Polnische Impressionen II

(www.conservo.wordpress.com)

Von Adrian F. Lauber *)

Im Mai war ich bereits dort und sehr viel schneller, als ich es erwartet hätte, führte mich mein Weg im September wieder in die Heimat meiner Familie mütterlicherseits. Eine Familienangelegenheit war zu erledigen, also war ich wieder in Polen, genauer gesagt: in Krakau und Umgebung.

Nun war ich kurz zuvor, bis zum 1. September, einige Tage ebenfalls in einer Familienangelegenheit in Nordrhein-Westfalen gewesen – wo meine Familie väterlicherseits herkommt.

Der Kontrast hätte nicht größer ausfallen können:

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I. Kaum zu fassen, ich war in Europa!

In Hagen, Dortmund und selbst in einer beschaulichen kleinen Provinzstadt wie Iserlohn im Norden des Sauerlandes gab es vor der Allgegenwart des Islam kein Entkommen. Die Macht der Demographie ist groß und ich hatte den Eindruck, dass das, was meine Vorfahren ihre Heimat nannten und was für mich selbst auch irgendwie Heimat ist, obwohl ich nicht dort geboren wurde, längst eine versunkene Welt ist. Die Heimat ist dabei, sich im Nichts aufzulösen, aber das scheint nur wenige sonderlich zu bekümmern.

In Krakau dagegen fühlte ich mich – kaum zu glauben! – tatsächlich wie in einer europäischen Stadt. Nicht wie in einer Heimat, aber wenigstens doch noch wie im Westen. Die einzige islamisch verschleierte Frau, die ich auf dem Rynek Główny, dem großen Marktplatz im Herzen der Altstadt, gesehen habe, war – sie machte so den Eindruck – lediglich eine Touristin. Von dieser einen abgesehen, habe ich wirklich nirgends verschleierte Frauen gesehen! Kaum zu fassen, wenn man gerade aus Deutschland kommt. Auch von Allahu-Akbar-Anschlägen hört und liest man hier nichts – außer, es betrifft Anschläge in Deutschland oder in Frankreich. Davon wird natürlich auch in polnischen Medien berichtet.Es wiederholte sich, was ich im Mai auch schon erlebt hatte. Die Verwandten, die ich traf, können es alle nicht fassen, was Deutschland in seinem Wahn anrichtet. Und das liegt nicht daran, dass die alle rechtskonservativ eingestellt wären. Soweit ich das mitbekommen habe, halten sie alle von der zur Zeit in Polen regierenden Rechtsregierung der Partei „Recht und Gerechtigkeit“ (Prawo i Sprawiedliwość / PiS) nicht viel – und mit Recht, denn diese Partei hat eindeutig einen Zug zum Nationalchauvinismus, abgesehen davon, dass sie aktuell Maßnahmen ergriffen hat, die die Unabhängigkeit der Gerichte und damit den Bestand eines demokratischen Rechtsstaates in Gefahr bringen. Darüber wird in politischen Debatten in Polen gerade heiß diskutiert. Aber PiS liegt in den Meinungsumfragen noch immer vorn.

Allerdings gibt es in Polen wenigstens große Fernsehsender, die in aller Deutlichkeit die Verfehlungen dieser Regierung anprangern. Etwas, was man sich bei den zahlreichen willfährigen Hofberichterstattern der Merkel-Nomenklatura schwer vorstellen kann, die mit ihrer „Versetzung“ des Verfassungsschutzchefs Maaßen einen weiteren Schritt in Richtung autoritärer Herrschaft getan hat.1 Wehe, einer bringt die „Wahrheitssysteme“2 der Regierenden und der unfehlbaren Großen Vorsitzenden in Gefahr! Der ist fällig. So langsam kann sich die ehemalige FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda ja richtig wie zu Hause fühlen. Hoffentlich ist sie zufrieden.

Mal sehen, was das noch wird. Ich hoffe für die Polen, dass gegen die autoritären, rechtsstaatsfeindlichen und chauvinistischen Anwandlungen der PiS beizeiten etwas unternommen wird. An und für sich sind sie ja ein renitentes Völkchen, das sich nicht so einfach unterdrücken lässt. Als die Kommunisten die Bauern enteignen und die Landwirtschaft samt und sonders kollektivieren wollten wie in der Sowjetunion, haben die Bauern sich in Scharen dagegen aufgelehnt. So ist es trotz sozialistischer Diktatur auch nicht im selben Ausmaß zu Enteignungen gekommen wie beim Großen Bruder in Moskau. Davon erzählte mir mein Großonkel auf dem Lande – nicht ohne Stolz.

