Kulturkampf, Kulturmarxismus und Identitätspolitik

(www.conservo.wordpress.com)

Von altmod *)

Haben wir verloren?

In einem Beitrag der JF über die linke Kulturhegemonie im Zusammenhang zu den jüngsten Verleumdungsaktionen in den „Qualitätsmedien“ schreibt Michael Paulwitz:

„Der Kulturmarxismus kommt zur Vollendung“

„…. Der sich ausbreitende bleierne Nebel von Inquisition und Gesinnungsschnüffelei, von Generalverdacht und Denunziationsbereitschaft, ist ja nichts anderes als die Vollendung und konsequente Ausformung der diskurshegemonialen Machtergreifung, auf welche die kulturmarxistische Linke seit mehr als einem Jahrhundert hingearbeitet hat und vor deren Vollendung sie jetzt, im späten Merkel-Deutschland, schließlich steht.“

Diese Machtergreifung betrifft nicht nur das Merkel-Deutschland. Wie so vieles an „Fortschritten“ haben wir die Durchsetzung der Kultur- und Gesellschaftsbarbarei beispielgebenden Einflüssen aus der „Neuen Welt“ zu verdanken: Political Correctness, Black Lives Matter und eine Menge weiterer „hashtags“. Mit und ohne „Frankfurter Schule“ und ohne Marsch der eingeborenen 68er durch die Institutionen, wie nachfolgend zu erörtern sein wird.Bei der Betrachtung der kulturellen Entwicklung in Deutschland nach 1945 ist festzustellen, dass unsere Politik und der Staat über die Erringung der kulturellen Hoheit in der Gesellschaft durch den Kulturmarxismus eine Transformation zu Verhältnissen erfahren haben, die eigentlich nicht erst heute zu beklagen wären. Die in der ersten Zeit liberale, dann linksliberale und nach der „Wiedervereinigung“ unverhohlen linke Durchdringung aller Bereiche von Kunst, Kultur und Wissenschaft, der Publizistik wie der Justiz, hat über diese „gesellschaftlichen Wandlungen“ zu nichts weniger geführt, als zu einer Entmachtung und nahezu Zerstörung des Deutschen Staates. Eines Staates mit den klassischen Merkmalen wie Bevölkerung, das heißt Staatsvolk, geografisch abgrenzbarer Teil als Staatsgebiet und stabile Regierung, die effektive Gewalt ausübt, was Staatsgewalt bedeutet. Den Begriff Nation will ich dabei mal außen vor lassen.

Was sonst noch von allem – das uns heilig ist – angegriffen und in Frage gestellt und zerstört wurde, kann sich der erfahrene Leser in Betrachtung von Vergangenheit und Gegenwart selbst zusammenreimen.

Die erlebte Transformation von Staat und Gesellschaft in Deutschland in den heutigen Zustand war im Großen und Ganzen auch Absicht der alliierten Sieger von 1945. Dabei jeweils mit unterschiedlichen Zielen zwischen Ost, den Sowjets und West, den angloamerikanischen Machthabern.

Von westlicher Seite spielte denn die sogenannte „Frankfurter Schule“ mit ihrer Infiltration des Wissenschaftsbetriebs in Westdeutschland eine bestimmende Rolle. Vormals deutscher Export, dann Reimport aus den USA.

Antonio Gramsci und „Die Kritische Theorie“

Ich habe in früheren Beiträgen verschiedentlich auf Antonio Gramsci, den italienischen, marxistischen Philosophen (1891 – 1937) verwiesen. Die „Kritische Theorie“ der Frankfurter Schule war in gewisser Konsequenz zwar noch totalitärer als der Ansatz von Gramsci. Dessen Konzept erweist und erwies sich aber als einfacher, elementarer und damit effektiver.

Die konservativen Eliten mussten das seit je wissen, haben aber versäumt, in ihrem Sinne konsequent zu handeln, bzw. sie haben sich das Heft aus der Hand nehmen lassen.
In seinem Essay „Der Intellektuelle und die Macht“ bediente sich Peter Glotz, zeitweise der Chefideologe oder Cheftheoretiker der SPD, der Begrifflichkeit des einstigen KPI-Theoretikers Antonio Gramsci im Anspruch auf eine anzustrebende kulturelle Hegemonie der Linken.

„Wer die Sprache beherrscht, hat auch Macht über die Motive von Menschen und ihr politisches Votum.“

Was an Antonio Gramsci auch die „Konservativen“ faszinieren muss, hat Gerd-Klaus Kaltenbrunner in einem Essay zusammengefasst:

„… Gramsci gehört, auch wenn sich dies (1968 – d. Red.) noch nicht herumgesprochen hat, zu den originellsten politischen Denkern des zwanzigsten Jahrhunderts. Ob er ein orthodoxer Marxist war, darüber mögen sich ideologische Sektierer streiten. Wichtiger ist die Tatsache, daß er, klarer und gründlicher als andere marxistische Theoretiker, die Rolle des kulturellen Faktors in der Politik und der kritischen Intelligenz im Kampf um die Macht erkannt hat. Vorbedingung für den Erwerb der politischen Hegemonie ist die Eroberung der kulturellen Macht. Die Ansicht, daß der moderne Staat »unmittelbarer Ausdruck der Basis«, das heißt konkret: der kapitalistischen Interessen sei, hielt er für einen »primitiven Infantilismus«. Es stimme einfach nicht, so Gramsci, daß der »bürgerliche« Staat bloß auf »Terror« und der »Macht des Großkapitals« beruhe. Er könnte sich nicht eine Stunde lang an der Macht halten, würde er nicht durch Moral, Sitten, Ideen, Traditionen und andere – im weitesten Sinne – kulturelle Faktoren getragen und integriert. Wer die »Basis« verändern wolle, müsse vorerst einmal den ideologischen »Überbau« revolutionieren: die Gedanken, Gesinnungen, Haltungen und geistigen Vorlieben, die gesamte Interpretation und Sinngebung der menschlichen Existenz. Antonio Gramsci ist der Theoretiker kulturrevolutionärer »Systemveränderung«; den »ideologischen« Sieg hielt er für vorrangiger als den politischen oder wirtschaftlichen. Wer die Intelligenz gewonnen hat, dem wird auch der Staat zufallen.

… der eigenwillige Marxist, verachtete leichte verbale Siege über zweitrangige Gegner: »An der ideologischen Front bedeutet der Sieg über Hilfstruppen fast gar nichts, hier muß gegen die hervorragendsten Gegner gekämpft werden.«

In diesem Sinne sollten auch Nicht-Marxisten die Schriften Antonio Gramscis  aufmerksam lesen, weil er in der Tat ein sehr bedeutender Gegner ist, von dem man überaus viel lernen kann. Wer ihn nicht zur Kenntnis nimmt, der gerät allzu leicht in Gefahr, einem Menschen zu gleichen, der – um ein Bild Gramscis zu verwenden – »wegen des hellen Mondscheins nicht schlafen kann und sich bemüht, so viele Glühwürmchen zu töten wie möglich, in der Überzeugung, daß dann die störende Helligkeit nachläßt oder ganz aufhört.«

Gegen Gramsci kann nicht (mehr) gekämpft werden, aber seine Ideen muss man auf der Agenda haben, um nicht nur die Entwicklungen zu verstehen, sondern besonders auch als Anleitung, wie gegenzusteuern wäre.

Ohne dass Gramsci oder die kritische Theorie hierbei zitiert werden müssen, ist das, was uns derzeit im Sinne der herrschenden (Identitäts-) Politik so zur Verzweiflung treiben mag, schleichend durch die Philosophie, durch akademische Gepflogenheiten nach der Art von Gramsci zunächst in den USA und dann bei uns durchgesetzt worden. Verstärkt seit den 1970er Jahren haben die diesen Denkmustern nahestehenden politischen Kräfte die Institutionen der Bildung, Kultur und sogar der Wirtschaft kolonisiert. Was hieraus zu den heutigen kultur- bzw. identitätspolitischen Kämpfen führte.

Es handelt sich um einen Kulturkrieg, dessen tiefgreifender Einfluss auf die Gestaltung des öffentlichen Lebens zunächst weitgehend ignoriert wurde.

Es besteht nach wie vor die Tendenz, den Kulturkampf als einen eigenständigen, isolierten Diskurs oder Ansatz zu betrachten, der sich vom öffentlichen Leben abgrenzt. Dieser Kulturkampf ist aber nicht einfach nur ein politisches Phänomen unter vielen. Der Kulturkrieg bestimmt die heutige Politik ganz umfassend.

Mit der Politisierung der Kultur seit den 1970er Jahren ist es gelungen, alle sonstigen mächtigen Ideologien der Moderne gewissermaßen zu marginalisieren – aber auch grundlegend zu verändern.

„Auf dem Weg zur Machtübernahme durch die Linksintellektuellen müssen die alten Kulturträger beseitigt werden. Dies bedeutet einen langanhaltenden Kampf gegen die bestehende, hauptsächlich christliche Kultur und Moral.“  (F. Furedi)

Konservative und klassisch-liberale Ideen – sogar Toleranz oder die Demokratie – wurden zunehmend an den Rand gedrängt. Kultureinrichtungen, Künste und besonders auch die Medien, wendeten sich gegen bisher gültige Ideale und humanistische Einstellungen, die mit der westlichen Tradition verbunden sind und die von der klassischen griechischen Philosophie über die Renaissance bis hin zur Aufklärung reichen. Der gegenwärtige Bilder- und Denkmalssturm sowie der Versuch den humanistischen Aufklärer der Moderne schlechthin, Immanuel Kant, als Rassisten zu brandmarken, sind mehr als nur Symptome dieses Krieges.

Identitätspolitik

Die daraus entstandene Identitätspolitik hat die Qualität eines Krieges gegen die Vergangenheit und gegen unser abendländisches Erbe angenommen. Wer die Bedeutung von Tradition und historischer Kontinuität hochhält, wird angegriffen und sozial vernichtet. Und viele scheinen sie sich damit abzufinden, den Kampf um unsere Kultur, um die Seele der Gesellschaft zu verlieren.

Ein Hauptopfer dieses Krieges gegen traditionelle Ideale ist der Wert der Urteilsfähigkeit. Das Urteilsvermögen – Recht von Unrecht zu unterscheiden – gilt inzwischen als verdächtig, diskriminierend und wertend. Wer es in Anspruch nehmen möchte, wird als Paria, als Verschwörungstheoretiker und dergleichen, ausgegrenzt.

In dem Kulturkrieg, als er in den 70ern begann, wurden die sich herausbildenden, neuen „postmateriellen Werte“ als den traditionellen Werten wie Patriotismus, Nationalismus und Autoritätsbekenntnis überlegen betrachtet. Die  Politisierung von Kultur und Identität war der Weg zur Überwindung des Alten und das nahm die Form eines Krieges gegen ehemals dominierenden, „hegemonialen“ Werte an.

„Macht kaputt, was euch kaputt macht“ war denn die Devise der künftigen Eliten. Der Selbstverwirklichung und der allgemeinen „Psychotherapisierung“ wurde höchster Wert eingeräumt.

Als Ursache allen Übels wurden bestimmte (patriarchale) Autoritäten und die Familie angesehen, denen nun der Kampf zu gelten hatte.

Die Rolle der  Bildungseinrichtungen

Schulen und Universitäten sollten die „institutionelle Basis für die Massenproduktion der neuen Klasse“ bilden. Es begann die Politisierung der Lehrenden und der Schule. Es ging nicht mehr darum, „elterliche Werte“ zu reproduzieren, das Bildungswesens sollte darauf hin verändert werden, Kinder vom kulturellen Einfluss ihrer Eltern zu isolieren. Und so erfolgte an den Schulen eine „sprachliche Bekehrung“ mit kultureller Distanzierung von den Werten der Eltern und Großeltern. Den jungen Leuten wurde eine Reihe von Werten eingepflanzt, die ganz anders als diejenigen ihrer Vorfahren waren.

Auch die Universitäten waren bald nicht mehr nur für das Bildungsgeschäft zuständig. Umerziehung und Neu-Sozialisierung wurden zum Auftrag – wieder am Beispiel der Universitäten in den USA orientiert. Nicht umsonst fand auch hierzulande eine vordergründige Harmonisierung auf „internationale Hochschulstandards“ statt mit Orientierung am angelsächsischen Modell und  Einführung seichter akademischer Berufstitel (Bachelor etc.), Verwässerung und Absenkung des Wissenschaftsniveaus und der Zugangsvoraussetzungen für ein Universitätsstudium.

Die Hochschulen wurden zu den Keimzellen und „Superspreadern“ der Political Correctness und des Identitätswahns. Die Rationalität und Wissenschaftlichkeit, die sich einstmals in der Dominanz von Naturwissenschaften und noch echten Geisteswissenschaften zeigte, wurde durch Pseudo-Wissenschaften und Obskurantismus abgelöst.

Und das Ganze ist von außeruniversitären „Eliten“, von den Medien und Politikergruppen angenommen und und praktisch eingesetzt worden. Bedauerlicherweise hat sich sogar die Justiz bis hin zu den Verfassungsgerichten okkupieren lassen.

Die Feindseligkeit im Kulturkampf richtet sich heute zum einen gegen die (tradierten) Überzeugungen von Menschen, besonders aber gegen ihre kulturelle Identität. Männliche Identität wird pathologisiert – sog. toxische Maskulinität; weiße Menschen werden durch Begriffe wie Weißsein (whiteness) oder weiße Fragilität (white fragility) stigmatisiert, mit denen man unterstellt, dass weiße Menschen von Natur aus rassistisch sind. Das schenkt den Auseinandersetzungen eine intensive emotionale Kraft, wie man unschwer an den sich daran entzündenden gewalttätigen Konflikten auf den Straßen erkennen kann.

Kultureller Wandel als Erfolgsgarant des neuen Sozialismus

Die Idee von Gramsci hat sich erfüllt, nicht der gewaltsame Umsturz, sondern der kulturelle Wandel ist der Erfolgsgarant. Wenn dieser bewerkstelligt ist, fällt die Macht gleichsam wie ein reifer Apfel in die Hände der Eliten.

