Einblick in die Geschichte Danzigs

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Von Artushof *)

Meine Vorfahren lebten über Jahrhunderte in Danzig, das niemals freiwillig zu Polen oder zum übrigen deutschsprachigen Raum gehören wollte. Dokumente und alte Schriften, die der Zensur nicht unterlagen oder durch die Raubzüge der baltischen Staaten und der Polen zum Opfer fielen, sind gerettet und sicher gelagert. Dass die BRD in der Nachkriegszeit „zur Versöhnung“ den Polen in Nacht- und Nebelaktionen, ohne den deutschen privaten Kulturverbänden auch nur den Hauch einer Chance zu geben, deutsche uralte Kulturgüter blitzschnell nach Danzig verschoben hat, ist schon eine Glanzleistung besonderer Art.

Danzig war eine deutsche Stadt, die auch Bevölkerungsschichten aus den westlichen Ländern (Holland und Frankreich) beheimatete. Die deutsche Zunge setzte sich mehrheitlich durch und so tief heute der Pole auch in der Danziger Erde graben mag, wird er immer auf deutsche Mauern stoßen, die nur einen Zweck hatten, diese Stadt vor ihren Übergriffen zu schützen.

Gehen wir in die frühere Geschichte zurück, waren es meist Lüge und Verrat, die den Danzigern Unheil bescherten. Der Zugriff durch Napoleon war eben durch Verrat möglich gewesen und nicht nur das Umfallen dieser wehrhaften Bürger. Jedes Kind deutscher Zunge kannte den deutschen Spruch NEC TEMERE -NEC TIMIDE (Weder unbesonnen – Noch furchtsam).

Die Menschen hatten es gelernt, sich erfolgreich zu verteidigen und der immer wieder zu erneuernde Freundschaftsvertrag mit den polnischen Königen sicherte dieser Stadt staatliche Privilegien und ihre Souveränität. Selbst der polnische König mußte zu jeder Zeit den Danziger Rat befragen, ob er in Danzig übernachten durfte.

Die Entwicklung in wirtschaftlicher und deutscher kultureller Art war enorm, besonders ab dem siebzehnten Jahrhundert. Die Schiffswerften, der Maschinenbau und Bedeutung des Danziger Umschlagshafens war gigantisch. Der Pole sah dies immer mit Neid. Und meine Vorfahren konnten Bücher darüber schreiben. Was dem einen seine Freude, ist dem anderen sein Leid. So war es auch mit Danzig bis zur völkerrechtswidrigen Vertreibung der wahren Bevölkerung Danzigs.

Nun, der erste Weltkrieg verlief ganz im Sinne der Polen, denn sie waren schon zu dieser Zeit die echten Gewinner. Der Versailler Vertrag aber sollte als der eigentliche Verursacher des 2. Weltkriegs genannt werden, denn er provozierte die Danziger Frage zu einem beispiellosen Konstrukt, das der Willkür der Polen oft freien Lauf ließ, ohne dass die internationalen Kontrollorgane auch nur freiwillig einen Finger rührten.

Die Westerplatte wurde entgegen den Vereinbarungen zu einem militärischen Stützpunkt ausgebaut und selbst die Schleswig Holstein schoß nicht die schweren Kaliber ab, die möglich gewesen wären. Die Deutschen wussten nicht, wieviel Sprengstoff dort gelagert war. Man wollte die Stadt nicht gleich mit zerstören, die Gefahr war zu groß. Als die Schüsse der Holstein zu hören waren, liefen die Danziger auf die Straße und viele schrien mit Tränen in den Augen: „ES IST KRIEG-ES IST KRIEG!“


Meine Vorfahren konnten sich daran erinnern, wie die polnischen Züge, die Danziger Gleisanlagen benutzen durften und nachts schwer beladen Richtung Westerplatte fuhren.
Als dann noch über Nacht polnische Postkästen aufgestellt wurden und wieder keine Reaktion der Siegermächte erfolgte, machte sich Angst unter den Danzigern breit. Man wollte nicht zum deutschen Reich gehören, man wollte frei bleiben. Aber die Angst führte zu dem Entschluß, dass mit einer „starken“ Macht im Rücken die Stadt in deutschen Händen bleibt und nicht durch weitere polnische Repressionen, die schon viele Jahre andauerten, verloren sein würde.

