Unters Joch zwingen – Wie Staaten usurpierte Völker zu entnationalisieren trachten,

(www.conservo.wordpress.com)

von Reinhard Olt *)

„Um Völker auszulöschen, beginnt man damit, sie ihrer Erinnerung zu berauben. Man zerstört ihre Bücher, ihre Kultur, ihre Geschichte, ihre Symbole, ihre Fahne. Andere schreiben dann ihre Bücher, geben ihnen eine andere Kultur, erfinden für sie eine andere Geschichte und zwingen ihnen andere Symbole und eine andere Fahne auf. Danach beginnt das Volk zu vergessen, wer es gewesen ist, wenn nicht die geschichtliche Erinnerung von neuem geweckt wird.“

Als Gabriele Marzocco, der verstorbene wortmächtige Historiker und publizistische Streiter für die Wahrung ethnischer Identitäten, zu dieser Feststellung gelangte, hatte er gewiss nicht allein seine neapolitanischen Mitbürger im Blick gehabt, für deren volkliche Eigenarten und Eigenständigkeit er sich in der von ihm gegründeten Zeitschrift „Nazione Napoletana“ vehement einsetzte. Selbstverständlich war ihm auch das Schicksal derervertraut, die sich Italien insbesondere nach dem Ersten Weltkrieg einverleibte und – ganz gleich, ob in Rom faschistische Schwarzhemden oder demokratische Weißhemden bestimmten – seiner rücksichtslosen Entnationalisierungspolitik mit dem Ziel der „ewigen Italianità“ unterzog.

Markantestes Beispiel dafür ist der südliche Landesteil Tirols, den es 1918 besetzte, wegen seines 1915 vollzogenen Seitenwechsels im schändlichen „Friedensvertrag“ von Saint- Germain-en-Laye 1919 als Kriegsbeute zugesprochen bekam und 1920 auch förmlich annektierte. Das faschistische Italien suchte dann ab Oktober 1922 alles auszumerzen, was zwischen Brenner und Salurn auch nur im Entferntesten an die in Jahrhunderten entstandene deutsch-österreichische kulturelle Prägung erinnerte. Denn wer dem eigenen fremdes Territorium einverleibt, muss der angestammten Bevölkerung die Identität rauben, soll die Annexion Bestand haben.

Der Entnationalisierung sind die zugefügten immateriellen Schäden auf Dauer besonders förderlich, wenn zuvorderst die Umbenennung von Namen, die an Orten, Plätzen, Siedlungen, Wegen, Bächen, Flüssen und Bergen haften, angeordnet und – bis hin zu Vor- und Familiennamen, selbst auf Grabstätten – unerbittlich durchgesetzt wird. Seit der Machtübernahme Mussolinis war Südtirol Exerzierfeld römischer „Umvolkungspolitiker“. Unter seinem Getreuen Ettore Tolomei, der dies an der Spitze einer Gruppe fanatischer geistiger Eroberer von Bozen aus ins Werk setzte, wurde bis zum zweiten Seitenwechsel

Italiens 1943 das gesamte Namensgut des „Alto Adige“ („Hoch-Etsch“) italianisiert. Mit den willkürlich gebildeten identitätsverfälschenden Namen sollte der fremdgeprägte Kulturraum nicht etwa nur geistig Italien unterworfen werden, sondern nach außen hin wurde der sprachliche Vergewaltigungsakt als „Re-Italianisierung“ ausgegeben.

Dafür musste, neben dem prinzipiellen Verbot der deutschen Sprache in der Öffentlichkeit, in Ämtern, auf Behörden, in Zeitungen, Zeitschriften und sonstigen Publikationen, vor allem das Schulwesen herhalten, wo der faschistisch-brachiale Umerziehungsfuror am rigorosesten wütete. Die von einer Autorengruppe unter Ägide des vom Verein Südtiroler Geschichte zusammengestellte und in einem im effekt!-Verlag (Neumarkt/Etsch) unlängst als Buch erschienene Dokumentation, veranschaulicht dies, versehen mit aussagestarken authentischen Beispielen, die auch für Gegenwart und Zukunft Mahnung sind, auf prägnante Weise. Im Buchtitel „Die Deutschen brauchen keine Schulen“ steckt der Hauptteil einer bereits ein Jahr nach der Einverleibung Südtirols in den italienischen Staatsverband vom damaligen italienischen Vizepräfekten der Provinz Bozen, Giuseppe Bolis, getätigten symptomatischen Äußerung, die gleichsam als Richtlinie für das faschistische Erziehungswesens galt: „Die Deutschen brauchen keine Schulen, und wir brauchen auch keine Deutschen“.

