Südtirol: Gedenken an den Freiheitskämpfer Georg Klotz

(www.conservo.wordpress.com)

Aus „Südtiroler Info“

Stefan Zelger, Mitglied der Landesleitung und Fraktionssekretär der Landtagspartei „Süd-Tiroler Freiheit“ im Landtag und Regionalrat hat dieser Tage einen berührenden Nachruf auf den Freiheitskämpfer Georg Klotz veröffentlicht.

Die „Süd-Tiroler Freiheit“ ist nicht nur eine wahlwerbende Partei, sondern auch eine ideelle Bewegung, welche im Herbst 1989 u.a. von Dr. Eva Klotz, der Tochter von Georg Klotz, und dem Landesrat Dr. Alfons Benedikter, gegründet um für die Unabhängigkeit Süd-Tirols von Italien einzustehen. Sie vertritt bis heute den Freiheitsgedanken, für den Georg Klotz vielfach das Leben aufs Spiel gesetzt hatte.

Wir bringen diesen Nachruf, ergänzt durch einige historische Bilder:

Stefan Zelger: 

In ehrendem Gedenken: Vor 45 Jahren starb Jörg Klotz

„Familienvater, Schützenmajor, Freiheitskämpfer, Staatsfeind: Vor 45 Jahren, am 24. Jänner 1976, starb Georg Klotz (von vielen Jörg genannt) im Nord-Tiroler Exil. Klotz war einer der wichtigsten Akteure des Freiheitskampfes der 1960er-Jahre. Die Süd-TirolerFreiheit erinnert in Demut und Dankbarkeit an Jörg Klotz und seinen Kampf für die Freiheit Süd-Tirols.

Jörg Klotz wuchs im vom Faschismus geprägten und unterdrückten Süd-Tirol auf. Im Zweiten Weltkrieg kam Klotz als Unteroffizier der Wehrmacht in Norwegen, an der Eismeerfront und in Russland zum Einsatz.

Eva Klotz: „Georg Klotz – Freiheitskämpfer für die Einheit Tirols“, Wien 2002) Georg Klotz spielte eine maßgebliche Rolle bei dem Wiederaufbau des Schützenwesens in Südtirol. Dieses Bild zeigt ihn als Waltener Schützenhauptmann mit seinen Kameraden bei der Andreas-Hofer-Feier beim Sandwirt in St.Leonhard am 20.Februar 1958. Wenige Tage später, am 2.März, wurde er anlässlich der Gründungsversammlung des Südtiroler Schützenbundes zum Landeskommandanten-Stellvertreter gewählt. Von da an war er der Schützenmajor Klotz. (Bild: Dr. Bruno Hosp)

Nach US-amerikanischer Kriegsgefangenschaft kehrte Klotz in die Heimat zurück und widmete sich mit voller Leidenschaft dem Wiederaufbau des Schützenwesens. Klotz schloss sich dem „Befreiungsausschuss Südtirol“ (BAS) unter Sepp Kerschbaumer an, denn Süd-Tirol wurde von Italien nach wie vor unterdrückt und majorisiert. Die faschistische Politik wurde im demokratischen Italien mit subtileren Mitteln fortgesetzt.

Bild links: Der Freiheitskämpfer Georg Klotz. Bild rechts: Georg Klotz (Bildmitte) zusammen mit Freunden vor seiner Köhlerhütte. (Bilder aus: Eva Klotz: „Georg Klotz – Freiheitskämpfer für die Einheit Tirols“, Wien 2002)

Um Verhaftung und Folter zu entgehen, floh Klotz nach der Feuernacht nach Österreich, um von jenseits der Unrechtsgrenze den Freiheitskampf fortführen zu können. Für Italien wurde Klotz zum Staatsfeind Nummer 1. Einen von Italien geplanten Mordanschlag auf einer Hütte im Passeiertal überlebte Klotz schwer verletzt. In Österreich stand Klotz unter der Beobachtung der Staatspolizei und wurde mehrere Male verhaftet. In Italien wurde er in Abwesenheit zu insgesamt 52 Jahren Haft verurteilt. Von der Politik im Stich gelassen, zog er sich als Köhler ins Ruetztal zurück. Am 24. Jänner 1976 ereilte ihn der frühe Tod. Tausende Landsleute erwiesen Klotz die letzte Ehre.