Der revolutionäre Marxismus hatte auf die Arbeiter gesetzt. Durch den Aufstand des Proletariats sollte das Privateigentum in die Hände des Staates überführt werden. Doch die Proletarier hatten kein Interesse an einem Umsturz der Verhältnisse. So ist zu verstehen, dass die SPD ihre klassische Klientel, die Arbeiterschaft vergessen und verraten hat. Auch die LINKE frönt nur noch scheinbar dem „proletarischen Klassenkampf“, ist doch Weg über den Kulturkampf erfolgreicher, um die angestrebte Weltregierung zu etablieren, in der die marxistischen Intellektuellen, diejenigen, die den alten sozialistischen Idealen anhängen, das Sagen haben werden.

Furedi meint:

„Das Bemerkenswerteste an den Erfahrungen der letzten 50 Jahre ist das historische Versagen, die kulturpolitisierenden Kräfte in Frage zu stellen. Mit wenigen Ausnahmen haben Vertreter der wichtigsten Strömungen der Moderne – seien es konservative, liberale oder sozialistische – so getan, als bemerkten sie nicht, was vor sich ging. In vielen Fällen zogen sie sich ganz und gar vom Schlachtfeld zurück. Dies ermöglichte es ihren Gegnern, die Institutionen zu monopolisieren und die Jugend zu beeinflussen.“

Haben wir den Krieg verloren?

Geschichte ist nicht vorherbestimmt. Der Marsch durch die Institutionen ist weit gegangen und noch gibt es – Gott sei dank – keine vollständige Übernahme der Macht, sodass es noch Zeit ist, den Kurs zu ändern. Man muss die inhärenten Schwächen des kulturellen Marxismus erkennen und aufgreifen. Das „Proletariat“ hat er zumindest nicht mehr auf seiner Seite und kann heute als der eigentliche Verbündete der bürgerlichen und liberalen Kräfte gesehen werden.

Diejenigen, die sich der Verteidigung des Erbes der menschlichen Zivilisation verpflichtet fühlen, müssen massiver als bisher dem Kulturmarxismus entgegentreten. Wir müssen das Augenmerk stärker als bisher noch auf die Sphäre der Bildung verlagern. Ziel muss es sein, unsere Kinder und Enkel aus dem seelischen und geistigen Sumpf, z.B. von “Identität“ besessen zu sein, herauszuziehen und herauszuhalten. Unsere Kinder müssen – ja! nach unserem Auftrag – zur Freiheit erzogen und dass sie ihr legitimes Streben nach Unabhängigkeit dennoch entwickeln können.

Der Ausgang des Kulturkampfes wird bestimmt durch die Ideale, die wir unseren Kindern vermitteln wollen und können. Es ist die einzige Hoffnung, die wir haben und die wir pflegen sollten.

_____________________

Quellen: 

Gerd-Klaus Kaltenbrunner: Antonio Gramsci (1968), in: Europa – seine geistigen Quellen in Porträts aus zwei Jahrtausenden, Christiana Verlag 1995

Frank Fredi: The birth of the culture warsSpiked-Online 2020

Antony P. Mueller: Im Abwärtsstrudel des Kulturmarxismus, Ludwig Mises Institut Deutschland

 *****

*) „altmod“ ist Facharzt und Blogger (http://altmod.de/) sowie seit vielen Jahren Kolumnist bei conservo

www.conservo.wordpress.com      7.8.2020

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen Emails sowie auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zueigen. *****
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, APO/68er, Bildung, Frankfurter Schule, Kultur, Politik Deutschland abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

71 Antworten zu Kulturkampf, Kulturmarxismus und Identitätspolitik

  1. Maria Schneider schreibt:

    Lieber altmod,

    danke für dieses ausgezeichnete Essay, dass vieles, was man als unangenhem warhnimmt, in Worte fasst. Ich bin absolut der gleichen Meinung wie Du, dass die Linken und Marxisten es sehr clerver geschafft haben, über die sanfe Friede-Freude-Eierkuchen-Kultur die Macht an sich zu reißen, die dann mit überrraschender Aggressivität verteidigt wird.

    Als besonders schlimm empfinde ich, dass sie alles vereinnahmt haben, was früher als traditionell und konservativ galt: Selbstgebackkenes (nun überteuerte, vegeane Teilchen), Selbstgenähtes (nun gepunktete, lustige, bunte Pippi-Langstrumpf-Kleidung), gesunde, natürliche Ernährung (nun ideologieüberfrachtete Bioläden), Chöre (nun geprägt von afrikanischen Gospels, Pop-Songs und einer Verbannung der Volkslieder) usw. und so fort.

    Den Konservativen ist kaum mehr etwas geblieben. Ihnen wurde sanft und elegant alles gestohlen, was sie einst ausgemacht hat. Nun wirken viele von ihnen traurig, ewig gestrig und scheinen wenig zu bieten zu haben. Ich denke, das muss nicht sein. Aus meinen persönlichen Erfahrungen ist es eben eine der Schwächen der Konservativen, dass ihnen die Kreativität etwas abgeht, die Bereitschaft, einmal Grenzen zu überschreiten. Auch damit – Kreativität und Grenzen sprengen – haben es die Marxisten so weit gebracht.

    Die Konservativen haben aber auch Stärken. Diese müssen sie wieder suchen, erkennen und nutzen. Mir fallen im Moment nur große Vermögen im Hintergrund ein, die man zur Investition in konservative Aktionen nutzen könnte. Die hohe Bildung ist ein weiterer Wert sowie langjährige Netzwerke.

    Eine weitere Maßnehme gegen die Marxisten ist die Wiedereroberung der Sprache, was ich schon lange sage. Sprache bestimmt das Bewußtsein und die Grenzen meiner Welt. Wenn ein Begriff verschwindet, verschwindet die damit verbundenen Welt und Handlungsfähigkeit. Überlegen wir einmal, wann wir das letzte Mal folgende Begriffe gelesen oder gehört haben:

    Migrationspakt
    Ausstieg aus dem Migrationspakt
    Grenzschutz
    illegale Migranten
    illegaler Grenzübertritt
    Abschiebung
    Rückführung
    GASTarbeiter
    Remigration
    Asylbetrug
    Asylant
    Sozialbetrug
    Scheinehe

    Wenn diese Begriffe nicht mehr benutzt werden, können wir die Welt nicht mehr be-greifen und fühlen uns machtlos, als könne man nichts tun, als wäre alles Schicksal, als gäbe es keine Handhabe und verantwortliche Personen.

    Ferner finde ich es wichtig, auf die Parallelen zwischen Sekten wie Fridays for Future, Colonia Dignidad, Baghwan und Scientology und den Linken /Marxisten hinzuweisen. Stets wird einer Führungsfigur gefolgt, Kinder werden abgeschoben und die Energie der Frauen ergießt sich in die Umsetzung des Werks der Meister. Die Männer sind dann auch wegen der Frauen schnell an Bord. Gerade Baghwan entgrenzte alles und forderte die Jünger zur freien Liebe ohne Kinder auf. Diese Jünger sind heute an den Schaltstellen der Macht und haben sich von vielen moralischen Grenzen und Tabus befreit. Und gerade das macht sie so gefährlich.

    Gefällt 2 Personen

  2. Ingrid schreibt:

    Ja lieber altmod, sie haben es geschafft, fast könnte man sie beglückwünschen, wenn es nicht so traurig wäre.
    Die Kommunisten und Marxismus, hinterhältig und perfide, haben sie sich in unser System eingeschlichen und ohne das wir es am Anfang gemerkt haben.
    Alles, was in den letzten 2 Jahrzehnten so passiert ist, war alles von langer Hand geplant.

    Es wird unser Land schwer schädigen und sie werden uns noch mehr traktieren, dass den Deutschen noch das Hören und Sehen vergeht.
    Denn ein kommunistisches Deutschland wird untergehen, wie alle kommunistischen Länder und mit dem Islam an der Backe, der sich rasend schnell vermehren wird, werden die Probleme uns Unendliche wachsen.

    Zuerst wird es die Arbeitsplätze kosten und die Industrie wird verstaatlicht.
    Wer noch arbeiten will, wird sich unterwerfen müssen, die anderen werden um ihr tägliches Brot kämpfen müssen.
    Jeder Kommunismus basiert auf Diktatur und der Unterwerfung der Bürger. Was Recht ist bestimmt der Staat und das sind die Wenigen die sich das Leben gut machen auf Kosten der Allgemeinheit.
    Mich graut vor diesem Gedanken und ich hoffe immer noch, das dieser Kelch an uns vorübergeht und mein geliebtes gutes Vaterland dieses erspart bleibt.

    Gefällt 2 Personen

    • stephan schreibt:

      Reich, W. 1953/1995: Menschen im Staat [Die emotionale Pest des Menschen, Band 2], Frankfurt: Stroemfeld/Nexus
      Kapitel 7: Irrationalismus in Politik und Gesellschaft
      „Grundsätzliches zum roten Faschismus:
      Der Kommunismus in seiner gegenwärtigen Gestalt als roter Faschismus ist keine politische Partei wie andere politische Parteien. Es ist die organisierte emotionelle Pest. (…) Wenn man einen Liberalen, einen Sozialisten oder einen Republikaner nach seinen Ansichten fragt, so gibt er eine offene Antwort. Der rote Faschist jedoch sagt einem nicht, was er ist, wer er ist und was er will. Das zeigt, daß Tarnung bzw. das Sichverstecken sein Hauptmerkmal ist. (…) Es handelt sich hier um ein Verschwören und Sichverstecken um seiner selbst willen, nicht als Mittel zur Erreichung eines vernünftigen Ziels. (…) Das einzige Ziel der Verschwörerei ist die Macht – nicht etwa ein bestimmter sozialer Zustand. (…) Die organisierte EP baut auf die übelsten Eigenschaften des Menschen; alles, was ihre Existenz bedroht, wird von ihr verleumdet oder zu zerstören versucht. Eine Tatsache zählt für die EP nicht an sich, sondern nur im Hinblick darauf, ob sie ihr genehm ist. Die EP kennt dementsprechend keinen Respekt vor den Tatsachen. (…) Diese Haltung gegenüber Tatsachen und Wahrheiten, Geschichte und menschlichem Wohlergehen ist kein spezifisches Merkmal des roten Faschismus; sie ist typisch für jede Politik. Der rote Faschismus unterscheidet sich von anderen Formen der Politik dadurch, daß er jegliche Mechanismen gegen den Mißbrauch der Macht ausschaltet (…).“ (S. 213f)
      https://www.orgonomie.net/holbrook22.htm

      Reich, W. 1953/1978: Christusmord [Die emotionale Pest des Menschen, Band 2]. Freiburg: Walter, S. 307:
      „Der Freiheitskrämer macht aus der Wahrheit einen Köder, um die Menschen in eine Falle zu locken (…) Ist er rechthaberisch, so glaubt er, daß er die Wahrheit verteidigt. Der Konservative, der aus der instinktiven Kenntnis der großen Schwierigkeiten, die die mit dem Streben nach Wahrheit verbunden sind, den status quo im gesellschaftlichen Leben verteidigt, ist weit ehrlicher. Er hat wenigstens eine Chance, anständig zu bleiben. Der Freiheitskrämer dagegen muß seine Seele dem Teufel verkaufen, wenn er voran kommen will..“

      https://orgonomie.net/holbrook26.htm

      Liken

  3. Mona Lisa schreibt:

    Altmod,
    wieso wollen Sie denn den Begriff „Nation“ mal außen vor lassen ?
    Sind wir keine Nation ?
    Wenn Sie die UN (Vereinte Nationen) erwähnen, nehmen Sie dann DE aus ?
    Darf man Deutschland keine Nation nennen, weil es an den Nationalsozialismus erinnert ?
    Die EU-Verbrecher sprechen ja auch nur noch von einem „deutschen Gebiet“ – nur mal so als Anregung.

    Übrigens ist die Frankfurter Schule nicht deutsch.
    Ein Esel im Pferdestall geboren, ist kein Pferd.
    … betrifft auch Karl Marx und Konsorten seiner Zeit.

    Das waren alles keine Deutschen, sondern die jüdische Vorhut und Eltern ihrer linken Kinder.
    Viele mögen diesen Sachverhalt im Zuge der jüd. Begriffs-Prohibition nicht nennen und verdrehen zu diesem Zweck auch die Geschichte, ich aber kann das nicht.
    Sagen was ist !

    Gefällt 1 Person

    • dfd10 schreibt:

      BRAVO!!!!
      ========

      Liken

      • Mona Lisa schreibt:

        pssst, nicht so laut !
        Wir haben hier einen Trauerfall. 😦

        Liken

        • Pfau schreibt:

          Mona Lisa, was soll denn das, merkst Du nicht wie verzweifelt Ulfried ist? Natürlich ist nicht jeder Tag wie der andere und da wird man halt auch mal grimmig, deshalb musst Du Dir nicht den Schuh anziehen und gleich fürchterlich beleidigt sein. ER hat Dich nicht in die rechte Ecke gestellt und Ihr habt Euch missverstanden, sei doch mal tolerant.

          Liken

        • Mona Lisa schreibt:

          Nein, das merke ich nicht.
          Er drückt hier sehr gekonnt, geübt und erfolgreich eure Knöpfe um mich aus dem Feld zu schlagen – das merke ich.
          Wie schon beim letztenmal wird es nicht lange dauern und Ulfried schlägt wie gewohnt mit einer rührseligen Geschichte auf, – katapultiert sich damit in eure Herzen, um im verbliebenen Meinungskorridor aus Antiamerikanismus, Putintreue und deusch-jüdischer Faktennivellierung ein Standbein zu finden. Er wartet lediglich den von Peter angekündigten Artikel ab um seine Chancen besser einschätzen zu können.

          Wir haben uns nicht im geringsten missverstanden.
          Er war auch nicht tagesformabhängig „grimmig“ und ich bin auch nicht weiblich „beleidigt“.