Als sich alle kolonialistischen Zwangsmaßnahmen, die Bevölkerung des „Hochetsch“ („Alto Adige“, gemäß damals verordneter, alleingültiger Benennung) zu assimilieren, als fruchtlos erwiesen, zwangen die „Achsenpartner“ Mussolini und Hitler die Südtiroler in einem perfiden Abkommen, entweder für das Reich zu optieren und über den Brenner zu gehen oder bei Verbleib in ihrer Heimat schutzlos der gänzlichen Italianità anheim zu fallen. Obschon die meisten für Deutschland optierten, verhinderte der Zweite Weltkrieg die kollektive Umsiedlung. 1946 lehnten die Alliierten die Forderung nach einer Volksabstimmung in Südtirol ab. Woraufhin sich in Paris die Außenminister Österreichs und Italiens auf eine Übereinkunft verständigten, von welcher Bozen, Innsbruck und Wien die verbriefte Gewähr für die autonome Selbstverwaltung des Gebiets sowie den Erhalt der Tirolität seiner Bevölkerung gesichert wissen glaubten.

Doch Alcide DeGasperi bog die im Abkommen mit Karl Gruber vom 5. September 1946 gegebenen Zusagen so um, dass die versprochene Autonomie nicht speziell für die Provinz Bozen, sondern für die Region Trentino-Alto Adige galt, in die beide Provinzen verbunden wurden. Das schiere Übergewicht des italienischen Bevölkerungselements bewirkte zwangsläufig die Majorisierung des deutsch-österreichischen sowie des ladinischen Tiroler Volksteils und führte die für Bozen eigenständig auszuüben versprochene politisch- administrative und kulturelle Selbstverwaltung ad absurdum.

Das Niederhalten der Südtiroler – dokumentiert anhand bislang unveröffentlichter Zeugenberichte

Schon als sich die Niederlage NS-Deutschlands in Umrissen abgezeichnet hatte, setzten im Gebiet der „Operationszone Alpenvorland“, zu der das südliche Tirol nach Absetzung Mussolinis und Seitenwechsels Italiens 1943 gehörte, italienische Partisanen aus dem „befreiten Italien“ alles daran, Fakten zu schaffen, welche von vornherein für die Zeit nach Kriegsende den Verbleib Südtirols im Stiefelstaat gewährleisten sollten. Es ist das bleibende Verdienst des Historikers Helmut Golowitsch, anhand einer Fülle archivierten Materials in seinem soeben erschienenen Buch „Repression. Wie Südtirol 1945/46 wieder unter das Joch gezwungen wurde“ (Neumarkt/Etsch, Effekt! Verlag 2020, ISBN-9788897053682) eindrücklich und mustergültig dokumentiert zu haben, wie diese Insurgenten operierten, um die Südtirol-Frage auf ihre Art und Weise ein für alle Mal zugunsten des abermaligen Kriegsgewinnlers Italien zu beantworten.

Man fragt sich, warum diese zum einen im Bozner, zum andern im Innsbrucker Landesarchiv sowie nicht zuletzt im Österreichischen Staatsarchiv zu Wien frei zugänglichen Sammlungen authentischer Berichte aus dem während des faktischen „Interregnums“ von massiven Repressalien überzogenen südlichen Landesteil Tirols sich unbesehen in dunklen Archivmagazinen befanden, bis sie der Publizist ans Licht hob, minutiös aufbereitete und 75 Jahre nach Kriegsende der (zumindest interessierten) Öffentlichkeit jetzt präsentiert. Und kann sich eigentlich nur eine naheliegenden Antwort geben, nämlich dass die herkömmliche (und zumindest in Teilen ideologisch dogmatisierende universitäre) Zeitgeschichtsforschung zum Südtirol-Konflikt dieses authentischen Quellenmaterial ignorierte, weil dessen bestürzender Inhalt der in der Zunft dominanten zeitgeistigen politisch-korrekten „Opinio comunis“, insbesondere hinsichtlich einer quasi kanonisierten Betrachtungen über „bella Italia“, zuwiderläuft.

Wie stellt sich nun das Ergebnis der Kärrnerarbeit Golowitschs für uns Nachgeborene dar, und welche gewinnbringende Erkenntnis vermögen wir daraus zu ziehen? Gegen Kriegsende keimte in Südtirol die Hoffnung auf Wiederangliederung an Nord- und Osttirol und damit auf Rückkehr zu Österreich. Alle Kundgebungen, auf denen diesem Wunsch Ausdruck gegeben werden sollten, liefen den Interessen der westlichen Siegermächte zuwider, die, den niedergehenden „Eisernen Vorhang“ und den auf Stalins rigider Machtpolitik zur Absicherung des Moskowiter Vorhofs dräuenden Ost-West-Konflikt vor Augen, Italien, wo zudem die KPI zusehends an Anhängerschaft gewann, in ein Bündnis einbauen wollten, weshalb insbesondere Washington die römische Politik tatkräftig unterstützte. Mithin unterlagen in Südtirol alle Bemühungen, dem Wiedervereinigungsverlangen öffentlich Stimme und Gewicht zu verleihen, den vom amerikanischen Militär angeordneten Kundgebungsverboten. Überdies wurden alle Versuche, die zum Ziel hatten, weithin vernehmlich einzutreten für die Selbstbestimmung und für das Recht, sie zu ermöglichen, durch behördlich geduldete Terroraktionen gegen die Bevölkerung unterbunden.

