Erdogans teuflische List: ethnische Säuberung von Anfang an geplant

(www.conservo.wordpress.com)

(eigener Bericht *)

Wie die Voice of Amer­i­ca selb­st am 23. Jan­u­ar 2019 berichtete, war Erdo­gans Plan, drei Mil­lio­nen oder mehr Flüchtlinge aus anderen Teilen Syriens in diese “Sicher­heit­szone” umzusiedeln, die sich 20 Meilen tief nach Syrien hinein erstreckt. Zwanzig Meilen mögen nicht viel klin­gen, aber – wie die VOA zu erwäh­nen ver­gaß – fast alle kur­dis­chen Städte im Nor­dosten Syriens liegen in diesem Gebi­et. Erdo­gans Absicht, die kur­dis­che Präsenz in diesem Gebi­et zu ver­nicht­en und durch andere zu erset­zen, war also seit Anfang 2019 man­i­fest.

Eine ganze Rei­he von Trumps repub­likanis­chen Unter­stützern im Sen­at äußerten ihre Empörung über seine Entschei­dung, ange­fan­gen mit Lind­sey Gra­ham (“Betet für unsere kurdis­chen Ver­bün­de­ten, die scham­los von der Trump-Regierung im Stich gelassen wur­den”) und weit­er mit Mitch McConnell, dem Mehrheits­führer des Sen­ats, der bemerk­te: “Wie wir während der Obama-Regierung auf die harte Tour gel­ernt haben, wird amerikanis­chen Interessen am besten durch amerikanis­che Lead­er­ship gedi­ent, nicht durch Rück­zug oder Ausstieg.”

Es ist nun klar, dass der türkische Präsi­dent Recep Tayyip Erdo­gan bere­its vor zwei Jahren die Ver­nich­tung der syrischen Kur­den im Sinn hat­te.

Darüber hin­aus sind seine Pläne dem US-Militär Anfang 2019 bekan­nt gewor­den und wur­den Präsi­dent Trump zu diesem Zeit­punkt über­mit­telt.

Um seine Pläne zu ver­ber­gen, enthüllte Erdo­gan sie Schritt für Schritt, indem er zuerst geringere und dann immer höhere Anforderun­gen an das US-Militär stellte, denen Trump zustimmte – manch­mal im Rah­men von Tele­fonge­sprächen mit Erdo­gan. So war Erdo­gan in der Lage, das US-Militär bis Jan­u­ar 2019 zu täuschen und Trump bis zur aktuellen Inva­sion zu täuschen: Trump wider­set­zte sich entsch­ieden gegen­teili­gen Ratschlä­gen des Mil­itärs (und allen anderen).Erdo­gan forderte zunächst nur die Besei­t­i­gung der kur­dis­chen Milizen west­lich des Euphrats. Dies war das erk­lärte Ziel sein­er so genan­nten Oper­a­tion Euphratschutzschild und Oliven­zweig (die Vertrei­bung von Hun­dert­tausenden von Kur­den aus dem Afrin-Gebiet).

Als er das erre­icht hat­te, begann er, eine türkisch kon­trol­lierte “Sicher­heit­szone” östlich des Flusses zu fordern, die 32 Kilo­me­ter tief sein sollte. Die USA reagierten mit Zus­tim­mung zu gemein­samen US-amerikanischen und türkischen Patrouillen in der Region. Erdo­gan forderte, dass die kur­dis­chen Städte in der Region die Befes­ti­gun­gen abbauen soll­ten, die sie zur Vertei­di­gung gegen den islamis­chen Staat (ISIS) errichtet hat­ten. Die Kur­den stimmten zu, beruhigt vom US-Militär, dass dieser Schritt jede Ausrede für eine türkische Inva­sion beseit­igen würde.

Schließlich, im Okto­ber 2019, bat Erdo­gan Trump in einem weit­eren Tele­fonat, US-Truppen aus den Patrouillen zu ent­fer­nen, und Trump stimmte zu, da er glaubte, dass er durch Drohungen gegen die Türkei auf Twit­ter eine türkische Inva­sion ver­hin­dern könne. Die Invasion begann umge­hend. Sie ist vielle­icht jet­zt zum Still­stand gekom­men, nach­dem die Kur­den die Armee des Assad-Regimes ein­ge­laden haben, sich im gesamten Nor­dosten Syriens bis an die irakische Gren­ze zu sta­tion­ieren. Wenn ja, dann wird der Iran, der Erzfeind Amerikas, zu den Begün­stigten gehören, der nun seine ersehnte Auto­bahn von Teheran nach Quneitra an der Gren­ze zu Israel kom­men sieht.

Zeitplan für die Vernichtung

Für diesen Zeit­plan gibt es keinen Bedarf an Doku­men­ta­tion, die zu den in vie­len Medi­en mehrfach berichteten Infor­ma­tio­nen ver­linkt. Zu empfehlen sind jedoch ins­beson­dere die Artikel von Seth Frantz­man, der sowohl die Gegend als auch die führen­den kur­dis­chen Partisa­nen per­sön­lich gut ken­nt.

Sep­tem­ber 2014-April 2015. Die kur­dis­che Stadt und Region von Kobani wur­den von ISIS-Streitkräften gestürmt, mit ein­er Flucht von 400.000 Kur­den. Aber ein­er kur­dis­chen Miliz, den Kur­dis­chen Volkss­chutzein­heit­en (YPG), gelang es (mit Unter­stützung der US-Luftwaffe), ISIS zu vertreiben – wenn auch unter großen Ver­lus­ten und der Zer­störung des größten Teils der Stadt. Jet­zt (Okto­ber 2019) hat die Türkei Kobani ange­grif­f­en und die Bewohn­er sind wieder geflo­hen.

