Kirche I: Nach Fehlverhalten kann auch ein harter Schritt befreiend sein

(www.conservo.wordpress.com)

Von Professor Dr. Werner Münch *)

Warum auch Bischöfe zum Rücktritt bereit sein sollten

Sexueller Missbrauch und kein Ende. Nach Köln und Aachen folgt jetzt Münster, und das ist nicht das letzte Bistum. Als im Herbst 2018 die MHG – Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ (DBK) von ihr selbst in Auftrag gegeben wurde, war das Problem längst bekannt. Es konnte nicht verwundern, dass sich der mediale Druck ausschließlich auf unsere Kirche und nicht auf andere öffentliche Einrichtungen in staatlicher Verantwortung wie z. B. Kitas, Horte, Schulen, Internate, oder Behinderten – Einrichtungen… konzentrierte, aber die Bischöfe schwiegen dazu.

Spätestens seit der Aufdeckung der Missetaten des amerikanischen Kardinals Theodore McCarrick wusste jedoch jeder Informierte, wie lange man schweigen kann, weil sexuelles Fehlverhalten als „Ausrutscher“ bewertet wurde. Das „System“ – gemeint ist die Kirche – hatte in diesem Punkt total versagt. Und das war nicht nur in den USA so, sondern auch in Deutschland. Aber allein der Verweis auf „Sünde des Systems“ oder „Sünde des Klerikalismus“ bleibt inakzeptabel, so lange man nicht nach dem „mea culpa“ fragt.

Auch bei uns ist jahrelang eine ehrliche Aufklärung mehrfach, wenn überhaupt, nur widerwillig betrieben, verzögert oder vertuscht worden. Selbst die jetzige Lösung über die Höhe der finanziellen Entschädigung für die Opfer von sexuellem Missbrauch ist mit dem Höchstsatz von fünfzigtausend Euro blamabel, und man ist gespannt, woher jetzt die Mittel zur Finanzierung genommen werden.

Im Erzbistum Köln haben die Verwirrungen über die Aufarbeitung der Probleme sexuellen Missbrauchs „Hochkonjunktur“. Die Bistumsleitung erklärte, dass sie das Gutachten der Kanzlei Westpfahl – Spilker – Wastl über sexuellen Missbrauch von Priestern in ihrer Diözese nicht kennt, kritisiert aber gleichzeitig dieses Gutachten und verweigert seine Veröffentlichung. Parallel hierzu werden aufgrund eines Sondergutachtens den früheren Bischöfen Höffner, Meisner, Tenhumberg (Münster) und dem aus dem Erzbistum Köln stammenden Hamburger Erzbischof Stefan Heße in der „Causa Pfarrer A.“ Vorwürfe wegen Vertuschung gemacht. Der Aachener Bischof Dieser dagegen lobt das Gutachten aus derselben Kanzlei für seine Diözese, wirft seinem Vorgänger Heinrich Mussinghoff Fehlverhalten vor und verlangt von ihm „ein Zeichen der Reue“. In einem persönlichen Gespräch habe er ihm den Rat gegeben, „keine juristischen Schritte gegen die Veröffentlichung des Gutachtens zu unternehmen“. Führt man als Bischof persönliche Gespräche, um anschließend die Öffentlichkeit über deren Inhalt zu informieren? Merkwürdig! Er selbst sieht eine Ursache für Missbrauchsfälle durch Priester im „Klerikalismus“, ohne den Begriff zu erläutern und in Zusammenhang mit dem beschriebenen Fehlverhalten zu bringen.

Und wenn der Essener Bischof Overbeck bekennt, Schuld auf sich geladen zu haben, dann ist das ein erster wichtiger Schritt. In einem zweiten muss er aber die Frage beantworten, welche Folgen er daraus für sich zieht. Das hat er aber bisher nicht getan.

