Prometheus, Beethoven und die Liebe zur Musik

 (www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmes

Sozialer Kitt: Musik verbindet – Kent Nagano schreibt an Beethoven

Musik ist Kommunikationsmittel und sozialer Kitt – und immer auch eng verbunden mit Spiritualität. Viele Weltreligionen und mythische Erzählungen schreiben Musik einen göttlichen Ursprung zu (z. B. „Freude, schöner Götterfunke“):

„Freude, schöner Götterfunken, Tochter aus Elisium,

Wir betreten feuertrunken Himmlische, dein Heiligthum.“

Schon in der Antike galt Musik als Geschenk des Gottes Apoll an die Menschen. Musik, Kunst und Kreativität beweisen sich immer von neuem als eine Grundeigenschaft des Homo sapiens. Und eine sehr wesentliche Eigenschaft kommt hinzu: Musik verbindet.

Man kann Musik spielen oder hören, z. B. um Konflikte zu lösen, um Kulturerbe zu erhalten oder einfach, um (inneren) Freiraum zu schaffen. Musik ist viel mehr als nur ein schöner Zeitvertreib. Musik kann Balsam für die Seele sein, aber auch die geistige undsoziale Entwicklung von Kindern fördern. Selbst Erwachsene können vom Musizieren profitieren – es mobilisiert das Gehirn und produziert Glückshormone.

Musik kann Emotionen auslösen, kann beim Zuhörer Gänsehaut verursachen.

Außerdem verbindet sich Musik manchmal mit persönlichen Ereignissen. Wird sie wieder gehört, dann kommen auch die Erinnerungen an erlebte Situationen wieder, genauso wie dabei empfundene Gefühle.

Die Wirkung von Musik auf den Menschen läßt sich nicht verleugnen. Doch abgesehen vom subjektiven Glücksgefühl, welches zum Beispiel durch sein Lieblingsmusikstück ausgelöst werden kann, lassen sich auch objektiv meßbare physiologische Veränderungen feststellen. Musik hat einen großen Einfluß auf die körperliche Befindlichkeit und wirkt auf die Körperrhythmen, also auf die Herzfrequenz und die Intensität des Pulsschlags. Dadurch steuert Musik den Blutdruck und somit auch die Gehirnaktivität. So reicht ein Weihnachtslied oft aus, um jemanden in Weihnachtsstimmung zu versetzen.

In diesem Zusammenhang funktioniert Musik wie eine Art Sprache, in der bestimmte Ereignisse kodiert sind. Das zeigt sich besonders deutlich bei Filmmusik, zum Beispiel Horror- oder Spannungsmusik.

„Musik ist relativ interpretationsoffen. Es ist kein konkretes Medium, aber es ist ein feierliches und ein der Sprache entfremdetes Medium. Das macht vielleicht gerade dieses Ungefähre und Glaubensähnliche der Musik aus.“ (Eckart Altenmüller, Neurologe und Musiker)

Musik sei in den Religionen allerdings nicht unumstritten. Im Islam gebe es einerseits sehr strenge Lager, die Musikausübung strikt ablehnen, während im Sufismus gerade Musik und Tanz den Weg zur Spiritualität eröffnen. Auch im Christentum gab es lange Zeit Bestrebungen, den Einfluß der Musik zurückzuschrauben, sagt Altenmüller. Nicht so jedoch bei Martin Luther:

„Luther hat ganz explizit die Musik genutzt, um den Glauben zu stärken und vor allem natürlich auch mit seinen phantastischen Liedern die Gedächtnisbildung beim Menschen anzusteuern. Es ist ja so, daß Singen auch der Gedächtnisbildung förderlich ist.“

Altenmüller weiter: Im Laufe der Evolution habe Musik eine wichtige Rolle dabei gespielt, Zugehörigkeit und Identität zu stiften:

„Musik war ein wunderbares Mittel, um Gruppen zu organisieren, Arbeitsteilung zu organisieren, Gruppen zu synchronisieren. Gleichzeitig war es aber auch eine Möglichkeit, um mit dem Problem fertig zu werden, daß wir endlich sind (…) Im Zen Buddhismus treten Mönche mit den Tönen ihrer Bambusflöte in Kontakt mit verstorbenen Familienangehörigen. Und auch europäische Komponisten haben die transzendente Kraft der Musik in ihren Werken heraufbeschworen.“