Okto­ber 2017. Nach ein­er lan­gen Kam­pagne eroberten die syrischen demokratis­chen Kräfte (SDF) – eine Koali­tion aus der YPG und anderen ara­bis­chen und christlichen Milizen – die ISIS-Hauptstadt Raqqa. In nach­fol­gen­den Oper­a­tio­nen eroberte die SDF alle anderen ISIS-Hochburgen und ver­haftete Tausende von ISIS-Terroristen und ihre Fam­i­lien. Etwa 11.000 Kur­den opfer­ten ihr Leben. Sie waren von der US-Luftwaffe und ein­er winzi­gen Boden­truppe von Spezialein­heit­en der USA, franzö­sis­chen und britis­chen Stre­itkräfte unter­stützt wor­den, die nur wenige Opfer erlit­ten. Die ganze Zeit über behauptete Erdo­gan jedoch, dass die SDF Ter­ror­is­ten seien, die so böse seien wie ISIS, und behauptete – ohne jeglichen Beweis – dass ihre YPG-Komponente gle­ichzeit­ig die Rebel­lion der Kur­den in der Türkei anheize.

Januar-März 2018. Unter­stützt von türkisch­er Luft­waffe, Artillerie und Rüs­tung eroberte die Free Syr­i­an Army (FSA) – eine in der Türkei aus­ge­bildete Miliz mit islamistis­chen Flüchtlingen – das Gebi­et von Afrin, der Stadt am west­lich­sten Ende der­jeni­gen Teile Syriens, in denen sich eine große kur­dis­che Bevölkerung befind­et. Seit 2012 war Afrin unter dem Schutz der YPG und später des SDF eine der weni­gen friedlichen Enklaven während des schreck­lichen Bürg­erkriegs in Syrien. Die von der Türkei unter­stützte Inva­sion hat nicht nur die SDF-Miliz, son­dern schätzungsweise 400.000 zivile Kur­den ver­trieben. In ihren früheren Häusern siedelte die türkische Freie Syrische Armee gle­ich­gesin­nte islamistis­che Flüchtlinge, die vom syrischen Regime mit rus­sis­ch­er Unter­stützung aus Ost-Ghouta ver­trieben wor­den waren, an. Die Neuankömm­linge führten ein hartes Scharia-Regime ein, das auch lokale Chris­ten zur Flucht zwang. Dies war eine Gen­er­al­probe für die aktuelle türkische Offen­sive vom Okto­ber 2019.

April 2018. Präsi­dent Trump kündigte seine Absicht an, alle US-Truppen aus Syrien abzuziehen. Sein eigen­er Vertei­di­gungsmin­is­ter James Mat­tis, seine per­sön­lichen Berater und seine wichtig­sten Unter­stützer im Kongress, wie Sen­a­tor Lind­sey Gra­ham, forderten ihn auf, zumin­d­est zu warten. Ein Gatestone-Artikel fragte: “Ist Trump dabei, Oba­mas schlimm­sten Fehler zu wieder­holen?” Er prog­nos­tizierte, dass das Ergeb­nis ein türkisch­er Ver­such sein würde, die gesamte kur­dis­che Präsenz in Syrien zu ver­nicht­en. Der Artikel fügte hinzu, dass der Iran, da er die türkische Oper­a­tion in Afrin angeprangert hat­te, durch seine Präsenz in Syrien das Land sein kön­nte, an das sich die Kur­den zu ihrer Ret­tung wen­den müssten. Die Hauptver­bün­de­ten der USA haben, um zu über­leben, vielle­icht keine andere Wahl, als sich an den Haupt­geg­n­er der USA zu wen­den.

Dezem­ber 2018. Die Türkei dro­hte, ihre Afrin-Operation in Man­bij nahe dem West­ufer des Euphrats zu wieder­holen. Das US-Militär schwank­te, wie es seine SDF-Verbündeten und die Kur­den von Man­bij schützen kön­nte. Es war dann über­rascht und bestürzt, als die SDF die Armee des syrischen Regimes mit rus­sis­ch­er Unter­stützung auf­forderte, ihre Stel­lun­gen zu übernehmen. Die Türkei hat ihre Pläne aufgegeben, aber heute dro­ht sie Man­bij wieder. Ein weit­er­er Gatestone-Artikel trug den Titel “Amerikas treue syrische kur­dis­che Ver­bün­dete entkom­men der Ver­nich­tung – während die US-Streitkräfte im Irak mit der Ausweisung konfron­tiert sind”. Er wies Trumps Behaup­tung zurück, er könne die Ereignisse in Syrien irgend­wie über die US-Präsenz im Irak aus der Ferne kon­trol­lieren; er stellte fest, dass ger­ade diese Präsenz auf­grund der lokalen Oppo­si­tion dort jed­erzeit enden kön­nte, was zu einem Zusam­men­bruch der US-Politik im Nahen Osten führen würde. Trumps Behaup­tung wurde im Okto­ber 2019 unmit­tel­bar wider­legt. Was einen Zusam­men­bruch der US-Politik bet­rifft, so deutet Trumps jüng­ster Tweet an, dass “die Türkei, Europa, Syrien, Iran, Irak, Rus­s­land und die Kur­den nun die Sit­u­a­tion her­aus­find­en müssen”, dass es ihm egal ist.

