Manfred und Marek – Aspekte der schwierigen Nachbarschaft von Deutschen und Polen

(www.conservo.wordpress.com)

Von Helmut Roewer

Teil 4: Ende offen, allzu offen

In diesem vierten und letzten Teil meiner Betrachtungen zum deutsch-polnischen Verhältnis geht es um die letzten 30 Jahre bis zum heutigen Tage. Das ist die Zeit, die der Leser und ich selbst als Zeitgenossen erlebt haben. Und damit beginnen die Schwierigkeiten.

Am Anfang steht nämlich ein scheinbares Paradox. Wie bei jeder geschichtlichen Analyse, so gilt auch hier beim deutsch-polnischen Verhältnis: Je näher man an den Gegenstand seiner Untersuchung heranrückt, desto unpräziser werden die Beobachtungen. Die klaren Konturen verwischen sich in den Aufgeregtheiten des Tages. Versuchen wir ein wenig Ordnung zu schaffen:

Ich bin auch noch da – Polens vergeblicher Versuch, am Tisch der Sieger Platz zu nehmen

Im Herbst 1990 fanden die Verhandlungen zwischen den beiden deutschen Regierungen und den vier Siegermächten – USA, Sowjetunion, Frankreich und Großbritannien – statt, die den völkerrechtlichen Schlusspunkt unter die deutsche Einheit setzen sollten. Sie führten zu dem sog. Zwei-plus-vier-Vertrag.            Noch heute erscheint es mir wie ein Wunder, dass es überhaupt dazu kam, denn die Zahl der Bremser und Möchtegern-Verhinderer schien unermesslich. Es waren – um es klar zu sagen – lediglich die USA unter dem Präsidenten George H.W. Bush und seinem Außenminister James Baker, die diese Sache vorantrieben. Die Sowjetunion war gegen Cash zum Mittun bereit, Frankreich und Großbritannien waren strikt dagegen, aber ihren antideutschen Einpeitschern, Mitterand und Thatcher, gingen angesichts der Zustimmung der beiden Großen und dem faktischen Fortgang der Sache die Argumente aus.

Mir ist bis heute unklar, ob die nunmehr ins Bild tretenden Polen aus eigenem Antrieb handelten, oder ob Anstiftung aus Frankreich vorlag, jedenfalls verlangten sie kategorisch die Zulassung an den einschlägigen Konferenztisch. Das njet aus Moskau kam schneller, als dass irgend ein Wohlmeinender oder Berufsschuldbeladener sich öffentlich äußern konnte. Wenn auch sonst vieles mit den Russen zu besprechen war, bei ihrem Nein zu Polen blieben sie eisern.

Die anglo-amerikanischen Sieger schwenkten schnell auf die russische Linie ein. Ihnen schwante, dass die Polen am Verhandlungstisch ein Fass aufmachen würden, in denen sich die Siegerbrause von Teheran befand, die Aufteilung der Welt zwischen Roosevelt, Churchill und Stalin, einschließlich der Verschiebung der Polen bis an die Oder und der fiktiven Gestalt von Deutschland als Ganzem (= in den Grenzen von 1937). Listig klammerten die Sieger 1990 dieses Problem aus und schoben es den Deutschen zur Erledigung zu.

Der Leser erinnert sich: Bereits 1970 hatte die sozial-liberale Koalition in Bonn den Versuch unternommen, durch bilaterale Verträge der Bundesrepublik mit der DDR und den Ostblockstaaten das Rad der Ostpolitik neu zu erfinden. Um ein Haar wäre Kanzler Willy Brandt wegen dieser Vorhaben gestürzt worden. Nur ein Eingreifen des DDR-Geheimdienstes konnte ihn 1972 vor der Abwahl retten. Die geplante de jure-Aufgabe der deutschen Ostgebiete war gescheitert, weil man sich dank eines Richterspruchs auf den Standpunk zurückzog, dass die Bundesrepublik kein Mandat für Fragen von Deutschland als Ganzem besaß.

1990 änderte sich die Lage von Grund auf. Deutschland konnte als nunmehr souveräner Staat mit den Polen vereinbaren, was es wollte. Doch wer annahm, in der an der Macht befindliche CDU-FDP-Regierung werde zumindest die CDU ihren ablehnenden Standpunkt von 1970 beibehalten, sah sich schnell eines besseren belehrt. Mit dem deutsch-polnischen Abkommen vom November 1990 wurde die Abtrennung der deutschen Ostgebiete an Polen mit einem Federstrich völkerrechtlich anerkannt.