Dieser Entschluß sollte sich bitter rächen. Die vermeintliche starke Macht war überhaupt nicht in der Lage, diesen Krieg zu gewinnen. Dieser linksfaschistische Hitler mit nationalem Anstrich war das größte Unglück für die deutschen Menschen in Europa und der übrigen Welt. Der anschließende Hass gegen alles Deutsche entlädt sich bis heute, selbst ein Teil der Deutschen ist der Meinung, dass Deutschland verrecken solle – „das Pack“.

Die Siegermächte des ersten WK, allen voran die englischsprachigen Länder und deren Finanzkräfte, wollten schon damals kein mächtiges Land der Deutschen im Herzen Europas. Es sollte für alle Zeiten geschwächt werden. Die Weichenstellung zeigte sich in den Erfolgen zwischen den Weltkriegen und anschließend bis zum heutigen Tag.

Der GREAT REASET wäre die Erfüllung ihrer geheimsten Träume, während der Rest der denkenden Deutschen sich weiterhin zurücklehnt und sich viel eher über einen Donnerstag freut, der wieder als Einkaufstag genutzt werden „DARF“.

Mein Wunsch für Danzig?

Danzig wird völkerrechtsmäßig wieder zu dem was es war, eine freie Stadt ohne einer Nation anzugehören.


Sie sollte wieder der heimliche Vermittler zwischen dem Osten und dem Westen werden.

Deutsche und Polen begegnen sich auf Augenhöhe und setzen ein Zeichen für die ernstgemeinte Versöhnung und den Willen zur Wahrheit im Frieden.

Die Sprache sollte Deutsch und Polnisch sein.

Die Straßenschilder bekommen ihre alten ursprünglichen Namen in Deutsch und in polnischer Übersetzung zurück.

Das Schulwesen wird zweisprachig und die Geisteswissenschaften kommen wieder an ihren alten Ort zurück.

Beflaggt werden neben der europäischen stets die deutsche und die polnische Flagge.

Die gesamte Altstadt darf niemals durch moderne Bauten ersetzt werden.

Polnische Herrscherfiguren sollen auf öffentlichen Plätzen und an Gebäuden entfernt werden.

Diese sollen nicht durch die ursprünglichen deutschen Herrscherfiguren ersetzt werden. an diesen Stellen sollen Zeichen des Friedens und der Freude am gemeinsamen Zusammenleben werden.

Mahntafeln sollen verschwinden und das was gestern war soll nicht vergessen aber auch nicht täglich zu sehen sein.

Diese Ideologie sollte auch bei uns und unseren Nachbarn überdacht werden. Sie ist nicht mehr zeitgemäß. Wir können nicht für alle Zweiten immer und immer wieder den Dolch aus der Scheide ziehen und uns täglich verletzen.

Hier möchte ich abbrechen, den es gäbe so viel zu schreiben, was letztendlich doch nur von wenigen gelesen wird. Die Wahrheit und die Meinung der Zeitzeugen interessieren immer weniger Menschen. Die Denkprozesse der heranwachsenden Generationen fixieren sich zunehmend auf staatlich gelenkte Ideologien mit einer dazu gehörenden Sprache.

NEC TEMERE – NEC TIMIDE

Anmerkung conservo: Die Postkarten wurden freundlicherweise von Artushof bereitgestellt.

****

*) Artushof kommt aus der Industrie und war bis zum Arbeitsaustritt/Ruhealter als Vertriebsleiter Europaweit tätig. Die gesellschaftlichen negativen Veränderungen in der BRD und in Europa finden sich in vielen seiner Essays wieder. Das die Geschichte der deutschsprachigen Länder heute mehr und mehr aus dem öffentlichen Interesse verschwindet nutzt er um mit seinen Beiträgen gegen das Vergessen klare Zeichen zu setzen. Nec Temere – Nec Timide. http://danzig.mozello.de/

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Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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19 Antworten zu Einblick in die Geschichte Danzigs

  1. Dr. Gunther Kümel schreibt:

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  2. Dr. Gunther Kümel schreibt:

    Wußten Sie schon: Ein Vorstndsvorsitzender leistet (nach dem Einkommen gemessen) 166 mal so viel, wie der Durchschnitt der Arbeitnehmer inkl. Ingenieure, Manager, Akademiker:

    Und die Steigerung ihrer Leistung mit den Jahren (gemessen aln Einkommenssteigerung!) ist fast doppelt so groß wie die der Arbeitenden.

