Nach den „Corona-Wellen“ nun eine tatsächliche (Flut)Welle

– Katastrophenhilfe klappt soweit, aber gewarnt wurde nur vor Regen
– Hunderttausende Mannstunden nötig, um die Milliarden zu verbauen

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Von Albrecht Künstle

Eine Katastrophe jagt die andere. Monatelang war es die „Corona-Katastrophe“ mit ihren vielen Wellen, die von China hereingeschwappt sein soll. Und nun die Wetter-Tiefs, Regen-Wellen von oben. Bisher lernten wir in unseren Breitengraden eher den Mai als „Regenmonat“ kennen. Auch ich musste im Wonnemonat schon Wasser aus dem Keller abpumpen, keine sechs Jahre nachdem wir in unser Eigenheim eingezogen waren. Das Baugebiet heißt sehr bezeichnend „Entennest“.

Eine Katastrophe scheint auch das Umweltbundesamt zu sein. Dieses Katastrophenamt prophezeite in den letzten FFF-Jahren „Dürren im Sommer und Starkregen im Winter bei ausbleibenden Schneefällen. Und jetzt das: Starkregen im Sommer statt der Dürre. Dürre sieht man dieses Jahr nur auf dem Laufsteg bei Modeschauen. Aber OK, irren ist wissenschaftlich. Was den Unkenrufern aber nichts ausmacht. Die jetzige Hochwasserkatastrophe sei der „Vorbote des Klimawandels“, es komme also noch schlimmer. Basta.

Auf der Suche nach den Niederschlagsmengen suchte ich im Internet und stieß auf Wetterstationen in Rheinland-Pfalz. Fündig wurde ich zwar nicht, aber da scheinen geschäftstüchtige Leute (Beamte oder -innen?) zu sitzen. Am Ende dieser Seite findet man: „Quadratmeterpreise 2021, Gratiswertermittlung vor Verkauf“ nach dem Motto, rette sich wer kann auf ein trockeneres Stückchen Land. Nun, diese Verkaufspreise dürften ähnlich niedrig liegen wie Bauland an der Nordseeküste, welches man bei Ebbe angeboten bekommt.

Wie sind denn die hohen Wasserstände der Flüsse zu erklären, obwohl es in anderen Gegenden Deutschlands noch mehr regnete? In der Lausitz z.B. verteilt sich das Niederschlagswasser in der relativen ebenen Topographie und hatte Gelegenheit, im Boden zu versickern. Rheinland-Pfalz ist aber hügelig, teilweise bergig, was auch z.B. für das Voralpengebiet um Berchtesgaden gilt. Die dichte Bebauung trotz der Topographie ist der Grund für die jetzt katastrophalen Folgen des starken Dauerregens.

Nehmen wir an, es regnete in zwei Tagen 200 Liter auf den Quadratmeter, dann sind das 20 cm. Nehmen wir weiter an, die Täler mit ihren Flüssen machen zehn Prozent des Landes aus. Dann sammelt sich das Wasser in den Tieflagen auf zwei Metern Höhe und kommt zum normalen Wasserstand der Flüsse hinzu. Deshalb werden in Orten direkt an den Flüssen die Keller und Erdgeschosse überflutet. Dazu kommt, dass die Überflutung nicht von stehendem Wasser verursacht wird, sondern von reißendem, das ungeheure Kräfte entwickelt. Es ist also nicht so, wie Kommentatoren in Qualitätsmedien meinten, dass es ausgerechnet in den bergigen Regionen regnete. Woanders war das auch der Fall, wo regnete es nicht?

Nur ein Teil des Regenwassers hat die Gelegenheit zu versickern. Das gilt sowohl nach einer Trockenheit, aber auch dann, wenn die Böden schon durchnässt sind und der Boden nicht als Schwamm fungieren kann, weil er bereits vollgesaugt ist. Und viele wussten nicht mehr, was das Wort Katastrophe bedeutet, das für allesmögliche missbraucht wird. Vielleicht dachte „der da oben“ wenn ihr schon bei einer Krankheit wie Corona meint, diese sei eine Katastrophe, dann muss ich euch wieder mal zeigen, was eine wirkliche Katastrophe ist. Jetzt haben wir unbestritten eine solche.

