Familienquote statt Frauenquote?

(www.conservo.wordpress.com)
Von Dr. Johannes Resch*)

In der CDU wird derzeit eine Frauenquote für die höheren Parteigremien angestrebt, die bis zum Jahre 2025 das Ziel von 50% erreichen soll. Kann das wirklich zu mehr Gerechtigkeit führen?

Vor gut 100 Jahren waren Frauen nicht wahlberechtigt. Das hatte Folgen, die bis heute nachwirken. So wird auf breiter Ebene der „Gender-Pay-Gap“ beklagt, der Frauen ärmer mache. Bei genauem Hinsehen ist die Benachteiligung aber gar nicht mehr direkt an das Geschlecht gebunden, sondern an die überwiegend von Frauen geleistete häusliche Erziehungsarbeit. Wird diese von Männern übernommen, geht auch die Benachteiligung auf die Männer über.

Dr. Resch vom Verband Familienarbeit dazu: „Auf die Spitze getrieben wurde die Diskriminierung der elterlichen Erziehungsarbeit und damit überwiegend der Frauen durch die von der Adenauer-CDU veranlasste Rentenreform 1957. Seitdem zahlen die erwerbstätig gewordenen Kinder an fremde kinderlose Rentner/innen meist höhere Renten als an die eigenen Eltern. Das ist die Folge davon, dass der Rentenanspruch sachwidrig allein an Erwerbsarbeit gebunden wurde, obwohl die Renten ausschließlich von den Kindern der jeweiligen Rentnergeneration bezahlt werden müssen. Die eigenen Renten einer Generation werden damit ausschließlich durch Kindererziehung und damit überwiegend von den Müttern erarbeitet und nicht etwa von den Rentnern selbst. Die Rentenbeiträge der Erwerbstätigen dienen dagegen zu 100% der Finanzierung der aktuellen Renten, tragen also zur eigenen Rente gar nichts bei.

So hat unsere Sozialgesetzgebung die Familie zu einem „unrentablen Unternehmen“ gemacht, in dem die Erziehungsarbeit und die Kinder zum Kostenfaktor geworden sind, während sie zuvor eine Investition in die eigene soziale Sicherheit bei Alter und Krankheit waren. Schon der 5. Familienbericht für die Bundesregierung (1994) hat das als „strukturelle Rücksichtslosigkeit gegenüber Familien“ gebrandmarkt. Eine Korrektur ist bis heute nicht erfolgt.“

Auch der „Gender-Pay-Gap“ ist vor allem die Folge unserer mütterfeindlichen Sozialgesetzgebung. Bei kinderlosen Frauen gibt es den „Gap“ kaum noch. Andererseits muss die Benachteiligung der Mütter immer von den Vätern mitgetragen werden. Es handelt sich also im Grunde um einen vom Gesetzgeber künstlich geschaffenen Parent-Pay-Gap. Eine Frauenquote wird an dieser politischen Fehlsteuerung nichts ändern. Um das Problem an der Wurzel zu packen ist eher eine Familienquote, die dem Bevölkerungsanteil von Eltern und Kindern gerecht wird, angezeigt.

Tatsächlich hat sich aber der Elternanteil z.B. im deutschen Bundestag nach der letzten Wahl von 68 % auf 62 % vermindert. Im 11. Bundestag (ab 1987) lag der Anteil der Eltern noch bei 81%. Die Präsenz von Eltern im Bundestag und damit auch die Vertretung der in die Zukunft gerichteten Kinderrechte hat sich also dramatisch verschlechtert.

Von einer Frauenquote ist nicht mehr Gerechtigkeit zu erwarten.

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Passend zum Thema zwei Links:

Einmal zu einem Aufruf einer Arbeitsgruppe der Vereinigung analytischer Kinder- und Jugendlichen-Therapeuten

            sowie ein Video des Norwegers Harald Eia zum „Gender Mainstreaming“

—–
*) Original: Pressemeldung Verband Familienarbeit: Familienquote statt Frauenquote? Von Johannes.Resch@t-online.de
(file:///C:/Users/Peter/AppData/Local/Microsoft/Windows/INetCache/IE/AZ0U7CI2/PM%20Frauenquote.pdf)
www.conservo.wordpress.com     30.07.2020

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. 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Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. 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6 Antworten zu Familienquote statt Frauenquote?

  1. ceterum_censeo schreibt:

    Im Jahr 2019 wurden deutschlandweit 100.893 TOTE gezählt. In EINEM JAHR!
    (Quelle: https://de.statista.com/)
    Vermutlich liegt die Zahl in diesem Jahr ähnlich hoch.

    Und NEIN, NICHT durch ‚Corona‘ , sondern Zahl der ABTREIBUNGEN!