    http://www.jjahnke.net/wb/rundbr137-l.html#3867

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  3. Artushof schreibt:

    Das Venedig des Ostens

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  4. Dr. Gunther Kümel schreibt:

    Der bewährte Kämpe EGON KREUTZER hat eine kleine Broschüre geschrieben:
    .
    „WOLLT IHR DAS TOTALE GRÜN?“
    .
    Er erläutert das neu herausgekommene „Parteiprogramm“ der „Grünen“ (grün sind sie nicht!) und die Schreckenslandschaft, die uns bevorsteht, wenn erst BAERBOCK und HABEK die totale Macht über das ergreifen, was von Deutschland noch übrig ist.

    Angesichts der Trends bei den Landtagswahlen eine sehr reale Gefahr !!!
    Unterkapitel:
    „Schubkraft für globale Transformation“
    „Die vielfältige Einwanderungsgesellschaft“ usw., usw. !!

    „Books on Demand“: 11,50
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    Probelesen lohnt sich !!

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  5. Ulfried schreibt:

    Hallo Artushof,
    schade daß du dich nicht mit Namen bekennst. Aber was soll‘s. Eine Stadt, weder Danzig noch irgendeine andere kann leben ohne Umland. Die Menschen müssen was zum Leben haben und dazu gehört auch Essen und Trinken. Das kann ein städtischer Steinhaufen niemals leisten. Städte waren nicht erst seit dem Mittelalter immer auf das Landvolk angewiesen und auch Handwerk- Zünfte haben daran nichts geändert. Stattdessen bildete sich eine immer abgehobenere Bürgerschaft heraus, die verächtlich auf Jene herabblickte denen sie eigentlich ihren Lebensunterhalt verdankten. Was daraus wurde ist heut gut ersichtlich. Das gottlose Verhalten der Templer in Jerusalem hat es gezeigt.
    Mein Credo: ORA ET LABORA
    Genau das tue ich. Ulfried

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    • Artushof schreibt:

      Guten Morgen @Ulfried,
      es ist viel wahres an deinen Worten.
      Es wäre aber zu einfach, nur dieses eine Sichtfeld als „Bewertung“ nieder zu schreiben.
      Besonders der Danziger Schlag mit seiner eigenständigen Mundart und die Nähe zur See,
      sowie die damit verbundenen wirtschaftlichen Entwicklungen waren herausragend.

      Niemand lebt nur von Brot und Wein allein. Der Handel, der in Danzig jeden Tag zu sehen war, nutzte jedem. Der Bauer mußte verkaufen, wenn er handwerkliche Güter erstehen wollte um sein Land weiterhin zu bewirtschaften.
      Diese Abhängigkeit zwischen den städtischen Handwerkern und den Bauern funktionierte gut.

      Diese Struktur der sichtbaren Wechselwirkung hat sich natürlich mit der Zeit geändert. Früher war es so und heute befindet sich die Handwerksstätte neben dem Bauernhof. Diese Übergänge sind heute fliesend und nicht mehr so sichtbar wie vor langer Zeit.
      Und ich weiß es genau, die abgehobenen waren einige, bei leibe nicht alle, Gutsbesitzer, die politisch und militärisch zu dieser Zeit vieles am strammen Zügel hielten.
      Und ich weiß aus erster Quelle, wie gut sie auch mit ihren Arbeitern umgingen, wenn alles rund lief. Durchweg war aber auch das Leben viel viel härter als es sich heute die meisten
      vorstellen können. In meiner Familie gab es über die Jahrhunderte Bäckermeister, Schuster, Gutsherren und einfache Arbeiter aber auch Rechtsanwälte. Das Leben entwickelt sich so wie es will.
      Wer damals schwanger wurde, hatte meist viel Glück, wenn alles gut ging. Die Probleme der Geburt waren für viele Frauen das Todesurteil und das ihrer Babys. Die ärztliche Versorgung war spärlich und das Wissen dieser Leute kam auch aus der Tierarztmedizin. Karger Lohn und tägliches mühen waren an der Tagesordnung. Der Sonntagsspaziergang an der Mottlau oder das frische selbst gebackene Brot waren Köstlichkeiten. Die Kornsorten waren ursprünglich und im Geschmack so gut, das man es vom Feld in der Hand essen konnte. Die Milch schmeckte noch nach Milch, das Brot war ein Genuß und das Fleisch schmeckte gebraten so gut, daß es ohne die Massen an Gewürze auskam, die heute als Geschmackskeule das Fleisch der Massentierhaltung zudecken.
      Nein, wer verächtlich seinen geistigen und wirtschaftlichen Machtfaktor ausspielt wird doch meist erkannt. Es sind die gleichen, wie es sie bis heute gibt und immer geben wird. Nur diese Geschöpfe unter der Sonne zu sehen wäre töricht. Es gibt und gab auch die vielen anderen, die das Leben so nahmen wie es ist:

