Badische Zeitung lässt die Weihnachtsgeschichte demontieren

(www.conservo.wordpress.com)

Von Albrecht Künstle

Nachlese zur Weihnacht 2020

– die (Kultur)Revolution frisst ein Kind nach dem anderen, nichts ist mehr tabu

– wann trauen sich die Schreiberlinge an die Demontage Muhammads?

Vor wenigen Wochen war ich in einer Verfassung, nicht mehr schreiben zu wollen. „Mir fällt vieles auf, aber bald nichts mehr dazu ein“, fasste ich meine Ohnmacht zusammen. Diese bekam mir aber nicht gut. Mir fiel täglich immer noch viel auf, aber weil ich mir den Ärger nicht von der Seele schrieb, konnte ich fast nicht mehr schlafen. Aber ich wollte langsamer treten und nur noch einen Artikel in der Woche absetzen. Doch die Tagespolitik lässt das kaum zu.

Mir geht es wie Henryk M. Broder, der auf der Umschlagseite seines neuen Schmökers „WER WENN NICHT ICH“ verriet, dass es sich quasi alleine schrieb. So wie sein Guru und Idol Hanns-Dieter Hüsch sagte, „Hingehen, hinhören, nach Hause gehen, aufschreiben und vortragen.“ Nur haben sich die Zeiten geändert. Hingehen ist wegen Lock- und Shutdown verboten. Das 11. Gebot heißt daheimbleiben, nach Hause gehen wurde zum Fremdwort. Aber es wird einem auch so genug Stoff nach Hause geliefert, man mag die Fernsehnachrichten gar nicht mehr einschalten. Sie beginnen mit jemandem, der jemandem in der Nase herumstochert, und die Nachrichten enden damit, dass jemand anderer wiederum einem anderen im Rachen herumstochert. Widerlich und eklig, ich kann‘s nicht mehr sehen, weshalb ich lieber die Zeitung aufschlage.

Doch war die Weihnachtsausgabe der Badische Zeitung noch widerwärtiger, womit ich beim Schwerpunkt dieses Artikels bin. Da lieferte dieses Blatt mit dem hauseigenen MAGAZIN eine Doppelseite, deren halbseitiges Titelbild das Ölgemälde des Barockmalers Murillo „Anbetung der Hirten“ (1657) an der Wiege zeigt. Schööön denke ich auf den ersten Blick. Doch irritierte mich der Aufmacher O beugt wie die Hirten …“ die Knie und ich war gespannt, was mich da auf der Rückseite wohl erwarten würde. Und da traf mich fast der Schlag:

Seitenmittig ein knieender Schwarzer mit einem Baby auf dem Arm, der bei Dakar in der senegalesischen Wüste nicht etwa Allah dankte, dass ihm eine seiner muslimischen Frauen ein weiteres Kind schenkte und er so zur Bevölkerungsvermehrung (+2,4% pro Jahr) seines islamischen Landes beigetragen hat. Und dass sein Kind nicht bei der letzten Autorally das Leben verlor. Nein, sein Kniefall war in der Bildunterschrift erklärt: „Black Lives Matter, ein Vater protestiert im Juni 2020 in Dakar gegen Rassismus“. Schlimm, denke ich, Rassismus sogar in Schwarzafrika? Und dazu in einem zu über 90 Prozent islamischen Land?

Doch damit nicht genug, sondern zwei weitere Bilder: Drei amerikanische Sportler knien 2016 (vor wem?) „gegen rassistisch motivierte Gewalt“. Also mit George Floyd konnte das nichts zu tun gehabt haben. Aber daneben ein Bild mit amerikanischen Cops, denen man den aufrechten Gang abgewöhnte und die sich im Mai 2020 allesamt im Kniefall übten. Vielleicht wäre das alles nicht so weit gekommen, wäre Floyd bei dem Polizeieinsatz auf die Knie gegangen, statt sich der Polizei zu widersetzen. Aber wie kommt eine Zeitungsredaktion auf die Idee, solche weltlichen Kniefälle in einen Zusammenhang mit der Verbeugung der Hirten in Bethlehem zu bringen?