Terror durch „Nachkriegspartisanen“ und uniformierte Plünderer

An massiven Übergriffen auf Proponenten von Selbstbestimmung und Rückgliederung sowie gegen die prinzipiell zu Nazis gestempelten deutsch- österreichischen und ladinischen Bevölkerungsteile Südtirols waren neben marodierenden und gleichsam in Banden umherziehenden Trägern italienischer Uniformen vor allem auch Angehörige des sich „antifaschistisch“ gebenden italienischen Befreiungsausschusses CLN (Comitato di Liberazione Nazionale) beteiligt. In dessen „Resistenza“-Formation reihten sich vormalige Faschisten ein, die rasch die Montur, aber nicht die Stoßrichtung gewechselt hatten, nämlich die beschleunigte Fortführung der Unterwanderung mit dem Ziel der unauslöschlichen Verwandlung Südtirols in einen in jeder Hinsicht rein italienischen Landstrich.

       
       
 

Im Mittelpunkt der Publikation Golowitschs stehen daher die gegen Personen(gruppen) und Sachen verübten Gewalttaten sowie die im südlichen Tirol zwischen (den Wirren und der eher unübersichtlichen Lage bis zum) Kriegsende 1945 und der Entscheidung der alliierten Außenminister vom 1. Mai 1946, die Forderung Österreichs nach Rückgliederung Südtirols abzuweisen, insgesamt obwaltende Repression. „Nachkriegspartisanen“ sowie Gewalttäter aus den Reihen des die amerikanischen Besatzungstruppen ablösenden italienischen Militärs, wie etwa der „Kampfgruppe Folgore“ und der „Kampfgruppe Friuli“, bedrohten die deutsche und ladinische Bevölkerung, plünderten, raubten, mordeten ungesühnt und hielten damit die aus persönlichem Erleben wie kollektiver Erfahrung seit 1918 eher verängstigte Südtiroler Bevölkerung nieder.

Mit sozusagen von oben begünstigtem, weil staatlich gebilligtem Terror konnte daher im „demokratischen Italien“ die nahezu bruchlose Fortführung der faschistischen Politik einhergehen.

Die Refaschisierung des Landes

Frühere Faschisten wurden weithin in ihre vormals bekleideten Ämter und Funktionen wiedereingesetzt, sodass sich im öffentlichen Leben allmählich eine faktische Refaschisierung einstellte. Golowitschs Dokumentation fördert klar zutage, wie eben just ab 1945 die römische Zwischenkriegspolitik des Ethnozids im neuen, aber kaum anders gestrickten Gewande fortgesetzt wurde. Deren Bestimmung war es, durch staatlich geförderte Zuwanderung aus dem Süden Italiens die zuvor von Mussolini und seinen Getreuen bis an die „Grenze des Vaterlandes“, wie es das geschichtsfälschende faschistische „Siegesdenkmal“ in Bozen propagiert, ins Werk gesetzte Auslöschung der deutschen und ladinischen Teile des Tiroler Volkskörpers zu vollenden und das Land an Eisack und Etsch gänzlich der Italianità anzuverwandeln.

Um nur eines von vielen markanten Beispielen aus der Fülle der in der Dokumentation ausgebreiteten zeitgenössischen Zeugnisse zu nennen, sei hier jener aufschlussreiche Vermerk vom September 1945 erwähnt, worin es heißt, die am 8. Mai 1945 gegründete (und bis heute im Lande dominante) Südtiroler Volkspartei (SVP) habe wöchentlich mehrere Überfälle, Diebstähle, Raub, Plünderung und Mord bezeugende Tatberichte erhalten. Der „Volksbote“, das SVP-Parteiorgan, meldete am 21. März 1946, in einer einzigen Eingabe an die zuständigen Behörden seien 60 teils blutige, teils unblutige Überfälle aufgezählt gewesen.

Sich duckende politische Führung – der Klerus auf Seiten des Volkes

Zu denen, die derartige Geschehnisse ereignis- und ablaufgetreu wiedergaben sowie nicht selten selbst schriftlich festhielten, in Berichtsform abfassten und an sichere Gewährsleute übergaben, die sie nach Innsbruck brachten, gehörten in vielen Fällen katholische Geistliche.

Indes fördert Golowitschs Publikation auch von Ängstlichkeit, Unterwerfung und Arrangement hervorgerufene Leisetreterei zutage, die sich nicht anders denn als politisches Fehlverhalten charakterisieren lässt. So fürchteten Parteigründer und erster SVP-Obmann Erich Amonn und sein Parteisekretär Josef Raffeiner eigener Aussage zufolge für den Fall, dass sie die ihnen aus Ortsgruppen ihrer Partei zugegangenen Tatberichte öffentlich gemacht hätten, Anklage und Verurteilung wegen des strafbewehrten Delikts „Schmähung der italienischen Nation und der bewaffneten Streitkräfte“ aus dem trotz Regimewechsels nach wie vor in Kraft befindlichen faschistischen „Codice Penale“. Weshalb Sie die Berichte zwar verwahrten, aber verschwiegen. Selbst Vertreter der alliierten Siegermächte, die ja der Form nach die eigentliche Gewalt im Lande hätten innehaben und ausüben müssen, wozu gehört hätte, die offenkundigen italienischen Umtriebe zu unterbinden, setzten sie nur mündlich davon in Kenntnis und konnten allenfalls ein Achselzucken erwarten.

