Werner Heisenberg und die Frage nach der Wirklichkeit

(www.conservo.wordpress.com)

Von Freddy Kühne *)

Was ist es, das die Welt im Innersten zusammenhält?

Gibt es eine von Gott gesetzte Ordnung in der Natur?

Wie es Heisenberg gelang, eine Atombombenentwicklung im Dritten Reich zu verhindern

Schon zu Schulzeiten hat sich Werner Heisenbergs für die neuen wissenschaftlichen Theorien von Max Planck und Albert Einstein interessiert. Obwohl Heisenberg sich auch sehr für Musik und die Natur begeistert, entscheidet er sich für ein Physikstudium.

Das althergebrachte mechanische Weltbild wird durch die Quantentheorie von Max Planck und der Relativitätstheorie von Albert Einstein hinterfragt.  Bei einem Gespräch während eines  Spaziergangs mit Nils Bohr, zu dieser Zeit die führende Figur der Quantentheoretiker, wird der noch sehr junge Student Werner Heisenberg für sein ganzes Leben geprägt.Die Frage heißt nun nicht mehr „Was hält die Welt im Innersten zusammen “ sondern stattdessen „Wie wird die Natur im Innersten der Welt der kleinsten Teilchen zusammengehalten?“ !

Bei seinem Aufenthalt auf der Nordseeinsel Helgoland gelingt Werner Heisenberg der Durchbruch für sein neues Atommodell. Denn er erkennt , dass die Beobachtung und der Messvorgang der Natur selbst auch Einfluss darauf nimmt, wie die  Welt der kleinsten Teilchen erscheinen und existieren: Die Wirklichkeit erscheint so nur als ein Meer von Möglichkeiten, wie die Dinge in der Welt der Elektronen und Atomen erscheinen.

So kann man von festen Elektronenbahnen im Atommodell gar nicht sprechen: Diese Bahnen entstehen erst dadurch, dass wir sie beobachten und messen.

Heisenberg selbst sprach in diesem Zusammenhang von Potentialität: Man kann nur sprechen von Möglichkeiten von Messergebnissen. Das Elektron selbst existiert zwar, aber es hat keine feste vorgeschriebene Bahn.

Zurück an der Universität Göttingen erkennt Heisenberg zusammen mit seinem Lehrer Max Born die Bedeutung von mathematischen Formeln, die diese Möglichkeiten der Wirklichkeiten beschreiben: Diese Formeln wurden anfangs als Matrizenmechanik oder als Quantenmechanik beschrieben.

Damit ist alles, was wir und andere tun, mit entscheidend für die Entwicklung der Wirklichkeit.

Bilder und Erlebnisse  in der Natur und aus der Musik helfen Heisenberg und Schrödinger beim Verständnis der kleinsten Dinge der Welt. Aus dieser Beobachtung heraus entwickeln sie neue mathematische Beschreibungen der Wirklichkeit: So entstehen das Wellenbild und Teilchenbild von Schrödinger und Heisenberg …

Mit dem Zufall als Faktor in Heisenbergs neuer Quantentheorie kann sich Albert Einstein dagegen überhaupt nicht abfinden. Einsteins Aussage dazu lautete „Gott würfelt nicht“.

Für den Physiknobelpreisträger Heisenberg spiegelt die Natur das Gute, Wahre und Schöne. Dem Menschen tritt in der Natur eine göttliche Ordnung gegenüber. Diese göttliche Ordnung spiegelt sich in den physikalischen Gesetzen der Physik wieder – welche durch mathematische Theorien und Formeln beschrieben werden können.

Doch an Heisenberg prallte die Kritik von Einstein nicht folgenlos ab: Heisenberg entwickelte die Theorie von der Unschärferelation: Nach dieser ist  das Verhalten der Elektronen eben  nicht völlig unvorhersehbar, nicht völlig beliebig. Man kann deren Bahnen halt nur ungefähr und  ungenau vorher berechnen.

