NORDSTREAM 2: Produzenten von Öl und Gas verlieren an Macht und Einfluss in der Geopolitik und Geostrategie

(www.conservo.wordpress.com)

Von Dieter Farwick, BrigGen a.D. und Publizist*)

Die gegenwärtige Diskussion um Weiterbau oder Stopp der Pipeline „Nordstream 2“ bleibt an der Oberfläche. Es werden Meinungen, Hoffnungen und Erwartungen ausgetauscht bei wenig belastbaren Fakten.

Es geht aber um die globale Entwicklung der konkurrierenden Energiequellen in der Zukunft. In den nächsten Jahrzehnten wird es dramatische Änderungen in der globalen Geopolitik geben. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Weltregionen. Die EU-Präsidentin von der Leyen setzt ehrgeizige Ziele für Europa. Es muss sich zeigen, ob sie diese auch durchsetzen kann. Zwischen Ankündigung hehrer Ziele und der Verwirklichung gibt es bei ihr – siehe Bundeswehr – große Lücken.

Bislang ist die Produktion von Öl und Gas ein dominierender Machtfaktor in der Weltpolitik . Es gibt erste deutliche Anzeichen, dass sich die politischen Gewichte global verschieben werden – weg von bisher mächtigen Gas- und Öl produzierenden Ländern hin zu High-Tech-Giganten. (siehe „ The Economist“ vom 19. September 2020 mit dem Beitrag „petrostate vs electrostate und dem Special Report „Business und climate change – The great disrupter“).

In 10-30 Jahren werden sich Gewinner und Verlierer herausschälen.

Wer diese Entwicklung negiert oder verschläft, wird der deutschen Autoindustrie in den Niedergang folgen.

In dieser Frage sollten wir zu den Gewinnern zählen.

Haben wir noch den politischen Willen, die Innovationskraft und die Zeit, uns dieser großen Herausforderung zu stellen?

Ein kurzer Blick zurück

 Bis in die heutige Zeit sind die Gas- und Ölproduzenten mit ihren Vertriebsorganisationen im Kartell der OPEC starke und wichtige Player für die globale Energiesicherheit – die Versorgung mit Energie. Sie können nach Absprache im Kartell Preise und Liefermengen bestimmen.

Der autofreie Sonntag in Deutschland im November! 973 war nicht dem Umweltschutz gewidmet. Es war die Reaktion der deutschen Regierung auf Preissteigerungen und Lieferkürzungen durch das OPEC-Kartell.

Der „autofreie Sonntag“ galt für vier Sonntage. Die Autobahnen wurden zu Familienausflügen auf „breiten Radwegen“ genutzt. Die Bundesregierung fasste als Reaktion den Beschluss der Einführung der Sommerzeit und der Planung und Bau von 40 AKW.

Das OPEC- Kartell wollte nach dem Sieg Israels mit diesen Einschränkungen Druck auf Israel und seine Verbündeten erhöhen, was mittel- und langfristig zu einem Wohlverhalten mancher Konsumentenstaaten gegenüber dem OPEC- Kartell führte. Diese Zeiten der offenen Erpressung ändern sich. Der globale Gas- und Ölmarkt wird allmählich zum Käufermarkt aus mehreren Gründen:

Der globale Markt für Gas und Öl ändert sich fundamental – weil der weltweite Bedarf an fossiler Energie schrumpft: durch die Corona-Pandemie, die erneuerbaren Energien,die ihre Marktanteile erhöhen und neue potente Produzenten – wie z.B. Guayana – dazu kommen.

Dazu kommen Flüssiggasimporte aus den Fracking-Unternehmen aus den USA.

Dieser Prozess wird den Weltmarkt verändern.

Bei sich zunehmend verändernden Verhältnissen von Angebot und Nachfrage werden sich die Preise und die Lieferwege verändern. Innerhalb der OPEC wird die Solidarität kontinuierlich abnehmen. Die interne Konkurrenz wird zunehmen – so wie der Preisdruck der „Großkunden“. Von dieser Entwicklung werden besonders Russland und die Vereinigten Staaten betroffen sein. Amerika ist heute der Top-Produzent von Gas und Öl.

Dubai – ein wichtiges Mitglied der Vereinigten Arabischen Emirate – hat diese Entwicklung frühzeitig erkannt und seine Wirtschaft auf die „Zeit nach dem Öl“ mit Erfolg umgestellt.

China hat frühzeitig begonnen, seinen Bedarf an Energie zu diversifizieren – von Afrika über Australien nach Lateinamerika – und diese Lieferketten durch eine modernisierte Marine zu sichern.

