Merkels larmoyante Litanei – eine kritische Würdigung ihrer Neujahrsansprache

(www.conservo.wordpress.com)

Von DR.PHIL.MEHRENS

Prosit Neujahr!

Die aktuelle Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin ist ihre beste: Die Aussicht darauf, dass Deutschlands Oberkindergärtnerin in einem Jahr von der Mattscheibe verschwunden sein wird, lässt die rhetorisch wie üblich kaum erträgliche Worthülsenkanonade besser ertragen denn je.

Deutschlands mächtigste Kindergärtnerin hat wieder zugeschlagen. In ihrer – und das ist die gute Nachricht – letzten Neujahrsansprache sprach sie von einer „Jahrhundertaufgabe“, die die ihrer Führung Anvertrauten gemeinsam zu lösen hätten. Dabei sei „allen viel und manchen zu viel auferlegt“ worden, so DeutschlandsBundeskanzlerin im von ihr perfektionierten Betreuungsjargon, wie üblich vorgetragen mit dem Charisma des drögen Kika-Miesepeters Bernd, das Brot. Mit entglittenem Lächeln und christbaumkugelfarbenem Oberteil sprach sie in die Kamera:

„Ich weiß, dass es ungeheures Vertrauen und Geduld von Ihnen verlangt hat, sich auf diesen historischen Kraftakt einzulassen!“

Man fühlt sich unweigerlich erinnert an Fisher-Price-Herausforderungen oder an die komplexen Steckspiele mit Noppenbausteinen, an denen besonders unintelligente Kinder dereinst im Kindergarten verzweifelt und daraufhin weinend zur Kindergärtnerin gerannt sind, die dann so tröstliche Worte fand wie: „Nie haben wir mit so viel Hoffnung dem neuen Jahr entgegengesehen!“

Also: Nächstes Jahr kriegst du alle Noppenbausteine zu einem Haus zusammengebaut und das nennen wir dann „Haus Europa“ und das wird supi! Wird diese Haltung des gemeinsamen Anpackens („WIR schaffen das!“) beschworen, antizipiert jedes Kind im Geiste bereits das gemeinsame Anfassen vor dem Essen. Das verleiht Mut- und Muntermachbotschaften wie: „Viele sind schon über sich hinausgewachsen!“ oder: „WIR wissen ja, was wir dem Virus entgegensetzen können!“ ganz neue Spannkraft.

Doch Vorsicht vor den Rabauken und – jede Kindergartengruppe kennt sie – bösen Jungs, den „Unverbesserlichen“, die andere ärgern, bei den Gemeinschaftsspielen aus der Reihe tanzen und Mädchen die Tür zuhalten, weil die ihnen kräftemäßig unterlegen sind, und damit den Glauben an die totale Gleichheit von Mädchen und Jungs untergraben. Die womöglich gar die Kindergärtnerin daran erinnern, dass sie auch mal ein schwaches Mädchen war, dem Jungs auf der Nase rumtanzen konnten, damals in der guten alten „DDR“.

Umso stärker achtet sie heute darauf, dass alle ihr brav gehorchen.

Denn mit dem Status der Chefin in der Anstalt für frühkindliche Erziehung kann sie den mutmaßlichen Minderwertigkeitskomplex von einst ein für allemal austherapieren. Die bösen Jungs, die Querköppe und Querulanten, kanzelt sie – schließlich ist sie ja Kanzlerin – ab mit den Worten: Euer Verhalten ist „zynisch und grausam“, so zynisch und grausam wie die Atomkraftgegner unter ihrem Vorvorgänger Helmut Kohl, die tagsüber auf Anti-AKW-Demos Randale machten, Steine auf Polizisten schmissen und abends mit Atomstrom am Elektroherd Spaghetti kochten.

