Südtirol ist NICHT Italien – und davon sollte die ganze Welt sich mal durchdringen lassen!

(www.conservo.wordpress.com)

Von Theresa Geissler *)

Wer diesen Blog (Theresa’s Visie.com) öfter besuchte, der weiß inzwischen, dass ich, neben meinem eigenen Blog selbst auch ständig kommentiere und zwar seit etwa zwei Jahren auf dem Deutschen Blog „conservo“, dem konservativen-liberalen Blog von Peter Helmes.


Wie es sich für einen soliden, deutschen konservativen-liberalen Blog gehört, wird da auch dann und wann – neben unzähligen sonstigen gesellschaftlich-kritischen Themen – die Sache „Südtirol“ durchgesprochen. Als gebürtige Holländerin (eine, die eine mehr als durchschnittlicher Sympathie für alles DEUTSCH hat) habe ich bei all den Themen  nicht immer ein angemessenes Urteil  bereit, jedoch überraschend genug bei diesem Thema:


Woher das kommt? Schwierig zu sagen: Man kann ja ruhig sagen, dass 99,9 Prozent der Holländer für das Thema überhaupt keinen Belang hat, und da war mein Elternhaus keine Ausnahme. Aber trotzdem war ich mal in Südtirol, zwei mal hintereinander, genauer gesagt, als ich etwa elf- oder zwölf Jahren alt war. Meine Eltern suchten nach einer Urlaubsbestimmung und es wurde Italien, wie sie sagten, oder, etwas genauer: Nord-Italien.


Was stellt ein Kind in diesem Alter sich überhaupt vor bei dem Wort „Italien“? Die Wirklichkeit klappte, wo es mich anging, nicht gar: Obwohl der Ferienpark, in dem wir unseren Urlaub verbrachten, sich in der Region Trentino befand, wo – hinterher künstlich stimuliert durch Migrationen – tatsächlich das Italienisch dominierte, weiss ich noch, die Landschaft sah anders aus, als ich dachte: Zwar schön, aber ähnlich wie die Landschaften in Süddeutschland, der Schweiz und Österreich, welche wir auf dem Hinweg schon durchkreuzt hatten. Faktisch erfuhr ich keinen bedeutenden Unterschied – außer bei den Sprachen. Die Natur sowie die Architektur ähnelten in meinen Augen Alpenregionen. Meiner Ansicht dachte man beim Begriff „Italien“ doch an etwas anderes!


Und erst Jahren später zeigte sich, wie richtig dieser Vergleich war…


Jahren später, damit sind dann die 90er Jahren gemeint, besuchte ich ständig und sehr begeistert Städte wie Wien und, vor allem, Nürnberg (wo ich mich immer wie zuhause fühlte). Zurück in der holländischen Heimat sah ich mit viel Vergnügen alle Deutsche Fernsehprogramme, in denen ich so vieles erkannte! Da stiess ich auf einmal in der Fernsehserien „Verkaufte Heimat“ auf den erbitterten Streit der deutschsprechenden Südtiroler gegen den Raub ihrer Identität, ab Ende der Dreißiger Jahren – als Mussolini bei diesem Punkt noch unbeschränkt seinen Wille walten lassen konnte – bis in die sechziger Jahre – als alles anscheinend besser ausschaute. Doch die Unabhängigkeit Südtirols war noch immer nicht gesichert – vor allem, weil Italien, obwohl nicht länger eine Diktatur, dann und wann hartnäckig an seinen Möglichkeiten zum annektieren/assimilieren festhielt … und bisher die Region auf keinen Fall freigibt.


Gerade, weil ich also in meiner Jugendzeit die genannte Region kennengelernt hatte (dass wir uns im großenteils italienisch sprechenden Gebiet befunden hatten, macht da keinen wichtigen Unterschied), machte die Geschichte auf mich einen tiefen Eindruck. Und stärker als jemals zuvor, wuchs bei mir die Erkenntnis – unbewusst war sie, das kann ich schon sagen und von Anfang da – dass hier die Rede war von einer äußerst unrechtmässigen Situation:
 Denn dieses typisches Alpenland – dass die Alpen hier „Dolomiten“ genannt wurden, sagte natürlich auch schon wieder mehr von der italienischer Herrschsucht, denn wo enden die Alpen denn eigentlich? – war gar nicht Italien, und seine Einwohner keine Italiener! Sie waren Südtiroler, das schon. Und zugleich erzählte gerade dieser Name, wozu sie überhaupt gehörten: Zu Nordtirol, das noch immer in Österreich lag, und deutschsprachig war – wie ebenso díese Leute hier!