          Er fordert Geschichte begreifen und liefert die einschlägige Klitterung gleich mit. Da kommt mir schlagartig jede Toleranz abhanden, da bin ich sehr wach und klar und da kann mich auch absolut kein geschriebenes „Schicksal“ mehr vernebeln. Ist ja nicht das erste mal, dass mir diese Machart begegnet.

          Auch die sonst hier wohldosiert eingesetzten Angriffe, ich habe kein Herz, ich rede zuviel und das falsche, ich sei prolo und asozial, ich scheine ja das Internet rauf- und runter zu studieren ( impliziert : hat die sonst nichts zu tun ), fehlt noch mein verwerflicher Tagesablauf, weil ich auch nachts schreibe, und ein paar andere übergriffige „Kleinigkeiten“ mehr, sind allesamt keine Neuerfahrung für mich.

          Derart pers. Diskretitierung auf untersterm Hilfsniveau, hab ich in hießiger und anderer Variante bei mir und anderen zu Genüge miterlebt.

          Liken

        • Mona Lisa schreibt:

          Auch gibt es einen sogenannten „Stafelstablauf“ – bin mir ziemlich sicher, dass er hier niemandem auffällt – es wird sich verabschiedet und der nächste übernimmt.
          Sieht alles ganz zufällig aus, ist es aber nicht.
          Aggitation und Propaganda hat viele Gesichter, die meisten sind überaus subtil.

          Liken

  4. Ulfried schreibt:

    Liebe Conservos, unser Jesus Christus hat mir jetzt eine schwere Prüfungs- Aufgabe gestellt die ich annehmen muß und auch will: meine Partnerin gesundpflegen. Dafür habe ich jetzt auch einer meiner Speditionen gekündigt. Als langjähriger Trucker hab ich immer standgehalten auch wenn mal in Calais die Fäuste flogen. Der Kamp ist vorbei und jetzt muß ich völlig umdenken. Politik und alles Tagesgeschehen interessiert mich kaum noch. DAS SPAHNMERKEL- KRANHEITSSYSTEM ist mir eher hinderlich als hilfreich. Der zermürbende Kampf um Notarzt, Krankentransport, Klinikeinweisung und jetzt um eine Kurbewilligung durch die Krankenkasse nimmt mich voll und ganz in Anspruch. Dazu noch Haus, Garten und meine kleine Landwirtschaft. Ich habe mich auf allen Blogs bereits verabschiedet und wollte mich nicht einfach so nach den vielen Jahren bei Conservo davonschleichen. Fühle mich im Internet auch nicht mehr wohl aus verschiedenen Gründen. Aus Facebook bin ich raus und nur noch für bestimmte Zeit auf VK.
    Hiermit verabschiede ich mich für längere Zeit, wahrscheinlich für immer. Alles Gute für euch und bleibt gesund – das ist das Wichtigste. Lieben Gruß aus dem wunderschönen Odenwald von Ulfried

    Gefällt 2 Personen

    • Maria Schneider schreibt:

      Lieber Ulfried,
      das tut mir sehr leid zu lesen und ich bewundere Deine Langmut und Bereitschaft, diese Aufgabe anzunehmen. Kürzlich musste meine Schwester ihre Schwiegermutter pflegen und hatte stundenlange Gespräche und Diskussionen mit der Krankenkasse. Sie hätte gern von der Krankenkasse einen Leitfaden für das Beantragen von Hilfsmittelen gehabt und bemängelte dessen Fehlen bis ich sie aufklärte, dass die Krankenkassen alle einen Leitfaden haben: Nämlich alle Anträge der jahrzehntelang zahlenden Deutschen abzulehnen, abzuwimmeln und auszusitzen.

      Ich wünsche Dir alles, alles Gute. Deine Kommentare habe ich immer sehr gern gelesen. Ich war nicht immer Deiner Meinung, aber das muss nicht sein. Was zählt, ist Respekt, dass man etwas voneinander lernt und der Ton. All das war immer wunderbar bei Dir.

      Ganz herzliche Grüße von Maria

      Gefällt 3 Personen

      • conservo schreibt:

        @ Herzlichen Dank, liebe Maria, das ist ein Ton, der Ulfried gewiß guttut und der ihn tröstet.
        Wir hoffen, daß es seiner Maria mal wieder besser geht und er selbst zurückkommt. Ich halte seinen Platz in Ehren und frei für ihn.
        Liebe Grüße! Peter

        Gefällt 3 Personen

      • ceterum_censeo schreibt:

        Lieber Ulfried, ich schließe mich den Wünschen von Peter und Maria hier an, auch ich bedaure sehr, daß Du Dich aufgrund der Umstände gezwungen siehst, Dich erst einmal – hoffentlich doch nicht für immer – zu verabschieden.

        Ich wünsche Dir und Deiner Maria von ganzem Herzen die Kraft, diese Herausforderung anzunehmen, sie durchzustehen, und besonders, sie zu überstehen.
        Von ganzem Herzen wünsche ich Euch, daß alles doch noch zu einem guten Ende kommen möge!

        Es grüßt Euch herzlich Euer ceterum_censeo

        Gefällt 4 Personen

    • conservo schreibt:

      @ Lieber Ulfried, meine persönliche hohe Wertschätzung für Dich kennst Du, und ich habe sie Dir auch separat geschrieben.
      Es tut mir unendlich leid, daß Deine Maria so krank ist. Ich hoffe und bete, daß Gott seine schützende Hand über Euch hält.

      Auch wenn ich es als Administrator des conservo-Blogs bedaure, daß Du Dir eine Auszeit nimmst, gönne sie Deiner Maria und Dir.

      Ich danke Dir für Deine langjährige Treue, Deine oft zu Herzen gehenden Berichte und Deine kritischen Worte. Du hinterläßt auf conservo eine große Lücke, aber Du bist jederzeit willkommen.

      Mit allen guten Wünschen und Grüßen
      Peter

      Gefällt 3 Personen

      • Mona Lisa schreibt:

        Ach so, Ruth ist nicht Maria, ja, das hätte man wissen können.
        Und die Ex am Balaton heißt wie ?
        Na ja, geht mich ja nix an, Fernfahrer halt.

        Der Maria auf jeden Fall ein kräftiges „wohl auf“ !

        Liken

      • volksvertreter schreibt:

        Dem schließe ich mich an.
        Viel Kraft dir Ulfried und deiner Maria.

        Gefällt 1 Person

    • Mona Lisa schreibt:

      Ulfried,
      och nicht doch, mach das nicht – ich wein‘ ja gleich.
      Haste schon einen neuen Nick ?
      Ja, das kann ich mir lebhaft vorstellen, dass man sich im Internet nicht mehr „wohl fühlt“ und das wird auch so bleiben, weil der Hase nämlich ab jetzt in die andere Richtung läuft.
      Und da will ich dir gleich mal ein Beispiel geben :
      https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/usa-drohen-faehrhafen-sassnitz-wegen-nordstream-2-vernichtende-sanktionen-a3307737.html
      Und jetzt Ulfried – setz dich lieber – sag ich frank und frei :
      Nordstream 2 radikal torpedieren und vernichten !!!
      Ich könnte es auch begründen, aber ich will nicht.
      Ich hab absolut keinen Bock mehr drauf, mich vor xxxxx zu rechtfertigen !
      Und nochwas Ulfried – bleib besser sitzen – wenn wir russisches Gas brauchen, dann holen wir uns das ganz einfach !!!
      So, und was sachste jetzt ?
      Da biste platt, was ?

      Liken

      • Ingrid schreibt:

        Hallo Mona Lisa, kannst nicht mal dein Maul halten, du musst uns auch nicht immer mit deinem Dreck vewerfen.
        Du bist nicht dumm und du scheinst das ganze Netz rauf und runter zu lesen.
        ABER BITTE LASS JETZT MAL ULFRIED IN RUHE. Sein Name bedeutet nämlich Frieden!!!!

        Lieber Ulfried
        Du warst immer einer unser Conservofreunde, ich habe immer deine ganzen Geschichtskenntnisse bewundert und auch deinen harten Job.
        Wenn du dich jetzt um deine kranke Partnerin kümmern musst, bitte nimm dir die Zeit dafür und es ist unsere christliche Pflicht, das zu akzeptieren, auch wenn du fehlen wirst.
        Ich sende meine guten Wünsche zu dir und Maria und ich hoffe sie wird das was kommt alles gut überstehen.
        Lieber Ulfried komm zurück, wenn es deine Zeit ermöglicht, du wirst uns sonst fehlen.
        Alles Liebe
        Ingrid

        Gefällt 5 Personen

        • conservo schreibt:

          @ Ingrid: Danke, liebe Ingrid, ich weiß, daß solche Worte Ulfried sehr guttun! Danke, danke!

          Gefällt 1 Person

        • Maria Schneider schreibt:

          Danke, Ingrid.

          Gefällt 3 Personen

        • Mona Lisa schreibt:

          „Sein Name bedeutet nämlich Frieden“ – ja das hab ich gemerkt.
          Und mein echter Name bedeutet die heilige Jungfrau.
          Und zur heiligen Jungfrau sagt man nicht „dein Dreck“ und „halts Maul“, eben genausowenig wie man zu ihr „Nazi“ sagt. Zumindest nicht, wenn man vorgibt Christ zu sein.
          Tja, ich hatte schon als Kleinkind ein offenbar angeborenes Talent, den Menschen zu ihrem wahren Selbst zu verhelfen.
          War mir eine Freude, aber mehr geht nicht, es muss ja auch verkraftbar bleiben.
          Wenn sich jeder bis ins kleinste erkennen würde, geriet die Welt in’s wanken und eine unfassbare Katastrophe nähme ihren Lauf.

          Liken

      • theresa geissler schreibt:

        @Mona Lisa,
        Ich sage es dir jetzt mal klipp und klar: Vom Anfang an habe ich nie richtig gewusst, was ich von dir halte, und jetzt weiss ich das gar nicht mehr!
        Kann sein, Du meinst es am Ende noch nicht so schlimm, aber trotzdem: Wer reagiert nun auf einer solcher Weise?
        Man darf doch annehmen, Du hast noch irgendwie ein Herz, oder?

        Gefällt 1 Person

        • Mona Lisa schreibt:

          Ja, mir geht das ähnlich, ich weiss auch gar nicht mehr, was ich davon halten soll.
          Nein, natürlich hab ich kein Herz, hab ich nie gehabt.
          Mann, äh Frau Geissler, der Maria und dem Ulfried hab ich schon vor Wochen formvollendet nur das Beste gewünscht, da gab es nämlich in etwa genau den gleichen Text von ihm.
          Der hat mich blöd angemacht und da werde ich jetzt ganz bestimmt nicht dauerkondolieren für etwas was hunderttausende in diesem Land auch durchmachen.
          Was glaubst Du denn ?
          Ich leb doch nicht auf dem Mond, in meiner Bekanntschaft gibt es dutzende die krank sind und von ihren Angehörigen gepflegt werden. Ich selbst hab das auch schon zig mal hinter mir. Allerdings hab ich kein einziges mal einen solchen Mitleidssturm erlebt.

          Liken

        • theresa geissler schreibt:

          Meiner Ansicht nach alles zusammen noch immer kein Grund um Zynisch und roh zu werden. Aber soit, wer bin ich? (Kein ‚Mann‘. übrigens.)
          Es ist nicht mein Absicht, zum moralisieren, aber versuche jedenfalls, den richtigen Wörter zu wählen, oder sag‘ sonst nichts, das verhindert viel Missverständnis.

          Liken

        • Mona Lisa schreibt:

          Beste Theresa,

          deine Ansichten bleiben dir unbenommen und die meinigen mir auch.

          Übrigens liebe ich eure Erziehungsmasche : sag dies nicht, sag jenes nicht, drück dich anders aus, wähle deine Worte besser, das sagt man nicht, das gehört sich nicht, das denkst du falsch, sag besser gar nichts und nimm den Kaugummi aus dem Mund.

          Geil, einfach Oberaffengeil !
          Wo kann man das lernen ?
          Na, in der sozialistischen Freiheit, wo denn sonst.
          Wie der Herr so’s Gescherr.

          Meist von deren Frauen angewandt, durfte ich schon des öfteren in den Genuss ostdeutscher Gesinnungs-Gouvernanten kommen.
          Anfangs fand ich es dreist übergriffig, mittlerweile nur noch belustigend.
          Also tu dir keinen Zwang an.

          Liken

    • dfd10 schreibt:

      Viel Glueck mein lieber Freund!
      ========================
      DFD

      Gefällt 3 Personen

    • Semenchkare schreibt:

      Ich wünsche Dir viel Kraft und Deiner Frau die baldige Genesung.
      Ansonsten hat Maria Schneider schon alles geschrieben.

      ..Liebe versetzt manchmal Berge

      Gefällt 2 Personen

    • Freya schreibt:

      Lieber Ulfried
      Möge der Herr dir die Kraft geben für alles, was jetzt zu tun ist. Recht hast du, es gibt jetzt nichts Wichtigeres, als deiner Maria zu dienen und ihr beizustehn, denn erst, wenn sie wieder gesund ist, wirst auch du wieder ganz der Alte sein. Ich fühle mit dir und sende dir von Herzen meine innigsten Genesungswünsche für Maria und dir natürlich all die Energie, die du brauchst, um diesen Weg jetzt zu gehen.
      Hier vielleicht noch als kleine (oder gar große) praktische Unterstützung für deine aktuelle Aufgabe:
      Der Segen des Heiligen Pater Pio:
      Der Herr sei vor Dir um Dir den rechten Weg zu zeigen.
      Der Herr sei neben Dir um Dich in die Arme zu schließen.
      Der Herr sei hinter Dir um Dich zu bewahren vor den Heimtücken böser Menschen (und Systeme -Anm. von mir-)
      Der Herr sei unter Dir um Dich aufzufangen wenn Du fällst und Dich aus der Schlinge zu ziehen.
      Der Herr sei in Dir um Dich zu trösten wenn Du traurig bist.
      Der Herr sei um Dich herum, um Dich zu verteidigen wenn andere über Dich herfallen.
      Der Herr sei über Dir um Dich zu segnen.
      So segne Dich der gütige Gott.
      (und so segne er, der gütige Gott, auch Deine Maria)

      Ich umarme Dich und sende Dir herzliche patriotische Grüße von der schönen Insel Usedom (die noch auf euch beide wartet) und von Freya

      Gefällt 3 Personen

    • theresa geissler schreibt:

      Ach, Ulfried, guter Freund, wie traurig zum lesen! Aber für dich und vor Allem für deine Partnerin ist es selbstverständlich noch das allerschlimmste! Was kann man da anders machen als Ihr Beide aller Kraft in der Welt zu wünschen und zu hoffen, dass es sich alles einmal wieder für Ihr zugute kehrt!
      Von beten an Sich habe ich mich einmal etwa verfremdet, ich sage es, wie es ist, aber ab und zu an dich denken…dás kann ich schon, und das werde ich tun auch!
      Die allerherzlichsten Grüssen,
      Theresa.