Schnell zeigte es sich, dass das schnelle Handeln im gewissen Sinne vorschnell war. Es hätte eher nahe gelegen, sich der polnischen Verhandlungsgepflogenheiten aus den Jahren 1920-39 zu erinnern. Zu deren Besonderheiten zählte, selbst bei günstigen Regelungen, hurtig die Geschenke einzusacken und hernach aufzusatteln. Zuletzt musste das der angeblich geniale deutsche Führer erleben, der den Polen im Frühjahr 1939 bei der Zerschlagung der Resttschechei das Gebiet von Teschen zukommen ließ, um sie in der Korridorfrage günstig zu stimmen. Die Polen dachten, nachdem sie die Beute eingesackt hatten, im Traum nicht daran, den durchaus berechtigten deutschen Wünschen entgegenzukommen.

Nicht anders verhielten sie sich nach 1990 gegenüber der Bundesrepublik. Besonders ärgerlich – aus meiner Sicht – ist die seinerzeit an den Tag gelegte Ignoranz der deutschen Verhandlungsführer, weil das, was dann später kam, voraussehbar war. Bereits im Sommer 1990 hielt der polnische Außenminister Subiezewski in Vorbereitung seiner Forderung, bei den Zwei-plus-vier-Verhandlungen zugelassen zu werden, eine Rede, in der er den polnischen Standpunkt umriss. Er führte u.a. aus:

Es wäre zweckmäßig, wenn wir in der einen oder anderen Form eine gewisse Entschädigung erhielten. (vgl. http://www.deutsche-einheit-1990.de/wp-content/uploads/VorlassAlbrecht 16_RedeSkubiezewski.pdf [Abruf: 22.2.2020]).

Da klingt denn an, was bald Wirklichkeit werden sollte. Aber ebenso wurde seinerzeit deutlich, dass es den Polen vor allem um eines ging: Sie wollten um jeden Preis die Rechtssicherheit der deutsch-polnischen Grenze von 1945. Hierfür hätten sie ohne Zweifel einer Schlussstrichregelung zugestimmt. Das unterblieb, die Folgen sollten nicht auf sich warten lassen.

Marek fährt Manfreds Auto – die Polen setzen sich in Bewegung

Nach der Zersprengung des Ostblocks, nebst deutscher Wiedervereinigung 1990, rückte für etliche Deutsche erstmals das Problem einer polnischen Nachbarschaft ins alltägliche Bewusstsein. Der Grund war: Es setzte sich die polnische Bevölkerung von selbst gen Westen in Bewegung.

(1) Es gab einen ständig zunehmenden Strom polnischer Kraftfahrzeuge, die von eigenwillig agierenden Lenkern auf deutschen Straßen gesteuert wurden. Die Qualität dieser Fahrzeuge passte sich erst allmählich in den Folgejahrzehnten unsern Standards an, die Originalität ihrer Lenker blieb. Sie eint, dass ihnen die Regeln des deutschen Straßenverkehrsrechts entbehrlich erscheinen.

(2) Ein zweites auffälliges Phänomen der Nachbarschaft wurde der Autodiebstahl. Er fand ausschließlich von West nach Ost statt. Er wurde durch einen blühenden Schrottauto-Aufkauf ergänzt, der nach dem Motto aus drei mach zwei funktioniert und östlich von Polen einen florierenden Absatzmarkt erschlossen hat. Ergänzend kam ein gewinnträchtiger Markt für gefälschte Papiere und Kennzeichen aller Art hinzu.

(3) Neben diesen für deutsche Vorstellungen wenig erfreulichen Folgen der sich öffnenden Nachbarschaft sollte allerdings auch das Positive nicht verschwiegen werden. Es bildete sich ein spezieller Arbeitsmarkt heraus: Anfangs illegal, später, als Polen der EU beigetreten war, völlig legal, kamen polnische Arbeitskräfte in großen Mengen nach Deutschland, die heutzutage in der Land- und in der Bauwirtschaft kaum noch wegzudenken sind. Ob das in Zukunft so bleibt, oder ob diese Arbeitskräfte vom polnischen Binnenmarkt absorbiert werden, mag dahinstehen.

(4) Und schließlich: Es gab die Polenmärkte, die an etlichen Orten der ehemaligen DDR wie Pilze aus dem Boden schossen. Dort wurden vor allem Jagdbeute (aus Wald und Flur und fremden Häusern), landwirtschaftliche Produkte und Diverses anderes aus fragwürdigen Quellen feilgeboten. So wie sie kamen, verschwanden die Polenmärkte auch wieder. Der grenzüberschreitende Handel mit Illegalem ist geblieben.

