Europäische Verteidigungsunion – Illusion und Albtraum

(www.conservo.wordpress.com)

Von Dieter Farwick, BrigGen a.D. und Publizist *)

Die mit Stolz verkündete „Europäische Verteidigungsunion „PESCO“ (Permanent Structured Cooperation)

In seinem Buch „ Wunschdenken“ bezeichnet Thilo Sarrazin „Selbstüberschätzung“ und „Wunschdenken“ als entscheidende Ursachen für falsche politische Entscheidungen – auch im Kollektiv.

„Cooperation“ heißt nicht „gemeinsame Kampfkraft“ oder „gemeinsame glaubwürdige Abschreckung mit einer sichtbaren Verteidigungsfähigkeit“. Es bedeutet schlicht „Zusammenarbeit“, was immer das bedeutet und bewirkt.

Frau von der Leyen erklärt sinngemäß: Da man sich nicht mit ausreichender Sicherheit darauf verlassen kann, dass die USA unter der Führung von Donald Trump den Europäern militärisch zur Hilfe kommen werden, müssen die Europäer in ihren Verteidigungsanstrengungen zulegen, um die selbstständige Verteidigung Europas sicherzustellen.Dazu einige Fakten

# Die USA tragen seit Jahrzehnten rd. 72 Prozent der NATO-Verteidigungsausgaben. Die 27 europäischen Staaten die restlichen 28 Prozent.

# Bei allen bisherigen NATO-Tagungen haben die USA die Europäer aufgefordert, ihre Verteidigungsausgaben zu erhöhen. Diese Forderung fiel auf taube Ohren.

# In den 90er Jahren forcierte Frankreich das Misstrauen gegenüber den Vereinigten Staaten. Es forderte eine Trennung der NATO-Hauptquartiere (Headquarter = „HQ“) in zwei getrennte Hauptquartiere. Das europäische Hauptquartier sollte ohne die USA die attraktiveren „Einsätze im Bereich des Krisenmanagements“ übernehmen, während die USA die unangenehme – und damals weniger wahrscheinliche und unpopuläre, aber verlustreiche Landes- und Bündnisverteidigung übernehmen sollten.

Die NATO-Verantwortlichen fanden eine Lösung. Sie bezeichneten die NATO-Hauptquartiere als „separable, but not separate“. Das bedeutet, dass die NATO bei „Auslandseinsätzen“ aus ihren HQs ein besonderes HQ bilden sollte – genannt „Combined Joint Task Force Headquarters“ Multinationales, teilstreitkraftübergreifendes HQ). Das verantwortliche HQ sollte den Nukleus für diese HQs stellen – mit personellen und materiellen Verstärkungen durch andere NATO-HQs und Vertreter der teilnehmenden Staaten – inkl. der Staaten, die am Programm „Partnership for peace“ beteiligt waren. Der Verfasser dieses Kommentars war unter der Führung des hoch angesehenen deutschen Oberbefehshabers, General Helge Hansen, maßgeblich verantwortlich für die jährlichen Übungen, an denen bis zu fünfzig Ofiziere und Generale von Nicht-Natostaaten in verantwortungsvollen Positionen im HQ erfolgreich teilgenommen haben.

Nach mehreren solcher Übungen hat sich das Konzept bewährt – mit einem beweglichen, geschützten Gefechtsstand, ausgestattet mit rd. 400 PC.

# In der Zeit des wachsenden – französischen – Misstrauens gegenüber den USA beschloss der NATO-Rat 1996 das sog.“Berlin plus Abkommen“, in dem sich die USA verpflichtet haben, den Europäern ihre „Strategic assets“ – das heißt „strategische Kommunikation, strategische Aufklärung und strategischen Transport – zur Verfügung zu stellen, falls sie sich nicht an der geplanten Operation beteiligen wollten oder konnten.