Dasselbe gilt, wie Golowitsch darlegt, auch für Politiker der unter Viermächte-Statut der alliierten Besatzer stehenden und zwischen 27. April und 20. Dezember 1945 gebildeten Provisorischen Regierung zu Wien, der, unter Leitung des sozialistischen Staatskanzlers Karl Renner zu gleichen Teilen Vertreter von ÖVP, SPÖ und KPÖ angehörten. Und ganz besonders gilt es für die aus der ersten Nationalratswahl (25.11.1945) hervorgegangene und vom 20. 12. 1945 bis 8.11. 1949 amtierende Regierung unter ÖVP-Kanzler Leopold Figl mit sieben Ministern der ÖVP, fünf Ministern (ab 24.11.1947 deren sechs) der SPÖ und (bis 24.11.1947) einem von der KPÖ gestellten Minister.

Viele der Berichte über die Vorgänge in Südtirol gelangten im Original oder in Abschrift nach Nordtirol und von dort auch zur Kenntnis der in Wien Regierenden, zumal da der auf das Engste mit der Causa „Zukunft Südtirols“ vertraute Außenminister Karl Gruber (ÖVP) Tiroler (mit Wohnsitz in Innsbruck) war. In Wien machte man, auf die Wünsche vor allem der amerikanischen und britischen Besatzungsmächte Rücksicht nehmend, die ja mit den Kommandantura-Sowjets – als den misstrauischsten und sich stets als gegnerische Macht gebärdenden Besatzern – auskommen mussten, den Inhalt der Südtiroler Berichte nicht zugänglich, um öffentliche Sympathiebekundungen für die Südtiroler und eventuell damit verbundene Aufwallungen gar nicht erst aufkommen zu lassen. Am 5. September 1946, wenige Monate nach Amtsantritt Figls, traf Gruber in Paris jene Vereinbarung mit DeGasperi, die für den von den Siegermächten bestimmten Verbleib Südtirols bei Italien und die damit eingeläutete Nachkriegsentwicklung maßgeblich sein sollte.

Fazit: Wer die dadurch und in den Folgejahren hervorgerufenen Enttäuschungen der Südtiroler ob ihrer neokolonialistischen Unterjochung durch Rom und ihre zunächst hilflose Wut bis hin zur auch gewaltbereiten und gewalttätigen Auflehnung idealistischer Aktivisten des Befreiungsausschusses Südtirol (BAS) vom Ende der 1950er bis hin in die 1970er Jahre sozusagen von der Wurzel her begreifen will, kommt an Golowitschs höchst ansehnlicher und zutiefst beeindruckender Dokumentation nicht vorbei.

*****
Ad personam:
Prof. Dr. phil. Dr. h.c. Reinhard Olt war 27 Jahre politischer Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) und von 1994 bis 2012 deren Korrespondent in Wien für Österreich, Ungarn, Slowenien, zeitweise auch für die Slowakei.
Daneben nahm er Lehraufträge an deutschen, österreichischen und ungarischen Hochschulen wahr. Seit 1990 ist er Träger des Tiroler Adler-Ordens, seit 2013 des Großen Adler-Ordens. 1993 erhielt er den Medienpreis des Bundes der Vertriebenen (BdV). 2003 zeichnete ihn der österreichische Bundeskanzler mit dem Leopold-Kunschak-Preis aus, und der österreichische Bundespräsident verlieh ihm den Professoren-Titel. 2004 wurde er mit dem Otto-von-Habsburg-Journalistenpreis für Minderheitenschutz und kulturelle Vielfalt geehrt und ihm das Goldene Ehrenzeichen der Steiermark verliehen. 2012 promovierte ihn die Eötvös-Loránt-Universität in Budapest zum Ehrendoktor (Dr. h.c.), verbunden mit der Ernennung zum Professor, und 2013 verlieh ihm der österreichische Bundespräsident das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst.
Im Jahre 2017 erschien sein reich ausgestattetes und spannendes Buch „Standhaft im Gegenwind. Der Südtiroler Schützenbund und sein Wirken für Tirol als Ganzes“ (effekt!-Verlag, Neumarkt/Etsch)
www.conservo.wordpress.com     2.12.2020

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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10 Antworten zu Unters Joch zwingen – Wie Staaten usurpierte Völker zu entnationalisieren trachten,

  1. Artushof schreibt:

    Meuthen, Parteitag, Höcke

    Wer wissen will, wie sich eine Rede anhört, in der es einem Parteivorsitzenden um die Zustimmung der „Öffentlichkeit“ gegen Teile seiner eigenen Partei geht,

    sollte sich mit Jörg Meuthens Auftritt in Kalkar befassen. Er griff in seiner Auftaktrede nicht nur Alexander Gauland und dessen zustimmende Signale in Richtung der Querdenken-Proteste an, sondern verwies auch Höcke des Feldes, indem er ihn einen „reinen Landespolitiker“ nannte, der „den Ball ein klein wenig flacher halten“ solle.

