als ob das Konzept eine selbstverständliche Forderung der Identitären Bewegung sei. Unterstellend und abenteuerlich ist hierbei vor allem die Tatsache, dass der Begriff sogar noch in Anführungszeichen gesetzt wird, wodurch der Eindruck entsteht, die Identitäre Bewegung würde sich diese Terminologie zu eigen machen.

    Eine Primärquellenanalyse der Identitären Bewegung zum Begriff „ethnische Reinheit“ ergibt auf der Internetseite und nahestehenden Blogs genau vier Treffer. Im Kontext der dazugehörigen Artikel wird dabei explizit betont, dass man sich GEGEN das Verständnis eines „ethnisch reinen Volkes“ stellt. Dies wird in der Beschlussbegründung vollständig ignoriert. Besonders einfach macht es sich das Gericht im weiteren Argumentationsverlauf, wenn basierend auf der Grundlage des vermeintlichen „ethnischen Reinheitsbegriffes“ jede Tätigkeit, Aktion oder Verlautbarung der Identitären Bewegung so interpretiert wird, dass sie im Ergebnis immer nur dazu diene, die eigenen „verfassungsfeindlichen Ziele“ durchzusetzen. Dadurch werden nicht mehr die einzelnen Handlungen und Aussagen bewertet, sondern das Handeln der IB kategorisch als verfassungsfeindlich begriffen – unabhängig von der tatsächlichen Zielsetzung. Polemisch ausgedrückt könnten wir auch entlaufene Katzenbabys retten und das Gericht und der VS würde dies als eine verfassungsfeindliche Zielsetzung bewerten.

    Durch die festgefahrene Kontinuität des Begriffes der ethnischen Reinheit wird schließlich unterstellt, dass ethnisch Fremde ausgeschlossen werden sollen und keine deutschen Staatsbürger sein könnten. An dieser Stelle zeigen sowohl Gericht als auch die Beklagte immer wieder eine sehr selektive Auffassung der Positionen der Identitären Bewegung. Es geht eben nicht darum, einen Ethnostaat aufzubauen, der irgendwelchen willkürlichen Reinheitskriterien folgt, sondern eine politisch legitime Position in einer Debatte um Identität, Kultur, Einwanderung, Assimilation und Integration einzunehmen. Positionen, die in soziologischen, sozialpsychologischen und politikwissenschaftlichen Diskursen kontrovers diskutiert werden und aus denen heraus wir eine eigene Forderung ableiten. Es ist im übrigen auch reichlich absurd, dass wir dieses Verfahren hier unter der Fragestellung führen ob Ethnie und Kultur als soziale Bedingungen für Völker und Kulturen gelten, während die letzten Wochen von massiven Meinungs- und Deutungskämpfen der Black Lives Matter Bewegung, und ethnischen Diversivitätsdebatten geführt wurden. Die Frage über die Gewichtung von ethnokulturellen Voraussetzungen für ein soziales Gefüge obliegt aber der gesellschaftlichen Aushandlung und nicht dem Verfassungsschutz.

    In jedem Text und Positionspapier der IB wurde immer wieder stets darauf verwiesen, dass der „Erhalt der ethnokulturellen Identität“ eben kein biologistisches Konzept ist, was sich an die NS-Ideologie des Dritten Reiches anlehnt und auch kein Kriterium für den Ausschluss von staatsbürgerschaftlichen Rechten für Migranten oder Ausländer darstellt. Nachweise dafür gibt es aus unseren Primärquellen reichlich. Dies alles wird im Beschluss ignoriert, womit auch die bis dato falsche Linie des Verfassungsschutzes in der Einschätzung der Identitären Bewegung bestätigt wird. Dieser sollte nämlich im Rahmen einer Gesamtschau aller Tatsachen einschätzen, ob verfassungsfeindliche Bestrebungen bei einem Personenzusammenschluss vorliegen. Dies wurde auch im Republikaner-Urteil von 2006 vor dem Oberverwaltungsgericht festgestellt, wo der Verfassungsschutz alle Tatbestände missachtet und ignoriert hatte, die die Republikaner entlasteten. Mäßigende Äußerungen und Verlautbarungen dürfen daher nicht einfach weggewischt werden.

