Muslimische Bekleidungsvorschriften – Was sagen Koran und Hadith?

(www.conservo.wordpress.com)

Anmerkungen von Reinhard Wenner

In der Schweiz wird am 7. März dieses Jahres per Volksabstimmung darüber entschieden, ob in der Öffentlichkeit das Verhüllen des Gesichts gesetzlich verboten werden soll.

Der Beschlussvorschlag lautet:

1. Niemand darf sein Gesicht im öffentlichen Raum und an Orten verhüllen, die öffentlich zugänglich sind oder an denen grundsätzlich von jedermann beanspruchbare Dienstleistungen angeboten werden; das Verbot gilt nicht für Sakralstätten.Niemand darf eine Person zwingen, ihr Gesicht aufgrund ihres Geschlechts zu verhüllen.

3. Das Gesetz sieht Ausnahmen vor. Diese umfassen ausschließlich Gründe der Gesundheit, der Sicherheit, der klimatischen Bedingungen und des heimischen Brauchtums.

*****

Die Bundesversammlung der Schweiz „empfiehlt Volk und Ständen, die Initiative abzulehnen“.

Und der „Schweizerische Rat der Religionen (SCR)“ hat sich einstimmig gegen ein Verbot der Gesichtsverhüllung ausgesprochen und es als „unverhältnismäßig“ bezeichnet.

Interessant ist aber, was im Koran und in einem Hadith zu den islamischen „Bekleidungs-Vorschriften“ steht.

1. Tragen eines „Kopftuchs“

Das Tragen eines Kopftuchs ist m.E nach dem Koran kein theologisches Gebot, sondern eine Frage der Schicklichkeit.

So heißt es im Koranvers 24,31:

„Und sag den gläubigen Frauen, sie sollen (statt jemanden anzustarren, lieber) ihre Augen niederschlagen, und sie sollen darauf achten, dass ihre Scham bedeckt ist (wörtlich: sie sollen ihre Scham bewahren), … ihren Schal über den (vom Halsausschnitt nach vorne heruntergehenden) Schlitz (des Kleides) ziehen …“

Im Koranvers 33,59 steht:

„Prophet! Sag deinen Gattinnen und Töchtern und den Frauen der Gläubigen, sie sollen (wenn sie austreten) sich etwas von ihrem Gewand (über den Kopf) herunterziehen. So ist es am ehesten gewährleistet, dass sie (als ehrbare Frauen) erkannt und daraufhin nicht belästigt werden. Allah aber ist barmherzig und bereit zu vergeben.“

Im Koran steht weiter:

„Und für diejenigen Frauen, die alt geworden sind (wörtlich: die sich (zur Ruhe) gesetzt haben) und nicht (mehr) darauf rechnen können, zu heiraten, ist es keine Sünde, wenn sie ihre Kleider ablegen, soweit sie sich (dabei) nicht mit Schmuck herausputzen. Es ist aber besser für sie, sie verzichten darauf (sich in dieser Hinsicht Freiheiten zu erlauben). Allah hört und weiß alles.“ (Koranvers 24,60)

Es geht also nicht darum, das Haar zu bedecken, sondern den Männern den Blick auf die Brüste der Frauen zu verwehren. Dieser Zweck kann bereits erreicht werden, wenn das Kleid vorn am Hals mit Knöpfen geschlossen wird.

Das „Abdecken des Kleid-Ausschnitts“ signalisiert nach dem Koran gleichzeitig, dass die weibliche Person gebärfähig ist. Denn Frauen, die keinen Nachwuchs mehr zu erwarten haben, können gemäß Koranvers 24,31 sogar ihre Kleider ablegen. Ob mit dem Ablegen der Kleider nur die Oberbekleidung gemeint ist, geht aus dem Koranvers nicht hervor.

Aus den Koran-Regelungen ist weiter zu schließen, dass Mädchen, die noch nicht geschlechtsreif sind, ebenfalls nicht gehalten sind, ein Kopftuch zu tragen – weil es im Brustbereich noch nichts zu verhüllen gibt.

2. Gesichtsschleier

Einige Muslime sind wohl der Meinung, muslimische Frauen hätten aus religiösen Gründen sogar ihr Gesicht zu verschleiern. Bei einer wichtigen religiösen Handlung, nämlich bei der Wallfahrt in Mekka, soll Mohammed den Gesichtsschleier aber verboten haben.