China steigert zeitgleich Qualität und Quantität seiner AKW und den Import ausländischer Kohle. Das Durchschnittsalter seiner 48 AKW liegt unter zehn Jahren.

„ The Economist“ widmet dem größten Konkurrenten für die Öl- und Gasversorgung eine Titelgeschichte „21st century power – How clean energie will remake geopolitics“.

Solche Prognosen beachten zu wenig die Folgen für den Arbeitsmarkt – politisch, sozial und kulturell.

Beispiele für diese Folgen gibt es bereits heute in der andauernden Corona-Pandemie. Allerdings gibt es eine dunkle Seite:

„The BP analysis argues that in a world going all out for the share of energy used in the form of electricity would rise from about a fifth in 2018 to just over half in 2050.“ ( s. „The Economist“ Petrostate v, electrostate“ vom 19. September 2020).

Der Strom kommt aus der Steckdose – auch für Elektromobilität und „smart“ Häuser sowie Fahrzeuge, die Computer auf Rädern werden.

Werden moderne Batterien in der Lage sein, Elektrizität in dem nötigen Umfang für Verbrauchsstoßzeiten zu speichern?

Was heißt das für Deutschland?

Es besteht kein Grund zur Panik und Schnellschüssen.

Die Frage sollte nicht reduziert werden auf die Frage nach der Zukunft der Pipeline „Nordstream 2“.

Ihre Wirtschaftlichkeit ist seit Beginn der Planung bezweifelt worden. Es wird leicht übersehen, dass die Fertigstellung einer Pipeline zu niedrigeren Preise für die Konsumenten führt.

Letztlich war es eine – teure – „politische“ Entscheidung von Präsident Putin und dem deutschen Ex-Kanzler Gerhard Schröder. Das wichtige Verhältnis zwischen Deutschland und Russland ist trotz des Baus im Keller. Neben den Baukosten sollten auch die (hohen) Betriebskosten in die Kalkulation für eine Fertigstellung der Pipeline einbezogen werden. Es macht keinen Sinn, gutes Geld „schlechtem“ Geld hinterher zu werfen.

Das angeblich großzügige Angebot des neuerdings spendablen Olaf Scholz, den USA einen Zuschuss von einer Milliarde für den Bau von zwei Terminals für amerikanisches Flüssiggas zu bezahlen, wenn die ihre Einwände gegen die Fertigstellung von Nordstream 2 zurückziehen würden, wurde abgelehnt. Eine weitere Schlappe für den SPD-Kanzlerkandidaten! War es ein Alleingang ohne Rücksprache mit der Kanzlerin und anderen zuständigen Ministern?

Selbst nach Fertigstellung wird Nordstream 2 im globalen Markt eine nachrangige Rolle spielen.

Einzelne OPEC- Staaten werden sich offen oder verdeckt einem Diktat der OPEC zu entziehen, wie es in der Vergangenheit häufiger der Fall war.

Die Reduzierung des Anteils von fossilem Brennstoff muss davon ausgehen, dass der Anteil von fossiler Energie bei rd. 85. Prozent der gesamten fossilen Brennstoffe liegt.

Ein langer Weg liegt vor dem anvisierten Umbruch.

Ein mehrjähriges Moratorium gibt die Chance, eine neue Analyse einzuleiten, die auch die berechtigten Interessen der bisherigen Transitländer Polen und Ukraine und aller Ostsee-Anrainerstaaten sowie natürlich der Energiegroßmacht USA angemessen einbezieht.

Das Moratorium muss alle wichtigen Interessenvertreter einbeziehen.

In dieser Gruppe müssen auch Vertreter mitarbeiten, die besonders auf mögliche Folgen für die Menschen achten.

