Wie kam der Linksradikalismus in Deutschland noch einmal nach oben – 20 Jahre nach dem Fall der Mauer?

(www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmes1 Berliner MAuer

Der „eine“ und der „andere“ Teil Deutschlands

Viele meiner Leser kennen die Geschichte des Mannes, der den nachfolgenden Artikel schrieb. Es ist eine nicht ganz typische, aber doch wieder zutreffende Geschichte, die im „anderen Teil“ Deutschlands ablief: Ein kritischer, eben auch ein Regime-kritischer Schriftsteller wird von den SED-Bonzen verfolgt und landet plötzlich in Bautzen, viele Jahre, bis die Bundesregierung ihn für schnöde 80.000 DM freikauft.

Überglücklich gelangt er in den Westen und tritt – für ihn selbstverständlich – in die SPD ein. Bald folgte die Ernüchterung. „Man“ mochte ihn nicht, er war „von drüben“. Medien, die seine Werke übernahmen, gab es kaum. Er wurde ein armer Mann. (Ich kenne seine ganze Leidens- und Existenzkampf-Geschichte; damit könnte man ein dickes Buch schreiben.) Schließlich trat er aus der SPD aus und ist seit einiger Zeit in der AfD aktiv, weil Politik ihm im Blut liegt.

Ich habe schon viele Artikel von ihm übernommen, weil er ausgezeichnet schreibt und analysiert. Doch immer noch wartet er auf den „Durchbruch“. Er hätte ihn verdient. Denn – und das ist der Grund dafür, daß ich in der Überschrift „der eine und der andere Teil Deutschlands“ in An- und Ausführungszeichen gesetzt habe – er hält uns den Spiegel vor, schonungslos. So kann ein „Wessi“ (eher) begreifen, wie es im Arbeiter- und Bauernstaat zuging, und mancher „Ossi“ mag sich in W. D.´s Schilderungen wiederfinden.

Heute befaßt sich unser Autor mit einem besonders heißen Thema: dem Sieg des Sozialismus. Lesen Sie, dann verstehen Sie, was er meint:

Über den Sieg der Ehemaligen

Von W. D.

Das interessanteste – für ehemalige Ossis – sollte sein, daß 25 Jahre nach der „Wende“ in allen vier Bundestagsparteien ausschließlich jene Kräfte „oben“ sind, die der einstigen SED–Diktatur huldigten, oder sie aktiv unterstützten.

Und daß nirgendwo auf der Höhe solcher Schlüsselpositionen solche Kräfte zu sehen sind, welche die zweite deutsche Diktatur, die heute offiziell sogar „Unrechtsstaat“ heißt, bekämpften, um sie zu demokratisieren.

Um es in einem Satz zusammenzufassen: Die Kräfte des „Linkstotalitarismus“ beherrschen heute ganz Deutschland, die Kräfte des damaligen demokratischen Widerstandes sind überall wieder im Keller.

Das sieht zwar jeder, und jeder weiß es, aber trotzdem hält jeder das Maul.

Das erinnert mich an die alte DDR und ihre „Bevölkerung“, die dasselbe zum Thema der Mauer praktizierte.

Zwar wußte jeder, daß die Mauer gebaut wurde, um die Ossis am Flüchten zu hindern, trotzdem sagte jeder, es sei ein antifaschistischer Schutzwall zur Abwehr des westdeutschen Kapitalismus“. Jeder log aus vollem Halse, um Repressionen auszuweichen!!! (Die gab´s ja auch – wenn wer öffentlich das Gegenteil sagte, landete er im Knast!).

Nach der Wende begannen „Westprominente“, die Ossis zu „beschuldigen“, sie hätten einen Nischencharakter, sie hätten sich zu wenig gewehrt, sie seien vor der Diktatur in die Knie gegangen.

Heute zeigt sich jedoch, daß die Wessis genau denselben Charakter haben, daß sie genauso obrigkeitshörig sind, daß sie genauso aus vollem Halse lügen, um Schwierigkeiten aus dem Wege zu gehen. Die gibt´s ebenfalls, sehr oft auch schon Knast, außerdem Rufmord, Anschläge, Prügel, Diffamierungen. Die ganze Palette, mit der der Linksradikalismus überall auf der Welt seine Herrschaft gegen Demokraten verteidigt! Zu den wichtigsten Kampfmitteln des Linksradikalismus gehören propagandahafte Desinformation und Demagogie, nach dem schon Stalin 20 Millionen Menschen in die Gulags schaffen ließ. Frau Merkel ist eine professionelle Propagandademagogin, die ihr Handwerkszeug bei Stalins Erben lernte.

Diese Obrigkeitshörigkeit wird nun zur tödlichen Falle.

Denn wir sehen, daß der deutsche Linksradikalismus vor allem von außen gefördert wird, und zwar vor allem von unseren beiden allerliebsten Freunden, von Israel und den Bush – Obama – USA. Obwohl dort eigentlich „rechte bis rechtsradikale“ Strukturen das Sagen haben und beispiellose soziale Scheren in ihren Ländern promoten.

Nützt denn den Rechtsradikalen dort der Linksradikalismus in Deutschland?