Musik ist Gottesdienst

„Bei Richard Wagner ist die Musik und auch das Bühnenwerk eine Art von Parallel-Gottesdienst, der in Bayreuth auf dem Grünen Hügel inszeniert wurde und heute auch zum Teil noch inszeniert wird. Oder wenn Sie die Lukas-Passion von Penderecki anschauen, dahinter steht der Glaube, dass Musik mehr für uns bedeutet als nur ein akustisches Phänomen. In Momenten, wo ich starke Emotionen habe, Gänsehautgefühle, wenn wunderbare Stimmen erklingen, dann habe ich schon das Gefühl, dass ich da in einer anderen Welt schwebe. Der Himmel kommt zwar nicht unbedingt zu mir, aber ich komme vielleicht dabei auch in den Himmel.“

—–

Warum habe ich diese Gedanken vorangestellt?

In unserer schnellebigen, hektischen Zeit scheint uns die Muße abhandengekommen zu sein. Wir haben keine Zeit mehr für Dinge, die scheinbar nebensächlich sind, oder für Dinge, mit denen wir kein Geld verdienen. Dabei verlieren wir das Gefühl dafür, was unserem Körper, unserem Geist und unserer Seele guttut. Alles scheint überlagert vom Kommerz, vom Streben nach Leistung und Geld. Daß wir unser Ich aber auch belohnen müssen für all die täglichen Mühen, vernachlässigen wir sträflich.

Halten wir doch bitte einmal inne und bemühen uns, in uns hineinzuhorchen. Diese Kunst scheint zwar ausgestorben, aber wir können sie wieder aufleben lassen. Eine erfolgversprechende Therapie bietet dabei gerade die Musik.

Lesen Sie bitte, was der international berühmte Dirigent Kent Nagano in seinem großartigen Brief an Ludwig van Beethoven vor zwei Tagen schrieb:

Brief an Beethoven – oder: „Sie sind ein Prometheus, der uns Menschen Feuer gibt“

In seinem Brief an Beethoven, abgedruckt im DlF, versetzt sich Dirigent Kent Nagano zurück in das Hamburg zu Zeiten des Komponisten – und zieht viele Parallelen zur aktuellen Zeit.

Was für Nagano schon damals sicher scheint: „Ihre Stimme wird noch lange Zeit unseren Nachkommen in den Herzen klingen.“

7. September 1825,

Euer Wohlgeboren, hochverehrter Meister, Monsieur Compositeur!

Gestatten Sie mir, auf Empfehlung des hochgeschätzten Kollegen Louis Spohr, dass ich mit einer Bitte mich an Sie zu wenden wage. Ich selbst bin Kapellmeister des Orchesters der Gänsemarkt-Oper in der Hansestadt Hamburg.

Wir bedienen eine freiheitlich und fortschrittlich gesinnte, zugegeben dem ökonomischen Denken engstens verbundene bürgerliche Öffentlichkeit.

„Die Musikliebhaber Hamburgs schätzen die Musik aus Ihrer Feder“

Wir planen und würden sehr gerne ihre erst kürzlich in Wien aufgeführte neueste Symphonie aufführen, die ja für mächtig Furore gesorgt hat. Man spricht sehr viel darüber, in allen größeren Städten in unseren deutschen Landen wie eben auch hier bei uns im Norden.

Überhaupt, ihre Person und Ihre Musik, die Sie uns geschenkt haben, sind in privaten und öffentlichen Kreisen sehr viel im Gespräch. Unsere Musikkenner, aber auch die Musikliebhaber Hamburgs, schätzen die Musik aus Ihrer Feder, egal, ob Klaviervariationen und -sonaten, ob Kammermusik oder eben Ihre Symphonien.

Diese möchten wir demnächst allesamt als Zyklus in einer festlichen musikalischen Feier zu Ihren Ehren aufführen. Schon daraus können Sie entnehmen, wie die musikalische Stimmungslage hier an den Ufern der Elbe ist. Seit die Franzosen vor einiger Zeit unsere Stadt verlassen haben, hat sich hier so manches verändert und ist vieles in Schwung gekommen, auch wenn vielfach zur Belastung der Bürger.

Da sind zum Beispiel die vielen Migranten, die von unserem Hafen aus nach Amerika wollen, getrieben vor allem von wirtschaftlicher Not überall in Europa, oder auch aus Gründen der Religion. Der Umgang mit ihnen, wenn sie längere Zeit zum Bleiben verurteilt sind, ist nicht immer angenehm für die Einheimischen. Immer wieder lauern Cholera und Seuchen im Dunkel unseres Gängeviertels, und das nimmt uns viel von unserer Freude am Leben.