      Gefällt 4 Personen

  5. luisman schreibt:

    Hat dies auf Nicht-Linke Blogs rebloggt.

    Liken

  6. text030 schreibt:

    „„Wer die Sprache beherrscht, hat auch Macht über die Motive von Menschen und ihr politisches Votum.“.

    Und man kann in Bezug auf die Bilderstürmerei und Geschichtsklitterung ergänzen:

    „Wenn Worte ihre Bedeutung verlieren, verlieren Menschen ihre Freiheit.“.
    (Kongfuzius)

    Das geht nun seiner Vollendung entgegen.

    Gefällt 1 Person

  7. Phantomas schreibt:

    Alles was die Verbrecher nach Marx ausgelöst haben, Lenin, Mao, hat sicher seinen Ursprung in Marx seinen philosophischen Spinnereien. Aber in Sachen Ökonomie haben Marx und Engels die Sachverhalte über Jahrhundert Wissen präzise zusammen getragen und vor dem staatsmonopolistischen Kapitalismus, wie ihn die Gottkanzlerin und Gefolge betreiben gewarnt! Zugegeben, ich habe Marx seinen ideologischen Schrott nie freiwillig gelesen, die wahren Verbrecher waren allerdings Lenin und Co. die für die Knechtung der Menschheit die Interessen der Finanzoligarchie durchgesetzt haben! Nein, ich verteidige Marx nicht, aber er ist das Propagandamittel uns Schuld ein zu trichtern, auf Grund seiner ideologischen Spinnereien, umgesetzt haben es andere, wie Lenin und Mao. Unsere Altparteien verkommen immer mehr zu Propagandaministerien, denen geht wohl die Luft aus? Die Linke beklagt einen Rassismus, den es vor den Beutejägern aus Schwarzafrika nie gegeben hat, die Asiaten leben schon lange unter uns und vor 2015 vereinzelt Schwarzafrikaner, da ist noch nie jemand durch die Garantie im GG auf die Idee gekommen, was Grüne und SPD schleifen wollen, denen an den Pelz zu gehen.

    Liken

    • Mona Lisa schreibt:

      Phantomas,
      könntest Du mir den „staatsmonopolistischen Kapitalismus“ etwas näher erklären ?
      Mir scheint das ein völlig konträrer Begriff zu sein.
      Und bei : „Marx ist das Propagandamittel uns Schuld einzutrichtern“ muss ich leider auch kapitulieren. Was ist damit gemeint ?
      Nach dem was ich bis jetzt von und über Marx gelesen habe, erscheint der mir gar nicht so übermächtig. Verrückt, das schon, aber mächtig ?
      Ich glaub‘, wenn der in meiner Küche stünde, ich würd‘ ihm einen Platz anbieten und ihm dann den Stuhl wegziehen. Einfach um ihn erstmal artgerecht zu erschüttern und ihn winseln zu sehn, dann unterhält es sich auch besser mit Leuten die meinen sie hätten Macht über andere.
      Jetzt mal ehrlich, der hatte doch den Charme eines wildwüchsigen Gartenzwerges.
      Wie kann mich sowas beeindrucken ?

      Liken

      • Ingrid schreibt:

        Danke Mona Lisa für dein Statement.
        Ich frage mich wirklich langsam was für ein Mensch hinter deinem Pseudonym steckt.
        Du bist rechthaberisch, weisst alles besser und jede Kritik ist dir fern.
        Aber du teilst mächtig aus und du gibst wohl nie Ruhe, du hast immer das letzte Wort.
        Normalerweise stelle ich mich nicht auf dieses Niveau und antworte darauf, aber bei dir mache ich eine Ausnahme.

        Normalerweise kennen wir solche Töne und dauernde Bevormundungen bei Conservo nicht.
        Wir waren alle nicht immer einer Meinung, aber wir haben immer alles mit Toleranz geregelt und wir sind hier zu einer richtigen großen Familie geworden.
        Willst du dazugehören, musst du einiges an deinem Ton ändern, sonst war es dein letzter Bericht den ich gelesen habe.
        Ich werde es mir einfach nicht mehr antun und ich glaube es geht anderen auch so.

        Ingrid

        Gefällt 5 Personen

        • Phantomas schreibt:

          Liebe Ingrid, wir haben den Marxismus und Leninismus im Osten bis zum Erbrechen gehabt und innerlich abgelehnt. Der auf Konsum gedrillte Westen war sehr leicht beeinflussbar mit Weltverbesserungsideologien. Karl Marx wurde bewusst zur Kult Figur bei den 68ern erhoben, um zu verschleiern welche verbrecherischen Diktatur Phantasien in Gang kommen sollten. Von daher ist es wichtig zu hinterfragen, was wir nicht verstehen und ja, ich beantworte die Frage von Mona Lisa, damit auch sie viel intensiver ihr ideologisches Weltbild hinterfragen kann und wir müssen langsam, wenn wir noch um unsere Freiheit kämpfen wollen die verordneten Klischeebilder verlassen. Das erinnert mich an einen Film, wo eine Mutter entscheiden musste, wo ihre zwei Kinder von der Klippe gestürzt sind, welchen Sohn sie rettet, der Böse oder Gute, sehr relativ. Was ich sagen will, wir müssen gemeinsam gegen diese Diktatur kämpfen, auch wenn danach noch so sehr die Fetzen fliegen. Wir müssen die 68er die hinter die Fichte geführt worden versuchen zu überzeugen, dass ein Kampf gegen die Diktatur und Beraubung unserer Freiheit richtig ist, aber nicht mit ihnen konform gehen. Wir haben keine Zeit mehr, das Unheil Merkill ab zu wenden, das schaffen wir nur gemeinsam. Also sei nicht so hart zu Mona Lisa, die auf der Suche ist und ob sie eine 68erin ist, weiß ich nicht, aber kein Mensch hat die globale Diktatur verdient.

          Liken

        • Mona Lisa schreibt:

          Welches Statement meinst Du denn ?
          Meine Fragen an Phantomas sind ganz ernst gemeint.
          Ich wüsste gern mehr über die Beziehung zwischen Lehrer und Schülern.
          … oder ist das auch ein Thema Rühr-mich-nicht-an ?

          Liken

        • Mona Lisa schreibt:

          Phantomas,
          danke für die Antwort, ich glaub, ich hab ein paar Dinge vertiefend begriffen.
          Aber nein, mach dir keine Sorgen, mit meinem ideologischen Weltbild ist, soweit ich das überblicken kann, noch alles in bester Ordnung, ich war auch nie eine 68er, und auf der Suche bin ich auch nicht. Da wär‘ ich auch ein bisschen spät dran.

          Eines noch : was glaubst Du meinte Marx mit „Diktatur mal anders“ und wie wurde euch das vermittelt ?
          … rein Interessehalber. Aber wenn meine Oberflächenkratzer zu belastend sind, brauch ich auch keine Antwort auf biegen und brechen.

          Liken

      • Phantomas schreibt:

        Staatsmonopolismus ist, die Unternehmensvielfalt aus zu löschen, Abhängigkeiten zu schaffen, global, wo Konzerne die verwachsen sind mit der Finanzoligarchie und den Eliten, eine Diktatur aufbauen und die Freiheit der Individuen auflösen. Man muss bedenken, wann Marx gelebt hat, im Zeitalter der industriellen Revolution, wo Kinderarbeit an der Tagesordnung war und er auch sich im Konflikt befand als geborener Jude, von der Gesellschaft nicht anerkannt zu werden. Professor Hans Helmuth Küttner schreibt von daher zu Recht, dass am Anfang eine humanistische Idee stand, aber durch Marx seine philosophischen Traumwelt die Saat gelegt wurde, das nach ihm das Böse regieren konnte. Die wahren Übeltäter waren Lenin und Co. und nicht umsonst sprach man in der DDR von Murksismus. Marx hat sich in seiner Ideologie komplett verrannt und er hat auch nicht zum Mord an der Familie Romanow aufgerufen, das war Lenin. Lenin war ja erst im Exil, bis der Finanzoligarchie einfiel, dass er Russland versklaven könnte, reine geopolitische Machtinteressen. Marx war sicher nicht so mächtig, wie man uns den Schuld Kult einhämmern möchte, den andere Diktatoren verbrochen haben. Pastorin Käsemann vermarxt jetzt in Richtung grüne Sektenhaltung den christlichen Glauben und verunstaltet ihn, ersetzt das Christentum mit Ideologie. Ich wäre schon zufrieden, wenn man die Kirche im Dorf lassen würde und nicht etwas hineininterpretieren, auf Grund philosophischer Träumereien, die fern der realen Welt sind.

        Liken

      • Phantomas schreibt:

        Wir sollten Marx endlich da belassen, wo er historisch hingehört. Unbestritten ist, dass er mit seinem Diktaturbegriff, die Saat für jegliche Diktatoren gelegt hat, die sich auf ihn berufen, obwohl das inhaltlich total auseinanderdriftet. Eine Diktatur ist nicht menschlich und da liegt der philosophische Irrglauben von Marx. Jedoch glaube ich kaum, dass Marx diese globale Sklaverei für die NWO im Sinne hatte. Lenin war der erste Steigbügelhalter für die ausbeutende Finanzoligarchie, nicht Marx und wir sollten uns diesen Schuldkult nicht ein impfen lassen, nur weil Marx zuerst von Diktatur gesprochen hat und etwas ganz anderes meinte wie heutige Diktatoren.

        Liken

        • Mona Lisa schreibt:

          Phantomas,
          ich hab mal kurz gesucht und noch einen guten Artikel gefunden, der, wie ich glaube, deiner Überzeugung, Sicht- und Fühlweise recht nahe kommt.
          Wenn Du magst :
          https://www.nzz.ch/meinung/kommentare/wie-ich-den-glauben-an-den-kommunismus-verlor-ld.1323780

          Liken

        • Phantomas schreibt:

          Endlich habe ich die sehr treffende Broschüre gefunden, wo ich mit Professor Dr. Helmuth Knütter insofern übereinstimme, das Marx und Engels zwar in die Ahnenreihe dieser Ideologie gehören, jedoch nicht die Verbrechen begangen haben. Darin schreibt er: „Tun wir nicht Marx und Engels Unrecht, wenn wir sie in den Zusammenhang mit Gewalttätern bringen? Zwar waren sie neben unbestreitbaren gesellschaftswissenschaftlichen Leistungen keine Machthaber, sondern reine Theoretiker, aber z.B. im kommunistischen Manifest (1848) haben sie zu despotischen Eingriffen in das Eigentumsrecht und zum Arbeitszwang aufgerufen“. Ich denke das kann man so stehen lassen, aber Karl Marx soll kurz vor seinem Tode gejammert haben, hoffentlich setzen die Menschen meine philosophische Theorie nicht um. In einem Kinderbuch von Autoren aus der CSSR geschrieben brachte man uns die gespaltene Persönlichkeit von Karl Marx nahe „Meister Röckle und Mister Flammfuß“, wo Röckle zwar das Gute wollte, aber immer wieder irdisch zu teuflischen Phantasien verführt wurde. Erinnert so an Goethes Faust , weil eben der Mensch nicht so allmächtig ist in seiner utopischen idealistischen Welt der Philosophie die Grenzen zu erfassen. Von daher hat Marx mit Engels philosophischen Mist geschrieben, aber ihn nicht umgesetzt und für die Korrektur war das Leben zu kurz. Allerdings mit dem Kapital, beruhend auf vielen ökonomischen Wissen, was sie zusammengetragen haben, haben sie ein Meisterwerk geschaffen, was uns DDR Ökonomen ermöglicht die Scheinwelt des westlichen Finanzwesens zu durchschauen und ich würde mich hüten, nachdem alle ökonomischen Gesetze über das Finanzwesen ausgehebelt wurden darüber etwas zu schreiben, denn Theorie und Praxis sind zwei unterschiedliche Wesen. Selbst Norbert Blüm hat das Kapital gelesen und die ökonomischen Gesetzmäßigkeiten die dort festgehalten wurden durchaus positiv gewertet. Es gibt 4 Bände Karl Marx und 4 Bände Lenin und während man sich bei Marx noch in seiner umständlichen Schreiberei verdrießlich durchgearbeitet hat, was nur das Kapital betrifft, ist man jaulend bei dem Schmierwerk von Lenin davongelaufen und die Haare standen zu Berge. Den Dreck konnte man nicht lesen, ohne Würgereiz zu bekommen.

          Liken

        • Mona Lisa schreibt:

          Marx war und ist immer noch ein Brandstifter und er war ein ausgewiesener Deutschen- und Weissenhasser.
          Seine dbzgl. Zitate sind ja bekannt.
          Als Schmarotzer obendrein, lebte er von Engels, der wiederum von der Spinnerei seines Vaters, die, ich schrieb es bereits, ihre Baumwolle zu 80% aus Amerika und zu 20% aus Indien bezog, jede Flocke von einem Schwarzen gepflückt.
          Was einen Marx natürlich nicht im Traum an eigener Hände Arbeit denken ließ.
          Und nein, sein Manifest ist nicht seiner Langeweile und einer überschießenden philosophischen Phantasie entsprungen, man erkannte seine kranke Natur und trat an ihn heran. Dieses Werk verfasste er im Auftrag mit Sinn, Zweck und Ziel.

