Geschichte wiederholt sich nicht! – Wirklich?

(www.conservo.wordpress.com)

Von altmod

Was wir „Alten“ erfahren haben

Wir, die jetzt schon zu den Alten zählen, meinten,

  • mit unseren Erfahrungen in der Bundesrepublik als freiheitlich demokratischer Rechtsstaat,
  • mit dem Denkzettel der „Entnazifizierung“ unserer Elterngeneration,
  • der Ächtung totalitärer („faschistischer“) Gesinnungsorientierung durch die intellektuellen und politischen Eliten,
  • durch die antitotalitären und antiautoritären Attitüden in Erziehung und Bildung und der ganzen Kultur- und Geisteswelt im ab 1945 neu aufgebauten Deutschland,
  • durch das Purgatorium durch den „deutschen Herbst“ in den 70er Jahren,
  • durch die Begegnungen mit den Folgen der „kommoden“ realsozialistischen Diktatur im anderen „neuen Deutschland“,
  • dass wir – der ganze Staat und die Gesellschaft, jeder von uns – eine Immunisierung hätten erfahren müssen gegen jegliche totalitäre Bestrebungen.

Eine Immunisierung, wirksamer noch als jede bekannte Impfung gegen eine dadurch ausgerottete Krankheit.

Sowohl als aktiv Beteiligter im politischen Ehrenamt wie als Beobachter muss ich feststellen, einem trügerischen Kalkül und anscheinend fehlinterpretierter historischer Faktizität aufgesessen zu sein.

Gespräch mit meiner Tochter

Eine meiner Töchter – Jahrgang 1982, Akademikerin – sagte mir kürzlich bei einem Gespräch über das derzeitige staatliche Handeln und ihre Beobachtungen über die Reaktionen der Menschen im Zusammenhang mit der „Corona-Krise“, dass ihr anschaulicher als durch jeden Geschichtsunterricht an der Schule, durch Bücher oder Aufklärung in den Medien, erkennbar wurde, wie in Deutschland 1933 und anscheinend auch heute, eine Demokratie wieder in die Diktatur abgleiten kann.

Sie hätte nicht geglaubt, wie in einer (durch Politiker und Medien aufgeheizten) Krisensituation wieder niedrigste Regungen bei unseren Mitmenschen Platz gewinnen:

  • Das Denunziantentum, die konformistische Rechthaberei, Hass und Ausgrenzung gegen angeblich Unbotmäßige und Andersdenkende.
  • Dass sogar Familien und Freundschaften durch eine von der Politik angeheizte Stimmung, zerrissen und zerstört werden.
  • Dass kritische Wissenschaftler, Publizisten oder andere aufmerksame öffentliche Personen quasi zu Volksschädlingen stilisiert werden.

Und die Masse der Medien unkritisch die Linie der Regierenden unterstützt und noch aufheizt.

  • Dass es bei „Nonkonformität“ zu Bestrafungen bis hin Berufsverboten von Einzelnen kommt, wie schon geschehen bei Lehrern, Kulturschaffenden und Sportlern.
  • Dass nur noch eine politische Ausrichtung als angemessen angesehen wird und jede abweichende Orientierung undifferenziert durch den Schmutz getreten wird; mit mehr oder minder „subtilen“ Methoden, die andererseits selbst dem Hitler-Faschismus entsprungen scheinen.
  • Dass eine sog. Antifa-Bewegung toleriert und gehätschelt wird, die selbst in Methoden und Programm als faschistisch-totalitär ungestraft auftreten darf. Hauptsache es geht gegen eine Richtung und Personen: gegen angeblich Rechte, oder gegen das, was man früher ehrenwert als bürgerlich empfand.

Wer hätte es erwartet, dass nach all den Erfahrungen in den totalitären Epochen Deutschlands und den dann hoffnungsfrohen Verhältnissen in der Bundesrepublik diejenigen Politiker, welche sich als die Schonungslosesten geben, dann vom Volk die höchste Zustimmung erfahren. Wie im Falle einer Reichskanzlerin 2.0 aus Berlin und des „Södolf“ aus Bayern.

Von Adolf Hitler stammt der Satz : „Was für ein Glück für die Regierenden, daß die Menschen nicht denken!“

Würde das Volk denken, wäre die Regierung Merkel spätestens seit 2011 weggefegt worden. Auf solchem Umstand sah auch Hitler seine Macht abgesichert, wie sein Zitat beweist.

Und, ebenfalls von Hitler: „Wenn man eine große Lüge erzählt und sie oft genug wiederholt, dann werden die Leute sie am Ende glauben.“
Dass zu einem erfolgreichen Politiker der virtuose Umgang mit der Lüge gehört, ist nichts Neues und schon nichts Skandalwürdiges, dennoch ist es erstaunlich, wie wieder von Mal zu Mal Lügen vergessen und verziehen werden, besonders Lügen, die mit der verbrämenden Formel von „Alternativlosigkeit“ daherkommen.

