Kirchen halten Gläubige wegen Corona weiter auf Abstand

– Eindrücke von einem Gottesdienstbesuch nach langer Zeit
– Wassermangel, und was die Geistlichkeit sonst noch bewegt

(www.conservo.wordpress.com)

Von Albrecht Künstle *)

Kirche in Georgien. Bild: Maria Schneider

Das „Patrozinium“ ist eines der Hochfeste katholischer Kirchengemeinden. Es handelt sich dabei um die Feier des Schutzpatrons der Gemeinde und ihrer Kirche. Diesen Gottesdienst zu Ehren Johannes des Täufers besuchte ich vergangenen Sonntag in meinem Geburtsort Ringsheim. Doch ich glaubte meinen Augen nicht zu trauen: Am Eingang immer noch namentliche Einlasskontrollen wie bei einem Gefängnisbesuch. Immerhin musste man keine Begründung abgeben, weshalb man gekommen sei und was man da zu suchen habe. In dem über 10 Meter hohen Kirchenbau, der fast Verhältnisse bietet wie im Freien, waren immer noch Abstände von zwei Metern einzuhalten und trotzdem Masken zu tragen. 

Hallo ihr Kirchenleute: die „Pandemie“ (die keine war) hat Sommerurlaub! Zwar wird immer noch auf Teufel-komm-raus getestet. Vorvergangene Woche waren es mit über 708 Tausend PCR-Test-Testen immer noch halb so viele wie in der Spitzenwoche 12 dieses Jahres. Aber die PCR-Treffer betrugen noch 1,44 Prozent, aktuell nur 0,96 Prozent. Davon gelten nicht einmal die Hälfte als infektiös. Am Samstag davor hatten wir noch ganze 16 500 Einwohner in ganz Deutschland, die wegen dem angenommenen Zweiwochenzeitraum noch als latent Corona-positiv gelten – 0,004 Prozent der Menschen. Auf das 2500-Seelendorf Ringsheim heruntergerechnet wären das 0,1 gefährliche Ringsheimer – und ich als besonders gefährlicher (?) Herbolzheimer Gast.

Selbst wenn ein ganzer Infektiöser unter den wenigen Kirchgängern gewesen wäre, errechnet sich die Wahrscheinlichkeit der Ansteckung anderer anhand des aerosolwissenschaftlichen Rechners des Max-Planck-Instituts so: Angesichts des Kirchenraumvolumens würde der infektiös ohne Mundschutz Betende mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,01 Prozent einen beliebigen Kirchenbesucher infizieren, bzw. mit 0,15 Prozent den unmittelbar nächsten der 80 Gottesdienstbesucher. Und dieser wäre dann genauso wenig dem Tod geweiht wie der nicht Kranke mit Corona. Wäre er wirklich krank, ginge er kaum in die Kirche, sondern würde den Herrgott einen guten Mann sein lassen.

Was reitet also die Kirchenoberen, der ihnen anvertrauten Herde noch mehr Angst zu machen als es die Politiker tun? „Fürchtet euch nicht“, heißt es in der Bibel. Haben diese Herrschaften so wenig Vertrauen in die Robustheit der „Kinder Gottes“? Oder wird den Pharmazeuten und Ärzten weniger Heilkompetenz zugestanden, als der Kirche für das Seelenheil der Menschen? Stattdessen wird falsch Zeugnis geredet, wenn trotz der gottseidank eingetretenen Virus-Sommerflaute noch immer der Teufel an die Wand gemalt wird. 

Ich verzichtete auf das Singen hinter meiner Maske, obwohl ich als Tenor gerne singe. Apropos Masken: Unser Bischof Stephan Burger aus Freiburg schreibt in seiner „Instruktion“ genau vor, welche OP-Masken oder Atemschutz zu benutzen sind, FFP2, KN95, N95, KF94 oder KF99. Die spinnen doch, dachte ich. Aber immerhin müssen diese nicht alle übereinander getragen werden. Das wäre auch durch die Türsteherinnen noch schwerer zu kontrollieren. 