    Natürlich bezeichnete Gauland Meuthens Rede als in Teilen „spalterisch“, und natürlich liefen in den Postfächern und im Telefon die Mails auf, in denen die machtlose Frage gestellt wurde, ob man diesen Totengräber einer „echten Alternative“ nicht stoppen könne, und wenn ja, wie. PI-News veröffentlichte sogar eine vernichtende Bestandsaufnahme, übertitelt mit dem Fazit: „Wer einen solchen Bundessprecher hat, braucht keine politischen Gegner mehr.“

    Meuthen und sein Netzwerk, orchestriert von Beatrix v. Storch und Dieter Stein, erzählen mit Macht eine andere Geschichte: die von einer AfD, deren Niedergang nach dem Höhepunktjahr 2017 viel mit unnötiger Verbalradikalität zu tun habe, mit einer Verkennung der medialen Machtlosigkeit des eigenen Lagers und der Einflußmöglichkeiten, die der gegnerische Block über den empörten Tag hinaus habe. Man dürfe die noch immer sattelfeste Bürgerschicht nicht überfordern und von ihr erwarten, daß sie ihr Vertrauen in Staat und Staatsfunk, gute alte Pressenamen und Institutionen aufzugeben und tatsächlich eine allein glaubwürdige Parallelstruktur aufzubauen bereit sei.

    Hinter vermeintlich neutralen Staatsstrukturen und staatlichen Stellen den parteiischen Gegner auszumachen, sich selbst als AfD also nicht nur im Kampf gegen den Block aus den Regierungs- und allen anderen Oppositionsparteien zu sehen, sondern auch den Staat als den parteipolitisch erbeuteten Staat zu begreifen – das dürfte auf Dauer zu viel sein für das zur Revolte, zur brachialen Reform nicht geschaffene BRD-Gemüt.

    Das ist nun nur angerissen, das könnte man ausführen. Das wäre ein Thema für eine strategische Tagung, eine intensive Analyse der Lage, der Mittel, der richtigen Vokabeln, der Position des Overton-Fensters undsoweiter. Bloß müßte diese Analyse stets verknüpft werden mit der Frage, ab welchem Grad an Zugeständnis eine Alternative aufhörte, eine Alternative zu sein. Wann ist eine Alternative für Deutschland bloß noch eine Ergänzung des Altparteiensystems und nicht mehr seine angeekelte Herausforderung?

    Man gründet eine Alternative ja nicht mit der Absicht, es besser zu machen als die FDP, also: ein noch nicht abgehalfterter Mehrheitsbeschaffer für diejenigen zu sein, die auf sechs entscheidenden Feldern unsere Nation an den Abgrund geführt haben: Finanzwesen, Sozialstaat, Bildungswesen, Überfremdung, Geschichtspolitik, bürgerliche Freiheit.

    Das ist die Grundfrage: Wie kann man über Jahre jede denkbare Anfeindung auf sich nehmen und dann doch entscheiden, eine für diese Gegner akzeptable AfD zu formen? Jeder weiß doch, daß selbst eine Demokratie wie die unsere zwar ständig behauptet, nichts und niemanden zu unterdrücken, aber trotzdem nur denjenigen Abweichler akzeptiert, der sich seinen Platz machtvoll nahm oder mit einer zugewiesenen Rolle zufrieden ist.

    Die AfD war eine machtvolle Partei, ihr Auftritt war machtvoll, ihr Siegeszug wirklich ein Triumph. Aber sie scheint das vergessen zu haben, und zwar vorhersehbar in der Phase, die jedes Projekt, jeden Antritt ereilt: dann, wenn es nach dem Triumphzug, nach den schockierenden Siegen um den Aufbau belastbarer Strukturen geht – um Disziplin und Kärrnerarbeit, nicht mehr um den Rausch der großen Protestwellen und den Zauber des Anfangs.

    Die AfD – die geschnittene Partei, die von den „demokratischen Parteien“ zum undemokratischen Irrläufer gebrandmarkte Partei, die einzige Oppositionspartei, der einzige Poller, an dem unser Land auf parlamentarischem Weg Haltetaue gegen seinen Untergang festlegen kann; die AfD – zugleich Träger und Profiteur einer ungeheuren Hoffnung, gerade für den fleißigen, nicht global agierenden, nicht ortlosen, sondern verantwortungsbewußten und per se sozial eingestellten Teil unseres Volkes; die AfD – eine Alternative für Deutschland, nicht eine für zu kurz gekommene Überläufer aus den Altparteien oder für Leute, die im Parlament oder in Abgeordnetenbüros nach einer Alternative zu ihrem bisherigen Berufsleben suchen …

    Die AfD als der erträgliche Abweichler, der angekommene Gesprächspartner, der oppositionelle Teil des Spektakels: was für eine Horrorvorstellung!

