Zum 1. Advent 2020: Bergkarabach bäumte sich ein letztes Mal auf, Tausende nie mehr

(www.conservo.wordpress.com)

Von Albrecht Künstle

– Die Schlacht ist geschlagen, Tausende sind tot, 100.000 nach Armenien geflohen

– Eine Betrachtung zum Advent (adventus Domini, lat. für Ankunft des Herrn, bezeichnet die Jahreszeit, in der die Christenheit sich auf das Fest der Geburt Jesu Christi, Weihnachten, vorbereitet). Doch wer kam: Es waren Aserbeidschans Schiiten und türkische Sunniten, sie besiegen die Armenier final.

So leitete ich vor zwei Monaten meinen Beitrag zu Bergkarabach ein…

„Erdogan, der Sultan vom Bosporus, will die armenischen Christen in Bergkarabach nur in Frieden lassen, wenn sie den „von ihnen besetzten aserbaidschanischen Boden sofort verlassen.“ Die Türkei werde „mit allen Mitteln“ dafür sorgen. Und wenn dieser Türke ALLE sagt, dann meint er wie die Jungtürken 1915 auch alle Mittel! Über eine Million Armenier wurden damals Opfer des Völkermords.“

Jetzt ist es soweit. Das kleine Völkchen Bergkarabachs mit nur 145.000 armenischen Christen ist nach wenigen Wochen auf geschätzt 40.000 Bewohner dezimiert, das sich noch ein Viertel des früheren Ländchens teilen muss. Etwa 100.000 flohen ins Stammland Armenien oder kamen durch die Kämpfe um. Das habe aber nichts mit Religionen zu tun, ließ das ZDF am 29.09. durch Dr. Uwe Halbach weissagen: „Ich würde die religiöse Dimension nicht überschätzen… Für die Armenier sind die Gegner vor allem Türken und nicht Muslime. Für die Aserbaidschaner sind die Gegner in erster Linie Armenier und nicht Christen. Der Akzent liegt auf der ethnischen, weniger auf der religiösen Zuordnung.“ Wirklich? Warum wurden dann Kirchen zerbombt? War es auch 1914-17 reiner Zufall, dass die Opfer des Genozids Christen waren und die Täter jungtürkische Muslime?

Aus Erfahrung wissen wir: Wenn das „Zweite“ eine Diagnose verbreitet, sollte man eine dritte Meinung einholen! Die Zurückhaltung Europas in diesem ungleichen Krieg könnte damit zu erklären sein, dass man erstens eine systematische Christenverfolgung nicht mehr für möglich hält. Zweitens, dass das autonome Bergkarabach völkerrechtlich zu Aserbeidschan gehöre, also illegal sei. Überträgt man diese Logik aber auf eine Völkergruppe in der Nähe, müsste man der Türkei auch erlauben, mit den Kurden des Autonomen Kurdistan ähnlich zu verfahren, wie Erdogan dies nun mit den Armeniern des autonomen Bergkarabachs tut. Drittens, dass der Sieg Aserbeidschans und die jetzige Vertreibung der Armenier aus Bergkarabach die Revanche sei für die Vertreibung von 600.000 Aserbeidschaner durch die Armenier im Krieg 1988-1994. Die Propaganda Bakus behauptet sogar, eine Million sei vertrieben worden, wer bietet mehr? Wie plausibel sind solche Rechtfertigungen sogar aus Europa, das Aserbeidschan sogar unterstützt?!

Drei Jahre vor der Unabhängigkeitserklärung von Bergkarabach 1991 ergab die letzte Volkszählung in jenem Gebiet 40.688 Aserbeidschaner (Aseri); das waren ein Viertel der Gesamtbevölkerung von rund 160.000 Bewohnern. Also 120.000 Armenier sollen 600.000 Aseri vertrieben haben, obwohl es nur 40.000 Aseri gab? Des Rätsels Lösung: Die Propagandisten einschließlich dem UNHCR operieren mit den jetzigen Zahlen der „Binnenflüchtlinge“. Und hier haben wir das gleiche Phänomen wie bei den Palästinensern, die nach Israels Staatsgründung auf Geheiß der Araberfürsten flohen. Nach der Flucht vermehrten sie sich, aber die vielen Kinder und Nachkommen der einst tatsächlichen Flüchtlinge, darf man seriöser Weise weder Israel, noch heute den Armeniern von Bergkarabach anlasten. Oder ist einmal Flüchtling ewig Flüchtling.