      NEC TEMERE – NEC TIMIDE

      und auch

      ORA ET LABORA

      HG

      Arushof

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  6. ceterum_censeo schreibt:

    Sehr Interessanter Einblick mit Fakten, die man sonst kaum zu wissen bekommt. Danke dafür und auch für die schönen Ansichten!

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  7. theresa geissler schreibt:

    Wie schön, diese Postkarten! Bei manchen kommt es mir vor, sogar holländischen Einflüssen sind an der Architektur der Altstadt nicht fremd – was Danzig übrigens mit mehreren Norddeutschen (Hafen)städten (sowie Bremen Hamburg usw.) gemein hat.
    Höre oder lese ich den Namen „Danzig“, gehen meine Gedanken sofort zu dem Roman „Die Blechtrommel“ von Günther Grass. Auch darin wird Danzig – zwischen den Weltkriegen – sehr „multikulti“ dargestellt. Was auffällt, ist, das das Beamtentum vor allem von den Pölnern vertreten wird – Jan Bronski, Kobyella; beide Beamten bei der Polnischer Post – und die Einzelhandel überwiegend von den Deutschen: Alfred Matzerath: Kolonialwarenhändler, Albrecht Greff: Gemüsenhändler, Alexander Scheffler, Bäckermeister und der Deutsch-jüdischer Sigismund Markus: Spielzeughändler….
    Und ja, als einmal die Nazis in den Stadt eintraten, waren am Meisten die Deutsche begeistert. Aber bei den damaligen Verhältnissen konnte man ihnen das nicht allzu übel nehmen (Der Markus – in der filmverfassung von Schlöndorff dargestellt vom Charles Aznavour – würde später Selbstmord begehen.)
    (Was mich jetzt auch noch einfiel: In dem Buch war Alfred Matzerath sogar gebürtiger Rheinlander! Wie unser Peter!

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    • Dr. Gunther Kümel schreibt:

      Theresa Geissler,
      Wissen Sie, die „Blechtrommel“ ist nicht gerade eine Lektion in Geschichte, sondern eine gut erzählte Geschichte.

      Danzig war nicht irgendwie „gemischt“ (3% zugereiste Polen) oder unklar in seinen Sympathien.
      Danzig war eine stolze norddeutsche Metropole.

      Es hatte ähnliche Parteien wie die Weimarer Republik. Auch in Danzig gab es Sowjetkommunisten und deutschnationale Parteien, darunter die NSdAP.
      Bei der letzten Wahl wurde die Danziger NSdAP stärkste Partei und stellte die Danziger Regierung. Denn auch in Danzig stellte sich das Problem: mit demokratischen Methoden wird der Staat und das Volk immer im Elend bleiben, die Unterdrückung (durch Polen) und Ausbeutung werden ewig weitergehen. Es gab nur noch die Wahl zwischen Sowjet-Diktatur und autoritärer deutscher Herrschaft.

      Die Stadt war von den Versailles-Mächten gezwungen, als selbständiger Kleinstaat (wie Österreich) als Kolonie der Siegermächte (Völkerbundsmandat wie das Memelland) zu leben. Die Franzosen (und die Polen, natürlich) haben in Versailles darauf gedrängt, die Stadt wie Westpreußen und Posen als polnisches Staatsgebiet zu annektieren; dann hätte die Bevölkerung das Schicksal der Entnationalisierung (hier Polonisierung) erlitten wie Westpreußen, Posen, Oberschlesien, Deutsch-Böhmen („Sudeten“), Südtirol und all die anderen Gebiete.
      Erst der wiederholte Protest der Danziger 1919 (70.000 und dann 100.000) bewirkte, daß die schon (von Wilson) genehmigte Abtretung abgewendet wurde.
      Den Polen wurden in Versailles einige Sonderrechte in Danzig zugestanden, darunter die Post, nur für die paar polnischen Beamten, die in der Stadt tätig sein durften. Die Post für die Deutschen war selbstverständlich eine Danziger Einrichtung. Aber sehr bald begannen die Polen eine umfassende „Intervention“, indem sie die den Danzigern aufgezwungenen Rechte ständig illegal ausweiteten. Auch die Besetzung und Militarisierung der „Westerplatte“ war ein illegaler Übergriff von Polen. Beschwerden beinm Völkerbund oder in Den Haag blieben erfolglos: Polen „durfte“ Danzig immer weiter strangulieren.