    Höcke, den Meuthen als „reinen Landespolitiker“ beschreibt (so, als stutzte ein Offizier vor versammelter Mannschaft einen Feldwebel zurecht), hat genau davor einen Horror und warnte von Anfang an vor der Verführungskraft der „Beteiligung“. Er weiß besser als der durch die Brüsseler Megastruktur noch gründlicher als jeder Bundespolitiker abgeschottete Meuthen, welcher Typus in Parteien nach oben wandert, als handelte es sich um ein Naturgesetz, und er weiß auch, daß in der AfD bereits Leute oben ankommen sind, die nur noch so tun, als ginge es ihnen um zähen Widerstand gegen die Zerstörung des deutschen Volkes und seines Gemeinwesens.

    Der Parteitag in Kalkar offenbarte einen Spalt in der Partei an einer ganz anderen Stelle, als das zuvor ausgerufen worden war: Ob mehr oder weniger sozialpatriotisch, ob eher Thüringer oder Brüsseler Weg – durch den bereits aus Kompromissen zusammengestellten Leitantrag gab es auf diesem Feld keine Konflikte mehr.

    Personalentscheidungen sind hingegen konfliktträchtig und wegweisend: Die wichtigen Entscheidungen fielen in Kalkar dort, wo sowohl der Bundesvorstand als auch das Schiedsgericht zu ergänzen waren. In beiden Gremien herrschen nun klarste Meuthen-Verhältnisse. Man wird dort mit inhaltlichen Richtungsentscheidungen so umgehen, wie die Macht seit jeher geduldiges Papier handhabt: Auslegungssachen kann man verschleppen und umdeuten.

    Und um von den Namen und (weniger wichtigen) Inhalten wegzugehen: Der entscheidende Spalt, der sich in Kalkar auftat, ist kein inhaltlicher, sondern ein psychologischer. Weiteres Gelände gewonnen haben diejenigen, die nicht in der Lage sind, dauerhaft und gegen jede bürgerliche Vernunft Widerstand zu leisten. Man kann Meuthens Rede und die Siege seiner Kandidaten nicht anders lesen: Man will dorthin vorstoßen, wo die Parteien seit jeher (und mit jedem Jahr noch mehr) Beute machen.

    Man will sich letztlich an dieser Beutegemeinschaft der Altparteien beteiligen und wird dadurch von der Alternative zur Ergänzung. Denn das Gerede davon, daß man Beute mache, um mit diesen Mitteln eines Tages das Beutemachen an sich zu beenden, hat auch die Grünen seinerzeit zur verlogenen Partei gemacht: Die Grünen waren auf fast jedem Feld fundamentaler als die AfD, grundsätzlicher, griffen sogar das System an, duldeten das Linksradikalste in ihren Reihen und forderten ein Ende von Parlamentarischem Versorgungsposten und Stiftungsfilz (um nur zwei Beispiele zu nennen). Nach zehn Jahren Parlamentsbeteiligung war nichts mehr davon übrig, und heute macht man hemmungsloser und gründlicher Beute als jede andere Partei.

    Kalkar: Der Parteitag hat gezeigt, daß es unter dem Parteivorsitzenden Meuthen keine Überwindung der Spaltung geben wird, sondern daß hier einer den festen Vorsatz hat, die Partei in seinem Sinne zu reinigen. „In seinem Sinne“ meint zur Stunde: im Sinne des Establishments. Wen das geschafft ist, muß er sie vielleicht auch von sich selbst reinigen, vermutlich aber gar nicht mehr: Sie wird dann keine Alternative mehr sein.

    Roger Köppel, einer der umtriebigsten rechtsoffenen Köpfe der Schweiz, hält Meuthen vor, dies zu tun, weil er in eine Falle getappt sei: Die Gegnern hätten der AfD eine Stildebatte aufgedrückt, als sei dies das Problem der einzigen Opposition: sich nicht fein genug auszudrücken, sich nicht in jedem Halbsatz von allem zu distanzieren, wovon die Vergangenheitsbewirtschafter Distanz forderten.

    So ist es, kein Zweifel. Meuthen hat sich diese Pseudodebatte zu eigen gemacht und hebt parteiinterne Gräben mit Werkzeug aus, das ihm der Gegner in die Hand gedrückt hat. Stilfragen, einzelne, skandalisierte Wörter, zuviel Pathos hier, zuwenig historische Sensibilität da – sagt wer? Und worauf hofft Meuthen?

    Auf Zustimmung von Leuten, denen nichts lieber wäre, als würde es die AfD nicht mehr geben? Vermutlich, leider, ist es so. Schwächeanfall, konstitutionelle Schwäche, jedenfalls ein Offenbarungseid für eine Führungsfigur, jedenfalls ein Kampf gegen die eigenen Leute mit den Mitteln des Gegners,

    Und genau dieser Umstand sollte es denjenigen, die Meuthens Weg für das Ende der Alternative halten, leicht machen, einen Gegenentwurf zu formulieren. Es müßte in diesem Gegenentwurf vor allem darum gehen, Widerstandstugenden vorzustellen und auszubilden:

    1. Durchhaltevermögen: Deutschland braucht eine politische Alternative, das ist heute so richtig wie bei Gründung der AfD. Diese Alternative ist etwas fundamental anderes als eine Ergänzung des Altparteiensystems. Darauf, daß die AfD als Alternative gebraucht wird, muß sie vertrauen.