          Liken

      • Phantomas schreibt:

        Liebe Mona Lisa, da wir in der DDR Einheitspreise von Waren hatten und uns wichtige Informationen zur aktuellen Finanzpolitik vorenthalten wurden, habe ich mich einmal durch den Dschungel gearbeitet, dank auch den Schreibern bei der Achse die aufgeklärt haben, um zu begreifen, wie es möglich sein kann, wie durch die Finanzpolitik ökonomische Gesetze ausgehebelt werden. Wenn Merkel schon den Begriff postfaktisch in den Mund nimmt, habe auch gerätselt was die neue Wortschöpfung bedeuten soll, dann umschreibt unsere Kanzlerin mit postfaktisch lediglich ihre Missetaten und wie sie Schritt um Schritt unsere Souveränität und nationale Eigenständigkeit zerstört für ihren globalen Machtwahn. Früher hat sich die Börse an realen Werten der Unternehmen orientiert, aber Kurt Tuscholsky der die Weltwirtschaftskrise 1933 miterlebt hatte, beklagte nicht zu Unrecht die Manipulation an der Börse, Stichwort Kriegsanleihen. Die Welt soll in einen Schuldenmarathon getrieben werden, damit eine globale Elite alle Ressourcen aufkaufen kann und die globale Diktatur über alle Menschen errichtet. Bestes Beispiel Griechenland, der halbe Hafen von Piräus gehört jetzt den Chinesen oder halb Amerika ist schon in chinesischer Hand, die sich dort als Investoren eingekauft haben. Die nationale Selbstständigkeit der Völker soll ausgelöscht werden, damit Finanzoligarchen global die Welt beherrschen und Völker in Elend und Armut stürzen. Dieses ganze Geschwurbel mit der Bad Bank ist ein Ablenkungsmanöver, um uns hoch verschuldete Banken nach einer Bilanzkürzung, wo sie nur 9 Prozent Eigenkapital aufbringen müssen und alle Schulden in die Bad Bank abschieben, als solide zu verkaufen. Ich nenne es Bilanzfälschung im Finanzwesen, denn die Schulden lösen sich trotz Neustart nicht auf. So arbeitet auch Brüssel mit mehr Schein als Sein. Postfaktisch sind nahezu viele Banken pleite, die über Rettungsschirme gerettet werden und die letzten solide arbeitenden Banken werden in die Knie gezwungen, wie mit Merkel und ihren Spießgesellen durch den Shut Down, wo viele Unternehmen in Existenznot geraten und ihre Kredite nicht mehr bedienen können. Das Ziel ist die Vielfalt der Banken aus zu dünnen und eine globale Bankherrschaft zu errichten, eine Diktatur über den Bürger als Kunden, der keine Wahlmöglichkeit mehr hat. So zerstört Brüssel auch vorsätzlich unser eigenständiges Bankwesen, um diktatorisch über uns Bürger zu verfügen und über unsere Schuldenberge, die in den Bad Bank schlummern uns in die globale Diktatur zu pressen. Kein seriöses Unternehmen kann sich solche Freiheiten erlauben, Schulden einfach ab zu schieben und ohne Geld einen Neustart hin zu legen. Das zeigt eigentlich schon, wie verkommen unser Finanzwesen ist, das alle ökonomischen Gesetze ausgehebelt hat, um eine kranke Ideologie der Globalisierung durch zu setzen. .

        Liken

        • ceterum_censeo schreibt:

          Zum Thema stamokap hier zwei Artikel die diese Form des Marxismus näher beschreiben:

          Mancher mag sich noch erinnern daß in den 70—Jahren das Thema auch zeitweise ‚hochkochte‘, maßgeblich damals propagiert durch einen gewissen (berüchtigten) JuSo – Vorsitzenden namens Klaus Uwe Benneter.

          Der wurde dann später noch SPD – Generalsekretär (unter Müntefering) und saß zeitweise auch für die SPD im Bundestag.

          Hier:
          Staatsmonopolkapitalismus
          Definition: Was ist „Staatsmonopolkapitalismus“?

          Von Lenin geprägte Bezeichnung (u.a. in „Staat und Revolution”, 1917) für die von ihm beobachtete Verquickung von Staat und (Rüstungs-)Industrie in Deutschland während des Ersten Weltkriegs; der Begriff wurde seit den 50er Jahren von Vertretern des Marxismus-Leninismus in der (ehemaligen) UdSSR und der (ehemaligen) DDR sowie von Teilen der westdeutschen Jungsozialisten wieder aufgegriffen.

          Stamokap. 1. Begriff: Von Lenin geprägte Bezeichnung (u.a. in „Staat und Revolution”, 1917) für die von ihm beobachtete Verquickung von Staat und (Rüstungs-)Industrie in Deutschland während des Ersten Weltkriegs;
          der Begriff wurde seit den 1950er-Jahren von Vertretern des Marxismus-Leninismus in der (ehemaligen) UdSSR und der (ehemaligen) DDR sowie von Teilen der westdeutschen Jungsozialisten wieder aufgegriffen.

          2. Charakterisierung: Die Theorie soll erklären, warum trotz der im Rahmen des Marxismus abgeleiteten These von der zwangsläufigen Verschlechterung der Kapitalverwertungsbedingungen (tendenzieller Fall der Profitrate, Krisentheorie) der Kapitalismus in den westlichen Industriestaaten nicht zusammenbricht. Der Annahme zufolge bemächtigen sich die Monopole (Monopolkapitalismus) des Staatsapparats und ordnen ihn ihren Interessen unter. Durch wirtschaftspolitische Maßnahmen (steuerpolitische Umverteilung zugunsten der Monopole, Übernahme nichtprofitabler Wirtschaftsbereiche durch den Staat, Minderung der durch den Strukturwandel auftretenden sozialen Probleme etc.) sichert er die weitere Existenz des Kapitalismus und dabei die Kapitalverwertungsmöglichkeiten der Monopole.
          ( … ) *ttps://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/staatsmonopolkapitalismus-43080

          Prof. Dr. Dirk Sauerland
          Universität Witten/Herdecke, Lehrstuhl für Institutionenökonomik
          und Gesundheitspolitik
          Lehrstuhlinhaber

          ———————————– ———————————————————————-
          Sh. auch hier:
           
           Prof. Dr. Edgar Einemann

          Stamokap, Theorie und Juso-Fraktion 

          Mit „Stamokap“ bezeichnet wurde vor mehr als 40 Jahren ein Ansatz zur Analyse des Kapitalismus, der den Wandel der Gesellschaft vom „alten“ Kapitalismus über den Monopolkapitalismus hin zu einem System beschrieb, in dem sich die wenigen Monopole (gedacht auch als Verbindung von zusammenwachsendem Industrie- und Finanzkapital) den Staat zu ihrem Erfüllungsgehilfen machen – der staatsmonopolistische Kapitalismus.
          Bei den Jungsozialisten gab es zu Beginn der siebziger Jahre eine so genannte Stamokap-Fraktion, deren theoretischer Bezugsrahmen diese Theorie war. Der wissenschaftliche Streit um die richtige Gesellschaftsanalyse fand seine politische Fortsetzung bei den Jusos.

          In Bremen gab es sehr harte Auseinandersetzungen zunächst bei den Jusos und dann in der SPD vor allem über die Frage der Einschätzung der osteuropäischen Systeme und der DDR sowie die Frage der Zusammenarbeit mit der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP). Die „Stamokap-Fraktion“ hat im Laufe der Entwicklung sehr viele ihrer Positionen aufgegeben oder so präzisiert, dass es bei den Jusos inhaltliche Konsense gab. Ein Beispiel dafür ist das wirtschafts- und sozialpolitische Grundsatzprogramm der Jusos von 1981 – hier hatte ein Besuch von theoretischen Exponenten aller Juso-Strömungen in Ungarn das Abrücken der Stamokap-Fraktion von der Vorstellung einer weitgehend zentralistischen Detailplanung der zukünftigen sozialistischen Wirtschaft in Deutschland zur Folge.
          ( … ) /www.einemann.de/Stichworte/Stamokap.html

          Liken

        • Mona Lisa schreibt:

          Phantomas,
          absolut richtig interpretiert !
          Ich denke, was man vorhat, lässt sich so umschreiben :
          Kapitalismus für die Elite und Kommunismus für das Volk – global, versteht sich.
          Der Schlagrahm schwimmt oben, daher der Spruch mit der „ersten Sahne“.
          Bei den „ismusen“ fällt mir immer das Liedgut ein : „musi denn, musi denn, aus dem Städele hinaus …“.
          Mein Hirn knüpft zuweilen schwarz-satirische Assoziationen.

          Liken

    • ceterum_censeo schreibt:

      …. da mir der pflaumenweichen Enstscguldigung fällt em Grüßaugust aber reichlich spät ein …..!

      Und um die HEUCHELEI auf die Spitze zu treiben, dann angesichts dessen noch das: „Steinmeier reagierte dann am vergangenen Montag in einer Video-Botschaft auf die Demonstration von Kritikern der deutschen Corona-Politik in Berlin und kritisierte die Verstöße gegen die Hygiene-Regeln: „Die Verantwortungslosigkeit einiger Weniger ist ein Risiko für uns alle“, sagte Steinmeier. „Wenn wir jetzt nicht besonders vorsichtig sind, dann gefährden wir die Gesundheit vieler.“
      Man glaubt es kaum!

      HADERLUMP, mistiger! Die Verantwortungslosigkeit eines erbärmlichen BunTes UHU Steingeier meint er doch nicht etwa?

      Gefällt 1 Person

  8. Blindleistungsträger schreibt:

    Ein sehr wichtiges Thema. Mir scheint, wir haben es entweder völlig verlernt oder es abgewöhnt bekommen unseren Standpunkt energisch zu behaupten. Aus Konfliktscheu und/oder um keinen Stress zu haben, haben wir ihn immer weniger behauptet, und dann wurde er Stück für Stück abgeräumt. Der Klügere (in Wirklichkeit der Dümmere) gibt nach ist meiner Ansicht nach einer der perfidesten Sprüche überhaupt. Ich habe dies für mich schon vor einiger Zeit geändert und bügele diejenigen ab, die mir mit solchen Sprüchen daherkommen. Zum Glück habe ich keine grundsätzliche Scheu vor Konflikten, auch wenn sie anstrengend und belastend sind. Wenn man etwas bewegen will, dann muss man da durch.

    Liken

  9. Centurio schreibt:

    Offizielle Richtlinien zeigen: Unter anderem in Deutschland wird Zahl der Corona-Opfer künstlich nach oben frisiert
    https://www.pravda-tv.com/2020/08/offizielle-richtlinien-zeigen-unter-anderem-in-deutschland-wird-zahl-der-corona-opfer-kuenstlich-nach-oben-frisiert/

    Liken

    • Mona Lisa schreibt:

      Genau so !
      Mir kommt das bald vor, wie eine in Gänze künstlich erzeugte Parallelwelt.
      Und sie werden sie unter allen Umständen aufrecht erhalten.
      Fakten interessieren sie nicht, der Streifen wird unbeirrt und bar jeder Realität strikt durchgezogen.
      Wahrlich eine Tele-Vision. Ein Vorläufer des Holodecks.
      Es ist der pure Horror !

      Liken

  10. Centurio schreibt:

    RKI „übernimmt KEINE Verantwortung für Richtigkeit“ ihrer Informationen !
    https://marbec14.wordpress.com/2020/08/07/rki-uebernimmt-keine-verantwortung-fuer-richtigkeit-ihrer-informationen/

    Liken

  11. Dieter Farwick schreibt:

    Lieber Kamerad altmod !
    Danke für Deinen gut recherchierten, umfassenden Kommentar.
    Die Hoffnung, die Sie ansprechen, ist auch meine Motivation.
    Wir müssen gegen Resignation und Fatalismus anknüpfen.
    Corona treibt viele Menschen in die Isolation und Verzweiflung.
    Viele Autoritäten vom Staat bis zu den Staatskirchen haben Vertrauen verspielt.
    Dieses Grundvertrauen müssen wir wieder aufbauen.
    Mit unverbrauchten Politikern und “ leadership“ – nich vorsichtiges Lavieren.

    Mit kameradschaftlichen Grüßen

    Ihr

    Dieter Farwick

    Gefällt 1 Person

  12. Centurio schreibt:

    Wir erleben gerade einen neue Form von Rassismus.
    Klimaleugner, Corona-Leugner, Putin-Versteher (besonders bei der Berichjterstattung über Ost-ukraine nach der Maidan-Revolution deutlich sichtbar) , Euro-kritiker, Rechtspopulisten, Aluhüte, Islam-Kritiker, Kritiker von Anti-Rassismus-Demos sind überall zur Zielscheibe des Mainstreams geworden.
    All die oben genannten Gruppen werden derzeit überall vom Mainstream ausgegrenzt und politisch oder medial verfolgt.
    Oft reicht es schon wenn ein Beamter an der falschen Stelle in sozialen Netzwerken ein like gesetzt hat, schon wird man gefeuert.
    Und wie war das noch mit Eva Hermann ?
    Kritische Stimmen über den Feminismus oder übger die Gender-Ideologie sind auch nicht erwünscht, da wird man von den Medien schnell medial gesteinigt.
    Warum redet niemand über diese neue Form von Rassismus ?
    Der Mainstream ist inzwischen fast genauso rassistisch geworden wie die Weißen US Amerikaner vor 200 Jahren in den USA gegenüber von schwarzen Sklaven !

    Liken

    • Mona Lisa schreibt:

      Schlimmer !
      Die „amerikanischen“ Sklavenhalter und keine anderen vor ihnen, wären im Leben nicht auf die Idee gekommen die komplette schwarze Rasse auszumerzen. Man brauchte und braucht sie ja noch.
      Der „Mainstream“ hingegen, legt es als Zahnrad und Vehikel schlußendlich darauf an, der weißen Rasse das Licht auszublasen.