Und wollen wir schon wieder mit den Falschen paktieren? Hat Merkel-Deutschland noch immer an der Türkei einen „Narren gefressen“? Schon im Ersten Weltkrieg machte das Deutsche Reich mit der Türkei gemeinsame Sache. Auch im Zweiten Weltkrieg schlossen das Dritte Reich und die Türkei 1941 einen Freundschaftsvertrag, und Hitlers SS bediente sich der muslimischen Handschar, einer Division des von ihm hochgeschätzten Islam. Aber Bündnisse dieser Sorte halten nicht lang, im Februar 1945 erklärte die Türkei den Deutschen den Krieg. 2015 wiederholt sich Ähnliches – ohne förmliche Kriegserklärung. Und jetzt wieder ein klammheimliches Stillhaltabkommen mit dem Sultan vom Bosporus, der sich schon als neuen Kalifen der weltweiten Sunniten sieht.

Wie sind die Perspektiven zwischen dem Mittel-, Schwarzen- und Kaspischen Meer? Der Islam hatte auch diese christlich geprägte Region ab dem 7. Jahrhundert überrannt. Die Christen wurden nicht ganz ausgerottet, weil weitsichtige muslimische Herrscher erkannten, dass man die Kuh, die man melken will, nicht schlachten sollte. Zeitweise regenerierten sich die Christen wieder und im 19. Jahrhundert war der Islam sogar auf dem Rückzug. Doch seit Mitte des letzten Jahrhunderts hat sich das Blatt wieder gewendet…

Der Islam expandiert weltweit wegen der Population der Bevölkerung, seiner Emigration in die Länder Europas, und vor allem seiner Akzeptanz in Deutschland. Deshalb ist es eine Illusion zu glauben, dass es eine Zukunft für christliche Oasen gibt, wie Bergkarabach und Armenien, die nur von islamischen Ländern umgeben sind. Die Grenze zum ebenfalls christlichen Georgien ist nur etwas über 100 km lang. Unsere Grenzen nach Süden hin stehen offen wie ein Scheunentor. Aber wir haben demographisch gesehen noch eine Galgenfrist von 20 bis 30 Jahren, bis der Islam in der Mehrheit ist.

Armenien aber gebe ich keine zehn Jahre mehr, wenn keine militärische Hilfe aus Europa und/oder Russland kommt. Doch dafür sieht es schlecht aus: „Die Türkei genießt als Mitglied die Rückendeckung der NATO. Das beeinflusst Russlands Politik – zum Nachteil Europas“, titelt INFOsperber der Schweiz https://www.infosperber.ch/Artikel/Politik/Armenien-Aserbaidschan-Turkei-Russland-NATO. Armenien hat schlechte Karten, sowohl geographisch wie machtpolitisch. Und hätte das nicht weit entfernte Israel kein „Fürsprecher“ in seiner Waffenkammer, ginge es dem Noch-Judenstaat nicht anders; von Europa hat Israel so wenig zu erwarten wie Armenien.

Amalia van Gent (ehem. NZZ-Korrespondentin in Istanbul) resümierte am 18.11.: „…lauter Verlierer in diesem Krieg – außer die Türkei. Dass das Moskauer Abkommen der Türkei die freie Benützung eines Korridors über armenisches Territorium und damit einen direkten Zugang zum Kaspischen Meer und darüber hinaus zu den türkisch-sprachigen Republiken Zentralasiens einräumt, sehen türkische Strategen und Rechtnationalisten als die Erfüllung eines langjährigen Traums. …Die armenische Zivilgesellschaft bräuchte den Beistand europäischer Institutionen, Kirchen, Akademiker, um trotz der allumfassenden Verzweiflung weiterzumachen. Und vielleicht wäre die internationale Diplomatie diesmal gefragt“. Ich klage an, wo bleiben die alle?