    Aber das macht ja nix. Dafür gibt keinen ‚Lockdown‘ und keine Aushebelung der Grundrechte!

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  2. Erika Geigl schreibt:

    Frauen in der Politik? Wie wäre es denn mal mit Klasse statt Masse !

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  3. Semenchkare schreibt:

    …!

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  4. ceterum_censeo schreibt:

    Wenn ich nur bedenke, was diese ‚Frauen‘ mit und IN Deutschland alles angerichtet haben …..

    MerKILL, Pflinten – Pfuschi – Uschi von der Leyenspielschar, die ‚Quotenfrau‘ Annekröt Krampf – Knarrenklauer u.v.m.
    Von solchen Subjekten wie ‚LaGarage‘ gar nicht zu reden.

    NEIN, Danke!

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  5. Semenchkare schreibt:

    Quotenfrauen bei der CDU? Nee Danke. Wen will man uns dennoch vorsetzen, Merkel reicht…!

    Frauen die was können, kommen durch ihre Fähigkeiten von alleine nach vorn.

    Bekanntestes Beispiel:

    Dr.Lisa Su
    ***************

    Lisa Tzwu-Fang Su (chinesisch 蘇姿豐 / 苏姿丰, Pinyin Sū Zīfēng, Zhuyin ㄙㄨ ㄗ ㄈㄥ, * 7. November 1969 in Tainan, Republik China (Taiwan)) ist eine US-amerikanische Elektroingenieurin und Managerin taiwanischer Herkunft. Seit 2014 ist sie CEO und Präsidentin des Chipherstellers Advanced Micro Devices (AMD). Frühere Stationen ihrer Karriere waren Ingenieur- und Management-Positionen bei Texas Instruments, IBM und Freescale Semiconductor.[1][2][3] Sie entwickelte Technologien zur Herstellung von Silicon-on-Insulator-Halbleitern[4] und, während sie Vizepräsidentin des Forschungs- und Entwicklungszentrums für Halbleiter bei IBM war,[5] effizienteren Computerchips.[6]

    Im Oktober 2014 wurde Su zur Präsidentin und CEO von AMD ernannt.[7][8] Su hatte seit 2012 bei AMD gearbeitet und war Senior Vice President der AMD-Auslandsgesellschaften sowie Chief Operating Officer.[9] Sie ist Mitglied der Leitungsgremien der Global Semiconductor Alliance und der Semiconductor Industry Association[9] sowie IEEE Fellow des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE). Neben diversen anderen Ehrungen und Auszeichnungen[1][9] wurde sie 2014 von der Branchenzeitschrift EE Times (Electronic Engineering Times) zur Führungskraft des Jahres (Executive of the Year) ernannt[9] und 2017 von Fortune zu einer der weltweit größten Führungspersönlichkeiten (World’s Greatest Leaders) ….

    (Auzug)

    *ttps://de.wikipedia.org/wiki/Lisa_Su

    ********************************************************

    AMD President und CEO Dr. Lisa Su

    Dr. Lisa T. Su ist seit Oktober 2014 Präsidentin und Geschäftsführerin bei AMD, darüber hinaus ist sie als Mitglied im Vorstand von AMD tätig. Zuvor war sie von Juli bis Oktober 2014 als Betriebsleiterin verantwortlich für die Integration der AMD Geschäftseinheiten, des Vertriebs, der globalen Operationen und der Infrastruktur-Enablement-Teams in eine dem Markt zugewandte Organisation, die für alle Aspekte von Produktstrategie bis -ausführung zuständig ist. Dr. Su stieß im Januar 2012 als Vizepräsidentin und Generaldirektorin für globale Unternehmenseinheiten zu AMD und war für die durchgehende Geschäftsumsetzung für Produkte und Lösungen von AMD verantwortlich.

    Vor ihrem Wechsel zu AMD fungierte Dr. Su als Vizepräsidentin und Generaldirektorin bei der Networking and Multimedia Group von Freescale Semiconductor, Inc.(einem Halbleiter-Hersteller), und war verantwortlich für die globale Strategie, das Marketing und Konstruktionswesen für das Geschäft des Unternehmens mit eingebetteten Kommunikations- und Anwendungsprozessoren. Ab 2007 war Dr. Su bei Freescale als Chief Technology Officer tätig, wo sie die Technologieplanung sowie Forschung und Entwicklung leitete. ….

    mehr hier:

    https://www.amd.com/de/corporate/leadership-lisa-su

    Wissenschaftliches Denken statt Labergedöns und Genderwahn bringt uns weiter.

    -weiteres Beispiel:
    Prof Salima Ikram
    Archäologin, Ägyptologin

    *ttps://nelc.yale.edu/people/salima-ikram

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