Leisetreter und Lautsprecher – einiges aus dem nachbarstaatlichen Miteinander

Das Verhältnis des deutschen und des polnischen Staates ein gutnachbarliches zu nennen, kann bestenfalls den Redenschreibern von Bundespräsidenten einfallen, wobei die Amtsinhaber, wenn sie solches von ihren Manuskripten ablesen, der Sache selbst keinen Gefallen tun. Das Verhältnis zwischen beiden Staaten ist weder gut, noch ist derzeit in Aussicht, dass es sich verbessern könnte.

Bevor ich auf die Details zu sprechen komme, ist auf Grundlegendes aufmerksam zu machen. Ich habe den Eindruck, dass sich beide Völker noch nie sonderlich gemocht haben (ist mein Eindruck, den niemand teilen muss). Ein gravierender Unterschied besteht beim öffentlichen Formulieren von Feindseligem. In Deutschland erntet jedermann bei Erzählen von Polenwitzen Missbilligung, in Polen beim Einschlagen auf den deutschen Esel Applaus. Die Zahl von deutschfeindlichen öffentlichen Äußerungen ist Legion. Das Ungenierte hat manchen Deutschen überrascht, zumal man hierzulande geglaubt hat, dass die maßgebliche deutsche Beihilfe, Polen einen Platz in der EU zu verschaffen, dort hätte registriert werden müssen. Es war ein Irrtum, der recht bald aufgeklärt wurde, als Polens Staatschef bei einem der ersten EU-Gipfeltreffen, an dem die Polen teilnahmen, die deutsche Regierungschefin mit dem 1945 durch Selbstmord aus dem Amt geschiedenen deutschen Diktator gleichsetzte.

Dieser Vorgang war in doppelter Weise bemerkenswert. Er brachte ungeschminkt zum Ausdruck, wie in Polens Führung wirklich gedacht wurde, und er ließ eine angemessene deutsche Reaktion vermissen. Dieses Ausbleiben einer Reaktion – ein Abbruch des Gesprächs wäre das Mindeste gewesen – bewirkt bei Leuten, die sich wie Hallunken benehmen, immer wieder dasselbe: Es wirkt wie die Einladung zum verschärften Weitermachen. Die Feindseligkeit gipfelte vor Kurzem erst in der ruppig vorgetragenen Forderung, dass Deutschland den Polen wegen der im Zweiten Weltkrieg entstandenen Schäden und Verluste Reparationen zu zahlen habe. Hierbei haben die polnischen Repräsentanten offenbar am Versailler Diktat Maß genommen. Die zuletzt von polnischer Seite lautstark genannte Zahl lautete auf karge Neunhundert Milliarden Euro (900.000.000.000 €).

Forderungen dieser Art bestehen de jure nicht. Aber es bedürfte keiner diffizilen Ableitungen aus den Siegerregelungen und anderen Vereinbarungen zwischen dem einen oder anderen deutschen Staat einerseits und Polen andererseits, um diesen Rechtsstandpunkt zu begründen. Eine dieser Argumentationen – man lächelt als Deutscher, wenn man sie liest – geht so: Mit dem deutsch-polnischen Vertrag von 1990 wurde die Fortgeltung von Vereinbarungen zwischen der DDR und Polen beschlossen. Zu diesen zählt der wechselseitige Verzicht auf Schadensersatzleistungen, die ihren Ursprung in den Kriegshandlungen des Zweiten Weltkriegs haben.

Wem das zu winkelzügig erscheint, sollte wenigstens einen kurzen Blick auf die Transferleistungen werfen, die Polen, seitdem es EU-Mitglied ist, aus der deutschen Staatskasse erhält. Nach den Berechnungen von Bruno Bandulet (Beuteland, S. 227) sehen diese so aus: Polen ist der mit Abstand größte Profiteur aus den Umlagezahlungen der EU-Mitglieder, Deutschland ist Polens größter Sponsor. Allein in den fünf Jahren 2009-14 erhielt Polen auf diese Weise 19,3 Milliarden Euro ohne jede Gegenleistung aus der deutschen Steuerkasse. Hinzu kam die Möglichkeit, nach dem Target II-Verfahren in Deutschland in Milliardenhöhe einzukaufen und dafür anschreiben zu lassen. Das sind Summen, die man hinzurechnen muss, weil klar ist, dass sie niemals zurückgezahlt werden. Nach 2014 ging das Sponsoring selbstredend in steigendem Maße weiter. Nach dem Ausscheiden des Netto-Einzahlers Großbritannien aus der EU, verlangen die Nehmerländer nicht nur, dass die Transferleistungen wie gehabt weitergehen, sondern dass sie gesteigert werden. Der EU-Gipfel, der dies bewirken sollte, ist soeben am Veto der anderen Geberländer (Niederlande, Dänemark, Schweden) gescheitert.