Wir haben Wohnungsnot, da immer mehr Leute von Außen kommen, um in den neuen Fabrikbetrieben Arbeit zu finden. Auch die Wanderarbeiter bereiten Probleme. Sie können sich vorstellen, welche hygienischen Verhältnisse hier herrschen.

Aber auch die Ausbreitung bestimmter politischer und sozialer Gesinnungen macht dem Bürgertum hier zu schaffen.

„Ihre Stimme wird noch lange Zeit unseren Nachkommen in den Herzen klingen“

Doch im Gegenzug zeigt Hamburg auch viel neuen Gestaltungswillen. Überall wird von Reformen gesprochen, überall gründen sich Vereine und Gesellschaften, die sich den neuen sozialen Herausforderungen stellen. Überall Sozietäten, welche die Ausprägung einer neuen Gesellschaft und deren Strukturen im Blick haben. Dazu gehört auch im weitesten Sinne eine „Philharmonische Gesellschaft“, die hier wie ähnlich andernorts in deutschen Städten in den Köpfen spukt. Diese Gesellschaft soll darauf angelegt sein, der musikalischen Kultur unserer Stadt ein Gesicht, ein Hamburger Gesicht zu geben.

Eigentlich brauche ich es Ihnen nicht zu sagen, aber Ihre Stimme, hochgeschätzter Meister der Tonkunst, ist in diesem Zusammenhang die stärkste Stimme, nicht nur hierzulande, sondern in ganz Europa; und so von Energie geladen ist sie und zugleich allen menschlichen Stimmungen offen. Diese Ihre Stimme wird noch lange Zeit unseren Nachkommen in den Herzen klingen, um über Krisen und Katastrophen hinwegzukommen und den Glauben an bessere Verhältnisse nicht verlieren zu müssen.

„Ihr ganzes musikalisches Schaffen hören wir als Zeichen der Hoffnung“

Hochverehrter Meister! Wir wollen die Gründung unserer „Philharmonischen Gesellschaft“ als ein großes und für unsere Nachwelt von äußerster Bedeutung bleibendes Ereignis feiern. Wir Menschen brauchen Zuversicht angesichts der Schönheit und Sinnenhaftigkeit der Musik und der Künste; wir müssen den Blick wagen in die Zukunft von Welt und Mensch.

Und genau das ist es, was Ihre musikalischen Schöpfungen ausmacht und diese uns eine Lebensstütze und Hilfe sein lässt. Sie sind ein Prometheus, der uns Menschen Feuer gibt und die Schmiede für neue Gestaltungen vorbereitet.

Ihr ganzes musikalisches Schaffen hören wir als Zeichen der Hoffnung und eines Aufbruchs, aber eben auch einer Kampfbereitschaft, die Grenzen sprengt, so wie Sie es in Ihrer letzten Symphonie gemacht haben, wo Sie vor allem im Finalsatz alle Register eines vielstimmigen und trotzdem der Harmonie verpflichteten Appells ziehen. Gewaltig, was sie da zur Sprache bringen!

Sie sagen „Nein“ zur Restaurierung von alten gesellschaftlichen Verhältnissen; Sie sagen „Ja“ zu Würde und Freiheit des Menschen, und vor allem als Basis dafür, zu Bildung und Glauben an Herz und Vernunft des Menschen. Wir brauchen Zukunft, wir brauchen „Weitergehen“, das sei der Sinn der Schöpfung – so haben Sie selbst einmal gesagt, wie ich als Zitat es gelesen habe.

Ihr Werk enthält diesen Gedanken in einer Sprache, die jeder von uns, die alle Menschen verstehen. Es ist I h r e musikalische Sprache, in der w i r uns wiedererkennen, es ist unsere musikalische Sprache!

Hätten Sie Muße und Zeit, wären Sie uns gewogen, sind Sie gesund und wären bereit, uns die unschätzbare Ehre zu geben, ein Stück Musik von Ihnen zur festlichen Aufführung und zur Erinnerung an Ihre schöpferische Kraft zu erhalten?