    Zwar räumt der Verfassungsschutz ein, dass das Eintreten für Grenzschutz und eine restriktivere Einwanderungspolitik von der Meinungsfreiheit gedeckt sei. Doch hier bleiben bisher alle Schriftsätze im Abstrakten und Positionen der Identitären Bewegung, intellektuelle Auseinandersetzungen, Texte, Reden etc. werden vollends aus dem Blickfeld genommen, um den Strohmann einer vermeintlichen Zielsetzung der „ethnischen Reinheit“ aufrechtzuerhalten.

    Die Ziele und Forderungen der Identitären mögen polarisieren und kontrovers sein. Ja! Sind sie dadurch auch verfassungsfeindlich? Mitnichten! Und wenn es wirklich einen Zugang zu unseren Vorstellungen geben sollte, der ergebnisoffen ist, der sich freimacht von falschen Interpretationen, dann muss man gewiss nicht mit der IB übereinstimmen. Doch sie als verfassungsfeindlich zu markieren ist ebenso falsch! Wir hoffen, dass das Gericht eine differenzierte Bewertung und Betrachtung vornehmen kann und eine sensible Abwägung und Gewichtung zwischen Meinungsfreiheit und den Erfordernissen einer Beobachtung durch den Verfassungsschutz vollzieht. Wir hoffen, dass das, was der Verfassungsschutz und der Beschluss im einstweiligen Verfahren durch das VG Berlin nicht zu leisten imstande waren – nämlich eine ausgewogene Bewertung aller Umstände und Tatsachen vorzunehmen – zumindest in dieser Verhandlung Berücksichtigung findet und möglicherweise auch festgestellt wird, dass Ziele und Positionen der IB – so wie sie aufgeschrieben und gesagt wurden – auch tatsächlich so gemeint sind, anstatt überall ein agitatorisches Täuschungsmanöver von unserer Seite zu vermuten.
    IB

    Gefällt 1 Person

    • Mona Lisa schreibt:

      Da gibt es nichts zu hoffen, weil der Verfassungsschutz eben gar nicht objektiv beurteilen will. Nicht von ungefähr entlässt er sich selbst aus der Verantwortung eine objektive Gesamtschau vorzunehmen. Er ist in höchstem Maße parteiisch und subjektiv.

      Ich bin schon ganz neugierig auf das Geeier der österreischichen Gerichte beim Straftatbestand „politischer Islam“. Das werden wahre Schmankerl werden und so mancher Ankläger und Richter wird für seine Interpretationsversuche büßen müssen.

      Liken

  5. Semenchkare schreibt:

    Das Volk trauert nicht um seine Toten.
    Das Volk hällt still, wenn tagein tagaus Volksangehörige, totgeschlagen, abgestochen werden, oder sonstwie sterben.
    Ich habe die „Trauerveranstaltung“ nur einstückweit ertragen und die Glotze aus gemacht.

    Schuldkultsuhlerei im de. Parlament von einem Ex-General,bä….

    Ich empfinde keine Trauer, sondern ohnmächtige Wut!

    Liken

    • Mona Lisa schreibt:

      Geht mir auch so. Vor meiner Trauer kommt die Strafe der Schuldigen. Sind die bestraft, dann kann ich auch trauern.
      Mit Trauer im Herzen ist man schwach, nur mit Zorn kann man bestrafen.

      Liken

    • Semenchkare schreibt:

      …beispielsweise!!

      Gefällt 2 Personen

    • Ingrid schreibt:

      ,,Das Volk trauert nicht um seine Toten“.

      Für mich sollte dieser Tag zum Islam-Tötungstag umbenannt werden, denn gerade diesen Toten wird keine Ehre gewürdigt.
      Zumindestens sollten all den Opfern vom Terror ein besonderer Platz eingeräumt werden.