Wer sich dann weiter in der Sache vertieft, kann die Folgerung nur bestätigen:


- Das Vertrag von Saint Germain (1019 – 1920 in Wirkung gesetzt https://conservo.wordpress.com/2020/11/26/tiroler-landtag-1920-ein-erschuetternder-abschied-ein-rueckblick-auf-unterschiedliche-gedenken/) teilte Südtirol zu Italien zu, samt einiger weiterer Grenzgebieten, als Dank, dass es im 1. Weltkrieg die Seite der Alliierten gewählt hatte. Kurze Zeitspäter, unter dem faschistischen Regime Mussolinis, wurde mit der Italienisierung angefangen durch massive Immigration.

– Dann wurden alle deutschen, geografischen Namen ins Italienische übersetzt – und zwar verpflichtend. Ebenso der Name Tirol, das von den Italienern bis heute noch immer „Alto Aldige“ benannt wird.

– Nach und nach wurde die deutsche Sprache – im Unterricht, in den Medien und in der Öffentlichkeit – verboten.

– Nach dem Anschluss Österreichs an Deutschland 1938 bot Hitler nicht die Hilfe an, auf die die Südtiroler hofften; Lediglich schloss er einem Vertrag ab mit Mussolini,nach welchem sie wählen konnten: Entweder emigrieren in die verschiedenen, annektierten Teile des Dritten Reiches, oder dort bleiben, jedoch in diesem Fall völlig assimilieren. 185.000 Südtiroler optierten für die erste Möglichkeit, 38.000 für die Zweite und 44.000 verweigerten die Wahl. Bis Ende 1942 zogen 80.000 Südtiroler weg, danach stagnierte die Migration wegen des Kriegsverlaufs.


Nach dem Krieg legten die Südtiroler eine Petition vor an die Alliierte, in der sie Anschluss bei Österreich forderten, auch eine Volkswahl wurde gefordert. Diese Forderung wurde nicht gewährt, weil die Alliierte ein drohendes, politisches Chaos in Italien befürchteten. Zwar wurde Italien verpflichtet, eine regionaler Autonomie zu begründen, aber weil sich die Deutschsprechende damals in der Minderheit befanden –  vor allem in Trentino – konnte die Autonomie nicht ihre Rechte gewähren. Italien stellte sich quer und die neue Regierung versuchte wieder, mit verschiedenen Tricks, die Assimilation trotzdem durchzusetzen. Auch wurde die Heimkehr von zahlreichen Südtirolern durch die Italiener blockiert.


Erst als in den 60er Jahren die Deutschsprachigen anfingen – gewalttätigen –  Aktionen zu unternehmen, und so die internationale Aufmerksamkeit auf sich richten konnten, wurde die Autonomie der Gebiete besser gewährt. Das war aber – also NACH dem Zeitalter Mussolinis – nicht Italien zu verdanken.


Klar ist also, dass Italien niemals – sie dies offensichtlich oder weniger offensichtlich – nie den geringsten Respekt gezeigt hat für die Einwohner des Gebietes, welches ihnen nach dem 1. Weltkrieg so wohlwollend zugeteilt wurde, geschweige für die Identität seiner Einwohner.

 

Da Italien vom Anfang an nur daran interessiert war, diese Identität so schnell wie möglich zu zerstören – ein Verbrechen gegen die Menschenrechte und gegen die Humanität! – 


sollte man sich nicht langsam aus allen Ecken der Welt dazu verpflichtet fühlen, mehr Aufmerksamkeit auf diese Sache zu richten und den Druck zu erhöhen, damit die Südtiroler nach einem Jahrhundert andauernden Unrechts endlich einmal ihr RECHT bekommen?


Leider wurde ihnen die Chance auf der Wiedervereinigung mit ihren Mutterland, Österreich, 1945 untersagt. Jetzt, im Jahr 2020 könnte ein Versuch der Wiedervereinigung nicht oder noch schwieriger gemacht werden: Denn wer zwingt Italien heute noch dazu, ein Gebiet freizugeben, auch wenn es sich überhaupt nicht mit der Geschichte, der Sprache und der Kultur des Gebietes und dessen Einwohner identifiziert?


