Tausende Abtreibungsgegner bei „Marsch für das Leben“

(www.conservo.wordpress.com)

Von Peter Helmes

Groß-Demonstration gegen „Abtreibung“ – der Tötung ungeborenen Lebens

Die Zeichen der Zeit stehen auf Wandel. In den letzten Jahren wurde der „Marsch für das Leben“ von den Medien entweder totgeschwiegen oder, verzerrt, als Demo ewig Gestriger dargestellt. Selbst Vertreter der Kirchen machten sich höchst rar.

In diesem Jahr ist alles anders, besser. Selbst der Deutschlandfunk, sonst eher an der Spitze des „demokratischen Fortschritts“, bemüht sich zu einer halbwegs wahren Darstellung, aber nicht so ganz: Bei dem „Marsch für das Leben“ spricht er von „mehreren tausend Menschen“, bei den Gegnern heißt es: „…beteiligten sich ebenfalls mehr als eintausend Menschen…“

Was denn? „Ebenfalls tausend Menschen“ ist etwas anderes als „mehrere tausend Menschen“. Na ja, das wird dem (wohl linken) DLF-Redakteur sprachlich „durchgeflutscht“ sein. Wahr ist, daß die Demonstration auch heuer wieder eine große Beteiligung verzeichnete. Nicht nur das!Unter den Teilnehmern des „Marsches für das Leben“ war auch Berlins Erzbischof Koch – zum ersten Male

In einem Aufruf zu der Demonstration hieß es, jeder Mensch, ob geboren oder ungeboren, habe das Recht auf Leben und Achtung seiner Würde. Und weiter im Vorbereitungstext: „Wir hören oft, daß die Abtreibung eine freie Wahl der Frau sein muß, und daß diejenigen, die sich gegen Abtreibungen wenden, die Freiheit der Frauen einschränken. Aber um welche Wahl geht es eigentlich? Eine wirklich freie Wahl, das ist eine Wahl, deren Konsequenzen für den Rest seines Lebens man überblickt. Eine falsche Berufswahl macht unglücklich – aber sie läßt sich ändern. Wahlfreiheit hat nur der, der lebt. Der Tod läßt einem keine Wahl mehr: er ist endgültig.

Eine Abtreibung ist eine endgültige Entscheidung.

Oft sind sich Paare dieser Endgültigkeit gar nicht bewußt: Sie treffen eine Entscheidung, die sie nie wieder zurücknehmen können. Viele Frauen (und Männer) leiden ihr Leben lang darunter. Wir wollen, daß Frauen umfassend darüber informiert werden – über alle Konsequenzen von Abtreibungen. Wir wollen Hilfe für Frauen, denen das JA zum Kind schwerfällt. Wir wollen keine Werbung für eine Tat, die so viele Frauen bitter bereuen.

Hier noch ein kleiner Auszug aus der Meldung des DLF:

„…Organisiert wurde die Kundgebung vom Bundesverband Lebensrecht. – An Gegenprotesten, zu denen ein Bündnis von Frauenorganisationen, Grünen, Linken und Gewerkschaftern aufgerufen hatte, beteiligten sich ebenfalls mehr als eintausend Menschen. Sie forderten unter anderem die Abschaffung des Paragrafen 219a, der Werbung für Schwangerschaftsabbrüche verbietet.“

Der unseren Lesern seit Jahren bekannte conservo-Kommentator Klaus Hildebrandt schrieb dazu:

Ist die Familie nichts wert?

Schuld an der inzwischen massenweisen Tötung von Kindern im Mutterleib (die Zahlen schwanken zwischen 100.000 und 200.000 pro Jahr) ist in erster Linie die Politik und weniger die betroffenen Frauen. Unser Land ist – entschuldigen Sie – stinkreich, wenn ich alleine die zweistelligen Milliardenbeträge nehme, um muslimische Arbeitskräfte nach Deutschland zu ködern. Gestern verkündeten die Nachrichten ein erneutes Wirtschaftswachstum für 2017 von ganzen 2,2 Prozent und Mehreinnahmen von 38 Mrd. Euro, so daß es am Geld überhaupt nicht liegen kann. Das Kindergeld erhöhte man dagegen um nur 2 Euro pro Kind und Monat, was zeigt, daß der Politik die Familien nichts wert sind.

Nein, es ist die Regierung, die den Menschen lieber billige Freiheiten vorgaukelt, als die eigenen Kinder zu bejahen und Leben zu schützen. Von einer vernünftigen Familienpolitik kann überhaupt keine Rede mehr sein.

conservo-Wertung:

conservo bemüht sich seit Jahren in unzähligen Artikeln, auf das Problem der Tötung ungeborenen Lebens hinzuweisen. Allen Widrigkeiten und der geschlossenen Gegnerschaft der so oft zitierten „gesellschaftlichen Kräfte“ zum Trotz setzt sich in der Öffentlichkeit zunehmend die Überzeugung durch, daß es sich bei diesem Thema nicht um die „freie Selbstbestimmung der Frau“ handelt, sondern um eine Entscheidung von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung.