Ihr ergebenster Kent Nagano

—–

*) Kent Nagano Kent Nagano, Geboren: 22. Nov. 1951, Berkeley, Kalifornien, ist ein US-amerikanischer Dirigent mit japanischen Wurzeln. Kent Nagano wuchs in Morro Bay, Kalifornien auf. Sein Vater George Kimiyoshi war Architekt und Mathematiker, seine Mutter Ruth Okamoto war Mikrobiologin und Pianistin. Beide hatten an der University of California, Berkeley studiert. Naganos Großeltern väterlicherseits waren 1917 von Japan nach Kalifornien ausgewandert. (Wikipedia)

www.conservo.wordpress.com      15.10.2020

Über conservo

ÜBER MICH, CONSERVO Liebe Leser, dieser Blog ist ein besonderer Blog. Er wurde 2010 von Peter Helmes gegründet, und ich führe ihn seit dem 1.11.2020 in seinem Sinne fort. Dieser Blog ist konservativ, er ist christlich, und er ist abendländisch. Allein das macht ihn in den diesen unruhigen Zeiten zu einem Exoten. „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8, 12) Heute steht alles auf dem Kopf. Was früher noch galt, gilt heute nicht mehr. Grenzen wurden aufgehoben, Geschlechter abgeschafft, die traditionelle Familie ist unter Dauerbeschuss, wer am meisten Minderheitenmerkmale auf sich vereint, darf – zumindest in Deutschland – fordern, was er will. Das Christentum steht weltweit mit dem Rücken zur Wand. Lau sind sie geworden – die Christen hier im Lande, aber auch die orientalischen Christen, die sich nach der Flucht aus dem Orient hier ein neues Leben aufbauen konnten, und dennoch angesichts der Islamisierung schweigen. Finanzstarke und einflussreiche Interessengruppen unter Klaus Schwab, Bill Gates, George Soros u.v.m. setzen weltweit den Great Reset mit seiner neofeudalistischen Ökodiktatur mittels Massenmigration, Globalisierung, Plandemien und mit Hilfe gekaufter Politiker, Journalisten und „Sozialen“ Medien gegen die Interessen der Völker mit nie gekannter Brutalität durch. Die geistige und seelische Not der Menschen steigert sich tagtäglich inmitten dieser finsteren Zeit. Gerade westliche Menschen scheinen jeglichen Halt, Glauben und ihre natürliche Wehrhaftigkeit verloren zu haben. Jeder wird im Leben auf seinen Platz gestellt. Jedes Volk hat sein Schicksal und muss es in seinem eigenen Land bewältigen. Migration und der entgrenzte Einheitsmensch sind nicht unsere Bestimmung. Dennoch wird erneut versucht, dem Menschen als freiem und göttlichem Wesen unter Tarnworten wie „Solidarität“, „Vielfalt“ und „Humanität“ die teuflische Gleichheitslehre des Kommunismus aufzuerlegen. Dies ist wider die Natur und wider jedes menschliche und göttliche Gesetz. „Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei. Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.“ (Luk, 1 - 3) Dank Peter Helmes analysieren langjährige, hervorragende Kolumnisten, basierend auf christlichen Werten, in aller Klarheit das heutige Tohuwabohu aus verschiedensten Blickwinkeln: Die Geißel der Globalisierung, geostrategische Interessen, die Massenmigration und importierte Gewalt, das Versagen der Politiker und der Verlust unserer Werte, Kultur und Heimat. Die Kolumnen wie auch die Diskussionen sind offen, respektvoll und tabufrei; denn nur so kann man die drängenden Themen der Zeit in der Tiefe analysieren, Machtstrukturen herausarbeiten und Roß und Reiter benennen. Nur so können wir uns auf uns selbst und unsere Stärken rückbesinnen und Deutschland, unsere Heimat, verteidigen. „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh, 32 – 33) Nochmal: Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Deshalb sind unsere westlichen Wurzeln, Werte und unser Glauben nötiger denn je. Sie geben uns den Rückhalt, um aufzustehen und zu sagen: „Nein. Bis hierher und nicht weiter. Es ist jetzt genug!“ Wie schon Peter, lade ich Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren und zu kritisieren. Eine kleine Regel muss ich leider einbauen. Unterschiedliche Ansichten können durchaus in aller Härte debattiert werden. Wer jedoch andere Foristen mehrfach persönlich angeht, beleidigt oder unflätig beschimpft, wird nach einer dreimaligen Verwarnung vom Diskussionsforum ausgeschlossen. Maria Schneider Beiträge bitte an Maria_Schneider@mailbox.org Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen emails und auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zu Eigen. Diese Erklärung gilt für alle in und mit meiner Internetadresse/emails angebrachten Links. 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32 Antworten zu Prometheus, Beethoven und die Liebe zur Musik

  1. luisman schreibt:

    @Mona Lisa und aehnlich Gesinnte. Man muss das wofuer man sich einsetzt, was man erhalten und verteidigen will schon auch kennen und geniesen.

