Renate Sandvoß: Schluss mit lustig im Puff

(www.conservo.wordpress.com)

Von Renate Sandvoß *)

Regulierungs- und Überwachungsdrang

Als Hamburger Deern wie ich, ist man ja eigentlich mit allen Wassern gewaschen. Da liebt man seine Heimatstadt an der Elbe von ganzem Herzen: die idyllische Alster, den feinen Stadtteil Blankenese mit seinen luxuriösen Häusern am Elbhang, die noble Milchstraße mit ihren edlen Karossen, den rustikalen Hamburger Fischmarkt und natürlich auch die vielseits besungene und gepriesene Reeperbahn auf St. Pauli. Wie oft bin ich hier nach einem Operettenbesuch noch ein wenig entlang geschlendert, habe mich von der fröhlichen, beschwingten Atmosphäre mitreißen lassen und das lustige Treiben beobachtet. Doch seit dem 1. Juli 2017 ist Schluss mit lustig auf der sündigen Meile!

So mancher Prostituierten ist das Lachen im Halse stecken geblieben und auch so mancher Freier schaut beim Verlassen eines Bordells nicht mehr ganz so zufrieden aus der Wäsche. Schuld daran ist – wie soll es auch anders sein – unser aller Lieblingsminister Heiko Maas. Sein Regulierungs-, und Überwachungsdrang macht selbst vor dem Puff nicht halt, denn es wäre doch gelacht, wenn man dem zügellosen Leben auf der Reeperbahn und anderen Vergnügungsvierteln nicht Einhalt gebieten könnte, damit auch unsere lieben moslemischen Migranten keinen Anstoß daran nehmen können und so einer weiteren Islamisierung nichts mehr im Wege steht. Und da hat sich der kleine Heiko nach dem Netzdurchsetzungsgesetz und der „Ehe für alle“, die auch Platz für Ehe mit Minderjährigen und Polygamie läßt, ein neues Gesetz einfallen lassen: das sogenannte Prostituierten-Schutzgesetz. Selbstverständlich hat er dabei nur den Schutz vor Zwang und Ausbeutung für diese „bedauernswerte Berufsgruppe“ im Sinn, und die Stärkung der sexuellen Selbstbestimmung. So jedenfalls erklärt er dieses Gesetz öffentlich. Doch schaut man hinter die Kulissen, so wird schnell klar: hier geht es eindeutig um etwas ganz anderes, um eine Eindämmung des „ältesten Gewerbes der Welt“, das dem Islam in unserer freiheitlichen, westlichen Kultur schon lange ein Dorn im Auge ist.

Worum geht es in diesem Prostituiertenschutzgesetz eigentlich, das am 1.Juli 2017 in Kraft trat?

Ab sofort ist eine absolute Kondompflicht festgeschrieben. Gut sichtbar muß darauf auf Schildern an Bordellen oder Wohnwagen hingewiesen werden. Bei Zuwiderhandlung hat der Freier eine deftige Strafe von bis zu 50 000 € zu zahlen. Da kommt Freude auf! Bedeutet sexuelle Selbstbestimmung eigentlich nicht, dass ein jeder Mensch – und so auch eine Prostituierte – eigenverantwortlich entscheiden kann, ob sie einen Schutz benutzt oder nicht? In der Praxis sieht es doch so aus, dass der Freier ein paar Scheinchen mehr auf den Nachttisch legt und schon zeigt sich die „gewisse Dame“ etwas entgegenkommender und verzichtet auf ein Kondom. Fest steht: für den „armen Freier“ wird das Vergnügen ab jetzt teurer, denn entweder zahlt er Strafgeld oder einen Sonderleistungs-Aufschlag……

Fragwürdige Überprüfung

Doch halt: wie wollen die Ämter eigentlich die Einhaltung des neuen Gesetzes überprüfen? Fest steht: die Kommunen können Auflagen erteilen und auch von sich aus einfach so die Tätigkeit als Prostituierte verbieten. Sieht es jetzt künftig so aus, dass bei Beschwerden von moslemischen Anwohnern die Ausübung des Berufes untersagt wird? Auch können sich Angehörige des Amtes jederzeit Zutritt zu den Etablissements der Prostituierten verschaffen, um die Einhaltung des Gesetzes zu überprüfen. Heißt das jetzt: Kamasutra unter den Augen des Amtes? Sprengen die Mitarbeiter jetzt künftig die „Veranstaltung“ und lupfen die Bettdecke? Stellen die Behörden für die Kontrollen extra Personal ein? Welche Berufsbezeichnung erhalten sie? Wird es künftig Testfreier geben? Fragen über Fragen…

Werbung für´s Gewerbe ist künftig in Schrift, Ton oder Bildträgern verboten, wenn darin auf Sex ohne Kondom hingewiesen wird. Auch ist in Puncto Werbung auf die Gemüter von Kindern und Jugendlichen Rücksicht zu nehmen, die daran Schaden nehmen könnten. Wie verlogen, wenn man bedenkt, dass selbst Grundschulkindern die extremsten sexuellen Praktiken und Neigungen im Unterricht von den Linken und Grünen aufgedrängt werden! Szenetypische Begriffe wie „naturgeil“ oder „tabulos“ – früher in jedem Fernsehvideotext üblich – dürfen nicht mehr in der Werbung benutzt werden.