Unermüdlich kämpft Südtirol für seine Autonomie, das heißt: für das möglichst Erreichbare. Was der Rest der Welt zumindest tun könnte ist, diesem gerechtfertigten Kampf etwas mehr Aufmerksamkeit schenken und nicht so länger tun, als ob dort, an der Stelle bei der österreichisch-italienischen Grenze, nichts los sei!

*) Die Holländerin Theresa Geissler betreibt in ihrem Heimatland einen eigenen Blog – www.theresasvisie.com – für den sie u.a. seit langem interessante conservo-Artikel übersetzt, und sie kommentiert fast alle conservo-Artikel hier auf unserem Blog.

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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25 Antworten zu Südtirol ist NICHT Italien – und davon sollte die ganze Welt sich mal durchdringen lassen!

  1. Dr. Gunther Kümel. schreibt:

    Frankreich:
    ÄltereCoronavirus-Patienten werden nicht mehr gepflegt und Tjerpiert, sondern euthanasiert:

    Seit dem 21. März würden Patienten, die älter sind als 80 Jahre, nicht mehr beatmet. Stattdessen erfolge „Sterbebegleitung mit Opiaten und Schlafmitteln“.
    Patienten in Pflegeheimen, die älter als 80 Jahre und beatmungspflichtig wären, „erhalten eine schnelle Sterbebegleitung mit Opiaten und Schlafmittel durch den Rettungsdienst“.

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  2. Dr. Gunther Kümel. schreibt:

    WAHLFÄLSCHUNG:
    https://sciencefiles.org/2020/12/02/us-wahl-konzertierter-betrug-wie-leicht-kann-man-sie-manipulieren-der-fall-william-j-barr/

    Konzertierter Betrug? Wie leicht kann man Sie manipulieren? Der Fall William J. Barr

    Dieselben Medien, die Ihnen seit Wochen die Belege, mittlerweise und vor allem nach den Hearings in Pennsylvania, Arizona und Michigan, liegen sie in großer Zahl vor, in Form von eidesstattlichen Versicherungen, wissenschaftlichen und statistischen Analysen, Unregelmäßigkeiten, Fehlern, die ausschließlich zu Gunsten von Joe Biden und zu Lasten von Donald J. Trump ausgefallen sind, vorenthalten, haben sich heute beeilt, die folgende Meldung zu bringen:

    „Justizminister zu Wahlbetrugsvorwurf: Barr sieht keinen Beleg für Trumps Behauptung.“

    Das ist eine durchsichtige Lüge der Presse, wie der Artikel auf dem Wissenschaftsforum nachweist.
    Die Äußerung von Barr sei in einem nicht veröffntlichten Interview (!!!) gefallen.
    Er habe gesagt: “ … bis heute haben wir keinen Betrug in einem Ausmaß gesehen, das zu einem anderen Wahlausgang hätte führen können.“

    In den letzten Tagen hat sich die Dynamik gewandelt. Immer mehr Belege sind ans Tageslicht gekommen, die zeigen, dass es bei den Wahlen am 3. November nicht mit rechten Dingen zugegangen sein kann. Der schöne Plan, per Überrumpelung und wider den in der Verfassung vorgesehenen Weg, Sleepy Joe Biden zum Präsidenten auszurufen, ist ins Stocken geraten.
    Trotz eines umfassenden Boykotts durch MS-Medien kommen immer mehr Einzelheiten ans Tageslicht: … … …

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  3. theresa geissler schreibt:

    Gute Frage: Ich hatte es auch schon bemerkt.

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  4. Dr. Gunther Kümel, Virologe. schreibt:

    Theresa Geissler,
    Herzlichen Dank für diesen Artikel!
    Du hast gute Kenntnisse über das Land. Nur zur größeren Klarheit will ich ein paar Punkte zusätzlich erwähnen; das ist anzuraten, weil die Binnendeutschen selbst nicht so viel von Tirol wissen.