Ich erwähne diese Details, weil sie deutlich machen, dass Deutschland bei weiteren unverfrorenen Ansagen aus Warschau darauf hinweisen könnte, durch nichts und niemanden zu weiteren Leistungen verpflichtet zu sein. Ich weiß, das wird nichts, so wie die Dinge im Moment bei uns liegen. Das sollte Anlass sein, auf eine Besonderheit deutscher Politik zu sprechen zu kommen, die nicht zum Wenigsten für deutsch-polnische Missklänge sorgt.

Die deutsche Politik hat seit gut zehn Jahren konsequent den Weg des Industrieabbaus durch die vorsätzliche Demontage einer geordnete Energieversorgung und der De-Nationalisierung durch das Hereinholen von Millionen mohammedanischer Analphabeten aus dem Orient und Afrika verfolgt. Die Polen streben mit leicht nachzuvollziehenden Gründen das Gegenteil an. Sie beteiligen sich nicht an der Aufnahme der Volksmassen aus dem Süden und setzen konsequent auf die Verstromung der heimischen Steinkohle. Sie erhoffen sich einen Industrieaufbau, der sie in die Lage versetzt, Deutschland an Wirtschaftskraft bis zum Jahre 2040 zu überflügeln.

Auch wenn man erfahrungsgemäß die polnischen Grundsatzerklärungen nicht eins zu eins in die Wirklichkeit übertragen muss, so machen sie zumindest eines klar: Polen will den von Deutschland eingeschlagenen Weg nicht mitgehen. Es gibt in Deutschland eine Schar von sog. Konservativen, die Polen hierfür loben, vielleicht weil sie heimlich auf Verbündete jenseits der Oder hoffen. Ich bin skeptisch, ob dieser Ansatz eines Schulterschlusses Früchte tragen kann. Vor allem scheint mir die Berufung auf einen gemeinsamen Christengott ein Trugschluss. Deutsche Christen – ganz gleich ob evangelisch oder katholisch – sind mit Masse universalistisch, das heißt, sie glauben in globalen Dimensionen, dieser Glaube schließt Weltrettungsphantasien ein. Polens Katholiken unterscheiden sich hiervon diametral. Ihr Glaube ist national, wo nicht nationalistisch. Die allseits bekannten zugehörigen Rituale sind es auch. Ihre Maria ist eine Polin, in Czenstochau (Częstochowa) kann man sie besichtigen und bei Bedarf anbeten.

Friedensschalmeien und Kriegstrompeten – deutsch-polnische außen- und sicherheitspolitische Differenzen

Unter den zahlreichen Differenzen zwischen Deutschland und Polen sind die außen- und sicherheitspolitischen Vorstellungen wohl am gravierendsten unterschiedlich und für beide Seiten auch am riskantesten. Polen setzt zu hundert Prozent auf die Vorgaben aus den USA, Deutschland tut dies – ganz verstärkt nach dem Amtsantritt von Donald Trump als US-Präsident – nicht (mehr).

Kurzer Blick zurück: Vor dem Zusammenbruch des Ostblocks, in den Polen zwangsweise eingebunden war, war das Land von Truppen der Roten Armee dicht umstellt. Die Umklammerung endete erst 1994 mit dem Abzug der letzten Verbände der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland aus der ehemaligen DDR. Gleichzeitig begannen die US-amerikanischen Aktivitäten, die ehemaligen Satelliten der Sowjetunion in die Nato herüberzuziehen. Polen, Ungarn und Tschechien traten 1999 der Nato bei, andere ehemalige Ostblockländer folgten drei Jahre später. Dem Nato-Beitritt Polens waren bilaterale USA-polnische Absprachen vorausgegangen, die eine Stationierung des von der USA in Europa zu installierenden Raketenabwehrsystems zum Gegenstand hatten. Polen bot sich selbst als Standort an.

