Landtagswahl Niedersachsen – Zwei Sieger, viele Verlierer

(www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmes

Paukenschlag bei der Landtagswahl in Niedersachsen: Die SPD gewinnt die Wahl und wird wieder stärkste Kraft. Die CDU verliert und rutscht auf Platz zwei. Deutliche Verluste für die Grünen, die AfD liegt etwas über sechs Prozent und ist damit der zweite Gewinner der Wahl, die Linken verpassen den Einzug in den Landtag.

* Drei Wochen nach dem Debakel bei der Bundestagswahl hat die SPD die Landtagswahl in Niedersachsen überraschend klar gewonnen. Die CDU rutscht auf ihr schlechtestes Ergebnis seit 1959 ab.

* Die bisher mitregierenden Grünen büßen deutlich Prozentpunkte ein, bleiben aber vor der FDP.

* Die AfD schafft knapp den Einzug, die Linken verfehlen dagegen höchstwahrscheinlich wieder die Fünf-Prozent-Hürde.

* Die Wahlbeteiligung steigt auf 63,1 Prozent (59,4 Prozent i. J. 2013).

(Quelle: http://www.deutschlandfunk.de/niedersachsen-die-spd-gewinnt-die-wahl.2852.de.html?dram:article_id=398294)

Die SPD geht aus der Landtagswahl mit 36,9 Prozent als stärkste Kraft hervor. Die CDU muß Verluste hinnehmen und erreicht laut vorläufigem Ergebnis 33,6 Prozent. Auch die Grünen verlieren Stimmen, landen mit 8,7 Prozent dennoch auf Platz drei. Die FDP verzeichnet ebenso ein Minus und kommt auf 7,5 Prozent. Neu im niedersächsischen Landtag ist die AfD – sie erreicht 6,2 Prozent. Die Linke scheiterte erneut an der Fünf-Prozent-Hürde.

Verfehlte Politik mit sturem Starrsinn und Uneinsichtigkeit – Das Ende der Raute

Ach, der Traum war zu schön – und hätte nur ganz ohne Merkel verwirklicht werden können. Die

Niedersachsen hatte beste Chancen, Rot-Grün abzulösen. Die unerträgliche Sturheit und Uneinsichtigkeit der CDU-Vorsitzenden Merkel machte Althusmann und Freunden einen Strich durch die Rechnung. Die „Botschaft“, die die Kanzlerin (gefühlt) aussandte, lautete unüberhörbar: „Ich denke nicht daran, Vernunft anzunehmen.“ Das niedersächsische Wahlergebnis bedeutet jedenfalls keinen Rückenwind für die in dieser Woche anlaufenden Jamaika-Sondierungen in Berlin.

Besser, schärfer und treffender wie conservo-Autor Michael Weilers kann man es kaum ausdrücken:

„Zukünftig werde ich sämtliche Ereignisse in Niedersachsen mit einem wohlwollenden Nicken gutheißen.

Ob abgesagte Karnevalsumzüge in Braunschweig, abgefackelte Kirchen in Garbsen oder Messerstechereien in Hannover.

Ob nun Frauen in Hameln hinter Autos hergeschleift werden, es bei Volkswagen Massenentlassungen gibt, oder es kulturell bedingte sexuelle Übergriffe auf Volksfesten oder in Schimmbädern gibt, es wird mir zukünftig am Allerwertesten vorbeigehen.

Es wird geliefert werden wie bestellt und man muss schließlich auch gönnen können.

Mediale Hetze wirkt halt und offensichtlich fühlt sich der Niedersachse in einer überfremdeten und multikriminellen Heimat pudelwohl.

Bitteschön, wer nicht hören will, muss fühlen.

Ich wünsche viel Spaß dabei.“

Merkel ohne Freunde? – SPD vor schwierigen Entscheidungen

Wie auch immer, die mühsam unterdrückte Debatte in der CDU, welchen Kurs die Partei einschlagen solle und wie lange Merkel die beste Führungskraft ist, wird jetzt wohl offener und lauter ausbrechen.

Das Halali auf die CDU-Vorsitzende hat begonnen. Freunde, die sie jetzt noch mehr als lauwarm stützen, dürften weniger an Zahl werden. Und wenn Merkel stürzt, hat sie keine Freunde mehr.

Merkel kann beim Schicksalsgenossen Seehofer bereits jetzt studieren, wie das aussieht. Halb sinkt er hin, halb wird er runtergezogen – und auf alle Fälle folgen noch ein paar Tritte.

In der SPD darf der Jubel über das achtbare Wahlergebnis nicht dazu verleiten, die dringend nötige Parteireform wieder mal zu verschieben. Das wäre verheerend. Um in vier Jahren eine Chance auf die Kanzlerschaft zu haben (und das muß der Anspruch einer Volkspartei sein), braucht die Bundes-SPD dringend einen Neuanfang. Der aber ist nur nach einer schonungslosen Analyse – und Debatte – möglich. Die aber – wenn offen geführt – könnte auch für den Noch-Vorsitzenden Schulz quälend werden. Der eine Erfolg in Niedersachsen ist mitnichten Garant für weitere Erfolge. Aber die Genossen beginnen jedenfalls wieder, Hoffnung zurückzugewinnen

(www.conservo.wordpress.com   16.10.2017

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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3 Antworten zu Landtagswahl Niedersachsen – Zwei Sieger, viele Verlierer

  1. Querkopf schreibt:

    Prima.Ein kleiner Schritt weiter in Richtung: „Merkel muß weg!“

  2. anvo1059 schreibt:

    Nun von Siegern zu sprechen angesichts einer Wahlbeteiligung von knapp über 50 % ist etwasa übertrieben. Man hat die CDU und die GRÜNEN etwas ab gwatscht und die AfD kommt erwartungsgemäß ins Parlament. Allerding nach dem Petry-Verrat niedriger als erwartet.
    Alles in Allem, war das wohl mehr eine Personal- als eine Parteien- oder Richtungswahl. Ein grandioser Sieg für die SPD war das sicher nicht. Schon gar nicht für die Bundes SPD unter Schulz. Was aber bleibt, ist ein kleines Geschmäckle angesichts der Ergebnisse….

  3. francomacorisano schreibt:

    In Niedersachsen hat es sich für die SPD ausgezahlt, dass man die Konsequenzen aus der Bundestagswahl gezogen hat und keine Fortsetzung der Großen Koalition mehr will. Große Koalitionen taugen höchstens für eine Übergangszeit. Die ist vorbei!

    Hätte die SPD schon vor Jahren auf Sarrazin gehört, könnte sie heute besser dar stehen.

    Der CDU-Spitzenkandidat Althussmann, ein Merkel-Jünger, hat deutlich verloren. „Danke“ Frau Merkel. Die MerkelÄra geht zu Ende. Endlich!

    Und die Grünen verlieren wieder! Das gefällt mi besonders gut. Linke Mehrheiten sind Vergangenheit! Freiheit statt Sozialismus!!!

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