Ohnehin haben die Polen viel Sinn für Tradition und Kultur, die sie auch pflegen. Einen solch massiven Kulturbruch wie ihn die Bolschewisten in Russland oder die Kulturrevolutionäre in Maos China vollzogen haben, hat es hier nicht gegeben. Dafür sind die Polen viel zu stolz und traditionsbewusst. In einer Stadt wie Krakau ist das besonders deutlich zu spüren, zumal hier sehr viel Altbausubstanz erhalten geblieben ist. In der Innenstadt stehen etliche Gebäude, die noch aus dem 17. oder 18. Jahrhundert oder sogar noch älter sind. Hier ist die Geschichte omnipräsent. Ob man nun zur alten Königsburg auf dem Wawel geht (in der zeitweise leider auch Hans Frank residiert hat), zur von Kasimir dem Großen gegründeten Universität, zum Haus des großen Malers Jan Matejko, durch die Tuchhallen …

Man läuft, nichts Böses ahnend, durch die Straßen und plötzlich kommt eine Nonne oder ein Mönch in voller Kriegsbemalung vorbei. Auch das ist in Krakau kein seltener Anblick. Ich wüsste nicht, wie oft ich das in Deutschland live und in Farbe schon gesehen hätte. Offenbar zu selten, als dass ich mich an konkrete Begebenheiten erinnern könnte. Als froher Heide und Ketzer stehe ich der Religion zwar nicht sonderlich nahe und gerade mit der Institution Kirche will ich u. a. aufgrund ihrer Merkel-Lobhudelei und der suizidalen Islam-Anbiederung sowieso nichts zu schaffen haben, aber irgendwie hatte das schon was Anrührendes.

Was mir mehrfach gesagt wurde, dass die Polen so sehr auf ihr Äußeres bedacht seien und sich, selbst wenn sie wenig Geld haben, sich schick anziehen, stimmt allerdings nur bedingt. Auch auf Krakaus Straßen kann man Leute sehen, die sich gehen lassen und keinen Spiegel zu besitzen scheinen. Andererseits ist da schon was dran, dass man dort wesentlich mehr gut angezogene Frauen sehen kann als in so mancher deutschen Stadt. Jedenfalls war das mein Eindruck.

Vor allem fällt aber auf, dass Straßen und Straßenbahnen sauberer sind als das, was man aus Deutschland kennt. Die Menschen scheinen hier respektvoller und sorgsamer mit ihrer Lebenswelt umzugehen.

Um aber nochmal auf die Wahrnehmung von Deutschland zurückzukommen: eine Verwandte sagte mir, Merkel führe sich auf wie die Kaiserin von Europa, und ich vermute, dass sie damit den Eindruck wiedergegeben hat, den viele Polen und andere nicht-deutsche Europäer haben.

Eine andere Verwandte las, als ich da war, gerade Zeitung und es gab einen Bericht über das Scheitern der Integration von Muslimen in Deutschland, über Fundamentalismus und Gewalt. Sie regte sich furchtbar darüber auf und es ging ihr einfach nicht in den Kopf, wieso die Deutschen sich das überhaupt gefallen lassen.

Den Deutschlandhassern aus unserem regierenden Establishment und ihren Mitläufern würden tausend Gründe einfallen, warum das alles total super ist, aber Menschen, die aus einem mehr oder weniger intakten Land kommen, kannst Du das einfach nicht begreiflich machen, was die Merkel-Untertanen hier tun. Da prallen buchstäblich zwei Welten aufeinander.

II. Chummus in Kazimierz

In Krakau besuchte ich auch das traditionell jüdisch geprägte Viertel Kazimierz, eine Ausgehmeile und ein architektonisches Schmuckkästchen. Kazimierz ist für Krakau wohl das, was viele Berliner an Kreuzberg so toll finden. Ich war schon einige Male in Kreuzberg und kann mich dem allgemeinen Hype definitiv nicht anschließen. Schöne Altbauten und Möglichkeiten, auszugehen, findet man auch anderswo. Kazimierz ist tausend Mal schöner und im Gegensatz zu Kreuzberg gibt es hier weit und breit keine Islamisierung. Es gibt viel schöne Altbausubstanz, von der allerdings ein Großteil dringend mal saniert werden müsste, was zu Zeiten des real existierenden Sozialismus schon aus Geldmangel natürlich nicht geschehen ist.

Kazimierz heißt so nach Kasimir dem Großen, jenem polnischen König, der nicht nur die zweitälteste Universität Mitteleuropas (nach der von unserem Kaiser Karl IV. gegründeten Prager Universität) gegründet, sondern auch Juden in Krakau angesiedelt hat. In Kazimierz lebten viele, hier gibt es schöne Synagogen, jüdische Restaurants, ein Denkmal für den gescheiterten Helden Jan Karski3, der die Welt vergeblich über das Grauen des Holocausts aufzuklären und die Alliierten zum Eingreifen zu bewegen versuchte, Geschäfte und Stände mit Devotionalien, Buchhandlungen, Kneipen, es ist rundum schön. Natürlich wird man zwischendurch auch traurig, wenn man an die Geschichte denkt. In Polen haben einst über drei Millionen Juden gelebt, heute sind es weniger als 100.000. Ein Werk der Deutschen unter Hitlers Herrschaft.

Da ich dort, wo es gutes Essen gibt, aus Prinzip immer dabei bin, ließ ich es mir in Kazimierz nicht nehmen, ein israelisches Restaurant aufzusuchen und Chummus zu essen. Erst à la Abu Ghosh und dann extra scharf nach maghrebinischer Art. Ich war hellauf begeistert. Chummus ist eigentlich eine arabische Speise, aber sie wurde auch in Israel zum Renner und alltäglichen Imbiss. Wenn jemand mal nach Krakau kommt, kann ich ihm jedenfalls nur empfehlen, im „Hamsa“ zu essen.4

Als hätte man damit gerechnet, dass ich eines Tages dort auftauchen würde, war gleich neben dem Restaurant auch noch eine jüdische Buchhandlung eingerichtet und natürlich musste ich auch dort hinein – und ich kam mit einem Buch über die Geschichte Jerusalems wieder heraus, das es in sich hat.5

Der Aufenthalt in Kazimierz hat mich allerdings auch an die Schattenseiten Polens denken lassen. Antisemitismus ist ein großes Problem in dieser Gesellschaft, wovon antisemitische Delikte und die Ergebnisse von Meinungsumfragen Zeugnis ablegen.