Es scheint uns unbegreiflich, dass die Leute nahezu alles glauben, was ihnen von der Politik und den Medien vorgesetzt werden.

Pression – Mittel zur Willkürherrschaft

Je schlimmer die Botschaften, umso eher werden sie angenommen. Die Angst als Handlungs- und Zustimmungsmotiv wird virtuos eingesetzt und je drastischer die Maßnahmen erdacht werden, umso günstiger scheinen sie für den Erfinder sich auszuwirken. Von Heinrich Himmler stammt diese Offenbarung: „Die beste politische Waffe ist die Waffe des Terrors. Grausamkeit verlangt Respekt. Die Menschen mögen uns hassen, aber wir verlangen nicht ihre Liebe, sondern ihre Furcht.

Keiner würde das heute so unverhohlen aussprechen, was aber nicht bedeutet, dass man sich nicht darauf einlassen möchte.

Terror ist die systematische Verbreitung von Angst und Schrecken, um Menschen gefügig zu machen. Terror kann gleichwohl mit „Pression“ gleichgesetzt werden. Und ein skrupelloser Provinzpolitiker wie Söder, eine Kanzlerin, welche die Ohren- und Verstandesfolter in die Politik eingeführt hat, ein angeblicher Wissenschaftler wie Lauterbach bedienen sich der verschiedensten Formen von Grausamkeiten, welche sie dem Volk zumuten und auferlegen wollen. Und erlangen damit noch Respekt und Anerkennung in Umfragen, im öffentlichen Ansehen und im Gefragtsein bei den Medien. Furcht als Katalysator und Transmissionsriemen für die Durchsetzung politischer Handlungen.

Ein Familienrichter aus Weimar hat ein „umstrittenes“ Urteil zu Maskenpflicht von Schülern gefällt, was dann von einem eigentlich zuständigen Verwaltungsgericht wieder aufgehoben wurde. Die staatlichen Büttel der Exekutive in der Gestalt der (weisungsgebunden) Staatsanwaltschaft wollten es nicht darauf beruhen lassen und leiteten ein Strafverfahren wegen angeblicher Rechtsbeugung ein. Um dem Vorhaben den nötigen Nachdruck zu verleihen, wurde bei dem Richter eine Hausdurchsuchung mit Beschlagnahmungen von Telefon u.a. vorgenommen.
Vom Meister der Terrors, Mao Tsetung, stammt angeblich der Satz „Bestrafe einen, erziehe Hunderte!“ Das ist möglicherweise auch hier das zugrundeliegende Prinzip. Dass das Urteil eines Richters rechtsstaatlich überprüft wird, gehört zu dessen Prinzip, aber mit Hausdurchsuchung und Beschlagnahmungen zu reagieren, hat schon den Geruch von einer gewissen Art von Terror.

Im Zusammenhang mit dem Vorgehen gegen den Weimarer Richter ist die Frage gerechtfertigt, ob der Rechtsstaat kippt. Besonnene Juristen sehen die Gefahr, wenngleich man meint, dass er noch Bestand hat. Wie lang noch, bei der zu beobachteten Unverfrorenheit einer Exekutive unter Führung?

Radikalenerlass“

Eine demokratisch legitimierte und in fast allen Parlamenten präsente Partei, die AfD, eine bundesweite „Corona-skeptische“ Demokratie- und Demonstrationsbewegung, die „Querdenker“, werden nach Anweisung durch die Regierung vom Verfassungsschutz beobachtet. Himmlers „Reichssicherheitshauptamt reloaded“, wenngleich sicher noch erhebliche Unterschiede vorhanden sind?

Liege ich falsch, übertreibe ich damit, den Terminus „Terror“ – vulgo „Pression“ – in meiner Betrachtung, in Bezug auf die Politik im angeblich „besten Deutschland, dass es jemals gegeben hat“ zu verwenden?

Aber wir haben ihn doch schon wieder, z.B. den Terror von Studenten gegen mißliebige Professoren wie u.a. gegen bekannte Namen wie Jörg Baberowski, Herfried Münkler, Bernd Lucke.

Von der NS über die SA zu den 68ern und der Antifa

In den 20er und frühen 30er Jahren sorgten NS-Studenten analog zur SA auf den Straßen regelmäßig für Krawall und Schreckensherrschaft an den Universitäten.
Die 68er Studenten, die gleichwohl einen gesellschaftlichen Umsturz herbeiführen wollten, betrieben als Linke ihren Terror gar gegen linke Professoren und gegen ihre Ideologiebereiter selbst.