    Einige Beispiele, die ich mir immer wieder anhoere.



    Also da kriegt man doch Gaensehaut:

    Und zum Ende:

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    • conservo schreibt:

      Danke, lieber luisman, wunderbar!

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    • Mona Lisa schreibt:

      Luisman
      Da braucht man doch nur aus dem Fenster schaun. Oder sich der vielen Volksahnen besinnen, die für unser Land gestorben sind. Da ist die Musik, Kunst und Kultur doch nun wirklich zweitrangig.
      Was nutzt die Einrichtung, wenn das Haus nicht mehr steht ?
      Versteh ich nicht.

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      • theresa geissler schreibt:

        Gefühlssache, liebe Mona Lisa; das lässt sich nicht einfach erklären.
        Ich bilde mich aber ein, i c h verstehe es.

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        • Mona Lisa schreibt:

          Ja ich kann auch in Gefühlen schwelgen, aber doch nicht in einem Abrisshaus ohne Außenwände und Dach.
          Das erinnert mich an Menschen, die sagen, sie seien überall zuhaus. Und selbst die fügen an : wo ich mich wohlfühle.
          Na ja, also ich kann es nicht. Zum schwelgen brauch ich ein gewisses Ambiente in einem geschützten Ort. Beides kann ich in meiner Heimat niergends finden.

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        • theresa geissler schreibt:

          Komm komm, dass klingt ja schon sehr erbittert.
          An deiner Stelle wäre ich schon froh gewesen, dass Deutschland meine Heimat wäre.
          Selbst hätte ich was dafür gegeben um Nürnberg noch mal zurück zu sehen, glaube mir mal ‚was. Aber leider fehlt mir momentan eben das Geld dafür!
          Stimmt schon, was du alles erwähnst, aber damit haben wir im ganzen EU ja alle zu kämpfen.
          Und wenn das denn doch sein muss, hätte i c h gerne noch mal der Kaiserburg zurück gesehen, und dem Opernhaus, und, nicht zu vergessen, der Lorenzer Platz und dem Henkersteg! Keine Merkel hätte mir der Erfahrung entnommen, glaub‘ mir mal was!
          Aber das wird höchstwahrscheinlich alles Erinnerung bleiben. Nichts zu machen, und ich kann nichts anderes als das Beste daraus machen…
          Und auch dabei hilft mir der Musik, ich sage es, wie es ist.
          Mag sein, dass das für dich noch wieder anders liegt, aber wenn du Móchtest, könntest du es immer versuchen. Du weisst schon: „Open up yor heart and let the sunshine in…“

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        • Mona Lisa schreibt:

          Glaub ich Dir, warum auch nicht, ist ja deins.

          Was ich mal als wirkliche Bereicherung empfände, wäre zeitgenössische Widerstandsmuke. Aber da siehts in unserm Lager leider sehr sehr mau aus. Kein Genre, weder die klassischen, noch die modernen Komponisten und Musiker bringen etwas zu Papier.
          Bei den Linken sprudelt es nur so – zugegeben : schrecklichstes Geplärre – aber immerhin, und die Jugend fährt drauf ab. Was haben wir ? Nix was Leute unter 50 / 40 / 30 gar 20 J. hinter dem Ofen vorlockt.
          Na ja, wie das Etikett ja schon verrät, leben Konservative bevorzugt von Eingemachtem. Braucht man sich aber auch nicht wundern, dass die junge Masse in eine komplett andere Richtung läuft.

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    • theresa geissler schreibt:

      Ja, wirklich, werter Luisman: Bezaubernd, das alles! Vielen herzlichen Dank!

      Gerne möchte ich auch noch einen kleineren, etwa mehr bescheidenen Beitrag liefern:
      „Gute Nacht, du mein Herziges Kind“, verfasst von Franz Wilhelm Abt und gesungen von Richard Tauber:

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    • ceterum_censeo schreibt:

      Sehr schöne Auswahl. Indessen:

      Richard Wagner: Lohengrin – Vorspiel 3. Akt und „Wedding March“

      macht sich auch nicht schlecht!