Es gibt ein weiteres Feld, auf dem Bischöfe in ihrem Wirken heute eine große Angriffsfläche bieten: Sie haben den klaren Auftrag zur Vermittlung von Glaubenswahrheiten ohne Wenn und Aber. Dagegen wird von einer größeren Zahl von ihnen in den Positionen und Ziel – Forderungen insbesondere im „Synodalen Weg“ – massiv verstoßen.

Jeder Bischof hat in seiner Weihe zum Bischofsamt 9 Weiheversprechen abgegeben, von denen hier 3 herausgegriffen werden sollen:

Jeder Weihekandidat erklärt nämlich, dass er bereit ist, „das Evangelium Christi treu und unermüdlich zu verkünden“, das „von den Aposteln überlieferte Glaubensgut…rein und unverkürzt weiterzugeben“ und am „Aufbau der Kirche, des Leibes Christi, mitzuwirken und …stets ihre Einheit zu wahren“.

Kann man sich dann später in der Ausübung seines Amtes beliebig davon distanzieren oder entfernen?

Kann der Bischof beispielsweise beim „Synodalen Weg“ in den Mittelpunkt seiner Ziele die Abschaffung des Zölibats stellen, den Ausbau der Genderideologie mit neu eingerichteten Diversity-Referaten in seinem Bistum und die Ordination von Frauen vorantreiben oder auch Beschlussfassungen zulassen, die der kirchlichen Lehre widersprechen?

Papst Johannes Paul II. hat 1994 bezüglich der Weihe von Frauen unter Bezug auf eine frühere Erklärung der Glaubenskongregation die Gläubigen ermahnt, „die Ablehnung der Frauenordination als endgültig zu betrachten“. Zur Unterstützung ihrer davon abweichenden Argumente bieten uns einige Bischöfe heute sehr selbstbewusst an: „Jesus Christus ist Mensch und nicht Mann geworden“ (Bischof Heße). Es gibt „eine große Ungeduld und Unverständnis“ unter Frauen über ihre Rolle in der Kirche“ (Bischof Neymeyr). „Die Diskussion (über Frauen zum Weiheamt) ist durch ein Papier nicht zu ersticken“ (Erzbischof Heße) oder schließlich: „Im Gottesvolk werden die Argumente für das „Nein“ zur Frauenordination nicht mehr angenommen“ (Bischof Bätzing).

Auch die Schöpfungstheologie, dass Gott Mann und Frau erschaffen und damit Vorgaben zur heterosexuellen Ehe gemacht hat, wird unterschlagen, und auf Ablehnung der „Ehe für alle“ sowie auf ein überzeugendes Plädoyer für den Erhalt christlicher Familien mit Vater, Mutter und Kindern warten viele Gläubige vergebens.

In der Politik gibt es Abberufungen von Ministern oder persönliche Rücktritte aus unterschiedlichen Gründen. Auch bei Vorständen, Aufsichtsräten und Direktoren von staatlichen oder kirchlichen Institutionen gibt es beides. Warum eigentlich bleibt die Frage eines persönlichen Rücktrittsbegehrens eines Bischofs tabu – selbst vollziehen kann er einen Rücktritt ja nicht -? Ich hielte es bei gravierendem Fehlverhalten, Überforderung im Amt, inakzeptablem Lebenswandel oder bei eindeutiger Negation seiner Weiheversprechen für angebracht.

Bischöfe haben in ihrem Weiheamt eine hohe persönliche Verantwortung, der sie gerecht werden müssen. Jeder, der ein Führungsamt innehatte, weiß, wie schnell man einer medialen Hatz oder einem sogar die Grenzen von Fairness überschreitendem Investigationsjournalismus unterworfen werden kann. Dem darf man keine Chance geben. Deshalb muss auch ein Bischof bereit sein, seinen Rücktritt anzubieten, wenn er gerechtfertigt ist. Das wäre ein Beweis für Übernahme von persönlicher Verantwortung in einer Krise, vorbildliches Verhalten und damit ein herausragendes Zeichen der Glaubwürdigkeit an die Adresse der Gläubigen. Vielleicht können die Bischöfe ja einmal über diese Frage ernsthaft nachdenken und selbst einen Katalog entwerfen mit berechtigten Gründen für ein mögliches Rücktrittsangebot.