Die organisierte, gegenwärtige „Antifa“ rekrutiert für ihren Terror ihre Aktivisten wie weiland die NS-Studentenschaft (und die SA) aus einem akademischen und gesellschaftlichen Lumpenproletariat.

Nicht nur die linke Intelligenzia in der jungen wie dann besonders in der „reiferen“ Bundesrepublik glaubte, uns – die Allgemeinheit, die Heranwachsenden, die Alten – mit Sprüchen wie „wehret den Anfängen“ mahnen zu müssen. Und alle versagten. Mit „Wehret den Anfängen!“ wurde schon unter Willy Brandt – “Mehr Demokratie wagen!“ – der sog. Radikalen-Erlass, damals gegen „Linke“ gerichtet, im Sinne einer Staatsräson begründet. War es schon die „Blaupause“ für die späteren Aktivitäten „gegen Rechts“?

Ich muss meiner Tochter unumwunden darin recht geben, wie sie die Herausbildung von Gefahren in einer angeblich stabilen Demokratie und Rechtsstaat sieht. Mit all den Anteilen, die das Volk, die „Untertanen“ dabei selbst haben und es den Mächtigen ermöglichen, ihre Spiele zu betreiben.
Und wir haben über Kants Aussage gesprochen, welche manches – aber nicht alles – erklären kann:

„Es ist so bequem, unmündig zu sein. Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat, einen Seelsorger, der für mich Gewissen hat, einen Arzt der für mich die Diät beurtheilt, u.s.w. so brauche ich mich ja nicht selbst zu bemühen. Ich habe nicht nöthig zu denken, wenn ich nur bezahlen kann; andere werden das verdrießliche Geschäft schon für mich übernehmen.“

Darin liegt wohl eine der Ursachen, dass sich Geschichte in vielen Aspekten wiederholen kann.

***

*) Blogger „altmod“ (http://altmod.de/) ist Facharzt und seit vielen Jahren Kolumnist bei conservo

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Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. Wer jedoch andere Foristen mehrfach persönlich angeht, beleidigt oder unflätig beschimpft, wird nach einer dreimaligen Verwarnung vom Diskussionsforum ausgeschlossen. Maria Schneider Beiträge bitte an Maria_Schneider@mailbox.org Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen emails und auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zu Eigen. Diese Erklärung gilt für alle in und mit meiner Internetadresse/emails angebrachten Links. 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30 Antworten zu Geschichte wiederholt sich nicht! – Wirklich?

  1. Dr. Gunther Kümel schreibt:

    Das ist Lambert, SPD, Justizminiterin. Mit Rechtsstaat hat sie weniger im Sinn:
    Es gibt einen neuen Straftatbestand. Sollte sich dagegen richten, daß Leute Listen mit Namen und Adressen veröffentlichen, die sie als ganz böse Gegner bezeichnen.
    Natürlich ganz großes Geschrei bi den Linken: DAS GEHT DOCH NICHT !!!
    Jetzt hat die Justizschranze eine Menge Formulierungen eingeflochten, daß die Linken beruhigt weiter Gewalthetze betreiben dürfen: SONERRECHT für LINKE:

    https://www.compact-online.de/linkes-sonderrecht-christine-lambrecht-spd-will-antifa-feindeslisten-fuer-legal-erklaeren/?mc_cid=dab15fdc9e&mc_eid=c0649f8661

    „IUSTITIA REGNORUM FUNDAMENTUM“
    Ein schöner Spruch und doch ein böser Witz:
    „IUSTITIA“ im Munde der Gemeinheit
    heißt nicht „Gerechtigkeit“, heißt nur „JUSTIZ“!

    (Franz Grillparzer)

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  2. ceterum_cense schreibt:

    Goodbye teures Grundgesetz,
    Du warst ein lebenslanger Begleiter und schienst lange ein verläßlicher Garant für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit – bis Du im Jahre 2020/21 von der MerKILL – Junta und -Diktatur endgültig zu Grabe getragen wurdest. R.I.P.

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  3. Shinobi schreibt:

    Amigo-Affäre jetzt auch in der GroKo ?

    „Eine große Sauerei“: Bundesregierung genehmigt 71 neue Top-Beamtenstellen
    https://www.focus.de/politik/deutschland/aerger-aus-der-fdp-fraktion-eine-grosse-sauerei-bundesregierung-genehmigt-sich-71-neue-top-beamtenstellen_id_13252996.html

    Die Bundesregierung hat kurz vor der Bundestagswahl neue Top-Beamtenstellen der höchsten Besoldungsgruppe B in den Ministerien geschaffen. Eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion ergibt, dass die Große Koalition seit Jahresbeginn 71 zusätzliche Stellen geschaffen hat.

    Die meisten neuen Spitzenjobs hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) mit 18 zusätzlichen B-Stellen geschaffen. Das geht aus der Anfrage der FDP hervor, die der „Bild am Sonntag“ vorliegt. Jeweils elf neue Top-Jobs schufen Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU).