    Das alte Österreich war ein Vielvölkerstaat, ein frühes Europa der Vaterländer. Jeder Stamm hatte seine Sprache, seine Schulen und seine Kulturlandschaft. Zu Tirol gehörte damals auch ein italienischsprachiger Teil, den man als „Welsch“-Tirol bezeichnete. „Welsch“ ist eine alte Bezeichnung für die Romanen, Italiener. Das war das „Trentino“ mit dem Hauptort Trient. Trient sieht aus wie eine Tiroler Stadt, ist aber italienischsprachig. Ich nehme an, daß Dein Ferienurlaub im Trientiner Gebiet lag. Die Trientiner waren durchaus keine Chauvinisten und waren mit der österreichischen Verwaltung durchaus zufrieden. Sie haben ja die gleichen Lebenswelten wie die deutschsprachigen Südtiroler: Berge, Almen, Wein und Obst.

    Als 1945 das Problem Südtirol wieder zur Sprache kam, wurde zwischen den Österreichern und den Italienern ein Autonomiestatut vereinbart (Gruber – De Gasperi – Abkommen). Der österreichische Außenminister war aber dem italienischen nicht gewachsen (konnte oder wollte er nicht?): es wurde nicht in dem Abkommen fixiert, in welchen Grenzen die Autonomie gelten sollte, auch nicht in Einzelheiten, was sie eigentlich alles beinhalten sollte, etwa Ortsnamen, Schulen, Vereine, Amtssprache, Tiroler in Verwaltung, Zoll und Polizei, weiterer Zuzug von Italienern nach Südtirol, usw.
    Der Chauvinist De Gasperi machte nun aus der Autonomie für Südtirol eine Autonomie für das gesamte alte Tiroler Gebiet südlich des Brenners mit der Hauptstadt Trient. Und als Regierung der neuen autonomen Region wurden ausnahmslos italienische Chauvinisten eingesetzt, leider keine „Welsch-Tiroler“. Das weitere Schicksal der Südtiroler war weiterhin die Entnationalisierung.

    Dagegen wendete sich der „Befreiungsausschuß Südtirol“ (BAS) mit Information, Appellen und einer spektakulären Serie von demonstrativen Bombenattentaten gegen Hochspannungsmasten und Mussolini-Denkmäler. Österreich wendete sich an die UNO und erhielt das Mandat, die Frage in Verhandlungen mit Italien zu lösen. Das Ergebnis der außerordentlich zähen und hinhaltenden Verhandlungen war das „Paket“, eine Minimal-Lösung.

    Ich will noch ein Detail erwähnen:
    Nur im südlichen Teil von Südtirol, bei Bozen gibt es größere Ansiedlungen von Italienern, die von Mussolini, aber auch nach 1945 aus dem völlig kulturfremden Armenhaus Italiens, dem südlichsten Teil artifiziell angesiedelt wurden. In vielen Tälern wohnt kaum ein einziger Italiener.

    Es gibt aber eine romanischsprachige Minderheit einigen Dörfern in zwei Tälern (Gröden, Fassatal) im deutschsprachigen Südtirol, die Ladiner. Sie sind „Rätoromanen“ wie die Graubündner in der Schweiz. Es ist eine ursprünglich keltisch-germanische Urbevölkerung, die von den Römern in der Antike romanisiert wurden.
    Heute sprechen sie einen sehr interessanten romanischen Dialekt und leben in völliger Eintracht mit den deutschen Südtirolern. Von Italien und Trient wollen sie genauso wenig wissen wie die übrigen Tiroler. Daß sie in der viele Jahrhunderte währenden Zugehörigkeit zum deutschen Tirol ihre Sprache und ihr Volkstum aufrechterhalten konnten, zeigt die Toleranz und Humanität des alten deutschen Reiches, seit 1806 des alten Österreich.

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    • theresa geissler schreibt:

      Herzlichen Dank für die wertvolle Ergänzung, werter Dr. Kümel!
      Das Dorf in dessen dem Ferienurlaub lag, heisst übrigens Cavareno: https://www.visittrentino.info/nl/ontdek-trentino/toeristische-plaatsen/cavareno_md_131

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      • Dr. Gunther Kümel, Virologe. schreibt:

        Theresa Geissler,
        Ich habe nachgesehen. Cavareno liegt tatsächlich ein paar km jenseits der Grenze von Südtirol im Trentino, ist also italienischsprachig. Auf Südtiroler Seite liegt der bekannte Weinort Kaltern. In diesem Bereich verläuft die Sprachgrenze in N-S Richtung.
        Der südlichste Punkt Südtirols ist die Salurner Klause, einer Engstelle der Etsch mit dem Ort Salurn.