Viele Polen wollen allerdings mit diesem Teil ihrer Geschichte und Gegenwart ums Verrecken nicht konfrontiert werden. Vor diesem Hintergrund ergibt auch das Holocaust-Gesetz der polnischen Regierung für mich einen Sinn.

III. Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart: Polen als Verdrängungskünstler

Am 26. Januar verabschiedete das polnische Unterhaus ein Gesetz, das Schuldzuweisungen an die polnische Nation wegen des Holocaust unter Strafe stellt. Konkret ist es beispielsweise strafbar, die Formulierung „polnische Konzentrationslager“ zu benutzen.6

So weit, so gut. Natürlich ist die Bezeichnung „polnische Konzentrationslager“ eine inakzeptable Irreführung, wenn jemand sie gebraucht. Die Todeslager befanden sich zwar in Polen, aber es waren deutsche Todeslager. Der Holocaust war ein deutsches Projekt und geschah unter deutscher „Tatherrschaft“, wie der Historiker Götz Aly es juristisch korrekt formuliert hat.

Allerdings ist es auch eine Tatsache, dass etliche willige Kollaborateure am Genozid als Mittäter und Beihelfer mitgewirkt haben, wie Aly in seinem Buch „Europa gegen die Juden: 1880 – 1945“ eindrucksvoll aufgezeigt hat.7 Als das Dritte Reich die Vernichtung des europäischen Judentums ins Werk setzte, waren nicht wenige in den deutsch besetzten Ländern angetan von der Möglichkeit, die Juden aus ihren Ländern zu entfernen. Auch in Polen gab es nicht wenige, denen es mehr als recht war, dass die Juden verschwanden, und die den Deutschen halfen, das Mordwerk zu verrichten.

In den osteuropäischen Ländern, darunter Polen, hatte es schon zwanzig Jahre vor dem Holocaust immer wieder Pogrome gegen Juden gegeben.8 Der Antisemitismus war ein tödliches Gemisch aus altem christlichen Antijudaismus, moderner rassistisch begründeter Judenfeindschaft, dem ständig wiederholten Vorwurf an die Juden, Zersetzer und Agenten eines fremden Feindes zu sein, und natürlich Sozialneid, der bei der Judenfeindschaft sehr oft eine große Rolle spielt.9

Es ist ja durchaus richtig, dass Juden in einigen Ländern, gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil, überproportional in akademischen Berufen und in führenden Positionen im Wirtschaftsleben tätig waren. Anfang der Zwanziger Jahre war rund ein Viertel der Studenten in Polen jüdisch. Man denke auch an die vielen jüdischen Nobelpreisträger und an den großen Erfolg Israels, das zu einem der innovativsten Länder der Welt geworden ist. Aber all das ist ja kein Grund, Antisemit zu sein. Statt sich in Frustration und Ressentiments zu ergehen, sollte man doch lieber mal überlegen, was man sich bei den Juden abgucken könnte. Wenn sie so erfolgreich sind, müssen sie irgendetwas richtig machen.

Aber leider hat man in der Weltgeschichte noch nie verhindern können, dass geistig Unterlegene sich selbst in die Rolle von Unterdrückten hinein halluzinieren. Der Sozialneid ist eine der schlimmsten Eigenschaften, die Menschen haben können, und seine Auswirkungen waren gerade in Bezug auf Juden immer wieder mörderisch.

Übrigens wurde schon damals versucht, diese Verbrechen zu leugnen oder, wenn sie sich nicht leugnen ließen, den Juden zumindest eine Mitschuld daran zuzusprechen. Sylke Kirschnick kommentiert treffend: „Das Muster von Leugnung und/oder Schuldverschiebung zieht sich durch die Geschichte der Judenfeindschaft wie ein immer neu gesponnener und aufgewickelter Faden. Insofern überrascht das neue Gesetz in Polen nicht.“10

Was heute weitgehend vergessen ist, dass im Polen der Dreißiger Jahre, vor der deutschen Invasion, eine autoritäre und antisemitische Regierung an der Macht war. Einer der maßgeblichen Politiker der polnischen Vorkriegszeit war Roman Dmowski, ein Nationalist, der von der Rückeroberung der von den Deutschen „germanisierten“ Gebiete im Westen träumte (Schlesien, Ostpreußen usw.). Und er war ein obsessiver Antisemit. Immer wieder hetzte er gegen die jüdische Minderheit.