Das persönliche Zupacken ist gut wie überall, die behördliche Katastrophenhilfe weniger gut. Ein Glück, dass die Bundeswehrsoldaten rechtzeitig aus Afghanistan zurück waren. Versagt hat aber der Bevölkerungsschutz, die Warnung vor der Flutwelle. Es wurde immer nur von Starkregen gesprochen. Und statt mehrmals täglich die Corona-Wasserstandsmeldungen durchzugeben, hätten die Sirenen aktiviert werden müssen, damit die dortigen Einwohner das Radio einschalten und stündlich aufgefordert werden, die Keller und Erdgeschosse zu räumen bzw. das Wichtigste ins obere Stockwerk und sich selbst zu retten. Was natürlich auch nichts nutzt, wenn das ganze Haus weggerissen wurde.

Jetzt werden Millionenhilfen versprochen, (das Elbehochwasser 2002 kostete 12 Mrd. Euro). Aber diese Gelder können nur helfen, wenn damit wieder Straßen und Brücken gebaut und die verlustigen Häuser neu errichtet oder ausgebessert werden. Aber wer soll das tun? Der Tief- und Hochbau ist voll ausgelastet. Also woanders abziehen? Die Weichen wurden leider in eine ganz andere Richtung gestellt. Ein Beispiel aus meiner Region, aus Breisach am Kaiserstuhl: Dort wurde soeben eine neue Bleibe für 84 Migranten in Betrieb genommen, die für 4 Mio. EUR umgebaut wurde und deren Erwerb mindestens ebenso viel gekostet hat. In diesem Objekt sind Leute des Landratsamts, Sozialarbeiter, Psychologen, Dolmetscher, Hausmeister und noch andere Berufsgruppen beschäftigt. Dasselbe hunderttausendfach überall in Deutschland. Diese Dienstleistungsarmee würde eher in der Bauwirtschaft gebraucht.

Was erfordert eine Milliarde Euro Bauleistung an Manpower – sorry, natürlich auch Frauenpower? Unterstellen wir für die Bauwirtschaft Stundenkosten von brutto 70 EUR (Löhne, NK, Abschreibungen usw.). Dasselbe gilt der Einfachheit halber auch für die Produktion des Baumaterials, die Teuerung der Knappheit wegen klammere ich aus. Weiter sei eine 38,5 Std.-Woche zugrunde gelegt, was unter Berücksichtigung von Urlaubs-, Krankheits- und anderen Ausfallstunden effektiv rund 1.600 Jahresarbeitsstunden ergibt. Diese sind für den tatsächlichen Personalbedarf entscheidend. Um die angenommene Milliarde zu verbauen, bedarf es somit 8.885 Mannjahre. Soll alles in fünf Jahren gebaut werden, bedarf es 44.400 Malochern.

Um angenommen zehn Milliarden Euro für vernichtete Häuser und Infrastruktur in fünf Jahren zu verbauen, braucht es 444 000 Leute! Geld bewirkt nämlich nichts, wenn keine Leute da sind, die arbeiten können und dafür bezahlt werden. Doch ich höre schon die Stimmen, die da rufen, „holt die fehlenden Facharbeiter aus dem Ausland.“ Das Problem ist aber, diese Strategie ging auch bisher nicht auf. Denn erstens ist die Erwerbsquote der herbeigerufenen „Facharbeiter“ mit ihren Familien geringer als die der Einheimischen. Und zweitens benötigen diese alles, was man zum Leben braucht, darunter Wohnungen und nochmals Wohnungen. Was zusätzlichen CO2-Ausstoß und die Versiegelung von bisher Regen absorbierenden Flächen bedeutet. Womit sich der Teufelskreis schließt. Wie heißt es in Goethes Zauberlehrling …?

Und werden die Fehler auch beim Wiederaufbau wiederholt? Überall werden auch innerörtliche Freiflächen nachverdichtet, was mit weiterer Versiegelung der einhergeht. Was wiederum dazu führt, dass Wasser nicht mehr versickern kann, sondern kanalisiert abgeführt wird. An einigen Stellen wird wohl nicht wieder gebaut werden dürfen. Aber wohin dann? Baugebiete woanders sind teurer, was viele nicht bezahlen können. Diejenigen, die ihr Haus wiederaufbauen dürfen, sollten angehalten werden, das Dach nicht nur mit Solarzellen auszurüsten, sondern auch eine leicht zugängliche Ausstiegsluke für die Hubschrauberrettung nicht zu vergessen.