**********
*) Brig.General a.D. Dieter Farwick wurde am 17. Juni 1940 in Schopfheim, Baden-Württemberg, geboren. Nach dem Abitur wurde er im Jahre 1961 als Wehrpflichtiger in die Bundeswehr eingezogen. Nach einer Verpflichtung auf Zeit wurde er Berufssoldat des deutschen Heeres in der Panzergrenadiertruppe.
Vom Gruppenführer durchlief er alle Führungspositionen bis zum Führer einer Panzerdivision. In dieser Zeit nahm er an der Generalstabsausbildung an der Führungsakademie in Hamburg teil. National hatte er Verwendungen in Stäben und als Chef des damaligen Amtes für Militärisches Nachrichtenwesen.
Im Planungsstab des Verteidigungsministers Dr. Manfred Wörner war er vier Jahre an der Schnittstelle Politik-Militär tätig und unter anderem an der Erarbeitung von zwei Weißbüchern beteiligt. Internationale Erfahrungen sammelte Dieter Farwick als Teilnehmer an dem einjährigen Lehrgang am Royal Defense College in London.
In den 90er Jahren war er über vier Jahre als Operationschef im damaligen NATO-Hauptquartier Europa-Mitte eingesetzt. Er war maßgeblich an der Weiterentwicklung des NATO-Programmes ´Partnership for Peace` beteiligt.
Seinen Ruhestand erreichte Dieter Farwick im Dienstgrad eines Brigadegenerals. Während seiner aktiven Dienstzeit und später hat er mehrere Bücher und zahlreiche Publikationen über Fragen der Sicherheitspolitik und der Streitkräfte veröffentlicht.
Nach seiner Pensionierung war er zehn Jahre lang Chefredakteur des Newsservice worldsecurity.com, der sicherheitsrelevante Themen global abdeckt.
Dieter Farwick ist Beisitzer im Präsidium des Studienzentrum Weikersheim und führt dort eine jährliche Sicherheitspolitische Tagung durch.
Seit seiner Pensionierung arbeitet er als Publizist, u. a. bei conservo.
www.conservo.wordpress.com    29.09.2020

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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36 Antworten zu NORDSTREAM 2: Produzenten von Öl und Gas verlieren an Macht und Einfluss in der Geopolitik und Geostrategie

  1. Dr. Gunther Kümel schreibt:

    „Haben wir noch den Willen und die Innovationskraft“ ???

    Wir schon, aber wir entscheiden nicht.
    „Die“ pfeifen auf unseren Willen, und sie sind die Entscheider.
    Der pefekte Atomreaktor, z.B., war eine deutsche Erfindung: Kaum Uran, sondern das ausreichend vorhandene Thorium als Brennstoff, Kernschmelze ist unmöglich, nur niedrigstrahlender radioaktiver Abfall, keine Endlagerstätte nötig, Reaktor liefert nicht nur Strom, sondern auch Prozeßwärme. Der Reaktor war bereits im Betrieb, mußteaber „aus politischen Gründen“ abgeschaltet und zerstört werden, Patente gingen billig nach China.
    Das ist typisch: deutsche Erfindungen werden abgewürgt. Ein anderes Beispiel: Die in Dt. erfundenen Verfahren zur Herstellung von Benzin aus Kohle wurden von der alliierten Militärdiktatur VERBOTEN, die Patente gingen nach S-Afrika.

    Kernenergie wurde merkelisiert, Energie aus Kohle merkelisiert mit grüner und roter Hilfe.
    Woher soll die Primärenergie kommen, etwa aus dem bißchen Zappelstrom, den Wind und Sonne unter Umweltschäden teuer liefern? !
    Oder soll billiger Strom aus unsicheren Kernkraftwerken an der BRD-Grenze teuer gekauft werden?
    Wir haben jetzt schon die weitaus höchsten Strompreise in EU.

    Fallen Kernenergie UND Kohleenergie weg, so ist billiges Gas ein unbedingtes MUSS!
    Und das Gas aus Russland ist billig, sehr viel billiger als US-Flüssiggas.
    Wieso Ukraine, Polen usw. ein „berechtigtes Interesse“ haben sollten, das günstige Gas aus Russland durch hohe Transitgebühren (ohne Gegenleistung!!!) teuer zu machen, erschließt sich mir absolut nicht.

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    • Mona Lisa schreibt:

      Sagen Sie mir lieber, warum die kein berechtigtes Interesse haben sollten.
      Sie stellen den Transitraum zur Verfügung. Wieso sollten die das für lau machen ?
      Das’n Wegerecht und Wegerecht kostet. Warenzollgebühren sind so alt wie Metusalem.

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  2. Dieter Farwick schreibt:

    Lieber Herr Doktorn Kümel !
    Danke für Ihren fachkundigen Seminar.
    Ich kenne mich in den Einzelheiten nicht so aus – wie Sie.

    Mir geht es darum, die derzeitige Bau zu nutzen, eine nüchterne Analyse über den zukünftigen globalen Energiebedarf und die Bedarfsdeckung – sprich Energiesicherheit – zu untersuchen wie auch die Vertriebsorganisationen.
    Übrigens: Die hohen Betriebskosten entstehen auch, wenn durch Nordsteam 2 wenig oder kein Gas und Öl gießt.