Und der Zentralrat der Armenier in Deutschland? Am 29. Oktober flehte er auf seiner Homepage, „Im Gegensatz zu 1915 darf Deutschland die Armenier jetzt nicht im Stich lassen“. Der Zentralrat befürchtet wie ich, „Es ist offensichtlich, dass falls Aserbaidschan die Kontrolle über den Berg-Karabach innehat, dies zu der kompletten Vertreibung der einheimischen armenischen Bevölkerung sowie zu massiven Kriegsverbrechen führen würde“. https://www.zentralrat.org/de/Im%20Gegensatz%20zu%201915%20darf%20Deutschland%20die%20Armenier%20jetzt%20nicht%20im%20Stich%20lassen.

Womit sich der Kreis schließt: „Jetzt ist es soweit“, waren meine einleitenden Worte. Deshalb mindestens ein Requiem auf das arme Armenien https://www1.wdr.de/mediathek/video/klangkoerper/sinfonieorchester/video-wolfgang-amadeus-mozart—requiem-d-moll-kv–100.html. Am 17.11. sollte dieses Requiem im Berliner Dom aufgeführt werden und wurde per Staatsverordnung kurzfristig abgesetzt. Das ersparte der „mächtigsten Frau der Welt“ die Blöße, durch Abwesenheit zu „glänzen“.

—–

Hier nochmal zur Erinnerung mein Artikel vom 1. Oktober 2020

Bergkarabach, wie es einst anfing, wie der Krieg enden wird?

– Schiitisch – sunnitische (!) Offensive gegen einen kleinen Christenstaat

– Wechselvolle Geschichte – geht Merkel in die Geschichtsbücher ein?

Erdogan, der Sultan vom Bosporus, will die armenischen Christen in Bergkarabach nur in Frieden lassen, wenn sie den „von ihnen besetzten aserbaidschanischen Boden sofort verlassen.“ Die Türkei werde „mit allen Mitteln“ dafür sorgen. Und wenn dieser Türke ALLE sagt, dann meint er wie die Jungtürken 1915 auch alle Mittel! Über eine Million Armenier wurden damals Opfer des Völkermords.

Mit diesem Beitrag soll nicht Bekanntes zu Aserbaidschan und Bergkarabach ein weiteres Mal wiedergegeben werden. Gegenstand ist die Geschichte des Südkaukasus und die Beleuchtung nur weniger Auffälligkeiten.

Es trifft nicht zu, dass auch diese Region eine Wiege der Christen sei; so viele Wiegen gab es nicht. Das Christentum etablierte sich im heutigen Aserbaidschan mit Bergkarabach erst im 4. Jahrhundert, dann aber schnell. Doch die Frohe Botschaft der Missionare sollte nur drei Jahrhunderte halten. Schon 21 Jahre nach Muhammads Tod fielen 643 seine muslimischen Horden der Araber auch in dieses Land ein und islamisierten es. Nicht mit einer anderen frohen Botschaft, sondern mit der Überzeugungskraft des Schwertes. Im 8. Jahrhundert war es komplett unter der Kontrolle muslimischer Völker, auch der Kurden, Lesgier, Perser und Turk-Stämme.

Wie viele andere Regionen, wurde auch diese tausend Jahre lang abwechselnd zum Akteur oder Spielball fremder Mächte. Im 15. Jahrhundert entstand erstmals der Staat Khanat Karabach. 1590 gelang es den Osmanischen Reich, Aserbaidschan zu erobern, aber nur für zehn Jahre. 1736 fiel das Land an Persien. Die russisch-persischen Kriege zu Beginn des 19. Jahrhundert endeten im Frieden von Turkmantschai von 1828; Aserbaidschan und Armenien wurden dem russischen Reich zugeschlagen.

1920 wurde Aserbaidschan von den Alliierten als unabhängiges Land anerkannt, wurde aber 1936 eine Sowjetrepublik der UdSSR. 1988 wollte der Gebietssowjet das kulturell armenische Bergkarabach in die armenische Republikhoheit übertragen. Das endete in einem Pogrom https://de.wikipedia.org/wiki/Pogrom_in_Sumgait. Nach Augenzeugenberichten attackierten aserbaidschanische Männer die armenische Minderheit der Stadt. Neben Morden kam es dabei nach Augenzeugenberichten auch zu Vergewaltigungen und Verstümmelungen. Im Zuge des Pogroms soll es auch zu einem Massaker in einer Entbindungsstation gekommen sein (Wikipedia). Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion rief Aserbaidschan im September 1991 seine Unabhängigkeit aus. Im selben Monat tat dies auch die Republik Bergkarabach. Darauf folgten 1992 zwei weitere Massaker durch Russen und Aserbaidschaner.