Auch in den von Heisenberg entdeckten und beschriebenen Formeln –  der Quantenmechanik und der Unschärferelation – zeigt sich Gottes Ordnung. Durch Heisenbergs Unschärferelation zeigt sich: Eine von uns Menschen getrennte Realität ist eine unsinnige Vorstellung –  ist schlicht eine Illusion. Wir Menschen sind eingebunden und eingewoben in das Ganze der  Wirklichkeit. Diese Wirklichkeit zeigt sich als ein Meer von Möglichkeiten, als eine – so von Heisenberg bezeichnete – Potentialität. Dieser Schwebezustand der Welt gewinnt erst durch unser bewusstes Beobachten durch die von uns so wahrgenommene Realität.

So, wie die Teilchen in einer Welle ihren Einfluss auf Höhe, Geschwindigkeit und Richtung der Welle haben, genauso verhält es sich auch mit den kleinsten Teilchen im Innersten der Welt – in der Welt der Atome, Elektronen und Quanten.

Hans-Peter Dürr, Anton Zeilinger und Martin Heisenberg erzählen uns im nachfolgenden Beitrag über Leben und Werk des großen Wissenschaftlers und Physikers Werner Heisenberg.

Unter anderem auch davon, warum Heisenberg nicht – wie viele seiner jüdischen Wissenschaftskollegen – nach Amerika emigrierte, sondern warum er in Deutschland blieb und wie er es auf seine Weise verhinderte, dass das Nazi-Regime zur Atombombe gelangte.

Heisenbergs Versuche, ein internationales Moratorium aller Wissenschaftler zu einem Stop der Atomwaffenforschung  zu gelangen, schlug fehl.

In den USA wurde seine Entscheidung, nicht aus Deutschland zu emigrieren, mit Hohn und Spott und Unverständnis überschüttet und es wurden – völlig aus der Luft gegriffene – falsche Verdächtigungen gegen Heisenberg ausgesprochen. Als in den USA der Durchbruch zur Atombombentechnologie gelang und die USA ihre erste Atombombe auf Japan abwurf, war Heisenberg geschockt und entsetzt.

In den USA derweil machte man sich über Heisenberg weiter lustig: Heisenberg wäre zu „dumm gewesen, eine Atombombe zu entwickeln“…

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*) Freddy Kühne betreibt das Blog http://99thesen.com und ist regelmäßiger Kolumnist bei conservo

www.conservo.wordpress.com    19.09.2020

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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23 Antworten zu Werner Heisenberg und die Frage nach der Wirklichkeit

  1. Politiker-42 schreibt:

    Bitte geben Sie doch an, wie und wo (richtig, er war in Deutschland, aber vermutlich hat er ja irgendwo gearbeitet), in welcher Funktion Heisenberg die deutsche Atombombe verhindert hat. Ich finde nur die Behauptung, aber den entsprechenden, den beweisenden Link finde ich nicht.
    Wo ist der „nachfolgende Beitrag“?

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  2. gelbkehlchen schreibt:

    Das Messen beeinflusst die Messergebnisse. Bei kleinsten Teilchen durchaus vorstellbar. Denn gemessen wird wahrscheinlich mit Lichtquanten, die die kleinsten Teilchen beeinflussen. Ist das so richtig?

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    • Blindleistungsträger schreibt:

      Ich kann nicht dafür garantieren, dass alles 100% richtig ist, aber ich versuche mal mein Glück. Das Problem der Unschärfe tritt bei dem Versuch auf, den Aufenthaltsort sowie die Geschwindigkeit eines Elektrons bei seinem „Flug“ um den Atomkern herum gleichzeitig exakt zu bestimmen. Das ist eben nicht möglich. Bestimmt man die Geschwindigkeit genau, dann ist der Aufenthaltsort völlig unklar. Bestimmt man den Aufenthaltsort genau, dann weiß man nichts über die Geschwindigkeit.
      Im überholten Borschen Atommodell „fliegen“ die Elektronen mit konstanter Geschwindigkeit auf kreisrunden Bahnen um den Atomkern. In dem Fall muss man die Geschwindigkeit nur einmal ermitteln und kann sich danach auf die Bestimmung des Aufenthaltsortes konzentrieren. Dann hat man beide Werte gleichzeitig exakt. Tolle Sache. So verhält sich die Materie aber leider nicht. Werner Heisenberg hat erkannt, dass die Elektronen nicht auf zweidimensionalen, kreisrunden Bahnen herumkurven sondern in dreidimensionalen, nicht unbeding kugelförmigen Raumbereichen (sogenannte Orbitale). Außerdem ist die „Fluggeschwindigkeit“ in diesen Raumbereichen nicht konstant. Man kann also nicht die Geschwindigkeit nur einmal ermitteln und danach nur noch die verschiedenen Aufenthaltsorte, sondern man muss immer beides ermitteln.
      Wie ermittelt man eine Geschwindigkeit? Stellen Sie sich ein Auto vor, das auf einer langen, geraden Straße fährt. Das Auto passiert einen Startpunkt und löst dadurch eine Stoppuhr aus. Genau 100 Meter weiter passiert das Auto einen Endpunkt und stoppt die Stoppuhr. Aus der bekannten Strecke 100 Meter und der gemessenen Zeit kann man die durchschnittliche Geschwindigkeit errechnen. Durchschnittlich deswegen, weil man ja nicht weiß, ob das Auto die 100 Meter mit konstanter oder mit schwankender Geschwindigkeit gefahren ist. Für diese Messung benötigt man etwas Zeit. Es ist nicht möglich, die Geschwindigkeit ohne Zeitaufwand zu bestimmen. Außerdem bewegt sich das Auto während der Messung. Es verändert also seinen Aufenthaltsort. Am Start- und am Endpunkt kennt man den Aufenthaltsort des Autos. Dazwischen ist er wegen der unklaren Geschwindigkeit jedoch unklar. Am Endpunkt kann man zwar die mittlere Geschwindigkeit berechnen. Man kennt aber dennoch nicht die Geschwindigkeit, mit der das Auto gerade am Endpunkt fährt. Das ist das Unschärfeproblem. Man kann beides nur annähernd bestimmen.

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      • gelbkehlchen schreibt:

        Das würde dann ja nicht nur für den Mikrobereich, sondern auch für den Makrobereich gelten.

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        • Blindleistungsträger schreibt:

          Das tut es wohl nicht. Im Bereich der Quanten gibt es Phänomene, die es makroskopisch nicht gibt. Deswegen schrieb ich ja, dass ich nicht sicher bin, dass die Beschreibung zu 100% richtig und vollständig ist. Sie ist der Versuch einer Annäherung unter Einbeziehung von Restwissen aus einigen Semestern Elektrotechnik von vor über 25 Jahren,

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        • gelbkehlchen schreibt:

          Aber nach deiner Beschreibung zur Messung der Geschwindigkeit eines Autos würde diese Unschärferelation auch für die 100m Meßstrecke gelten. Denn es ist ja richtig: Man misst nur die Durchschnittsgeschwindigkeit, und weil man nur die Durchschnittsgeschwindigkeit misst, kann man den Aufenthaltsort des Autos auf der Meßstrecke nur ungefähr berechnen.
          Beim Beschleunigen und Bremsen während der Meßstrecke kämen unterschiedliche Geschwindigkeiten vor und andere Aufenthaltsorte als wenn man die Durchschnittsgeschwindigkeit voraussetzt. Hätte man allerdings genaue momentane Werte für die Beschleunigung (Bremsen ist negative Beschleunigung) könnte man durch einmalige mathematische Integration die Geschwindigkeit und durch 2malige Integration den Weg, also den Aufenthaltsort bestimmen.
          Vor dem GPS hat man das, so viel ich weiß, bei Flugzeugen so gemacht. Die hatten ein 3dimensionales Meßsystem für Beschleunigung, so ähnlich wie wir Menschen das in unserem Ohr haben. Daraus konnte man durch mathematische Integration Geschwindigkeit und Weg (Aufenthaltsort) bestimmen.