Nee, das sagt sie natürlich nicht. Denn: „Die Welt, in der wir leben, verändert sich rasant und grundlegend.“ Im Klartext: Die bösen Jungs sind jetzt andere. Und Deutschlands Oberkindergärtnerin freut sich, dass jeder Gruppenraum zwei rechte Ecken hat. Wer zur Strafe in der Ecke stehen muss, ist ruhiggestellt. Und das ist auch gut so. Denn im Kindergarten hat bekanntlich nur einer recht, und das immer: die Kindergärtnerin. Getobt wird, wenn sie es erlaubt, zum Beispiel gegen Populisten, wie die „Unverbesserlichen“ neuerdings auch heißen. Ansonsten gilt: Alles hört auf mein Kommando! Und wer auf dieses Kommando hört, gehört zu den „Menschenfreundlichen“, den Guten. Schön, wenn die Dinge so einfach sind.

Ein „vormundschaftliches Staatsverständnis“ nannte das am Tag der Ansprache im Deutschlandfunk der Politologe Karl Rudolf Korte. Er attestierte Merkel ein Regieren kraft „appellativer Anordnungen“, dessen Ergebnis eine Art neu gewachsene „Staatsfrömmigkeit“ sei. So kann man die Rückentwicklung einer Demokratie in einen Kindergarten für Erwachsene natürlich auch nennen.

Keine Ahnung, was diejenigen Journalisten gehört haben, die Deutschlands Oberkindergärtnerin in ihrer Neujahrsansprache einen neuen Ton, eine neue Emotionalität oder Empathie bescheinigten.

Für die meisten war Merkels Rede wie immer: phrasenhaft, uninspiriert und – angesichts des hemmungslosen Herumjonglierens mit Worthülsen – sprachlich unerträglich.

Kein Wort der „Corona-Titanin“ darüber, dass ausgerechnet die Spitzenpolitiker ihres Abgottes Europa, einschließlich des „Corona-Ministers“ und Pharmabranchenlakaien Jens Spahn, eine der Bevölkerungsgruppen mit der höchsten Infektionsrate bilden, was bedeutet, dass sie entweder die von ihnen selbst zum elften Gebot erkorene AHA-Regel nicht streng genug befolgen oder diese unwirksam ist – beides gleich skandalös. Kein Wort darüber, dass die zur neuen Weltdoktrin erhobenen offenen Märkte und offenen Grenzen („die europäische und internationale Zusammenarbeit“) der CoVid-19-Brandbeschleuniger Nummer eins sind. Kein Wort über die totalitären heidnischen Geschlechtsrevisionisten, die unter ihrer Regierung ideologisch bedingte Sprachmanipulationen („Ministerpräsident innen“, „divers“) durchgeboxt haben, wie es sie seit Adolf Hitler bzw. (im Osten) seit dem Ende der SED-Diktatur auf deutschem Boden nicht gegeben hat. Durch das tautologische „jeder und jede“ zeigte sich Merkel in ihrer Ansprache sogar als deren Spitzenpropagandistin.

Und auch die Frage, worin sie in Zeiten einer Heimsuchung von wahrhaft biblischen Ausmaßen Anzeichen für „Gottes Segen“ sieht, findet Antwort nur im Aberglauben an die Wissenschaft. Hoffen lässt nicht der Glaube an Gott sie: „Hoffen lassen mich die Wissenschaftler.“ Die Corona-Königin bekennt sich offen zu einem rotgrünen Abgott, den sie „Kraft der Vielfalt“ nennt. Er bringe den „Fortschritt“ in Form eines Impfstoffs, dem sie und der Rest der postchristlichen Welt messianische Qualitäten beimessen.

Wie für das arme Kind mit den Noppenbausteinen gibt es für alle Gescheiterten – man denke an die vielen Gastronomiebetriebe, die schon das erste Pandemiejahr nicht überlebt haben – ein tröstliches: „Dafür [dass Sie trotz der für Sie ruinösen Folgen mitgemacht haben] danke ich Ihnen von ganzem Herzen.“ Und da die meisten Deutschen gerade durch eine nie dagewesene Schuldenmacherei auf Kosten der nächsten Generation durchalimentiert (Merkel: „nicht allein gelassen“) werden und nicht wie besagte Gastronomiebetriebe zu denjenigen gehören, die sich selbst etwas aufgebaut haben, gibt es in Umfragen weiter tolle Zustimmungswerte für die Oberkindergärtnerin. Derart beherzt von ihr auf den Arm genommen, weint auch keiner mehr.