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  4. Shitlord schreibt:

    Ich habe so den Eindruck, dass die Leute, die das gerade alles fein finden, es gar nicht leiden können, wenn man ihnen sagt, dass wir jetzt (als Positivum) zumindest wissen, wie „das damals“ passieren konnte.

    Fairerweise muss man aber dazusagen, dass Corona eigentlich eh keine Sau mehr interessiert. Ich bin letzte Woche über zwei Grenzen gefahren. Bei der Hälfte waren zumindest Polizisten; die interessierte das aber nicht. Die E-Mail von der Frau von der Behörde, wo ich das als braver Untertan natürlich melde, ist auch nur noch ein Auto-Reply („danke für Ihre Meldung; wir werfen die jetzt direkt in Ablage P“).

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  5. gerdsoldierer schreibt:

    Welch ein Glück für die Regierenden, daß die „Alternativen“ kein Netzwerk, keine systematisch- sachkundige, argumentative ideologisch fundierte Agitation auf die Beine kriegen,
    sie erzählen u. träumen….

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  6. Ingrid schreibt:

    Danke für ihre vielen guten Gedanken.

    Man hat den Eindruck, dass dieses Land in Agonie untergegangen ist. Es ist nicht Gleichgültigkeit oder Interessenlosigkeit, es ist einfach Hilflosigkeit und auch Unterwürfigkeit und der Glaube, so schlimm kann es nicht werden, es wird schon wieder!!!

    Wäre dem Volk die wirkliche Gefahr bewusst, in dem sich unser Land befindet, wohin diese Regierung will, dann würden viele in Panik geraten, so aber ist die Propagandamaschine unserer Presse, der schlimmste Verblöder des Volkes und williger Helfer der Politik.
    Wir müssen ja nur die ,,Pandemie und die Viren“ überstehen, dann ist alles wieder gut.

    Auch 1933 haben die Menschen nicht geahnt, zu welchem Monster dieser Mann mutiert ist, aber auch da waren es die willigen Helfer die größte Schande.
    Denn wo der Faschismus und der Kommunismus herrscht, ist für den Katholizismus kein Platz mehr und darauf steuern wir hin und das auch noch mit der Hilfe unsere kirchlichen Anführer.
    Es sind nicht die Pfarrer und Priester, denen man die Schuld dafür geben muss, nein es sind die Machtgierigen, denn auch denen scheint das Volk egal zu sein.

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  7. theresa geissler schreibt:

    Jaja! Mit der Haussuchung beim Richter in Weimar hat nicht nur die Junge Freiheit, sondern auch David Berger (PP) sich schon beschäftiggt!
    Ich habe es gerade drei Tagen her übersetzt:

    Vonnis tegen Corona-maatregelen: Huiszoeking bij Weimarse rechter Dettmar

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    • Dr. Gunther Kümel schreibt:

      Theresa Geissler,
      Meines Erachtens wäre Laschet immer noch sehr viel besser als Kanzler als dieses militante Lenchen. Aber Laschet wird darauf angewiesen sein, Koalitionspartner auszuwählen, wenn überhaupt er es sein wird, der den Auftrag zur Regierungsbildung bekommt. Schwarz-Grün, darauf wird es wohl hinauslaufen, wenn nicht sogar rot-ROT-grün, also SPD, SED, Verrückt-PD.
      Es ist nichts so schlimm, daß man sich nicht noch etwas viel Schlimmeres ausdenken kann.
      Ich bin ja sowieso der Meinung, daß es leider nicht wirklich drauf ankommt, welche Partei oben ist. Sie verfolgen allesamt nicht etwa „das Wohl des Deutschen Volkes“ (das steht im Grundgesetz). Sondern, sie verfolgen die Agenda des Globalismus-NEO-Liberalismus (BARNETT), WEF. Natürlich sind die Grünen die Schlimmsten.

      Kennen Sie Frau Wagenknecht? Sie gehört der Linken an, wie ihr Ehemann Lafontaine.
      Aber diese zwei beiden sind DENKENDE Linke! Überhaupt finde ich, das Schema Rechts-Links ist zu einem leeren Spiel mit Worten geworden, hinter denen kein Begriff mehr sitzt.
      Es gibt nicht mehr R-L, sondern nur noch Denkende und Verblödete. Aber in der Partei der Linken ist Frau Wagenknecht selbst verhaßt, obwohl sie bei weitem die Fähigste ist. Interessant: In Thüringen hat die Linke Wagenknecht aufgestellt, die CDU den früheren Präsidenten des Verf.-Schutzes Maaßen, ebenfalls ein Denkender, der in seiner Partei (CDU) verhaßt ist. Die beiden als Kanzler und Vizekanzler?