        Früher war die Sprachgrenze noch weiter südlich, einige Ortsnamen zeugen davon, etwa Kronmetz. Wie ähnlich Trachten und Gebräuche in Welschtirol und in Deutschsüdtirol sind, zeigt das Bild vom „Schützenfest“ in Kronmetz. Weiter im Süden gibt es Sprachinseln. in denen sich ein gotischer Dialekt erhalten hat, eine davon ist das Fersental. Verona war das „Bern“ in der Sage von „Dietrich von Bern“. „Dietrich“ ist Theoderich.

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  5. Ulfried schreibt:

    gerardfrederick, wenn einer irre ist von euch beiden dann ist es bestimmt nicht Kaiser Karl.

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  6. Ulfried schreibt:

    Heiliges Römisches Reich (lateinisch Sacrum Imperium Romanum oder Sacrum Romanum Imperium) war die offizielle Bezeichnung für den Herrschaftsbereich der römisch-deutschen Kaiser vom Spätmittelalter bis 1806.
    Liebe Theresa, als gebürtiger Franke wünsche ich mir manchmal das Frankenreich unter Karl dem Großen zurück. Das war nach dem Zerfall des weströmischen Imperium das Beste was uns Deutschen geschah. Dann wären wir heut Landsleute in einem föderalistischen Staat. Vor allem jüdisch christlich Abendländisch. Besser als alles was uns nach Kriegen aufgezwungen wurde und weitaus besser als diese gottlose EU. Jedoch Männer wie Karl der Große sind derzeit nicht in Sicht.

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    • gerardfrederick schreibt:

      Karl der Grosse war religiös-irre. Was sich dieser Man im Namen des Christentums leistete isr haaresträubend. Er war der erste Massenmörder der Deutschen, gefolgt von den Irren im Vatikan welche 1618 bis 1648 70% der deutschen Bevölkerung ausrotteten. Es sind immer diesselben Verbrecher die dann uns Deutschen als Heilsbringer aufgezwungen werden. Jüdisch-christlich——ich höre diesen Wahnsinn und will mich übergeben. Kein Wunder unsre Feinde lachen sich halb zu Tode.

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      • conservo schreibt:

        @ gerardfrederick: Ich achte Kritik, so sie vernünftig verfaßt ist. Hetze im Stil „Jüdisch-christlich / Verbrecher“ hat auf conservo nichts zu suchen. Suchen Sie sich einen anderen Platz für Ihre Aggressionen, die Sie hier nicht zum ersten Mal rauslassen!
        MfG P.H.

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        • Ulfried schreibt:

          Ja lieber Peter, dieser gerardfrederick fällt nicht nur durch seine verhetzenden Sprüche auf, sondern auch durch sein geschichtliches Unwissen. Der behauptet hier allen Ernstes, dass der Vatikan der Auslöser des 30jährigen Krieges war. Vom Fenstersturz zu Prag hat der wohl noch nie etwas vernommen. Ich hab den in der Vergangenheit schon oft widerlegt. Aber bei dem hat der Altersstarrsinn die Oberhand wie bei allen Linken.

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      • Shinobi schreibt:

        @ gerardfrederick
        „gefolgt von den Irren im Vatikan welche 1618 bis 1648 70% der deutschen Bevölkerung ausrotteten.“

        Die Massaker udn Greueltaten wurden von beiden Seiten verübt. Zudem mischten sich mehrere auslädnische Großmächte bei diesem Krieg mit.
        Falls Sie jetzt mit Ihrer Aussage andeuten möchten, daß die Protestanten doer die Reofrmierten Kirche wäre in Europa viel barmherziger und friedlicher gewesen als der Vatikan, so muss ich Sie enttäuschen.
        SIeh auch: Die protestantischen Schweden in Osteuropa, die bei ihren Angriffskriegen nur Verwüstungen und Massengräber mit Leichen hinterließen.
        Oder die Briten, wo Reformierte, Anglikanische und Calvinisten unzählige Massaker an Andersgläubigen in Ihrer Geschichte begangen hatten, vor allem an den Irländischen indigenen Bevölkerung oder an den Schotten!

        Natürlich ist es nicht zu vergleichen mit dem islamischen Schwert, die überall nur Tod, Verwüstung und Elend hinterlassen hatten!