      Was da stattfindet ist eine zur Schaustellung von Eitelkeiten und der wirklichen Trauer unwürdig.

      Gefällt 1 Person

    • Dr. Gunther Kümel schreibt:

      Semenchare,
      Bekümmert es denn keinen, daß merkl&CO 12.000-13.000 Cornoatote verschuldet hat?
      Ihr seid allzu lieb zu der bösen (Stief)Mutti!

      Gefällt 1 Person

      • Mona Lisa schreibt:

        Und Sie sind allzu lieb zu Big Pharma !
        Kümel, wenn Sie so bekümmert sind, dann nehmen Sie doch als Testkaninchen an einer der maximal verkürzten Impfstudien teil.
        Für ein Virus das weltweit grasiert gibt es keinen dauerhaften Schutz durch Abschottung und restriktive Maßnahmen – es sei denn man impft alle Menschen durch.
        Entweder man impft und impft immer wieder, oder aber man setzt auf Immunität.
        Bei beiden Verfahren gibt es Opfer zu beklagen !
        Bei der Schweinegrippe hat man geimpft. 700 Impfopfer, meist Kinder, leiden jetzt an Narkolepsie. Millionen Impfdosen wurden vernichtet, weil das Virus nicht halb so gefährlich war wie propagiert.
        Sind Sie da jetzt auch bekümmert ?
        Und sind Sie auch bei den Grippetoten und den MRSA-Toten bekümmert ?
        Oder bei der ins Kraut schießenden Selbstmordrate der Maßnahmen-Verzweifelten ?
        Oder bei den isoliert alleingelassenen Alten, die vor lauter Kummer sterben ?
        Nein, das sind Sie nicht.
        Viren gehören zu unserem Leben. Es ist vollkommen illusorisch zu denken, man könnte das ändern – außer man heißt z.B. Bill Gates, will Kasse machen und seine Macht mißbrauchen.
        Sie leiden an der fixen Idee eines Gates, Drostens und Wielers, und das sind die Leute die mich „bekümmern“.

        Liken

  6. text030 schreibt:

    Es fällt mir schwer, aber ich muss am heutigen Gedenktag persönlich werden:

    Das Gedenken heute ist wichtiger denn je, erinnern doch die aktuellen Ereignisse immer mehr an die Diktaturen und ihre Hinterlassenschaften.. Bei einer Schweigeminute der Corona-Bustour heute in Bitburg störte die Polizei mit Durchsagen. Es durfte kein Megaphon benutzt werden und die Versammlung wurde beendet. Gleichzeitig durfte die Antifa mit Trillerpfeifen stören. In Saarbrücken wurde den Teilnehmern mit Polizeihunden der Weg versperrt. Woran mich als politisch Verfolgten Polizeihunde gegen friedliche Menschen erinnern. Ich schreibe es hier kurz für alle Mitleser:

    Am 07. Oktober 1967 versuchte ich am Strausberger Platz mit tausenden jungen Menschen die Verhaftung eines Ehepaares durch die Stasi zu verhindern. Was vereitelt wurde. In den nächtlichen Verhören und dem Stehen an der Wand mit Armen hinter dem Kopf hatte ich ein menschliches Bedürfnis. Auf der Toilette standen Stasi-Leute mit Waffe und einem Schäferhund hinter mir. Der Hund berührte mein Gesäß und ich konnte nicht……
    Die Stasi unterstellte, dass ich gar kein Bedürfnis hätte und schlug mich erneut zusammen. So, liebe Mitleser, nun wisst ihr, was Re-Traumatisierung heißt und was ich beim Anblick von derartigen Videos denke und empfinde. Schämt Euch!

    (Ich schreibe das, obwohl ich Querdenken in Bezug auf die Bewertung der Pandemie differenziert sehe, aber das Eintreten für das GG unterstütze)

    Gefällt 4 Personen

    • Ingrid schreibt:

      Du hast mein Mitgefühl text030, du hast das schon alles einmal durch, für dich müssen diese Zustände der blanke Horror sein.