Ich danke allen Aktivisten für ihr Engagement.

Peter Helmes

www.conservo.wordpress.com   22.09.2018

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. 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12 Antworten zu Tausende Abtreibungsgegner bei „Marsch für das Leben“

  1. Ulfried schreibt:

    Peter Helmes schreibt:
    (…) An Gegenprotesten, zu denen ein Bündnis von Frauenorganisationen, Grünen, Linken und Gewerkschaftern aufgerufen hatte, beteiligten sich ebenfalls mehr als eintausend Menschen. Sie forderten unter anderem die Abschaffung des Paragrafen 219a, der Werbung für Schwangerschaftsabbrüche verbietet.“ Zitatende
    Liebe Wähler in Bayern und Hessen, bitte sorgt dafür, daß diese Linke Brut endlich abgetrieben wird? Wir Bayern haben als Wähler dazu die beste Gelegenheit am 14/Oktober!
    Frage an die CSU:
    -In München betreibt ein Mann namens Stapf eine „Klinik“, die ca. 3000 deutsche Babys jährlich im Mutterleib tötet. (Siehe die österreichische Zeitung „DER 13“ auf Seite 15 vom September 2018). Vermieter ist euer Münchner CSU-Schatzmeister Hans Hammer. Ihr duldet das?!

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    • Ulfried schreibt:

      Ich denke es gibt jetzt eine ALTERNATIVE. Als strammer, langjähriger CSU- Wähler werde ich jetzt ALTRENATIV, versprochen!

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      • Semenchkare schreibt:

        Ja da ist die AfD auch dafür.

        Abtreibung wird von der AFD abgelehnt: Auch ungeborene Kinder hätten ein Recht auf Leben – AFD will Frühsexualisierung von Kindern und Jugendlichen im Schulunterricht stoppen

        Berlin (kath.net)

        Die Partei AFD (Alternative für Deutschland) hat in ihrem Entwurf des Programms für die Bundestagswahl angekündigt, dass sie die deutsche Gesellschaft „von Grund auf familien- und kinderfreundlicher gestalten“ möchte. Das Programm soll im April am Bundesparteitag beschlossen werden wie die Agentur IDEA berichtet. Die AFD sieht es kritisch, dass die etablierten Parteien „die dramatische Zunahme der Ehe- und Kinderlosigkeit und das Verschwinden normaler mittelgroßer Familien“ als alternativlos hinnehmen. Die Partei möchte ein Baby-Begrüßungsgeld oder einen sofortigen Steuernachlass einführen.

        http://www.kath.net/news/58870

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      • Semenchkare schreibt:

        22.09.18, 09:37 Uhr

        „Marsch für das Leben“ AfD schließt sich Abtreibungsgegnern an

        https://www.berliner-zeitung.de/berlin/-marsch-fuer-das-leben–afd-schliesst-sich-abtreibungsgegnern-an–31332036

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  2. Semenchkare schreibt:

    Ich verstehs nicht.
    Die deutschen Familien haben schon mit 1 oder 2 Kindern finanziell zu knaupeln, erst recht alleinerziehende Frauen oder Männer! Und da wird die Zwangsgeburt hochgejubelt ! Toll !
    Die einzigen die wirklich profitieren sind Südland-Familys mit ihren 6-10 Kindern. (staatliche Förderungen+Kindergeld)

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  3. Paul schreibt:

    Lieber Semenchkare,
    das verstehe ich nicht. Deutsche Familien haben mit 1 oder 2 Kindern finanzielle Probleme?

    Ausländerfamilien mit 6 und mehr Kindern wird nachgesagt, dass sie sich eine „goldene Nase“ machen? Bekommen Ausländer in Deutschland höhere Sozialleistungen als deutsche Familien? Habe ich was verpasst oder habe ich Sie falsch verstanden?

    Herzlich, Paul

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  4. janwog schreibt:

    Die meisten „unerwuenschte“ Kinder koennten ohne weiteres in liebevollen Familien, besonders bei sterilen Paaren, aufgenommen werden. Aber das Ego progressive linke Frauen ist halt viel wichtiger.

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  5. Semenchkare schreibt:

    1)
    Hier von Epoch Times ein Bericht dazu und ein 13min. Video:

    Begleitet vom Protest der RAF und Antifa: „Marsch für das Leben“ in Berlin

    https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/begleitet-vom-protest-der-raf-und-antifa-marsch-fuer-das-leben-in-berlin-a2650625.html

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