Religiöse Zusammensetzung der Bevölkerung. Die im 5. Jahrhundert armenisch-christliche Bevölkerung im jetzigen Aserbaidschan wurde in der Geschichte des Islam auf 3,8 Prozent geschrumpft (1998). 1988 waren es noch 475.000 Christen. Heute leben in ihrem erstrittenen de facto unabhängigen Bergkarabach (armenisch Arzach) nur noch 146.000 von ihnen. Nicht durch Kirchenaustritte, sondern durch Vertreibung und mehr.

Die muslimische Bevölkerung Aserbaidschans nahm wie überall zu, es sind jetzt 10,4 Millionen. Nur 15 Prozent sind Sunniten, 85 Prozent Schiiten. Das dürfte der zeitweise persischen Vorherrschaft und heutigen Nachbarschaft zum Iran geschuldet sein. Aber auch in diesem islamischen Staat wurde deutlich, dass diese Pseudo-Religion eher eine politische Kraft ist. Anfang der 90er Jahre gründeten sich die „Islamische Partei Aserbaidschans“, die „Partei für islamischen Fortschritt“, die „Azad Ruhaniler“ und weitere islamische Organisationen. Doch laizistischen Gesetze von 1995 versuchen, einen richtigen Islamischen Staat zu vermeiden.

Was hat nun die Türkei in dem Konflikt zu suchen? Man könnte auch die Gegenfrage stellen, welches Land ist für Erdogan tabu? Er geht auch dort nach seiner Strategie vor: 1. Er erklärt ein Gebiet zur türkischen Einflusszone, 2. er macht es anschließend zum nationalen Interesse der Türkei, das er als bedroht erklärt, 3. er setzt dann seine gewaltige Kriegsmaschine in Gang.

Exklave/Inklave

Der armenische und türkische Herrscher sagt, die armenische Exklave Bergkarabach sei ein Fremdkörper in Aserbaidschan. Geographisch gesehen ist das nicht falsch, aber dasselbe gibt es ganz in der Nähe umgekehrt. Links unten auf der Landkarte Armeniens liegt die aserbaidschanische Exklave Nachitschewan. Der Name ist die Übersetzung von „Ort der Landung“. Es geht um die der Arche Noahs am nahegelegenen Berg Ararat.

Das verdient besondere Beachtung: Aserbaidschan ist fast ganz schiitisch, die Türkei sunnitisch und beide kämpfen Seit an Seit gegen das christliche Bergkarabach! Diese Islamrichtungen schlagen sich normalerweise die Köpfe ein und führen gegeneinander Krieg, z.B. im Jemen. Doch wenn es gegen Christen geht, ist jeder Islam was er ist: Islam! Open Doors hat Aserbaidschan noch nicht „auf dem Schirm“. Diese Organisation tritt weltweit für verfolgte Christen ein, aber eben nicht für ein ganzes Völkchen wie das von Bergkarabach.

Wie hält es Merkel-Deutschland mit Aserbaidschan? Deutschland und Aserbaidschan pflegen seit 1992 gute bilaterale Beziehungen“ (Originalton Auswärtiges Amt). Die Stadt Mainz pflegt mit Baku eine Städtefreundschaft. Und Bundeskanzlerin Angela Merkel soll am 29.09.2020 mit den Präsidenten von Aserbaidschan und Armenien telefoniert haben! Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit.

Mit diesem Anruf dürfte in Bergkarabach wieder Frieden einkehren (?). Denn die Badische Zeitung weiß, dass Chinas Staatschef Xi in der Klimapolitik sogar vorpreschen will, nachdem er dazu von der Kanzlerin telefonisch aufgefordert wurde. Wenn ein Merkel-Telefonat ins ferne und große China einen so durchschlagenden Erfolg hat, um wieviel mehr müssen nun Aserbaidschan und ihr Geschäftspartner Erdogan vor ihr kuschen. Wenn die Waffen schweigen sollten, kann‘s nur der Frau Merkel zu danken sein (?).