Jan­u­ar 2019. Nach­dem Mat­tis als Vertei­di­gungsmin­is­ter wegen Trumps Syrien­poli­tik zurück­ge­treten war, kündigte Erdo­gan seine Absicht an, eine “Sicher­heit­szone” von 32 Kilome­tern hin­ter der türkischen Gren­ze zu Syrien zu schaf­fen. Wie die Voice of Amer­i­ca selb­st am 23. Jan­u­ar berichtete, war Erdo­gans Plan, drei Mil­lio­nen oder mehr Flüchtlinge aus anderen Teilen Syriens in diese “Sicher­heit­szone” umzusiedeln, die sich 20 Meilen tief nach Syrien erstreckt. Zwanzig Meilen mögen nicht viel klin­gen, aber – wie die VOA zu erwäh­nen ver­gaß – fast alle kur­dis­chen Städte im Nor­dosten Syriens liegen in diesem Gebi­et. (Die einzige bemerkenswerte Aus­nahme ist Hasa­ka, das viele Kur­den hat.)

Erdo­gans Absicht, die kur­dis­che Präsenz in diesem Gebi­et zu ver­nicht­en und durch andere zu erset­zen, ist also zumin­d­est seit Anfang 2019 man­i­fest.

Okto­ber 2019. Von Erdo­gan in einem Tele­fonge­spräch am 6. Okto­ber gedrängt, beschloss Trump, die winzige Anzahl von US-Soldaten, die an den gemein­samen US-amerikanischen und türkischen Patrouillen beteiligt waren (nicht mehr als 50), zur völ­li­gen Über­raschung von (unter anderem) Vertei­di­gungsmin­is­ter Mark Enser und Jim Jef­frey, dem Son­der­beauf­tragten der Regierung für das Syrien-Engagement, abzuziehen. Die Türken invadierten rasch und benutzten die Freie Syrische Armee als Boden­truppe, unter­stützt von Artillerie und Bombe­nan­grif­f­en aus der Luft.

Kur­dis­che Führer klagten, dass das US-Militär sie nicht nur im Stich gelassen, son­dern sie daran gehin­dert habe, sich an Rus­s­land und das syrische Regime zu wen­den (wie im Falle von Man­bij). Dann kon­nten Hun­derte von Häftlin­gen eines kur­disch geführten Gefan­genen­lagers für ISIS-Gefangene durch türkische Bombe­nan­griffe in der Region oder durch einen Angriff der Freien Syrischen Armee entkom­men (die Berichte unter­schei­den sich).

Als Enser erkannte, dass bald noch Tausende weit­ere ISIS-Gefangene frei herum­laufen könnten, evakuierte er hastig die restlichen etwa tausend US-Truppen in der Gegend. Nachdem dieses Hin­der­nis aus­geräumt war, forderten die Kur­den das syrische Regime auf, mit rus­sischer Unter­stützung zu Hil­fe zu kom­men. Es sollte gesagt wer­den, dass, so sehr viele Menschen Bashar Al-Assad, der für Massen­mord ver­ant­wortlich ist, ver­ab­scheuen, man hofft, dass er die ver­lasse­nen amerikanis­chen Ver­bün­de­ten wieder ret­ten wird.

Impotente Tweets und republikanische Empörung

Dies ist das Paar Tweets, mit denen Trump dachte, dass er Erdo­gan von seinen völkermörderischen Plä­nen abschreck­en kön­nte:

“Wie ich bere­its deut­lich gesagt habe, und nur um es zu wieder­holen: Wenn die Türkei etwas tut, was ich in mein­er großen und unver­gle­ich­lichen Weisheit für tabu halte, werde ich die Wirtschaft der Türkei völ­lig zer­stören und aus­löschen (das habe ich schon ein­mal getan!). Sie müssen zusam­men mit Europa und anderen.….

“.…auf die gefan­genen ISIS-Kämpfer und Fam­i­lien auf­passen. Die USA haben weit mehr getan, als irgend­je­mand hätte erwarten kön­nen, ein­schließlich der Ein­nahme von 100% des ISIS-Kalifats. Es ist jet­zt an der Zeit, dass andere in der Region, einige von großem Reich­tum, ihr eigenes Ter­ri­to­ri­um schützen. DIE USA SIND GROß!”

Es ist kaum möglich, in diesen Tweets etwas zu find­en, das keinen großen Zweifel aufkommen lässt. Man kann sich die Freude vorstellen, mit der Erdo­gan auf Twit­ter Ver­ach­tung für die Tweets zeigte und sich beeilte, seine sorgfältig aus­gear­beit­eten Pläne umzuset­zen. Was “große und unübertrof­fene Weisheit” bet­rifft, so bestätigten so viele von Trumps ehe­ma­li­gen Beratern und Anhängern ihre Angst vor unübertrof­fen­er Torheit.

Die ISIS-Gefangenen haben bere­its begonnen, sich zu befreien. Sie beste­hen aus 11.000 Kämpfern und 70.000 Fam­i­lien­mit­gliedern, die von Tausenden von SDF-Soldaten bewacht wur­den. Diese SDF-Soldaten müssen nun ihre eige­nen Häuser und Fam­i­lien vertei­di­gen.