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  2. Ingrid schreibt:

    Musik ist eine unserer Lebensadern, die uns Hochgefühle verschafft und uns glücklich sein lässt, egal welche man bevorzugt.

    Gerade das will uns diese böse Alte nehmen.
    Keine Freude, keine Musik, kein Theater und keine Freunde mehr in der Nähe und das Fernsehen eine Katastrophe.
    Die macht uns zu Zombies und sie will uns nach und nach zu ihrem schrecklichen Ebenbild kreieren. Banal, dröge, plump, dreist und krank.
    Sie ist gerade dabei ein ganzes Land krank zu machen mit ihrer verlogenen und perversen Strategie.

    Lest bitte was der Focus schreibt, da läuft es einem kalt den Rücken runter.

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    • Mona Lisa schreibt:

      Nein, liebe Ingrid, es verhält sich genau andersrum !
      Die Alte will uns zum Flötenspiel animieren. Und schaut man sich das Glotzenprogramm an – voller laufender Bilderromane, Märchen, Soups, Krimis, Musikantenstadln, Ratespaß und sonstiger Gesellschaftsspiele – dann weiß man : WIR SOLLEN UNS ABLENKEN UND ZERSTREUEN. Alternativ darf man auch Bücher lesen, Musik hören, Brettspiele und Videogames konsumieren etc.pp. – hauptsache man katapultiert sich in eine Parallelwelt abseits aller politischen Schandtaten.
      Nicht von ungefähr findet die größte Buchmesse der Welt in DE statt.
      Und Konzerte jedweder Art kann man sich auch im TV und in Videos anschauen.
      Das zwischenmenschliche vis a vis wird geknackt, aber nicht das individuelle Kunstvergnügen. Es wird „lediglich“ von 3D auf 2D unserer Zukunft als virtuosen Digitalisten angepasst.

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  3. ceterum_censeo schreibt:

    Musik ist das einzige was überhaupt noch hilft, diese wahnsinnsbehafteten Irrenhaus Zeiten noch halbwegs zu überstehen.
    Natürlich verlasse ich mich nicht aufs Radio oder DDR – Propagandafunk sondern wähle aus meinem Fundus aus, was mir gerade gefällt und nötig ist.

    Danke auch an altmod mit seinem Blog wo er verdienstvollerweise immer ein Stück einstellt und
    wer auch hier mal ein Stück beisteuert.(text 030, glaube ich).

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    • Mona Lisa schreibt:

      … was überhaupt noch hilft – bis es verboten ist !
      Könntet Ihr Euch verdammt noch mal auf die Landesverteidigung konzentrieren !?

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      • doci schreibt:

        Mona Lisa – bist du wirkilich eine Frau? Deine Denke erinnert mich an Meine. Und ich bin als Mann „lesbisch!“ — Ich liebe NUR Frauen … also nix mit genderschwachsinn oder so …

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        • Mona Lisa schreibt:

          Ist doch wahr Mann : Die Hütte BRENNT !!!
          … na ja, als die Titanic sank, soll die Kapelle ja auch noch gespielt haben.
          Als Rom brannte, spielte Nero Harfe; die Sirenen frohlockten zum absaufen …
          Gehn wir halt mit Pauken und Trompeten in der Untergang.
          Kein schöööner Toood in diesem Laaand,
          göttliche Töööne uns verbaaand,
          lalalalalala lalalalalala lalala laaaaaaaaaaaaaaaaaaa

          Ich geh schon mal ins Bett.

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    • ceterum_censeo schreibt:

      Na, na, liebe Mona Lisa, doch bitte nicht so harsch.
      Es gibt auch so etwas wie Psychohygiene.

      Und .. wer das Eine tut, braucht das andere nicht unbedingt zu lassen.

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      • Mona Lisa schreibt:

        Das bleibt leider nur zu hoffen !

        Man gebe mir für nur einen Monat den militärischen Oberbefehl !
        Mein Besen würde kehren wie speedy gonzales.
        … danach dürften auch wieder die zarten Musen ihre Arbeit tun.