Wer über den Konfliktherd mehr wissen will, als bei uns in der Zeitung steht: https://www.infosperber.ch/Artikel/Politik/Armenien-Aserbaidschan-Berg-Karabach-Konflikt-Kriegsrecht
(Hinweis: Siehe auch https://conservo.wordpress.com/2020/09/29/stellvertreterkrieg-in-berg-karabach-russland-zurueckhaltend-tuerkei-zuendelt/)   sowie    https://conservo.wordpress.com/2020/11/24/erobert-geschaendet-armenien-lebt-im-toten-gewissen-europas/
www.conservo.wordpress.com     30.11.2020

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. Wer jedoch andere Foristen mehrfach persönlich angeht, beleidigt oder unflätig beschimpft, wird nach einer dreimaligen Verwarnung vom Diskussionsforum ausgeschlossen. Maria Schneider Beiträge bitte an Maria_Schneider@mailbox.org Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen emails und auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zu Eigen. Diese Erklärung gilt für alle in und mit meiner Internetadresse/emails angebrachten Links. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Zu diesem Zeitpunkt waren keine Rechtsverstöße ersichtlich. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Websites ist ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden jedoch derartige Links umgehend entfernen. Maria Schneider 10.11.2020
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Außenpolitik, Christen, EU, Flüchtlinge, Islam, Merkel, Nato, Politik, Politik Deutschland, Politik Europa, Putin, Türkei abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

15 Antworten zu Zum 1. Advent 2020: Bergkarabach bäumte sich ein letztes Mal auf, Tausende nie mehr

  1. Dr. Gunther Kümel, Virologe. schreibt:

    HEUTE:
    BRD: 3926 Intensivpatienten, an die 400 C.-Toten (klin. Bild COVID-19), Mittel der vergangenen 7 Tage 325.
    Maximum April Mai: 221 C.-Tote.

    Gefällt mir

  2. Ulfried schreibt:

    Genau richtig Gerhard Engler. Und ich möchte da noch hinzufügen: wenn der aserbaidschanische Stellvertreter Krieg des Türken eskaliert und der Sultan verwickelt sich als Nato Mitglied in eeinen Krieg,dann kann der „Bündnisfall“ eintreten. Es graust mir bei dem Gedanken, daß deutsche Soldaten gegen christliche Armenier ins Feld ziehen für den Hegemonie- Wahn dieses Islamischen Möchtegern. Da wird Rußland nicht tatenlos zuschauen. Und was das dann für Konsequenzen für uns alle hat kann sich jeder selbst an allen zehn Fingern abzählen.

    Gefällt 1 Person

  3. Gerhard Engler schreibt:

    Es gibt noch eine andere Dimension: Ein Natostaat führt Krieg – und wird von der EU, der USA, der Nato selber unterstützt! Wie geht das, wie läuft das… ??? Das Cuncil of foreign relations, die eigentliche Machtzentrale hat aus geostrategishen Gründen an der Türkei „festgehalten“, vielleicht wollte man auch sehen wie im Manöver,wie die neue Kriegführung – der Drohnenkrieg funktioniert: man lese, führe sich zu Gemüte was in Bergkarabach passiert ist: Neue Art der Kriegführung: https://de.rt.com/meinung/109883-wie-kavallerie-gegen-panzer-tuerkei-perfektioniert-neue-art-der-kriegfuehrung/

    „Was mit Armenien geschah, war kein isoliertes Ereignis in der Militärgeschichte. Es war vielmehr eine unübertroffene Glanzleistung in einer neuen Art der Kriegführung, in deren Mittelpunkt der Einsatz unbemannter Luftfahrzeuge (UAVs oder Drohnen) stand. Aserbaidschans wichtigster Verbündeter im Krieg gegen Armenien – die Türkei – perfektioniert seit Jahren die Kunst der Drohnenkriegführung, wobei sie bei den jüngsten Kämpfen in Syrien (Februar/März 2020) und Libyen (Mai/Juni 2020) reichlich Erfahrungen mit modernen, vollumfänglichen Konflikten sammeln konnte.“ und „n den Kämpfen ließen etwa 2.425 armenische Soldaten ihr Leben, und 185 T-72-Panzer, 90 gepanzerte Kampffahrzeuge, 182 Artilleriegeschütze, 73 Mehrfachraketenwerfer und 26 Boden-Luft-Raketensysteme wurden zerstört….
    In Deutschland erfährt man nichts davon – alles Corona. Man kann die wirklichen Probleme damit zudecken, die Bevölkerung einlullen. Man diskutiert darüber ob ein Gewehr ein bisschen schlechter oder besser ist, Drohnen darf es nicht geben… man steckt den Kopf lieber in den Sand und lässt den Diktator und Mörder am Bosporus gewähren….und – wo bleibt die USA? man baut auch da keinen Druck auf, wo bleibt das Gewissen?