Die Süd-Tiroler Freiheit dankt Jörg Klotz und allen Freiheitskämpfern für die Opfer, die sie für die Heimat erbrachten. Auch wenn es nicht ihr Ziel war, so würde es die Autonomie in dieser Form ohne die Freiheitskämpfer heute nicht gegeben. Die Bewegung wird sich auch weiterhin mit voller Kraft für das Ziel einsetzen, das auch Klotz und seine Mitstreiter hatten: die Loslösung Süd-Tirols von Italien!“

Soweit der ehrende Nachruf der „Süd-Tiroler Freiheit“.

Wir dürfen zur Ergänzung einem seiner damaligen Mitkämpfer das Wort geben:

Peter Kienesberger aus Gmunden war in den Jahren des Freiheitskampfes mit Georg Klotz im bewaffneten Einsatz. Ihr Ziel war es nicht, italienische Soldaten zu verletzen oder zu töten. Sie hatten sich aber bewaffnet und waren gewillt, sich nicht widerstandslos festnehmen zu lassen, um dann Folterknechten übergeben zu werden.

Laut Kienesberger hatten Fritz Molden und Wolfgang Pfaundler, die bereits im antinazistischen Widerstand Erfahrungen gesammelt hatten, sowie Georg Klotz und die Gruppe der „Pusterer Buam“ dieses Konzept von Anfang an vertreten und in der Folge auch umgesetzt. Dem war damals von der Gruppe um Kerschbaumer entgegen gehalten worden, daß eine solche Kampfesweise im dicht besiedelten Mitteleuropa nicht möglich sei.

Aus späterer Sicht, sagt Kienesberger, müsse man jedoch sagen, dass Pfaundler und Molden die Situation richtig eingeschätzt hätten. Das Nichtobsiegen dieser Linie sei im Rückblick eine große Fehlentscheidung im BAS gewesen. Es sei mit den Verhaftungen nach der Herz-Jesu-Nacht dann alles so gekommen, wie Pfaundler, Molden und auch Klotz es befürchtet hätten: Einer nach dem anderen wurden die Attentäter ausgehoben und verhaftet. Zwei Einsätze, bei denen Kienesberger zusammen mit Georg Klotz im Sommer und Herbst 1961 dabei war, hätten nachträglich bewiesen, daß die von Pfaundler und Molden vorgeschlagene Kampfart durchaus möglich war.

Freiheitskämpfer im nächtlichen Einsatz

Auch nach ihrem offiziellen Ausscheiden aus der Führungsebene des BAS hielten Molden, Pfaundler und Bacher weiterhin Kontakt zu tatkräftigen Einsatzgruppen und unterstützten diese.

Beispielsweise sei es 1961 zu einem denkwürdigen Treffen gekommen, das Kienesberger so schildert:

Im August und September 1961 hätten Klotz und er zwei militärisch geplante Einsätze im Passeier und Rabenstein durchgeführt, wobei es auch zu einem Feuerwechsel mit italienischen Truppen gekommen sei. Die Freiheitskämpfer hätten absichtlich über die Köpfe der italienischen Soldaten hinweg geschossen, diese dadurch aber in Deckung gezwungen und sich so ihren ungehinderten Abzug erkämpft.

 Dann ging es wieder über die Grenze zurück. Kienesberger schildert:

„Klotz und ich wurden einige Zeit nachher nach Alpbach gebracht. Mit dabei waren Pfaundler, Schimpp, Schwarzenbacher (ein Zollbeamter; Anm. d. Red.) und Franz Sigmund. Pfaundler war schon in Alpbach, der Rest fuhr in den Autos von Schimpp und Sigmund. In Alpbach wurden wir Molden und Bacher (dem späteren ORF-Generalintendanten und Mitarbeiter Fritz Moldens; Anm. d. Red.) vorgestellt, bzw. ich. Klotz kannte beide schon.

