Argumentationshilfe Folge XII: „Todsünde“ Bildungspolitik

(www.conservo.wordpress.com)

Von Dieter Farwick, BrigGen a.D. und Publizist

Es ist bekannt, dass der Einfluss des Bundes und damit der Bundesregierung durch den föderalen Aufbau Deutschlands begrenzt ist.

Das hat Angela Merkel als Kanzlerin allerdings nicht davon abgehalten, bereits 2008 von der „Bildungsrepublik Deutschland“ zu sprechen und die Bildung zur „Chefsache“ zu erklären. Geändert hat sich seither im Wesentlichen nicht viel. Jüngste Reports vom „Handelsblatt“ und „Spiegel“ über die Bildung in unseren Schulen und Universitäten zeichnen ein katastrophales Bild unseres föderalen Bildungssystems.

„Bundesland ist Schicksal“ für Schüler und Schülerinnen durch die stark unterschiedlichen Lerninhalte und die Vergabe von Noten, die über den Zugang zu Universitäten – besonders bei „numerus clausus“ – entscheiden können.Arbeitgeber und Professoren beklagen sich zunehmend über die fehlende Eignung für qualifizierte Berufe und ein Studium.

Folgen:

  • Auf die Schulnoten in den einzelnen Bundesländern ist kein Verlass. Sie sagen wenig aus über das tatsächliche Wissen und Können. Eine schwierige Situation für Arbeitgeber und Universitäten.
  • Es gibt keine verbindliche Absprache über Lernziele, die in den verschiedenen Schulen und Schulstufen zu erreichen sind – auch ein Versagen der Kultusministerkonferenz, in der auch Minister der CDU mitwirken (könnten).
  • Deutschland fällt in der schulischen und universitären Bildung (und Erziehung?) im internationalen Vergleich weiter zurück, was sich negativ auf die Zukunftsfähigkeit des Standortes Deutschland auswirkt.
  • In Festreden wird die Bildung gerne als einziger Rohstoff bezeichnet, über den Deutschland verfügt – verfügen könnte.
  • In wissenschaftlichen Untersuchungen wird immer wieder herausgestellt, dass die Qualität der Lehrer und Lehrerinnen von entscheidender Bedeutung ist. An deren Ausbildung hat sich in „Merkels Jahren“ wenig geändert.
  • Wenn in einigen Bundesländern Lehrer und Lehrerinnen während der langen Sommerferien arbeitslos gestellt werden, zeigt dies die Wertschätzung, die dieser Beruf in Deutschland erfährt.
  • Der Anteil von Kindern mit Migrantenhintergrund und das Ausmaß der Inklusion in einer Schulklasse dürfen nicht dazu führen, dass Deutschstämmige die Lernziele nicht erreichen.
  • Dringend notwendige Konsequenzen :
  • Angesichts des weltweiten Wettbewerbs um „kluge Köpfe“ muss in Deutschland der Bildung – und auch der Erziehung – wieder mehr Bedeutung beigemessen werden.
  • Es müssen verbindliche Lernziele festgelegt, durchgesetzt und zentral überprüft werden.
  • Wenn der Vergleich zwischen Bundesländern effizient wird, können auch wieder Boni und Mali verteilt werden, die Arbeitgebern und Universitäten als Bewertungshilfe dienen können.
  • Die bittere Aussage „Bundesland ist Schicksal“ für Schüler und Schülerinnen muss der Vergangenheit angehören.
  • Die Zahl von Kindern und Jugendlichen mit Migrantenhintergrund muss auf 30 Prozent je Schulklasse reduziert werden.
  • Die Inklusion von „behinderten“ Kindern ist im Einzelfall zu begrüßen, es muss jedoch auf Grund der Art der Behinderung und deren Schwere geprüft werden, ob eine befriedigende Lernfähigkeit vorhanden ist, um auch bei dem „ betroffenen“ Kind spätere Enttäuschungen und psychische Schäden zu verhindern.

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Anmerkung: In einer lockeren Folge sind bereits Argumentationshilfen für ausgesuchte Themen der deutschen Politik erschienen, weitere werden erscheinen.

Mit Blick auf die Wahlen am 24. September 2017 wird hier eine Bilanz gezogen, die jeder Leser aufgrund seiner Erfahrungen ergänzen kann.

Wenn Sie die einzelnen Folgen kopieren und vielleicht auch weitergeben können, wären wir Ihnen dankbar. Sie haben damit die „gängigsten“ Argumente zum Wahlkampf an der Hand.

Bisher sind die nachstehenden Folgen erschienen:

www.conservo.wordpress.com   30.08.2017

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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