      Gefällt 1 Person

      • text030 schreibt:

        Ja, Re-Traumatisierung ist die Hölle pur. Die daraus resultierenden gesundheitlichen Schäden sind unabsehbar, Todesfolge eingeschlossen. Für Ihre Anteilnahme meinen aufrichtigen Dank!

        Liken

    • conservo schreibt:

      @ texto30: Lieber Herr, ich weiß, daß solche Erinnerungen ungeheuer wehtun. Ich bin Ihnen sehr dankbar, daß Sie sehr glaubwürdig Ihre eigene Erfahrung schildern. Wir/viele können (oder wollen) das nicht hören, aber es ist als Mahnung aus der Vergangenheit für die Gegenwart unverzichtbar. Denn die Diktatur ist nahe, ja, sie steht schon wieder im Haus! Herzlichst, Ihr PH

      Liken

  7. Dr. Gunther Kümel schreibt:

    Vom Orchestrieren des Great Reset: Was steckt wirklich dahinter?

    https://sciencefiles.org/2020/11/15/vom-orchestrieren-des-great-reset-was-steckt-wirklich-dahinter/

    Liken

  8. Dr. Gunther Kümel schreibt:

    https://sciencefiles.org/2020/11/15/ard-manipulation-und-us-wirklichkeit-was-ihnen-heute-vorenthalten-werden-soll/

    Antifa-Gangs machen Jagd auf Trump-Anhänger!

    Der “angebliche Wahlbetrug” ist nur für die nicht deutlich, die daran glauben, dass mitten in der Nacht Stimmen für Joe Biden und ausschließlich für Joe Biden vom Himmel fallen, dass die für die Auszählung Verantwortlichen, Wahlbeobachter der Republikaner ohne Grund und nur aus Spaß daran hindern, ihr Recht, die Auszählung zu überwachen, wahrzunehmen, und nicht etwa, weil bei der Auszählung in großen Stil betrogen werden soll, von einem angeblichen Wahlbetrug können nur Naive schreiben, die tatsächlich glauben, die mittlerweile Hunderte eidesstattlicher Erklärungen, Zeuge von Wahlbetrug geworden zu sein, seien frei erfunden, die Erfinder bereit, für ihre Erfindung ins Gefängnis zu gehen, und das können nur Ideologen behaupten, die selbst dann, wenn ein “Software-Glitch” ausschließlich zu Gunsten von Joe Biden und den US-Democrats wirkt, immer noch glauben wollen, das sei Zufall und nicht System.

    Die Rally trägt den Namen “MillionMagaMarch” und “MarchforTrump” und sie wurde vom #stopthesteal Movement organisiert. Aber den Namen des Veranstalters #stopthesteal, den muss die ARD natürlich verschweigen, sonst müsste zugegeben werden, dass es in den USA sehr viele Wähler gibt, die der Überzeugung sind, das derzeitige Ergebnis der letzten US-Präsidentschaftswahl sei das Ergebnis von umfassendem Wahlbetrug.

    Gefällt 1 Person

    • Mona Lisa schreibt:

      Tja, und heuer jammert der Hörr Präsident nach fehlender Unterstützung.
      Er hat das alles genau wie Merkel forciert, und auch seine Wähler sind dran schuld, und jetzt klagt die Grand Nation, es fehle die internationale Solidarität gegen den Islam, und auch die Beileidsbekundungen seien zu spärlich ausgefallen.

      Wenn ich meinen Eltern mit so einer Nummer gekommen wäre : erst nicht hören wollen und dann abjammern – die hätten mir eine gedachtelt, dass ich nicht mehr gewusst hätte wo vorne und hinten ist.
      Bei uns war das die erste Lerneinheit : was Du trotz Mahnungen selbst versemmelst, das musst Du auch alleine ausbügeln – wie auch immer !
      Anders war und ist es nicht möglich eine Entwicklung zu beschreiten. Der Mensch wird nur durch Schaden klug und manche kostet es das Leben.