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        • luisman schreibt:

          gelbkehlchen et al: Mit der Newtonschen Physik und Vorstellungswelt kommst du da nicht weiter. Man kann Einzelatome weder sehen (egal wie toll das Mikroskop ist), noch direkt messen. Man kann nur indirekte Messungen durchfuehren und die Ergebnisse an den Modellen spiegeln. Einfach ausgedrueckt: Wenn ich Atome der Art x mit Irrsinnsgeschwindigkeit and die Wand aus Material y klatsche, bzw. auf andere Atome prallen lassen, muss nach dem Model a,b und c passieren. Wenn man dann alle Messfehler moeglichst gering gemacht hat, genug Versuche, um den statistischen Messfehler heraus zu rechnen, kommt man darauf, dass gewisse kleine ‚Fehler‘ nicht weggehen. Damit modelliert man dann noch kleinere Teilchen (man weiss nicht wirklich ob das Teilchen sind oder Eigenschaften schon bekannter Teilchen), z.B. Quarks.

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        • gelbkehlchen schreibt:

          @luisman: Heißt das, dass sehr viel auf Vermutung und Theorie besteht, weil wir in den kleinsten Dingen nicht einsehen können?

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        • luisman schreibt:

          Die physikalischen Formeln sind „die Theorie“, die anfangs auf einer Vermutung beruhen.
          Sieh mal die Wurfparabel-Formel an. Wenn ich einen harten Ball mit glatter Oberflaeche werfe, passt die auch fast ideal. Wenn man z.B. einen Federball/Wattebausch/Teebeutel wirft muss man den Luftwiderstand beruecksichtigen. Bei einem Frisbee dann auch noch Auftrieb usw.
          https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Huellkurve_wurfparabel.svg
          https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Mplwp_ballistic_trajectories_badminton.svg
          Wenn man also z.B. ein Experiment mit einem unbekannten Wurfobjekt macht, erkennt man an den Wurfparabeln, um welches Objekt es sich handeln koennte.

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    • 99Thesen schreibt:

      Da die Masse im Mikro / Nano / Quantenbereich sehr gering ist, wirkt sich der Messvorgang des Menschen z.B. mittels Lichtwellen direkt auch auf die Bahn und ggf. Richtung des gemessenen Elektrons aus. Die Unschärferelation besagt , dass man entweder die Geschwindigkeit genau messen kann, dafür aber dann den Ort quasi kaum bestimmen kann – oder man bestimmt den Ort genau, dafür aber die Geschwindigkeit sehr sehr ungenau. Um diese Unschärfe zu verkleinern können Wellenpakete (Lichtwellen) mit unterschiedlichen Wellenlängen verwendet werden beim Messvorgang. Dann kommt man zu „mittleren“ Ergebnissen, aber dennoch bleiben diese unscharf und der Mensch beeinfluss mit der Messung selbstverständlich dann die Welt der kleinsten Teilchen. Die Unschärfe gilt im Makrobereich mit hohen Massen nicht, da dann die eingesetzten Lichtwellen natürlich keine oder kaum Auswirkung auf Körper mit hohen Massen haben.

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  3. Semenchkare schreibt:

    Das bezieht sich, soweit ich es verstehe, rein auf das energetische masselose Vorstellungsbild der Subatom-Teilchen. Eine zeitlich punktuelle Ortszuweisung mit einer zugewiesenen (zeitlich begrenzten) Eigenschaft. Hier könnte die Stringtheorie andocken, quasi als „verwaschene“ (ist und ist nicht) Vorstufe zur Materiebildung, wie sie durch Anhäufung von Atomen in Molekülen und daraus resultierenden Molekülketten/verbindungen, aus denen alles existiert.
    Eine „Bindeschicht“ zwischen unserem Raum und postuliertem Subraum.