    Aufgrund der demographischen Entwicklung in Russland und der – zu – hohen Aufwendungen für die “ Weltpolitik“ ist Russland für mich nicht der zuverlässige Energielieferant der nächsten Jahrzehnte.
    Außerdem will ich deutsche Leser auf ein großes Problem der Zukunft aufmerksam machen.
    Mit besten Grüßen

    Ihr

    Dieter Farwick

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  3. Semenchkare schreibt:

    Ohne Kernenergie gehts mittel oder langfristig mit uns eh den Bach runter. Ob nun mit oder ohne N2. Steht N2, kann auch hier der Russe irgendwann den Hahn zu drehen, wenn die Russenhetze aus Deutschland das für die erträgliche Maas übersteigt.

    Davor haben etliche Angst. Deutschlands Energiewirtschaft autark zu machen wäre für mich, mit ein oberstes Primat in der Politik. Das Oneworldfetischisten genau das Gegenteil wollen, ist klar.

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    • Dieter Farwick schreibt:

      Lieber Semenchkare !
      Danke für diesen geopolitischen Aspekt, den ich auch für richtig halte.

      Ich glaube nicht, dass mit der jetzigen Regierung und der derzeitigen Grundhaltung der Bevölkerung die Nuklearenergie ein längeres Leben bekommt.
      Eine Politik frei von äußerer Erpressung müsste oberstes Ziel einer verantwortungsbewussten Regierung sein. Im Verhältnis zu China und Russland werden wir schon zu lange erpresst bzw. wir unterwerfen uns freiwillig.

      Mit besten Grüßen

      Ihr

      Dieter Farwick

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  4. Ingrid schreibt:

    Danke Herr Farwick, gut analysiert.

    Ja die Energiepolitik wird die nächsten Jahrzehnte bestimmen. Aber amerikanisches Gas gegt mit großer Umweltverschmutzung daher durch Fracking, das russische Gas ist sauberer, aber das macht uns auch abhängig von Russland.

    Da die Physikerin Merkel die Stilllegung unserer Kraftwerke, im Schnellverfahren, undurchdacht und ohne die Expertenmeinung einfach beschlossen hat, kann das für unser Land zum Desaster werden.
    Deshalb müssten wir Bürger und die Industrie von ihr verlangen, nicht vorschnell zu handeln um unsere Wirtschaft nicht die Energie zu nehmen die sie braucht.

    Wir haben unser Haus mit Wärmepumpen ausgestattet, die unseren Energiebedarf voll auf die Elektroenergie gelegt haben, weil Pumpen laufen. Da wir noch keine Photovoltaikanlage auf dem Dach haben, werden wir das jetzt nachholen um einigermassen autark zu sein, falls es in Deutschland zu großen Schwankungen kommen könnte.

    Es wäre fatal, würden gerade im Winter die Heizungen ausfallen oder die Städte dunkel werden.
    MfG Ingrid

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  5. luisman schreibt:

    Meiner Ansicht werden bei dieser Energieversorgungsdiskussion immer zwei/drei Dinge miteinander vermischt, weil das alles so zentralistisch gedacht wird. Ich meine man muss das vom individuellen Verbraucher her denken, so dass dieser so autark wie moeglich sein kann.

    In den Vorstaedten und auf dem Land, mit hauptsaechlich Einfamilienhaeusern und relativ kleinen Mehrfamilienhaeusern, kann man mit spottbilligen (chinesischen) Solarzellen und den neuen LiFePo Batterien mit 3-5.000 Zyklen Energie-Autarkie erreichen. D.h eine Investition fuer 10 Jahre. Es gibt auch hocheffiziente Holzpellet-Oefen fuer Waerme und Warmwasser. Die Technologie ist heute schon ausreichend, aber z.T. wegen der kleinen Stueckzahlen noch teuer. Manches ist auch wegen Infrastruktur, bloedsinniger Regularien (u.A. CO2 Hysterie) und Steuern/Zoellen zu teuer.

    Fuer Innenstaedte, mit aufeinander gestapelten Wohnschachteln, muss man das o.g. mit klassischen Kraftwerken ergaenzen. Es leben in der BRD zwar ca. 75% der Bevoelkerung in Staedten, aber da werden die Vorstaedte mit eingerechnet, in denen o.g. Szenario moeglich waere.