Der im Corona-Kahlschlag auf ein Viertel geschrumpfte Kirchenchor gab sein Bestes, eine Schola von nur sechs Leuten, aber gut. Im Chorraum musste man den Pfarrer fast suchen. Denn er war umgeben von jungen Frauen, die ihn bei der Gestaltung des Gottesdienstes gekonnt unterstützten. Warum kapern die vielen Frauen nicht einfach die verkrustete Amtskirche? Die zwei männlichen Ministranten und der Pfarrgemeinderatsvorsitzende waren schließlich in der Minderheit; das gleiche Bild auch überall bei Kirchens. Sogar die Predigt teilte sich der Pfarrer mit zwei Frauen. Wirklich lebendig. Aber: 

Weil der Kirchenpatron Johannes der Täufer am Ostufer des Jordan wirkte, ging es in der Predigt um Wasser. Und deshalb wurde ein Bogen geschlagen zum Wassermangel in Jordanien. Jordan und Jordanien passen nämlich prächtig zusammen. Aber im Zusammenhang mit Johannes dem Täufer passt das wie die Faust aufs Auge. Denn damals war dieser Landstrich nicht Jordanien, sondern PERÄA. Und das Jordanwasser wurde neben dem Taufen hauptsächlich für den Lebensunterhalt der Anwohner genutzt.

Heute geht dort viel Wasser zum Teufel, weil die Muslime Jordaniens glauben, ihr Reinigungsritual (wovon müssen die sich denn so oft reinwaschen?) mit fließendem Wasser vornehmen zu müssen. Ich verfasste schon einmal einen Artikel zu diesem Problem.

Es sind westliche Ingenieure, die sich den Kopf über Abhilfe zerbrechen, nicht die verursachenden Wasserverschwender. „Ungläubige“, die aber immerhin über Schöpfergeist verfügen, kamen auf die Idee, das Wasser aus den Waschräumen der Moscheen zu recyceln. Es ist die Firma Greenlife, die das in die Hand nahm. Sie hat ihren Sitz in Ostdeutschland, wo man angeblich besonders ausländerfeindlich sein soll. Allen Vorurteilen zum Trotz hilft diese Firma somit auch Ausländern muslimischen Glaubens, die Wassernot zu lindern, zuerst in Jordanien, dann anderswo.

Ob das Wasserproblem der Predigt der Grund dafür ist, dass die Weihwasserbecken der Katholischen Kirchen immer noch nicht wieder gefüllt sind? Obwohl inzwischen (Weihwasser)klar ist, dass Corona nicht durch Wasser übertragen wird. Und wenn auf die Masken- und Rapportpflicht an den Kirchenportalen nicht bald verzichtet wird, gehörte ich die längste Zeit zu den Kirchenbesuchern. Andere haben schon früher das Handtuch geworfen.

Für den Kirchenbesuch habe ich die vierseitigen Instruktionen des Bischofs durchgesehen. Türklinken, Bänke, Gesangbücher etc. sind nach jeder Veranstaltung (heißen Gottesdienste so im neuen Fachjargon?) zu reinigen. Aber nur noch mit Seifenwasser, da soll niemand sagen können, die Amtskirche wäre verkrustet. Oder doch? Haben wir es mit ungläubigen Kirchenfürsten zu tun, die nicht glauben wollen, dass Corona durch Aerosole übertragen wird und nicht durch Schmierinfektionen? Ich schüttle über die Kirche immer öfter den Kopf. Hier stehe bzw. schreibe ich, ich kann nicht anders. 

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*) Der Autor Albrecht Künstle, Jahrgang 1950, ist im Herzen Südbadens daheim, hat ein außergewöhnlich politisches Erwerbsleben mit permanent berufsbegleitender Fortbildung hinter sich. Im Unruhezustand schreibt er für Internetzeitungen und Nachrichtenblogs der Freien bzw. Alternativen Presse zu den ihm vertrauten Themen Migration, Religionsfragen, Islam, Kriminalität, Renten, Betriebliche Altersversorgung, Wirtschaftsthemen u.a.. Zuvor schrieb er für Fachzeitschriften und seine Regionalzeitung, fiel aber bei ihr politisch in Ungnade.