Wie wenig die US-Bodentruppen zur Gefan­gen­nahme des islamis­chen Kali­fats beige­tra­gen haben und wie groß die Opfer der syrischen Kur­den waren, wurde bere­its fest­ge­hal­ten. Die wohlhaben­den Golf-Scheichtümer, in denen teil­weise Aus­län­der 80% oder 90% der Bevölkerung aus­machen, wer­den vor dem Iran nur durch US-Basen geschützt. Saudi-Arabien, das über ein umfan­gre­ich­es Mil­itär ver­fügt, kämpft gegen die Houthis im Jemen. Und das Wer­fen der treuen kur­dis­chen Ver­bün­de­ten der USA vor die Hunde ist kein Beweis der Größe der USA.

Nach­dem die Verge­blichkeit, Erdo­gan mit Tweets zu dro­hen, aufge­flo­gen war, redete Trump in ein­er Pressekon­ferenz, in der er ver­suchte, den Ruf der syrischen Kur­den zu beschmutzen, indem er sich beschw­erte, dass sie im Zweit­en Weltkrieg nicht an den Lan­dun­gen in der Normandie teilgenom­men hät­ten. Was auch immer er über das heutige Syrien weiß oder nicht, er weiß nichts über Vichy Syrien, dem Regime der franzö­sis­chen Kol­lab­o­ra­teure mit Deutsch­land, das Syrien nach dem Zusam­men­bruch Frankre­ichs 1940 regierte. Als britis­che Empire-Truppen in Syrien ein­marschierten und das Vichy-Regime dort abset­zten, hat­ten sie keine Mit­tel, es zu erset­zen, und erlaubten es so syrischen Poli­tik­ern, die Unab­hängigkeit zu erk­lären. Unter bei­den syrischen Reg­i­men hat­te die kur­dis­che Min­der­heit wed­er die Möglichkeit, noch die Aus­bil­dung, noch eine sinnlose Ein­ladung, in Europa zu kämpfen.

In der­sel­ben Pressekon­ferenz behauptete Trump ver­wirrt, die USA hät­ten in Syrien mit der PKK, ein­er kur­dis­chen Ter­ro­ror­gan­i­sa­tion in der Türkei, zusam­mengear­beit­et – genau das, was Erdo­gan als Ausrede für seine Inva­sion vorgibt. Trump behauptete auch, die syrischen Kur­den mit Waf­fen über­schüt­tet zu haben, um sich zu vertei­di­gen. Die Türkei set­zt natür­lich Panz­er, Artillerie und Flugzeuge ein, auf die die Kur­den keine Antwort haben.

Eine ganze Rei­he von Trumps repub­likanis­chen Anhängern im Sen­at äußerten ihre Empörung über seine Entschei­dung, ange­fan­gen mit Lind­sey Gra­ham (“Betet für unsere kur­dis­chen Ver­bün­de­ten, die scham­los von der Trump-Regierung im Stich gelassen wur­den”) und weit­er mit Mitch McConnell, dem Mehrheits­führer des Sen­ats, der bemerk­te: “Wie wir während der Obama-Regierung auf die harte Tour gel­ernt haben, wird amerikanis­chen Inter­essen am besten durch Lead­er­ship gedi­ent, nicht durch Rück­zug oder Ausstieg.” Sowohl sie als auch führende House-Republikaner beeil­ten sich, Sank­tio­nen gegen die Türkei und Erdo­gan einzuführen.

Mil­itärische Per­sön­lichkeit­en fügten ihre Kri­tik an Trump hinzu, begin­nend mit James Mat­tis, aber auch Joseph Votel, dem Gen­er­al, der von März 2016 bis März 2019 das US-Zentralkommando leit­ete und die Zusam­me­nar­beit mit den syrischen Kur­den überwachte, und Vier-Sterne-Marine-General John Allen, der sagte, dass die Fol­gen von Trumps Entschei­dung “völ­lig vorherse­hbar” seien, und:

“An Trumps Hän­den klebt Blut, weil er unsere kur­dis­chen Ver­bün­de­ten im Stich gelassen hat. Ich sagte, es würde Blut geben, aber ich hätte mir dieses Ergeb­nis nicht vorstellen kön­nen. Es bestand keine Chance, dass Erdo­gan sein Ver­sprechen hal­ten würde, und die von der Türkei unter­stützten Milizen führen derzeit eine umfassende eth­nis­che Säu­berung durch. Das passiert, wenn Trump seinem Instinkt fol­gt und wegen sein­er Aus­rich­tung auf Autokrat­en.”

Das sind kür­zlich pen­sion­ierte, lei­t­ende Offiziere. Füge ihnen eine Rei­he von Nachricht­en hinzu, die von Jen­nifer Grif­fin, die vor Ort berichtet, von einem aktiv­en Spe­cial Ops Offizier (dessen Namen sie offen­sichtlich nicht preis­geben kon­nte) an sie weit­ergeleit­et wur­den. Dies war ein­er der tausend US-Armeeangehörigen, die, wie wir gese­hen haben, plöt­zlich aus dem Gebi­et abge­zo­gen wer­den mussten:

“Ich schäme mich zum ersten Mal in mein­er Kar­riere. Die Türkei tut nicht, was sie zuge­sagt hat. Es ist schreck­lich. Wir haben jede einzelne Sicher­heitsvere­in­barung erfüllt. Die Kur­den haben jede einzelne Vere­in­barung einge­hal­ten. Es gab KEINE Bedro­hung für die Türken – KEINE – von dieser Seite der Gren­ze aus. Das ist Wahnsinn. Ich weiß nicht, was sie Grausamkeit­en nen­nen, aber sie geschehen. (Trump) ver­ste­ht das Prob­lem nicht. Er ver­ste­ht nicht, welche Auswirkun­gen das hat. Erdo­gan ist ein Islamist, kein besonnen­er Schaus­piel­er. Die Kur­den sind dem west­lichen Denken im Nahen Osten so nahe wie über­haupt jemand. Es ist eine Schande. Es ist schreck­lich. Das hil­ft dem Kampf gegen ISIS nicht weit­er. Viele [von den ISIS-Häftlingen] wer­den in den näch­sten Tagen und Wochen frei sein.”

