Polnische Impressionen

(www.conservo.wordpress.com)

Von Adrian F. Lauber *)

Nach langen Jahren war ich vom 21. bis 26. Mai 2018 wieder einmal in Polen, der Heimat meiner Familie mütterlicherseits. Man weiß ja nie, wann die Chance auf ein Wiedersehen mit Menschen unwiederbringlich verpasst ist, also fuhr ich hin.

Ungelogen: Schon am Montag, dem ersten Tag meines Aufenthalts, wurde ich in Krakau auf die deutsche Politik angesprochen. Mein Onkel wollte von mir wissen, was Deutschland bloß davon habe, all die Flüchtlinge bzw. Einwanderer aufzunehmen.

Er hatte über seine Frage offensichtlich gar nicht nachdenken müssen. Er stellte sie spontan, frisch von der Leber weg.

Aber wenn man gerade aus Deutschland kommt, ist das eine Frage, die einem buchstäblich den Boden unter den Füßen wegziehen kann, weil man sie nicht gewohnt ist.

Nun muss man freilich unterscheiden: Wenn es um echte Flüchtlinge, also Menschen aus Kriegsgebieten oder politisch Verfolgte, geht, verbietet sich die Frage nach dem Eigennutz. Menschen in Not muss man helfen und hat dann nicht zu fragen „Und was springt für mich dabei raus?“

Aber wie wir alle wissen, geht es in Deutschland um etwas anderes. Die Themen Asyl und Zuwanderung sind längst durcheinandergeworfen worden. Wer aus einem ärmeren Land hierher kommt, wird pauschal unter „Flüchtlinge“ verbucht. Es geht offenkundig nicht darum, bedrohten Menschen auf Zeit Schutz zu geben, es geht um hunderttausend- oder sogar millionenfache (und illegale) Umsiedlung hierher. Auf Dauer. Möglicher Weise für immer.

In einer solchen Situation ist es legitim und lebensnotwendig für ein einigermaßen intaktes Land, sich selbst zu fragen: Und was haben wir davon? Mit wem haben wir es überhaupt zu tun? Kommen Leute, die in etwa unsere Wertvorstellungen teilen? Haben sie etwas Produktives zu unserem Land, zu unserer Gemeinschaft beizutragen? Sind sie integrierbar? Können sie oder spätestens ihre Kinder eines Tages unsere Landsleute werden?

Jedes normale Land würde so fragen. Mein Onkel sprach aus einem gesunden Selbstbewusstsein und Selbstbehauptungswillen heraus, der vielen Deutschen restlos ausgesaugt worden ist.

Auch Polen hat Einwanderer, auch Polen ist ebenso wenig wie Deutschland ein ethnisch homogener Staat. Aber die Polen sind stolz auf ihr Land und ihre Kultur – ganz besonders jetzt, wo sich die wieder erlangte Unabhängigkeit des Landes zum einhundertsten Mal jährt.

Dass Traditionen und kulturelle Identität in diesem Land viel stärker gepflegt werden als in Deutschland, kann man schon im Straßenbild sehen. Ich habe nicht nachgezählt, wie oft ich in diesen wenigen Tagen auf Krakaus Straßen Nonnen und Mönche in ihren traditionellen Gewändern gesehen habe. (Was mich doch irgendwie angerührt hat, obwohl ich nicht gläubig bin.)

In Deutschland dagegen? Ach, da muss ich lange überlegen, wann ich zuletzt auf offener Straße einen katholischen oder einen evangelischen Geistlichen in voller Kriegsbemalung gesehen habe. Ich kann mich nicht bewusst daran erinnern.

Nun will ich die Zustände in Polen beileibe nicht idealisieren. Auch dieses Land hat Probleme, auch die Polen schimpfen viel (und mit Recht) auf ihre Politiker. Zudem stehe ich der regierenden konservativen Partei distanziert gegenüber. (Meine Verwandtschaft offenbar auch, soweit ich das raushören konnte. Ich habe niemanden gefragt, ob und wen er wählt.) Den Konservatismus und das nationale Selbstbewusstsein bewerte ich positiv, aber leider hat diese Partei ganz eindeutig einen Zug zum aggressiven Nationalchauvinismus.

Wie mir meine Verwandten erzählten, sind wir Deutschen das Feindbild dieser Partei. Als Scherz fragte ich, ob diese Leute ihren Wählern etwa erzählen, dass wir Deutschen demnächst Schlesien zurückzuerobern gedenken. Nein, das nicht.

Aber wir Deutschen sind jetzt der Sündenbock für die europäische Selbstzerstörung.