Aufgrund der auch diesmal wieder unterkomplexen Rhetorik kann man nur mutmaßen, ob die Kindergärtnerinnenansprache auf dem Mist von Merkels Büroleiterin und Faktotum Beate Baumann gewachsen ist oder ob sie sich tatsächlich selbst zur Feier des Abschieds von einem Format, das ihr nicht liegt, quälende Stunden lang hingesetzt hat, um diese larmoyante Litanei zu Papier zu bringen und hernach zu präsentieren in automatenhafter Steifheit, die Erinnerungen wachruft an den legendären „Verstehen Sie Spaß“-Kurti, den notorisch nervtötenden und selbstgefällig-ignoranten digitalen Parkwächter. Nur dass der wenigstens witzig sein konnte.

www.conservo.wordpress.com     3.1.2021

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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27 Antworten zu Merkels larmoyante Litanei – eine kritische Würdigung ihrer Neujahrsansprache

  1. francomacorisano schreibt:

    Zu Merkel fällt mir nur noch ein Wort ein:
    HOCHVERRAT!
    Möge sie ihre gerechte Strafe irgendwann bekommen!

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  2. luisman schreibt:

    Hat dies auf Nicht-Linke Blogs rebloggt.

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  3. DFD schreibt:

    „…In ihrer – und das ist die gute Nachricht – letzten Neujahrsansprache…“

    Seid euch da mal nicht so sicher. Ganz einfach, ‚…sie ist die Beste… – …es gibt keine Alternative für sie… – wir brauchen sie… – …ohne ihr geht es nicht…‘

    Damit Kandidiert sie, oder wird einfach, durch den nationalen „Covid-Notfall“ ernannt. Wer braucht den schon noch Wahlen? Das würde eine menge Wahlbetrug ersparen.

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  4. Wutmensch schreibt:

    Vera Lengsfeld hat die Kritik an unserer aller liebsten Frau Merkel bei Philosophia Perennis auf den Punkt gebracht und auch die Frage gestellt, warum sie selbst sich nicht impfen lässt mit dem problematischen Impfstoff von Biontech. Immer wenn ich Frau Merkel oder Spahn sehe, bekomme ich Würgereiz, die über den Stand einer schwafelnden FDJ Sekretärin nicht hinaus gekommen ist und den Bürgern ihr völlig verfehltes Krisenmanagement unterjubelt, denn Ableger von Covid gab es schon immer und auch die passenden Medikamente im Kampf dagegen, aber wie will Spahn für die Kosten seiner 4 Millionen Villa aufkommen, wo er nicht mit Hilfe der Impfindustrie Nebenverdienste einstecken kann. Danke liebe Vera Lengsfeld.

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      • gelbkehlchen schreibt:

        Danke Elisa für die Information!

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        • Elisa schreibt:

          sehr gerne, liebes gelbkehlchen! ich habe schon – inzwischen sage ich „gottseidank“ – viele jahresringe und ein sehr gutes gedächtnis. 🙂

          noch ein beispiel, vorhin vergessen:
          https://www.aerzteblatt.de/archiv/134836/Schadensverdacht-nach-Schweinegrippe-Impfung-Ein-Piks-mit-finanziellen-Folgen
          „… Vermutlich handelt es sich um eine chronisch verlaufende Nebenwirkung. Der von der Senatsgesundheitsverwaltung allen Impfärzten zur Verfügung gestellte Aufklärungsbogen zählt das „Guillain-Barré-Syndrom oder andere neurologische Schäden“ zu den in Einzelfällen möglichen Nebenwirkungen. …“

          für geistig herausfordernde beschäftigung war (ist noch?) im nicht so seltenen schweinegrippe-impfschadensfall bestens gesorgt … das möchte ich mir gar nicht vorstellen, so kämpfen zu müssen, wenn man eh schon große gesundheitliche probleme hat und sich auch noch vorwürfe machen muss, im guten glauben gehandelt zu haben.

          ps
          ich bitte um verständnis: durchgehende kleinschreibung wg. zeitweiser mobilitätseinschränkung der hände.