Auch evan­ge­lis­che Chris­ten, die bish­er zu den stärk­sten Unter­stützern von Trump gehörten, sind bestürzt. Dazu gehören Mike Huck­abee, Pat Robert­son (Trump ist “in Gefahr, das Man­dat des Him­mels zu ver­lieren”), John Ston­estreet und Tony Perkins. Ihre Sorge spiegelt die Botschaften syrisch­er Chris­ten in den kur­dis­chen Gebi­eten wider:

  • “Es ist sehr wahrschein­lich, dass der amerikanis­che Rück­zug aus der Region zum Ausster­ben des Chris­ten­tums in der Region führt.”
  • “Die Türkei will uns töten und zer­stören und den Völk­er­mord an unserem Volk been­den.”
  • “Das türkische Regime basiert auf bewaffneten extrem­istis­chen und radikalen Grup­pen, die Ver­brechen gegen Zivilis­ten und die Men­schlichkeit bege­hen. Solche Bedro­hun­gen gefährden das Leben der syrischen Bevölkerung in der Region.”

Nun zu Fox News, auf das sich Trump mehr als die meis­ten anderen für eine faire und genaue Berichter­stat­tung ver­lassen hat. Wie hat Fox News also reagiert?

Ein Blick über die Reak­tio­nen auf Trumps Entschei­dung im Mei­n­ung­steil zeigt fol­gen­des (in der Rei­hen­folge des Auftritts):

  • Tuck­er Carl­son (“Empörung über Trump’s Syrien-Entscheidung zeigt Wash­ing­tons per­verse Pri­or­itäten”)
  • James Carafano (“Ist es Trump ernst mit Syrien? Hier ist, was Sie sich immer merken müssen”)
  • Marc Thiessen (“Trumps Auf­gabe der Kur­den ist ein Rezept für end­losen Krieg, keine Strate­gie, um einen zu been­den”).
  • Jim Han­son (“Um den Kampf zwis­chen der Türkei und den Kur­den in Syrien einzustellen und die Rück­kehr von ISIS zu ver­hin­dern, müssen die USA DIES tun”).

Nur schon die Über­schriften von Thiessens Artikel zeigen, dass er mit Trumps Weisheit im Wider­spruch ste­ht. Carl­son hielt fest, während er Trump vertei­digte:

“Wir wür­den Ihnen gerne sagen, dass es nur die Linken-Hacks auf CNN waren, die ver­langt haben, dass wir für immer in Syrien bleiben. Aber lei­der war es nicht so. Nicht ein­mal annäh­ernd. Eine Tonne Repub­likan­er auf dem Capi­tol Hill wiesen auf genau das­selbe hin.”

Carafano fragte: “Die Frage ist also, bedro­ht die türkische Oper­a­tion, wenn sie in der Art und Weise durchge­führt wird, wie die türkische Regierung behauptet, eines der US-Interessen in Syrien?” und antwortete mit “Ver­mut­lich nicht”. (In der Zwis­chen­zeit glaubt Trump natür­lich selb­st nicht, dass die Oper­a­tion “so durchge­führt wird, wie es die türkische Regierung behauptet”.)

Han­sons “DIESES” beste­ht darin, einen Waf­fen­still­stand, Sank­tio­nen gegen die Türkei, Flüchtlingslager für die flüch­t­en­den Kur­den, die Durch­set­zung von Flugverbots- und Fahrverbot­szo­nen gegen die Türkei in Syrien und die “Genehmi­gung ein­er Res­o­lu­tion des UNO-Sicherheitsrates zur Verurteilung der Kriegsver­brechen und der eth­nis­chen Säu­berung der Türkei” zu fordern.

Aber er beste­ht auch darauf: “Die Türkei ist Amerikas NATO-Verbündeter, und wenn wir gezwun­gen sind, zwis­chen den Kur­den und der Türkei zu wählen, müssen wir uns an die Seite der Türkei stellen.”

Offen­sichtlich ist Han­son rat­los und bit­tet die USA, sich sowohl stark auf die Türkei als auch auf ihre andere Seite zu stützen.

Der bekan­nte Jurist Andrew McCarthy hat Ver­ständ­nis für Trumps Wun­sch, ferne Kriege aufzugeben. Doch sein Schw­er­punkt liegt woan­ders: Fes­thal­tend, dass es ältere Repub­likan­er sind, die jet­zt wütend sind auf Trump, fuhr er fort:

“Durch die Ver­set­zung einiger Dutzend amerikanis­ch­er Trup­pen in Syrien half der Präsi­dent ein­er türkischen Inva­sion des von den Kur­den beset­zten Ter­ri­to­ri­ums…”

“Es gibt Wut über Trumps Entschei­dung. Es ist Wut über eine poli­tis­che Entschei­dung, nicht über hohe Ver­brechen und Verge­hen. Nur die blind­esten Wüten­den kön­nen an der Recht­mäßigkeit der Ver­schiebung der US-Soldaten durch den Ober­be­fehlshaber zweifeln, obwohl sie den türkischen Weg durch die Kur­den unver­mei­dlich macht­en… Was zählt, ist, dass Präsi­dent Trump seine Unter­stützung unter den Repub­likan­ern des Sen­ats beschädigt hat. Wie schlimm, wird sich zeigen.”