Auch und vor allem aufgrund unserer wahnsinnigen Migrationspolitik. Die Unfähigkeit und der Unwille Brüssels, Europa zu verteidigen, spielen auch eine Rolle. Die EU steht in keinem guten Ansehen – und das schlägt wiederum auf Deutschland zurück, da wir (zu Recht) als einer der führenden Treiber der EU-Zentralisierung und der Abschaffung nationalstaatlicher Demokratie wahrgenommen werden.

Auch historische Erfahrungen spielen eine Rolle. Polen wurde in den Jahren 1772, 1793 und 1795 von Preußen, Österreich und Russland aufgeteilt und verschwand restlos von der Landkarte. Erst 1918 erlangte es seine Unabhängigkeit und staatliche Identität zurück, geriet dann aber 1939 zwischen die zwei totalitären Großmächte Deutschland und die Sowjetunion, die das Land binnen Wochen unterwarfen. Auf die brutale Besatzung der selbst ernannten arischen Herrenmenschen folgte ein Dasein als Vasall des Sowjetreiches.

Die Polen sind sehr empfindlich, wenn es um Verletzungen ihrer nationalen Identität und Unabhängigkeit geht. Das ist zwar historisch verständlich, führt aber auch zu Überreaktionen und manchmal zu Hysterie. Ich glaube nicht, dass eine Mehrheit der Polen uns Deutsche ernsthaft noch als Bedrohung empfindet, aber auf der Rechten wird an solche Ressentiments appelliert, und es wird den Menschen gezielt Angst gemacht. (Ganz abgesehen davon, dass es in Polen auch noch ein Antisemitismus-Problem gibt, aber das ist ein Thema für sich. Das würde jetzt zu weit führen.)

Pardon, das war eine Abschweifung. Weiter im Text:

Nur zwei Tage später, am Mittwoch, entbrannte die nächste lebhafte Diskussion. Ich war zu Besuch bei anderen Verwandten in einer kleinen Gemeinde nordöstlich von Krakau. Wir saßen in kleiner Runde zusammen, und die erste Frage, die mein Großonkel, der überlebende Bruder meines Großvaters, an mich richtete, war, was denn bloß mit Deutschland und den Einwanderern los sei.

Binnen weniger Minuten kam richtig Leben in die Bude. Keine der Anwesenden konnte verstehen, was in die Deutschen gefahren ist.

Zufällig las die Frau meines Großonkels auch gerade ein Buch zum Thema Islam und war somit ganz gut im Bilde. Für sie war es nichts Neues, als ich vom Import des islamischen Fundamentalismus und des Judenhasses sprach.

Auch wenn es überspitzt und polemisch war, meinte ich es im Kern durchaus wörtlich, als ich der Verwandtschaft sagte, dass heute durch Europa eine Trennlinie verläuft, nämlich die Oder. Westlich davon ist Europa verrückt geworden, östlich davon ist es noch einigermaßen intakt und gesund.

Ich sagte, dass einer, der konservative Werte vertritt, in Deutschland heute schnell im Verdacht steht, rechtsextrem zu sein.

Meine Großtante sagte daraufhin einen Satz, den ich – glaube ich – nie vergessen werde: „Man muss doch konservativ sein, um sich und seine Werte behaupten zu können.“

Das mag auf den ersten Blick nach einer zu simplen Pauschalisierung klingen, aber je mehr ich über diese Worte nachdenke, desto mehr ergeben sie einen Sinn, wenn man von der ursprünglichen Bedeutung der Worte ausgeht.

„Conservare“ heißt „bewahren“ oder „erhalten.“ Wer also eine Kultur verteidigt oder ein bestimmtes Wertesystem, wer für bestimmte Prinzipien eintritt, die er gewahrt wissen will, der möchte ich etwas bewahren, am Leben erhalten. (Das müssen übrigens keineswegs Werte sein, die man gemeinhin als konservativ wahrnimmt. Das können durchaus auch linke Werte sein oder was auch immer.)

Einer Werthaltung oder der Verteidigung von Werten haftet schon grundsätzlich etwas Konservatives an, selbst wenn derjenige, der da etwas verteidigt, sich selbst nicht unbedingt als konservativ versteht. Jedenfalls ist das meine Meinung, andere mögen es anders sehen.

Ich fühlte mich in Polen schnell so, als ob ich in eine andere Welt mit einer ganz anderen Mentalität eingetaucht sei. Ich spürte, dass die Polen überhaupt nicht begreifen können, was Deutschland sich antut. Sie verstehen diese wolllüstige Selbstzerstörung und die Selbstaufgabe nicht. Befremden und Ratlosigkeit, das herrschte im Raum, als ich von Deutschland heute erzählte. Die Polen denken halt völlig anders. Der deutsche Nationalmasochismus muss ihnen absurd vorkommen.

Gleich am nächsten Tag fand ich es – wieder in Krakau – erneut bestätigt, als weitere

Verwandte ziemlich genauso reagierten wie die auf dem Land.