      Sie fragen nach Spahn.
      Damit bringen Sie mich in Verlegenheit, denn mir fällt keine Bezeichnung für ihn ein, die man in Gegenwart von Damen gebrauchen möchte. Er zeichnet sich nicht durch Klugheit aus, schon gar nicht durch Integrität, Sauberkeit. Er ist ungebildet und dummfrech.

      Vor Hunderten von Jahren gab es einen sehr streitbaren Prediger in Wien, Abraham a Santa Clara.
      In einer besonders scharfen Predigt wendete er sich an die Damen der Hofgesellschaft und ihre recht lockere Sittlichkeit: „… sie sind nicht einmal wert, daß man sie anspuckt!!“
      Der Kaiser ermahnte ihn: ganz so böse könne er das nicht ausdrücken, er müsse das in seiner nächsten Predigt zurücknehmen.
      Nächste Predigt:
      „Gestern habe ich über die Damen des Hofes gesagt, sie wären es nicht einmal wert, daß man sie anspuckt.“ Hier machte der Prediger eine lange Pause.
      „Nun, ich muß nach manchen Ermahnungen zugeben, daß ich dieses Wort zurücknehmen muß! Ich habe genau nachgedacht und weiß es nun besser. Die Damen des Hofes sind es voll wert, daß man sie anspuckt !!!“
      Wenn ich Richter wäre, und müßte über die BRD-Regierung richten, kämen vielleicht harte Urteile heraus. Aber Spahn, dieses korrupte … …, das würde ich nicht einmal anfassen.

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      • theresa geissler schreibt:

        Werter Dr. Kümel,
        Ja, der Meinung bin ich selbst also ach, das heisst,, soweit ich aus meiner Heimat die Lage beurteilen kann; Wáre ich Deutsche, ich würde mich am Ende doch noch lieber für den Laschet entscheiden,, als für das Baerböckerle, denn fast nichts schlimmeres wie einem ‚Grünen‘! Aber zugleich gebe ich ohne Weiteres zu dass es eine bittere wahl wäre, die schliesslich fast nichts bringen würde.
        Sahra Wagenknecht? Ja, von der habe ich gehört und gelesen:
        Eine Die-hard-Kommunistin, die damals dem Untergang der DDR bereut hat. Und freilich, wer hat den nicht von ihrem Gatten Oskar Lafontaine gehört?
        Denkende Linken, den Beide? Schon möglich. Aber immerhin noch LINKEN, und Entschuldigung, aber in dieser Qualität kann ich persönlich nichts damit anfangen. Dass sie innerhalb den Linken inzwischen verhasst sind, lässt sich gut vorstellen: Denken Sie sich mal: Eine ganze Sammlung Linksfanatiker,, die wohl alle für sich zu wisssen meinen, WIE dier Welt sich verbessern sollte…da sei es klar, dass diejenigen, die einer bestimmten Periode dat höchste Wort gehabt haben, nach einer Weile von manchen Sonstigen, die meinen, E. u. A. besser analysieren zu können,, verhasst werden, oder? Ein Linke ist auch nur ein Mensch! Ha Ha! Aber aller Spass beiseite: Für mich ist es also kein Grund um mit einer Wagenknecht oder einem Lafontaine etwas anfangen zu können, ebensowenig, wie mit irgendeinem sonstigen Linken, leider…
        Und was dem Spahn angeht, bin ich schliesslich Ihrer Meinung: Zwar gilt er allgemein als Konservativ, jedoch fehlt ihn tatsächlich jede Stabilität une Erwachsenheit. (Haben Sie übrigens den Artikel Marias schon gelesen, ein paar Monaten her? Ich fand es gerade amusant:
        https://conservo.wordpress.com/2021/02/23/jens-spahn-und-die-elektronische-patientenakte-aus-der-deutschen-vergangenheit-nichts-gelernt/)

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  8. luisman schreibt:

    Der Vertrag von Versailles, dem sich das deutsche Volk als Kriegsverlierer unterwerfen musste trug zur Not im Volk bei. Doch zugleich gab es die Weltwirtschaftskrise, was Wachstum kaum ermoeglichte und einfach zu viele Unsicherheiten mit sich brachte, als dass sich Investoren wieder langfristig engagierten.

    Und heute haben wir Vertraege die sich die deutsche Regierung ganz ohne Not selbst angetan hat, so dass wir fuer den Rest von Europa immer wieder zahlen muessen, waehrend die eigene Infrastruktur dahinrottet. Wirtschaftliche Freiheiten sind unter einer 70% Abgabenlast eigentlich Makulatur. Die untere Mittelschicht ist meist nach wenigen Monaten fehlenden Einkommens am persoenlichen Bankrott angelangt. Das Revolutionspotential wird mit Hartz4 gemildert.

    Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich.

    Zum oben gesagten will ich hinzufuegen, dass es inzwischen nicht mehr rueckgaengig zu machen ist, sich eine eigene Unterklasse herangezuechtet zu haben, die keine Moeglichkeit hat sich wirtschaftliche Freiheiten zu Nutze zu machen und dauerhaft von den Produktiven alimentiert werden muss. Das sind so um die 50%, wie in allen anderen westlichen ‚Sozialstaaten‘, und deren Anteil steigt unaufhoerlich, solange der Sozialstaat noch existiert. Im diesem Sinne sehe ich der Kanzlerin Annalena mit Freude entgegen, denn die wird die Karre ganz in den Dreck fahren. Besser ein Ende mit Schrecken…

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    • gelbkehlchen schreibt:

      Du siehst dem Ganzen mit Freude entgegen, weil Du auf den Philippinen lebst.

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      • theresa geissler schreibt:

        Aber Recht hat er trotzdem, guter Freund; da braucht man keiner Glaskugel dazu!

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        • gelbkehlchen schreibt:

          Theresa, ich wollte damit sagen, dass luisman es auf den Philippinen nicht mitbekommt, wenn Deutschland den Bach runter geht, ich z.B. schon. Ich wünsche mir auf jeden Fall Schnattalena nicht als Bundeskanzlerin.

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        • theresa geissler schreibt:

          Ganz klar, dass Du das gemeint hast, und somöglich noch klarer, dass Du der grüne Gör nicht als Kanzlerin willst, glaub‘ mir mal ‚was.
          übrigens glaube ich denn auch nicht, dass sie es am Ende wird: Irgendwie im Hinterkopf werden eure Politiker doch auch schon wissen, es gibt… naja, lass‘ uns sagen: noch etwa weniger instabilen Kandidaten.
          Ein Grüner im Regierungsamt, das geht am Ende niemals gut – was jeder, sei es manchmal unausgesprochen, auch weisst. Ich glaube sogar,, in de Niederländen wissen die Grünen (GroenLijjks) es selbst auch:
          Sie haben bisher nämlich niemals ernsthaft versucht, mitregieren zu können; klärlich fühlen sie sich besser zuhause in der Opposition.

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        • Dr. Gunther Kümel schreibt:

          Theresa Geissler,
          Also haben wir die „Wahl“ zwischen Baerbock und Laschet??
          Das erinnert an Odysseus!
          Oder Pest und Cholera.

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        • theresa geissler schreibt:

          Tja, Werter Herr Kùmel…..
          Ich kann mich gut vorstellen, das SEI am Ende nicht einmal eine Wahl: Zwar sei der Laschet – wenn ich mich nicht irre – ein CDU-Mann, aber ein MERKELS’cher CDU-Mann; völlig klar, dass Ihr Deutsche damit keinen Schritt weiter kommt.
          An Ihrer Stelle würde ich wohl sagen: ‚Alles… nein, nicht besser,, sondern : weniger schlimm wie einer Grünen‘ aber selbstverständlich kann ich hier nicht für die Deutsche sprechen: Freilich weisst Ihr mehr von dem Laschet ab, wie ich, und sieht Ihr umso deutlicher die Nachteile, denen ihn ankleben…
          Ein richtig Konservativer CDU’ler wäre in dieser Fall m. A. n. die best denkbare Lösung, jedoch, gibt es bei Euch bisher einer solchen Kandidaten? (Der Niederländischen ‚Wiki‘ nach ist der ‚Jensi‘ Spahn ein ‚Konservativer CDU’ler; was halten Sie denn davon?)

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        • gelbkehlchen schreibt:

          Maaßen tritt bei der Wahl an!

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        • theresa geissler schreibt:

          @gelbkehlchen: Na also: Das könnte schlimmer sein, oder…?
          Ich habe gerade noch einen aufs Niederländisch übersetzten Artikel über ihm gefunden:
          https://eunmask.wordpress.com/2021/02/15/hans-georg-maasen-merkel-lockdown-politiek-is-catastrofaal-voor-democratie-en-rechtsstaat/
          Der käme mir vor wie einer erheblicher Verbesserung; auch noch Einer vom WerteUnion!

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      • luisman schreibt:

        @gelbkehlchen
        Was wuerde sich denn unter Laschet zum Positiven wenden, wenn die ganzen Klaschhasen von Merkel immer noch im Kabinet sind, weiterhin in den Landesparlamenten, auf den Richterstuehlen, usw. Wenn Laschet wirklich etwas tun wuerde, kann Merkel aus dem Hintergrund intrigieren, und haette Soedolf als Permanentstaenkerer gegen ihn.