Schon bei der Fahrt wurden wir über die Bedeutung des Treffens informiert. Es ging vor allem darum, ausführlich zu schildern, wie diese beiden Partisanenaktionen durchgeführt worden waren. … Molden begrüßte Klotz überschwänglich herzlich und auch mich. Er bedankte sich für meinen Mut, daß ich als Österreicher bereit war, solche gefährlichen Einsätze mitzumachen. Er ließ sich von Klotz ausführlich den gesamten Einsatz schildern, Ausrüstung, Grenzübergang, Verhalten der Bevölkerung, Verpflegung aus der Bevölkerung, Gegenmaßnahmen der Italiener. … Besonders imponierte Molden die Schilderung, daß wir oft tagelang unsere schweren Rucksäcke nicht tragen mußten, weil sich immer wieder Bauern fanden, die uns stückweise begleiteten und weiterreichten. Molden sagte auch immer wieder, dies sei der Beweis, daß seine (und Pfaundlers Ansichten) richtig waren. Molden bedankte sich am Ende nochmals, bot, dies auch an die anderen Teilnehmer weiterzusagen, und ließ sich von Klotz die geheime Anschrift geben. (Scheibenhof Mutters). Er sandte auch unmittelbar eine Kiste besonders guten Wein zu Klotz als Zeichen des persönlichen Dankes für diese Einsätze.“ (Gedächtnisprotokoll Peter Kienesberger vom 6. 8. 1996, in: Otto Scrinzi, Hrsg.: „Chronik Südtirol“, Graz – Stuttgart 1996, S. 170)

Die Tochter Dr. Eva Klotz schrieb die Biographie ihres Vaters

Im September 2002 stellte die Südtiroler Landtagsabgeordnete Dr. Eva Klotz auf dem Bergisel bei Innsbruck die von ihr verfasste Biographie ihres Vaters vor: Eva Klotz: „Georg Klotz – Freiheitskämpfer für die Einheit Tirols“.

Der Verleger war der ehemalige antinazistische Widerstandskämpfer Fritz Molden, der als Freund, Unterstützer und Mitstreiter ihres Vaters nun das Erinnerungsbuch in seiner Wiener „Molden Verlag GmbH“ herausbrachte.

Er saß bei der Buchpräsentation auch zusammen mit der Tochter und dem Innsbrucker Rechtsanwalt und Stadtrat Dr. Wilhelm Steidl am Präsidiumstisch.

Von links nach rechts: Dr. Wilhelm Steidl, Dr. Eva Klotz, Fritz Molden

Zur Buchvorstellung waren auch ehemalige Kampfgefährten von Georg Klotz gekommen: Peter Kienesberger und die „Pusterer Buam“ Siegfried Steger und Sepp Forer.

In ihrem Buch schreibt Dr. Eva abschließend über ihren Vater:

„Jörg Klotz ist heimgekehrt. Er hat nicht umsonst gekämpft, er hat dazu beigetragen, die tödliche Zuwanderung aus dem Süden zu stoppen. Er hat mit verhindert, daß die Südtiroler in ihrer Heimat zur bedeutungslosen Minderheit und völlig an den Rand gedrängt werden.

Die Freiheitskämpfer haben die Heimat gerettet, haben mit ihrem Opfer den Grundstein für eine bessere Zukunft gelegt.“

Die von seiner Tochter verfasste Lebensgeschichte von Georg Klotz bietet eine Fülle von zeitgeschichtlichem Material und ist fesselnd zu lesen.

Zu den Mitstreitern von Georg Klotz gehörte auch der Innsbrucker Universitätsassistent Dr. Norbert Burger, welcher dem Gründerkreis des Nordtiroler Zweiges des „Befreiungsausschusses Südtirol“ (BAS) angehört hatte und der den im Exil Lebenden finanziell unterstützte, wie seine Tochter Eva in der Lebensgeschichte ihres Vaters berichtet. (S. 335 in der Biographie)

Ein ehemaliger „Kurier“ von Georg Klotz berichtet

Der ehemalige Südtiroler Freiheitskämpfer Univ.-Prof. Dr. Erhard Hartung berichtet, dass er als damaliger Jungmediziner für Georg Klotz heimliche Kurierdienste nach Südtirol geleistet hatte. Er schrieb an unsere Redaktion:

„In der Zeit zwischen 1963 und 1967 habe ich Jörg wiederholt sowohl in Innsbruck und Umgebung als auch in Wien getroffen.

Georg Klotz war auch der österreichischen Regierungspolitik unbequem und wurde auf Drängen der Italiener einige Male nach Wien verbannt.1965 durfte er die Freude erleben, dass die zu einer Südtirol-Gedenkfeier nach Wien angereisten Amraser Schützen ihn baten, an der Spitze ihrer Kompanie im Festzug zu gehen.

 Zumeist war ich im Auftrag von Jörg als Kurier tätig und habe verschiedene Unterlagen und auch „Pakete“ für ihn nach Südtirol transportiert. Da ich zu diesen Zeitpunkt weder den österreichischen noch italienischen Behörden als BAS-Aktivist bekannt war, konnte ich stets unbeschwert über den Brenner nach Südtirol fahren. Dort habe ich die mir von Jörg mitgegebene „Post“ entweder an vereinbarter Stelle deponiert oder bestimmten Personen persönlich übergeben.