Die Zeit, die nicht schon für Verwandtschaftsbesuche oder Spaziergänge durch Krakau verplant war, nutzte ich, um endlich ein Buch zu lesen, das mir jemand schon vor einer ganzen Weile geschenkt hatte: „Allein unter Juden. Eine Entdeckungsreise durch Israel“ von Tuvia Tenenbom.

Übrigens sehr zu empfehlen! Eine so eindringliche Beschreibung des Israel-Palästina-Konflikts und des modernen Antisemitismus, wie er von den Radikalen im Orient, aber auch von gutmenschlichen Europäern und ihren Förderern gepflegt wird, findet man nicht alle Tage.

Was mich allerdings an diesem Buch erschüttert hat, ist, dass – sofern Tenenboms Einschätzung zutrifft – der Selbsthass unter den Juden weiter verbreitet zu sein scheint, als ich angenommen habe.

Jüdischer Hass auf sich selbst und auf Israel sind für mich nicht neu. Damit habe ich mich schon befasst, aber ich bin fest davon ausgegangen, dass das ein vernachlässigbares Randphänomen ist.

Nach der Lektüre von Tenenboms Buch bin ich nicht so sicher. Als ich es am Donnerstagabend ausgelesen hatte, hatte ich einen Kloß im Hals. Als ich mich schlafen legte, kreiste der Gedanke durch meinen Kopf, dieser Selbsthass in Israel möge doch bitte, bitte, bitte nur die Sache einer Minderheit sein.

Der Selbsthass kann Nationen in den Untergang treiben.

Tuvia Tenenbom schreibt in seinem Buch: „Ich persönlich liebe die Palästinenser (…) weil die Palästinenser stolz auf ihre Identität sind, habe aber keinen Respekt für Selbsthasser, ob sie jüdisch sind oder schwarz.“ (S. 247)

Das entscheidende Stichwort ist „Respekt.“

Wir sich selbst hasst, kann niemals erwarten, respektiert zu werden. Wer sich klein macht, wird früher oder später die Verachtung seiner Umwelt ernten.

Tenenboms Liebe zu den Palästinensern ist für mich angesichts des grassierenden Judenhasses, der ja ein zentrales Thema seines Buches ist, nur bedingt nachvollziehbar, aber irgendwie verstehe ich, was er meint. Personen wie Dschibril Radschub, denen er begegnet ist, treten voller Stolz und respektheischend auf und hinterlassen damit natürlich einen viel besseren Eindruck als jemand, der sich selbst geißelt.

Das gilt nicht nur für Israel, sondern auch für Deutschland, an das ich während des Lesens ständig gedacht habe.

Und das, während ich mich in einem Land aufhielt, für nationalen Selbsthass keinerlei Verständnis aufbringt. Es war eine merkwürdige Situation.

Heute kehrte ich nach Deutschland zurück. Nachdem ich über die Grenze war, lief ein deutscher Radiobericht über die Bedrohung, die von den Rechten in Osteuropa ausgeht. Da wusste ich: Ich bin zu Hause, da wo man auf Selbstbewusstsein und EU-Skepsis nur eine Antwort hat.

Wieder zu Hause angelangt, schaltete ich den Laptop ein, um ein paar Nachrichten zu lesen, was ich während des Polen-Aufenthalts nicht getan hatte. (Es war übrigens ungemein wohltuend, nichts, aber auch gar nichts von den Merkels, den Hofreiters, den Göring-Eckardts, den Steinmeiers und all den anderen zu sehen oder zu hören.)

Kaum im World Wide Web angekommen, lese ich, dass der britische Islam-Kritiker Tommy Robinson verhaftet worden ist. Die dafür abgegebene Erklärung erscheint mir äußerst fadenscheinig zu sein. Wie hieß das bei Mao Zedong? Bestrafe einen und erziehe hundert.

Spätestens jetzt weiß ich: ich bin wieder westlich der Oder angekommen. Der Alptraum hat mich wieder.

—–

Siehe auch:

Stefan Molyneux (Freedomain Radio): „Tommy Robinson Arrested and Imprisoned, Media Silenced | True News“ (Veröffentlicht: 26.5.2018) https://www.youtube.com/watch?v=irhQtamQ6Mo

Lauren Southern: „Tommy Robinson Sent to Prison“ (Veröffentlicht: 26.5.2018) https://www.youtube.com/watch?v=tRt-iFANWKg

Ein Kommentar, den ich dazu im Netz gefunden habe, lautete so:

„The British government is DETERMINED to CRUSH DISSENT and PROP UP PRO-ISLAM POLICY. They ALSO seek to CRUSH BREXIT. They are PRO-EU AUTHORITARIANS.“

********
*) Der bekannte Blogger Adrian F. Lauber ist seit November 2017 regelmäßig Autor auf conservo.
www.conservo.wordpress.com     26.05.2018