    Die Industrie soll sich gefaelligst auf eigene Kosten autark machen. Die Betriebe der ehem. IG Farben hatten praktisch immer ein betriebseigenes Kraftwerk. Ob die sich ein Oel-, ein Gas-, ein Kohlekraftwerk oder ein kleines AKW hinstellen, soll deren Sorge sein. Der Staat sollte sich bei denen nicht in deren Entscheidungen und Implementierungsdetail einmischen, sondern sie nur bei nachweisbarer Umweltbelastung und anderen Schaeden zu 100% in Regress nehmen (aber nicht fuer herbeiphantasierte „Klimaschaeden“).

    Diese ganzen Foerderungen fuer „alternative“ Energiequellen, sowie die fuer uns meist unsichtbare Foerderung von Grossanlagen vom Staat sollte komplett eingestellt werden. Was der Staat tut verzerrt den Markt und verhindert Innovationen. Da die BRD kaum ueber fossile oder nukleare Brennstoffe verfuegt, wird sie immer von anderen Laendern fuer die industrielle Energieversorgung abhaengig sein. Die Aufgabe der Politik waere, solche Vertraege nicht durch ideologische Verstrahlung zu verhindern (als Mindestforderung), und ggf. durch dem deutschen Volke zugute kommende Diplomatie zu foerdern – anstatt wie die Gruenlinge alles zu blockieren.

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    • luisman schreibt:

      PS: Dabei koennten sich die „Neubuerger“, welche fuer sonstige Arbeiten unqualifiziert sind, nuetzlich machen (so lange sie noch da sind). In den Wald schicken zum Holz sammeln und tote Baeume zu faellen, um daraus Holzpellets zu fabrizieren. 😛

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      • Mona Lisa schreibt:

        Die könnten auch „vorzeitig“ verspätet abwandern, das sparte viele Energien.
        Bei deren Arbeitstempo sammelten und fällten sie eh nur den Eigenverbrauch.
        Außerdem muss ein gewisser Teil Altholz liegenbleiben, er versorgt die Wälder mit Humus.
        In Australien könnten sie sich als Waldholzsammler nützlich machen, aber selbst die wollen keine überteuerten Kostgänger.
        Dort erreichten die Grünen einen Sammelstop, seither brennen die Wälder wie Zunder. Das Unterholz wirkt in Australiens Hitze wie Streichhölzer.

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    • Dieter Farwick schreibt:

      Lieber Luisman !
      Danke für Ihren sachkundigen, umfassenden Kommentar.
      Für mich steht im Vordergrund die tektonischen Verschiebungen in der Geopolitik.
      Bisherige Gas- und Ölmächte werden an Macht und Einfluss verlieren.
      Sie werden von den “ Elektrogiganten“ abgelöst.

      Mit besten Grüßen

      Ihr

      Dieter Farwick

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  6. you schreibt:

    Auch wenn Frau von der Leyen nicht direkt für die von Martin Schulz SPD, Timmermanns, Southerland und Junckers eingeläutete europäische Misswirtschaft kann, sie führt deren Werk fort und Macron und Merkel die Deutsches Volkseigentum in alle Welt verschenkt hat, nebst Schröder, geben den Ton an und Püppchen von der Leyen muss springen. Die Vorschuss Lorbeeren sind fehl am Platze. Wer sich in der Praxis umhört, weiß auch, dass das Brüsseler Bürokratiemonster jegliche europäische Wirtschaft Aktivität mit absurden Bestimmungen zu Tode reguliert, um selbst noch für geistloses Geschwätz ab zu kassieren. Von wegen Uschi hält Europa zusammen, auch wenn sie nicht die Sprengmeisterin ist, sondern Merkel, sie schaut zu. Das Ziel war eigentlich, dass die europäischen Wirtschaftsnationen wirtschaftlich zusammen wachsen und unabhängig davon jedes souveräne Mitglied, deren Souveränität aufgelöst werden soll, seine eigene Wirtschaft versucht ergänzend mit bilateralen Verträgen mit nicht EU Ländern stabilisieren kann, ohne die von Schröder und den Grünen eingeführte Fremdkapitalerpressung aus dem Ausland. Ich sehe in Nordstream 2 keine Bedenken, da immerhin die Leute aus der DDR mit an den Öl- und Gastrassen gebaut haben und Schröder der in die Finanzoligarchie aufsteigen wolltel, alles verscherbelt hat. Es ist ein bilaterales unabhängiges Abkommen und was macht Frankreich, wo unsere Soldaten ihr Leben riskieren, um als Kolonialmacht Mali mit Rohstoffen aus zu beuten, dann sollte man auch darüber reden, von wegen humanitäre Hilfe. Jedes Land hat seine eigenen bilateralen Verträge über EU Grenzen hinaus und das Merkel verbissen versucht uns multilaterale Knebelverträge für ihre NWO auf zu brummen, um wirtschaftliche Abhängigkeiten zu schaffen, das ist das eigentliche Verbrechen. Der Wirtschaftstraum von Europa der Gründerväter, war in dem Moment vorbei, wo die Falschen an die Macht kamen und mit ihrer Inkompetenz die EU zur Diktatur umgebaut haben. Mit dieser geballten Inkompetenz des Europaparlamentes, denen Gurkenkrümmungswinkel wichtiger sind, als das Menschen genügend auch in Europa zu essen haben, umsonst gibt es die Tafeln nicht und Gier ist auch der Grund, warum eine europäische Wirtschaftsmacht zu Grabe getragen wurde im Größenwahn. . . .