      Liken

  13. Werner N. schreibt:

    Ein guter und wichtiger Aufsatz von „altmod“. Leider zeigt er auch die Schwächen der neo-rechten „Intelligenzija“, die zu dieser Entwicklung 50 Jahre lang schwieg oder sie nicht bemerkte. Teils schätzt sie diese heute noch falsch ein. Leider wird Herbert Marcuse als einer der Initiatoren nicht erwähnt. Die Schriften dieses Neo-Marxisten waren neben der „Mao-Bibel“ Standard–Lektüre der „68er“. Kultur gehört zum vor-politischen Raum und ist von Zivilisation nicht zu trennen. Kultur formuliert inhaltlich und formal Leitprinzipien einer Epoche, die das Denken und Handeln der Menschen beeinflussen.

    Kultur als Treibsatz der Politik praktizierte erstmals effektiv der Bolschewismus mit dem *Proletkult* = proletarische Kultur. Diese Entwicklung war in der Sowjetunion mit zahlreichen Verbänden, Zeitschriften und Mitgliedern so erfolgreich, dass sie zu einer Gefahr für Lenin wurde und er die Bewegung der Partei unterordnete. In der Architektur machte der „sachliche Stil“ mit seiner kollektiven Gleichheit weltweit Furore. *Alt- und Neo-Rechte* laufen seither ungerührt durch einen kultur-bolschewistischen Städtebau und Kapitalisten bauen ihn, weil sie an der einfachen Herstellung verdienen. Die Schlichtheit sollte jedem Proletarier ermöglichen, ein Architekt, Künstler oder Literat zu werden. Das *Bauhaus* übernahm den Stil der Sowjets und Gropius sagte öfters, dass er damit eine sozialistische Gesellschaft fördern wolle. Nazi`s erkannten dieses richtig als „kultur-bolschewistisch“ beeinflusst, waren jedoch unfähig, eine „rechte“ moderne Alternative dagegen zu setzen. Sie nahmen den Klassizismus als Ersatz. Es wird noch länger dauern, bis die heutige demokratische *Neo-Rechte* eine umfassende Rahmen–Theorie für Inhalt und Form ihres Weltbildes formulieren kann. Solange wird sie ihr Potential nicht ausschöpfen. Europa und die USA befinden sich am Anfang einer epochalen Zeitenwende. Wenn „Rechte“ die Auseinandersetzung mit „Linken“ nicht gewinnen, wird es zu weiterer Dekadenz und Wirtschaftskrisen kommen.

    Gefällt 1 Person

    • Mona Lisa schreibt:

      Ein sehr guter Text, der Autor hat es präzise erkannt.
      Und wie zum Beweis dafür, zeigte mir gestern mein Mann eines der vielen Neubaugebiete, die die Lücken zwischen den Ortschaften schließen – man muss zusammenwachsen.
      Ein Haus häßlicher als das andere. Große und kleine in ihren Proportionen unförmige Menschenkästen, die Fenster abartig angeordnet, die Dächer Tupperdosenartig abschließend aufgesetzt, die Materialien in allen Grautönen standardisiert, die Gärten nicht vorhanden, ein einziges Sammelsurium stilloser Architekturverbrechen. Dagegen muten die 60er Jahre Zweckbauten geradezu menschlich an.
      Ich sagte noch : Das da, das ist nicht mal Bauhaus, das ist eine Kulturrevolution der allerschlimmsten Sorte. Ein Bauästhetischer Krieg gegen jede westl. Kultur.

      Liken

      • Bonifatius schreibt:

        Liebe Mona Lisa, ich war damals schockiert wie man die einst schöne anmutige Stadt verschandelt hat, Auerbachs Keller in der Mädler Passage umzingelt von hässlichen Glaskästen und auch noch mit lila Teppichen die Flure ausgelegt. Schöne Altbauten wurden durch Zweckbauten ersetzt und Cafe Brühl stand wie ein einsamer Zahn in der Wüste. Diese Irrfahrt durch Leipzig, wo viel vertrautes einem geschmacklosen Zeitgeist der Architektur geopfert wurde, werde ich nie vergessen. Einzig und allein das Stadtmuseum zeigt wie schön die Stadt einmal war, die man derart geschliffen hat.

        Liken

        • Mona Lisa schreibt:

          Ja Bonifatius,
          es ist einfach nur G R A U E N H A F T !!!
          Ich könnte dabei wirklich ins heulen geraten.
          Jedesmal – und das ist oft – wenn ich so ein altehrwürdiges, verlassenes, ungepflegtes Häusle auf dem Land, auch wie Du sagst, umgeben von unglaublichen Geschmacklosigkeiten, oder auch eine ehemals schmucke Villa in der Stadt, ein zerfallenes Gehöft, einen Aussiedlerhof, schlimmer noch, wir haben so eins in der weiteren Umgebung : einen wunderschönen Sandsteinbau aus den 30ern, mitten im Wald zu einem Bordell umfunktioniert, bin ich entweder kurz vorm flennen oder ich krieg einen mittelschweren Tobsuchtsanfall.
          Es macht sich ein Ausbund an architektonischen Abartigkeiten breit, ich denke, da helfen uns eines Tages auch keine Umbauten mehr, da muss der Sprengmeister ran.

          Liken

      • Werner N. schreibt:

        Danke, Mona Lisa. Es ist richtig, die Bevölkerung lehnte das sterile, EIN-fältige Bauen in-stinktiv immer ab und wehrte sich gegen die Verhässlichung. Inzwischen scheint sie aber auch zu resignieren. Der Irrsinn, dass sich Demokratien durch eine kultur- bolschewistische, ortlose, diktatorische Architektur ausdrücken, ist nicht haltbar. Für Wege aus diesem Missstand wird deshalb eine (nicht restaurative) Weiterentwicklung in Richtung demokratischer Architektur unabdingbar. Diese geht nicht mehr von kollektiver Gleichheit aus, sondern von einer dynamischen Raum-Konzeption, lässt mehr Variationen und Individualität zu, fußt auf holistischen Werten und Elementen. D.h. Gestalter müssen vom bloßen „Kupfern“ abkommen, wieder lernen, mindestens von 1–3 zu zählen (im übertragenen Sinn). Zugegeben, das ist nicht ein-fach und benötigt Zeit.

        Abgesehen von richtiger Einzelkritik fehlt es *Konservativen“ an einer umfassenden inhalt-lichen UND formalen „Alternative“ für den in nächster Zukunft richtigen Zeitgeist und das stimmige Weltbild. In der derzeitigen harschen ideologischen Auseinandersetzung zwischen *Neo-Linken* und *Neo-Rechten* machen letzte deswegen öfters einen hilflosen Eindruck. Ein Handicap ist auch der bevorzugte Blick in die Vergangenheit. Für besagtes Thema bedeutet das: Ein Zurück in den Heimatstil, Klassizismus oder Jugendstil ist keine Lösung. Es sei wiederholt: Solange in rechter Theorie und formalem Ausdruck keine Klarheit besteht, werden *Konservative*, oder besser demokratische *Neo–Rechte*, keine Mehrheiten erlangen. Die einzig vorhandene konservative Gesamt–Theorie des Briten Roger Scruton (2019) hat Lücken und reicht für die BRD nicht aus.

        Liken

        • Mona Lisa schreibt:

          Werner,
          hab deinen Ansatz verstanden : wir brauchen Antworten !
          Muss aber entgegnen, dass in Sachen Kunst und Ästhetik am Bau, das Rad nicht ewig neu erfunden werden kann.
          Es gibt bereits eine ausgewogene Formensprache, die die Menschen glücklich macht.
          Man kann sie mit neuen Materialien gestalten, man kann sie auch gerinfügig abändern und vorhandene Konzepte ästhetisch-harmonisch kombinieren, aber ihre Grundlagen zu verändern, bedeutete den Menschen zu verändern.
          … übrigens genau das Ansinnen dieser Menschheitsverbrecher. Sie schaffen Dissonanzen auf allen Gebieten, wollen den Mensch, seine Geist- und Gefühlswelt, seine Sinne und Wahrnehmungen aus dem Lot bringen.
          Das ist eine ihrer Grundvoraussetzungen um den neuen Menschen zu erschaffen.

          Liken

    • altmod schreibt:

      Hier wendet sich der Gast mit Grausen: „So kann ich hier nicht ferner hausen“*
      Publiziert am Januar 22, 2019 von altmod
      90 Jahre Bauhaus

      „Wohnungen mit viel Glas und Metallglanz: Bauhausstil.
      Desgleichen mit Wohnhygiene ohne Wohnstimmung: Bauhausstil.
      Stahlrohrsesselgerippe: Bauhausstil.
      Gewürfelte Tapeten: Bauhausstil.
      Kein Bild an der Wand: Bauhausstil.
      Bild an der Wand, aber was soll es bedeuten: Bauhausstil.
      Alles kleingeschrieben: bauhausstil.
      ALLES GROSSGESPROCHEN: BAUHAUSSTIL.“
      aus „Die Weltbühne“ 1930.

      Noch so ein Jubiläum, dem 19. Jahr des 20. Jahrhunderts geschuldet.
      1919 wurde von Walter Gropius das „Bauhaus“ in Weimar als Kunstschule gegründet. Es sollte etwas völlig Neues darstellen: die Zusammenführung von Kunst und Handwerk. Das historische Bauhaus galt alsbald als die einflussreichste Bildungsstätte im Bereich der Architektur, der Kunst und des Designs im 20. Jahrhundert und als Heimstätte der Avantgarde der Klassischen Moderne auf allen Gebieten der freien und angewandten Kunst und Architektur.
      Nach der Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts, nach dem 1. Weltkrieg nahmen etliche künstlerischen Tendenzen eine offenere politische Färbung an. Die Dada-Bewegung vertrat eine rebellische und nihilistische Ablehnung des kulturellen und gesellschaftlichen Status Quo. Und auch das Bauhaus entstand auf diesem kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Nährboden. Wie Tausende andere hatten die Kriegserlebnisse den Gründer des Bauhauses Walter Gropius radikalisiert.
      Er war Vorsitzender einer linken Vereinigung von Architekten, Künstlern und Intellektuellen – dem Arbeitsrat für Kunst, der den Anspruch hatte, die Novemberrevolution in den Bereich der Kunst auszuweiten. Man glaubte an die Notwendigkeit einer neuen Gesellschaft und Ziel war es, die Trennung zwischen Kunst und Handwerk zu überwinden und eine (sozialistische) Gesamtumgebung zu schafften, die angeblich für das Leben der Menschen geeignet war.
      Nach der Machtergreifung der Nazis waren Ideologie und Stil des Bauhauses natürlich nicht mehr opportun. Wie auch im Reich des real existierenden Sozialismus der Sowjetunion, mit seiner gleichfalls imperialistisch angehauchten Protzarchitektur und naturalistischen Kunstauffassung.
      Die wichtigsten Protagonisten wie Gropius, Mies van der Rohe u.a. emigrierten in die USA und brachten ihre Kreierungen eines fragwürdigen, späteren „Weltkulturerbes“ auch dorthin.
      Tom Wolfe, der jüngst verstorbene amerikanische Schriftsteller, Journalist und Dandy, der mit Verve gegen jegliche Häßlichkeit in der Welt anschrieb, ätzte in seinem Buch „From Bauhaus to our house“:
      Alteuropas Lasten schwappten über den Ozean. Nicht nur das Bauhaus wuchs in Chicago als „New Bauhaus“ in Richtung „Kathedrale des Sozialismus“, auch die Psychologen bekamen die „Pest“ der Psychoanalyse mitgebracht (nach der Inkubationszeit, die durch Freuds Besuch in den USA ihren Anfang nahm), auch musikalisch brachte Europa schwerstes Geschütz mit in Form von Arnold Schönbergs „Dodekaphonie“. Nicht zu sprechen von der Malerei, die die Amerikaner infizierte und vorbereitete für die künstlerische Machtübernahme nach dem Zweiten Weltkrieg.
      „… der herrschende Architektur-Stil im Babylon des Kapitalismus wurde der Soziale Wohnungsbau. Sozialer Wohnungsbau, wie er von einer Handvoll Architekten in den Verbünden inmitten der Trümmer Europas in den frühen Zwanziger Jahren entwickelt worden war, wurde nun hoch und breit aufgetürmt, in Form von Kunstgalerie-Anbauten, für altehrwürdige Ivy-League-Universitäten, Museen für Kunstmäzene, Eigentumswohnungen für die Reichen, Firmensitzen, Rathäusern, Landhäusern. Arbeiterwohnungsbau für jeden Zweck, außer für Arbeiter zum Wohnen.“
      Dem Bauhaus ist die Kunst des Plattenbaus zu verdanken und die Termitenbauten zur sozialistischen Massenmenschhaltung a la Gropiusstadt in Berlin, Neuperlach in München, Killesberg in Stuttgart und viele andere Wohnreviere und sog. Trabantenstädte.
      In den nach dem 2. Weltkrieg sozialdemokratisch regierten Großstädten Deutschlands wurde die gewiss vom „Bauhaus“ beeinflusste Kaufhof- oder Sparkassen-Architektur der 50er und 60er Jahre bis in jüngste Zeit für die neu-deutsche Häßlichkeit auch vieler Innenstädte prägend.

