Wenn über Grapschen nicht berichtet werden darf

– BAG hat über einen Fall mit umgekehrten Vorzeichen entschieden

(www.conservo.wordpress.com)

von Albrecht Künstle

Früher Hexenverbrennungen – heute gesellschaftlicher Tod. Handlanger gibt es immer.
Feuerhinrichtung von Anneken Hendriks in Amsterdam 1571

Ich gebe es zu, ich bin ein Triebtäter. Auch im Ruhestand treibt mich die Gier (Neugier) an, mich über neue Urteile des Bundesarbeitsgerichts BAG zu informieren. Denn in der aktiven Phase meiner Vita pinselte ich selbst an Urteilen des Landesarbeitsgerichts Freiburg mit. Offensichtlich zum Wohlgefallen des Vorsitzenden Richters, der mein altersbedingtes Ausscheiden bedauerte mit den Worten, „ich darf Ihnen versichern, dass Ihr fachkundiger Rat für mich immer wertvoll war und ich vor allem im Bereich der Betrieblichen Altersversorgung einiges von Ihnen gelernt habe.“ Das klingt doch etwas anders als der Oberpolizist neulich, der meine „Perspektive auf Aspekte der Rechtsstaatlichkeit, die Rechtmäßigkeit staatlichen Handelns“ anzweifelte.

Was aber jetzt aktuell vom BAG reinkam, ist delikat. Lange bevor die Zeitungsverlage ihren MitarbeiterInnen medizinische Masken verpassten, wurden Maulkörbe verteilt. Anders als im Fall Relotius wurde nicht berichtet, was gar nicht geschehen war, sondern es durfte und darf nicht über tatsächlich Geschehenes berichtet werden. So durfte z.B. ein Redakteur nicht berichten, was ihm bei seiner Arbeit widerfahren war. Er war nämlich im Dienst begrapscht worden.

Im September 2017 nahm der Kläger im Rahmen einer Dienstreise in die USA an der Standort-Eröffnung eines deutschen Unternehmens teil, um darüber für die Zeitung zu berichten. Der Artikel enthielt u.a. die Schilderung, was sich während der Eröffnung am abendlichen Buffet zwischen dem Redakteur und der Unternehmerin zugetragen hatte. Auf die Erklärung des Gastes, er esse nichts, da er „zu viel Speck über‘m Gürtel“ habe, kniff die Gastgeberin dem Redakteur in die Hüfte. Verletzungen trug er aber keine davon, wo lag dann das Problem?

Diese Passage wurde von der Redaktion der Zeitschrift „W.“ gestrichen. 2017 fragte der Schreiberling seinen Chefredakteur, ob der Vorfall nicht doch noch im Rahmen der „#MeToo-Debatte“ veröffentlicht werden könne?Dies lehnte der Chefredakteur ab – vielleicht bedauerte er, warum bin ich da nicht selbst hingeflogen? Der Ankündigung dieses Redakteurs noch mit Berufsethos, den Beitrag anderweitig zu publizieren, lehnte der Chefredakteur ebenfalls ab. 2018 erschien in einer anderen Zeitung sein Beitrag doch, mit dem Titel „Ran an den Speck“. Die Zeitung erteilte dem Redakteur daraufhin eine Abmahnung. Mit seiner Klage begehrte er deren Entfernung aus der Personalakte. Wer mehr wissen will, hier ist die Pressemitteilung des BAG.

Und die Moral von der Geschicht‘? Wie gut, dass es Corona gibt – heute gibt es keine solche Dienstreisen mehr, bei denen allerhand passieren kann. Und wer meint, Pressefreiheit sei eine Verpflichtung zu „schreiben was ist“, der irrt. Pressefreiheit ist die Freiheit der Presse, bestimmen zu dürfen was in der Zeitung steht und was nicht. Das (Un)schöne daran: Warum passiert eigentlich nie mehr als in der Zeitung steht? Spaß beiseite, jetzt unter uns:

Die unternehmungslustige Unternehmerin hat die ganze Zeche bezahlt, und da soll sie nur über das Fleisch auf den Tellern verfügen dürfen? Und warum sollte der Redakteur den trockenen Artikel nicht humoristisch anreichern dürfen? Sind denn #MeToo etwa die Heiligen Kühe der Inder, wie die Unantastbarkeit des Propheten oder die unserer Meinungsmacher? Der Gezwickte (ein Opfer?) ist nur wegen der Abmahnung unterlegen. Ich kenne einen Zeitungsmacher aus der Region, der wegen seiner beobachtenden Teilnahme an einer Corona-Demo bei den KollegInnen und seinem obersten Chef in Ungnade fiel und seine Arbeit verlor. Corona ist wirklich gefährlich.

****

*) Der Autor Albrecht Künstle, Jahrgang 1950, ist im Herzen Südbadens daheim, hat ein außergewöhnlich politisches Erwerbsleben mit permanent berufsbegleitender Fortbildung hinter sich. Im Unruhezustand schreibt er für Internetzeitungen und Nachrichtenblogs der Freien bzw. Alternativen Presse zu den ihm vertrauten Themen Migration, Religionsfragen, Islam, Kriminalität, Renten, Betriebliche Altersversorgung, Wirtschaftsthemen u.a.. Zuvor schrieb er für Fachzeitschriften und seine Regionalzeitung, fiel aber bei ihr politisch in Ungnade.

Kuenstle.A@gmx.de

www.conservo.wordpress.com  

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. Wer jedoch andere Foristen mehrfach persönlich angeht, beleidigt oder unflätig beschimpft, wird nach einer dreimaligen Verwarnung vom Diskussionsforum ausgeschlossen. Maria Schneider Beiträge bitte an Maria_Schneider@mailbox.org Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen emails und auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zu Eigen. Diese Erklärung gilt für alle in und mit meiner Internetadresse/emails angebrachten Links. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Zu diesem Zeitpunkt waren keine Rechtsverstöße ersichtlich. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Websites ist ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden jedoch derartige Links umgehend entfernen. Maria Schneider 10.11.2020
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Antworten zu Wenn über Grapschen nicht berichtet werden darf

  1. Pingback: Von wegen Black Lives Matter: Wie der Sklavenhandel im Orient florierte – und über 17 Millionen europäische wie afrikanische Opfer forderte – Willibald66's Blog/Website-Marketing24/Verbraucherberatung

  2. Pingback: Von wegen Black Lives Matter: Wie der Sklavenhandel im Orient florierte – und über 17 Millionen europäische wie afrikanische Opfer forderte – website-marketing24dotcom

  3. Ulfried schreibt:

    Neues aus dem Odenwald. Im Bienenstock wurde jetzt eine neue Königin geboren. Hab heut den Spitzkohl freigehackt. Das wird das nächste Sauerkraut. Heute Kartoffelkäfer bekämpft. Es gibt viel zu tun. Am Mittwoch werden wir den Häufelpfug erstmals an den Agria anbauen, hoffentlich passt alles. Danach wird der Kürbis gepflanzt.
    Packe ich an oder schwatze ich?
    Dann wird die neue Wasseranlage installiert.
    Reden ist Silber, Handeln ist Gold. Wer imstande ist seine eigene Versorgung zu leisten, ist besser dran wie Jemand der Geld druckt. LG Ulfried

    Gefällt mir

  4. Ulfried schreibt:

    Hab mir obigen Beitrag zweimal durchgelesen und verstehe immer noch nicht was der Autor sagen will. Kann mir da mal irgendwer erklären…? Hab leider nur MITTLERE REIFE!
    Auch die Gender- Polemik:
    „(…)ihren MitarbeiterInnen…“
    Mitarbeiter im Plural genügt doch. Da sind alle Geschlechter inbegriffen.
    Was soll der Zinnober?

    Gefällt mir

  5. ceterum_censeo schreibt:

    Wie denn? Grapscht hier keiner? 😇 😇 😇

    Gefällt 1 Person

Kommentare sind geschlossen.