Renners Revision: CDU auf dem Zug nach Nirgendwo oder doch eher in den Abgrund

(www.conservo.wordpress.com)

Von Martin E. Renner MdB *)

Bild: jaijai123de2003, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Aus konservativer und freiheitlicher Sicht erscheint das Ergebnis dieser Bundestagswahl als ein wirklicher SUPER-GAU. Die Regierung bilden wird, wer – mit grünem Schuppenpanzer und gelbem Heuchelatem ausgestattet – politisch am schrecklichsten zu agieren weiß. Durch die Medien aber dennoch den Heiligenschein des Gutmenschen und der Bessermenschen angepappt bekommen wird.

Zum Ende dieser Woche hin zeichnet sich immer deutlicher ab, dass die SPD mit Olaf Scholz als Kanzlerkandidaten, also als blinkendes Laternchen dem Stoßtrupp der „in-unserem-Land-alles-Substanzielle-zerstören-Wollenden“ vorangehen wird und das quasi-feudalistische Regime unserer Kaiserin Angela zu einem alles abschließenden und historischen Desaster für unser Land machen wird.

Deutschland wird sich ändern, und die bald Eigentums- und Besitzlosen freuen sich darauf. Oder auch nicht.

Für die unter Merkels herrschaftlicher Ägide völlig entkernte – und nach ihrem Abgang führungslose – CDU bedeutet das: Platznehmen und Zurücklehnen auf der Oppositionsbank.

Schon deutet der unscharf konturierte, deutlich angeschlagene Karnevalsprinz Armin Laschet – nach eigenem Bekunden ein Nachfahre von Karl dem Großen – seinen Rückzug vom CDU-Vorsitz an. Vielleicht wird dann sein Nachfolger ein Nachfahre von Don Quixote de la Mancha, der ja auch ziel- und erfolglos gegen die – damals noch nicht so genannten – öko-sozialistischen Windmühlen zu kämpfen wusste.

Unter Merkels Fuchtel waren es die CDU-Granden selbst, die mit der vollständigen Preisgabe ihrer ehedem christlichen und konservativen Wertebasierung die politischen Weichen grundlegend Richtung Öko- und Klimasozialismus, sowie in Richtung des den Nationalstaat zerstören wollenden gesellschaftlichen Kulturmarxismus mit dem Etikett des Globalismus gestellt hatten. Ein Kulturkampf historischen Ausmaßes.

Doch nun wird die CDU von den öko-sozialistischen Originalen auf das Abstellgleis geschoben. An dessen Ende bereits ungeduldig ein Prellbock wartet.

Erneuerung oder Democrazia-Cristianaisierung

Spannend wird sein, ob die CDU ihr Wahldebakel nun zu einer inhaltlichen und personellen Erneuerung nutzen wird und kann.

So oder so, sie wird im Plenarsaal des Deutschen Bundestages künftig sowohl physisch als auch psychisch zwischen den politischen Fronten sitzen. Die medizinische Diagnose einer sich langsam aber sicher ausbreitenden psychotischen Schizophrenie der Alt-CDUler wird nicht sehr lange ausbleiben können.

Als bisherige gutmenschliche Streber und selbsternannte Klassenbeste – auch Weltmeister in angewandtem Opportunismus würde passen – in Sachen Klimapolitik, Gender-Gaga, Multikulti, Islamophilie und globaler Welterrettung wird die CDU gezwungen sein, die Oppositionsbank mit der Alternative für Deutschland zu teilen.

Zukünftig genau diejenigen Mit-Opponenten, die man seit dem Zeitpunkt ihres Entstehens im Jahre 2013 ob ihrer klaren politisch-antithetischen Haltung mit allen Mitteln bekämpfte, diffamierte und zu kriminalisieren versuchte. Nicht zuletzt auch unter höchst zweifelhafter regierungsamtlicher Instrumentalisierung demokratischer Institutionen, wie dem Bundesverfassungsschutz.