# Donald Trump hat im „Wahlkampf“ die NATO als „obsolet“ bezeichnet. Dieses Urteil hat er mittlerweile widerrufen. Auch mit Blick auf Russland hält er eine starke NATO als unverzichtbar. Er ist umgeben von sicherheitspolitischen Beratern, die „Nato-minded“ und kompetent sind.

# Im Jahre 2014 haben die NATO-Staaten einstimmig beschlossen, bis zum Jahre 2024 Anstrengungen zu unternehmen, ihre Verteidigungsausgaben auf 2 Prozent des jeweiligen Bruttoinlandsproduktes anzuheben. Geschehen ist in den zurückliegenden drei Jahren wenig.

Gegenwärtig erfüllen nur drei Staaten diese Quote: Estland (2,2.), Griechenland mit Blick auf die Türkei 2,4 Prozent und die USA 3,8 Prozent.

Die Verteidigungsausgaben Deutschlands stehen bei 1.2 Prozent. Es ist kein Ansatz erkennbar, diese für ein reiches Land beschämende Zahl nach oben zu korrigieren.

Jetzt wird auch von SPD Ministern, die mit dem damaligen Außenminister Steinmeier dieser Absprache zugestimmt haben, erklärt, die zwei Prozent seien „Zahlenfetischimus“ oder ein „Drehen an der Rüstungsspirale“. Von selbsternannten „Verteidigungsexperten“ wird behauptet, die Bundeswehr könnte diese Mehrausgaben nicht sinnvoll ausgeben.

# Der Wehrbeauftrage des Deutschen Bundestages, SPD-Abgeordneter, kommt in seinem Bericht 2016 zu einem niederschmetternden Urteil über die Bundeswehr und ihre Streitkräfte, die personell und materiell am Boden liegen.

# Der „Spiegel 45/2017 zitiert aus einem Geheimbericht der NATO und fasst zusammen: NATO nur „bedingt abwehrbereit“.

# Dem Verfasser ist aus den letzten 50 Jahren kein Angebot der Europäer an die USA bekannt, die eigenen Verteidigungsausgaben zu erhöhen, um die USA zu entlasten und zu einer fairen Lastenteilung zu kommen.

# Bei der internationalen militärischen Operation in Libyen war die NATO als Bündnis nicht beteiligt. Es war eine „Koalition der Willigen“, an der sich Deutschland aktiv nicht beteiligt hat.

Frankreich und Großbritannien haben den sehr zögernden amerikanischen Präsidenten Obama händeringend „überzeugt“, sich an der Operation zu beteiligen. Er stimmte letztlich zu mit der Einschränkung, dass die USA nicht auf dem „Fahrersitz“ sitzen würden.

Der Anfang der Operation verlief gut. Nach vierzehn Tagen leisteten die militärstarken Staaten Frankreich und Großbritannien den Offenbarungseid, dass sie ihre „präzise“ Munition bereits verschossen hätten – in einem Scharmützel gegen einen schwachen Feind.

Was sollen die 23 Staaten mit ihren Streitkräften in 20-30 Jahren leisten können?

Die bisher verfügbaren Informationen reichen nicht aus, um diese Frage komplett zu beantworten.

Bevor man den Bau eines Gebäudes plant, muss man die spätere Verwendung und den Preis kennen. Den 23 Staaten ist zu raten, auf folgende Fragen klare Antworten zu finden.

# Was wollen die Staaten für eine selbständige Verteidigung erreichen? Was ist der „level of ambition“?

# Welche politische und militärische Architektur streben die 23 an? Ständige HQs, die politische und militärische Pläne erarbeiten und in Einsätze umsetzen, mit einem zentralen HQ und regionalen HQs?

# Sind die 23 in der Lage, diese HQs mit kompetenten Generalen/Admiralen und hohen Stabsoffizieren zu besetzen? Ist die Verwendung in diesen HQs für Berufssoldaten attraktiv?