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        • gelbkehlchen schreibt:

          Denk mal über Dragon Dictate, einem Sprachsystem nach. Ist zwar fehlerhaft, aber ich benutze auch nicht das zugehörige Mikrofon, weil mir das zu umständlich ist.
          https://de.wikipedia.org/wiki/Dragon_NaturallySpeaking

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        • Elisa schreibt:

          zu dragon
          danke dir vielmals, liebes gelbkehlchen. interessant, dass du das benutzt, deine texte sehen gut aus! ich kenne das system durch eine frühere kollegin, inzwischen fast vollständig erblindet (erst in ihren 50ern). solange ich aber meine vorderpfoten noch so benutzen kann wie jetzt, werden sie keinesfalls mehr geschont! doch wer weiß, was noch kommt bzw. wie das fortschreitet. bis jetzt habe ich großes glück gehabt.

          nicht nur aus obigem grund lege ich keinen wert darauf, mir durch einen seltsamen impfstoff noch andere vermeidbare – und unter umständen schlimmere – gesundheitliche schäden einzuhandeln. hinterher kann man dann selbst schauen, wie man sein beeinträchtigtes leben lebt, da hilft einem mit sicherheit keiner der jetzigen marktschreier/gesundheitsapostel. ich werde die mir verbleibende übersichtliche lebenszeitspanne auch ohne das wundermittel aus mainz, an der goldgrube 12 (adresse von biontech, sic!) bewältigen. zumal so sicher wie das amen in der kirche mittelfristig die nächste viren-sau durchs dorf getrieben wird, s. vogel-, schweine- und andere grippen.

          einen lieben gruß!

          https://de.wikipedia.org/wiki/Morbus_Dupuytren

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        • gelbkehlchen schreibt:

          @Elisa: Ich muss meine Texte aber verbessern, Dragon Dictate macht Fehler, vielleicht weil ich auch mein im Laptop internes Mikrofon und nicht das zugehörige Mikrofon von Dragon Dictate benutze.
          Aber ich nehme es bei längeren Texten trotzdem, weil ich nie Schreibmaschine schreiben gelernt habe und mein 2 Finger System einfach zu langweilig ist.

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        • Elisa schreibt:

          liebes gelbkehlchen, du brauchst eine sekretärin, ganz einfach! ich schicke dir meine referenzen und mache dir natürlich einen sonderpreis! 🙂

          ich bin, jedenfalls was dieses thema betrifft, dir gegenüber erheblich im vorteil. flott stenographie und mit ordentlich tempo schreibmaschine im blindflug war lange jahre teil meines broterwerbs und später als nebenjob, nach seiten bezahlt, auch ganz einträglich. das verlernt man nicht mehr.

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        • gelbkehlchen schreibt:

          Haha, Elisa, nein es geht auch so. Wenn man damit sein Brot verdient hat, dann kann man das natürlich aus dem effeff.
          Ich muss ja nicht schreiben. Ich war mal in jungen Jahren in einem Schreibmaschinekursus, in noch jüngeren Jahren in einem Tanzkursus, und noch jünger sollte ich Geige lernen, alles Dinge, wo ich etwas tun muss, was andere mir vorgeben. Ich habe diese 3 Sachen alle abgebrochen, es ist nicht mein Ding, etwas zu machen, was andere mir vorgeben.
          Ich bin ein bisschen ein Freigeist und Rentner. Ich habe Spiele erfunden, um Mathematik Schülern und Studenten spielerisch beizubringen, habe Aufgaben dazu gemacht mit Lösungen, mein Laptop ist voll von Spielen, Aufgaben mit Lösungen, zu ca. 85% alles mein Gedankengut, wo jeder i-Punkt von mir kommt, das ist mein Ding, selber kreativ sein und mich nach meinen eigenen Gedanken und Ideen richten. Und nicht nach Vorgaben von anderen. Deswegen hasse ich auch Diktatorinnen wie Angela Merkel wie die Pest.