Kuenstle.A@gmx.de

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Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. Wer jedoch andere Foristen mehrfach persönlich angeht, beleidigt oder unflätig beschimpft, wird nach einer dreimaligen Verwarnung vom Diskussionsforum ausgeschlossen. Maria Schneider Beiträge bitte an Maria_Schneider@mailbox.org Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen emails und auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zu Eigen. Diese Erklärung gilt für alle in und mit meiner Internetadresse/emails angebrachten Links. 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8 Antworten zu Kirchen halten Gläubige wegen Corona weiter auf Abstand

  1. Juliana Bauer schreibt:

    Wenn ich diesen Bericht von Herrn Künstle lese, kann ich nur allen deutschen Katholiken – und den Katholikinnen im Besonderen – zurufen: verlassen Sie umgehend die Amtskirche. Entziehen Sie jeglichen Euro an Kirchensteuer und an Spenden und lassen Sie alle Priester! alle und ebenso alle Bischöfe vor gähnend leeren Bänken stehen. Anders wachen die ach so frommen Herren nie auf. Kündigen Sie alle Sakramente auf. In manchen Gemeinden gibt es sie eh nur noch für Ge-Impfte!!! Dann kann man gleich ganz darauf verzichten.
    Vielleicht wäre es auch ratsam, sämtliche Hochwürden – oder sollte man besser von Merkwürden sprechen – mitsamt ihren illustren Kirchengemeinderäten und sonstigen Verbündeten in einen längeren Quarantäneaufenthalt zu schicken. Zwangsweise, versteht sich. Und wissen Sie, warum? Wegen massiver Ansteckungsgefahr von übergreifenden, die Gesunden gefährdenden Wahnvorstellungen!
    Und vergessen Sie nicht, liebe Christen: Christus gab uns sein Wort “ Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“ (Matth.18,20). Und Christus fragt nicht, ob wir gesund oder krank sind, ob wir getestet oder geimpft sind…

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  2. Ingrid schreibt:

    Letzte Woche bei der Konfirmation meiner Enkelin mit 4Konfirmanden, weil man darf ja nicht zu eng sitzen und brav die Maske aufhaben, fand ich es sehr traurig noch nicht mal ein Lied zu Gottes Ehre singen zu dürfen alles ist einfach wegradiert.
    Die kurze Predigt des jungen Pfarrers hat mir gefallen, weil er an die Eigenverantwortung der Konfirmanden appelliert hat und sie damit zum Denken anregte.
    Irgendwie hat es diese Regierungsbande geschafft mit Lug und Trug, das ganze öffentliche Leben zum Stillstand zu bringen.
    Den Menschen und besonders den Alten fehlt der öffentliche und menschliche Kontakt.

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  3. Shinobi schreibt:

    Merkels Kulturbereicherer bzw. orientalische Messer-Spezialisten sind mal wieder hochaktiv in Deutschland.

    Afghane verletzt vier Personen bei Messerangriff
    https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2021/afghane-verletzt-vier-personen-bei-messerangriff/

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  4. Farwick schreibt:

    Lieber Herr Künstle !
    Danke für Ihren Kommentar.
    Die Staatskirchen haben keine Konkurrenz.Sie brauchen keine Änderungen.
    Immerhin haben sie Frauen entdeckt als Staffage.
    Als geborener Badener ( Schopfheim) grüße ich Sie herzlich aus Sigmarigen

    Ihr

    Dieter Farwick

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  5. Semenchkare schreibt:

    Die Priester setzen nur Roms Interessen um.
    Übersicht: Thema Corona
    Vatikan:
    ************************************************
    Vatikan News
    Coronavirus

    https://www.vaticannews.va/de/taglist.cultura-e-societa.societa.coronavirus.html#1

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  6. luisman schreibt:

    Frueher sagten wir immer „Der ganz normale Wahnsinn“, heute heisst es das „new normal“.

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  7. luisman schreibt:

    Hat dies auf Nicht-Linke Blogs rebloggt.

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