    Denn nur vom Subraum aus könnten sich andere Universen nachweisen lassen, weil der Beweiser ausserhalb dessen steht. Stehen muss.

    Fische sehe ich im Teich vom Rand, weil das Wasser bis zu einer gewissen Tiefe durchsichtig ist. je tiefer je unschärfer, da dunkler.

    Also, ist die direkte Nachweisbarkeit der Interaktionen mittels Information (verwaschen) und damit wiederum Energie, als Trägermedium unzulänglich.
    Oder?

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  4. luisman schreibt:

    Hat dies auf Nicht-Linke Blogs rebloggt.

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  5. Ingrid schreibt:

    Die kleinsten Teilchen haben in der Masse die größte Kraft. Das Universum besteht Größtenteil aus kleinen Teilchen und Masse.
    Genauso ist alles aufgebaut, schaut euch nur euren Körper an, er funktioniert im Kleinen.
    Das beweisen uns auch die Viren, deren Kraft übersteigt die unsere.

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  6. Ulfried schreibt:

    Bereits Max Planck erkannte, daß die Schwingung in der Materie also die Kraft welche die Teilchen im Atom in ihrer Umlaufbahn hält einem geistigen Willen unterliegt.

    MAX PLANCK (1858 – 1947) bemerkte hierzu in seiner berühmten Rede von 1944 auf einem Physiker- Kongress in Florenz über „Das Wesen der Materie“:
    „Meine Herren, als Physiker, der sein ganzes Leben der nüchternen Wissenschaft, der Erforschung der Materie widmete, bin ich sicher von dem Verdacht frei, für einen Schwarmgeist gehalten zu werden.
    Und so sage ich nach meinen Erforschungen des Atoms dieses: Es gibt keine Materie an sich.
    Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Alls zusammenhält. Da es im ganzen Weltall aber weder eine intelligente Kraft noch eine ewige Kraft gibt – es ist der Menschheit nicht gelungen, das heißersehnte Perpetuum mobile zu erfinden – so müssen wir hinter dieser Kraft einen bewußten intelligenten Geist annehmen. Dieser Geist ist der Urgrund aller Materie. Nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche – denn die Materie bestünde ohne den Geist überhaupt nicht – , sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre! Da es aber Geist an sich ebenfalls nicht geben kann, sondern jeder Geist einem Wesen zugehört, müssen wir zwingend Geistwesen annehmen. Da aber auch Geistwesen nicht aus sich selber sein können, sondern geschaffen werden müssen, so scheue ich mich nicht, diesen geheimnisvollen Schöpfer ebenso zu benennen, wie ihn alle Kulturvölker der Erde früherer Jahrtausende genannt haben: Gott! Damit kommt der Physiker, der sich mit der Materie zu befassen hat, vom Reiche des Stoffes in das Reich des Geistes. Und damit ist unsere Aufgabe zu Ende, und wir müssen unser Forschen weitergeben in die Hände der Philosophie.“ (Lit.: Archiv der Max-Planck-Gesellschaft)

    Als katholischer Christ weiß ich, daß Max Planck damit recht hat. All meine Recherchen bestätigen diese These. Derzeit löse ich meine umfangreiche Bibliothek auf und habe Vieles an ein befreundetes Ehepaar übergeben. Viele Dokumente habe ich an Freunde nach Österreich und Süd- Tirol verschickt. Ich freue mich, daß alles was mir wert und teuer ist sich in guten Händen befindet, falls ich hier mal abberufen werde. Doch daran denke ich noch nicht. Übernächste Woche geht wieder eine Tour mit LKW los. Freue mich schon darauf.
    Kommende Woche ist Kartoffel- Lese angesagt – dieses Jahr eine sehr gute Ernte.
    „Darum genieße ich das Leben,
    es ist mir als Gottes Geschenk gegeben.
    Was ich löse oder binde auf Erden,
    wird mir im Himmel berechnet werden.“ (eigener Vierzeiler)
    ORA ET LABORA LG Ulfried