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    • altmod schreibt:

      Danke C_C!
      „Der schönsten und herrlichsten Gaben Gottes eine ist die Musica. Der ist der Satan sehr feind, damit man viel An­fechtungen und böse Gedanken vertreibt. – Wer Musicam verachtet – mit denen bin ich nicht zufrieden. Denn die Musica ist eine Gabe und Geschenk Gottes, nicht ein Men­schengeschenk. Sie – machet die Leute fröhlich; man ver­gisset dabei allen Zorns, Unkeuschheit, Hoffart und an­dere Laster. Ich gebe nach der Theologia der Musica den nächsten Locum und höchste Ehre.“
      Martin Luther in seinen Tischreden.

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      • Mona Lisa schreibt:

        „machet die Leute fröhlich; man vergisset dabei allen Zorns“
        DAS GENAU IST JA DIE HINTERHÄLTIGKEIT !
        Man sollte nicht glauben, dass erwachsene Menschen so naiv sein können.

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      • ceterum_censeo schreibt:

        Gern, lieber altmod, bin voll und ganz mit Ihnen einig!

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      • ceterum_censeo schreibt:

        NUN, angesichts dieses vollvermerKILLten ‚Deutschlands‘ in seinem heruntergewirtschafteteten und beklagenswerten Zustand
        plädiere ich für:

        REQUIEM von Verdi, hilfweise Mozart’s;
        desgleichen steht auch noch das von Faure‘ zur Wahl.

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    • ceterum_censeo schreibt:

      @ ML:
      Die Bordkapelle der Titanic soll in jenem Moment gespielt haben: ‚Nearer, my God to Thee‘ was in Anbetracht der Situation nicht ganz unangemessen erscheint ………

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  4. Dr. Gunther Kümel schreibt:

    Sprache, Musik, Malerei, Skulptur, Philosophie, Architektur, Brauchtum, Zivilisation sind einige wichtige Teile der spezifischen Kultur eines Volkes. Sie sind der Niederschlag des Geistes, der Kulturfähigkeit der Menschengruppen, die in generationenlangem Austausch die je besondere Kultur entwickeln.
    Es sind die Völker, die die ausschließlichen Träger der Kulturen sind.
    Werden die Völker abgeschafft, dann verliert der Mensch seine geistige Identität, übrig bleibt ein ungeistiger Konsument.

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    • Mona Lisa schreibt:

      Ja, das ist bestimmt richtig, aber der Kunstgenuß sichert keine Kunstfreiheit.
      Wer heutzutage seine Zeit noch damit verbringt im Kunstgenuß zu schwelgen, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt.

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  5. Mona Lisa schreibt:

    Ich höre in diesen Tagen überhaupt keine Musik.
    Schalte ich das Radio an und höre lalala, fühle ich mich betrogen.
    Meine Realität kennt gerade null Muse und ich würde daraus auch keine Kraft, sondern eher Ablenkung ziehen. Will ich aber nicht. Meine Gedanken kreisen rund um die Uhr über diverse Abschaffungen. Nein, wirklich nicht : Kunst im Krieg bringt mir nichts. Was ich brauche sind Widerstandserfolge. Konnte ich noch nie, mich im größten Chaos zurücklehnen und genießen.

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    • Blindleistungsträger schreibt:

      Erst kommt das Fressen, dann die Moral.

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    • theresa geissler schreibt:

      @Mona Lisa: Na, dass ist denn nicht leicht für dich.
      Mich hat die Musik immer wieder geholfen, den miesesten Umständen wieder erträglicher zu machen – nicht für immer, doch bestimmt für den Moment, und das ist auch etwas wert!
      Gibt es nichts auf dem Radio, so kann man nach Wahl alles von You Tube holen, wirklich al-les worauf man Lust hat. Und ausserdem kriegt man die Bilder noch dazu – z. B. beim Opern usw.

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      • Mona Lisa schreibt:

        „Die miesesten Umstände wieder erträglicher zu machen“ – verstehe !

        Theresa, ich kann nur beten, dass das nicht allen so geht.
        Bin der Meinung das es nichts mehr geben darf, was uns die Umstände erträglicher macht. Weder für den Moment, noch auf Dauer. Offenbar sucht der Mensch nach Trost und er sucht ihn überall. Erst wenn er ihn niergends mehr findet, wird er vielleicht aktiv. Und mit aktiv meine ich aktiv mit allem was ihn ausmacht, mit jeder Faser seines Seins.

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  6. luisman schreibt:

    Hat dies auf Nicht-Linke Blogs rebloggt.

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