In diesem Zusammenhang mag ein kurzer Rekurs auf die Nato das Verständnis der Vorgänge erleichtern. Die 1949 auf Betreiben der USA gegründete Nato war ein politisches und militärisches Bündnis, das neben Canada die Staaten des westlichen Europa (mit wenigen Ausnahmen) vom Nordkap bis zum Bosporus zu einer anti-sowjetischen Kampf-Genossenschaft zusammenschloss. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion verlor die Nato im Prinzip ihre Existenzberechtigung. Dem entsprechend kam die Nato ihrer Selbstauflösung in den 1990-er Jahren recht nahe.

Die Auflösung der Nato fand nicht statt, das ist bekannt. Sie konzentrierte sich selbst auf einen neu-alten Gegner – auf Russland. Diese Änderung kam nicht aus dem Nichts, sondern sie hatte zwei konkrete Gründe: (1) Durch die Hereinnahme von ehemaligen Ostblockstaaten ins Bündnis wurde dieses fast automatisch anti-russisch, denn diese Staaten traten aus einem einzigen Grund der Nato bei: Es war ihre durch die Erfahrungen der Vergangenheit bestehende Angst vor Russland. Die beitretenden Länder musste also niemand zum Beitritt nötigen. Sie handelten – aus ihrer Sicht – im eigenen Interesse. Allerdings waren sie, wie sich bald zeigen sollte, in ihren anti-russischen Sentiments unterschiedlich. An der Spitze des Anti-Russischen stand Polen. Wenn es überhaupt eine Konstante in seiner Politik gibt, so ist es der Russenhass.

Mit diesem anti-russischen Element als Grundton der Nato-Doktrin traten Differenzen der Nato-Vormacht USA zu den ursprünglichen europäischen Verbündeten zu Tage, an deren Spitze Deutschland und Frankreich. In beiden Ländern spielt die Russenfurcht kaum eine Rolle. Frankreich sieht sich selbst als globalen Akteur, für den Russland eine unter vielen Größen darstellt, Deutschland hingegen schätzt das russische Riesenreich vor allem als einen willkommenen Geschäftspartner.

(2) Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion waren die USA nach ihrer Selbsteinschätzung zur einzigen Weltmacht aufgestiegen. Die US-Regierung kam, so glaubte sie, in den 1990-er Jahren dem Status einer Weltregierung zum Greifen nahe. Dieses Gedankenmodell – auch als New World Order bezeichnet – erhielt zum Jahrhundertwechsel unübersehbar Risse. Es war der Versuch, die russische Volkswirtschaft von Wall Street aus zu übernehmen, der am 31. Dezember 1999 scheiterte. Genau an diesem Tag übernahm im Kreml Wladimir Putin das Kommando. In einer eher nach Wochen als nach Monaten bemessenen Frist stoppte er den russischen Ausverkauf und beendete so den amerikanischen Traum.

Nunmehr schaltete die US-Politik auf Russland-Feindschaft um. Die in den USA erlassenen anti-russischen Gesetze legen hierüber unmissverständlich Zeugnis ab. Zugleich wurde der äußere Ring um Russland enger gezogen. Die baltischen Staaten kamen in die Nato und die Ukraine erhielt nach mehreren Fehlversuchen im Frühjahr 2014 eine US-freundliche Regierung. Zeitgleich startete der Versuch, der russischen Schwarzmeerflotte den Hauptstützpunkt Sewastopol auf der Krim zu entziehen. In Tagesfrist reagierte Russland durch die Einverleibung der Krim in den russischen Staat, nachdem man auf der Schwarzmeerhalbinsel im Handstreich eine einschlägige Volksabstimmung hatte stattfinden lassen.

Die Reaktionen in Washington waren von blanker Wut diktiert. Die europäischen Partner wurden gedrängt, Russland mit einem verschärften Wirtschaftskrieg zu überziehen. Es gab praktisch nur einen Staat, der freudig in diese Kriegstrompete blies, das war Polen. Andere Länder folgten nur widerwillig, so Deutschland, dessen Abhängigkeit von russischen Rohstoffen selbst den Wirtschafts-Laien im Kanzleramt irgendwie zum Bewusstsein gekommen sein muss. Denn die Abschaffung von Ölheizungen im Inland durchzusetzen und auf den Import von russischem Erdgas zu verzichten, macht selbst dort Mühe, wo man glaubt, dass der Strom aus der Steckdose kommt. Jedenfalls setzte man dem Vorhaben der Energieversorger nichts entgegen, eine zweite Gaspipeline, diesmal durch die Ostsee (Northstream II), zu bauen.