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    • Dieter Farwick schreibt:

      You !
      Danke für Ihren Aufschlussreichen Kommentar, dem ich zustimme.
      In der EU bestimmt Macron mit seiner francophilen Clique den Weg in eine schlechte Zukunft der EU- eine Handels- und Wirtschaftsunion ohne einen politischen Oberbau

      Ich plädiere seit Jahren für eine zeitnahe Auflösung der EU. Als Ersatz sehe ich eine Art “ Hanse 4.0″ ohne einen bescheidene. Wir brauchen kein “ Monster Brüssel“ politischen Überbau
      Als Standort schlage ich eine geschichtsträchtige Stadt in Ostmitteleuropa – z.B. Prag.

      Mit besten Grüßen

      Ihr

      Dieter Farwick

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  7. greypanter schreibt:

    Schade, dass Herr Farwick kein Wirtschaftsexperte ist, sonst würde er berücksichtigen, dass ein knappes Angebot an Energie in Deutschland zu weiter steigenden Preisen führen wird. Daher wäre es unklug, auf Nordstream 2 zu verzichten, welches das Aus für Kohle und Kernkraft abzufedern vermag. In der jetzigen und wohl auch zukünftigen Politik sind Gaskraftwerke die einigen Lieferanten für eine politisch akzeptierte Grundversorgung mit elektrischer Energie. Weil Deutschland vermutlich der wichtigste Devisenbringe für Russland ist, kann es Putin sich keinesfalls leisten, mit der Belieferung Spielchen zu treiben, welche für uns Anlass wären, sich an andere Lieferanten zu binden.

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    • Mona Lisa schreibt:

      Hach, bei dem Thema schlagen die Herzen der Putinlobbyisten hoch und höher.
      Euch gehts doch gar nicht um die deutsche Energieversorgung, Euch gehts um Putins Einfluss in Deutschland.
      Ihr bestreitet den polit. Einfluss den Putin mit der Pipeline hätte. In Wirklichkeit geht es Euch genau um diesen.
      So sieht’s aus !

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      • greypanter schreibt:

        Schaut man über den eigenen Tellerrand hinaus, so erkennt man, dass Putin ein unbedeutender Player in der globalen politischen Szene ist. Da sind weitaus mächtigere Personen am Strippen ziehen. Merkel ist nicht von Putin abhängig, sondern Putin von Merkel. Ohne deren Devisen hätte dieser ähnliche Verhältnisse, wie in Weißrussland.

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        • Mona Lisa schreibt:

          hahaha, so so, plötzlich wieder ein „unbedeutender Player“ – sooo schön.
          Na wenn das so ist, kann uns der Mini ja auch egal sein.
          Ihr wollt also Russland billig ausbeuten, was ?

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      • Hallenser schreibt:

        Ach Mona Lisa, Deine Meinung wird sich spätestens ändern, wenn Du an Dein Ärschli frierest. Natürlich bei der westlichen Überlegenheit und das die grüne Energiewende ein Erfolg ist, glaubst nur Du. Außerdem ging es hier nicht darum Putin zu mögen, sondern um Wirtschaft, aber Dein Haß ist so groß, das Du das nicht auseinanderhalten kannst. Wusstest Du, wenn wir zu viel Strom produzieren, das wir in billig verkaufen und in Belastungszeiten diesen aus dem Ausland teuer zurück kaufen, besonders aus Frankreich, wo die AKW schon auf dem letzten Loch pfeifen. Da ja dort die Grünen an die Macht gekommen sind, dürfte es wohl bald Schuss sein mit gesicherter Energieversorgung. Es ging um Wirtschaft und nicht um Putin!

