Bücherverbrennung 2015 – politisch-korrekt: Alles muß raus (was „rechts“ ist)!

(www.conservo.wordpress.com)
Von Peter Helmes
Es beginnt ganz harmlos mit ein paar Büchern, zuerst auf dem Dorf, dann im ganzen Land – versuchsweise im „Ländle“. Den ersten Ansturm haben wir schon erlebt. Ob wir ihn schon überstanden haben? Wer weiß? Aber was wir wissen:
„Neger“ gibt´s nicht mehr, also auch nicht mehr das sehr beliebte und häufig gesungene Lied von den „zehn kleinen Negerlein…“. „Zigeunerschnitzel“ – eines der meist bestellten deutschen Gerichte – sind heute nicht mehr lieferbar, weil es zwar noch Zigeuner gibt, die aber so nicht mehr genannt werden dürfen, genauso nicht wie „Rothäute“, die jetzt Aborigines der USA heißen. Von den gelb Pigmentierten ganz zu schweigen usw. usw…
Also wird unsere gesamte große und kleine Literatur durchforstet nach politisch nicht korrekten Begriffen, wobei es keine Rolle spielt, daß Kultur stets den Geist der jeweiligen(!) – und nicht den der heutigen – Zeit wiederspiegelt. Und „geschlechterspezifisch“ geht gar nicht, „geschlechterneutral“ ist korrekt. Der Sprachfluß ist verhunzt („Grünen und Grüninnen, Studierende und Studierendinnen…“), „Gattungsbegriff“ eine Vokabel aus der Macho-Steinzeit.
Es versteht sich von selbst, daß das grün-rote Musterländle im Kampf gegen Schundliteratur vornewegschreitet und alles ausmerzt, was nicht ihrem Weltbild entspricht. Alles muß raus! Im Klartext: Büchervernichtung in großem Stil! Den Anfang machte man – logisch! – in der Provinz, der Ort heißt Dürrheim, was aber wenig zur Sache beiträgt. Und wo Dürrheim liegt, ist ganz egal. Aber da gibt´s jedenfalls eine Bibliothek mit immerhin rund 8.000 Büchern, wovon 40 Prozent (3.200) politisch verdächtig erschienen. Sie wurden „entsorgt“ – auf Anordnung des Regierungspräsidiums.

(Mehr dazu hier: http://www.suedkurier.de/region/schwarzwald-baar-heuberg/bad-duerrheim/Grosses-Bestuerzen-ueber-Aussortierungsaktion-in-Bad-Duerrheimer-Bibliothek;art372507,8079226
„Nachrichten aus Hinterland“ *) berichtet:
„Spannend dabei die Begründung vom Regierungspräsidium, welches diese Aktion durchführte (Zitat): „Die Behörde hat nach Angaben von Bibliothekarin Christina Kälberer nicht ohne Grund und nicht „nach gut Dünken“ die Bücher aussortiert. „Wir gehen bei diesen Aktionen nach drei Kriterien vor“, erläutert sie. Diese sind: Aktualität, Häufigkeit des Ausleihens, Zustand. Sind diese Anforderungen nicht erfüllt, wird das Buch ausgemustert.“
Um Himmels willen – alte Rechtschreibung!
Also Aktualität, Häufigkeit des Ausleihens, Zustand. Danach könnte sicher auch die Bibel entsorgt werden. 🙂 Doch weiter (Zitat): Bei Kinder- und Jugendliteratur weist die Bibliothekarin darauf hin, dass einige Bücher in alter Rechtschreibung verfasst seien, „wobei die richtige Schreibweise gerade für Kinder wichtig ist.“ Außerdem sei das so genannte Wording, also die Formulierung, in einigen Büchern nicht zeitgemäß. Christina Kälberer nennt etwa das Wort „Neger“, das noch in Klassikern vorkomme.
Eiei – was ist böser? Das Wort Neger? Oder Bücher zu beseitigen, in denen es drinsteht (in Pippi Langstrumpf zum Beispiel)? Gegen Vergleiche mit dieser Zeit, die u.a. auch für Bücherbeseitigungen bekannt wurde, wird man sich natürlich verwahren. https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_verbotener_Autoren_w%C3%A4hrend_der_Zeit_des_Nationalsozialismus
Wobei man eigentlich gut-demokratischer Tradition folgt – denn das Bücherbeseitigen findet nicht nur in Diktaturen statt, oh nein…(http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=184762)
Es findet sicherlich auch heute, in diesem Moment statt – ohne, dass wir es bemerken.
Und es wäre interessant, in diesem Rahmen mal zu schauen, was auf welcher Grundlage passiert. Das Grundgesetz schließt bekanntlich in Artikel Fünf eine Zensur aus (Eine Zensur findet nicht statt). Ich werde dem mal in einem Folgeartikel etwas genauer nachgehen.
Für jetzt gilt festzustellen, dass die Zeiten rauer werden – und ärmer (an geistigem Austausch). Und es ist immer noch der Beginn. Wer sagte nochmal, dass, wo man Bücher verbrenne, man am Ende auch Menschen verbrenne? Ich weiss es grade nicht mehr.
Nur werden die Bücher heute wohl eher wiederverwertet, schätze ich. Das könnte man auch mit Menschen tun. Wird wohl auch schon getan. Brrr.“
*)verwendete Quelle: https://nachrichtenaushinterland.wordpress.com/2015/08/19/es-beginnt-ganz-harmlos-mit-ein-paar-buechern/)
http://www.conservo.wordpress.com

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen Emails sowie auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zueigen. *****
Dieser Beitrag wurde unter Die Grünen, Kultur, Politik Deutschland abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Bücherverbrennung 2015 – politisch-korrekt: Alles muß raus (was „rechts“ ist)!

  1. MURAT O. schreibt:

    Hat dies auf MURAT O. rebloggt.

    Liken

  2. wreinerschoene schreibt:

    Leider wird es nicht die letzte Bücherverbrennung sein, schließlich ändern sich die Meinung fast täglich. So langsam Stück für Stück, wird Deutschland in die richtige Richtung geleitet. Heute darf man das nicht sagen, morgen kommt die nächste Stufe, und keiner merkt es. Kinder werden so manches Original an Büchern nicht mehr zu lesen bekommen. Im Grunde ist die GEMA bzw GEZ überflüssig die zum Schutz der Copyright eingerichtet wurde. Denn auch die Bücherverbrennung ist ein Verstoß gegen das Urheberrechtes, sobald die Bücher umgeschrieben werden. Hier stört es komischer Weise keinem. Aber zweierlei Maß, zweierlei Recht, und wir in Deutschland waren weltweit mit unserer DIN Norm einmal führend. Lang, lang ist es her.

    Liken

  3. Pingback: Kulturkampf in Europa | Kreidfeuer

Kommentare sind geschlossen.