Das in Polen beliebte Narrativ von der jüngeren und jüngsten Geschichte will in Polen immer nur das unschuldige Opfer sehen. Und zweifellos war Polen etliche Male Opfer. 1772, 1793 und 1795 teilten Preußen, Österreich und Russland das Land vollständig unter sich auf und danach gab es 120 Jahre lang überhaupt keinen souveränen Staat namens Polen. Das 1815 auf dem Wiener Kongress geschaffene „Kongresspolen“ war nur eine russische Marionette. Der russische Zar war in Personalunion gleichzeitig König dieses Polen. 1830 wurde im Novemberaufstand Nikolaus I. als König von Polen für abgesetzt erklärt, aber ab 1831 – nach der Niederschlagung des Aufstandes – herrschte er weiter, ohne dass der ohnehin überflüssige, weil bedeutungslose Titel „König von Polen“ wieder eingeführt worden wäre. So blieb es bis zum Ende des Zarenreiches. Man versuchte gar nicht erst, noch den Schein einer polnischen Eigenständigkeit zu wahren. Erst seit 1918 existiert Polen wieder. Dieses Jahr gibt es also ein hundertstes Jubiläum.

1939 wurde Polen von den totalitären Großmächten Deutschland und Sowjetunion zermalmt. Von den deutschen Besatzern war für das polnische Volk ein Dasein als Sklaven der arischen Herrenrasse vorgesehen. Die polnische Intelligenz wurde in weiten Teilen ausgerottet. Diesen Mordaktionen fielen schätzungsweise zwei Millionen Menschen zum Opfer.11 Weitere Polen starben durch den Terror, der der Einschüchterung diente, bei von den Besatzern durchgeführten Massenumsiedlungen und im Partisanenkrieg gegen die Besatzer. (Zufällig war der einzige Bruder meiner Urgroßmutter bei den Partisanen, so wurde es mir berichtet, und wurde 1943 von deutschen Soldaten auf dem Wohnsitz der Familie erschossen. Das Haus, in dem schon meine Ururgroßeltern gelebt haben, und das Grab meines getöteten Urgroßonkels, das noch erhalten ist, habe ich mir bei meinem Besuch auf dem Lande nordöstlich von Krakau auch angesehen.)

1945 geriet Polen unter sowjetische Fremdherrschaft und wurde zum Teil des Imperiums der Roten.

Polen ist übel mitgespielt worden, aber es war eben nicht immer nur Opfer. Es gab während des Krieges zwar Polen, die jüdischen Mitbürgern das Leben gerettet haben, aber es gab auch solche, die den Deutschen bei der Ausführung des Holocaust geholfen und sich an Hab und Gut der erst in die Ghettos, dann in die Todeslager Deportierten bereichert haben.

Polnische Patrioten waren nicht immer ehrenwerte Leute. Es gab unter ihnen auch – auch! – üble, aggressive Chauvinisten. Und es gibt in Polen eine lange Tradition des Judenhasses, der früher – wie im übrigen Europa – vor allem von der Kirche gepredigt wurde.

In Abgrenzung zur russischen Fremdherrschaft und gegen die weiteren Teilungsmächte Preußen und Österreich entwickelte sich im 19. Jahrhundert ein Nationalismus, der immer wieder auch Fremden- und vor allem Judenfeindlichkeit enthielt. Bereits 1818 veröffentlichte der Nationalrevolutionär Waleryan Łukasiński (1786-1868) eine Streitschrift zur „Judenfrage“, in der er den polnischen Juden eine „totale Verdorbenheit“ ihres Charakters, Hass auf alles Christliche und die Neigung zu Betrug und anderen zwielichtigen Machenschaften unterstellte.

Im frühen 20. Jahrhundert wurde die Narodowa Demokracja (Volksdemo-kratie) zur stärksten politischen Kraft im Land. Judenhass spielte in ihrem Programm eine zentrale Rolle. Bereits 1912 organisierte die ND landesweit einen Boykott jüdischer Geschäfte und Unternehmen. Die Juden wurden immer wieder als willige Helfer des ausbeuterischen polnischen Adels oder der russischen Fremdherrschaft hingestellt. Die altbekannten judenfeindlichen Stereotype kamen hinzu.

Zu einem der führenden Männer der ND stieg bald der bereits erwähnte Roman Dmowski auf. Dmowski spielte eine große Rolle beim Aufbau der Republik Polen nach dem Ersten Weltkrieg. Für ihn waren die Juden eine „große innere Gefahr“, die das christliche Wertefundament bedrohen. Er warnte seine Landsleute vor „den Instinkten und Neigungen des jüdischen psychischen Typus“ und vor „fremdartigen Elementen“, die den Polen ihre Ansichten „aufzwingen.“ Dmowskis Wirken schlug sich auch im Programm der Volksdemokratie nieder, in der sie sich zum Ziel setzte, den „Kampf um die gesellschaftliche Befreiung von jüdischen Einflüssen anzuführen.“

Dmowski sah die Polen als ein aufgrund von langer Passivität zu kurz gekommenes Volk, dem u. a. die Juden das abspenstig gemacht hätten, was es eigentlich haben könnte. Der Antisemitismus war in seinem Weltbild nicht nur Selbstzweck, sondern diente der Mobilisierung der Massen zu einer Art nationalen Kraftanstrengung mit dem Endziel der wirtschaftlichen Modernisierung. Der Mann blieb sich treu. 1934 – da war er schon im Ruhestand – meldete sich Dmowski noch einmal mit einem „Umbruch“ betitelten Buch zu Wort, in dem er den Juden für die Niederlagen und Demütigungen Polens die Schuld gab. Die Juden hätten Großbritanniens Premierminister Lloyd George nach dem Ersten Weltkrieg mit ihren Einflüsterungen manipuliert und deshalb habe der neu geschaffene Staat Polen nicht mehr Land bekommen. Und überhaupt: die Teilungen Polens hätte es gar nicht gegeben, wenn nicht so viele Juden im Land wären. Den antijüdischen Maßnahmen des mittlerweile in Deutschland regierenden Adolf Hitler zollte Dmowski übrigens Respekt! (Auch in einigen polnischen Zeitungen wurde die antisemitische Politik des NS-Regimes ausdrücklich gelobt.)