Trump hat in sein­er “unübertrof­fe­nen Weisheit” keinen Makel anerkan­nt, son­dern verunglimpft jeden, ange­fan­gen bei den muti­gen syrischen Kur­den selb­st, die seine Weisheit in Frage stellen.

Mal­colm Lowe ist ein wal­i­sis­ch­er Gelehrter, der sich auf griechis­che Philoso­phie, das Neue Tes­ta­ment und christlich-jüdische Beziehun­gen spezial­isiert hat.

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Politisches & Wissenswertes Veröffentlicht am 23. Oktober 2019 von Daniel Heiniger 23.Oktober 2019  

Mal­colm Lowe, 16.10.2019, Gate­stone Insti­tute
aus dem Englis­chen von Daniel Heiniger, Erstveröf­fentlichung hier. Repro­duk­tion mit fre­undlich­er Genehmi­gung des Gate­stone Insti­tuts.

conservo.wordpress.com     24.10.2019

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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11 Antworten zu Erdogans teuflische List: ethnische Säuberung von Anfang an geplant

  1. Berti schreibt:

    …und der Russe hat sich das Ganze eine zeitlang in Ruhe angesehen, irgendwann hatte er die Schnauze voll u. hat sein njet eingelegt.
    Jetzt kann möchtegern Sultan Erdowahn wieder einpacken u. sich mal nach Hause schleichen, nachdem ihm Putin paar Stunden in Sotschi die Meinung gegeigt hat;-)

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  2. ceterum_censeo schreibt:

    Eine besonders häßliche Seite der Sache:

    – Vorsicht! Möglicherweise verstörende Bilder –

    ‘This Is One of Your Prostitutes’: Syrian Jihadis Shout ‘Allahu Akbar’ over Corpse of Kurdish Female Fighter

    https://www.breitbart.com/middle-east/2019/10/23/this-is-one-of-your-prostitutes-syrian-jihadis-shout-allahu-akbar-over-corpse-of-kurdish-female-fighter/

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  3. floydmasika schreibt:

    Erdoğan hat hier einfach nur folgerichtig die Interessen der Türkei verfolgt. Die Türkei kann es nicht zulassen, dass westliche Humanitärfrömmler das Chaos in Syrien nutzen und verfestigen, indem sie dort eine kurdisches Staatengründungsprojekt fördern. Das verstehen die MenschenrechtlerInnen aus dem westlichen Paralleluniversum nicht. Auch dieser Artikelschreiber geht noch immer davon aus, dass Syrien ein herrenloser Raum sei, in dem man einfach beliebig ohne Folgen intervenieren könne, um irgendwelche humanitären Wunschfantasien zu verfolgen. Das Ergebnis solcher Fantasien waren Al Nusra, IS und viel mehr. Nur dank russischer Bodenständigkeit und Putins übermenschlichem Engagement ist alles einigermaßen gut ausgegangen.

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    • Freya schreibt:

      Zwar ist es schwer, sich in dieser Sache überhaupt einen Überblick und eine Meinung zu verschaffen, doch ich stimme @floydmasika zu. Hier wird sich schon lange in was eingemischt, das, wenn überhaupt, die Türken und die dort Ansässigen zu klären hätten und nicht die ganze übrige Welt. Hier in DE sind wir ohnehin vom mainstream aus dazu getriggert, sofort zu denken: „Die armen unschuldigen friedvollen eu-freundlichen Kurden und die bösen bösen Türken..“
      Jeder kann jetzt schön sehen wie es ist, mit Kurden zu leben (und mit Türken). Also ich würde mal sagen, dort soll der Stärkere einfach für Ruhe sorgen. Und das hat Putin jetzt getan. Unsere abgehobenen Stuhlkreispolitiker und endlos Schwadronierer hätten bereits wieder tausende Tote auf dem Gewissen, wenn der starke Russe nicht eingegriffen hätte. Soviel zum angeblichen „Gutmenschentum“, das sich fatalerweise überall einmischt.
      mpGFreya

      Gefällt 2 Personen

  4. Walter Roth schreibt:

    Nun ja, der Artikel ist über grosse Teile einfach nur Mist.

    Es gibt immer 100 Gründe um Kriege zu führen und es braucht oft viel mehr Mut um sie zu beenden.

    Tatsache ist auch, das man die Kurden nicht nur oft verraten hat, sondern das diese Kurden oft auch politische Intrigen ausheckten.
    Die Erdölfelder die sie dem IS abnahmen, deren Erlöse flossen nicht in Syrische, sondern ausschliesslich in Kurdische Kassen, obwohl sie diese als nationales Gut proklamierten.
    Syrien wäre in den letzten Jahren aber ungeheuer dringend auf diese Einnahmen angewiesen gewesen.

    Sann damals der Fall mit der Russischen Militärdelegation die ermordet wurde….. erinnert sich noch jemand daran, das waren eben auch die Kurden.