Man konnte sich darauf verlassen: Die ersten strikten Gegner, die das Vorhaben auf den Plan brachte, waren die Polen. Ihr Motiv: Ein Bündel aus anti-russischen und anti-deutschen Ressentiments, dem Ärger, von einem wohlfeilen Wegelagererzoll abgeschnitten zu sein, weil die Pipeline nicht über polnisches Territorium verläuft, und schließlich und nicht zuletzt, die Möglichkeit, den US-Amerikanern zu Gefallen zu sein. Das ist ein riskantes Gebräu.

Es ist die amerikanische Seite dieser Pipeline-Medaille, die ein Doppelgesicht zeigt: Entweder der einst beste US-Verbündete, Deutschland, schwenkt wieder auf die Vorgaben aus Washington ein, oder er wird isoliert. Eine Reihe von Ereignissen nötigt zu dieser Folgerung: Die aus der Zeit der US-Außenministerin Hillary Clinton stammende Berichterstattung der US-Botschaft in Berlin (nachlesbar bei Wikileaks), der erste Europabesuch des gerade ins Amt gelangten US-Präsidenten Trump, der nicht zufällig Polen galt, wo er zudem das Land als die Mitte Europas bezeichnete, und schließlich die Aufrüstung der polnischen Luftwaffe mit allerneustem amerikanischem Fluggerät, wobei man die ironische Frage aufwerfen darf, ob das hierfür benötigte Kleingeld aus der deutschen Steuerkasse stammt.

Wie dem auch sei: Die Amerikaner machen ernst und die Polen applaudieren dazu. Soeben haben die USA ein Gesetz erlassen, dass den Weiterbau von Northstream II nach US-Recht für strafbar erklärt. Und Deutschland? Sein Außenminister kämpft gegen rechts und seine Kanzlerin lässt von Südafrika aus in souveränen Bundesländern die Wahlen annullieren.

©Helmut Roewer, Februar 2020

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Redaktionelle Anmerkungen:

Die Teile 1-4 finden Sie unter folgenden Links:

– Teil 1: Wo das herkommt (https://conservo.wordpress.com/2020/02/04/manfred-marek-aspekte-der-schwierigen-nachbarschaft-von-deutschen-und-polen/)

– Teil 2: Krieg der Verlierer (https://conservo.wordpress.com/2020/02/27/manfred-und-marek-aspekte-der-schwierigen-nachbarschaft-von-deutschen-und-polen/

– Teil 3: Polen und Deutschland als Spielball der Weltmächte (https://conservo.wordpress.com/2020/02/28/manfred-marek-aspekte-der-schwierigen-nachbarschaft-von-deutschen-und-polen-2/)

– Teil 4: Ende offen, allzu offen (https://conservo.wordpress.com/2020/02/29/manfred-und-marek-aspekte-der-schwierigen-nachbarschaft-von-deutschen-und-polen-2/)

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*) Dr. Helmut Roewer wurde nach dem Abitur Panzeroffizier, zuletzt Oberleutnant. Sodann Studium der Rechtswissenschaften, Volkswirtschaft und Geschichte. Nach dem zweiten juristischen Staatsexamen Rechtsanwalt und Promotion zum Dr.iur. über ein rechtsgeschichtliches Thema. Später Beamter im Sicherheitsbereich des Bundesinnenministeriums in Bonn und Berlin, zuletzt Ministerialrat. Frühjahr 1994 bis Herbst 2000 Präsident einer Verfassungsschutzbehörde. Nach der Versetzung in den einstweiligen Ruhestand freiberuflicher Schriftsteller und Autor bei conservo. Er lebt und arbeitet in Weimar und Italien.
www.conservo.wordpress.com    29.02.2020

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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11 Antworten zu Manfred und Marek – Aspekte der schwierigen Nachbarschaft von Deutschen und Polen