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        • Dieter Farwick schreibt:

          Lieber Hallenser !
          Danke für Ihren Kommentar.
          Da Putin in Russland ein Alleinherrscher bis 2036 sein kann., bestimmt er, was in Russland geschieht – bislang zu seinem eigenen Vorteil. Er gilt als einer der reichsten Menschen in Russland. Allerdings nimmt der Druck aus der Bevölkerung zu. Nawalny hat Glück gehabt, dass er überlebt hat.
          Putin hat Angst, dass der Funke von Weißrussland überspringen kann.
          Die Demonstrationen im Osten Russland können auch Putin gefährlich werden.

          Mit besten Grüßen

          Ihr

          Dieter Farwick

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        • Mona Lisa schreibt:

          Hallenser,
          Sie haben keine Ahnung davon woran ich glaube und was ich alles ohne russ. Gas kann.
          Sie sind einfach nur ein ddridiot und seit 89 falsch beheimatet. Sie hat man schlicht vergessen einzupacken und mitzunehmen.

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      • Dieter Farwick schreibt:

        Liebe Mona Lisa !
        Danke. Dieses Thema Energieversorgung wird uns noch lange beschäftigen. Die „bösen“ Diktatoren wird als Bremser oder Strippenzieher nicht mehr lange geben.

        Wir brauchen kluge und durchsetzungsfähige Frauen und Männer, die das große Werk anschieben können.
        Die “ alte Hanse“ hat für 450 Jahre den Frieden beschert.

        Mit besten Grüßen

        Ihr

        Dieter Farwick

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    • Dieter Farwick schreibt:

      Lieber greypanter !
      Danke. Ich stimme Ihnen zu, dass ich kein Wirtschaftsexperte bin.
      Ich interessiere mich seit vielen Jahren für Geopolitik und Geostrategie. Die Wirtschaft ist ein wichtiger Faktor, aber nicht alles. So spielt z.B. die demographische Entwicklung eine besonders wichtige Rolle.
      Die “ globale Energiesicherheit“ wird eine Mischung unterschiedlicher Energiequellen werden, die intelligent genutzt werden müssen. Wenn Söder bereits heute das Ende für den Verkauf von KfZ mit Verbrennungsmotoren für 2035 beweist einmal mehr seine Flexibilität und seinen Opportunismus.

      Mit besten Grüßen

      Ihr

      Dieter Farwiuck.

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  8. Dieter Farwick schreibt:

    Liebe Mona Lisa !
    Danke für Ihren Kommentar, den ich allerdings nicht ganz verstehe.
    Wer will Russland ausbeuten?
    Eine Entscheidung, die die Übergangsphase etwas entspannen könnte, wäre die Verlängerung der Laufzeiten für sichere AKW .für eine begrenzte Zeit von 10 Jahren.

    Mit besten Grüßen

    Ihr

    Dieter Farwick

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    • Mona Lisa schreibt:

      Meinen Kommentar muss man im Zusammenhang lesen.
      Ich drehe den Spieß um. Denn wenn Putin nur ein „unbedeutender Player“ und Russland demnach ein drittes Weltland ist, dann kann die Pipeline ja nur ein Versuch sein, Russland billig auszubeuten – nicht wahr ?!

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      • Dieter Farwick schreibt:

        Liebe Mona Lisa !
        Danke. Russland wird kein “ unbedeutender Player“, aber mit seinen ambitionierten militärischen Einsätzen – von Syrien über Weißrussland bis nach Berg-Karabach – steckt er sehr viel Geld in die Modernisierung der Streitkräfte.
        Dieses Geld fehlt für wichtige Investitionen. die Sowjetunion kollabierte durch eine ähnliche Politik.
        Kann oder will nicht aus der Geschichte lernen?
        Für Russland gibt es seit Jahren keine Bedrohung von außen.
        Er will in Augenhöhe mit den USA kommen – ohne die notwendigen Ressourcen. Sein Volk muss die Last tragen. Wie lange noch?
        Nawalny gewinnt weiter an Bedeutung.

        Mit besten Grüßen

        Ihr

        Dieter Farwick

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  9. greypanter schreibt:

    Russland ein ‚unbedeutender Player‘ ?