      Das Danziger Gebiet umfaßte etwa 2000 km² und 408.000 Einwohner, davon waren gerade einmal rund 12.000 Polen. Im Umland (und im Korridor) lebten in den Dörfern Deutsche, teilweise auch Kaschuben. Sie gehörten zu jenen Volksgruppen im deutschen Siedlungsgebiet mit „schwebendem Volkstum“ und slawischen (nicht: „polnischen“) Wurzeln. Dazu gehörten auch die Masuren, Lausitzer (bei Berlin), Slonzaken (im Gebiet Teschen, Oderberg), „Wasserpolacken“ (slawische Oberschlesier) und Windischen (Kärnten). Alle diese Volksgruppen rechnen sich zu den Deutschen, haben aber als „Haussprache“ alte slawische Dialekte, die viele deutsche Lehnwörter enthalten, z.B. „burgrmastr“ im Windischen. Eine Entsprechung sind die rätoromanischen Ladiner in Südtirol, die zwar eine romanische Sprache als Haussprache sprechen, aber von den Italienern nichts wissen wollen.

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  8. Semenchkare schreibt:

    Interessante Einblicke. Danke. Aber auch ein Wunschtraum der Zukunft. Die Polen werden keinen Meter Land hergeben, weder in Richtung West noch Ost. Die sind froh nach Jahrhunderten entlich ein stabiles Polen zwischen den Blöcken zu besitzen.
    Die deutschen Ostgebiete sind verloren, ein für allemal. Zumal es durchaus die Möglichkeit gibt, das die Polen in absehbarer Zukunft bei weiterer Gängelung durch die EU-Büttel, den
    Polexit durchziehen. Zu recht wie ich finde.

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  9. gerardfrederick schreibt:

    Ich habe mich seit Jahrzehnten mit dem Schicksal unsrer Ostgebiete auseinandergesetzt und bin zum deprimierenden Schluss gekommen, dass alles für immer verloren ist. Das Schlimmste ist, dass es nicht so sein musste, dass es deutsche Kanzler waren welche fehlschlugen (Adenauer) oder verraten (Brand). Nach Stalin´s Tod bot Kruschchov an praktisch ALLE deutsche Territorien zurückzugeben. Adenauer sagte nein, den Befehlen Washington´s und London´s zweifelsohne folgend. Breshnev machte auch so´n Angebot Ende der 50´er. Brandt, möge er in der Hölle schmorren, log in Warschau, dass sich die Balken biegten, erniedrigte sich in ankotzender Weise bei diesem immer und ewigen verlogenen Volk und der ¨deutsche¨ Bundestag stimmte diesem kommunistischen Mörderer zu. Sogar Stalin machte so´n ähnlichen Vorschlag Mitte Mai ´45, und der wurde von Kanzler Dönitz verneint , wegen absolut verständlicher Angst vor den sovietischen Mörderbanden, heute von Putin geehrt. Ich bin der Überzeugung, dass wir deshalb ausradiert werden, weil es bei uns massenweise Verräter gibt welche es so wollten und wollen..

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  10. Dr. Gunther Kümel schreibt:

    Großartig, die Bilder vom alten Danzig bewundern zu können!
    Der Wunsch, Danzig sollte polnisch und deutsch besiedelt sein, scheitert schon daran, daß die Deutschen aus demographischen Gründen gar nicht mehr in der Lage wären, die Stadt zu besiedeln. Vielleicht würden sich genügend Siedler melden, die dem Multi-Null-Kulti-Betrieb entgehen wollen.
    Verwundert war ich, den NS als „linksfaschistisch“ dargestellt zu sehen.
    Da müßte doch erwähnt werden, daß Danzig eine NS-Regierung gewählt hat, bevor das im restlichen Reich geschah.