      Gefällt 1 Person

    • lilie58 schreibt:

      Das wird auch bei uns so kommen. Ziel ist das Kalifat. Da nutzen auch die naiven Reden einer Karlizcek und eines Seehofer‘ vom deutschen Islam nix, alles linke Narrative, haben Kairo und Teheran schon zugestimmt? Lach, der Islam beinhaltet die Scharia, und das können nur die Muslime selbst ändern. Im Moment sieht es nicht so aus, das Gegenteil ist der Fall. Der Islam wird wesentlich schrifttreuer ausgelegt als noch vor Jahren. Immerhin ist der Islam ca. 600 Jahre jünger als das Christentum. Diese Muslime werden unser größtes Problem in der Zukunft sein, Schluß mit dem dummen Geschwätz vom Islamismus. Es gibt nur einen Islam! Das sagte auch schon Erdogan. Wer keine Probleme hat, der schafft sich welche! Dank unserer Dornenkönigin Merkel, Königin der Schmerzen, ist das doch wundervoll gelungen. Vergessen wir niemals, wie viele Menschen 2017 diesem Programm der Massenmigration und allem, was dranhängt, wie der großen Transformation, die Zustimmung gegeben haben, direkt und indirekt durch das Wählen der entsprechenden Parteien. Wir drehen uns im Kreis, und das seit 2015 bzw. eigentlich schon wesentlich länger. Nur, dass ein paar von uns jetzt aufgewacht sind, aber leider sind es immer noch nicht genug! Die Linke Zeit berichtet über eine EINKNICKENDE! Regierung in Argentinien
      https://www.welt.de/politik/ausland/plus219120062/Argentinien-Die-Regierung-die-einknickte-und-den-Lockdown-wieder-aufhob.html

      Liken

    • Shinobi schreibt:

      @Mona Lisa schreibt:
      16. November 2020 um 07:00

      Es tut mir Leid Frau Mona Lisa, aber was Sie geschrieben haben , entspricht nicht den Tatsachen. Nicht Macron hat diese Zustände zu verantworten, sondern seine Amtsvorgänger. Grenauer gesagt die französischen Systemparteien (Republikaner und Sozialisten). Dazu zählen auch Mitterrand, François Hollande, Nicolas Sarkozy . Macron hatte erst 2017 eine neue eigenen Partei gegründet (En Marche!) um endlich diesen ganzen Mist zu korrigieren, den seine Vorgänger über Jahrzehnte angerichtet haben. Ich bin kein großer Fan von Macron. Aber Macron ist kein Mitglied der französischen Systemparteien Sozialisten (Parti socialiste), Republikaner (Les Républicains) !

      In der Regierungsverantwortung wäre die Front Nationale natürlich die bessere Wahl gewesen als Macron mit seiner Partei. Aber Macron versucht wenigstens etwas um den Islamismus zu bekämpfen im Gegensatz zu seinen Vorgängern!

      Liken

  9. Dr. Gunther Kümel schreibt:



    Liken

  10. Emil schreibt:

    Was wollen uns diese Graphiken sagen? Das es heuer keine Grippe gibt?
    “Der PCR-Test ist wie Kaffeesatzlesen”.*
    * Professor Dr. Ulrike Kämmerer, Uniklinikum Würzburg

    Soweit zum Thema : Corona und die Zahlen.
    Noch dazu von der von Bill Gates gesponserten John Hopkins

    Liken

    • Dr. Gunther Kümel schreibt:

      Lieber Emil, die Graphiken haben nichts mit dem PCR-Test zu tun.
      Wie die Beschriftung zeigt, handelt es sich um die Corona-Toten und um die Intensivpatienten in der BRD.
      Wenn Sie den PCR-Test für faulen Zauber halten, empfehle ich Ihnen, in Zukunft gar nicht erst zum Arzt zu gehen. Denn der überwiegende Teil der Erreger wird heute durhc PCR nachgewiesen.

      Liken

Kommentare sind geschlossen.