Auch katholisch-konservative Denker wetterten vehement gegen die Juden. Der angesehene Schriftsteller Teodor Jeske-Choiński warnte vor der drohenden „Judaisierung“ des Wirtschaftslebens, die einen „schrecklichen, rücksichtslosen Kampf ums Dasein“ erzeugen werde. Gewissermaßen als Akt der Notwehr müssten die Polen gegen die Juden vorgehen und sie auf ihren Platz verweisen.

Die nach dem Weltkrieg geschaffene Republik Polen blieb nicht lange eine Demokratie. General Józef Piłsudski nutzte 1926 die Situation einer chaotisch arbeitenden Regierung aus, um sie mit Hilfe des Militärs weg zu putschen. Anschließend regierte er das Land bis zu seinem Tod (1935) diktatorisch.

Der antisemitische Sozialneid floss bald in die Politik ein. Die Regierung ergriff Maßnahmen, um die Juden aus dem Wirtschaftsleben zu drängen. Beispielsweise wurde das Recht jüdischer Handwerker, Lehrlinge auszubilden, unter diversen Vorwänden eingeschränkt. Das geschah in dem Wissen, dass die allermeisten christlichen Handwerker sowieso keine Juden als Lehrlinge angenommen hätten. Man wollte Hunderttausenden den Weg in die handwerklichen Berufe einfach versperren und vielleicht würden sie ja dann Polen sogar verlassen, um woanders ihr Glück zu suchen. Als auch Polen 1929 von der Weltwirtschaftskrise getroffen wurde, von deren Auswirkungen sich das Land bis zum Zweiten Weltkrieg nicht mehr erholen sollte, wurde es schlimmer. Nationalisten, katholisch Konservative, aber auch Linke waren sich einig: mit den jüdischen Spekulanten und ihrer so großen Macht muss aufgeräumt werden. Weitere antijüdische Gesetze und Maßnahmen folgten, um die Juden aus den Universitäten und aus dem Wirtschaftsleben zu drängen oder das Maximum aus ihnen raus zu pressen. Ferner wurden sie von so ziemlich allen Staatsämtern ferngehalten. Christliche Polen, die es wagten, bei Juden einzukaufen, wurden denunziert und an den Pranger gestellt.

Es dauerte nicht lange und der Judenhass mündete in Gewalt. Es kam zu Übergriffen auf jüdische Studenten auf dem Universitätscampus, zu Angriffen auf jüdische Geschäfte und mehr.

Am 9. November 1938 wurde der deutsche Legationsrat Ernst von Rath in Paris erschossen. Dieser Anschlag diente dem NS-Regime bekanntlich als Vorwand für das unter dem Euphemismus „Reichskristallnacht“ bekannte Pogrom gegen die Juden. Die polnische Mały Dziennik berichtete nicht darüber, dafür aber umso vehementer über den Mord an Herrn von Rath, der ein Opfer „jüdischer Brutalität“ geworden sei. „Wahnsinnige Juden geben sich nicht mit dem Blut eines drittrangigen Beamten zufrieden.“, hieß es da. Und weiter: „Man erwartet, dass Kanzler Hitler jetzt die so genannte ‘finale‘ Politik gegen die Juden durchsetzen wird.“

Ganz so schnell kam die „finale“ Politik nicht. Aber doch sehr bald. Drei Jahre später war der Holocaust im Gange und zwar vor allem auf polnischem Boden. Hier errichteten die deutschen Besatzer die Todesfabriken, in denen sie die Juden endlösten. Aus deutsch besetzten Ländern wurden die Juden hierher deportiert. Der von Deutschen verantwortete Holocaust hat natürlich alles in den Schatten gestellt, was es vorher an antijüdischer Gewalt gegeben hatte. Für manche war das durchaus bequem, weil sie ihre Hände in Unschuld waschen und vergessen machen konnten, was sie alles gesagt und getan hatten.

Ebenso konnte man vergessen machen, dass es u. a. eben auch in Polen Mittäter und Beihelfer beim Holocaust gegeben hat.

Diese Teile der geschichtlichen Wahrheit wollen so gar nicht zum Image des ewig unschuldigen Opferlamms passen und gerade der heute regierenden Partei PiS ist daran gelegen, zu verdrängen, wo es nur geht. Eine wichtige Rolle dabei spielt das 1999 gegründete Institut des Nationalen Gedenkens, das die politisch erwünschte Sicht auf die Geschichte propagiert.