    Wer sich, wie Herr Farwick, mit weltpolitischen Zusammenhängen beschäftigt, dürfte bemerkt haben, dass in den letzten fünf Jahren die politische Agenda von Sozialisten geschrieben wird. Als Ziel ist der Weltsozialismus mit dem beliebig manipulierbaren Einheitsmensch unter einer Art ‚Weltregierung‘ auszumachen. Diese ‚Weltregierung‘ existiert schon jetzt in der Form von Konferenzen der lokalen Machthaber, wie G5 bis G8, Davos, Bilderberger und ähnlichen, weniger beachteten Treffen, wie die Sicherheitskonferenz in München. Die wichtigen Vereinbarungen werden stets in den Hinterzimmern der Konferenzen unter Ausschluss der Öffentlichkeit getroffen. Unverkennbar ist der große Einfluss von Milliardären, wie Soros und Gates, aber auch den Herrschern von Ölförderländern. Was Putin betrifft, so kann ich nicht beurteilen, in wie weit er am ‚Strippen ziehen‘ im Verborgenen beteiligt ist. Anders sieht es mit China aus, welches an Finanzmacht die obigen Oligarchen bei weitem übertrifft und diese ganz offen ins Spiel bringt. Als weitere Player sind noch die afrikanischen Länder mit ihrem Stimmenkartell in der UNO zu nennen und die ‚Regierung‘ der EU mit vdL an der Spitze und einem willfährigen EU Parlament, das bereit ist, alle sozialistischen Neuerungen unbesehen abzusegnen. Leider scheint Trump die Wichtigkeit dieser weltpolitischen Arena nicht kapiert zu haben und glaubt, sich mit dem Blick auf den eigenen Suppenteller „America first“ begnügen zu können. So scheidet er als Global Player aus und überlässt zwielichtigen Gestalten, wie Soros das Spielfeld.

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    • Dieter Farwick schreibt:

      Lieber greypanter !
      Danke für Ihren kritischen Kommentar.
      Als jahrelanger Beobachter vor Ort bei der Münchner Sicherheitskonferenz kann ich Sie beruhigen. Sie hat keine besondere Bedeutung mehr, im Gegensatz zu der Darstellung vom eitlen Ischinger.
      Die Konferenz ist ein “ Jahrmarkt der Eitelkeiten.
      Im Jahre 2007 habe ich den Auftritt von Putin erlebt.
      Nach der unterwürfigen Einführung von M.war er eiskalt und klar.
      Er erklärte offen das Ende der Zusammenarbeit mit dem Westen, da dieser nach seiner Meinung die Offerten Russlands nicht aufgenommen hatte.
      Im Saal wurde es eiskalt, aber die maßgeblichen deutschen Medien schwiegen.

      Mit besten Grüßen

      Ihr

      Dieter Farwick

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  10. greypanter schreibt:

    Es ist eine Freude, mit Ihnen, Herr Farwik, die weltpolitischen Zusammenhänge zu erörtern. Da gibt es immer unterschiedliche Gewichtungen und unterschiedliche Puzzlesteine, die der Eine sieht und der Andere ignoriert. Mir fiel beispielsweise auf, wie unverschämt China in fremden Küstengewässern die Meere leerfischt, ohne dass irgendein Staat auch nur die geringste Konfrontation mit dem mächtigen China wagt. Darin scheint mir ein wichtiger Grund für die russische Aufrüstung zu liegen: Putin heuchelt zwar Freundschaft mit China, um aus Öl- und Gaslieferungen seinen Profit zu schlagen; im Innersten hegt Putin jedoch ein tiefes Misstrauen gegen seinen übermächtigen Nachbarn und versucht ein eigenes Abschreckungspotential aufzubauen, welches jeden Konflikt in engen Grenzen zu halten vermag. So unternahm China erstaunlicherweise nichts, als Putin ein chinesisches Fischereischiff in russischen Hoheitsgewässern an die Kette legte. Trotzdem fischt China weiterhin illegal in russischen Hoheitsgewässern. Putins politische Handlungsfreiheit ist offensichtlich auf Felder beschränkt, die chinesische Interessen nicht beeinträchtigen. Davon könnte die Politik der EU profitieren, wenn sie überhaupt zu geopolitischen Analysen fähig wäre. Das gegeneinander Ausspielen der beiden Konkurrenten China und Russland könnte für Europa Vorteile bringen.

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  11. Dieter Farwick schreibt:

    Lieber greypanter !
    Danke für Ihren geopolitischen Kommentar.
    China ist heute eine ambitionierte Weltmacht von allen respektiert – besser gefürchtet – von allen Staaten, die Staaten, die vom Handel mit China profitieren(wollen). Es ist ein Jammer.
    Im aktuellen Spiegel gibt es ein Interview mit Nawalny, der die aktuelle und zukünftige Lage in Puten-Russland sehr analysiert. Da ziehen dunkle Wolken auf.
    Mir gefällt der Dialog mit Ihnen.

    Mit besten Grüßen

    Ihr

    Dieter Farwick

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