# Welche Seestreitkräfte werden – ohne die USA, Portugal und Großbritannien – im Nordatlantik verfügbar sein?

# Wie viele Übungen und Einsätze werden pro Jahr personell und materiell geplant?

# Welche Truppen werden für Übungen und Einsätze fest eingeplant? Sind es Stabsoffiziere und Truppen, die bislang für NATO-Übungen und Einsätze vorgesehen sind? Wer hat Priorität ? Die 23 oder die NATO?

# Welche strategischen Kapazitäten soll es geben bei Kommunikation, Aufklärung und Transport?

# Gibt es genügend Auswertekapazitäten?

# Welche Erkenntnisse dürfen die nationalen Geheimdienste weiterleiten, die bislang als „NATO secret“ eingestuft sind?

# Sind sich die 23 bewusst, dass in der NATO die Landes- und Bündnisverteidigung wieder an Bedeutung gewinnt und vieler Anstrengungen bedarf, um eine glaubwürdige Abschreckung gegen mögliche Aggressoren aufzubauen?

# Wann soll die politische und militärische Struktur „einsatzbereit“ sein? In zehn Jahren?

# Last but not least; Wer soll den Aufbau und den jahrelangen Betrieb der notwendigen Einrichtungen bezahlen? Als Anhalt: Der Betrieb der bestehenden NATO-Infrastruktur kostet jährlich rd. 30 Milliarden Euro. Bislang zahlen die 27 NATO-Mitgliedstaaten lediglich 28 Prozent der Ausgaben. Sie haben abgesprochen, ihre Verteidigungsausgaben auf zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu steigern.

# Sind die 23 Länder willens und fähig, zusätzlich zu den Ausgaben für die NATO Milliarden für die eigene Architektur zur Verfügung zu stellen, ohne ihre Zahlungen an die NATO zu reduzieren oder gar einzustellen?

# Welchen sicherheitspolitischen Kurs wird eine zukünftige deutsche Regierung einschlagen?

Der Verlauf der „Jamaika-Sondierungsgespräche“ gab keinen Anlaß für Optimismus.

Eine gründliche Machbarkeitsstudie muss diese Fragen überzeugend beantworten, bevor ein Euro investiert wird.

Ausblick auf die Zukunft der Europäischen Verteidigungsunion

In seinen 39 Berufsjahren – darunter 4,5 Jahre als Operationschef des damaligen NATO-HQ Europa Mitte in Brunssum, NL – und der anschließenden Zeit als kritischer Beobachter hat der Verfasser viele europäische Initiativen erlebt. Sie erlitten dasselbe Schicksal. Sie sind alle sanft entschlafen und in aller Stille beerdigt worden.

Eine Verteidigungsunion ohne die weltweite Militärmacht Nr.1 USA, ohne Großbritannien mit seinen globalen Erfahrungen und den Staaten des Commonwealth sowie Portugal mit seinen maritimen Beiträgen im Nordatlantik ist eine Totgeburt.

Mit einem Unterschied zu früheren Initiativen:

Wenn die USA unter Donald Trump den Eindruck gewinnen, sie werden in Europa nicht mehr gebraucht und nicht mehr gern gesehen, könnten sie die Einladung zum Disengagement in Europa annehmen und sich mit noch deutlich verstärktem Schwerpunkt dem asiatisch-pazifischen Raum zuwenden, der für sie wichtiger geworden ist als Europa.

Allerdings: Sollte die Europäische Verteidigungsunion ohne Portugal, Großbritannien – immerhin weiterhin ein NATO-Mitgliedstaat – und die USA scheitern, gibt es keinen Plan B für die Sicherheit Europas.

Die Illusion, die 23 europäischen Staaten der Verteidigungsunion wollten und könnten gewaltige finanzielle Mehrbelastungen zum Erreichen der Unabhängigkeit von den USA schultern, wird in einem Katzenjammer enden – zur Freude von Putin und seinen Nachfolgern.

Eine Konkurrenz zwischen der NATO und der EV um knappe finanzielle und personelle Ressourcen erscheint unvermeidbar.