Damals waren die Carabinieri allgegenwärtig

Ein Beispiel: Laut meiner Erinnerung wurde ich 1966 im kleinen Ort Frauenfeld (liegt in der Nähe von Sterzing) von italienischen Militär beobachtet als ich einen Bauern (sein Hof liegt recht abseits) aufsuchte. Dieser Bauer stand in Kontakt zu Jörg und hatte zu dem total gesperrten Militärbereich zum Mähen Zutritt. In diesem Bereich unterhielt damals das italienische Militär ein Depot – dieses wollte Jörg mit anderen Freiheitskämpfern „entsorgen“. Diesbezüglich führte ich das Gespräch mit dem Bauern, der Zutritt hatte, wurde aber vom Militär beobachtet und letztlich angehalten und auf die lokale Carabinieri-Station gebracht. Wegen meiner mangelhaften italienischen Sprachkenntnisse und der Tatsache, dass niemand vom Militär gut deutsch sprach, forderte der lokale Carabiniere aus Bozen Unterstützung an. Es kam ein sehr gut deutsch sprechender Maresciallo mit zwei anderen Uniformierten. Sie befragten mich über etwa zwei Stunden zum Grund meines Aufenthaltes und verhielten sich mir gegenüber korrekt. Die Zeit von meiner Festnahme bis zum Kommen dieser Militärpersonen nutzte ich, um mir einen sehr plausiblen, nicht widerlegbaren Grund für mein Gespräch mit dem Bauern auszudenken. Das hat funktioniert und ich durfte wieder gehen.

(aus: Südtiroler Informationsdienst, Georg Dattenböck, Anzing 35, A-4113 St. Martin, presse@suedtirol-info.at )

Univ.-Prof. Dr. Erhard Hartung hatte als junger Medizinstudent im Auftrag von Georg Klotz als geheimer Kurier auch den Kontakt zu dessen Ehefrau Rosa gehalten.

Öfters habe ich in diesen Jahren im Auftrag von Jörg seine Frau in ihrem Haus in Walten im Passeier unbeobachtet zu Fuß aufgesucht. Später habe ich Eva als junges Mädchen in Deutschland, wo ich bis Mai 1975 im Exil lebte, kennen gelernt. Mit allen Mitgliedern der Familie Klotz hatte ich eine bis heute anhaltende gute, kameradschaftliche, ja sogar freundschaftliche Beziehung und wir freuten uns stets darüber. Wir treffen uns in größeren Abständen zu bestimmten Anlässen. In unseren Herzen tragen wir die Erinnerung an unseren Jörg.“   (Original: http://suedtirol-info.at/gedenken-an-den-freiheitskaempfer-georg-klotz/ )

www.conservo.wordpress.com     2.2.21

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. Wer jedoch andere Foristen mehrfach persönlich angeht, beleidigt oder unflätig beschimpft, wird nach einer dreimaligen Verwarnung vom Diskussionsforum ausgeschlossen. Maria Schneider Beiträge bitte an Maria_Schneider@mailbox.org Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen emails und auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zu Eigen. Diese Erklärung gilt für alle in und mit meiner Internetadresse/emails angebrachten Links. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Zu diesem Zeitpunkt waren keine Rechtsverstöße ersichtlich. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Websites ist ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden jedoch derartige Links umgehend entfernen. Maria Schneider 10.11.2020
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Außenpolitik, Politik Deutschland, Politik Europa abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

8 Antworten zu Südtirol: Gedenken an den Freiheitskämpfer Georg Klotz

  1. Semenchkare schreibt:

    Tirol ist weit weg. Wer denkt an ihn?
    **********************
    Kleiner starker Mann

    1. Februar 2021

    Den Hunger hat er überlebt, das Corona-Virus nicht. Am 3. Februar wird der letzte Überlebende des sowjetischen Lagers in Hohenschönhausen in Berlin beigesetzt. Ein Nachruf.

    Von Hubertus Knabe

    Er war fast noch ein Kind, als er verhaftet wurde. Am letzten Tag der Osterferien klingelten gegen sechs Uhr morgens zwei Männer an der Wohnungstür des 15jährigen Horst Jänichen in Berlin-Lichtenberg. Sie befahlen dem schmächtigen Jungen, eine Decke und ein Kopfkissen einzupacken, und brachten ihn in einen Keller, den die sowjetische Geheimpolizei in ein Gefängnis umfunktioniert hatte. Es war der 23. April 1946 – ein Jahr nach Ende des Zweiten Weltkrieges.