    2. Unbedingter Zusammenhalt: Die Gegner (Parteien, Zivilgesellschaft, Medien, Staat) werden immer etwas Skandalöses finden, um die AfD zu diskreditieren – wenn beim einen nicht, dann beim nächsten.

    3. Nachahmungsverbot: die Dinge anders angehen als die anderen Parteien, andere Vokabeln verwenden, den Korrumpierungskräften von Parlament und Lobbyismus ausweichen, die eigene Daseinsberechtigung daraus ableiten, daß man nicht dazugehört.

    4. Beratungsresistenz: Staatlichen Institutionen wie dem Verfassungsschutz, aber auch vermeintlichen Abwägungsinstanzen wie Patzelt oder Maaßen keinerlei Recht einräumen, die AfD nach kompatibel und inkompatibel auseinanderzusortieren. Sich vom Gegner nicht erklären lassen, wie man für ihn akzeptabel wäre.

    5. Eindeutigkeit: Wenn die AfD sich zerfasert, streitet sie. Wieso öffentlicher Richtungsstreit? Es hört doch sowieso keiner zu, es pflichtet doch den besten Vorschlägen keiner bei. Theoriearbeit, Maßnahmenkataloge: ja, für die Schublade, für später. Für jetzt nur ein Mantra: Wir leisten Widerstand gegen die vermeintliche Zwangsläufigkeit „alternativloser“ Politik. Wir sind eindeutig anders als die andern. Bereits dieser Ruf reicht für Millionen Wähler.

    — — —

    Es ist dazu gekommen, daß diese simplen Grundsätze aus der Anfangszeit der Partei und den Jahren des Siegeszugs in alle Parlamente zu etwas geworden sind, wofür man sich zu rechtfertigen hat, und zwar parteiintern. Noch einmal Roger Köppel: Er verwendet in seiner Analyse das Bild von Pech und Schwefel, das auf diejenigen ausgegossen werde, die als Erste die Leiter hinaufkletterten, um die Burg zu erobern.

    Es ist schäbig von denen, die hinterherklettern, dieser ersten Reihe die verklebten Haare und die besudelte Weste vorzuwerfen. Bloß: Den Anstand, das nicht zu tun, haben viele der Nachzügler nicht. Wer bringt ihn ihnen bei? Und wo ist die breite Brust, die sich vor diejenigen stellt, die gekämpft haben und die zurecht und mit sehr gute Argumenten verlangen können, daß die Alternative ihren Weg als Alternative weitergeht?

    Götz Kubitschek
    Götz Kubitschek ist Verleger (Antaios) und seit 2003 verantwortlicher Redakteur der Sezession.

    Sezession Antaios

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  2. Shinobi schreibt:

    Über Impfstoffe zur digitalen Identität?
    https://www.heise.de/tp/features/Ueber-Impfstoffe-zur-digitalen-Identitaet-4713041.html

    „Die u.a. von Bill Gates, Microsoft, Accenture und der Rockefeller Foundation finanzierte „Digital Identity Alliance“ will digitale Impfnachweise mit einer globalen biometrischen digitalen Identität verbinden, die auf Lebenszeit besteht“

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  3. theresa geissler schreibt:

    Ach! Diese ‚Partisaner‘!
    Nannten sich „Antifaschisten“, nannten sich „Kommunisten“, nannten sich „Freiheitskämpfer“… Aber sogar ein Giovanni Guareschi lässt in seinen ‚Don Camillo‘ Büchern durchblicken, dass es vielen von ihnen nur darum zu tun war, das eigene Joch loszuwerden, nämlich: dass ihnen für ihr eigenes Gefühl aufgelegt wäre durch Kirche und Bürgerlicher Moral! Mehr brauchte man bei den meisten von ihnen nicht dahinter zu suchen.
    ‚Idealismus‘ ohne einige Tiefgang, sozusagen!

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  4. DFD schreibt:

    Im Augenblick drei sehr interessante Artikel, ..ins vierte Glied, ….unters Joch, und …Süd Tirol.

    Ich glaube die lassen zusammen Kommentieren, mehr oder weniger.

    Aber was WICHTIGES
    ##################.

    Wie geht’s der Freya? Hat irgendjemand was von ihr gehört? Peter Helmes oder Andere.

    Ich hoffe es geht ihr gut – jedenfalls so gut wie möglich.

    Best
    DFD

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  5. Dr. Gunther Kümel, Virologe. schreibt:

    „Um Völker auszulöschen, beginnt man damit, sie ihrer Erinnerung zu berauben. Man zerstört ihre Bücher, ihre Kultur, ihre Geschichte, ihre Symbole, ihre Fahne“.