Einen ersten Schritt in diese Richtung hat Erzbischof Heße mit seinem Brief nach Rom und dem Hinweis, er könne nicht „Richter in eigener Sache“ sein, bereits getan. Ein solcher Schritt eröffnet eine konkrete Möglichkeit der Wiedergewinnung von zerstörtem Vertrauen. Jede Form von Hilfe für in ihren schwierigen Ämtern bedrängte Bischöfe, wenn sie gewünscht wird und berechtigt ist, soll gewährt werden. Ich bete auch gerne für unsere Amtsträger, weil ich weiß, was Führungsaufgaben sind und was die Übernahme von Verantwortung, auch gegenüber der Öffentlichkeit, bedeutet. Aber das allein genügt nicht.

Bei Bischöfen stellt eine Vertuschung von sexuellen Missbrauchsfällen und eine Situation, in der sie das Evangelium von Jesus Christus nicht mehr „treu und unermüdlich verkünden“, das von den „Aposteln überlieferte Glaubensgut… nicht mehr rein und unverkürzt“ weitergeben oder bei einem mit dem Weiheamt nicht mehr zu vereinbarendem Lebenswandel ein solch schweres Fehlverhalten dar, dass die Bereitschaft zu einem Rücktritt die Folge sein müsste. Eine solche Haltung könnte einen entscheidenden Anteil daran haben, das zerstörte Grundvertrauen in unsere Kirche und ihre Hirten wieder zurückzugewinnen.

***

Der Autor ist Mitglied im Kuratorium des Forums Deutscher Katholiken

*****

*) Professor Dr. Werner Münch, Zeitoffizier in der Panzertruppe der Bundeswehr, Studium der Politikwissenschaften, Geschichte und Soziologie, Rektor und Präsident aller kirchlichen Hochschulen in Deutschland, Mitglied im Europäischen Parlament, Minister der Finanzen und Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt a.D., Publizist

www.conservo.wordpress.com   12.12.2020

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. Wer jedoch andere Foristen mehrfach persönlich angeht, beleidigt oder unflätig beschimpft, wird nach einer dreimaligen Verwarnung vom Diskussionsforum ausgeschlossen. Maria Schneider Beiträge bitte an Maria_Schneider@mailbox.org Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen emails und auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zu Eigen. Diese Erklärung gilt für alle in und mit meiner Internetadresse/emails angebrachten Links. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Zu diesem Zeitpunkt waren keine Rechtsverstöße ersichtlich. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Websites ist ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden jedoch derartige Links umgehend entfernen. Maria Schneider 10.11.2020
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Christen, Kirche abgelegt und mit , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

9 Antworten zu Kirche I: Nach Fehlverhalten kann auch ein harter Schritt befreiend sein

  1. Shinobi schreibt:

    Arie Hoekman offizielle Vertreter der UNO (UNFPA) :
    2009 in Mexiko Weltfamilientag:
    die Zerstörung der Familien, hohe Scheidungsrate und die große Anzahl der unehelichen Kinder nicht ein Indiz für gesellschaftliche Krise, sondern „ein Sieg der Menschenrechte über das Patriarchat“ sind.
    Die Zerstörung der Familien hat außer der Atomisierung der Gesellschaft noch ein Ziel: maximale Schwächung der Rolle der Eltern bei der Erziehung der Kinder und die ungehinderte Formierung des „neuen Menschen“ durch Schulen und anderen, der Kapitalokratie unterliegenden Ausbildungsstätten zu ermöglichen.
    http://www.wgvdl.com/das-wahre-ziel-des-feminismus

    EU Ziel ist Gender-Diktatur
    https://kreidfeuer.wordpress.com/2012/11/17/eu-ziel-ist-die-gender-diktatur/