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    • Politiker-42 schreibt:

      Ulfried,
      Ihren Beitrag finde ich sehr bereichernd. Danke.
      Die Aussagen von Max Planck sind natürlich sehr abstrakt. Das, was er „Gott“ nennt, ist keinesfalls ein persönlicher Gott, wie ihn die kath. Kirche predigt, ein Gott, der sich angeblich um das Geschick jedes einzelnen Menschen kümmert und darüber auch noch „Buch führt“. Ein Gott, der, ganz menschlich, sogar eigene Fehler eingesteht und etwas bedauert.

      Nicht ohne Grund verlangt die Bibel: „Du sollst dir kein Bild machen“. Alle diese Bilder werden letztlich widerlegt oder obsolet. Wo sind heute die Götter Ägyptens? Wo wird einst Jahwe enden, der geschaffen wurde, um einen Teil, nur einen Teil, der Kinder Abrahams, das spätere jüdische Volk zusammenzuhalten und nur dieses.
      Den „Gott“ des Max Planck finden Sie in der christlichen Mystik, aber auch in der indischen Philosophie. Die nennen das dann Atma oder Atman.
      Bezeichnend:
      Max Planck gibt nicht an die christliche Kirche und deren Lehre weiter, sondern an die Philosophie.
      Die Fiktion des persönlichen Gottes ist sicher psychologisch sehr hilfreich, ist tröstlich, hält aufrecht, stärkt den Menschen. (Sie sehen das z.B. auch in jedem buddhistischen Tempel, wobei Buddha ja gerade kein Gott sein wollte.) Die Welt aber hat dieser Gott nicht geschaffen und er hält sie auch nicht zusammen. Da wäre Max Planck wohl falsch interpretiert.

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    • gelbkehlchen schreibt:

      Hallo Ulfried, sehr gut, was du da geschrieben hast. Ich sehe die hochintelligente Mathematik in der Physik, im ganzen Universum als starken Hinweis darauf, dass es einen hochintelligenten Geist gibt, der diese hochintelligente Mathematik im Universum geschaffen hat und damit auch das Universum. Ich nenne ihn Schöpfergott. Denn ich glaube nicht, dass diese hochintelligente Mathematik allein durch Zufall entstanden ist. Wenn man nur die Formel Kraft = Masse mal Beschleunigung nimmt, die eigentlich folgendes bedeutet:
      die Ableitung des Ortsvektors eines Massenpunktes in seinen 3 Raumrichtungen nach der Zeit ist der Geschwindigkeitsvektor in seinen 3 Raumrichtungen. Mit Ableitung ist die Ableitung gemeint, die man nach den Regeln der Differenzialrechnung bildet.
      Die Ableitung des Geschwindigkeitsvektors nach der Zeit in seinen 3 Raumrichtungen ist der Beschleunigungsvektor in seinen 3 Raumrichtungen.
      Und dieser Beschleunigungsvektor mit einem Malzeichen verbunden mit der Masse des Massepunktes ist dann gleich der Kraft mit ihren 3 Raumrichtungen, die auf den Massepunkt wirkt. Newton hat das herausgefunden.
      Und das ist nur eine von vielen mathematischen Formeln in der Mechanik, und es gibt etliche mathematische Formeln in der Elektrotechnik, der Thermodynamik, der Optik, usw.
      Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese hochintelligente Mathematik allein durch Zufall entstanden ist. Wir Menschen haben sie gefunden durch einen langwierigen geschichtlichen Prozess, aber wir haben diese hochintelligente Mathematik nicht in das Universum hineingelegt. Dazu sind wir nicht fähig. Ich denke, dass es ein höherer Geist ist, den ich Schöpfergott nenne, der nicht nur diese hochintelligente Mathematik geschaffen hat, sondern auch das Universum.
      Auch der Vorgänger von Newton, Galileo Galilei, sagte schon, die Mathematik ist die Sprache der Natur.