Jede Prostituierte muß künftig einen sogenannten „Hurenpass“ mit sich führen. Darin vermerkt sind Name, Adresse, Geburtsdatum und Berufsbezeichnung. Dabei ist zu bedenken, dass viele der ausländischen Sexarbeiterinnen keine Meldeadresse haben und somit keine behördliche Registrierung erfolgen kann. Außerdem: Diese offizielle Abstempeln von bestimmten Bevölkerungsgruppen erinnert doch irgendwie an die dunkle deutsche Vergangenheit. Doch das scheint Heiko Maas nicht zu stören, eher wohl zu beflügeln.

„Flatrate“ und „Gangbang Partys“ sind ab sofort verboten. Freier berichteten, dass sie künftig in Privatwohnungen ausweichen und das „gesellige Beisammensein“ als Pornodreh anmelden werden.

Des weiteren werden Prostituierte dazu verpflichtet, regelmäßig an Beratungsgesprächen teilzunehmen.

Dominastudios müssen künftig mit getrennten Toiletten für Gäste und Studiobetreiber ausgestattet werden. Bauliche Veränderungen werden vom Amt überwacht. Da die Studios nur in seltenen Fällen über genügend Platz verfügen, bedeutet das das Aus für so manche Domina.

Widerspruch

Doch all diese Gesetzestexte, die doch angeblich dem Schutz und der Selbstbestimmung der Prostituierten dienen sollen, blieben nicht ohne Widerspruch. Am letzten Mittwoch reichten 25 Beschwerdeführer in Karlsruhe Klage gegen das neue Prostituiertenschutzgesetz ein, darunter Sexbetriebe, Freier und Prostituierte. Grund: massiver Eingriff in die Grundrechte der Sexarbeiterinnen und Angst vor gesellschaftlicher Ausgrenzung durch Offenlegung persönlicher Daten. Sie sehen die Berufswahl gefährdet, die informelle und sexuelle Selbstbestimmung sowie die Unverletzlichkeit der Wohnung gefährdet, – so der Verfasser der Klageschrift. Insgesamt stellt das Gesetz die Prostitution unter ein Ausnahmeregime mit totaler Kontrolle, was durch die tatsächlichen Gefahren in diesem Wirtschaftszweig nicht gerechtfertigt ist, sagte Starostik, der auch Richter am Verfassungsgericht des Landes Berlin ist.

Prostituiertenschutz nicht gewährleistet

An den Begriff „Ehe für alle“ haben wir uns bereits gewöhnt, – so oft, wie er in den letzten Tagen in allen Medien genannt wurde. Achtung: da steht nicht „Homo-Ehe“, sondern „Ehe für alle“. Da muß man sich nicht an einen neuen Ausdruck gewöhnen, wenn zu gegebener Zeit nach islamischem Recht die „Ehe mit Minderjährigen“ oder die „Vielehe“ eingeführt werden. Das fällt alles unter den inzwischen vertrauten Begriff „Ehe für alle“ und wird von den gleichgültigen Bürgern bestimmt genauso abgenickt, wie die „Homo-Ehe“. Schließlich geht es um den allumfassenden Begriff der Liebe. Das Prostituiertenschutzgesetz bietet keiner einzigen Prostituierten Schutz, sondern es erschwert ihr massiv die Ausübung ihres Berufes. Und genau das ist der Sinn der Sache, denn Allah würde das lustreiche Treiben im freiheitlichen Westen nicht gefallen…

Das „Kondom des Grauens“ brachte bereits schon einmal gewaltige Nachteile fürs Liebesleben, und zwar in der gleichnamigen amerikanischen Filmkomödie aus dem Jahr 1996. Da können wir nur im Sinne der 200 000 Liebesdienerinnen und Liebesdiener in Deutschland hoffen, dass im Puff noch lange nicht „Schluß mit lustig“ ist! (siehe: https://www.prostituiertenschutzgesetz.info/wp-content/uploads/prostituiertenschutzgesetz-2017.pdf

*) Renate Sandvoß hat uns dankenswerterweise die Abdruckgenehmigung erteilt. Sie ist ständige Autorin auf JouWatch (https://www.journalistenwatch.com/).

www.conservo.wordpress.com   4.7.17

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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2 Antworten zu Renate Sandvoß: Schluss mit lustig im Puff

  1. karlschippendraht schreibt:

    Nicht nur Maas macht sich zunehmend zu einer – wenn auch gesellschaftsgefährlichen – aber trotzdem lächerlichen Witzfigur sondern auchdie gesamte Partei dieses Wunderknaben gibt sich der Lächerlichkeit preis . Im September würde ich die Spezialdemokraten unter 20% sehen .

  2. chrisbrawa schreibt:

    Es wrd immer grotesker. Jetzt wird das älteste Gewebe der Welt zum Wohle der Andergläubigen ins Visier genommen. Aber was noch fehlt, die Sodomie. Wenn schon Ehe für alle, dann fehlt diese noch. Soll doch auch beii diesen ausgelebt werden dürfen. .Es ist doch deshalb schon heute völlig egal, ob mit Frau, Mann oder „Kind“ das Sexleben praktiziert wird, warum nicht auch mit einer geliebten Ziege, oder andere anemalia?., Ich persönlich finde diese von Gesetz legalisierte Entwicklung einfach nur noch zum Kotzen. Sodom und Gomorra läßt grüßen. Wie soll ich dies meinen Kindern nahebringen?

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