    Gefällt 1 Person

    • Ingrid schreibt:

      Dem ist nichts hinzuzufügen Gerhard.
      Alles Lug und Trug, auch die ganzen Kriege, von langer Hand geplant, hätten nicht sein müssen.
      Und auch Deutschland hat immer die Hände mit drin.

      Gefällt mir

  4. Shinobi schreibt:

    Die türkischen Stämme hatten viele Jahrhunderte lang ganz Zentralasien terrorisiert!
    Schon vor der Islamisierung der Türken, waren die Türken für ihre Kriegerischen Feldzüge bekannt. Vor allem auch in China. In China waren diese Türken auch bekannt, gegen die Chinesen Kriege führten (Xiongnu,Hunnen, Göktürken)

    Bis zum 11 Jahundert war Anatolien christlich geprägt und von den Byzantinern beherrsch. Bis zum 11. Jahrhundert als die türkischen Seldschuken mit ihrem Terror und gewaltsamen Eroberungen dort einfielen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Seldschuken
    https://de.wikipedia.org/wiki/Kleinasien

    Übrigens bevor die Türken islamisiert wurden, waren die Türken viel tolereanter als heute gegenüber anderen Religion. Unter ihnen gab es auch viele Buddhisten. Sie pflegten auch zum Tibetischen Reich gute Beziehungen und waren mit denen sogar bei mehreren Kriege eine Allianz eingegangen!
    Der Großteil Afghanistans und Pakistans gehörten früher den Hindus bzw. Indern. Das vergessen die Muslime allzugerne um nicht als die Eroberer und Imperialisten dazustehen.
    Nordafrika wurde mit Grewalt islamisiert. In Nordafrika lebten vor der islamischen Invasion viele Christen.Zum Beispiel in Ägypten .
    Der Libanon und Syrien waren früher auch überwiegend christliche (König-)Reiche!

    Gefällt mir

    • Dr. Gunther Kümel, Virologe. schreibt:

      Shinobi,
      Ein äußerst kenntnisreicher historischer Abriß!
      Wenn sich doch die Leute mehr mit Geschichte befassen wollten!!

      Die Kulturzerstörer haben das erkannt. Deshalb wird in den Schulen teils nur wenig oder überhaupt nicht Geschichte gelernt, teils völlig tatsachenwidrig, nach den offiziellen Narrativen!
      Ich mußte meinem 15-jährigen Sohn bei der Lernerei für eine Geschichtsarbeit helfen. Es ging um die Weimarer Republik und die Entwicklung der NSdAP. Natürlich wollte er nichts hören, was nicht im Buch steht. Er muß das wiedergeben, was der Lehrer sagt, sonst gibts ne Fünf.
      Ich bin fast ausgerastet.
      Und im Januar hat er sich für ein Referat über den „Holocaust“ gemeldet.

      Gefällt mir

  5. Mona Lisa schreibt:

    Eine milde Gabe :

    https://politikstube.com/wie-grosszuegig-nrw-stellt-340-000-euro-fuer-obdachlose-bereit-schlafsaecke-rucksaecke-beheizte-zelte/

    Den beiden Kommentaren unter dem Artikel ist nichts hinzuzufügen, außer vielleicht, dass 6.000 Illegale auf Grand Kanarien für 300.000 Euro täglich in Hotels wohnen, was Spanien selbstverständlich in Teilen über den Coronahilfsfond der EU abrechnet in dem wir Hauptnettozahler sind.