  1. Dr. Gunther Kümel schreibt:

    Die BRD hat NICHT den Verzicht auf Ostdeutschland erklärt!
    In einer gewundenen juristischen Konstruktion hat sie lediglich ein Bestehen einer Grenze bestätigt.
    Denn auch die wiedervereinigte BRD wäre zu einem Verzicht nicht berechtigt. Dazu wäre nur der ehemalige Kriegsgegner der Alliierten berechtigt, also das Deutsche Reich. Laut Rechtsprechung des Bundes-GG-Gerichtes besteht das Deutsche Reich fort, ist rechtsfähig, aber nicht handlungsfähig, mangels institutionalisierter Organe. Auch zu einem Friedensvertrag wäre die BRD nicht berechtigt.
    Übrigens sprechen wir hier nicht etwa von einem „Deutschland in den Grenzen von 1937“.
    Das ist bloß eine juristisch bedeutungslose Formel der WKII-Feindmächte des Deutschen Reiches.
    Irgendwelche Abtrennungen und Grenzveränderungen des (dzt handlunsunfähigen) Reiches können nur in einem Friedensvertrag festgelegt werden, einem Vertrag zwischen dem Reich und den WKII-Feindmächten; das waren bekanntlich fast alle Staaten der Erde. Dadurch erklärt sich auch, daß die Koalition der Feindmächte, die ab 1944 als „Vereinte Nationen“ auftraten, zur Weltorganisation UNO mutieren konnte.
    .
    Aber abseits jeder juristischen Spitzfindigkeit:
    Wenn ein guter Geist uns Pommern, Schlesien, Preußen und das Sudetenland zurückgeben würde, durch ein Wunder ohne die Siedler seit 1944/45:
    WIR KÖNNTEN DIE GEBIETE NICHT BESIEDELN!
    Es reicht unsere Volkskraft mittlerweile dch nicht einmal zur Besiedlung von Mecklenburg aus, kaum zur Besiedlung Hessens. Und die deutschen Städte sind besiedelt von Türken und Anehörigen von 100 anderen Ethnien.

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  2. Patricia schreibt:

    Stimmt, Polen und Deutsche mochten sich nie. Die Familie meiner Mutter stammt aus Schlesien, interessant, was uns erzählt wurde. Es gibt jede Menge polnischer Priester bei uns – auch da könnte ich vieles erzählen, was so gar nicht politisch korrekt ist. Als Melkkuh ist Deutschland immer noch gefragt, sonst nicht.

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    • lilie58 schreibt:

      Stimme zu, da blickt keiner mehr durch. Die Diskrepanzen zwischen dem , was uns so langläufig erzählt wird und dem, was tatsächlich ist. Ich hoffe, dass das dann auch stimmt, was uns Dr. Kümel erzählt hat, und eigentlich sollte das auch Dr. Roewer bekannt sein. Im Übrigen, mit einer entsprechenden Familienpolitik könnten wir den Osten auch wieder besiedeln. Nur als bescheidener Vorschlag ;-). Apropos, die Familie meiner Mutter stammt auch aus O/S.

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      • Artushof schreibt:

        Meine Vorfahren lebten viele Jahrhunderte in Danzig.
        Erzählungen, Abschriften und die Erlebnisse aus erster Hand zu haben ist ein wahrer Schatz. Wurden doch die offiziellen Mitteilungen oft anders geschildert, als sie in Wirklichkeit waren. Mit der Aufarbeitung und den zugänglichen unzensierten Büchern habe ich gerade erst begonnen.
        Eine Homepage entsteht zur Zeit.

        Wer Zeitzeugen in der Familie hat oder hatte und dadurch vieles niedergeschrieben wurde kann diese Ereignisse gerne auf meiner Homepage veröffentlichen.

        Die E-Mail lautet: nectemere-nectimide@web.de

        Freundliche Grüße

        Artushof

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      • Dr. Gunther Kümel schreibt:

        Lilie,
        Freilich stimmt, was ich schreibe. Bei Nachfraen kann ich wohl auch Quellen nennen.
        Familienpolitik, ja, da haben Sie völlig recht!
        Allerdings ist das Problem diffiziler, als man zunächst meint.
        Seit 50 Jahren besteht eine Geburtenlücke, also seit gut 2 Generationen. Die Folge ist eine starke Verzerrung der Altersstruktur der Deutschen. Es sind heute viel zu wenige Deutsche vorhanden, die in der Altersgruppe „potentielle junge Eltern“ sind. Nur mit denen kann ja heute Familienpolitik gemacht werden. Die Jungen wurden nicht geboren, weil schon deren potentielle Eltern gar nicht geboren wurden.
        Schon 1985 veröffentlichte der Bevölkerungswissenschaftler HERWIG BBIRG, daß zum damaligen Zeitpunkt bereits so viele Junge fehlten, daß zum Ausbügeln der Geburtenlücke die deutschen Frauen im Durchschnitt VIER KINDER hätten in die Welt setzen müssen. Seit damals sind 35 Jahre vergangen. Heute berechnet schon gar keiner mehr, wieviele Kinder theoretisch für jede einheimische Familie erforderlich wären, um das Aussterben des Deutschen Volkes zu verhindern.
        .
        Die Rechnung ist einfach: Jedes Kind hat zwei Eltern. Also muß jedes Elterpaar im Durchschnitt 2 (tatsächlich 2,2) Kinder in die Welt setzen, damit in 25 Jahren genügend Deutsche der betr. Altersklasse leben. Die Geburtenrate in der BRD (in Österreich sieht es nicht besser aus) liegt aber bei 1,4! Rechnet man die Staatsbürger fremder Ethnien heraus und betrachtet nur die Einheimischen, ergibt sich eine Geburtenrate von 1,0 bis 1,2 !!!!!
        Das heißt, in jeder Folgegeneration halbiert sich die Zahl der Jungen, beträgt nach 2 Generationen nur noch ein Viertel, dann ein Achtel, … … und der letzte .macht das Licht aus!
        .
        Heute kann es nur noch Notkonzepte zur Familienpolitik geben.

