Ungesühnte Massenmorde

(www.conservo.wordpress.com)

Von Dieter Farwick, BrigGen a.D. und Publizist

In der Zeit vom 1917/8 – Errichtung des Sowjetsystems – und 1953 – dem Tode Stalins – sind unter Lenin und Stalin mindestens 20 Millionen Sowjetbürger und Angehörige religiöser und ethnischer Minoritäten ohne Gerichtsurteile ermordet und in der Regel anonym in Massengräbern verscharrt worden. Nach 1953 ging das Morden in „Arbeitslagern“ weiter. Besonders betroffen waren die Ukrainern, die rd. 6 Millionen Tote zu beklagen haben. Aber auch zahlreiche Deutsche waren unter den Toten.

In seinem Buch „Massenmord unter dem Sowjetstern – 1917 – 1953 – Tatorte Tatgeschehen“*) liefert Robert Winter eine grauenhafte Dokumentation.

Noch heute werden u.a. bei Bauarbeiten auf dem Territorium der ehemaligen Sowjetunion Massengräber entdeckt, deren Leichen nach Verwesung nur schwer an Hand von Bekleidungsstücken, Schuhwerk und Uniformteilen zu identifizieren sind. Feststellen kann man jedoch die überwiegende Todesursache: Tod durch Genickschuss – auch bei Frauen und Kindern.

Die einheimische Bevölkerung hilft mit Hinweisen bei der Entdeckung vonMassengräbern.

Die Massenmorde auf dem Territorium der ehemaligen Sowjetunion werden unverändert von offiziellen Stellen in Russland juristisch nicht verfolgt, obwohl es in jeder Familie Opfer und Täter gegeben hat.

Jahrelang war es Russland gelungen, die Ermordung von tausenden polnischen Offizieren in Katyn im Jahre 1939 der deutschen Wehrmacht in die Schuhe zu schieben, was auch von deutschen Historikern genutzt wurde, das Ansehen der Wehrmacht und ihrer Soldaten in den Dreck zu ziehen.

Eine besonders grausame Entdeckung: „ In einem Wald bei Kuropaty, nahe Minsk (Weißrussland) hatten Bürgerrechtler1988 auf einem 10 bis 15 Hektar großen Terrain ein Gräberfeld aufgefunden. Die insgesamt 510 Massengräber bargen die Überreste von etwa 100.000 Menschen ( weißrussische Quellen sprechen von einer Viertelmillion Opfer) – Weißrussen, Litauer, Esten, Letten und Juden.“

Kuropaty wird als die „Größte Grabstelle der Welt“ bezeichnet (siehe Massenmord…S. 27)

Zu einem Auftritt von dem Ex-Präsidenten Joachim Gauck schreibt Robert Winter:“ Bezeichnend für die einseitige und verklärte Geschichtsschreibung ist die Ehrung der gefallenen Sowjetsoldaten anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung durch Bundespräsident Gauck. Der ehemalige DDR – Pfarrer und Bürgerrechtler ehrte die „Ruhmreichen Sowjetsoldaten“, ohne die von der Sowjetunion begangenen Massenverbrechen in der Sowjetunion, in Polen, in Karelien, in den Baltenstaaten und anderswo auch nur zu erwähnen“( Massenmorde S. 123/4)

Das Buch von Robert Winter knüpft an das „Das Schwarzbuch des Kommunismus – Unterdrückung, Verbrechen und Terror „ an, dessen Veröffentlichung 1997/8 Massenmorde, die weltweit im Namen des Kommunismus geschehen sind, einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht wurden.

Der Vorteil des Buches von Robert Winter sind neue Informationen über Tatorte und Tatgeschehen, die die „friedliebende Sowjetunion“ zu verantworten hat. Allerdings fehlt jeder Ansatz einer Vergangenheitsbewältigung in der ehemaligen Sowjetunion und im heutigen Russland.

Anders wäre die Wiedererstarkung des Ansehens von Josef Stalin nicht möglich geworden.

Das Buch ist ein Muss für die Menschen, die sich mit diesem dunklen Kapitel der sowjetisch-russischen Geschichte befassen wollen.

*****

*) „Robert Winter: Massenmord unter dem Sowjetstern“, Osning Verlag, Bielefeld- Garmisch-Partenkirchen, 2017.

www.conservo.wordpress.com   2.7.17

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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2 Antworten zu Ungesühnte Massenmorde

  1. karlschippendraht schreibt:

    Über die Qualitäten eines Herrn Gauck müssen wir wohl nicht diskutieren . Um aber von den Verbrechen der Kommunisten abzulenken wurden und werden die deutschen Konzentrationslager bei jeder Gelegenheit als “ einzigartig “ negativ herausgestellt . Und die Greueltaten der NAZI`s werden bis ins Unglauhafte hinein aufgebauscht – je weiter diese Zeit zurück liegt um so mehr wird von sogenannten Historikern “ erforscht „. Wenn das nicht ausreichte wurde noch etwas hineingedeutet was garnicht der Realität entsprach und es wurde dazugelogen wie im Falle Katyn . Mitunter wird auch mal was weggelassen wie z.B. bei der Zahl Dresdener Bombenopfer . Hauptsache Deutschland steht als ein an Allem Schuldiger da , der als Einziger in der Weltgeschichte Massenmorde begangen hat und zwar dermaßen einzigartig dass sogar neugeborene deutsche Kinder bereits schuldig sind und eine ewige Verantwortung für Israel tragen .
    Warum sind kommunistische Verbrechen nicht ebenso bekannt und werden nicht ebenso medial behandelt ?
    Die Sache ist ganz einfach : Die NAZI`s glaubten , sie würden 1000 Jahre regieren und wären unbesiegbar , daher haben sie alles dokumentiert . Nach Kriegsende stand dann der ganzen Welt dieses Material zur Verfügung und wurde zu wahrheitsgemäßer Dolumentation und ebenso zu widerlicher Geschichtsfälschung verwendet.
    Die Kommunisten wussten von Anfang an dass sie Verbrecher waren und waren sich auch zu keinem Zeitpunkt ihrer Gewaltherrschaft sicher . Daher vermieden sie es ganz bewusst , ihre Greueltaten- die sogar das NS-Regime an Grausamkeit noch überboten – zu dokumentieren sondern handelten genau umgekehrt . Somit steht der Welt keinerlei Doku-Material zur Verfügung um die kommunistischen Verbrechen der Menschheit vor Augen zu führen . Daher ist weltweit der völlig falsche Eindruck entstanden dass Deutschland ganz allein sich gegen Menschenrechte vergangen hat . Aber dem Kenner der Materie ist inzwischen schon lange bekannt dass die NAZI`s
    ca. 30 Mio. Tote zu verantworten haben , die Kommunisten aber 100 Mio . Und einer solch mörderischen Ideologie hängen heute in Deutschland immer noch Parteien an wie Linke , Grüne und Teile der SPD .
    Allerdings darf nicht verschwiegen werden dass die sogenannten westlichen Demokratien wohl besser daran täten , sich aus Diskussionen über Massenmord und Völkermord heraus zu halten .

    “ Wer unter Euch ohne Sünde ist …………“

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