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    • Semenchkare schreibt:

      Guggst Du hier:
      **************************
      Alstadt Danzig (in Bildern)

      Video ca 5 min.

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    • Artushof schreibt:

      Guten Morgen,
      nun, schaut man sich das 25 Punkte Programm der NSDAP an, unterscheiden sie sich eher nicht vom Sozialismus linker Prägung.

      https://wie24.com/nazis-linke-sozialisten/
      Wenn ich mich recht erinnere, gab es sogar bei einer öffentlichen Begehung im Ruhrgebiet durch A.H. ein Bekenntnis, das er kein Hehl daraus macht, dem Sozialismus nahe zu stehen. Die Quelle ist mir zur Zeit nicht greifbar.

      Danzig, das in der Geschichte wie kaum eine andere deutsche Stadt wehrhaft um ihren Erhalt kämpfen mußte ist in der Chronik dieser Stadt bestens festgehalten.
      Die Übergriffe der Polen aus dem Umland, die schleichenden Übergriffe in der Stadt waren nicht von einem auf den anderen Tag entstanden. Danzig litt unter dem Druck, seine garantierte Eigenständigkeit zu verlieren. Es waren nicht Jahrzehnte, die das Leid dieser Stadt ausmachten, es waren Jahrhunderte. In meiner Sammlung ist über diese lange Zeit soviel zusammengetragen worden, daß einem das Herz schwer wird.
      Und doch haben die Bürger es immer wieder verstanden, sie mit allen zu einigen.
      Das die bereits beschriebene Hoffnung der Danziger auf Ohnmacht und Angst beruhten führte somit kein Weg an den deutschen aus dem Reich vorbei. Auch in Danzig gab es Widerstände gegen die NS Herrschaft, jedoch konnten sie sich nicht mehrheitlich durchsetzen. Das Volk wollte Sicherheit und diese sah es im Deutschen Reich. Das dank dem Größenwahn die totale Zerstörung folgte konnte zu diesem Zeitpunkt keiner glauben.

      Die Menschen in Danzig und im Umland ahnten bereits vorher, daß der Frieden sich zurück zog.
      Meine Großeltern gaben den deutschen Landflüchtlingen Milch und Brot, als die Flüchtlinge mit Kind und Kegel schon sehr lange vor Ausbruch des Krieges nach Danzig zogen. Ihre Familien wurden auf dem Land , bedingt durch nächtliche Übergriffe durch die Polen erschlagen und gequält. Der polnisch geschürte nationale „Aufbruch“ bestand schon viel länger, als angeblich erst vor dem ersten Weltkrieg.
      Auf dem Land gab es meist keinen sofortigen Schutz. Die Höfe und die kleinen Ortschaften waren nur mit dem Pferd zu erreichen.
      Jeder Tourist, der heute nach Danzig fährt, sollte einmal darüber nachdenken, warum diese stolze deutsche Stadt (bis 1945) eine solche gigantische Stadtmauer und militärische Befestigung hatte. Die heutigen Balten und die Polen wissen es vielleicht noch.

      Nec Temere – Nec Timide

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      • Dr. Gunther Kümel schreibt:

        Artushof,
        Die Einordnung in „links“ oder „rechts“ krankt daran, daß die Begriffe längst sinnentleert sind. Keiner weiß mehr, was damit gemeint ist.
        „Was ist der Mensch“? Die „rechten“ Ideengebäude beginnen mit der essentiellen Eigenschaft des Menschen, seiner Geistigkeit, Kulturfähigkeit, kumulativer Tradition.
        Kukturverbände sind die Völker, in denen durch geistige Austausch über viele Generationen eine Kultur entfaltet und behauptet wird. Daher sind die Völker auch Siedlungs-, Herkunfts- und Schicksalsgemeinschaften. „Rechts“ ist das Bekenntnis zu Volk und Kultur.
        „Linke“ Ideologien beginnen mit einem ökonomischen Problem: Seit der Steinzeit versucht eine (mächtigere) Gruppe der Bevölkerung den Rest dazu zu zwingen, die schwere Arbeit für sie zu erledigen. Der Ertrag geht an die Mächtigen. NOLTE nennt den Kampf dagegen das „historische Recht der Ewigen Linken“. Im industriellen Zeitalter äußerte sich das alte Problem als „Mancheser-Kapitalismus“.