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      • theresa geissler schreibt:

        Na na na, gerardfrederick, meinst Du denn, wir in unserer Zeit könnten die geltende Werte des 8en Jahrhunderts beurteilen und abmessen an unseren Werten?
        Mensch, das machen nicht einmal die berühmteste Historiker, gerade die nicht!
        Du redest hier nicht von einem aus dem 20en Jahrhundert, oder zumindest von der Zeit vor etwa 1600, lass‘ uns sagen:
        Andere Zeiten, andere Sitten, sicher in einer Periode, die der Barbarei noch kaum entstiegen war!
        Werde doch endlich mal erwachsen, Du, denn entschuldigung, aber daran fehlt klärlich noch etwas bei dir: Du redest, wie ein emotionelles Kind!

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    • Dr. Gunther Kümel, Virologe. schreibt:

      Ulfried,
      Es ist Sprachgebrauch geworden, vom „jüdisch-christlichen“ Abendland zu sprechen.
      Es ist zwar richtig, daß die winzige Minderheit der Juden erstaunlich viele Geistesgrößen hervorgebracht hat, angefangen mit dem Philosophen Spinoza über eine Reihe von Naturwissenschaftlern im 19.Jh. bis zu den Künstlern Heine und Mendelsohn, in neuester Zeit die betont deutschfreundliche Sippe des Jahrhundertgeigers Menuhin und den Historiker Gerard Menuhin.
      Aber reicht das aus, um die Identität des Abendlandes als „jüdisch“-christlich zu bezeichnen? Das Abendland ist christlich.
      Vielleicht muß man heute schon sagen, das Abendland WAR christlich. Nämlich, so lange es ein Abendland gab. Bis zur Reconquista!

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      • Eugen Karl schreibt:

        Das Abendland ist christlich, aber es wäre ohne die heidnische Antike nie gewesen. Der Einfluß der römischen, mehr aber noch der griechischen Kultur ist so immens, daß man mit „jüdisch-christlich“ oder auch mit „christlich allein“ immer nur die halbe Wahrheit sagt.

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        • Shinobi schreibt:

          @Eugen Karl
          Volle Zustimmung!
          Deshalb versuchen auch viele zionistische Extremisten den Einfluss der antiken griechischen Philosophie und des Mithras-Kultes auf das Christentum wegzuradieren!

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        • Dr. Gunther Kümel, Virologe. schreibt:

          Eugen Karl,
          Ja! Völlig richtig.
          Zusätzlich ist zu sagen, daß ohne das Substrat der Menschen des „mitteleurpäischen Typus“ die Entwicklung der abendländischen Kultur auch nicht möglich gewesen wäre. „Mitteleuropäischer Typus“, das war die Definition des Dokumentes „Ariernachweis“ für den vielfach genannten unscharfen Begriff des „Ariers“. Aus der weiteren Beschreibung geht hervor, daß damit auch N-Europäer, Franzosen und Osteuropäer gemeint waren.

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        • theresa geissler schreibt:

          Auch meine volle Beistimmung; da sagst Du ein wahres Wort, @Eugen!

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  7. gerardfrederick schreibt:

    ————– noch was. Es waren zwei Todsünden des Onkel Adolfs, Südtirol und Elsass-Lothringen nicht zurückzuholen. Seine Obsession Mussolini zu beschwichtigen ist wahrlich etrwas welches man wohl als Idiiotie bezeichnen kann.

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    • theresa geissler schreibt:

      ….Und was Du híer sagst, stimmt mal. Aber lass‘ bitte die Finger weg von den Geschichten ab, lass‘ uns sagen, den Mittelaltern: Die durchgründest Du klärlich nicht! (LOL!)

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  8. gerardfrederick schreibt:

    Die Südtiroler sind Östereicher, ergo Deutsche. Ditto ALLE Gebiete östlich der Oder-Neisse. Dem Rest der Welt ist es vïllig schnuppe was dort passiert. Der Deutsche ist bekanntlich an Allem schuld und hat es verdient ausradiert zu werden. Wann endlich begreift man zuhause, dass DAS der Blick der heutigen Welt ist? Die werden such hüten etwas zu unternehmwen welches einem DAeutschen helfen würde. Wir sind von maliziösen Feinden umgeben und zwar seit der Jahrhundert Wende 1900.

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  9. theresa geissler schreibt:

    Vielen Dank, Maria!

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