Nun bald gemeinsam mit der Alternative für Deutschland Oppositionspolitik machen zu müssen – nein, zu dürfen – wird sich für die CDU offensichtlich als eine suizidale Gratwanderung erweisen.

Auf der sie eigentlich nur straucheln und stürzen kann: Auf der einen Seite ist es doch fast denkunmöglich, dass die CDU die politischen Weichenstellungen angreift, die sie in den vergangenen Jahren maßgeblich vorangetrieben hat. Ebenso aber kann sie auf der anderen Seite doch nicht die Positionen der Alternative für Deutschland übernehmen oder deren Initiativen unterstützen, ohne, dass sie stante pede als eine heuchlerische und opportunitätslüsterne Politkamarilla bezeichnet werden würde.

Das wesentliche und entscheidende Faktum für die Zukunft einer Oppositions-CDU wird demnach eine kluge politische Strategie der Alternative für Deutschland sein. Trotz ihres nicht sehr guten Wahlergebnisses befindet sich die AfD strategisch in einer eher günstigen Ausgangsposition. Die sie hoffentlich zu nutzen weiß.

Jedes Agieren der CDU – so oder so – wird als das benannt werden können und müssen, was es ist: Heuchelei und geplante Wählertäuschung. Wenn die Alternative für Deutschland geschickt agiert, wird es möglich sein, die CDU auf ihrem jetzigen Abstellgleis gegen den Prellbock zu schieben.

Dann doch eher „Democrazia-Cristianaisierung“ der CDU


Ein weiterer Prellbock wird die anzustrebende und zu planende juristische Aufarbeitung von Korruption, Amtsmissbrauch und illegaler Parteifinanzierung auf politischer Ebene sein, die bei jeder Partei, die jahrzehntelang in Regierungsverantwortung war, denkbar und auch notwendig erscheint.

Beispiel dafür wäre die Aktion „Mani pulite“ (italienisch für „Saubere Hände“, sinngemäß „Weiße Weste“). Diese Aktion war der Name umfangreicher juristischer Untersuchungen gegen Korruption in Italien Anfang und Mitte der 1990er Jahre.

Diese Ermittlungen und die ergangenen Strafurteile gegen verantwortliche Parteifunktionäre auf Leitungsebene führten damals zum abrupten Ende der Democrazia Cristiana in Italien.

Licht an! Lasset die Show beginnen!

*******

*) Martin E. Renner MdB ist Betriebswirt und Freier Autor (regelmäßige Kolumne bei PI – hier: https://www.pi-news.net/2021/10/cdu-auf-dem-zug-nach-nirgendwo-oder-eher-in-den-abgrund/ ) und conservo – wie auch diese hier). 2013 war er einer der 15 Gründungsinitiatoren sowie Mitglied im Gründungsvorstand der Partei Alternative für Deutschland (AfD).

www.conservo.wordpress.com     12.10.2021

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. Wer jedoch andere Foristen mehrfach persönlich angeht, beleidigt oder unflätig beschimpft, wird nach einer dreimaligen Verwarnung vom Diskussionsforum ausgeschlossen. Maria Schneider Beiträge bitte an Maria_Schneider@mailbox.org Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen emails und auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zu Eigen. Diese Erklärung gilt für alle in und mit meiner Internetadresse/emails angebrachten Links. 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9 Antworten zu Renners Revision: CDU auf dem Zug nach Nirgendwo oder doch eher in den Abgrund

  1. luisman schreibt:

    Klingt wie Pfeifen im Walde.

    Die mangelnde populistische und Kommunikationskompetenz der AfD wundert mich schon lange, angesichts der hochintelligenten Leute im Bundestag. Vielleicht aendert der Abgang von Meuthen ja mal etwas.

    Das Profil der AfD ist das, was ihnen von den Medien und anderen Parteien zugeschrieben wird. Erst mal muesst ihr euch aus dieser Schlinge befreien, sonst zaehlt alles andere nichts. Der CDU Kader wird nicht ueberlaufen. Die haben noch genug in der Portokasse, um alle bis zur Rente durchzufuettern.