    Gefällt mir

  6. Dr. Gunther Kümel schreibt:

    Gelbkehlchen,
    Deine theatralische Polemik ist lustig. „Im Schweiße ihres Angesichts…“
    Ich stelle Dir die Einkommensentwiclung der obersten 10% jener der unteren 50 % gegenüber.
    Und Du kannst dann überlegen, ob die unteren 50% denn mit der Zeit immer fauler werden, und die obersten 10% immer tüchtiger, arbeitend „im Schweiße ihres Angesichts“

    Die obersten 10 % haben ihren Anteil am der Steuer erklärten Einkommen (!!!) seit 1950, also praktisch seit dem Ende des „Nachkriegs“, unaufhörlich und unaufhaltsam von rund 26 % auf hohe über 37 % gesteigert. Sie sind also immer tüchtiger geworden? Fragt sich bloß, in welcher Disziplin!

    Gefällt mir

  7. Dr. Gunther Kümel schreibt:

    Berg-Karabach mit Israel zu vergleichen, ist wohl meilenweit, meilenweit daneben !!!

    In Berg-Karabach sind die Armenier seit Tausenden von Jahren die Einheimischen.
    In Israel sind die heutigen tyrannischen Herrscher die erst kürzlich aggressiv, mit Waffengewalt Eingewanderten!! Eingewandert gegen den erklärten Protest der einheimischen Palästinenser! Und dank der Mithilfe der einschleusenden Kolonialmacht England!

    Soll denn die erzwungene Einschleusung Raumfremder, gegen den erklärten Willen der Einheimischen, ein „Menschenrecht“ sein ???

    Gefällt 1 Person

    • Shinobi schreibt:

      „Berg-Karabach mit Israel zu vergleichen, ist wohl meilenweit, meilenweit daneben “

      Man könnte die Armenier auch mit den christlichen Minderheiten in Libanon und in Syrien vergleichen.
      In Syrien wurden seit dem Ausbruch des Bürgerkrieges mehr als 500.000 Christen vertrieben!
      Und die Christen waren dort auch vorher schon eine Minderheit.

      In Libanon gab es auch mehrere Konflikte und Bürgerkiege gegen die Muslime. Dort ist die Zahl der Christen auch stark geschrumpft.
      Ich denke, dass es den Christen in Libanon bald genauso ergehen wird wie den Christen in der Türkei und in Berg-Karabach, wenn dort die Islamisierung, Arabisierung oder eine Erdoganisierung weiterhin voranschreitet!

      In der Türkei gibt es kaum noch Christen. Nur eine sehr kleine Minderheit von Assyrern und Armeniern, die dort massiv schikaniert, unterdrückt werden!

      Gefällt 1 Person

  8. ceterum_censeo schreibt:

    Auch Henryk Broder nimmt dazu Stellung:

    Gefällt mir

  9. Ingrid schreibt:

    Wenn wir nicht aufpassen und wir auch in die Minderheit kommen sollten , wird es uns wie den Armeniern gehen.
    Schaut euch nur unsere Städte und Schulen an, da bekommt man das kalte Grauen, da da sind wir schon in der Minderheit.
    Man ,,will“ unseren Austausch und das muss verhindert werden um jeden Preis.
    Das gefährlichste sind unsere eigenen Schwachköpfe und da stechen besonders die Grünen hinvor.
    Die sind eine Gesellschaft ohne Moral und Ehre für ihr eigenes Volk. Eine verrante Politik, die am Gängelband der Eliten hängt und das Denken verlernt hat. Es wird sehr schwer werden, dieses gute Land wieder auf den richtigen Kurs zu bringen.

    Gefällt 2 Personen

  10. Mona Lisa schreibt:

    Dann wird der Sultan ja auch sicherlich verstehen, wenn ihn demnächst 5 Mio. „deutsche“ Islam-Türken heimsuchen.
    Auch wir dulden keine Fremdbesiedelungen !
    Für meinen Geschmack sind die Flugrouten Türkei-Deutschland sowieso schon lange einzustellen und der Grenzverlauf Griechenland-Türkei sollte der chinesischen Mauer ähneln – oder besser, den Grenzanlagen Saudi Arabiens. Ich fordere eine stationäre U-Boot-Flotte im Mittelmeer. Alles was sich bis auf 100 Meter nähert, wird versenkt !

    Gefällt 2 Personen

Kommentare sind geschlossen.