    Genderismus: Agenda zur Umerziehung der Menschheit
    http://kreidfeuer.wordpress.com/2014/10/24/genderismus-agenda-umerziehung-der-menschheit/

    Großbanken: Goldman Sachs und Co. finanzieren die Homo-Lobby
    http://www.katholisches.info/2013/07/01/warum-finanzieren-goldman-sachs-und-andere-grosunternehmen-die-homo-lobby-worum-es-wirklich-geht/

    Homosexualität oder Transsexualität nicht angeboren — Neue Studie widerlegt Homo-Lobby und Gender-Theorie
    http://www.katholisches.info/2016/08/24/homosexualitaet-oder-transsexualitaet-nicht-angeboren-neue-studie-widerlegt-homo-lobby-und-gender-theorie/?pk_campaign=feed&pk_kwd=david-berger-entschuldigt-sich-bei-benedikt-xvi-es-war-zeitgeistigkeit-und-eitelkeit

    Kardinal Cipriani Thorne: „Gender-Ideologie vom Großkapital gelenkt“
    http://www.katholisches.info/2016/09/19/kardinal-cipriani-thorne-gender-ideologie-vom-grosskapital-gelenkt/

    Die UN will die Homogenität von der europäischen Kultur und von Nationen zerstören
    http://korrektheiten.com/2012/06/23/peter-sutherland-un-migration-ethnische-homogenitaet-multikulturell/

    Genozid an den Weißen steht ganz oben auf der UN Agenda 21
    http://www.counter-currents.com/2015/09/genozid-an-den-weisen/

    Unsere Bundesregierung finanziert und fördert die neoemazipatorische Sexualpädagogik die von Gender-Ideologen Helmut Kentler, Uwe Sielert, Stefan Timmermanns, Elisabeth Tuider angeführt und verbreitet wird.

    Die Gender-Mafia verdient Milliarden mit abgetriebenen Embryonen und Föten
    http://www.aktion-leben.de/bioethik/diagnostik-pd-pid/embryonenhandel/

    Gefällt mir

  2. Farwick schreibt:

    Lieber Freund Werner !

    Danke. In jeder Hierarchie steigt die Vorbildfunktion mit der Karriere.
    Die Bischöfe müssten auch bei einem Rücktritt Vorbild sein. Jeder kann in seinem Leben Schuld auf sich laden.
    Entscheidend ist, seine persönliche Schuld zu erkennen und einzugestehen . auch öffentlich.

    Mit besten Grüßen

    Dein Dieter

    Gefällt mir

  3. luisman schreibt:

    Waeren diese ordinierten Vergewaltiger Mitglied eines Sportvereins, Angelvereins, usw. anstatt in der Kirche, wuerden die meisten Staatsanwaelte diese Organisation, welche die Aufdeckung dieser Verbrechen verhindert und verschleiert, und oft weiterhin geschehen laesst, als kriminelle Vereinigung behandeln (wie z.B. eine Mafia-Organisation oder einen Drogenring). I.d.R. werden solche Organisationen mit allen Mitteln des Zivil- und Straf-Rechts zerschlagen.

    Haette die BRD ein wirkliches Schadensersatzrecht (tort law) wie es oft in den USA praktiziert wird, wo einem Geschaedigten nicht ein Taschengeld, sondern Millionen zugesprochen werden, dann waere die Kirche vielleicht ganz anders vorgegangen (obwohl es in den USA, AUS, usw. tlw. aehnliche Verschleierungsorgien gab).