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        • Elisa schreibt:

          liebes gelbkehlchen, meine anerkennung! ein kreativer, eigenständiger kopf. ja, in diesen zeiten nicht einfach. aber wir sind nunmal jetzt und hier an diesem unseren platz. ich wünsche dir – und uns allen bei conservo – trotz aller widrigkeiten ein gutes neues jahr. unverhofft kommt oft!

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  5. Elisa schreibt:

    „… in einem Jahr von der Mattscheibe verschwunden sein wird …“

    sehr geehrter herr dr. mehrens,
    danke vielmals für diesen beitrag! für mich der treffendste, den ich zu diesem thema gelesen habe. eine kleine besserwisserei hätte ich dennoch auf lager: sprach die dame, die derzeit die richtlinien der deutschen politik vorgibt, nicht von ihrer „vermutlich letzten“ neujahrsansprache?
    ich vermute, dass es „vermutlich“ durchaus im bereich des möglichen liegt, nächsten silvester wieder die gewohnte rhetorik der besonderen art von eben derselben rednerin genießen zu dürfen.

    freundlichen gruß!

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  6. gelbkehlchen schreibt:

    Ich bin in den fünfziger Jahren aufgewachsen, war nie im Kindergarten, in meinem Geburtsort, einem kleinen sauerländischen Bauerndorf, gab es überhaupt keinen Kindergarten. Kein Fernsehen, kein Computer, kein Internet, wir Kinder waren fast nur draußen. Kein Erwachsener kümmerte sich um uns, denn die mussten arbeiten. Besonders wir Jungs waren weit weg von zu Hause, im Wald, und im Sauerland gibt es große Wälder, im Feld und auf der Wiese, Ziegen hüten, dabei Kartoffeln klauen vom Feld und Kartoffelfeuer machen, Buden bauen im Wald, Drachen bauen und steigen lassen, im Winter Schlitten fahren und Ski fahren, mit den damaligen Skiern, ohne Stahlkanten und ohne Sicherheitsbindung. Wir haben uns das selber beigebracht. Wenn man so will, waren 2 ältere Jungs von meiner Straße, einer 4 Jahre älter, der andere 5 Jahre älter, meine „Kindergärtner“ Sie haben mich schon früh, lange vor der Einschulung, ich war vielleicht 4 oder 5 Jahre alt, mit hinaus genommen in den Wald, weit weg von zu Hause, zu den Klippen, und dort haben wir geklettert. Dazu muss ich sagen, dass das Sauerland das nördlichste rheinische Schiefergebirge ist, und oft aus lockeren Steinen besteht. Sie haben mir meiner Erinnerung nach schon gesagt, dass ich vorsichtig sein muss, und dass die Steine locker sein können, aber wir und ich haben damals geklettert, ich musste also als vierjähriger oder fünfjähriger selber überprüfen, ob der Stein, an dem ich mich hochziehen wollte, locker war oder nicht.
    Es war die totale Freiheit, Freiheit, Natur, Abenteuer, weit weg von zu Hause, tief im Wald, kein Erwachsener war da, der Aufsicht führte, der uns aber auch nicht bevormundete, die beiden älteren Jungs waren ja auch noch Kinder. Von Anfang an Freiheit, aber auch Selbstverantwortung.
    Für mich war es das Paradies auf Erden, ich bin nie glücklicher gewesen als zu dieser Zeit, mit Freiheit und Selbstverantwortung.
    Und dann kommt da so eine selbst ernannte Kindergärtnerin her, die mehr kaputtmacht als sie heilt.