Das polnische Holocaust-Gesetz gehört in diesen Zusammenhang. Offenbar soll hier das Reden über die Geschichte einer staatlichen Zensur unterworfen werden und wer über den Holocaust Dinge sagt, die politisch nicht genehm sind, kann dafür vor dem Kadi landen, womit die PiS einmal mehr ihre freiheitsfeindliche Neigung offenbart hat. Die Freiheit der Forschung, einschließlich der historischen Forschung, muss sakrosankt sein. Ob die dabei zu Tage geförderten geschichtlichen Wahrheiten den Regierenden in den Kram passen oder das nationale Ehrgefühl oder überhaupt irgendein Gefühl verletzen, darf nicht die geringste Rolle spielen. Der Wissenschaftler muss die Wahrheit herausfinden. Nur ihr hat er verpflichtet zu sein.

IV. Fazit

Kurz und gut: man sieht, es besteht kein Anlass, Polen zu idealisieren. Auch dieses Land hat seine Probleme und ich bin als außenstehender Beobachter mit dieser jetzt dort amtierenden Regierung sehr unzufrieden. Der Chauvinismus und die rechtsstaatsfeindlichen Anwandlungen aus den Reihen der PiS sind mir zuwider. Ich hoffe, dass es in absehbarer Zeit Veränderungen gibt.

Es muss noch viel passieren, um antisemitische Ressentiments abzubauen. Dazu wäre es von Nöten, dass mehr Polen sich endlich gewissen Aspekten ihrer Geschichte und Gegenwart stellen, von denen viele bis dato nichts wissen wollen. Patriot zu sein, ist eine schöne Sache. Aber wichtiger ist es, aufrichtig zu sein. Die schlechten Seiten der eigenen Geschichte muss man auch zur Kenntnis nehmen und aufarbeiten – und das ist noch lange kein Anlass, in Selbsthass und Selbstzerstörung zu verfallen, so wie das viel zu viele Deutsche getan haben.

Was Polen richtig macht, ist, dass es seine nationale Identität schützt. Mein Großonkel äußerte mir gegenüber die Meinung, dass es undenkbar wäre, dass eine polnische Regierung die Grenzen für illegale Masseneinwanderung abschafft und nicht mal das eigene Volk fragt, ob das alles auch so gewünscht ist. Das kann ich mir auch nicht vorstellen, dass das möglich wäre. So bekloppt sind ja auch nur wenige Länder der Welt, allen voran Schweden und Merkels Bundesrepublikanien.

In Polen gibt es auch Einwanderer, aber eben nur begrenzte Kontingente und die, die kommen, müssen es legal tun oder sie werden nicht als Einwanderer aufgenommen. Das heißt nicht, dass alles rund läuft. Ein Utopia ohne Probleme gibt es nirgends. Aber ich muss Katie Hopkins Recht geben: Warschau heute erinnert an das, was Paris früher einmal war, bevor Frankreich damit angefangen hat, Suizid auf Raten zu begehen12 – diese ehemalige Grande Nation … Wenigstens geht es mit Emmanuel Macron bergab13, aber ich frage mich, ob noch genug Zeit für Frankreich bleibt, sich zu retten. Auch dort tickt die demographische Uhr.

Teil I meiner polnischen Impressionen erschien am 26.5.2018 auf Peter Helmes‘ Blog Conservo: https://conservo.wordpress.com/2018/05/26/polnische-impressionen/

Quellenverweise:

  1. Conservo, 19.9.2018: „Willkommen im Club – Die republikanische Schminke blättert ab“ von Helmut Roewer https://conservo.wordpress.com/2018/09/19/willkommen-im-club-die-republikanische-schminke-blaettert-ab/
  2. Jürgen Fritz Blog, 2.9.2018: ‘Unsere Lügenbarone und amtlichen Hetzer empfinden Aufklärungsarbeit als „Angriff auf ihre Wahrheitssysteme“‘ von David Berger https://juergenfritz.com/2018/09/02/angriff-auf-wahrheitssysteme/
  3. E. Thomas Wood, Stanisław M. Jankowski: „Jan Karski – Einer gegen den Holocaust“, Bleicher Verlag, Gerlingen 1997
  4. http://hamsa.pl/en/
  5. Simon Sebag Montefiore: „Jerusalem: The Biography“, Weidenfeld & Nicolson Paperback, London 2012
  6. Audiatur Online, 1.2.2018: „Eine neue Holocaust-Lektion für Polen“ von Amotz Asa-El https://www.audiatur-online.ch/2018/02/01/eine-neue-holocaust-lektion-fuer-polen/
  7. Götz Aly: „Europa gegen die Juden: 1880 – 1945“, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2017 https://www.amazon.de/Europa-gegen-die-Juden-1880/dp/3100004280
  8. Jewish Virtual Library: „Modern Jewish History: Pogroms“

https://www.jewishvirtuallibrary.org/pogroms-2

Wikipedia: Lwów pogrom (1918)

https://en.wikipedia.org/wiki/Lw%C3%B3w_pogrom_(1918)