    Die Kurden wollen einen eigenen Staat, den würde ich ihnen gerne zugestehen.
    Aber sie sind nunmal Teil Syriens.
    Assad hat sie relativ unbehelligt gelassen, so wie er auch die Religionen gewähren liess.
    Die Kurden hatten die Möglichkeit eine weitere Autonomie zu bekommen, vergaben diese Chancen aber weil sie alles haben wollten.
    Mit „Alles“ ist der eigene Staat gemeint.
    In diesem Kampf Syriens ums überleben, waren die Kurden nunmal keine verlässlichen Verbündeten, sondern immer nur dann zur Stelle wenn sie sich selber verteidigen mussten.
    Für Syrien haben sie nicht wirklich gekämpft, …….denn Syrien war ja nicht was sie wollten.

    Den IS mussten sie bekämpfen, denn wäre Syrien gefallen, hätten sie unter einem Gottesstaat schwer zu leiden gehabt.
    Die Kultur wie man sie bei Kurden und YPG kennt, das wären sofort weg gewesen.
    Kurden und IS geht nicht zusammen, gerade auch wegen dem Sozialistisch angehauchten Gedankengut der Kurdischen Widerstandsgruppen.

    Also, die Kurden sind Opfer, sie hätten einen Staat verdient, aber sie sind eben auch in einem politischen Spiel mit dabei in welchem sie selber viele Fehler begehen.

    Wenn man Trump nun solchen Mist vorwirft wie im obigen Artikel, ich denke dann fällt vor allem auch ein schlechtes Licht auf den Verfasser des selben.
    Es ist Zeit aus der Region abzuziehen.

    Den Iran sollte man aber vorher noch entwaffnen……nach den vielen Fehlern die man in der Region beging, sollte man mit dem Iran nun nicht noch einen machen.

    Erdowahn zu stürzen wäre kein grosses Problem, denn dessen Wirtschaft hängt am seidenen Faden. Und wenn die nicht läuft ist es schnell vorbei mit seiner Popularität.

    Gefällt 1 Person

    • Berti schreibt:

      „…vorher Iran entwaffnen…“
      Einfache Fragen:
      Vor wieviel JAHRHUNDERTEN hat der Iran, vormals Persien einen ANGRIFFSKRIEG geführt?
      Was haben die Amerigauner außerhalb ihres Staatsgebietes, auf der anderen Seite der Weltkugel zu suchen, dieselben Massen- oder Nuklearvernichtungswaffen die sie auch im Irak NICHT gefunden haben?
      Angeblich hat eine Handvoll Saudis die Zwillingstürme plattgemacht (Nr.7 ist ja nur aus „Sympathie“ auch zusammengekracht); was hatten bitte schön die Afghanen damit zu tun?
      Von Vietnam, Jugoslawien, Lybien, usw. usf. wollen wir erst gar nicht reden…

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    • Artushof schreibt:

      Wir haben gesehen was aus Zypern geworden ist. Die EÚ hatte es versäumt, die Türken aus Zypern zu verbannen. Die Türken lachen sich doch ins Fäustchen, denn es geht möglicherweise so weiter wie sie es wollen.
      Die deutschen Altparteien werden deshalb die „eigenen“ Grenzen nicht schließen, ganz nach dem Motte „Augen zu und durch geht’s“

      Direkte Demokratie JETZT

      Es gibt nur eine Alternative: AfD

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  5. cetrum_censeo schreibt:

    Erdowahn:

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  6. Artushof schreibt:

    Zurück im Terror-Geschäft

    Erdogan öffnet mit Syrienoffensive eine Büchse der Pandora – IS-Kämpfer mit neuen Aussichten
    24.10.19

    Neue Hoffnung für IS-Bräute: Vollverschleierte Insassinnen des syrischen Gefangenenlagers al-Haul Bild: imago images/AAP