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    • gerardfrederick schreibt:

      Das Deutsche Blut an den Händen der Polen schreit klanglos gen Himmel. Das heutige Polen besteht bis zu 40% aus gestohlenem deutschen Gebiet welches seit dem Mittelalter von uns besiedelt und zivilisiert wurde. Heute ist es nichts weiter als ein gewaltiger deutscher Friedhof von deutschem Blut durchtränkter Erde. Es ist geschichtliche Tatsache, dass man diejenigen welche einen hassen, niemals befriedigen kann; ausserdem wird Polen seit 100 Jahren von unsren Feinden (den jetzigen ¨Freunden¨) dazu missnutzt uns Schaden zuzufügen. Der Deutsche der solches nicht begreift ist ein törichter Trottel von leider Gottes deutscher Dimension.

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  3. Artushof schreibt:

    Bombenopfer verhöhnt

    28.02.20
    Dresden – Zu einem „Stillen Gedenken“ hatte der Landesverband Sachsen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) am 13. Februar anlässlich des 75. Jahrestages der Zerstörung Dresdens auf den Alten Annenfriedhof geladen. Neben Vize-Landtagspräsidentin Andrea Dombois, zugleich sächsische VDK-Vorsitzende, und Ministerpräsident Michael Kretschmer (beide CDU) gedachten Vertreter von Landtagsfraktionen, Stadt, Bundeswehr sowie zahlreiche Bürger der Opfer der Luftangriffe. Sämtliche Kränze, die im Anschluss an eine durch Militärdekan Thomas Balogh gehaltene Andacht und die Verlesung des Totengedenkens niedergelegt worden waren, wurden in der Nacht auf den 14. Februar entfernt, zum Teil angezündet und in einen Müllcontainer geworfen. Mit den Worten „Deutsche Täter sind keine Opfer – Opfermythos und Gedenken abschaffen“ bekannte sich eine Gruppierung, die mit „Eure Putzfrauen“ unterzeichnete, auf der linksradikalen Homepage „Indymedia“ zu der Tat. E.L.

    paz

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  4. Artushof schreibt:

    Vielen Dank an Herrn Helmut Roewer, für seine ausführliche Ausarbeitung.

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  5. BLITZKRIEG schreibt:

    Hat dies auf Manfred O. rebloggt.

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  6. oldman_2 schreibt:

    „Ihre Maria ist eine Polin, in Czenstochau (Częstochowa) kann man sie besichtigen und bei Bedarf anbeten.“ Einspruch. KEIN Katholik wird sie „anbeten“, egal ob deutscher oder Pole. Angebetet wird allein Gott, zumindest von den Gläubigen. Trotzdem witzig .

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    • gerardfrederick schreibt:

      DAS ist Quatsch. Der polnische Katholizismuss ist krankhaft nationalistisch von anti-Deutschem Hass geprägt. In Blomberg predigten katholische Priester von der Kanzel Deutsche zu ermorden, ein Massenmord an welchem sie wahrscheinlich teilnahmen. Was deren Maria anbetrifft, Hitler, mit Himmler´s Zustimmung befahl dass eine SS Ehrenwache das Monument zu bewachen hatte. Der Katholizismus, generell gesehen, ist eine einzige anti-deutsche Brutstátte welche den 30-jährigen Krieg zu verantworten hat einschliesslich der Ausradierung von 73% (!) der deutschen Bevölkerung und des Hochverats während des 2-ten uns aufgezwungenen Kriegs, ein Krieg welcher unter anderen von den polnischen Erzkatholiken herbeigewünscht und in vieler Hinsicht verursacht wurde.

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