In einem Hadith heißt es:

„Ich hörte den Propheten den Frauen verbieten, im Weihezustand Handschuhe und Schleier zu tragen … Sie (die Frau) soll sonst tragen, was sie an Kleidern mag, ob es nun gestickt, aus Seide oder mit Schmuck besetzt ist, Hosen, Hemd oder Schuhe.“ (Adel Theodor Khoury, Der Hadith, Band II, Grundpflichten und Rechtschaffenheit, Gütersloh 2008, Nr. 2225, Seite 233)

Mohammed hat demnach den muslimischen Frauen bei einer herausragenden religiösen Handlung die Verschleierung des Gesichts untersagt. Was aber in Mekka bei der Wallfahrt verboten ist, dürfte im profanen Bereich wohl kaum als unabdingbares religiöses Gebot einzufordern sein.

Somit ist festzustellen: Das Tragen eines Kopftuchs bzw. eines Gesichtsschleiers mag in manchen islamischen Gesellschaften üblich sein, aber es beruht nicht auf einem zwingenden religiösen Gebot.

(PS: Alle Koranzitate stammen aus der Koranübersetzung von Rudi Paret.)
www.conservo.wordpress.com    8.2.2021

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. Wer jedoch andere Foristen mehrfach persönlich angeht, beleidigt oder unflätig beschimpft, wird nach einer dreimaligen Verwarnung vom Diskussionsforum ausgeschlossen. Maria Schneider Beiträge bitte an Maria_Schneider@mailbox.org Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen emails und auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zu Eigen. Diese Erklärung gilt für alle in und mit meiner Internetadresse/emails angebrachten Links. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Zu diesem Zeitpunkt waren keine Rechtsverstöße ersichtlich. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Websites ist ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden jedoch derartige Links umgehend entfernen. Maria Schneider 10.11.2020
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Islam, Kultur abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Antworten zu Muslimische Bekleidungsvorschriften – Was sagen Koran und Hadith?

  1. Semenchkare schreibt:

    Ich denke der Schleier/Tuch diente den Männern und Frauen früher einfach nur als Schutz vor Flugsand und Sonnenstahlung in den Wüstenländern. Später wurde das zum islamischen Dogma für die Frauen aus Machtgründen!

    Die Tuareg:

    ….möglicherweise sahen die alten Araber damals auch so aus.

    Gefällt 1 Person

  2. gerardfrederick schreibt:

    Da der Islam eine Religion ist welche alle Gewalt fordert solange sie dem Islam nutzvoll ist und ausserdem zur geziehlter Unehrlichkeit gegenüber Ungläubigen aufruft, ist diese Religion nicht mit unsrer Kultur vereinbar und müsste deswegen alleine in unsrem Kulturraum verboten werden.

    Gefällt 1 Person

  3. Axel Gunther schreibt:

    Die muslimische Verschleierung ist ein von machistischen Männern erfundenes Gesetz.
    Das Problem ist, dass die ursprünglich aramäischen Texte von den Übersetzern ins Arabische nicht richtig verstanden und dann persönlich interpretiert worden sind. Wenn man das aramäische liest heisst es : „ Die Frauen sollen sich ihre Gürtel um die Lenden schlagen.“ Kein Wort von Schleier, Burka etc.
    Wie so viele „Aussprüche“ im Islam sind oft Falschübersetzungen Ursache für Unterdrückung oder auch Märtyrerkult( wie die 7 Jungfrauen im Paradies, die sich als süsse Weintrauben entpuppen)!
    Quelle: Good Bye Mohammed

    Gefällt 1 Person

  4. Ingrid schreibt:

    ,,Das Tragen eines Kopftuches bzw. eines Gesichtsschleiers mag in manchen islamischen Gesellschaften üblich sein, aber es beruht nicht auf einem zwingenden religiösen Gebot.“

    Man macht sich die Welt, wie sie einem gefällt!

    So macht man es eben, man stellt etwas in den Raum, wartet auf die Reaktion und wenn sie es gefressen haben, wird es zum Gesetz.
    Das ist genau das, was wir im Moment erleben, nämlich die Verblödung der Massen.
    Das hat der Islam schon vor uns erkannt und er hält die Gläubigen damit in Schach und die Gehirnwäsche nimmt immer schlimmere Züge an. Da ist das Tragen eines Schleiers noch das kleinere Übel.

    Gefällt 1 Person

Kommentare sind geschlossen.