Hürden und Probleme beim Wiederaufbau. Wer sein Haus wiederherstellt oder woanders neu bauen lässt, wird für helfende Hände ebenso dankbar sein wie auch bei der jetzigen Schnellhilfe. Aber ich wittere schon die Ordnungshüter, die daraus einen Schwarzarbeiter-Strick drehen. So wie Autofahrer ein Knöllchen an ihren PKWs vorfanden, die sie diese wegen der Flut irgendwo abstellten. Und für öffentliche Aufträge wird die EU den Kommunen einen Strick drehen, wenn sie in der Not zur Beschleunigung nicht europaweit ausschreiben. Der Vorschlag einer Elementarschaden-Pflichtversicherung ist gut gemeint, aber ist auch klar, dass die Kosten von Hausversicherungen auf die Mieten umzulegen sind? Und, und …

Abschließend: Die Kanzlerin hatte in einem Recht: Für diese Katastrophenfolgen sind kaum deutsche Worte zu finden. Aber es gibt auch kaum Worte für das, was SIE angerichtet hat. In der zweiten Hälfte ihrer Amtszeit überstiegen die Zuzüge aus dem Ausland die Wegzüge um über vier Millionen! Unter ihr oder durch sie stieg die Einwohnerzahl um rund drei Millionen! Dafür trägt Merkel die Verantwortung, für die Folgen gibt es ebenfalls keine adäquaten Worte. Die notwendige Schaffung von Wohnraum samt der Infrastruktur führte zu einer zusätzlichen Versiegelung der Böden. Der CO2-Fußabdruck der Migranten beträgt hier ein Vielfaches von demjenigen in ihren Heimatländern. Aus der merkelschen Einwanderungswelle wurde eine Flutwelle.

Die Lehre aus der Fehlentwicklung der letzten zehn Jahre für die nächsten zehn. Beendet die Bevölkerungsvermehrung in unserem Land. Beendet die Bauwut; ersetzt verlorenen Wohnraum, aber versiegelt nicht immer mehr Land. Beendet die Fehlentwicklung zu einer fast reinen Dienstleistungsgesellschaft. Wir brauchen ein größeres Heer voll Hände, leere Köpfe haben wir genug.

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*) Der Autor Albrecht Künstle, Jahrgang 1950, ist im Herzen Südbadens daheim, hat ein außergewöhnlich politisches Erwerbsleben mit permanent berufsbegleitender Fortbildung hinter sich. Im Unruhezustand schreibt er für Internetzeitungen und Nachrichtenblogs der Freien bzw. Alternativen Presse zu den ihm vertrauten Themen Migration, Religionsfragen, Islam, Kriminalität, Renten, Betriebliche Altersversorgung, Wirtschaftsthemen u.a.. Zuvor schrieb er für Fachzeitschriften und seine Regionalzeitung, fiel aber bei ihr politisch in Ungnade.

Kuenstle.A@gmx.de

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Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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2 Antworten zu Nach den „Corona-Wellen“ nun eine tatsächliche (Flut)Welle

  1. Shinobi schreibt:

    Zeit-Online sehnt eine Impfpflicht herbei. Kommt nun die Impfpflicht, die Bayerns Södolf schon seit April 2020 einfordert ???

    https://www.zeit.de/gesellschaft/2021-07/corona-impfung-pflicht-ethik-massnahmen-grundrechte

    Meiner Ansicht nach ist es an der Zeit über ein CDU/CSU/SPD Verbot deutschlandweit nachzudenken…

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  2. zdago schreibt:

    @Was den Unkenrufern aber nichts ausmacht.
    sehr lineare Geister, die nur den eigenen Vorteil suchen – die moderne Ausgabe der Eingeweide-Leser und Vogelflug-Deuter.
    Schade nur, daß der Umgang mit ihnen nicht nach Altväter-Sitte gepflegt wird.

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