Dann wurde es in der Zeitungsausgabe noch unverschämter: „Die gar nicht so Heilige Nacht“ war die Überschrift eines Interviews im KULTURteil (?) mit einem Simone Paganini, Autor eines Buches mit dem reißerischen Titel „Von wegen Heilige Nacht! Der große Faktencheck zur Weihnachtsgeschichte“. Schon wieder ein Faktencheck, war ich erschrocken. Eine Christa führte das Interview zu diesem Christfest, dann konnte eigentlich nichts schiefgehen? Leider doch, weil diese Christa die Behauptung aufstellte, dass „sich schon die Evangelisten widersprechen“. Man lernt nie aus, denke ich, denn bisher war ich der begründeten Meinung, dass diese zwar unterschiedliche Schwerpunkte und Berichtsstile pflegten, aber die Evangelien trotz ihrer zeitlichen Abstände erstaunlich ergänzend sind.

Von dem Autor wird ziemlich alles der Weihnachtsbotschaft in Frage gestellt, förmlich zerrissen. Aber meist geht es um so banale Dinge wie um Ochs und Esel. Und ob Maria und Josef vielleicht bei Verwandten unterkamen und nicht in einem abgelegenen Stall. Aber auch, ob Josef Zimmermann war, scheint bestritten zu werden. Zugegebenermaßen habe er Häuser gebaut. Aber vielleicht war er auch Architekt, Betonbauer oder Elektriker? So etwas ist aber eher belustigend.

Anders wenn die These vertreten wird, Kaiser Augustus habe den Befehl zum Steuern eintreiben im Frühling gegeben statt zur Winterzeit. Wird ein römischer Herrscher für so blöd gehalten, dass er das tributpflichtige Volk in einer Zeit von der Arbeit abhält, wo dieses die Grundlagen für seinen Tribut schaffen und das Land bestellen soll? Auch ob es drei Weise waren, sei fraglich. OK, hätte dieser Paganini damals schon gelebt, wären es vielleicht vier (?) Weise gewesen.

An anderer Stelle geht es aber ans Eingemachte. „Was ist dran am Kinderschlächter Herodes?“, fragte Christa. „Eine echte Crime-Geschichte“ war die Antwort. Da „Herodes der Große“ genannt wird, habe er auch Großes geleistet. Und so jemand meuchelt keine Kinder? Welch eine Logik. Wieviel „Große“ gab es in der Geschichte mit mehr als zwei Gesichtern. Der Geschichtsschreiber Flavius Josephus habe dem Großen Herodes keinen Kindermord nachgesagt, so „Faktenprüfer“ Paganini.

War der Kindermord Herodes nicht zuzutrauen? Ich zitiere aus einer anderen Quelle: „Kurz vor seinem Tod, so der Bericht des Josephus, habe Herodes die angesehensten jüdischen Männer aus dem ganzen Land im Hippodrom von Jericho einschließen lassen. Er fuhr fort: „Ich weiß, daß mein Tod ein Freudenfest für die Juden sein wird. Ich habe aber die Macht … eine prächtige Totenfeier zu erhalten. … Soldaten sollen jene verhafteten Männer umstellen und im Augenblick meines Todes töten …“ (Flavius Josephus: Jüdischer Krieg 1,659f.).

Dieser Herodes ließ die eine und andere seiner zehn Frauen beseitigen, darunter sogar seine liebste Mariamme. Einige der Verwandten wurden hingerichtet, zwei Söhne erdrosselt. Dann ließ er 300 langgediente Soldaten töten und im Jahr der Geburt Jesu Christi 6.000 Pharisäer verhaften. Einige von ihnen prophezeiten die Ankunft des Messias und wurden deshalb hingerichtet. Und so jemand soll vor wehrlosen Kindern zurückschrecken? Vielleicht lag die Nichterwähnung des Kindermordes durch Flavius Josephus daran, dass Herodes und Kaiser Augustus dicke Freunde waren und der Geschichtsschreiber zuletzt als „Hofberichterstatter“ in Rom lebte.

Zwar käme für den Kindermord auch sein Sohn Herodes Antipas, infrage, der ihm in fast jeder Beziehung folgte. Herodes der Große verstarb eigentlich im Jahr 4 v.Chr., also vor Christi Geburt, kommt aber trotzdem nicht als der Kinderschlächter infrage. Denn bei der gregorianischen Kalenderumstellung hat man sich um 7 Jahre verhauen, Jesu Geburt fiel also tatsächlich in die letzten drei Jahre des Lebens des großen Herodes. Antipas war nicht weniger skrupellos wie sein Vater und ließ z.B. Johannes den Täufer hinrichten. Und war schließlich an der Kreuzung Jesu Christi beteiligt. Immerhin wird die Leidensgeschichte von den „Faktenprüfern“ der Badische Zeitung nicht in Frage gestellt? Aber warten wir mal die nächste Karwoche ab.