Zweifelsfrei! Er Schaft Chaos, er destabilisiert, er schafft Volk und Staat ab, und solche destabilisierten Gesellschaften sind nicht nur Kraftfutter für die globalen Konzerne, sondern auch für deren Medien und Militärstrategien.

Auf der Agenda der Letzteren stand seit 1990 die Ukraine – und nun, nachdem sie die einsacken konnten, ist Russland im Fokus.

Destabilisierte Völkerschaften lassen sich in jeden Krieg hineinschubsen, das haben Dschinghis Khan und Napoleon hervorragend bewiesen.

Die Übernahme der „Frankfurter Schule“

Noch interessanter ist, wie die deutschen „Ost“-Kommunisten, in der DDR eher nationalkonservativ, nun die gesamten Ideologieimporte der „Frankfurter Schule“ aus US- Amerika voll übernommen haben, „das deutsche Volk“ auch mit Bravour (wegen den Nazis damals vor 80 Jahren!) abschaffen wollen und sich wahrscheinlich sogar bald auch ins Kriegsheer gegen Russland einreihen werden.

Was auch zeigt, daß die SED-Kommunisten mitsamt ihren neuen West-Importen nicht mal einen Löffel Hustensaft wert sind, da ihr wichtigstes Ziel – wie bei den Sozis und der Evangelischen Kirche – die Sicherung ihrer persönlichen Pfründen und ihres Wohlstandes sind.

Man nannte die DDR auch eine sozialistische Feudalherrschaft, und genau diese roten Barone und Baronessen haben nun mit den Westfürsten eine gemeinsame Tafelrunde gebildet.

Prüft alles nach. Es ist alles selbsterklärend.

www.conservo.wordpress.com

8.3.2016

Über conservo

„Conservo“ war 25 Jahre hauptamtlich in der Politik tätig. Er ist ein katholischer, fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 20 Jahren als selbständiger Politikberater sowie Publizist und war 21 Jahre freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er ist außerdem Verfasser von bisher 36 Büchern und Paperbacks sowie regelmäßiger Kolumnist mehrerer Medienorgane und blogs. Vor allem aber: Er ist auch Europäer, für ein Europa der Vaterländer – auf christlich-abendländischem Fundament. Als Mitbegründer der Deutschen Konservativen e. V., Hamburg, und deren Chefkorrespondent spricht und schreibt er grundsätzlich auch in deren Sinn, d. h. die Meinungen von conservo entsprechen der grundsätzlichen Linie der Deutschen Konservativen.
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Eine Antwort zu Wie kam der Linksradikalismus in Deutschland noch einmal nach oben – 20 Jahre nach dem Fall der Mauer?

  1. wreinerschoene schreibt:

    Bei der Wiedervereinigung wurde teilweise nicht nur das Geld eins zu eins übernommen, sondern auch die Menschen. Mehr als ein paar Scheingerichtsverhandlungen gab es nicht, ob auch mir der Gedanke durch den Kopf schoß, was wird auch dem ganzen Kommunisten den Mitläufern, den Zuträgern. Diese Kräfte haben sich mit den im“Westen“ schon vorherrschenden Kräften vereint. Durch alte Seilschaften, Bekanntschaften usw. konnten die DDR Kommunisten dort wieder weitermachen, wo sie in der DDR aufhören mußten, zwar noch verdeckt aber doch auf Plätzen in der Gesellschaft wo sie im Stillen weiter machen konnten. Diese Suppe ist seit einigen Jahren an die Oberfläche getreten und arbeiten jetzt offen. Das was zur Zeit hier zum tragen kommt ist die Tatsache, das die DDR-Psychologie, also die „Schweigespirale“ zum tragen kommt. Auf die einen wird gehetzt (vereinfacht dargestellt) und die anderen werden hofiert, belobigt oder einfach als Rechtschaffene dargestellt. Und jetzt kommt es, wer möchte schon zur ersten Gruppe gehören? Keiner, dieses Ergebnis wird als Grundlage genommen, um die Spirale weiter zu drehen, und genau das passiert gerade. Somit wird Stück für Stück dieser Spirale die Gesellschaft weiter in Richtung Kommunismus gedreht und alle machen mit, weil, man will nicht zur ersten Gruppe gehören, wer will schon „Schlecht“ sein, oder auf Grund seiner Einstellung nicht zur großen Massen gehören, wo die „Bösen“ doch außerhalb der Gesellschaft stehen. Genau das passiert hier, wir alle werden ERZOGEN, im kommunistischen Sinn erzogen. OHNE das alle es merken, sondern nur die die sich damit beschäftigen und die gehören automatisch zur ersten Gruppe. Das Ergebnis wird sein, der große Teil der Bevölkerung wird weiter „klatschen“, sie werden sich nicht wehren oder etwas negatives sagen, im Gegenteil. Wir haben diesen Zustand wie zu DDR Zeiten in den 1970 zigern. Meine Frau, eine ehemalige Westdeutsche, fragt mich immer, warum seit ihr nicht alle auf einmal auf die Straße gegangen schon viel früher, man konnte doch nicht alle erschießen. Der jetzige Zustand beschreibt die DDR 1970 so wie ich sie noch kannte.

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