    Gefällt 1 Person

  4. Ulfried schreibt:

    greypanter, genau richtig. und es ist dann sehr brisant, wenn Pädophile bewußt ins Ornat schlüpfen um an Kinder heranzukommen. Noch brisanter ist es wenn sie das auch noch ankündigen und die Mehrheit dazu schweigt. Ich mag die USA und ihr Unrecht nicht. Doch da ist gesetzlich vorgesehen solche Typen zu kastrieren. Dann können die nach ihrer Inhaftierung auf eine Freizeitbeschäftigung verzichten, nämlich der Masturbation. Wenn solchen Viechern das klar ist werden die sich einmal mehr überlegen sich an Kindern zu vergreifen. Denn dann …

    Gefällt 1 Person

  5. greypanter schreibt:

    Auch ohne konfessionelle Bindung stehe ich zu der christlichen Tradition als Quelle unserer Kultur und gesellschaftlichen Ethik. Das erlaubt mir, als Fürsprecher der kirchlichen Amtsträger aufzutreten, welche sich sexuelle Verfehlungen zu Schulden kommen ließen. Es ist anzunehmen, dass jeder Priester bei seiner Weihe noch die feste Absicht hatte, die Regeln des Zölibats streng zu befolgen. Jedoch ist der Umgang mit einem der priesterlichen Obhut anvertrauten Kind schwierig und für einen zölibatär lebenden Menschen verführerisch. Die Grenzen zwischen brüderlicher Freundschaft und Fürsorglichkeit werden manchmal ohne erkennbare Warnsignale überschritten zur verbotenen sexuellen Beziehung. Man stelle sich die Situation vor, wo ein Kind mit schweren mentalen oder äußerlichen Konflikten zu kämpfen hat. Da fühlt sich der Priester verpflichtet, Hilfe anzubieten und Trost zu spenden. Da hilft oftmals ein verständnisvolles Streicheln mehr, als viele Worte. In solchen Situationen beginnt sich im Priester ein sexueller Druck aufzubauen, dem er nicht Stand zu halten vermag. Sind einmal die Dämme gebrochen, so beginnt die sexuelle Sucht mit ihrer unheilvollen Wirkung und die Selbstkontrolle wird unmöglich.

    Die Diskussion sollte in eine andere Richtung gehen. Die entscheidende Frage ist doch, ob das Zölibat für die deutsche Priesterschaft noch zeitgemäß ist. Finanziell ist doch jeder Priester durch die Kirchensteuer und die hohen Vermögenswerte der Kirche bestens abgesichert. Deshalb wäre eine eigene Familie nicht, wie in anderen Ländern und in früheren Jahrhunderten, eine unerträgliche Last, die ihn an seiner Amtsausübung hindert, sondern eine bereichernde Quelle von täglicher Lebenserfahrung. Der Priester könnte seine Ratschläge an der täglichen Praxis orientieren, anstatt lebensfremd aus einer zweitausend Jahre alten Überlieferung. Man mag erwidern, dass jeder Priester einer Familie entstammt und dies genug Lebenserfahrung darstelle. Die Sicht eines Kindes ist jedoch etwas ganz anderes, als die eines Ehemannes und Familienvaters. Dieses Defizit des Zölibats dürfte der Grund dafür sein, dass sich so viele Katholiken nicht mehr von ihren Geistlichen verstanden und angesprochen fühlen.

    Die praktizierte Opferentschädigung von bis zu fünfzigtausend Euro aus der Kirchensteuer halte ich für eine Veruntreuung von Steuermitteln. Zwar sind die Verfehlungen einzelner Priester in einem untauglichen System begründet, das alle Kirchenmitglieder am Leben erhalten (weshalb ich dieses verlassen habe). Das rechtfertigt jedoch nicht, rechtschaffene Menschen für die Verfehlungen einer kleinen Minderheit bezahlen zu lassen. Wollte man nach dieser Logik handeln, so müsste man jeden beliebigen Verbrecher freisprechen und dafür unseren Staat zur Rechenschaft ziehen, weil dieser die adäquate Erziehung und Sozialisierung des Menschen versäumt hat und diesen zum Verbrecher werden ließ. Hier greift die Eigenverantwortung jedes Einzelnen für sein Handeln und für die daraus erwachsenden Folgen.