      Zu den Bauhaus-Akteuren gehörten Künstler und Maler wie Lyonel Feininger, Johannes Itten, Gerhard Marcks, Paul Klee, Oskar Schlemmer und Wassily Kandinsky, deren Oeuvre mir
      „altgemoden“ sich immer noch nicht erschliessen.
      Ich habe mich hier schon über die Scheußlichkeiten moderner Sakralarchitektur und -Kunst ausgelassen, die ex aequo ebenfalls Bauhaus-geprägt ist.
      Martin Mosebach schrieb dazu:

      „Aus (dem) denkerischen Aufstand gegen das Offensichtliche ist die Grundstimmung unseres Zeitalters geboren worden: ein die ganze Öffentlichkeit erfüllendes Mißtrauen gegen jede Art von Schönheit und Vollkommenheit. Etwas sei »nur schön« – das ist heute die Schärfstmögliche Verurteilung. In der Kunst wird das Unfertige, das Fragmentarische, das Zerbrochene begünstigt. Die Beherrschung handwerklicher Regeln und Fähigkeiten, die zum Gebrauch einer vollendeten Formensprache notwendig sind, wird verachtet. Am erregendsten ist es für den zeitgenössischen Kunstfreund, wenn gar nichts irgendwie Sichtbares geboten wird, nur noch ein paar verhuschte Zeichen, kryptische Spuren. Den neuen Schriftgelehrten dienen sie zu Auslegungsexzessen, die um so wortreicher ausfallen, desto weniger zu sehen ist…“

      Erstaunlich, dass jetzt zum Jubiläum gerade in den dem modernistischen Zeitgeist verschriebenen Postillen kritische Töne aufscheinen.
      Die Süddeutsche titelt dazu: „Wie ein Anfall von Würfelhusten.“
      Und die Zeit schmäht eines der Dessauer „Meisterhäuser“: „Ein ungemütliches Angeberhaus … Richtiges und falsches Wohnen – richtig ist das Bauhaus, falsch sind Wohnküchen, verwinkelte Gassen, Blumentöpfe, die vor dem Haus auf der Straße stehen. Unordnung und Unübersichtlichkeit sind schlecht, Leere und rechte Winkel sind gut.“

      Was hat nicht „Das verdammte 20. Jahrhundert“ (Gerard Radnitzky) alles an Grässlichkeiten hervorgebracht.

      _________________

      Hier wendet sich der Gast mit Grausen:
      „So kann ich hier nicht ferner hausen,
      Mein Freund kannst du nicht weiter sein.
      Die Götter wollen dein Verderben –
      Fort eil ich, nicht mit dir zu sterben.“
      Und sprach’s und schiffte schnell sich ein.

      * aus „Der Ring des Polykrates“ von Friedrich Schille

      Liken

  14. Werner N. schreibt:

    Ja, altmod, Ihre Beschreibung und Kritik des *Bauhauses* ist völlig richtig. Stiefmüttlerlich behandelte Themen des *International Style* sind allgemein jedoch dessen Verhältnis zum damaligen sowjetischen Bauhaus *Wchutemas* und dessen Vorläufer. Vielleicht, weil Bauhäusler dort Einiges „abgekupfert“ haben sollen, wie etwa den weltberühmten Freischwinger–Stuhl. Geradezu verweigert werden bolschewistische Autoren, welche die formalen Grundlagen und Motive genau beschrieben. Auch die sowjetischen Emissäre, sind marginale Themen, obwohl etwa El Lissitzky sagte, dass die Grundelemente dieses Bauens nicht der technischen, sondern der sozialistischen Revolution angehören. Bekanntlich hatte er engen Kontakt zu Mies. Zu oft wird auch unter den Teppich gekehrt, dass deutsche Planer, wie etwa Ernst May oder Bruno Taut, „sozialistische Städte“ (sic) im damaligen Russland erstellten.

    Allerdings, so wichtig Kritik auch ist, Klagen allein helfen nicht weiter. Längst wäre zu fragen, warum die Kritiker kein modernes theoretisches und formales Gegenkonzept zustande bringen? Zwar zeigt die *Postmoderne* nicht nur in den USA gebauten Protest; da diese Beispiele aber (teils wilde) Solitäre bleiben, wurden Raum–Konzeption und Grundmotive der „Neuen Sachlickeit“ oder des *Rationalismus* noch nicht verstanden. So wie es aussieht, wird Deutschland bei dieser Entwicklung ohnehin keine avantgardistische Rolle mehr spielen.

    Liken

    • Mona Lisa schreibt:

      Werner,
      eben eben, der sozialistische Bau, sein Ursprung, Sinn und Zweck, wird kaum behandelt, noch weniger sein Verhältnis zur „Moderne“. Gleiches begegnet uns in der Kunst.
      Oh doch, es gibt sie, die entartete Kunst ! – insofern hier von Kunst überhaupt noch gesprochen werden kann.
      Künstlerisch begabt, könnte man auch fragen : ist es eine Kunst Scheiße abzuliefern ?
      Und die moderen Kunst ist auch immer der auf Leinwand gebrachte Vorläufer des Objekts.
      Kandinsky und die blauen Reiter sind jedem ein Begriff. Mich pers. kann da höchstens noch Franz Marc überzeugen, der Rest kann in die Tonne.

      Wahrlich, unsere Architekten müssen bereits linksverrückt sein. Aus der Not heraus eine Namenstragende Inovation hervorbringen zu müssen, brechen sie alle bekannten Regeln – außer die der Physik, und dies auch nur, weil sich da eben nichts machen lässt.

      Gott wird sich denken, lass ich sie spielen, solange sie nur an sich selbst rummfummeln ist meine Schöpfung nicht in Gefahr.

      Liken

      • Werner N. schreibt:

        Mona Lisa,
        ein weiteres Kapitel des Bauens von „Wahrheit und Klarheit“ kennen weder Vertreter des „Elfenbeinturms“ noch Laien–Kritiker oder ignorieren es: Gemeint ist Gropius` „Widerruf“ des *Bauhauses* Anfang der 50er Jahre (s.u.). Das ist umso bedauerlicher, als die Kritik des Gründers klarer und fundamentaler auf die Ursachen der Fehlentwicklungen einging:
        ..“Die Krankheit unserer heutigen Städte und Siedlungen ist das traurige Resultat unseres Versagens, menschliche Grundbedürfnisse über wirtschaftliche und industrielle Forderungen zu stellen“.. (S. 129). Fast beschwörend wiederholt er nunmehr in Vorträgen und Veröffentlichungen seine neuen Kernpunkte für ein Anti–*Bauhaus*: „Demokratie“, „Ganzheit“, „Emotionen“, „Relativität“, „individuelle Freiheit“, neue Raum–Konzeption, „Kreativität“ u.A. Das Bauen findet jetzt nicht mehr unter dem Etikett „Kathedrale des Sozialismus“ statt, wie L. Feininger`s Kirche auf dem Titelblatt des ersten Manifestes der „Kunstschule“ genannt wurde.

        Theoretiker brauchten diese und andere spätere Selbstkritik der Pioniere bloß abzuschreiben und „rechte“ Gestalter müssten das formal umsetzen? Gropius verlangte dafür Versuchssiedlungen, aber auch auf das wird seither verzichtet oder läuft auf Mimesis hinaus. (Walter Gropius *Architektur*, Fischer-Bücherei, 1956).

        Liken

  15. pebrg schreibt:

    Vielen Dank! Nach meiner Einsicht sehr gute Beurteilung der politischen und kulturellem Entwicklung ab dem 2en Weltkrieg, nicht nur in D’land, bis inklusive des aktuellen Geschehen. Danke! Wenn nach diesem Drehbuch ein noch für
    präpuberalen Kinder verständliches Erklärungsvideo gemacht würde, mit gezeichneten Personen, Gruppen, Emotionen, Gewalt, politischer Gewalt, Rechstaatlichkeit (erklärt), Religion, Familie, Kapitalismus im Sinne von freie Marktwirtschaft versus Erklärung misbräuchliche Verwendung als böse Raffgier etc etc, UND dáss noch in 50 Minuten. Dann hat man ein mächtiges Mittel zur Aufklärung gegen den politischen Kulturkampf. Nur, das Wort Kampf darf nicht verwendet werden, es entlarvt den Identitätslinken. Setzen wir auf Verteiding bewährten Werten, freie soziale Marktwirtschaft persönliche Freiheit. Vielleicht lässt sich dies noch ergänzen…

    Liken

  16. Wolfgang Thomsen schreibt:

    Epigenetik – Sind wir Gene oder Umwelt? | Doku | ARTE

    Epigenetik – Sind wir Gene oder Umwelt? | Doku | ARTE
    Abspielen

    Epigenetik – Sind wir Gene oder Umwelt? | Doku | ARTE
    379.679 Aufrufe•Premiere am 28.05.2020
    4265173TEILENSPEICHERN

    ARTEde
    788.000 Abonnenten
    ABONNIEREN
    Formt unser Erbgut unsere Identität? Lange Zeit glaubte man, dass die Gene der entscheidende Faktor in der Entwicklung eines Menschen seien. Doch neueste wissenschaftliche Erkenntnisse auf dem Gebiet der Epipgenetik haben gezeigt, dass die jeweilige Ausprägung der Gene durch äußere Umstände beeinflusst wird und sogar gezielt gesteuert werden kann. Wissenschaftler waren lange Zeit der Ansicht: Nur die Erbanlagen entscheiden über unsere biologische Entwicklung. Heute bahnt sich ein Umdenken an, denn nicht allein die DNA ist für die Entwicklung eines Menschen maßgeblich. Was formt neben den Genen unsere Identität und womöglich sogar unser Erbgut von außen? Nach der Entschlüsselung des Humangenoms widmete sich die Wissenschaft der Epigenetik verstärkt der Frage, was unsere Genaktivität beeinflusst. In Australien befasst sich die Forschung dazu exemplarisch mit der Genetik der Honigbiene. Warum entscheidet allein die Gabe von Gelée royale darüber, ob sich aus einer Bienenlarve eine Arbeiterin oder eine Königin entwickelt? Warum leidet bei eineiigen Zwillingen einer an einer chronischen Krankheit, während sich der andere bester Gesundheit erfreut? Epigenetiker können diese Fragen beantworten. Es gibt einen gewissen Gen-Determinismus, aber eben keinen hundertprozentigen. Den Ergebnissen verschiedener wissenschaftlicher Studien zufolge können Umweltfaktoren wie Ernährung, Stress oder Pestizide die Genexpression entscheidend beeinflussen; das heißt, diese äußeren Einflüsse entscheiden darüber, welche Gene letztendlich im Laufe eines Lebens aktiviert werden. Die Epigenetik untersucht, ob bestimmte Krankheiten oder Symptome auch an die nächste Generation weitergegeben werden können. Eine Studie von Anne Ferguson-Smith aus Cambridge beispielsweise widmet sich Kindern, deren Mütter im Winter 1944 eine Zeit schlimmen Hungers überstehen mussten, als sie schwanger waren. Die Untersuchungen zur Frage, inwieweit Nahrungsunterversorgung die DNA prägen kann, haben ergeben, dass die Kinder im Erwachsenenalter verstärkt an Krankheiten wie Diabetes und Übergewicht litten, dazu an neurologischen Störungen wie Angstzuständen, Depressionen und Schizophrenie. Die Epigenetik erweitert damit Studien zur Genetik, doch die Forschungen über die Auswirkungen der Umwelt auf unsere Gene stehen noch ganz am Anfang. Dokumentation von Laurence Serfaty (Frankreich 2015, 51 Min) ►Video auf Youtube verfügbar bis zum 21/11/2020 ►Abonniert den Youtube-Kanal von ARTE: http://www.youtube.com/user/ARTEde Folgt uns in den sozialen Netzwerken: Facebook: http://www.facebook.com/ARTE.tv Twitter: https://twitter.com/ARTEde Instagram: https://www.instagram.com/arte.tv/

    Liken

  17. Wolfgang Thomsen schreibt:

    Wir erleben in unserem Land gerade eine progressive Idiotisierung der gesamten Bevölkerung. Dies geschieht schon in Kitas und Schulen und wird vom Staat gelenkt und befürwortet.
    Auch die Kirchen beteiligen sich rege an diesem Unsinn.

    Ich warte nun darauf, dass auch bald in Sportvereinen und besonders im Mannschaft- Frauenschaft Sport alle Arten von Chromosomen finden. Dazu sollte noch eine eine Quote von Gleichgeschlechtlichen eingeführt werden.

    Anbei noch ein Link zur Sexualisierung:

    Klicke, um auf Sex-mit-Sechs-1.-Auflage-DINA-4.pdf zuzugreifen

    Wir erleben in unserem Land gerade eine progressive Idiotisierung der gesamten Bevölkerung. Dies geschieht schon in Kitas und Schulen und wird vom Staat gelenkt und befürwortet.
    Auch die Kirchen beteiligen sich rege an diesem Unsinn.

    Ich warte nun darauf, dass auch bald in Sportvereinen und besonders im Mannschaft- Frauenschaft Sport alle Arten von Chromosomen finden. Dazu sollte noch eine eine Quote von Gleichgeschlechtlichen eingeführt werden.

    Anbei noch ein Link zur Sexualisierung:

    Klicke, um auf Sex-mit-Sechs-1.-Auflage-DINA-4.pdf zuzugreifen

    Die einseitig theoretisierende Gender Mainstreaming-Ideologie begeht den fundamentalen Irrtum,
    die als entscheidende menschliche Gegebenheit vorliegenden neurophysiologischen Unterschiede in den Gehirnen von Frau und Mann völlig auszuklammern bzw. fälschlicherweise zu
    behaupten, diese festgelegten Gegebenheiten um– bzw.dekonstruieren zu können.