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen Emails sowie auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zueigen. *****
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Außenpolitik, Christen, EU, Flüchtlinge, Islam, Kirche, Kultur, Merkel, Politik abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

19 Antworten zu Polnische Impressionen

  1. Blindleistungsträger schreibt:

    Apropos Selbsthass: Seit einiger Zeit schon habe ich den Eindruck, dass die „Wissenschaft“ der Psychologie so gut wie nur im Dienste der Mächtigen steht und dazu missbraucht wird, die weniger mächtigen nach allen Regeln der Kunst zu manipulieren. Seit Jahren erleben wir hier in Europa und auch speziell in Deutschland ein psychologisches Großereignis. Aber ich habe nicht den Eindruck, als würde die Diskussion darüber von Psychologen auch nur tangiert. Ich merke überhaupt nichts von der Existenz des Fachbereichs Psychologie. Das ist so, wie wenn ein stattfindender Weltkrieg in einem Magazin für Geopolitik überhaupt nicht erwähnt würde.

    Liken

  2. gelbkehlchen schreibt:

    Zitat: „Menschen in Not muss man helfen und hat dann nicht zu fragen „Und was springt für mich dabei raus?““
    Das ist für mich der größte Denkfehler überhaupt, schon seit Jahrhunderten. Es ist totale Zwangsneurose. MAN MUSS GAR NICHTS, MAN MUSS NUR STERBEN. Vor allen Dingen ist das „man“ im Zitat völlig deplaziert. Man darf über den anderen nicht diktatorisch bestimmen, über seine Arbeitskraft, usw.. Nächstenliebe muss immer freiwillig sein. Denn niemand hat ein Recht auf die Muskelzellen und Gehirnzellen, die Arbeitszellen des anderen. Wenn jemand helfen will, soll er das tun, aber er darf nicht andere zwingen, weil er selbst zu faul dazu ist.

    Liken

    • Freya schreibt:

      Da stimme ich Dir voll zu lieber Gelbkehlchen. Das ist so eine Sache mit „man muss….“
      Mir geht es so, das ich ganz allein entscheiden möchte, wo ich helfe und vor allem wie. Diese Indoktrination, wir müssten der ganzen Welt helfen, und jeder, der weniger hat als wir, beansprucht unsere „Hilfe“ ist mir auch schon lange suspekt.
      Finde aber mal einen, der spontan seinen Geldbeutel zückt, wenn eine Oma so aussieht, als hätte sie wenig Geld dabei. Oder wer fragt mal einen anderen, ob er seine Hilfe braucht. Mit „wir müssen so und so“….ist meistens das gemeint, was Du beschreibst, nämlich eine völlig ausbeuterische Machenschaft, uns zu versklaven und unsere Kraft in den Dienst anderer zu stellen. Deshalb habe ich jetzt mal aufgehört zu arbeiten; mich zocken sie gerade mal nicht ab. Dafür habe ich wieder mehr Zeit und kümmer mich mal um die alten Omas in der Kirchengemeinde. Zuwendung kostet nix, hilft aber auch sehr, vor allem wenn man sich mal wieder um die eigenen Leute kümmert.

      Liken

    • Walter schreibt:

      Das sehe ich genauso! Und ich kann auch nicht dazu gezwungen werden, jemanden fremden in mein Haus reinzulassen. Meine Freunde möchte ich mir bitte selbst aussuchen.

      Liken

  3. Zu Polen sei aber noch gesagt das dort nach 1918 alle Minderheiten brutal unterdrückt und polonosiert wurden.Die Knäste waren vor allem mit Ukrainern voll und laut int. Presse nur deswegen weil sie Ukrainer waren.1 Million Deutsche verliessen das Land nach 1918.Hundertausende Juden flohen auch nach 1933 nach Deutschland.Polen hatte mit allen Nachbarn Gebietsstreitigkeiten.Deutsche Flugzeuge wurden über der OStsee beschossen,die Zugverbindungen nach Osptreußen geschlossen da Deutschland nicht mit Zloty zahlen konnte,Höfe von D. wurden niedergebrannt,D. auf den Strassen zusammengeschlagen und an der Grenze erschossen.-Ob das jemals in deutschen Schulen erzählt werden wird?

    Liken

    • gelbkehlchen schreibt:

      Ich selbst kenne mich mit Geschichte wahrscheinlich nicht so gut aus wie Sie. Stimmt das denn mit dem Satz: „ab 5:45 Uhr wird zurückgeschossen!“?

      Liken

      • Laut einer Doku. hat sich AH wohl um 1 Stunde vertan.Ging wohl 1 Stunde früher los…der Zeuge wohnte damals in Danzig.

        Liken

      • Laut einer Doku. hat sich AH wohl um 1 Stunde vertan.Ging wohl 1 Stunde früher los…der Zeuge wohnte damals in Danzig.