Die Trennung verstößt gegen die kluge Feststellung Madeleine Albrights, damalige US-Außenministerin, die im Dezember 1998 drei „No´s“ für die NATO und EU gefordert hat: no discrimination, no duplication und no decoupling.

Die Alternative:

Die europäischen Staaten sollten ihre Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit gegenüber den USA dadurch beweisen, dass sie sich klar festlegen, in welchen verbindlichen Schritten sie sich bis 2024 der Benchmark der zwei Prozent annähern wollen und können, um ihre konventionelle Verteidigungsfähigkeit deutlich und sichtbar zu verbessern. Die erhöhten Ausgaben könnten zu einer abgestimmten Entlastung der USA in und für Europa führen.

Eine solche Zusage könnte die USA unter Donald Trump wieder zu einem zuverlässigen Bündnispartner machen. Die besonders für die mittelost- und südeuropäischen NATO-Partner wichtige nukleare Garantie der USA waren für sie das Hauptmotiv, der NATO beizutreten.

Eine Bemerkung zum Schluss:

Sollten die Wunschvorstellungen der Europäischen Verteidigungsunion jemals realisiert werden, wird Donald Trump nach vier oder acht Jahren nicht mehr in Amt sein, aber die USA werden weiter die Militärmacht Nr.1 sein, was von Europa nicht zu erwarten ist.

Deutschland und Europa brauchen einen starken Partner gegen die Weltmacht China, die mittel- und langfristig durch ihre wirtschaftliche, finanzielle und militärische Power auch das zerstrittene und wirtschaftlich zunehmend von China abhängige Europa dominieren will. Die Strategie „One road, one belt“ hat globale geostrategische Ambitionen bis nach Europa.

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*) Dieter Farwick wurde am 17. Juni 1940 in Schopfheim, Baden-Württemberg, geboren. Nach dem Abitur wurde er im Jahre 1961 als Wehrpflichtiger in die Bundeswehr eingezogen. Nach einer Verpflichtung auf Zeit wurde er Berufssoldat des deutschen Heeres in der Panzergrenadiertruppe.
Vom Gruppenführer durchlief er alle Führungspositionen bis zum Führer einer Panzerdivision. In dieser Zeit nahm er an der Generalstabsausbildung an der Führungsakademie in Hamburg teil. National hatte er Verwendungen in Stäben und als Chef des damaligen Amtes für Militärisches Nachrichtenwesen.
Im Planungsstab des Verteidigungsministers Dr. Manfred Wörner war er vier Jahre an der Schnittstelle Politik-Militär tätig und unter anderem an der Erarbeitung von zwei Weißbüchern beteiligt. Internationale Erfahrungen sammelte Dieter Farwick als Teilnehmer an dem einjährigen Lehrgang am Royal Defense College in London.
In den 90er Jahren war er über vier Jahre als Operationschef im damaligen NATO-Hauptquartier Europa-Mitte eingesetzt. Er war maßgeblich an der Weiterentwicklung des NATO-Programmes ;Partnership for Peace beteiligt.
Seinen Ruhestand erreichte Dieter Farwick im Dienstgrad eines Brigadegernerals. Während seiner aktiven Dienstzeit und später hat er mehrere Bücher und zahlreiche Publikationen über Fragen der Sicherheitspolitik und der Streitkräfte veröffentlicht.
Nach seiner Pensionierung war er zehn Jahre lang Chefredakteur des Newsservice worldsecurity.com, der sicherheitsrelevante Themen global abdeckt.
Dieter Farwick ist Beisitzer im Präsidium des Studienzentrum Weikersheim und führt dort eine jährliche Sicherheitspolitische Tagung durch.
Seit seiner Pensionierung arbeitet er als Publizist, u. a. bei conservo.
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www.conservo.wordpress.com   20.11.2017

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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5 Antworten zu Europäische Verteidigungsunion – Illusion und Albtraum

  1. karlschippendraht schreibt:

    Als vor vielen Jahren die Idee eines vereinten Europa aufkam dachten viele Menschen auch daran dass dieses vereinte Europa so stark werden würde um von allen anderen Großmächten unabhängig zu sein , auch in Bezug auf atomare Verteidigung . Was wir heute vorfinden ist ein militärischer Krüppel der zudem auch noch von innen her bedroht wird weil er sich aus eigener Dummheit ein Islam-Virus eingefangen hat , das ihn von innen her auffrisst. Es ist eine unbeschreibliche Idiotie , sich ausgerechnet DEN als Beschützer auszusuchen , der dieses Virus über Europa gebracht hat . Von den USA geht heute eine größere Bedrohung für uns aus als von Russland .

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  2. Runenkrieger11 schreibt:

    Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

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  3. Mighty schreibt:

    Wenn ich das ganze Construkt Nato besehe wird mir übel. Übel deshalb, weil unter der Führung von den USA und den NGS Stoltenberg immer gegen Russland gehetzt wird, obwohl. m.E. überhaupt kein Grund vorhanden ist. Von unseren Qualitätsmedien ganz zu schweigen. R. ist durchaus in der Lage, die Nato aufzureiben. Das R seine Grenzen schützt ist durchaus verständlich, weil der A. ihn mit seinen Vasallen immer mehr umzingelt. Warum wohl. Jeder ernsthafte Kenner der Strategie.des A weiss der Gründe. Das was R im Überfluß an Recourcen besitzt, hätte der A zu gerne. Und wenn nicht willig, dann……Ich persönlich kann nur hoffen, dass Putin ruhig Blut behält und ihn die permanente westlichmediale Kriegstreiberei nicht zu weiter gehenden Maßnahmen veranlasst. Das Schlimme dabei ist, dass sich die sogenannte Aufrüstungspirale immer weiter dreht und letztlich im Finale enden wird. .War doch alles schon mal da. Die Geschichte wiederholt sich. Alle Westeuropäer haben es diesesmal auszubaden, den der A. ist ja weit weg. Aber bei diesem Finale wird auch der A. sein Fett weg bekommen und davon wird er sich sicherlich nicht mehr erholen..

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  4. oldman schreibt:

    Was bitte hatte die NATO in Libyen zu suchen ? False flag . Und die Folgen ? Sebst beste Aufstellung und Ausrüstung sind da kontraproduktiv.

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  5. Querkopf schreibt:

    A. ist der größte Kriegstreiber der Vergangenheit und der Gegenwart. Dies auch, weil seine Industrie weitgehend auf Militärgüter und Unterstützungsstrukturen aller Art aufgebaut ist.
    Und die geldgeile „Wallstreet“ befeuert diese aggressiven Strukturen und die dahinterliegenden Prozesse.
    Die größte Angst der A. ist eine politische, wirtschaftliche und militärische Allianz zw. Russland und Deutschland. Russland besitzt die Ressourcen (und Atomwaffen) und Deutschland wirtschaftliche und inovative Kraft. Zusammen ergäbe das eine neue Supermacht, die Amerika ernsthaft bedrohen gobal paroli bieten könnte.
    Das mit allen Mitteln (!) zu verhindern ist Langzeitstrategie der A., „unseren Freunden“.
    Und um das zu verhindern, unterlässt A. nichts um Deutschland (und ganz Europa) nachhaltig zu destabiliseren, – z.B. mittels gesteuertern Völkerwanderungen, die A. absichtlich initiiert hat.
    Und durch gezielte Anschläge auf die deutsche Wirtschaft (Stichwort: „Dieselskandal“ u.a. in den USA).
    Ein großer deutscher Alt-Stratege und Geheimdienstler, Admiral Tirpitz, erkannte das noch im 20. Jahrhundert.
    Die heutige deutsche Politikerriege ist zu solchen strategischen globalen Analysen vollkommen unfähig, „da geistig und intelligenzseitig nicht mehr dazu in der Lage“ (das Wort „verblödet“ vermeide ich hier wohlwissend…).

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