    [Einzelheiten bezüglich unüberbrückbarer Unterschiede in den Gehirnen von Frau und Frau sind in dem Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 3. Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2013 nachzulesen]

    Siehe auch in den hierzulande weitgehend unbekannten
    Studien
    z. B. von Prof. Annica Dahlström, Uni Göteborg:
    Innerhalb der letzten 15 – 20 Jahre einen Anstieg psychischer Erkrankungen bei schwedischen Mädchen um 1000 Prozent, Depressionen um 500 Prozent; Suizidrate finnischer
    Mädchen ist die höchste in Europa. [siehe Kapitel „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ im Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 4. erweiterte Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2014, ISBN 978-3-9814303-9-4] und
    „Es trifft Frauen und Kinder zuerst – Wie der Genderismus krank machen kann“, Verlag Logos Editions, Ansbach,
    2015:

    ISBN 978-3-945818-01-5 (http://www.amazon.de/trifft-Frauen-Kinder-zuerst-Genderismus/dp/394581801X)

    —————————————

    Frühsexualisierung: Rechtsgutachten stuft schulische Sexualerziehung zur „Vielfalt“ als verfassungswidrig ein
    Epoch Times/8. September 2016 /Aktualisiert: 8. September
    2016 18:45
    Kinder in der Schule zur „Akzeptanz jeglicher Art von Sexualverhalten zu erziehen“, ist verfassungswidrig. Zu diesem Ergebnis kommt ein Hamburger Verfassungsrechtler
    in einem neuen Rechtsgutachten.
    http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/fruehsexualisierung-rechtsgutachten-stuft-schulische-sexualerziehung-zur-vielfalt-als-verfassungswidrig-ein-a1931912.html

    —–

    Möchten Sie zu «Schule und Bildung» eine kleine neurolinguistische Seelenmassage? Angriffsziel Schule und Kirche von Dr. phil. Judith Barben, Psychologin

    Leserbrief mit Hinweisen zu NLP Manipulation in den Medien und Gender Ideologie und Gender Mainstreaming und Zwangs- und Frühsexualisierung von Kindern

    Zeit-Fragen > 2012 > Nr.25 vom 11.6.2012 > Möchten Sie zu «Schule und Bildung» eine kleine neurolinguistische Seelenmassage? Möchten Sie zu «Schule und Bildung» eine kleine neurolinguistische Seelenmassage? Angriffsziel Schule und Kirche von Dr. phil. Judith Barben, Psychologin

    https://www.zeit-fragen.ch/de/ausgaben/2012/nr25-vom-1162012/moechten-sie-zu-schule-und-bildung-eine-kleine-neurolinguistische-seelenmassage.html

    Philosophia Perennis – Ein Blick auf die Welt mit von der philosophia …

    https://philosophia-perennis.com/

    Liken

  18. Konservativer schreibt:

    Sehr geehrter altmod,

    zunächst einmal vielen Dank für Ihren hervorragenden Beitrag. Leider komme ich erst heute dazu, ihn ausführlich zu würdigen.

    Zwei Gründe sind dafür ausschlaggebend, dass ich ihn für außerordentlich erhellend halte:

    (1) Die Änderung der Sprache, die ja nie statisch war oder ist, hat in den vergangenen Jahren tatsächlich an Dynamik gewonnen. Schon immer hatten die älter Werdenden wie ich damit zu kämpfen – aber in diesem Ausmaß?

    (2) Erst kürzlich ist mir die Bedeutung der theoretischen Grundlagen für umwälzende Ereignisse bewusst geworden – Tibor Szamuely hat in „The Russian Tradition“ sehr anschaulich geschildert, wie sich Generationen der russischen „Intelligentsia“ daran abgearbeitet haben, die theoretischen Grundlagen für die kommunistische Revolution herauszuarbeiten, bis sie nach einigen fehlgeschlagenen „Probeläufen“ erfolgreich auf den Weg gebracht werden konnte. Dass Antonio Gramsci als kommunistischer Vordenker in Ihrer Ausarbeitung eine so große Rolle spielt, ist an dieser Stelle ein beerkenswerter Zufall.

    Sprache ändert sich, und sie transportiert neben Inhalten auch Einstellungen. Die Frage ist – steckt hinter all dem tatsächlich ein „Plan“? Ich wäre mir da gar nicht so sicher. In meiner täglichen betrieblichen Praxis begegnen mir immer wieder Schlagworte aus gerade populären Management-Theorien oder -Ansätzen, die von interessierten Hochschullehrern oder gut daran verdienenden Managementberatungen in die Welt gesetzt werden. Es gibt keine geheimnisvollen „Men in Black“, die jemandem vorschreiben, sich dieser Begriffe oder Methoden zu bedienen – nein, insbesondere das mittlere Management neigt dazu, diese unreflektiert zu verwenden und einzusetzen. Warum? Weil man auf der Höhe der Zeit, aktuell, „hip“ sein möchte. Vor 20 Jahren waren „Balanced Scorecard“ und „Profit Center“ der Hit, heute „agil“ in allen Variationen.

    Ähnliches gilt, so meine ich, für den Umbau der Sprache. Hier können Personalabteilungen als beispielgebend angesehen werden: sie stehen oft an vorderster Front, was das heute so moderne Thema der „Gleichstellung“ in allen Facetten – insbes. Geschlecht und Rasse – angeht, weil die gesetzlich vorgeschriebene Vorgehensweise bei der Stellenvergabe bei vermuteter Nichteinjaltung zu sofortigen Klagen der möglicherweise Benachteiligten führt. Konsequenz: in vorauseilendem gehorsam werden die Vorgaben zu 100% erfüllt. Um weiteren juristischen Schaden vom Unternehmen abzuhalten, wird nachfolgend das Gendersternchen zur schriftlichen Norm, Diskriminierung im Unternehmen ist natürlich sofort zu ahnden, etc. Ergebnis: die Sache hat sich verselbständigt.

    Nun zu den Dingen und praktischen Beispielen, die im täglichen Leben zu beobachten sind und bei denen sich die Knebelung doch langsam bemerkbar macht. Fangen wir bei den Kindern an. Seit der Wiedervereinigung ist die Ganztagesbetreuung von Kindern zur einzig wahren Erziehungsform derselben hochstilisiert worden. Das hat mehrere Effekte:
    Der Nachwuchs wird der häuslichen Erziehung und damit Werte-, Wissens- und Verhaltensvermittlung verstärkt entzogen. Somit kann, so er denn existiert, ein „Umerziehungsplan“ tatsächlich leichter als zuvor umgesetzt werden. Die praktischen Auswirkungen zeigen sich schon heute deutlich. So wurden meine Frau und ich einmal in den Hort zitiert, weil unser Kind in der Nähe eines farbigen Kindes einmal den Begriff „Kaka“ in den Mund nahm. Ein Verweis aus dem Hort stand im Raum. Besagtes „Kid of Colour“ fühlte sich angegriffen und schaltete eine Erzieherin ein. Unser Kind hingegen bestritt, eine Beleidigung ausgesprochen zu haben. beide jedoch lernten etwas; Kind a: ich bin anders als andere Kinder, also bin ich zur Denunziation berechtigt. Kind b: ich gehöre zur ethnischen Mehrheit und muss folglich aufpassen, was ich sage. So sickert ein neues Denken ein, das ich so nicht kenne, aber auch nicht für richtig halte. Unbewusst wird nämlich vermittelt: der alte (oder auch junge) weiße Mann verhält sich immanent falsch. Und ab diesem Punkt wird es gesellschaftsgefährdend.

    Darüber hinaus wird eine Chancengleichheit quasi „nach unten“ umgesetzt. Es wird in deutschland schließlich beklagt, dass die Bildungschancen des Nachwuchses (zu) stark vom Elternhaus abhängen. Stimmt: so lange wie nötig haben ich oder meine Frau mit meinen Kindern für die Schule gelernt, um sie von unserer Bildung profitieren zu lassen. Dies wird nun unterbunden bzw. erschwert: im Hort fällt diese häusliche Förderung flach, Kinder aus bildungsferneren Familien erleiden nun keinen „Nachteil“ mehr. Geplant? Ich weiß es nicht. Ich fühle mich allerdings veräppelt, wenn hier von „Fairness“ die Rede ist. Und, da bin ich ehrlich, ich sehe es nicht ein, wegen einer Person, die bei der Partnerwahl, nennen wir es: etwas nachlässig, war, nennenswerte Einschränkungen hinzunehmen, ja, geradezu zu buckeln. Aber: die Sprachregelungen schlagen auch hier durch. Punkt. Deutsche Familie: wertlos. Weihnachten? Wird an der Schule nicht mehr gefeiert, heißt jetzt „Lichterfest“. Weil man ja keine fremden religiösen Gefühle verletzen darf. Und meine????????

    Sprache, wie ich eingangs bereits bemerkte, ändert sich. Das ist normal. Die Skurrilität des Ganzen nimmt jedoch zu, und sie beschleunigt rasant. Bislang hielt ich mich nicht für einen Rassisten. Falsch gedacht. Rassist ist man nicht dann, wenn man einem unbekannten Neger ohne Anlass ein herzhaftes „Nigger“ entgegenschmettert (dies habe ich aufgrund meiner Erziehung z.B. auch beim kürzlichen Besuch eines schwarzen Bereitschaftsarztes unterlassen – weshalb hätte ich dies tun sollen?), nein, Rassist bin ich schon dann, wenn ich einen Neger Neger nenne. Klar? Ähnlich verhält es sich mit dem Mohrenkopf oder dem Zigeunerschnitzel. Schlimm ist, dass die Verwendung solcher Begriffe mich nicht nur lediglich zu einem Fossil macht, wie es der Fall wäre, wenn ich das Sofa als Canapé anspräche. Nein, ich werde zur rechten Gefahr. Und weshalb? Hier sind wir wieder bei den Gelangweilten und Übersättigten, die neue Sprachregelungen begierig aufsaugen und als Norm setzen wollen. Wieder, immer wieder dieser vorauseilende Gehorsam. Niemand, niemand stellt sich ihnen in den Weg. U-Bahnhof Mohrenstraße? Umbenennung. Sarotti-Mohr? Schon lange fast ausgemerzt. („Das Wort „Mohr“ gibt es bereits seit dem 8. Jahrhundert. „Es geht auf das lateinische ‚Maurus’ zurück, das die Bewohner der nordafrikanischen Provinz Mauretanien bezeichnet“, erklärt der Kasseler Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Andreas Gardt. Quelle: https://theworldnews.net/de-news/ist-das-rassismus-sarotti-mohr-lost-erneut-hitzige-debatte-aus). Man könnte jedoch auch die These hegen, dass die Frankfurter Schule lediglich die ein oder andere Lunte anzünden musste – der Flächenbrand entstand von selbst.

    Bin ich auch Rassist, weil ich wahrheitsgemäß feststelle, dass in Deutschland ansässige Nordafrikaner anteilig mehr Gewalttaten begehen als Deutsche? Selbstverständlich! Habe ich trotz dieser Tatsache gegen „Racial Profiling“ zu sein? Selbstverständlich! Darf ich mir wünschen, dass die Polizei Randalierer auch mal fester rannimmt? Um Gottes Willen!!! Die frustrierten, benachteiligten Kinder!!!

    Dass ca. 10% aller Männer schwul sind, ist nun mal so. Die gab es, die gibt es, lange Zeit machte ich mir keine Gedanken darüber. Als ich vergangenes Jahr zwei männliche Jugendliche knutschend in der U-Bahn-Station sah, empfand ich dies als unangenehm. Und schon fragte ich mich, zermürbt von jahrelanger Propaganda: darfst Du das überhaupt denken? Darfst Du als Familienvater dagegen sein, dass Schwule heiraten und dieselben Vorteile genießen wie Du? Ein kleiner Mann in meinem Ohr sagt laut und deutlich „Ja!“, die Grünen sagen „nein“. Ich habe solche Dinge früher hingenommen, heute muss ich sie befürworten, ansonsten bin ich „homophob“. Ein kleiner Schwulenwitz? Nur noch, wenn ich mir sicher sein kann, dass nur vertrauenswürdige Personen in Hörweite sind.

    Ja, der Kulturkrieg ist in vollem Gange, aber ich stehe neuerdings auf der „falschen“ Seite, obwohl ich nie die Seiten gewechselt habe.

    Als nächstes sind die Bilder, die Denkmäler, die Materie gewordene Kultur dran. BLM macht’s möglich. Ich darf nicht dagegen sein. Ich darf nicht fragen: „welchen Anteil der Bevölkerung stellen Schwarze in den USA?“ Ich darf nicht fragen: „Weshalb begehen sie fast drei mal so viele Gewalttaten, wie ihrem Bevölkerungsanteil entspricht?“ Nein, ich habe die Bewegung zu unterstützen, sonst bin ich schlecht. Die Denkmäler von Südstaatengeneralen werden gestürzt. Country-Fans stehen auf die Flagge der Rebellen. Schlechte Menschen? Bislang musste mich das nichts angehen, aber heute frage ich mich: ist es nicht mehr ausreichend, gegen den Clu-Clux-Clan zu sein? Es wird nicht mehr lange dauern, und dies trifft auch uns…

    Na ja, irgendwie hat es das schon. Vergessen mittlerweile, dass es in der Luftwaffe „Traditionsgeschwader“ gab, die den Namen eines herausragenden Kampfpiloten als Ärmelband tragen durften. Das Jagdgeschwader 74 in Neuburg/Donau trug bis 2005 den Namen „Mölders“. Nun stellte sich heraus, dass Werner Mölders Mitglied der Legion Condor gewesen war – weg war der Name. Dabei galt: „Zeitgleich [mit der Vergabe des Traditionsnamens] wurde die … Kaserne nach einem erfolgreichen jüdischstämmigen Jagdflieger des Ersten Weltkrieges, Leutnant der Reserve und Pour-le-Mérite-Träger Wilhelm Frankl, benannt.“ Nun will ich beides nicht gegeneinander aufrechnen. Beide haben eine Ehrung verdient. Jedoch fällt auf, dass Ersteres durch die Medien ging, Letzteres nicht. Auch ein Umgang mit Sprache als Manipulationsmittel!
    Warum erwähne ich dies? Nun, auch die Amerikaner machen nun die Erfahrung, dass Namen von Soldaten, die auf der falschen Seite standen, nun zur Disposition stehen – dies ganz konkret in Form von Kasernen oder militärischen Einrichtungen. Namen von Schulen. was noch alles? Alles im Namen der Rassismusbekämpfung.

    Wohin führt uns all dies? Die alten weißen Männer – mein Vater, ich – haben dieses Land aufgebaut und später versucht, es noch besser zu machen. Ich, der ich noch da bin, werde durch die Sprache marginalisiert, an die Wand gedrückt, muss meine Worte mit Bedacht wählen, weil sie mich die Existenz kosten können. Gewalttätige nicht-weiße Männer kommen ins Land, ich muss es ihnen überreichen.

    Wie dem auch sei, ob ein „Plan“ hinter all dem steht, wage ich nicht zu beurteilen. Tatsache ist: wollte man dies annehmen – es gäbe ihn. Die Beweise sehen wir jeden Tag.

    Liken

Kommentare sind geschlossen.