        Wir hatten ja mal rot-gruen, und damals sagten die Gruenen zu allem ja und amen. Jetzt wird es wohl gruen-schwarz und die CDU wird zu allem ja und amen sagen, wie sie es unter ihrer Gottkoeniging gewohnt sind.

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        • gelbkehlchen schreibt:

          Im stillen und ganz leise hoffe ich, dass Laschet die Täuschung (Taquija) genauso beherrscht wie Merkel selbst auch, sie hatte 2010 schon mal gesagt Multikulti ist total gescheitert. Nur durch Täuschung und Anpassung an linksgrüne Doktrin konnte sie sich so lange halten. Ich hätte dieses auch Merz zugetraut. Auch Laschet hat schon einmal Merkel widersprochen. Um diese Klatschhasen zu beherrschen, muss man täuschen genauso wie Merkel selbst auch. Bei Laschet könnte man noch hoffen, dass er die Täuschung beherrscht. Bei Schnattalena ganz sicher nicht, die ist einfach zu dumm und zu sehr von ihrer Ideologie überzeugt. Sie erkennt nicht, dass nicht der Klimawandel der Untergang ist, sondern die Zerstörung der Wirtschaft und der Technik durch die Ideologie des Klimawandels, wobei man schon erkennen kann, dass nur die schlechten Seiten der Erwärmung aufgezählt werden und nicht auch die guten Seiten, dass diese Ideologie eben Ideologie ist und nicht Wirklichkeit. Zum Beispiel hat Professor Harald Lesch, auch ein Systemknecht des mainstream, vor längerer Zeit in einem Video über die Warmzeiten nach der Eiszeit gesagt, dass in wärmeren Zeiten als heute die Sahara voll belebt und keine Wüste war. Offensichtlich hatte sich der Tropengürtel durch die wärmere Zeit weit nach Norden ausgedehnt, so dass es genug Niederschläge in der Sahara gab. Solche Vorteile einer Erwärmung zum Beispiel werden gar nicht erwähnt. Dadurch kann man schon erkennen, dass es Ideologie ist und keine Wirklichkeit. Aber eine Schnattalena ist zu dumm, das zu erkennen. Einem Laschet konnte man das vielleicht noch zutrauen.

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    • theresa geissler schreibt:

      Da könnten Sie sehr gut Recht haben, was der „Kanzlerin Annalena“ angeht, meine ich; Ich sehe das genau so vor mir:
      Sie ist ja eine Grüne, und solche Grüne Typen sind auch uns in den Niederländen nicht unbekannt: Himmelbestürmer erwähnen sie sich alle, aber zum regieren ist wirklich keiner von ihnen fähig!
      Faktisch sollte die Annalena Geschichte schreiben,, wenn sie jetzt auf Einmal Kanzlerin würde, aber es würde am Ende sicherlich eine Katastrophale Geschichte sein!

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  9. luisman schreibt:

    Hat dies auf Nicht-Linke Blogs rebloggt.

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  10. Dr. Gunther Kümel schreibt:

    Die Erwartung, die Bundesrepublik könnte entsprechend den Setzungen im Grundgesetz eine liberale Herrschaft zum „Wohle des Deutschen Volkes …“ (GG, Art.56) sein, ist trügerisch von Anfang an. Von Anfang an birgt die Parlamentarische Demokratie die Möglichkeit autoritärer Herrschaft von mächtigen Partialkräften. Schließlich wurde sie von den „Gründungsvätern der USA“ zu eben diesem Zweck erfunden. Ulbricht: „Es muß alles demokratisch aussehen, aber wir müssen natürlich die absolute Kontrolle haben!“
    Die Einschläge kommen näher. Es ist ein ganz besonderes Verdienst von altmod, die Symptome der offenen Hinwendung zum autoritären Wechselbild in der Zwillingsnatur des BRD-Systems aufzuzählen. Die Annulierung der Thüringen-Entscheidung ist ein weiteres Symptom.

    MERKEL, ganz offen schon 2005: „Deutschland hat keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft für alle Ewigkeit!“ und: „Es sind wieder Prioritäten zu setzen.“

    Jetzt sieht es eben auch nicht mehr „demokratisch“ aus.
    Es ist sehr wichtig, darauf lauthals hinzuweisen und den Finger beharrlich in der Wunde zu lassen!