    Diese „Entvolkung“ wurde nicht bloß den Südtirolern angetan, von den Italienern.
    Ganz präzise das war der Kern der „Umerziehung“ durch die in die USA neu-eingewanderten Amerikaner.
    Und heute erfolgt die Auslöschung des deutschen Volkes durch die MIGRATIONSKATASTROPHE, die DEMOGRAPHISCHE KATASTROPHE und die EU-EURO-KATASTROPHE!

    „UMERZIEHUNG“:
    Der Großteil der Lehrer und Univ.-Professoren wurden ohne Bezüge zwangspensioniert, gedruckt oder gefilmt durfte nur werden, was die Militärdiktatur lizensierte, Bildung von Vereinen, Gesellschaften war verboten. Kulturelle Veranstaltungen konnten kaum stattfinden. Politische Parteien spielten erst viele Jahre nach 1945 eine Rolle. Erst 1955 wurde die absolute Macht der (west-)alliierten Militärdiktatur in einem Abkommen kodifiziert und begrenzt. Bis dahin war Leben Freiheit Eigentum der Deutschen schutzlos und schrankenlos der Willkür der Besatzer ausgeliefert.
    Viele Millionen von deutschen Zivilisten fielen den Morden an Kriegsgefangenen und der planvoll inszenierten Hunger-Katastrophe in den deutschen Städten zum Opfer („Nachkrieg“). Fabriken wurden beraubt und gesprengt („Demontage“ bis 1951/52).

    Die Besatzer erzwangen die größte Büchervernichtung der Weltgeschichte, größer als die Vernichtung der Bibliothek von Alexandria durch die islamischen Eroberer. Die „Bücherverbrennung“ im Dritten Reich war eine rein symbolische Verbrennung von einigen Dutzend Einzelexemplaren.
    36.000 Buchtitel wurden auf Beschluß der Militärverwaltung verboten und vernichtet. Das entsprach der Vernichtung von vielen Hunderttausenden von Einzelexemplaren!

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  6. Mona Lisa schreibt:

    „Die Wahrung ethnischer Identitäten“ – wozu auch der Volksstammbaum zählt.
    Und wenn sie nun ausgelöscht, was ist es dann anderes als purer Rassismus ?!
    Merke : Alles was sie tun, lasten sie ihren Opfern an.
    Nicht der Ethnien bewahrende; die wahren, echten, unverfälschten, größten Rassisten sind die Völkervernichter in jeder Multikulti-Regierung.

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    • Dr. Gunther Kümel, Virologe. schreibt:

      ML,
      Völlig richtig!
      Aber es geht nicht um eine Rasse, die alleine als wertvoll betrachtet wird, während alle anderen als minderwertig aufgefaßt werden (Rassismus).
      Die Völkervernichter der Multikulti-Propagandisten will die Völker ihrer Identität berauben.
      Sie sind CHAUVINISTEN! Sogar schlimmer als Chauvinisten, denn sie wollen nicht (wie die Italiener in Südtirol) die Kultur der Einheimischen durch eine andere ersetzen, sondern sie wollen Kultur und Identität des Volkes (und aller Völker) vernichten. Dann läßt der NEO-Liberalismus („Globalismus“) die ihrer Identität Beraubten, Entwurzelten, als gesichtslose Masse bei immer geringerer Bezahlung und steigenden Abgaben, bei steigender Arbeitszeit (z.B. Notwendigkeit von Doppelverdienern und Zeit-Job) für immer steigenden Profit der Konzerne malochen. Und wer sind zunehmend die Eigentümer der Konzerne? Hochfinanz, Blackrock, Tiefer Staat.

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    • gerardfrederick schreibt:

      Alles was sie tun, lasten sie ihren Opfern an — genau dasselbe Schema wie es unsre polnischen und tschechischen ¨Freunde¨ tun. Was in unserem Südtirol stattgefunden hat, verbleicht im Vergleich mit dem was in unserem Osten getan wurde.. Das wirklich verheerende, das Ascheuliche selbst, ist die Zusammenarbeit der ¨Deutschen¨ Regierung mit den Tätervölkern im Osten.

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  7. Semenchkare schreibt:

    Man muß nicht nach Italien schauen. Genau diese De-Nationalisierung fing 45/46 im Westen (USA) und Osten (Sowjetunion) an. Wobei die Sowjetführer immer noch von „Brudervölkern“ sprach, und ihnen ihre Kultur und menschliche Eigenarten ließ!
    Sprich:
    Sozialismus/Kommunismus unbedingt ,der Rest war nicht so wichtig!

    Amerika hat aber incl Spache, vorallem mit Musik, Frass, American Way of Life alles vereinahmt !!
    Sieht man besonders heute am bedingten Englischzwang!

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    • Semenchkare schreibt:

      Ich weigere mich, dem Globalplayer „Amerika“ , bildlich gesprochen, ..den Arsch zu küssen!
      Auch wenn ich einzelne politische Ströme sehr gut dort finde und deren Verfassung als die bessere empfinde.

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