  1. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.9.2011: „Götz Aly: Warum die Deutschen? Warum die Juden? Ein Historiker im Kampf gegen den Egalitarismus“ von Patrick Bahners http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/goetz-aly-warum-die-deutschen-warum-die-juden-ein-historiker-im-kampf-gegen-den-egalitarismus-11229052.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0
  2. Audiatur Online, 10.4.2018: „Judenhass und Nationalismus – Über das Holocaustgesetz der polnischen Regierung“ von Sylke Kirschnick

https://www.audiatur-online.ch/2018/04/10/judenhass-und-nationalismus-ueber-das-holocaustgesetz-der-polnischen-regierung/

  1. Sebastian Haffner: „Anmerkungen zu Hitler“, S. Fischer Verlag, 25. Auflage, Frankfurt am Main 2003, S. 155

 

  1. Voice of Europe auf Twitter, 20.9.2018, 16:49: „Warsaw feels like Paris in the good years, before it became a ‚Third World shithole‘ – Katie Hopkins“ https://twitter.com/V_of_Europe/status/1042787852554252288

Siehe auch:

Paul Joseph Watson: „Paris is a Sh*thole“ (Veröffentlicht: 22.8.2018) https://www.youtube.com/watch?v=56b_rmUHUg4

  1. Conservo, 5.6.2018: „Früh gescheitert? – Macron auf dem Weg zum Macrönchen“ von Peter Helmes https://conservo.wordpress.com/2018/06/05/frueh-gescheitert-macron-auf-dem-weg-zum-macroenchen/
www.conservo.wordpress.com    22.09.2018