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    • 99Thesen schreibt:

      Sehr gut formuliert und zutreffend. Auch wir Menschen bestehen nur aus kleinsten Teilchen, die nur durch Kraftfelder zusammengehalten werden. Nur ein genialer Schöpfer kann solches berechnen, programmieren und „produzieren“.

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    • 99Thesen schreibt:

      Gute Aussagen dazu kommen vom evangelikal geprägten Prof. Dr.Werner Gitt ; Mathematik-Dozent: Er hat dazu die neuen Grundsätze bzw. Grundgesetze der Informationstechnologie aufgestellt. Der oberste Leitsatz heißt: „Im Anfang war die Information“. Analog zur Bibel „Im Anfang war das Wort (Logos).“
      Den Vortrag finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=Kf6nEbsoz9Q

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  7. Centurio schreibt:

    „Muss endlich aufhören“: Seehofer wehrt sich gegen Kritik an Flüchtlingspolitik
    https://www.focus.de/politik/deutschland/groko-im-news-ticker-dreht-in-dieser-frage-durch-kretschmer-geht-wegen-nord-stream-2-auf-maas-los_id_12157954.html

    „Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) rechnet für das Jahr 2020 mit höchstens 100.000 Asylsuchenden in Deutschland. „Wir werden nach jetzigem Stand in diesem Jahr weniger als 100.000 Migranten aufnehmen“, sagte Seehofer der „Bild am Sonntag“. Dies sei auch ein Grund, warum die Aufnahme von rund 1500 Flüchtlingen aus dem abgebrannten griechischen Lager Moria vertretbar sei.“

    Der Familiennachzug auch mit einkalkuliert oder ist das wieder einer dieser typischen Manipulationen bei Berechnungen von genauen Zahlen ???

    Nun ist es amtlich und es ist offiziell bewiesen. Seehofer ist neben Frau Merkel der größte Vollidiot in der Bundesregierung. Unfassbar…

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    • Mona Lisa schreibt:

      Der untersteht einer höheren Macht.
      Denn die Frage lautet nicht : wieviele sind jährlich vertretbar ?
      Die Frage lautet : warum überhaupt, und wann ist schluß damit ?

      Soll er doch mal erklären, warum er derjenige sein will, der sich am meisten dafür eingesetzt hat, dass es überhaupt eine vage Begrenzung geben soll.
      Wo hat er sich eingesetzt, bei wem genau und gegen welche Widerstände ?
      Ich will Namen und Fakten, keine mystische Verschwörungstheorie, die er nur verschwiegen andeutet.

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  8. Centurio schreibt:

    Versicherte sollen Milliarden für Corona zahlen
    https://www.geolitico.de/2020/09/16/versicherte-zahlen-milliarden-corona/

    „Die Regierung bricht ihr Versprechen. Obwohl sie per „Sozialgarantie“ die Stabilität der Sozialbeiträge zusagte, müssen Versicherte nun für Corona draufzahlen.“

    Und das obwohl die Zahl der Corona-Intensiv patienten auf einem Rekord-Tiefstand ist
    Trotz „explosiver“ Zahlen: Krankenhäuser reduzieren Corona-Betten
    https://www.journalistenwatch.com/2020/09/20/trotz-zahlen-krankenhaeuser/

    Wegen Corona-Unterbelegung: Klinik-Rettungsschirm wird nicht verlängert
    https://www.mmnews.de/politik/149974-wegen-corona-unterbelegung-klinik-rettungsschirm-wird-nicht-verlaengert

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