        Der NS war zunächst eine „rechte“ Bewegung: (wie formal auch das GG der brd) bekannte er sich zum „Deutschen Volk“ als Richtschnur jeder Politik. Der NS hatte aber auch im Programm, daß in der Gemeinschaft der Volksangehörigen keine „Ausbeutung“ stattfinden dürfe; jeder Volksangehörige sei nach seiner Leistung zu entlohnen. Die Aufgabe der Wirtschaft in der Sozialordnung sei die Versorgung des Volkes mit knappen Gütern in freier Marktwirtschaft, nicht primär der Profit auf Kosten des Volkes.
        Der Begriff „Sozialismus“ war damals viel allgemeiner gefaßt. Er bedeutete nicht Planwirtschaft, Kommandowirtschaft, ideologische Zwangsjacke; sondern einfach „Wirtschaftsordnung“, „Gesellschaftsordnung“. Deshalb wurde die Bezeichnung „NS“ geprägt:
        „Volk“ und Kultur als Richtschnur, Abschaffung aller Formen der Ausbeutung, Wert des Arbeitenden als Glied der Volksgemeinschaft.
        Damit waren schließlich Rechte und Linke gleichermaßen einverstanden.

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        • Artushof schreibt:

          Guten Abend,

          der linke Faschismus nationaler Prägung zeigte sich doch besonders dann, wenn die deutsche Familie sich auf ihre freie Meinung berief und eben nicht zu irgendwelchen staatlichen Diensten (zum Gemeinwohl) gehen wollte. Der soziale, politische Druck war zum Schluß so ausgeprägt, daß es unmöglich war sich den Pflichten zum (Gemeinwohl) zu entziehen. Der Tod lauerte überall, andere Meinungen waren verboten.

          Um es einmal ganz klar zu sagen, im NS war es üblich, den Juden zu erschlagen und der deutsche Bürger der dies sah mußte wegsehen um seine eigene Haut zu retten.
          In der Straße gab es eine jüdische Familie. Sie hatten ein kleines Geschäft.
          Als in der Nacht die Geschäfte der Juden eingeschlagen wurden liefen viele Kinder hin und nahmen sich Wertgegenstände und brachten sie nach Hause. Die Mutter sagte, „auch wenn die anderen Kinder Sachen der Juden stehlen, so tun wir und vor allem du es nicht“. Das Kind mußte die Sachen zurückbringen. Alle in der Straße schwiegen zu dieser schrecklichen Nacht. Die jüdische Kirche ein paar Schritte weiter brannte aus und heute steht an dieser Stelle ein Marmorstern. Was muß noch mehr gesagt werden um die wohlbemerkt „falsche“ Relativierung der linken Nazis nationaler Prägung zu entlarven.

          Gerne Volk und Kultur, aber eben nicht die totale Ausbeutung bis hin zum bedingungslosen Blutzoll und dem anschließenden Einschmelzen der Fahnenspitzen für Kanonen.

          Extreme Rechte und die extremen Linken unterscheiden sich in der Tat da unwesentlich.

          Der frühere Sozialismus genauso wie der heutige linke Faschismus deutscher Prägung bedeutet doch in der Endkonsequenz das Ausbluten einer Kultur, die etwas zu geben hat.
          Einfacher kann man es nicht auf den Punkt bringen und ich wünsche mir sehr, daß der Wahn der Neugeistlichen Gleichschaltung auf allen Ebenen ein schnelles Ende findet.
          Was wir heute brauchen, ist der wache Verstand eines Helmut Schmidt, gepaart mit vielen jungen Politikern, die in der AfD in den Parlamenten für Schlagzeilen sorgen und die Fähigkeit, als AfD niemals die Türe vor dem politischen „Gegner“ zu schließen muß erhalten werden. Das die Altparteien ihre Türen nicht ansatzweise öffnen ist die eigentliche Schande der Altparteien. Diese Parteien haben es zu verantworten, daß wir die Spaltung in unserer gemeinsamen Heimat ausbauen und die ideologischen Mauern werden einfach nicht abgerissen, ganz im Gegenteil.
          Seit 2015 verfolgen wir eine Unfähigkeit vieler Volksvertreter, die auch noch die Chance haben bis an die Spitze der Regierung zu gelangen. Welche Wählergruppen mögen dies wohl sein, die eine grüne Spitze für „Deutschland“ wollen und warum kümmert es die wenigsten,…………….

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