Über conservo

Über mich, „conservo“ – www.conservo.wordpress.com (Peter Helmes) Warum noch „conservo“? conservo will gezielt christlich-abendländische Werte vertreten und dem Zeitgeist entgegenwirken. „Moderne“ aller Couleur haben wir genug! Ich bin seit meiner Jugend ein Konservativer, also ein Rechter. conservo ist aber auch liberal, weil meiner Meinung nach jeder nach seiner Façon selig werden soll. Meine Grenze endet da, wo die Grenze eines anderen überschritten werden könnte. Meine Wertebasis ist die christlich-abendländische Tradition, der ich mich verpflichtet fühle. Die Einsicht in eine Letztverantwortlichkeit vor Gott und Jesu Liebesgebot bietet eine Basis für eine „menschliche“ Gesellschaft. Wenn wir die christlich-abendländische Grundorientierung verlieren, verlieren wir auch die Kraft zum Selbsterhalt. Ich trete ein für ein geeintes, föderales Deutschland, das seinen Regionen, Traditionen und Kulturen einen besonderen Stellenwert einräumt. Und ich stehe für ein einiges Europa, das in der westlichen Wertegemeinschaft seine Heimat hat und die jeweilige nationale Identität wahrt und stärkt – ein „Europa der Vaterländer“ . Klingt altbacken? Überhaupt nicht! Wo stehen wir denn heute, wenn aus „Vater“ und „Mutter“ „der Elter“ und „die Elter“ werden sollen? Wenn wir nicht mehr „Mann“ und „Frau“ sein dürfen, sondern von Natur aus alle gleich sind – und nur durch („falsche“) Erziehung zu Mann und Frau wurden? Wie verrückt sind wir eigentlich, diesem „Gender-Mainstream“ nachzulaufen, der solchen Unsinn produziert und nach dem wir an „DIE Jesus“ beten sollen? (Erinnert mich übrigens fatal an die „Mengenlehre“, die eine ganze, junge Generation verdorben hat, die heute kaum rechnen und schreiben kann.) Und wo leben wir eigentlich, wenn jeder Kriminelle auf freien Fuß gesetzt oder milde bestraft wird, nur weil er „eine schwere Kindheit“ hatte? Und wo kriminelle Ausländer nicht abgeschoben werden, weil in seinem „Zuhause“ ein karges Dasein wartet? Und wo leben wir, wenn Polizisten, die unsere Freiheit und Soldaten, die unser Land verteidigen, hemmungslosen Exzessen ausgesetzt werden – an denen grün-rote Politiker teilnehmen -, ohne daß die Gesellschaft aufschreit? Und wenn sich ein Soldat oder Polizist wehrt, damit rechnen muß, ein Strafverfahren am Hals zu haben? Ich streite für eine Besinnung auf unser Wertegerüst, das Deutschland und Europa über die Jahrhunderte geprägt und zivilisiert hat. Deshalb nenne ich mich „conservo“ (lateinisch: „ich bewahre“) Ich bin bereit, laut zu schreien, wenn der Unsinn zur Methode wird. Und wenn ich die Linken aller Couleur bei ihrer gesellschaftszerstörenden Agitation störe und ärgere, ist schon ein Teil meines Ziels erreicht. Ich lade Euch ein, alles zu kommentieren, zu korrigieren, zu kritisieren. conservo/Peter Helmes Ein P. S., die deutsche Sprache betreffend: Nur für mich persönlich, aber nicht zwingend für Gastautoren, gilt die alte Rechtschreibung. Ich benutze die alte Rechtschreibung aus zwei besonderen Gründen: 1. aus Protest gegen die Vernichtung der deutschen Sprachkultur … …durch die neue Rechtschreibung. Die Erfinder der „neuen“ Rechtschreibung mögen es gut gemeint haben, aber „gut gemeint“ bedeutet nach alter Erfahrung eher „schlecht gemacht“. Die neue Rechtschreibung bietet vor allem weder Schülern noch Lehrern Sprachsicherheit. Wenn es mir im Zweifelsfalle freigestellt bleibt, wie ich ein Wort – richtig – schreibe, fühlen sich alle genasführt. Wenn zugleich auch regelrechter Unsinn damit verbunden ist, wird der Quatsch zur Methode. Der Beispiele gibt es gar viele. Ich will ein Harmloses herausgreifen: „zusammensuchen“ (altes Deutsch): „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtsmaterial zusammensuchen“ (also nach dem Unterricht zusammenpacken = 1 Wort). In der neuen Rechtschreibung müßten die Betroffenen wohl erst ´mal ihr Material gemeinsam suchen: „Schüler und Lehrer sollten ihr Unterrichtmaterial zusammen suchen“ (und dann „zusammen einpacken“???). 2. Ich verwende ganz bewußt kein „Genderdeutsch“, … …z. B. wegen des unsäglichen Sprachflusses – wie spricht man „Sternchen“, ein großes „I“ und einen untenstehenden Bindestrich aus (z.B. Schüler*_Innen)? – und auch, weil es im richtigen Deutsch den sog. Gattungsbegriff gibt. „Die Schüler“ erfassen eben auch die Schülerinnen. Um die Absurdität des Genderdeutsch zu entlarven, zwei Begriffe: „Kind“ oder „Pferd“. Genderkonsequent müßte man (im Plural) also sagen: „Pferde und Pferdinnen“ (oder noch umständlicher: „Hengste und Stuten“) und „Kinder und Kinderinnen“ (oder „Mädchen und Buben“). Will heißen, mir ist der Sprachfluß wichtiger als die Rücksichtnahme auf die „sexuelle Vielfalt“. Schließlich ist Deutsch eine gewachsene, fließende Sprache und kein konstruiertes Kompositum aus (zu allem Unheil auch noch überwiegend) Hauptwörtern. Genderdeutsch macht den Sprachfluß zunichte und zerstört damit ein Stück deutsche Identität – was wohl die Absicht der Erfinder dieses Sprachmordes ist. ----- Kurzprofil: Peter Helmes war 40 Jahre ehrenamtlich und 25 Jahre hauptberuflich in der Politik auf allen politischen Feldern (Orts-, Landes-, Bundes- und internationale Ebene) tätig. Er ist ein katholischer, sehr fröhlicher Rheinländer, arbeitet seit 24 Jahren als selbständiger Politikberater und Publizist und war 21 J. freiberuflicher Universitäts-Dozent (Lobbying, Medien). Er veröffentlichte bisher (Stand Sept. 2018) 45 Bücher und Broschüren, die hunderttausende Auflagen erreichten, und verfaßt regelmäßig „Konservative Kommentare“ und nahezu täglich Artikel zu Zeitvorgängen. Helmes gehörte im Bundestagswahlkampf 1980 zum engsten Wahlkampfstab von Franz Josef Strauß und war 1981 (neben Franz Josef Strauß, Gerhard Löwenthal, Ludek Pachman, Joachim Siegerist u.a.) Mitbegründer der „Die Deutschen Konservativen e.V.“, Hamburg. ***** conservo erreichen Sie über elektronische Post: Peter.Helmes@t-online.de -------- Konto-Verbindung: Peter Helmes, VR-Bank Neuwied-Linz, BIC: GENODED1NWD, IBAN: DE 82 5746 0117 0005 2058 73, Verwendungszweck: conservo --------------------------- Haftungsausschluß: Für die Inhalte von verknüpften Seiten übernehme ich keine Haftung. Rechtlicher Hinweis: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 – 312 O 85/98 -, Haftung für Links, hat das Landgericht Hamburg entschieden, daß man durch das Anhängen eines Links den Inhalt der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann nur dadurch verhindert werden, indem man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten in meinen Emails sowie auf den Seiten der „sozialen Medien“ und mache mir diese Inhalte nicht zueigen. *****
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4 Antworten zu Polnische Impressionen II

  1. Semenchkare schreibt:

    1)

    Video: AfD im Trump-Land

    Am 15.9.2018 erhielt der AfD-Obmann im Auswärtigen Ausschuss Petr Bystron und der polnische PiS-Abgeordnete Dominik Tarczynski in St. Louis, Missouri den Eagle Award der Trump-nahen Phyllis-Schlafly-Stiftung (PI-NEWS berichtete). Sie schmiedeten eine konservative Allianz mit Stars der Trump-Revolution wie Jack Posobiec, Sheriff Joe Arpaio, Pamela Geller und Stefan Molyneux. Ein Video-Bericht von Collin McMahon (Jouwatch).

    http://www.pi-news.net/2018/09/video-afd-im-trump-land/

    • Semenchkare schreibt:

      2)
      der polnische PiS-Abgeordnete Dominik Tarczynski, ein Patriot

      Polnischer Abgeordneter Dominik Tarczynski lässt Channel 4-Moderatorin alt aussehen!

      (Englisch) ca 80sek

    • Semenchkare schreibt:

      3)
      AfD in Trumpland: „Die Wende ist da“

      deutsch untertitelt ca 9 min.

  2. Semenchkare schreibt:

    Jede Farbe des Regenbogends steckt in der Kombination Schwarz:
    Wir sind bunt!

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