Welcher Teufel reitet eigentlich eine Zeitung, die Weihnachtsevangelien der Lächerlichkeit preiszugeben. Neulich wurde bestritten, dass es Germanen gab und Arminius zum einfachen römischen Legionär degradiert. Und dem Hl. Nikolaus und St. Martin wurde Unehrenhaftes angehängt. Was ist der Grund einer Regionalzeitung für ein solches literarisches „Cancel Culture“?

Ein Vorschlag Herr Paganini, schreiben Sie auch ein Buch über die Entstehung von Muhammads Korangeschichte. Das Honorar könnte vielleicht reichen, um nach der Buchveröffentlichung Ihre Beerdigungskosten zu decken.

www.conservo.wordpress.com     27.12.2020

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. Wer jedoch andere Foristen mehrfach persönlich angeht, beleidigt oder unflätig beschimpft, wird nach einer dreimaligen Verwarnung vom Diskussionsforum ausgeschlossen. Maria Schneider Beiträge bitte an Maria_Schneider@mailbox.org Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen emails und auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zu Eigen. Diese Erklärung gilt für alle in und mit meiner Internetadresse/emails angebrachten Links. 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6 Antworten zu Badische Zeitung lässt die Weihnachtsgeschichte demontieren

  1. et iustus schreibt:

    Diese widerlichen Schreiberlinge kriechen doch den RotGrünen Ideologen,respective Idioten, zu denen ich auch Merkel zähle, in den Hintern, um Almosen ab zu bekommen. Sie übersehen dabei, dass die Zahl ihrer Leser immer mehr schrumpft und die Schmierblätter am Ende nicht mehr benötigt werden.

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  2. Shinobi schreibt:

    Österreich: Maskenpflicht im Schulgebäude und Klassenteilung im Frühjahr waren gesetzwidrig
    https://www.journalistenwatch.com/2020/12/28/oesterreich-maskenpflicht-schulgebaeude/

    „Der österreichische Verfassungsgerichtshof (VfGH) stellte in der vergangenen Woche fest: Die Entscheidungsgrundlage des Bildungsministeriums zur Maskenpflicht und Teilung von Schulklassen im Zuge der Corona-Maßnahmen im Frühjahr „sei nicht erkennbar und deshalb gesetzwidrig gewesen.“

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    • Mona Lisa schreibt:

      Das interessiert die Machthaber nicht.
      Vielleicht gibt es einen Prozess, vielleicht auch nicht.
      Es ist egal, weil niemand dafür belangt werden wird.
      Das höchste der Gefühle : ein eh auf der Abschussliste stehender Querulant verliert als Bauernopfer seinen Job. Das war’s, mehr wird nicht passieren.

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  3. luisman schreibt:

    Dem Herrn Kuenstle faellt es auf, aber zigtausend anderen eben nicht. In meiner Studentenzeit hatte ich oft die BNN Wochenendausgabe gekauft, und wenn darin so ein „laesterlicher“ Artikel abgedruckt war, bekamen die am Montag gleich einen Waeschekorb Leserbeschwerden. Doch diese Subversion hat sich schleichend weiter fortgesetzt und gesteigert, so dass es vielen heute gar nicht mehr auffaellt.

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  4. Blindleistungsträger schreibt:

    Die hämmern einem ihre Propaganda inzwischen mit der Brechstange rein. Es dauert vermutlich nicht mehr lange, dann wird sogar das Klopapier mit Propaganda zugeschissen. Man kann nur hoffen, dass diese Penetranz mehr und mehr Menschen auffällt und diese endlich aufwachen.

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  5. DFD schreibt:

    Lieber Herr Künstle,

    ich stimme mit Ihnen voellig ueberein. Aber glauben Sie mir, das war vergebliche Liebesmueh. Grund: Leute wie wir stimmen ueberein, aber Gruene und Antifa Gehirne (ge-was?) jubeln ueber solche Zeitungs Artikel.

    Trotzdem, Hochachtung fuer Ihre Muehen.
    Und ein gutes 2020!

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