    Als geeignete Maßnahme wären Gespräche zwischen Täter und Opfer unter Anleitung eines erfahrenen Mediators zu empfehlen. Der Täter könnte diese Erfahrung zur tätigen Reue nutzen und sich dadurch innerlich, aber auch gegenüber der Gesellschaft von seiner Last befreien. Das Opfer könnte sein inneres Gleichgewicht wieder finden und seine quälenden Erinnerungen als gesühnt und abgeschlossen abschütteln.

    Gefällt 2 Personen

  6. Ulfried schreibt:

    Ein dankenswert sachlicher Beitrag von Werner Münch. Auch ich stehe auf dem Standpunkt, daß in der katholischen Kirche eine Reinigung dringend notwendig ist, solche Verbrecher exkommuniziert und der staatlichen Justiz übergeben werden müssen. Sie müssen, wenn ihre Schuld erwiesen ist, hart bestraft werden.
    Als die 68er skandierten daß sie die Kirche unterwandern wollen hörte kaum jemand zu. Und so gelang es diesen teils Pädophilen kirchliche Posten zu ergattern, die ihnen die Nähe von Kindern möglich machte. In seiner Schrift „ROTE WÖLFE IM GRÜNEN SCHAFSPELZ“ hat unser Peter Helmes m. E. die Thematik angesprochen. Peter wenn ich jetzt nicht richtig liege korrigier mich bitte.
    Diese Unterwanderung wurde auch möglich durch die Wiedergründung des ZdK 1952 und dessen Dominanz durch abgehalftere Politiker. Es ist ein Krebsgeschwür in unserer katholischen Kirche. Bei den „grünen“ tat sich Ähnliches als Kommunisten wie
    Reinhard Bütikofer, Winfried Kretschmann, Ursula Lötzer, Krista Sager, Ulla Schmidt, Trittin, Antje Vollmer etc. diese einst umweltfreundliche Partei enterten. Mit einer großangelegten Pädophilen- Kampagne haben die „DEUTSCHE KONSERVATIVE“ mit Siegerist und Helmes diesen Politgangstern mal eine gewaltige Schlappe bei einer BT- Wahl beschert. Da mußte auch der „Sympathieträger“ Trittin zugeben, daß er in Pädophilie ebenso wie Cohn Bendit verstrickt war. Dann hat er sich entschuldigt und das wars. Nie haben die „grünen“ sich je entschuldigt, aufgearbeitet oder gar ihre Opfer entschädigt. Das gleiche gilt übrigens für Institute wie die Odenwaldschule, die „Zeugen“ Jehovas, die Protestanten oder gar den Islam wo alte Männer ihre minderjährigen Opfer sogar in Deutschland ehelichen.
    Bei Mißbrauchsfällen egal in welchem Verein, muß die Gerichtsbarkeit endlich knallhart durchgreifen. Da würde die Reinigung meiner Kirche vom Geist des Antichrist schneller forciert, was ich mir sehr wünsche. Die schlimmste Art von Mißbrauch ist für mich die Tötung im Mutterleib und die Verwertung der Föten in Kosmetik und Pharma wie es derzeit bei der „Corona“- Impfbrühe der Fall ist.

    Gefällt 1 Person

    • conservo schreibt:

      @ Danke, lieber Ulfried. Du erinnerst richtig! Was mich ärgert – ja wütend macht: Hätten Konservative oder Christdemokraten auch nur einen kleinen Teil solcher Verfehlungen begangen wie die Grünen, wäre die gesammelte Medien- und Gutmensch-Mischpoke über sie hergefallen. Die Grünen – insbesondere die heutigen – decken aber den Mantel des Schweigens drüber, und niemand spricht mehr über diese „Sachen“.

      Schlimmer noch, wenn ich mir die z. T. abstrusen Forderungen der Jung-Grünen anhöre, fühle ich mich in die Gründerzeit der Grünen zurückversetzt. Mit anderen Worten, sie haben aus der Vergangenheit nichts gelernt und bekennen sich auch nicht dazu.

      Gefällt 1 Person

Kommentare sind geschlossen.