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  11. Dr. Gunther Kümel schreibt:

    Es ist eine gängige Frage, die nicht nur Ihre Tochter stelt: „Wie konnte es denn bloß zur „Ermächtigung“ autoritärer Herrschaft in Deutschland kommen!??“
    .
    Die Frage ist berechtigt, aber dennoch falsch gestellt.
    Die Weimarer Republik war nicht die freiheitliche Demokratie, die ihre Verfassung definiert hätte.
    In den 10 Jahren von 1923 bis 33 (also nach Nachkriegswirren und Inflation) waren etwa 15 Kabinette und Kanzler vergeblich bemüht, die brennendsten Problenme zu lösen, erfolglos!
    Viele waren nur wenige Monate im Amt. Es gab ein rundes Dutzend parlamentarisch genehmigte „Ermächtigungsgesetze“, die letzten drei Kanzler vor Hitler regierten offen autoritär (mit Notverordnungen); nicht weil sie die Diktatur liebten, sondern weil sie nicht anders konnten.
    .
    Zweitens war die Zeit von 1928/29 (Weltwirtschaftskrise) derart katastrophal für das Deutsche Volk im Reich und in Österreich, daß sich heute keiner eine Vorstellung davon machen kann. Es ist wichtig zu wissen, daß es die NSdAP erst 1928 zu einer ansehnlichen Vertretung im Reichstag schaffte. Vorher war sie eine kleine Splitterpartei. Wer damals „Arbeit und Brot“ versprach, konnte Wahlerfolge verzeichnen. Das Bekenntnis zum Deutschen Volk war damals Allgemeingut. Es gab überhaupt keine Partei, die sich gegen dieses Bekenntnis gestellt hätte (gerade umgekehrt ist es heute!). Sogar von Thälmann sind Zitate bekannt, in der er in geradezu hymnischen Worten seine Liebe zum Deutschen Volk ausdrückte (heute käme er ins Gefängnis dafür).

    Es war also die Selbstverständlichkeit (und Notwendigkeit) autoritärer Herrschaft zusammen mit einer völlig unfaßbaren Not am Lebensnotwendigen, die zuletzt die Zuflucht zu einer (vom Reichstag beschlossenen) autoritären Herrschaft von 4 Jahren ermöglichte.

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    • altmod schreibt:

      Sg. Herr Kümel,
      meine Tochter stellte die Frage in einer Zeit und unter Bedingungen, die sie persönlich erlebt und natürlich zutreffend hält. Sie ist eine kluge und gebildete Frau, welche die Verhältnisse von den 20er Jahren bis 1933 verstanden hat: mit einer mehr als fragilen Demokratie und der Herabwürdigung der Menschen durch die wirtschaftlichen Verhältnisse und einer Diskreditierung des deutschen Staates und Volk durch Versailles. Es gibt keine Notwendigkeit und Selbstverständlichkeit von autoritärer Herrrschaft, es sei denn, eines des Charakters und der Würde beraubte Mehrheit eines Volkes will dies.
      Es gab und gibt in dem „neuen Deutschland“, das sie kennt, keine derartigen Verhältnisse und Verelendungen, welche die derzeitigen Charakterverwerfungen erklären. Das kann einen denkenden jungen Menschen in Verzweiflung bringen. Nicht von ungefähr sprachen wir über das Zitat von Kant.

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      • Dr. Gunther Kümel schreibt:

        Lieber altmod,
        Es lag mir völlig fern, Ihre Tochter zu kritisieren, ihre Frage ist ja vollends berechtigt.
        Meine Antwort darauf sollte keineswegs implizieren, ich hielte autoritäre Herrschaft für erstrebenswert. Ich befürworte ganz im Gegenteil eine grundlegende Reform der Demokratie zu einer Teilhabe-Herrschaft des Volkes. Ich halte aus guten Gründen und aus gegebenem Anlaß die parlamentarische Form der Demokratie für eine Zerrform.
        Weder die diversen Ermächtigungsgesetze der W. Rep. noch die autoritäre Herrschaft der Kabinette vor Hitler und auch nicht die Ermächtigung Hitlers ist auf ein grundsätzliches Befürworten autoritärer Herrschaft zurückzuführen. Sondern, auf die systematische Unmöglichkeit, der Not des Volkes und Reiches und den Nöten der Republik noch mit den Mitteln der parlamentarischen Demokratie beizukommen: „Videant consules…!“
        Dies können die heute Herrschenden selbstverständlich nicht in Anspruch nehmen und deshalb begrüße ich Ihren Artikel aus voller Überzeugung.

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    • theresa geissler schreibt:

      Genau! Das war eben mir schon klar, denn ich habe vorher mal schon bemerkt, dass wir in Holland dies in den 70er Jahren sogar in den Schulen lernten.
      Selbstverständlich keine Entschuldigung, sondern eine Tatsache.

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  12. gelbkehlchen schreibt:

    Das letzte von Immanuel Kant sagt alles:
    „Es ist so bequem, unmündig zu sein. Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat, einen Seelsorger, der für mich Gewissen hat, einen Arzt der für mich die Diät beurtheilt, u.s.w. so brauche ich mich ja nicht selbst zu bemühen. Ich habe nicht nöthig zu denken, wenn ich nur bezahlen kann; andere werden das verdrießliche Geschäft schon für mich übernehmen.“

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