    Im von syrischen Kurden kontrollierten Lager al-Haul, in dem 70000 Angehörige von IS-Mitgliedern interniert sind, starteten kurz nach der türkischen Militärintervention Dutzende Frauen einen zweiten Befreiungsversuch.
    Bereits einen Tag nach dem Einmarsch türkischer Truppen im Nordostsyrien haben Frauen im syrischen Lager al-Haul, in dem auch Tausende europäischer Dschihadisten inhaftiert sind, einen zweiten Ausbruchsversuch unternommen. Beim ersten Versuch Ende September, bei dem Anhängerinnen des Islamischen Staats (IS) das Feuer auf Wachen eröffnet hatten, waren vier Frauen erschossen worden. Schon damals hatte Mustafa Bali von der syrisch-kurdischen Regierung in einem Tweet die Situation im Lager als „stark verschlechtert“ bezeichnet, da IS-Kämpfer innerhalb des Camps eine neue Gruppierung durch Frauen gebildet hätten.
    Die Gewalt fand in einem „Nebengelände“ des Lagers statt, in dem etwa 10000 als besonders gefährlich eingestufte Ausländerinnen leben und dort illegale Scharia-Gerichte betreiben, denen die vier ermordeten Frauen wegen „unislamischen Verhaltens“ zum Opfer gefallen waren. Hier sind nach Aussagen des Polizeichefs des Lagers, Lawand Ali, noch 95 Prozent der Bewohnerinnen glühende Anhänger des IS. Nur etwa fünf Prozent hätten ihre Einstellung ein wenig geändert. Diese müssten fürchten, dass ihre Zelte niedergebrannt und ihre Kinder umgebracht werden. Wie die Kriegsfarbe des IS sind auch die Frauen im Lager schwarz gekleidet und vollverschleiert.
    Schon vor dem türkischen Einmarsch war die kurdische Verwaltung hoffnungslos überfordert. Das ganze Lager wurde beim ersten Aufstandsversuch nur von 400 kurdischen Wachleuten bewacht. Deshalb konnte dieser Aufstandsversuch erst nach mehreren Stunden mit dem Einsatz gepanzerter Fahrzeuge aus anderen Orten beendet werden.
    Da die aktiven IS-Kämpfer in anderen, besser gesicherten Lagern inhaftiert werden und einige der größten Gefährder zu Beginn des türkischen Einmarsches von US-Soldaten in den benachbarten Irak überführt wurden, führen jetzt weibliche Anhänger der Dschihadisten im Lager al-Haul eine Terrorherrschaft, berichten Menschenrechtler.
    IS-Chef Abu Bakr al-Baghdadi, der während seiner Territorialherrschaft von Frauen als Kämpferinnen nicht viel gehalten hat, betrachtet die Insassen als wertvolle Verstärkung. Er ruft seine Gefolgsleute in den Lagern auf durchzuhalten und verspricht ihnen die Befreiung. Sollte der IS, wie von al-Baghdadi befohlen, einen großangelegten Befreiungsversuch starten, wären die Kurden kaum in der Lage, diesen zurück­zuschlagen.
    Nach dem Einmarsch der Türken im Norden haben die Kurden die Mehrheit der 400 Bewacher abgezogen und an die Front verlegt. Auch die bislang dort tätigen Hilfsorganisationen, wie „Ärzte ohne Grenzen“, haben sich in den nahen Irak zurückgezogen.
    Die Lager-Insassinnen, darunter auch schätzungsweise 200 Frauen und Kinder mit deutscher Staatsangehörigkeit, warten jetzt noch, bis sich die türkischen Truppen noch mehr dem Lager, das 70 Kilometer weit von der türkischen Grenze entfernt liegt, genähert haben. Spätestens dann werden sie ihren türkischen und dschihadistischen Befreiern entgegeneilen, denn mit den Türken kämpft eine als „Nationale Armee“ bezeichnete radikalislamische Miliz, die ein kaum anderes Gedankengut als der IS hat. Diese dürften dann die befreiten Frauen und IS-Anhänger in die Region Idleb bringen, wo der Dschihad unter der al-Kaida Führung weitergeht.
    Das ehemalige Dorf al-Haul mit seinen 3000 Einwohnern war über Nacht zum Massenlager für die bei Baghus gefangengenommenen IS-Kämpfer umfunktioniert worden. Die kurdischen demokratischen Kräfte, die die Hauptlast des Kampfes gegen den IS trugen, glaubten vorher nicht, dass ihnen so viele IS-Kämpfer lebend in die Hände fallen würden, hatten diese doch vorher unisono alle behauptet, dass sie bis zum Tode kämpfen würden.
    Die Zusammenführung so vieler extrem radikalisierter und enthemmter Menschen auf engsten Raum bietet einen idealen Nährboden für eine „Akademie“ für den „Islamischen Staat“, die im Aufbau ist, sagte ein kurdischer Geheimdienstler der US-Zeitung „Washington Post“.
    Einen sehr schädlichen Einfluss auf die Lagerinsassen übt auch weiterhin „Kalif“ al-Baghdadi aus, der nach wie vor auf freiem Fuß ist und nicht aus dem Islam ausgestoßen wurde. Al-Baghdadi forderte seine Gefolgsleute in einer Audio-Botschaft vor wenigen Wochen auf, die IS-Gefangenen in Syrien und im Irak zu befreien. Das Gebiet, wo sich das Lager befindet, ist die Siedlungsgrenze zwischen der kurdischen und arabischen Bevölkerung in Syrien.
    Mehr als zwei Jahre hatte der IS selbst das Gebiet um al-Haul unter seiner Kontrolle und konnte unter der dortigen arabischen Bevölkerung, die ihr Land schon immer auf Kosten der Kurden erweitern wollten, viele hochmotivierte Anhänger finden. Die Vorstöße in das christlichbesiedelte Chabour Tal in Nordost Syrien sind von al-Haul aus unternommen worden. Auch die christlichen IS-Geiseln, die sich nach Lösegeldzahlungen in Millionenhöhe jetzt größtenteils im Saarland und in Australien befinden, wurden monatelang in al-Haul vom IS festgehalten.
    Deshalb verdichten sich die Anzeichen, dass al-Baghdadi einen zweiten Anlauf unternehmen könnte für ein Territorialkalifat. In Syrien gibt es östlich von Palmyra im Herrschaftsgebiet Assads sogar noch kleinere Wüstengebiete, die der IS territorial beherrscht. Das Lager al-Haul mit seinen hochmotivierten extrem radikalisierten Frauen könnte in dieser Taktik eine wichtige Rolle spielen.
    Erdogan ist jetzt für die Dschihadisten zum neuen Verbündeten geworden, wie schon vor 2013 als er Zehntausende IS-Anhänger aus aller Herren Länder durch die Türkei ins Schlachtgebiet des Heiligen Krieges reisen ließ. Erdogan schickt jetzt erst einmal Verbündete des Westens im Kampf gegen den IS. Er ignoriert nach wie vor, wer die wirklichen Terroristen im Nahen Osten sind.
    Bodo Bost paz

    Direkte Demokratie JETZT

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  7. francomacorisano schreibt:

    Erdogan macht es wie Merkel.
    Es geht um Umvolkung!

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