        Zum vorherigen Kommentar:
        Die Quelle war:
        »Dieser Krieg«, so der Generalmajor a.D. Schultze-Rhonhof, »hat viele Väter«.

        Man sollte sich aber auch die ca 50 Minuten langen Vorträge anhören da sonst einige Kleinigkeiten fehlen.

        Int. ist auch das die „Deutschen Akten“ von den Allierten zusammengestellt worden sind…das wusste der General auch erst als er einen Doktor fragte.Es steht in den Akten sogar drin(die Namen).Nur wem fällt das auf?

        Liken

  4. karlschippendraht schreibt:

    …….Wir sich selbst hasst, kann niemals erwarten, respektiert zu werden. Wer sich klein macht, wird früher oder später die Verachtung seiner Umwelt ernten…….

    Und eben aus diesem Grunde sollte man als nichtverblödeter Deutscher bei Gesprächen mit Ausländern von Anfang an klarstellen , dass man nicht zu Masse der Verblödeten gehört – damit man von den Ausländern nicht selbst als verblödet angesehen wird .

    ……seit 5Uhr45 wird jetzt zurückgeschossen ……
    Hier jedoch kommt in drastischer Weise der philosophische Lehrsatz zur Geltung : “ Keine Wirkung ohne Ursache “ !

    Liken

    • gelbkehlchen schreibt:

      Guter Karl, ganz meine Meinung.
      Ein großer Lehrer des Christentums, Augustinus, hat gesagt: „Wenn du dich selber nicht zu lieben weißt, kannst du auch den Nächsten nicht in Wahrheit lieben.« (Augustinus) “
      Oder ein anderer großer Lehrer des Christentums hat gesagt: „Thomas von Aquin: «Für sich selbst hegt man zwar nicht Freundschaft. […] Mit sich selber ist jeder Mann eins; und dieses Eins-sein ist mehr als das Eins-werden mit einem an- deren. Wie also das Eins-sein das Ursprünglichere ist ge- genüber der Eins-Werdung, so auch ist die Liebe, mit der ei- ner sich selber liebt, die Urform und die Wurzel der Freund- schaft. Hierin nämlich besteht die Frundschaft, die wir für andere hegen, daß wir uns zu ihnen so verhalten wie zu uns selbst.» “
      Was ist aber mit unserem deutschen National Masochismus?
      Frage an alle Jesusgläubigen besonders an Peter Helmes, Freya und Ulfried und andere: „Ist nicht Jesus der Urvater des Selbsthasses und Masochismus mit seinen folgenden Sprüchen in der Bergpredigt:
      Mt 5, 44: „44 Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, “
      Mt 5, 39-41: „39 Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Bösen, sondern: Wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar. 40 Und wenn jemand mit dir rechten will und dir deinen Rock nehmen, dem lass auch den Mantel. 41 Und wenn dich jemand eine Meile nötigt, so geh mit ihm zwei. “
      Der eine darf immer zuschlagen, darf sich benehmen wie die Sau, und der andere muss eine ganz hohe Moral erfüllen, muss alles ertragen! Total ungleiches Recht! Total ungleiche Moral! Himmelschreiend ungerecht! Ist das nicht der Urgrund des heutigen National Masochismus?
      Angela Merkel hat als Pfarrerstochter ebenfalls ein „christliches Motiv“ angeführt und Anfang Oktober 2015 im Deutschlandfunk gesagt: „„Ich gehöre nur zu denen, die sagen: Wenn so eine Aufgabe [sie meint die Flüchtlinge] sich stellt und wenn es jetzt unsere Aufgabe ist – ich halte es mal mit Kardinal Marx, der gesagt hat: ,Der Herrgott hat uns diese Aufgabe jetzt auf den Tisch gelegt‘ –, dann hat es keinen Sinn zu hadern, sondern dann muss ich anpacken und muss natürlich versuchen, auch faire Verteilung in Europa zu haben und Flüchtlingsursachen zu bekämpfen. Aber mich jetzt wegzuducken und damit zu hadern, das ist nicht mein Angang.““
      (https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/10/04/merkel-auf-esoterik-trip-der-herrgott-hat-uns-die-fluechtlinge-geschickt/)
      Obwohl sie selbst und Kardinal Marx natürlich in keinster Weise anpacken und keine produktiven Handschläge für die Flüchtlinge tun, ja sie tuen noch nicht einmal für sich selbst produktive Handschläge, sondern leben von anderer Hände Arbeit und lassen den Steuerzahler für sich malochen. Sie sind damit komplette Heuchler und versklaven ihr eigenes Volk. Sie pervertieren die christliche Nächstenliebe, machen aus der christlichen Nächstenliebe, aus der Liebe zum Nächsten also, die Versklavung des nächsten. Und Angela Merkel macht das auch noch gegen das 8. christliche Gebot, das lautet: „Du sollst kein falsches Zeugnis gegenüber deinem Nächsten sagen!“ Denn sie bricht ja ihren Eid, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden.