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    • DFD schreibt:

      „Prima! Erinnert mich an meine Kindheit. 🙂 Ritterspiele im Wald und so was alles. Berlin hat große Waldflächen.

      Ich weiß nicht wie ich meine Gefühle beschreiben oder ausdrücken soll, wenn ich manchmal (oder des öfteren) Nebenstraßen befahre, Naturschutzgebiet und Touristen Paradies, die einzigen Kinder die man sieht sind in Begleitung Erwachsener. Keiner spielt Ritter, Cowboy und Indianer oder sonst was.

      Traurig. Und von denen hängt W Europas Reconquista ab… God help us!

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      • gelbkehlchen schreibt:

        Genau, alles Helikoptereltern, dass bloß nichts passiert, damals als Kinder hätten wir gar keine Aufpasser und Bevormunder haben wollen. Wir haben Mutproben gemacht, haben hohe Bäume erklettert, Baumbuden gebaut, unsere eigenen Regeln gemacht, meistens war es friedlich, aber es gab auch schon mal was auf die Fresse.
        Ich war bei den Pfadfindern, Geländespiele im Wald, Schatz über eine Grenze bringen, mit Rauferei und Gefangene machen. Zeltlager im Wald, Feuerstelle selbst gebaut, Donnerbalken gebaut, das war ein Stamm mit Seilen festgezurrt zwischen 2 Bäumen, dahinter eine Grube ausgegraben, dort wurde hineingeschissen, hinterher zugeschüttet, Seilspinnen gebaut zwischen Bäumen, Seilbrücken gebaut zwischen Bäumen, auf Bäume hoch geklettert und dann abgeseilt, nächtlicher „Scheinüberfall“ im Zeltlager. Natur, Freiheit, Abenteuer, der Truppführer war 19 Jahre, wir 11-13. Ins Zeltlager in den Wald mit Fahrrädern ohne Gangschaltung, alles hinten auf den Gepäckträgern, Zelte, Kochtöpfe, Geschirr, Seile, eigenes Gepäck, Schlafsack, Luftmatratze, usw
        Ohne große Aufsicht. Ich weiß nicht, ob das heute vorstellbar ist.

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        • DFD schreibt:

          Ja, DAS waren die Zeiten. !!!!
          #######################

          War auch Pfadfinder, Blau-Gelb, Kordel und so was alles.

          Wusstest Du das die Mehrheit der Eltern in Silicon-Valley ihren Kindern verbietet mobiles (Handys) und I Pads zu benutzen? Bis zu einem gewissen Alter, je nach Eltern. Danach wirds Zeitmaessig limitiert.

          Warum wohl? Ob die keine Idioten als Nachwus wollen?

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    • Ingrid schreibt:

      Das kann ich nur bestätigen gelbkehlchen.
      Wir waren gesunde Kinder, die bei jedem Wetter draussen waren, ohne Funktionskleidung, mit einfachem, aber gesundem Essen und nur Sonntags gab es Braten.
      Mein Großvater schlachete 2Schweine im Winter und die haben die Familie versorgt.
      Die Hände waren im Winter immer blau gefroren und wir bekamen danach einen Kribbel in die Hände.
      Ein gesundes Leben und man brauchte keine Nachhaltigkeit, weil unser Leben nachhaltig war und die Umwelt geachtet wurde, es gab auch keine Müllabfuhr und auch kein Plastik.
      Geht alles, aber das wird für die heutige Generation schwer werden.
      Gruß Ingrid

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  7. text030 schreibt:

    „In ihrer – und das ist die gute Nachricht – letzten Neujahrsansprache…“. Wer weiß das so genau… Ansonsten ein Artikel der treffsicher zum Schmunzeln verleitet, auch wenn die Fakten dahinter ein dystopisches Szenario darstellen.

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