    Mit der Festnahme begann für den Berliner Schüler eine mehr als zehnjährige Odyssee durch ostdeutsche Haftanstalten. Im Mai kam er in das sowjetische Lager in Hohenschönhausen, im Oktober wurde er nach Sachsenhausen gebracht. In den „Sterbelagern“, wie er sie später genannt hat, verhungerten damals Tausende Menschen – doch wie durch ein Wunder überlebte der Jugendliche. …

    mehr hier:

    https://hubertus-knabe.de/nachruf-auf-horst-jaenichen/

    Gefällt mir

  2. Gerhard Huber schreibt:

    Warum wurde Südtirol nach dem Ersten Weltkrieg Italien zugeschlagen? Weil der damalige US-Präsident Thomas Woodrow Wilson auf einer der Pariser „Friedenskonferenzen“ mit dem Lineal einer Strich fehlerhaft gezogen hat. Da sieht man einmal wieder, was durch dumme Zufälle alles bewirkt werden kann.

    Gefällt mir

  3. Dr. Gunther Kümel schreibt:

    Sehr gute Präsentation der Südtiroler. Endlich sieht man die Gesichter! Man kann sich den Kampf vorstellen. Die Tochter von Klotz, Dr. Eva Klotz ist heute Landtagsabgeordnete in Südtirol und steht für eine wenig zu Kompromissen aufgelegte Partei der Südtiroler.

    Besonders interessant finde ich die maßgebliche Mitarbeit von Männern wie Molden, die im Dritten Reich militanten Widerstand gegen die Behörden in Österreich unternommen hatten.
    Wohl ein Beweis dafür, daß die Südtiroler Freiheitskämpfer durchaus nicht „Nazis“ waren. Sie kamen aus allen Gesellschaftsschichten und aus allen politischen Lagern. Kreisky war Sozialdemokrat (und übrigens aus einer jüdischen Familie). Andergassen war Musikprofessor in Innsbruck, Hartung ist heute Professor (em.) an einer BRD-Universität.
    Die Freiheitskämpfer einte das Bekenntnis zur deutschen Kulturgemeinschaft und zur Südtiroler Heimat.

    Gefällt 1 Person

  4. gerardfrederick schreibt:

    Die zwei Todsünden Hitler´s waren den Elsass offiziell den Franzosen offiziell zu überlassen und zweitens Südtirol zu verraten. Was war seine Obsession mit Mussolini, mit Italien? Eine Rasse welche uns 2 mal in 40 Jahren verriet, welche nichts weiter war als ein gewaltiger Parasit der half uns ins Unglück zu stürzen. Warum leiden wir unter solchen ¨Freunden¨?

    Gefällt mir

    • theresa geissler schreibt:

      Angesichts die militärisch-politischen Berziehungen zwischen Hitler und Mussolini braucht man sich darüber noch nicht einmal recht wundern.
      Umso drückender sei die Frage: Warum haben die ALLIIERTE in ’45 Südtirol verraten?
      Denn ausgerechnet sie haben damals zwar fast ganz Europa befreit, jedoch nicht Südtirol! – „Angst für Unruhe und Instabilität in Italien“, hiess es…
      Dass es momentan zum Glück nicht völlig von Italien neu angegliedert ist (wenn auch die totale Befreiung noch immer nicht realisiert sei) haben die Südtitoler NUR sichselbst, und ihren tapfren Freiheitskämpfer, wie Georg Klotz und seinen Mitstreitern, zu verdanken! Sicher nicht die Alliierte, oder später dem übrigen Europa.

      Gefällt 1 Person

      • gerardfrederick schreibt:

        Danke Theresa — daran habe ich garnicht gedacht, was die Alliierten angeht. Aber von DENEN etwas anständiges zu erwarten wenn es sich um Deutschland dreht ist wohl ein bissel naiv, denkste nicht auch? Es waren ja schliesslich diese Alliierten die Deutschland aufs wirklich Übelste 1919 behandelten und welche Bastardstaaten aus deutschen Territorien bastelten und aber-Millionen von unsren Ahnen ins Unglück stürzten. Und das taten sie WISSEND im maliziösesten Sinne. Diese Alliierten waren und sind unser Unglück.

        Gefällt 1 Person

Kommentare sind geschlossen.