      Liken

      • Freya schreibt:

        Lieber Geldkehlchen,
        Zugegeben, es ehrt mich, das Du mir zutraust, das beantworten zu können. Doch ich kann es mitnichten und warte mit Dir auf die Antworten der anderen 😉 Ich selber bin ja anders an Jesus herangeführt worden und habe mich taufen lassen, ohne die Bibel vollständig gelesen zu haben; natürlich kenne ich die Evangelien, aber eben nicht jedes Zitat. Ich kann nur stümperhaft, bzw. laienhaft und ganz privat versuchen, zu beschreiben, wie ich es sehe mit der anderen Wange hinhalten.
        Also ich denke nicht, das Jesus das wörtlich gemeint hat, wonach es heißen würde, laßt euch, wann immer jemand Lust dazu hat, von ihm verprügeln. Jesus hat aber fast nur in Gleichnissen gesprochen, warum also sollte dies kein Gleichnis sein, weshalb man es zumindest deuten müsste und nicht 1zu1 übertragen? Ich stelle mir darunter vor, das er gemeint hat, springt nicht über jedes Stöckchen, das euch jemand hinhält , lasst euch nicht zu jedem Streit provozieren. Wenn wir uns das mal in einem schwierigen Gespräch vorstellen, macht es sich immer besser, das man selber noch ruhig und sachlich bleibt, wenn andere schon ausflippen. Wenn sie uns dann Schläge androhen, und wir daraufhin ablehnen, uns mit ihnen rumzuprügeln, sondern lieber einen schönen Tag wünschen und gehen, daran war für mich bislang nichts Falsches. Es hatte sich beruflich mit schwierigen Leuten auch hundertfach bewährt.
        Er hat aber auch gesagt, das niemand seinen Jüngern auch nur ein Haar krümmen sollte, oder so ähnlich und er selber hat ja auch die Opfertische umgeschmissen und ist daraufhin wegen Randale aus dem Tempel geflogen. Nein nein, ER hat sich schon für uns geopfert. Das macht uns frei und überhaupt nicht selber zu Opfern, die ihm in dieser Weise folgen sollen. Das war nur seine Aufgabe, sich nicht zu wehren und den Opfertod zu sterben. Unsere kann es niemals sein. Aber vergiß mein Geschwätz diesbezüglich, wenn Ulfried hier vorbei kommt, kann er es uns bestimmt viel besser erklären. Bin gespannt. und liebe Grüße von Freya

        Liken

        • gelbkehlchen schreibt:

          Ha ha, Freya, du legst diese Bibelstellen sehr günstig für dich aus. Obwohl die katholische Kirche das zum Teil, soviel ich weiß, auch macht. Aber weißt du auch, dass die katholische Lehre besagt, dass die Bischöfe und der Papst das Lehramt bilden und dass nur sie das Recht haben, die Bibel auszulegen. Im zweiten Petrusbrief steht: 2Petr 1, 20: „20 Ihr müsst aber vor allem Folgendes bedenken: Keine Voraussage in den Heiligen Schriften darf eigenwillig gedeutet werden; “ Damit ist aber offensichtlich das Alte Testament gemeint, denn das Neue Testament gab es zur Zeit des Petrusbriefes noch nicht. Allerdings steht im Katechismus der katholischen Kirche (KKK = Weltkatechismus) von 1992 in Nummer :
          Das Lehramt der Kirche
           
          85 ,,Die Aufgabe aber, das geschriebene oder überlieferte Wort Gottes authentisch auszulegen, ist allein dem lebendigen Lehramt der Kirche“ – das heißt den Bischöfen in Gemeinschaft mit dem Nachfolger Petri, dem Bischof von Rom – ,,anvertraut, dessen Vollmacht im Namen Jesu Christi ausgeübt wird“ (DV 10). .(http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_PS.HTM#IW )
          Du brauchst dir den Katechismus also nicht kaufen, sondern du kannst ihn auf der Internetseite des Vatikans lesen.

          Liken

  5. WernerT schreibt:

    Man kann es nicht nur in Polen feststellen sondern auch im übrigen „Umland“:
    Niemand versteht, was in D abgeht, ohne daß es riesige Demo’s gibt. Sind die Deutschen „zu Obrigkeitshörig“ ? Warum nehmen sie alles hin ? Hat niemand etwas aus der Vergangenheit gelernt ? Warum läßt man die Regierung einfach alles machen was sie will ?
    Alle diese Fragen sind berechtigt und man bekommt sie als Deutscher im Ausland gestellt.
    Wenn man in Polen lebt, stellt man absolut keine Ausländerfeindlichkeit fest. Die in Polen lebenden Ausländer verhalten sich alle unauffällig und halten sich an die allgemeinen Regeln – so sollte es ja auch sein. Da die meißten Ausländer Europäer sind, gibt es auch keine kulturellen Probleme.
    Alle hier sind sind hilfsbereit, auch wenn man die polnische Sprache nicht perfekt beherrscht.