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  5. Kaviar schreibt:

    Lange/Abgründe neofeudaler Eliten
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=76956

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  6. Ingrid x schreibt:

    Stimmt ja alles Freya, aber wo ist die AfD, was macht sie, ich kann sie nirgends finden, obwohl ich sie gewählt habe.
    Sie ist leider untergegangen, eine Partei ohne Biss geworden , daran sind die Medien Schuld, die sie einfach unter den Tisch kehren.

    Da hat eine Ostdeutsche die CDU, meine Partei, groß gewachsen mit guten und intelligenten Politikern, fast schon zerstört.Sie ist noch am Leben und bestimmt kommt die Zeit, wo sie wieder aus der Versenkung kommen wird, aber dann liegt Deutschland am Boden und es muss der Rest wieder zusammengekratzt werden und es wird viel Zeit brauchen um es wieder annähernd zu dem zu machen was es mal war.

    Nur werden wir vorher durch die Hölle gehen müssen, mit denen die gerde alle in Scharen hier einströhmen, die sehr viel Geld dafür bezahlen und das muss sich doch vervielfältigen lassen, auch ohne etwas dafür zu tun. Das hält kein Land der Welt aus und irgendwann wenn der Drops gerutscht ist, müssen die zur Rechenschaft gezogen werden, die Ahnungslosen, die Nichtkönner und die Fergesteuerten.
    Das ist die Einzige Hoffnung, die ich für meine Nachkommen habe und wir Deutschen sind da besonders groß drin, im Wiederaufbau.

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  7. Freya schreibt:

    Danke, Herr Renner
    „Jedes Agieren der CDU – so oder so – wird als das benannt werden können und müssen, was es ist: Heuchelei und geplante Wählertäuschung.“

    Sie schreiben, dass alles, was die CDU jetzt tun kann, nur Wählertäuschung ist. Ich denke, mit Wählertäuschung arbeiten die Parteien alle, ausgenommen die AfD, die ja noch nicht zeigen konnte, wie sie an der Macht agieren würde.
    Wenn ich daran denke, dass ein Scholz kurz nach der Wahl sogleich über Familiennachzug und sein Bemühen, diesen zu beschleunigen und auszuweiten, schwadronierte, dann kann ich mir gut vorstellen, dass viele SPD-Wähler nicht gerade dies im Blick hatten, als sie ihr Kreuz bei dieser Partei machten.
    Wenn eine Esken mit einem aus Steuern finanzierten Monatseinkommen von über 20tsd Euro dem Bürger Sparauflagen und Tipps zur Senkung von Energiekosten im Privathaushalt gibt, dürfte diese Heuchelei seinesgleichen suchen.
    Ich fühle mich schon allein als deutsche Staatsbürgerin und Steuerzahlerin rundum von jeglicher aktuellen Staatsführung betrogen. Mein einziger kleiner Trost dabei ist, dass ich seit vielen Jahren nur AfD wähle, und ich mich deshalb auch nicht für die allumfassende Wählertäuschung aller Regierungsparteien mitverantwortlich fühle.
    mit patriotischen Grüßen
    von Freya

    Gefällt 2 Personen

    • gelbkehlchen schreibt:

      Die Journalisten des ÖR und andere sind noch viel schlimmer als die Politiker, denn sie treiben die Politiker schon seit Jahrzehnten. Diese faulen, unproduktiven Sesselfürzer und Wortproduzenten machen das eigene Volk zum Sklaven, da preist doch dieser Detlef Flintz die Energiepreiserhöhung an, damit man den Klimawandel in den Griff bekommt, er, der durch Eintreibung von Zwangsgeldern, Feudalabgaben wie im Mittelalter, ein viel zu hohes Gehalt bekommt und herrlich und in Freuden lebt. Ich wäre für die Guillotine aus der fränzösischen Revolution. Das ist so ähnlich wie der Spruch, der der französischen Köningin unterstellt wurde:
      „Wenn das Volk kein Brot hat, dann soll es doch Kuchen essen!“
      An Arroganz nicht mehr zu überbieten.

      Gefällt 1 Person

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