    Ja – es gibt auch in Polen Muslime, was leider nie berichtet wird. Stand Ende 2015: Es gibt im Nordosten Polens im Dreiländereck Polen, Litauen und Weißrussland in der Woiwodschaft Podlachien seit Jahrhunderten die kleine Minderheit der muslimischen Lipka-Tataren. Insgesamt gibt es in ganz Polen einschließlich der 5.000 Tataren derzeit etwa 25.000 Muslime, viele von ihn kamen aus der Kaukasusregion und waren Tschetschenen, andere stammen aus Asien und Nordafrika. Zu dieser Zahl zählen auch muslimische Studenten. Sie leben überwiegend im Raum Warschau (ca. 12.000).
    Ja – es gibt in Polen auch vereinzelt Moscheen bzw. sollen welche gebaut werden – und es gibt Proteste und Streit deswegen. Dieses sehe ich unter dem wichtigen Gesichtspunkt, daß christliche Tradition in der Bevölkerung einen sehr hohen Stellenwert hat und dieses nicht untergraben werden soll (ähnliches kenne ich aus Italien, Spanien, Portugal, Malta und da wird es von außen nicht kritisch gesehen). Das muß man einfach akzeptieren und es ist ja auch grundsätzlich nicht falsch. Insofern entspricht die Asylpolitik der amtierenden Regierung tatsächlich dem Willen der Bürger – auch daß muß man in der EU endlich mal akzeptieren.

    Desweiteren ist anzumerken, daß die polnischen Bürger überhaupt nicht EU-feindlich sind, sondern EU-kritisch – das ist ein gewaltiger Unterschied, der immer mißachtet wird. Die wachsende „Übermacht“ europäischer Regeln und die Ausbreitung intern. Konzerne hat immer 2 Seiten, die hier kritsch betrachtet werden – was ja auch grundsätzlich richtig ist. Dieses betrifft die „Einkaufsbummel“ deutscher Medienkonzerne in Polen ebenso wie die Tatsache, daß die großen Infrastrukturprojekte (Bahnstrecken, Autobahn) fast ausschließlich von „Westkonzernen“ durchgeführt werden, quasi alle Supermarktketten ebenfalls „Ausländer“ sind und die Gewinne (also auch die Steuern) ins Ausland fließen. Grundsätzlich falsch ist es, wenn man diese berechtigt kritische Einstellung dann „im Westen“ als EU-Feindlichkeit darstellt

    Liken

  6. Freya schreibt:

    Ich wohne auch an der Grenze zu Polen und bin oft dort. Die Polen brauchen irgendwie niemanden. Sie scheinen sich selbst genug zu sein, haben Spaß, und gehen mit anständig angezogenen und sich gut verhaltenden Kindern spazieren. Da ist nicht diese Bedrückung im ganzen Stadtbild, die Stimmung ist fröhlich bis ausgelassen und alle genießen das Leben.
    Jedenfalls sehe ich diese Bilder; es wird auch Leid und Armut in Familien geben, doch diese Depression, die sich auf uns Deutsche gelegt hat, das wir uns kaum noch unterhalten, den Blickkontakt vermeiden und auch ansonsten keinen richtigen Spaß mehr haben, das spüre ich in Polen zwischen den Polen nicht. Als Deutsche bin ich da meist außen vor, mit mir lacht man nicht so, wie mit seinesgleichen. Als Besucherin sehe ich auch diesen Aufschwung durch die EU-Gelder und fragte mich, ob die wissen, das sie sich mit dem Teufel eingelassen haben für diesen Fortschritt. Aber sie sind irgendwie glücklicher als wir.
    Kein Wunder, die Polen haben noch ihr Land für sich, sie dürfen sogar noch Stolz auf ihre Nation sein. Was wir Deutschen dagegen seit Jahrzehnten mitmachen ist eine Traumatisierung größeren Ausmaßes. Meine polnischen Bekannten leiden schon mit uns und machen sich Sorgen um Deutschland. patriotische Grüße von Freya

    Liken

  7. janwog schreibt:

    Ein ziemlich unbekanntes Problem unter Palästinensern und der übrigen Welt, hat eine genetische Studie gezeigt, dass die Mehrheit der Palästinensern eigentlich jüdische Vorfahren gehabt haben, die zwangs islamisiert wurden. Der Islam hat sie zu Juden Hassern verwandelt. Ähnlich geht es mit den Janitscharen. Osmanen haben christliche Buben entführt, sie als Moslem erzogen, und dann gegen Christen eingesetzt. Wieder ist das Problem der Islam.

    Liken

    • Freya schreibt:

      Hallo janwog
      Da sieht man es mal wieder…..sie zählen ganz richtig auf, wo das überall geklappt hat mit der quasi Umwandlung im Gehirn….stimmt ja auch.
      Doch an der Stelle drängt sich mir förmlich auf, an den großen Arminius, den Germanen zu erinnern, der das alles auch durchlaufen hatte, doch am Ende setzte sich die Liebe zur Heimat, zu seinem Volk und sein germanisches Blut durch. Ganz klar, das es sich hierbei dann wohl um eine äußerst seltene Eigenschaft der inneren Haltung an Tapferkeit und Treue handelt, zu der nicht jeder fähig ist. Nun denn, das waren UNSERE Vorfahren und Danke, das Sie mich mit diesen Beispielen daran erinnern.
      „Holen wir uns unser Land und unser Volk zurück ! “
      Nein, nicht Hermann der Cherusker, der in der Varusschlacht drei römische Legionen vernichtete, gleichsam vom Erdboden fegte…..,
      Alexander Gauland und ich denke, wir können ihm ebenso vertrauen. Das schaffen wir auch wieder. Einem umgetauften Moslem würde ich übrigens niemals trauen; der tauft sich bei Gelegenheit auch wieder um 😉 lGFreya

      Liken

      • gelbkehlchen schreibt:

        Ja, Hermann der Cherusker, die Cherusker, Vorläufer Stamm der germanischen Sachsen. Die Cherusker wollten sich dem Diktat der römischen Besatzung nicht beugen, liebten die Freiheit mehr als vielleicht römische Bequemlichkeiten, sie wollten nicht durch römische Steuern ausgebeutet werden und wollten von den Römern nicht das römische Recht auf die Nase gedrückt bekommen.
        Später haben die freiheitsliebenden, dickköpfigen Sachsen 30 Jahre lang gekämpft gegen die gewalttätige Christianisierung durch Karl den Großen mit dem Schwert. Karl der Große hat als erstes die südliche Eresburg in Obermarsberg erobert im sächsischen Süderland = Sauerland und Irminsul, ein sächsisches germanisches Heiligtum, zerstört, ganz in der Nähe meines Geburtsortes. Ich selbst stamme aus diesem germanischen Volksstamm der Sachsen, dickköpfig und freiheitsbewusst, wir lassen uns nicht gerne etwas sagen. Während sogar die Wikinger das Christentum ziemlich schnell übernommen haben, haben sich die germanischen Sachsen 30 Jahre lang der Übermacht von Karl dem Großen nicht gebeugt. Er hat damals genauso gehandelt wie heute die Isis, entweder trittst du zum Christentum über oder du wirst einen Kopf kürzer gemacht. Er soll beim Blutgericht von Verden etliche Sachsen hingerichtet haben. (http://www.navigator-allgemeinwissen.de/die-wichtigsten-fragen-und-antworten-zur-weltgeschichte/fruehes-mittelalter/karolinger/karl-der-grosse-feldherr/1261-was-ist-unter-dem-blutgericht-von-verden-zu-verstehen-.html)

        Liken

        • Freya schreibt:

          Sag ich doch !!! Wie schön, das Du einer vom alten Stamm der Sachsen bist, lieber Gelbkehlchen. Konnte mir auch nicht vorstellen, das alle ausgestorben sind. Ich wünschte mir, in der Jugend wäre auch nur ein klein wenig Stolz und Ehrfurcht im Hinblick auf diese Vorfahren. Gottlob hat mein Sohn diese Germanen-Cherusker-Energie in sich. Er bleibt auch lange ruhig und ist geduldig, doch immer wenn ich wegen dem Hochverrat an unserem Land und Volk verzweifelt bin meint er: „Ganz ruhig, wir schicken die alle wieder Heim, verlass Dich drauf.“ Dann geht es mir besser, wenngleich mir oft der Glaube daran fehlt, das so ein Widerstand wie damals noch gelingen kann. Arminius hatte im Kampf die Germanen geschlossen hinter sich, das kann die AfD leider nicht sagen.
          Übrigens dieses Blutgericht hätte an den Sachsen und auch hier bei uns im Norden an den alten Heidenkönigen niemals im Namen Jesus stattfinden dürfen.
          Der wollte keine Gefangenen machen, der wollte geliebt werden, aber aus freien Stücken, wie ich es verstanden habe 😉 oder gar nicht. liebe Grüße von Freya

          Liken

        • gelbkehlchen schreibt:

          Damals wurde Karl der Große wegen seiner gewalttätigen Missionierung auch von einigen Klerikern kritisiert.

          Liken

Kommentare sind geschlossen.